Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.

Beitragvon Thomas » 25.07.2008, 13:28


Was uns stark macht
von Mörserknecht

„Wir haben heute den ersten Absteiger gesehen“, so Günter Sebert, Trainer des Mannheimer Vorstadtvereins nach dem 4:0-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern in der Saison 1989/90. Kaum jemand gab mehr einen Pfifferling auf den FCK. Auch das folgende Spiel gegen den Hamburger SV, das erste für Trainer Kalli Feldkamp auf seiner Rettungsmission, bescherte eine Niederlage. Die Presse und die „Sportschau“ sahen auf die Roten Teufel den nahezu sicheren Abstieg zukommen. Am Ende aber stieg nicht der FCK ab, sondern der SV Waldhof. Und Günter Sebert hatte am Karnevalssamstag 1990 tatsächlich den ersten Absteiger gesehen.

19. Mai 1990: Pokalfinale in Berlin gegen Werder Bremen, damals eine der herausragenden Mannschaften des deutschen Fußballs unter Trainer Otto Rehhagel. Stark verbreitet war ein Fan-Shirt der Bremer mit dem siegesgewissen Aufdruck „Diesmal geht der Pott an die Weser“. Wer hätte auch nur eine Sekunde gezweifelt, dass der SV Werder an diesem Tag einen standesgemäßen Sieg gegen den krassen Außenseiter FCK landen würde, ein Jahr nach der Finalpleite gegen Borussia Dortmund? Das Ende ist bekannt. Ein verdutzter Reporter befragte im Halbzeitinterview Udo Lattek, wie es sein könne, dass der FCK gegen die hochfavorisierten Bremer mit 3:0 führe. Lattek: „Ich kenne Kalli Feldkamp, seine Spieler brennen bis unter die Haarspitzen.“

Damit nicht genug, dem vermeintlich „sicheren Absteiger“ des Vorjahres gelang es 1991, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Damit hatte selbstverständlich ganz Fußballdeutschland trotz des vorangegangenen Pokalsieges nicht gerechnet. Der „Kicker“ kam jahrelang nicht darüber hinweg und wies auch lange Zeit später gerne noch darauf hin, dass ein Spiel 90 Minuten dauere – außer in Kaiserslautern.

Der Höhepunkt dieser Zeit war mit einiger Sicherheit der 3:1-Sieg im Europapokal der Landesmeister gegen den FC Barcelona, die damals beste Mannschaft der Welt, die lediglich durch die UEFA-Regelung über das Auswärtstor den 1. FC Kaiserslautern überwinden konnte. Der FCK als legitimes Aushängeschild des deutschen Fußballs füllte seinen Namen wieder mit Glanz wie seit den 50er Jahren nicht mehr.

Der Absturz folgte wenige Jahre später: 1996 mußte der FCK „den Gang in die zweite Liga antreten“. Ein jähes Ende des Höhenfluges, ein Betriebsunfall. Der FCK kassierte in dieser Saison nur zehn Niederlagen, ebenso viele wie der FC Bayern, der Zweiter wurde. Was sollte aus dem Verein, aus der Region werden?

Der Abstieg wurde hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen mit einem Abzug der Amerikaner aus der Region verglichen, manch einer befürchtete ein dauerhaftes Wiedersehen mit „alten Bekannten“, etwa dem FK Pirmasens oder Borussia Neunkirchen. Weltuntergangsstimmung in der Pfalz. Und was passiert? Der Außenseiter, der Absteiger schlägt am 25. Mai 1996 den Karlsruher SC, der die abgelaufene Bundesligasaison immerhin als Siebter abgeschlossen hatte. Die Schmähgesänge der KSC-Anhänger („Und schon wieder dicke Tränen, FCK“) wichen nach Abpfiff dem Lautrer Spott („Und schon wieder keinen Titel, KSC“).

Nach dem Abstieg verdoppelte der Verein seine Mitgliederzahl, in der allgemeinen „Jetzt erst recht“-Stimmung schossen neue Fanclubs förmlich aus dem Boden. Mit 36.709 wurde gar der bis dato zweithöchste Zuschauerschnitt der Vereinsgeschichte erreicht, beim Debüt in der 2. Bundesliga. Die vernichtende Katastrophe blieb aus, der FCK erholte sich schneller als viele für möglich gehalten hatten und stürmte unter Otto Rehhagel mit zehn Punkten Vorsprung auf die Verfolger zurück in die erste Liga. Am Rande sei bemerkt, dass der SV Waldhof, der den FCK weniger Jahre zuvor vor dem Absturz und sich selbst an der Schwelle zur europäischen Bühne sah, zeitgleich aus der zweiten Liga abstieg.

Das sagenhafte Fußballmärchen nahm seinen Lauf. Der als Aufsteiger in die Saison 1997/98 gestartete FCK bezwang gleich am ersten Spieltag den FC Bayern München im Olympiastadion mit 1:0. Ab dem 4. Spieltag belegte der FCK Platz 1, der ihm bis zum Saisonende nicht mehr zu nehmen war. Im Nachhinein erscheint einem diese Saison wie ein einziger Rausch. Zwei Jahre nach der großen Trauer versank Kaiserslautern am 2. Mai 1998 im Freudentaumel. Mit einem 4:0 über den VfL Wolfsburg war die Meisterschaft perfekt. Zumindest soweit es um die Meisterschaftsfavoriten ging, war der FCK selbstverständlich als Außenseiter in die Saison gestartet.

Was folgte, waren ähnliche Unternehmungen wie nach der letzten Meisterschaft 1991. Stadionausbau und Experimente auf dem Transfermarkt, dazu eine übersteigerte Erwartungshaltung im Verein und im Umfeld. Da passte es in Bild, das mit Youri Djorkaeff ein Weltmeister in die Pfalz wechselte, der nicht nur eine Rekordablöse kostete, sondern auch für nicht wenig Gehalt auflief. Die Art und Weise, wie der FCK dieses Nettogehalt und das anderer Spieler aufbrachte, rief das Finanzamt und die Staatsanwaltschaft auf den Plan. Die Folgen sind bekannt, wobei die Frage, inwieweit im Einzelnen die Steuernachzahlungen der Höhe nach gerechtfertigt waren, außen vor bleiben soll.

Die Hybris der FCK-Verantwortlichen und – das muss man zugeben – auch großer Teile der Anhänger führte letztlich auf den Weg in den Hades. Galt der FCK in der Saison 1998/99 und 1999/2000 als Anwärter auf einen Champions League-Platz, wurde dieser einmal am letzten Spieltag vergeigt, das andere mal am vorletzten. 2000/2001 hatten wiederum nicht wenige die Champions-League-Qualifikation vor Augen, nicht zuletzt Djorkaeff selbst, der stets seine WM-Teilnahme 2002 im Hinterkopf behalten und damit international in Erscheinung treten musste. Sogar den UEFA-Cup nach Lautern zu holen schien möglich, allein Alavès bremste die Roten Teufel. Mit einer Rekordserie in die Saison 2001/2002 gestartet, verpasste der FCK am Ende sämtliche Saisonziele. Der Niedergang einer Mitfavoriten der Bundesliga nahm unaufhörlich seinen Lauf.

Es fällt auf, dass es der FCK nie aus seiner Favoritenrolle heraus dauerhaft fertig gebracht hat, eine erfolgreiche Basis zu schaffen. Die Sympathien über die Grenzen der Pfalz hinaus erspielte sich der Verein immer in Situationen, in denen er mehr oder weniger als Außenseiter für Überraschungen sorgte. Es waren nicht Spieler, die als Weltstars beim FCK unterschrieben. Es waren Spieler wie Harry Koch oder Axel Roos, die das FCK-typische Gefühl prägten, dass man einem Starensemble entgegentreten und gewaltig einheizen kann. Wenn wir ehrlich sind, sind es zwar auch die Meisterschaften und Pokalsiege, die uns stolz machen. Aber sie sind es nicht in erster Linie.

Es sind Anekdoten wie die legendäre Aussage Paul Breitners, man könne sich die Fahrt nach Kaiserslautern sparen und die Punkte gleich per Post auf den Betzenberg schicken. Es sind spiele wie gegen den 1. FC Köln am 18. Mai 2008, als wir nach einer nicht mehr für möglich gehaltenen Aufholjagd den Klassenerhalt sicherten. Seit diesem Spiel können wir wieder vor lauter Stolz auf diesen Verein und seine Anhänger kaum geradeaus laufen. Es sind Situationen wie diese, in denen uns die meisten bereits abgeschrieben hatten, Situationen, in denen alle zusammenrücken. 100.000 Karten hätte der FCK für dieses Spiel verkaufen können und es ging nicht um die Champions League, um die Meisterschaft, um Blitzlichtgewitter, Konfettiregen und Fußballstars, die es mit ihrem blonden Frisurständer im Arm auf die Titelseite der „Bild“ oder in die „Gala“ schaffen. Dutzende neue Fanclubs haben sich seit dem zweiten Bundesligaabstieg 2006 gegründet, erneut wurden viele neue Vereinsmitglieder gewonnen. Erstmals seit Jahren steigt der Dauerkartenverkauf wieder.

Unsere Fähigkeit, alle zu überraschen, unsere Fähigkeit, mit eisernem Willen zurück zu kommen, unsere Fähigkeit zusammen zu halten – das ist es, was uns stark macht. Es ist nicht die Rolle des (selbst)überschätzten Dauerfavoriten, die uns liegt. Es ist die Rolle des unberechenbaren vermeintlichen Außenseiters, der in Zeiten des Zusammenhaltens in der Mannschaft, im Verein und unter den Anhängern zur Überraschung aller nahezu unschlagbar werden kann. Diese Eigenschaft sollten wir uns bewahren und immer vor Augen halten. Sie macht uns stark!
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Nasenbär » 25.07.2008, 13:38


Super geschrieben! :applaus:

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen - :danke:



Beitragvon Block8.1-Fan » 25.07.2008, 13:39


Und genau darum sind wir hier... wegen dem WIR-Gefühl... weil wir jemand sind.. .auch ohne Superstars und Millionentransfer.

WIR - der FCK - stehen für den Fußball wie er seien sollte! EMOTION PUR!


Super geschrieben. Meinen Dank an Mörserknecht, du sprichst mir aus der Seele!
Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein. (Mario Basler)



Beitragvon wi_devil74 » 25.07.2008, 13:41


Sehr, sehr geil geschrieben......!!!
Dem bleibt nichts hinzuzufügen!



Beitragvon Goldie » 25.07.2008, 13:41


klasse Bericht!

Was wir in den letzte 20 Jahren scon alles erleben durften.

Irgendein Reporter sagte mal: "Zum FCK passt nur das Wort WAHNSINN"
und das in jeder Hinsicht.



Beitragvon Der alter FCKler » 25.07.2008, 13:43


Manche Dinge lese ich so unheimlich gerne, so auch diesen Bericht.

Gut geschrieben, gut zu lesen, danke!
Ich habe im Museum bisher keine Megaphonanlage der Walter-Elf gesehen, ebenso keine von unseren Meisterschaften/Pokalsiegen 1951-1953-1990-1991-1996-1998!



Beitragvon Max94 » 25.07.2008, 13:47


Super geschrieben!

Ich hoffe mal, dass die nächsten 20 Jahre ebenso viele Höhepunkte bringen, und dank SK und MS Niederschläge selten vorkommen.



Beitragvon niersdüvel » 25.07.2008, 13:49


Das Werk hat Gehalt. Sachlich, nüchtern und korrekt.
:lol: :teufel2:
Teufel sind immer und überall



Beitragvon Ramón » 25.07.2008, 13:53


Geil! Endlich wieder Zeitvertreib :applaus:
Wieder was anständiges zu tun im Büro :D



Beitragvon Betze8.1west » 25.07.2008, 14:04


:verbeug:

Das haste echt schön geschrieben :applaus:

Wenn man den Text durchliest kommen einem die Bilder wieder ins Gedächnis als wäre es erst gestern gewesen.

Wenn einem dann zum Schluß bewußt wird, das man bei all diesen Spielen selber dabei war und die ganzen Geschichten live erlebt hat, merkt man erst wieder richtig wie ereignisreich es ist, ein FCKfan zu sein :)

Ich als Pälser hanns jo eh im Blud dess Betzegen, awwer wemmer sisch mo das do dorschlesd verschded ma schunn warum a annere zu me Betzefan werre. :teufel2:
! Einmal FCK - immer FCK !



Beitragvon EchterLauterer » 25.07.2008, 14:07


Schön, mal wieder was von Dir zu hören, Mörserknecht.

Ich erinnere mich noch gut an das erste Spiel mit Feldkamp gegen den HSV - das war nämlich auch mein erstes Spiel für den FCK
- als Ordner ion der West :lol:

Zu den Ankedoten / Mythen aus der damaligen Zeit gehört sicherlich, daß Feldkamp angeblich statt des ersten Trainings den Spielern die Anträge des Arbeitsamts erklärt haben soll - um Ihnen klar zu machen, was passieren kann. Heutzutage läßt der Trainer die Mannschaft minutenlang vor der Tribüne stehen - auch diese Aktion hat das Zeug zum Mythos für spätere Generationen.

Vorwärts, und nicht vergessen,
worin unsre Stärke besteht !

:teufel2:
Zuletzt geändert von EchterLauterer am 25.07.2008, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.



Beitragvon Kerosin » 25.07.2008, 14:18


Sehr gut geschrieben - danke!
Da kriegt man Hühnerfell und Pippi in die Augen beim durchlesen. :love

Ich bin stolz ein Lautrer zu sein!
:beer:



Beitragvon mb1980 » 25.07.2008, 14:29


und weil man nur über diesen verein solche sachen schreiben kann liebe ich den fck!!!
FCK



Beitragvon Westkurvenalex » 25.07.2008, 14:43


Amen!!
Ein Artikel, der ausspricht, was wohl die meisten hier denken und fühlen.
Unser Verein ist eben nicht wie jeder andere.An solchen Spielen wie gegen Köln erkennt man, was ein Verein mobilisieren kann.
Gegen Madrid, Manu, Barca und wie sie alle heisen mögen kann jeder "Fan" sein. Wenn es aber darum geht ob man in Liga 3 geht oder nicht, zeigen sich diejenigen, denen wirklich was am Verein liegt.
Bei uns sind eben keine Luca Tonis, Riberys und wie sie alle heißen mögen. Bei uns sind Bellinghausens, Ziemers, Sippels..sicher alle nicht die heraufbeschworenen Jahrhundertalente, aber denen ist wenigstens nicht egal wo sie spielen. München, Bremen, Hamburg, Schalke...hier geht es doch längst nicht mehr um das, was die Anhänger wollen. Warum auch, gehen die einen, stehen die anderen vor der Tür. Hier geht es nur um die Höhe der Fernsehgelder, die Bequemlichkeit der Sitzplätze und möglichst viele Bunte Namen im Stadion haben. Ob man an Gazprom seine Seele verkauft ist doch egal, Hauptsache die Geldpipline ist offen.
Da finde ich den Spruch von Bruchhagen zum Thema Kartellamt und Fernsehrechte einfach Klasse : "Na und? Geben wir eben einfach weniger aus"
Unsere Anhängerschaft ist aber genau das, was unseren Verein so stark macht und uns vion anderen unterscheidet. Deshalb kommen wir immer wieder wie der Phönix aus der Asche.

WKA



Beitragvon OWL-Teufel » 25.07.2008, 14:47


Thomas hat geschrieben:Es sind Anekdoten wie die legendäre Aussage Paul Breitners, man könne sich die Fahrt nach Kaiserslautern sparen und die Punkte gleich per Post auf den Betzenberg schicken. Es sind spiele wie gegen den 1. FC Köln am 18. Mai 2008, als wir nach einer nicht mehr für möglich gehaltenen Aufholjagd den Klassenerhalt sicherten. Seit diesem Spiel können wir wieder vor lauter Stolz auf diesen Verein und seine Anhänger kaum geradeaus laufen. Es sind Situationen wie diese, in denen uns die meisten bereits abgeschrieben hatten, Situationen, in denen alle zusammenrücken. 100.000 Karten hätte der FCK für dieses Spiel verkaufen können und es ging nicht um die Champions League, um die Meisterschaft, um Blitzlichtgewitter, Konfettiregen und Fußballstars, die es mit ihrem blonden Frisurständer im Arm auf die Titelseite der „Bild“ oder in die „Gala“ schaffen. Dutzende neue Fanclubs haben sich seit dem zweiten Bundesligaabstieg 2006 gegründet, erneut wurden viele neue Vereinsmitglieder gewonnen. Erstmals seit Jahren steigt der Dauerkartenverkauf wieder.


Klasse geschrieben,lieber Mörserknecht...dafür darfst du bei Gelegenheit mal wieder ein Bier abstauben :applaus:

Aber der von mir zitierte Absatz ist der mit Abstand gelungenste und ragt aus einem sehr guten Bericht noch heraus!



Beitragvon TEMUL » 25.07.2008, 15:07


Bei so einem Bericht könnte ich stundenlang weiterlesen. :love
Tradition-Emotion-Mythos-Ultra-Leidenschaft



Beitragvon betzehänger » 25.07.2008, 15:09


:verbeug: Respekt, es spiegelt genau dies wieder, was ich schon immer zum Ausdruck bringen wollte.

:applaus: Sensationell geschrieben, da kriegste alles was nur geht. Gänsehaut pur und "Krokos" in the eyes!

DANKE, lieber "Mörserknecht"! Ich hoffe wir treffen uns einmal in der West, dann kriegste erst einmal ein Bier von mir! Wenn Du ein Mädel wärst, müßte ich Dich glatt küssen, aber das lassen wir doch besser, ich stachel so! :lol:

WIR haben geschafft, wovon so viele andere Clubs nur träumen. Es ist mir eine Ehre, so wie mein Vater, diesem Verein treu zu sein bis in den Tod! Vater ist gerade 80 geworden und ihn interessiert immer nur eins: Wie hat der FCK gespielt?:!:

Immer wenn es in Deutschland "Fußballwunder" gibt, steht dieses Wunder in Verbidung mit dem Namen 1. FC Kaiserslautern! Für das erste "Wunder" waren fünf FCKler mitverantwortlich... :schal:

"Mörserknecht" Danke :!: :schild:
Rot, Weiß, Rot, wir kämpfen bis zum Tod!



Beitragvon dem fritz seine erben » 25.07.2008, 15:14


Sehr stark, Mörserknecht! :danke:
Da ist doch über die Jahre einiges zusammengekommen. Und wenn man bei Deinen Text all die Bilder und Stimmungen wieder vor sich hat ...
Schön geschrieben, werde mir später ein nettes Extrabier aufmachen und noch mal lesen. Herrlich. :beer:



Beitragvon Westkurvenalex » 25.07.2008, 15:21


dem fritz seine erben hat geschrieben:Sehr stark, Mörserknecht! :danke:
Da ist doch über die Jahre einiges zusammengekommen. Und wenn man bei Deinen Text all die Bilder und Stimmungen wieder vor sich hat ...
Schön geschrieben, werde mir später ein nettes Extrabier aufmachen und noch mal lesen. Herrlich. :beer:



...wobei sich bei mir ein Bild eingebrannt hat, das ich nie wieder vergesse.
09.04. 1998; FCK - Dortmund: Kuka schießt das 1:1 und sitzt auf den Knien vor der Westkurve , die Hände zum Himmel gestreckt.



Beitragvon hardy68 » 25.07.2008, 15:38


Super geschrieben. Danke für die tollen Erinnerungen. Berlin 1990 war ich auch dabei. Mir läufts jetzt noch den Buckel kalt runter.

Hoffentlich kommen die GUTEN Zeiten bald wieder.

lg

hardy68



Beitragvon Block8.1-Fan » 25.07.2008, 15:52


mein erstes Spiel war eins gegen Bochum... der FCK gewann damals 3:0 mit einer Roten Karte für Bochum... Tore machte Wagner und 2x Rische.... noch heute dröhnt mir das "Buuuuuuck, Buck, Buck, Buck, Buck" in den Ohren was ungefähr ab der 60-70Min ertöhnte als eben selbiger zu seinen Flankenläufen startete.... war damals gerade 16 geworden... und noch heute Denke ich daran zurück... an das Spektakel, was die West damals veranstaltet hatte.

Damals saß ich mit nem Bekannten und dessen Vater auf der Süd. Doch schon damals war mir Klar... da muss ich hin! Und da bin ich ja dann auch gelandet.

Damals herrschten andere Sitten in der West... der Alterschnitt lag damals glaube ich noch bei 25-Aufwärts... während heute ja 16 ein gängiges Alter ist!
Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein. (Mario Basler)



Beitragvon hilpat » 25.07.2008, 16:01


Super Text!!!

Sind wir diese Saison nicht wieder Ausenseiter was die Frage um die Aufstiegsplätze angeht?

Wuner gibt es immer wieder vor allem in der Pfalz! :teufel2:
Alles für Lautern!!!



Beitragvon frankie73 » 25.07.2008, 16:26


So absolut nüchtern und sachlich, kein Pathos, keine Emotion erkennbar und deshalb so schön. Aber - zu kurz. Du warst doch gerade erst auf Deinem Wege, gingst gerade erst steil.
Musste sofort an die "11 Freunde Sonderausgabe" und deren Saisonprognose (Sag es mit Mucke) denken: DIE TIERE SIND UNRUHIG.

Fehlen noch 2-3 Jungs für vorne rum, die die Tiere noch unruhiger machen.
Die Vorfreude auf die Saison entwickelt sich.
Danke.
Ein Leben lang



Beitragvon Altmeister » 25.07.2008, 16:44


Sensationell geschrieben, mein lieber Mörserknecht :applaus: .
Ich ergänze dazu nur folgendes: Die guten Zeiten sind vorbei, die besten kommen. Endlich darf man sich mal wieder auf eine Saison freuen. Und die wichtigste Erkenntnis: der FCK ist tatsächlich unzerstörbar.



Beitragvon Oliver_Südpfalz » 25.07.2008, 17:03


Tränen in den Augen, Gänsehaut, einfach geil.... Danke für den geilen Text!

Besonders die letzten zwei Sätze.... hammer!
- Nur GEMEINSAM aus dem DRECK! -
https://www.fck-jetzt.de/ :daumen:




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