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Zweiter Neuzugang: Das ist José-Junior Matuwila

Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen zweiten Neuzugang bekanntgegeben: José-Junior Matuwila kommt ablösefrei von Energie Cottbus und soll die gewünschte Ergänzung in der Innenverteidigung sein.

Es war der 37. Spieltag, als Energie Cottbus noch einmal frischen Mut im Abstiegskampf schöpfte. Im Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen VfR Aalen stand es bis zum Anbruch der Schlussviertelstunde 1:1. Die Lausitzer benötigten dringend einen Sieg, um eine halbwegs gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt zu haben. Dann segelte eine Eckball-Hereingabe vor das Tor, José-Junior Matuwila nahm Anlauf, stieg hoch und lenkte den Ball ins rechte Eck. Momente später drehte er wild jubelnd ab. Mit dem Klassenerhalt wurde es am Ende nichts, dennoch hob sich Matuwila in einer insgesamt enttäuschenden Saison für den FCE ab - und wird nun in Kaiserslautern ein neues Kapitel in seiner nicht immer geradlinigen Karriere aufschlagen.

» Zum Video: José-Junior Matuwila trifft gegen den VfR Aalen

Antritts- und kopfballstark - Aggressive Zweikampfführung

Matuwila soll in der Innenverteidigung bislang fehlende Fähigkeiten mitbringen: Der Linksfuß ist schnell im Antritt, kann damit Lücken schließen, im gegnerischen Umschaltspiel zur letzten Hürde werden, aber auch in der Vorwärtsbewegung verteidigen. Außerdem ist er kopfballstark und bei offensiven Standards präsent, auch wenn seine Torausbeute bislang mager ausfällt. "Ich bin nicht unbedingt für meine Kopfballtore bekannt", sagt er selbst. Matuwila punktet dafür mit zielstrebiger, physischer und aggressiver Zweikampfführung, ist im Eins-gegen-eins stark - schießt dabei aber auch ab und an über das Ziel hinaus, wie 26 Gelbe Karten und vier Platzverweise in seinen drei Cottbuser Jahren verdeutlichen.

Seine Stammposition hat er mittlerweile in der Innenverteidigung gefunden. Erfahrungen sammelte der 1,86 Meter große Abwehrmann aber auch auf den defensiven Außenbahnen, bevorzugt auf der linken Seite.

» Zum Video: José-Junior Matuwila bei der TuS Koblenz



Profi-Durchbruch in Cottbus mit 26 Jahren



Mit Matuwilas Abschied war schon direkt nach dem Cottbuser Abstieg gerechnet worden, zu ansprechend waren seine Leistungen. Doch erst am vergangenen Mittwoch bestätigte der Defensivmann seinen Weggang auch offiziell. "Es war eine schwere Entscheidung, die ich getroffen habe, da ich dem Verein sehr viel zu verdanken habe", sagte der gebürtige Bonner mit angolanischen Wurzeln.

Das ist tatsächlich nicht einfach so dahergesagt. Matuwila hat vor seiner Zeit beim FCE fast ausschließlich in der 5. und 6. Liga bei unterklassigen Vereinen in Lahnstein, Mayen, Erndtebrück und für die zweite Mannschaft von TuS Koblenz in der 5. und 6. Liga gespielt. Für den ehemaligen Zweitligisten bestritt er 2014/15 immerhin 20 Einsätze in der Regionalliga Südwest (elf Einwechslungen), empfahl sich aber erst durch eine gute Oberliga-Saison im Sommer 2016 für höherklassige Angebote. Nach einem Probetraining unterschrieb der Abwehrspieler bei Energie Cottbus und reifte in zwei Regionalliga-Spielzeiten zur festen Säule, absolvierte 55 Einsätze und stieg mit den Lausitzern 2018 in die 3. Liga auf. Auch dort war der Innenverteidiger Stammkraft - der FC Energie hatte ihm mit 26 Jahren zum Durchbruch auf Profiebene verholfen.

José-Junior Matuwila
FCK-Neuzugang José-Junior Matuwila; Foto: Imago

Quelle: Der Betze brennt

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