Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Pinolino » 09.07.2020, 11:13


Danke @Ken !!!

Uff. Schwere Kost. Das tut weh, ganz tief innendrin.
"Des dud regelrecht körbärlisch weh ".

Damit ist wohl alles gesagt.
Die Vermutungen sind nunmehr keine Vermutungen mehr, sondern traurige Gewissheit.
Eine Schande! Ein Armutszeugnis!

Bin sprachlos.
Zeit für Mittagsschlaf



Beitragvon ks_969 » 09.07.2020, 11:14


shaka v.d.heide hat geschrieben:Hallo WernerL
Du weißt doch 100%ig auch dass die letztjährigen Regionalen nicht mit den aktuell grenznahen(aber auch regional genannten) zu vergleichen sind.
Daher verbieten sich mMn auch die Vergleiche dieser beiden Gruppen.

Ups,Pinolino war schneller
:daumen:


Danke @ shaka v.d.heide....aber ich glaub das hat keinen Sinn bei ihm :lol:
1.FCK - Unzerstörbar



Beitragvon tom55232 » 09.07.2020, 11:15


Rolfson hat geschrieben:@Miggeblädsch

Ich bin mir aber sicher, dass Merk und Keßler es deutlich besser beurteilen können und das sie richtig entscheiden. Deshalb kann ich mich nur wiederholen. Lasst bitte Merk und Keßler in Ruhe ihre Arbeit machen!


Andere sind sich da halt nicht sicher.



Beitragvon sandman » 09.07.2020, 11:17


since93 hat geschrieben:
Ke07111978 hat geschrieben:Liebe FCK Freunde...



Das lässt doch nur den Schluss zu, dass sich Merk, Kessler, (was macht eigentlich?) Wagner sich vor einen "regionalen" Karren haben spannen lassen. Eigentlich war das kaum vorstellbar... mir fehlen die Worte.


Es ist in der Tat UNFASSBAR, wie beim FCK... wir Fans immer wieder mit dem Nasenring durch die Manege gezogen werden.

Und dann Gebetsmühlenartig ein "ruhiges Umfeld" fordern :nachdenklich:

Ich hab vom FCk mittlerweile sowas von dermaßen die Schnauze gestrichen voll.
...früher verdunkelten fliegende Feuerzeuge und Kleingeld den Himmel überm Fritz-Walter-Stadion...

„Das ist das einzige Stadion, in dem ich wirklich Angst hatte.“ (Gerd Müller)



Beitragvon pal1972 » 09.07.2020, 11:21


Danke @Ken!!!

Was soll man dazu noch sagen???

Ich persönlich glaube schon, dass Herr Kessler versucht, auf allen Hochzeiten zu tanzen. Dies kann aber nicht funktionieren!
Man braucht bei den Verhandlungen mit den Gläubigern/Investoren schon einen harten Hund, der sich gegen alle Widerstände durchsetzen kann.

Es allen Recht machen zu wollen funktioniert hier meistens nicht wirklich!!

Das aber, Satzung und 4 Säulen Modell nicht eingehalten werden, geht gar nicht............



Beitragvon Jo1954 » 09.07.2020, 11:21


Hauptstadt_Lautrer hat geschrieben:@ Ken und Ben

Großen großen Dank dafür!!

Auch für mich gilt jetzt noch mehr als zuvor:

PRO Wilhelm & Weimer!


Ich finde es echt schlimm, dass man das fordern muss!

Die Beiden wurden, mit fast gleich vielen Stimmen, gewählt wie Merk und Keßler!

Und sind außen vor! Unverständlich!

Ich bin der Meinung, dass die Mitglieder im Dezember verantwortungsvoll gewählt haben, aber was nutzt es - einer oder zwei der Gewählten waren nicht ehrlich, oder haben nicht genug Rückgrat, und die zwei Anderen werden ausgegrenzt!

Gerade die, die im Moment so wichtig wären mit ihrem Fachwissen! Unfassbar!

Ganz wichtig: Vielen Dank Herr Kinscher und Herr Remy!!!

Nicht zu vergessen ein großes Dankeschön an Herrn Wilhelm!
Hier erkennt man den Juristen, der das Mandat der Mitglieder ernst nimmt!
Zuletzt geändert von Jo1954 am 09.07.2020, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon MarcoReichGott » 09.07.2020, 11:21


Thomas hat geschrieben:
Der Vereinswert ist (vereinfacht gesagt) mehr oder weniger fiktiv, darüber wurde ja letztes Jahr breit diskutiert, und er wird vom FCK-Beirat festgelegt.


Thomas, an dieser Stelle hättest du eigentlich besser deinen Post aufgehört. Genau das ist nämlich die Diskussion um den Vereinswert - eine Diskussion um einen fiktiven Wert.

Der Preis ist immer ein Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Natürlich kann ich willkürlich einen zu hohen Preis fixieren - dann muss ich aber damit rechnen, dass ich auch nix von meinen Produkt los werde. Im übrigen möchte ich auch nochmal darau hinweisen, dass es keinen wirklichen wirtschaftichen Grund dafür gibt, dass sich der Vereinswert bei einem Aufstieg in Liga 2 massic erhöhen sollte. Der Unterschied zwischen dem Vereinswert in Liga 3 und Liga 2 ist mehr oder weniger durch das Volumen der Investitionen, die zum Aufstieg benötigt werden abgedeckt. Einen richtigen Sprung würde der Vereinswert erst Liga 1 machen, dieser Aufstieg ist aber nur mit extrem hohen Summen (Hoffenheim, Leipzig) wirklich planbar. Deswegen wird uns gerade keiner irgendwelche Unsummen bezahlen.

Bei der Investitionsdiskussion geht es gerade primär um zwei Punkte:
1) Wer bekommt welche Macht in der KGaA?
2) Was sind die notwendigen Investitonen um den FCK zu stabilieren und zumindest in Liga 2 zu führen?

Diese Diskussionen um den VEreinswert sind Pseudo-Ablekungsmanoveur mit denen in den Verhandlungen gerade taktisch agiert wird. Solang uns die Investoren aber gerade nicht die Türen einrennen (und das tun sie nicht wie Wilhelm nochmal klar stellt) ist diese Diskussion um den Vereinswert einfach nur sinnentlert.



Beitragvon Bigdoubleu » 09.07.2020, 11:24


Thomas hat geschrieben:Thema Vereinswert und Anteile:

Mal wieder etwas querdenkend herangegangen, aber vor allem im Interesse unseres FCK und nicht im Interesse irgendwelcher Investoren denkend: Beide Investorengruppen legen einen unterschiedlichen Vereinswert für ihre Angebote zugrunde, nämlich die Dubai-Gruppe rund 26,6 Mio. Euro (ca. 20 Mio. für 75% der Anteile) und die Regional-Gruppe rund 32 Mio. Euro (ca. 8 Mio. für 25% der Anteile).

Der Vereinswert ist (vereinfacht gesagt) mehr oder weniger fiktiv, darüber wurde ja letztes Jahr breit diskutiert, und er wird vom FCK-Beirat festgelegt. Im Moment gibt es da meines Wissens noch keinen neu festgelegten Wert, das muss im Beirat noch geklärt werden. Der letzte besprochene Wert war 45 Millionen Euro im Herbst 2019.

Dann werfe ich als FCK-Fan einfach mal in den Raum: Legt den Vereinswert doch auf 40 Millionen Euro fest, lieber FCK-Beirat. Dann können beide Investorengruppen Farbe bekennen und, wenn sie möchten, ihr Angebot erhöhen, um tatsächlich die von ihnen geforderten Prozente zu bekommen. Oder falls ihnen die 75% bzw. 25% doch nicht sooo wichtig sind, dann bekommen sie eben für ihre 20 bzw. 8 Millionen Euro etwas weniger Anteile.

Ein Vereinswert muss wie gesagt vom FCK ohnehin noch festgelegt werden, ehe eines der Angebote angenommen werden kann. Und dieser gilt dann für beide Investorengruppen. Hier gibt es mit den von den Investoren vorgeschlagenen 26,6 oder 32 Millionen Euro als Vereinswert also sowieso bereits einen noch zu lösenden Konflikt.

EDIT:
@DirkDiggler6686 hat einen ähnlichen Anfangsgedanken schon formuliert, während ich hier noch am schreiben war.


Super Idee! Man könnte den Wert des FCK doch einfach auf 1 Milliarde festlegen. Dann nehmen wir das 20-Mio. Angebot aus Dubai und das 8-Mio. Angebot der Regionalen an und haben damit nur 2,8% des Vereins verkauft. Was für eine smarte Lösung!

Und jetzt im Ernst: Der Vereinswert ist genau so hoch, wie die Investoren bereit sind dafür zu zahlen. Und in der aktuellen Situation - Stichwort Insolvenz - sitzt der Verein nicht gerade am längeren Hebel. Insofern ist dein Vorschlag, lieber Thomas, nicht quergedacht, sondern überhaupt nicht gedacht und einfach vollkommen realitätsfremd.

Es ist schon krass, dass einigen hier der Ernst der Lage wohl immer noch nicht bewusst ist.

Wenn jetzt ein dritter Investor kommt und sagt, wir geben 1 Mio. für 1%, dann ist das zwar toll für den Vereinswert, dem Verein fließt aber nur 1 Mio. frisches Kapital zu. Und das ist zu wenig. Deswegen ist 20 Mio. für 75% auch besser, als 8 Mio. für 25%. Weil 20 Mio. mehr ist als 8 Mio.
Zuletzt geändert von Bigdoubleu am 09.07.2020, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Miggeblädsch » 09.07.2020, 11:26


Rolfson hat geschrieben:....Wenn du Rainer Keßler schätzt, was du ja angeblich tust, dann verstehe ich nicht, warum du nicht seinem Wunsch nachkommst, dass die Verhandlungen in Ruhe und ohne Aufregung sattfinden können. Ohne Öffentlichkeit.


Weil ich fürchte, dass Rainer Keßler so dermaßen zwischen den Stühlen sitzt, dass er nicht mehr ausschließlich die Unteressen des FCK im Focus hat. Er sagt ja selbst, dass er "viele Interessen bedienen will". Und wenn ich dann noch sehe, dass man unsere beiden besten Spieler aus dem Team nimmt, weil die "anderen Interessen" das so wollten, dann bin ich der Überzeugung, dass da etwas mächtig schief läuft. Spätestens nachdem @Ken nun das Interview mit Wilhelm veröffentlicht hat, sollte auch bei dir der Groschen mal so langsam fallen, dass jetzt nicht die Zeit der harmonischen Ruhe sein darf!

Patrick Banf hatte letztes Jahr in ähnlicher Situation Ruhe eingefordert. Ich bin damals seinem Aufruf nicht gefolgt. Und das war gut so!

@Ken und @Ben: :daumen: :daumen:
Jetzt geht's los



Beitragvon Nasenbär » 09.07.2020, 11:27


Thomas hat geschrieben:Thema Vereinswert und Anteile:

Mal wieder etwas querdenkend herangegangen, aber vor allem im Interesse unseres FCK und nicht im Interesse irgendwelcher Investoren denkend: Beide Investorengruppen legen einen unterschiedlichen Vereinswert für ihre Angebote zugrunde, nämlich die Dubai-Gruppe rund 26,6 Mio. Euro (ca. 20 Mio. für 75% der Anteile) und die Regional-Gruppe rund 32 Mio. Euro (ca. 8 Mio. für 25% der Anteile).
...


Und genau an dieser Stelle bin ich mir bereits unsicher. Wenn ich Ken richtig verstanden habe und die Investitionen als Kapitalerhöhungen durchgeführt werden sollen, lautet die Formel doch:

[Investition] / ([Vereinswert] + [Investition]) = Quote Anteile.
Anders gesagt: Entscheidend ist der "neue" Vereinswert NACH der Kapitalerhöhung.

Das würde bedeuten:

1) Regionale: 25% für 8 Mio. € => Vereinswert = 23,9 Mio. €
Probe: 8,0 / (23,9 + 8,0) = ca. 25%

2) Dubai: 75% für 20 Mio. € => Vereinswert = 6,7 Mio. €
Probe: 20,0 / (6,7 + 20,0) = ca. 75%

Bei einem Vereinswert von 23,9 Mio. € müsste man für 75% schon ca. 71,5 Mio. € investieren.
Probe: 71,5 / (23,9 + 71,5) = ca. 75%

Fazit: Wenn das so stimmt reden wir keineswegs von "vergleichbaren" Angeboten.
Natürlich ist es aber bei den Regionalen fraglich, wer (wann) weitere Investitionen tätigt. Daher tendiere ich dennoch zur "großen" Lösung.
Nur hätte ich diesen Punkt gerne einmal ge- bzw. erklärt. Denn wenn da kein (Denk)Fehler drinsteckt, wird plötzlich deutlich verständlicher warum gezögert wird...



Beitragvon Satanische Ferse » 09.07.2020, 11:28


@ Gazza

Schau dir nur den triefenden Beweihräucherungsartikel von Konzok vom Dienstag an. Die halten sich gegenseitig im Spiel in ihrem Klüngel. Der eine hält dem anderen die Stange. Ein anderer wieder krault seinem Kumpan die Eier, aber immer ist eine Hand frei, um sich am Buffet zu bedienen. So sieht's seit Jahren rund um den Betze aus. Deswegen geht es auch nie voran, weil sie auch noch fest überzeugt davon sind, sie hätten Expertise. Die sind tunlichst drauf bedacht, keinen anderen an die Fleischtöpfe zu lassen. Das Terrain wird mit Hauen und Beißen mit allen Mitteln gesichert. Jüngstes Beispiel das aktuelle Possenspiel.

Wir müssen jetzt alle zeigen: Mit uns nicht mehr!!!
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon Pinolino » 09.07.2020, 11:28


@MarcoReichGott:
Danke für deinen Beitrag eben zum Thema Vereinswert!

Bin da ganz bei dir:
Die beiden Punkte, die du nennst, sind die wirklich wichtigen :daumen:
Zuletzt geändert von Pinolino am 09.07.2020, 11:31, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Hauptstadt_Lautrer » 09.07.2020, 11:30


Jo1954 hat geschrieben:
Hauptstadt_Lautrer hat geschrieben:@ Ken und Ben

Großen großen Dank dafür!!

Auch für mich gilt jetzt noch mehr als zuvor:

PRO Wilhelm & Weimer!


Ich finde es echt schlimm, dass man das fordern muss!

Die Beiden wurden, mit fast gleich vielen Stimmen, gewählt wie Merk und Keßler!

Und sind außen vor! Unverständlich!

Ich bin der Meinung, dass die Mitglieder im Dezember verantwortungsvoll gewählt haben, aber was nutzt es - einer oder zwei der Gewählten waren nicht ehrlich, oder haben nicht genug Rückgrat, und die zwei Anderen werden ausgegrenzt!

Gerade die, die im Moment so wichtig wären mit ihrem Fachwissen! Unfassbar!

Ganz wichtig: Vielen Dank Herr Kinscher und Herr Remy!!!



Ich hoffe und bin fest davon überzeugt, dass diese von Ken und Ben veröffentlichten Fragen an und Antworten von Wilhelm nicht nur den allermeisten hier im Forum klar und unmissverständlich vor Augen führen was da oben für ein mieses Spiel getrieben wird, sondern auch gewisse FCK-Verantwortliche in ganz arge Bedrängnis bringen. Das hoffe ich sogar!
Betze-Szene Berlin-Kreuzberg



Beitragvon Miggeblädsch » 09.07.2020, 11:31


Rolfson hat geschrieben:.....Deshalb kann ich mich nur wiederholen. Lasst bitte Merk und Keßler in Ruhe ihre Arbeit machen!


Ok, dann wiederhole ich mich auch nochmal: Lasst bitte Wilhelm und Weimer ihre Arbeit machen! Denn die können es am Besten im "Team".
Jetzt geht's los



Beitragvon Hephaistos » 09.07.2020, 11:33


Eben hat JBR das Interview von ihm und 2K (Ken Kirscher) bei tm gepostet. Momentan habe ich wenig Worte was oben wieder abgeht.

Liebe FCK Freunde,

da der Kicker nun ohnehin berichtet hat - mit einer nahezu identischen Wortwahl - möchte ich auch die Fragen von Ken Kinscher und mir an Herrn Professor Wilhelm hier öffentlich machen. Ich denke, das hilft bei der Einordnung der ein oder anderen Aussage der vergangen Tage.

Wir wollen hier ausdrücklich für keinen Investor Partei ergreifen. Am besten wäre es gewesen, man erfährt gar nichts über diesen Prozeß. Was wir aber hier in aller Offenheit zum Ausdruck bringen möchten, ist unsere tiefe Enttäuschung über die handelnden Akteure. Ihr seid in Rekordzeit dort angekommen, wo wir nicht mehr hinwollten. Wir erlauben uns jeweils zwei Antworten aus den jeweiligen Interviews bei DBB einzustellen:

Merk: Nicht clever, ehrlich! Es geht nur der berechenbare Weg. Aber da muss auch jeder erkennen: Wenn ich Ehrlichkeit erwarte, muss ich auch die Wahrheit respektieren. Und die kann unangenehm sein.

Merk: Sicher im Netzwerk Fußball, Unternehmen, Medien. Und im Bereich der Strategie und Kommunikation mit meinen verbindenden Grundsätzen "Starke Menschen arbeiten mit starken Partnern" und "Besser miteinander als übereinander reden"... aber vielleicht sollten meine Teamkollegen meine Fähigkeiten besser skizzieren.


Keßler: Durch Geschlossenheit und Ruhe muss verloren gegangenes Vertrauen gegenüber den Mitgliedern und Fans sowie allen Partnern, wie zum Beispiel den Sponsoren und Investoren oder auch der Stadt Kaiserslautern, zurückgewonnen werden. Persönliche Interessen und Machtkämpfe müssen der Vergangenheit angehören. Alle, denen der FCK am Herzen liegt, müssen einen großen gemeinsamen Nenner finden um den tiefen Riss, der den Verein spaltet, zu überwinden. Respektvolles "Miteinander & Füreinander".

Keßler: Dabei werden wir uns an die rechtlichen und moralischen Rahmenbedingungen und unsere Satzung halten. Bei Entscheidungen von erheblicher Bedeutung werden wir uns vorbehalten, über eine Mitgliederbefragung uns ein Meinungsbild zu verschaffen.

Da wir beide Personen persönlich kennen, möchten wir an dieser Stelle nicht mehr kommentieren. Aber eines ist klar, diejenigen, die beschlossen haben Jörg Wilhelm oder Martin Weimer nicht in Verhandlungen einzubinden oder diese ohne den Geschäftsführer zu führen, können das auch wieder ändern. Indem sie ihr eigenes Ego nicht über den Verein stellen. Dies gilt auch in der Kommunikation hinsichtlich des Insolvenzverfahrens.

Hierbei möchten wir einiges klarstellen. Wir haben ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das heißt, wir sind der Herr des Verfahrens. Herr Eichelbaum ist der Berater des Geschäftsführers also von Herrn Voigt und schaut, dass dieser keine haftungsrelevanten Schrittfehler macht. Herr Scheffler ist der Berater des e.V. in seiner Position als Gesellschafter der KGaA. Und Herr Kleinschmidt als Sachwalter hat zunächst lediglich zu prüfen, dass es in diesem Verfahren nicht zu einseitiger Benachteiligung von allen oder einzelnen Gläubigern kommt. Die Entscheidung liegt also solange bei der Geschäftsführung der KGaA, wie das Verfahren offen und transparent geführt wird.

Herr Kleinschmidt hat aber auch die Aufgabe sicherzustellen, dass Gläubiger keinen Druck ausüben, der eine Sanierung und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen oder gar die Fortführung verhindert. Welches Investorenangebot angenommen wird ist zunächst und ausschließlich in der Entscheidungssphäre der KGaA. Nachgelagert kommt es dann zur Abstimmung über den Insolvenzplan (und somit das Angebot) im Gläubigerausschuss. Natürlich ist dieses Prozedere im Regelfall vorabgestimmt. Keiner wird mit einem offensichtlich die Gläubiger benachteiligenden Angebot in den Gläubigerausschuss gehen.

Der FCK hat aber - nach allen öffentlich bekannten Informationen - zwei Angebote bzw. eine Interessensbekundung vorliegen, die den selben Schuldenschnitt vorsehen. In soweit ist es eine originäre Entscheidung der Geschäftsführung der KGaA und im Nachlauf auch der Beiratsmitglieder welches Angebot angenommen wird - und dann gemeinsam mit dem Insolvenzplan in den Gläubigerausschuss geht. Sollte dieses Angebot bzw. der Insolvenzplan dann einem der dort vertretenen Gläubigergruppen - z.b. Quattrex als eigene Gruppe - nicht passen, warum auch immer, kann er dagegen stimmen. Er kann die Entscheidung sogar später anfechten. Das ist dann halt so.

Aber die Aufgabe unserer Organe ist es ganz klar, das Angebot anzunehmen, was aus Ihrer Sicht für die Zukunft des FCK das bessere ist. Ohne sich von Gläubigern oder gar der Insolvenzverwaltung unter Druck setzten zu lassen. Oder sich gar hinter ihr zu verstecken. Wenn Quattrex bis zum 1.9. nach Investoren suchen will, die mit einen niedrigeren Schuldenschnitt zufrieden sind, dann sollen sie das tun. Dann geht der Plan halt danach in die Umsetzung. Das ist aus unserer Sicht zwar eine ziemlich sinnbefreite Entscheidung, die lediglich dazu führt, dass man auch dieses Jahr keine gute Mannschaft zusammenstellen kann - aber man lässt sich nicht unter Druck setzten. Ganz klare Message.

Wir würden hinsichtlich der Angebote und dem weiteren Vorgehen Rainer Keßler bitten, über folgende, von ihm selbst getroffene Aussage nachzudenken: „Bei Entscheidungen von erheblicher Bedeutung werden wir uns vorbehalten, über eine Mitgliederbefragung uns ein Meinungsbild zu verschaffen.“

Wir können nicht erkennen, dass es nachteilig wäre, sich bei den Mitgliedern des 98% Gesellschafters ein Meinungsbild einzuholen, welchen Weg man gehen will. Nicht bindend und nicht als AOMV, aber lieber Rainer, so wie Du es vorgeschlagen hast - als Umfrage unter den Mitgliedern. Dabei kann ein objektives Entscheidungsbild gegeben werden, warum wer zu welchem Angebot tendiert. Und auch die Gründe dafür oder dagegen. Auch die Investoren können sich zu Wort melden, warum sie was, wie machen wollen. Wenn Sie das aus Vertraulichkeitsgründen nicht machen wollen, dann ist auch das eben so und aus unserer Sicht ebenfalls ein Statement.


Teuflische Grüße

Ben Remy & Ken Kinscher



Fragen an Herrn Prof. Wilhelm


Frage:
Ihnen wird vorgeworfen, dass Ihr Gang an die Öffentlichkeit, insbesondere auch der nicht abgestimmte Besuch im SWR, nicht professionell gewesen seien und den Aufgaben und Pflichten eines Aufsichtsrates zuwiderläuft. Auf der anderen Seite haben Sie damit Inhalte und Fakten transportiert, die vielen Mitgliedern, deren Mandat Sie haben, so nicht bekannt waren und in Teilen auch dem zuwiderlaufen scheinen, für was das Team Keßler / Merk / Weimer / Wilhelm / Wagner angetreten ist. Erläutern Sie doch bitte diesen Schritt aus Ihrer Sicht.


Es ist vollkommen richtig, dass mein Auftritt im TV nicht abgestimmt war mit dem Rest des Teams. Es gab sogar Bestrebungen im Team, nachdem man kurz vor der Sendung von meinem Vorhaben erfahren hat, hinter meinem Rücken meinen TV-Auftritt, den ich genau in diesem Bewusstsein in Abstimmung mit dem Sender geheim gehalten habe, zu verhindern. Gott sei Dank war der Rücken eines meiner Teammitglieder gerade genug, das zu verhindern.

Zum einen gibt es keine Rechtsgrundlage, auf der eine solche Abstimmung von mir hätte verlangt werden können, zum anderen musste ich von einer Art „Nothilferecht“ Gebrauch machen, da die bis dahin erfolgte öffentliche Kommunikation weder gut, noch vollständig und in Teilen sogar falsch war. Der Öffentlichkeit wurde zu diesem Zeitpunkt nämlich „vorgegaukelt“, es gäbe schon ein Angebot aus dem Umfeld des Vereins, was aber nicht der Fall war, sondern lediglich eine unverbindliche Absichtserklärung. Andererseits wurde bis dahin das bereits seit dem 03. Juni 2020 vorliegende unwiderrufliche, einseitige, zeitlich befriste, bindende und einseitige Angebot auf Abschluss eines wirksamen Rechtsgeschäfts „Investition“, durch den in Dubai lebenden deutschen Investor der Öffentlichkeit vorenthalten. Ich hielt und halte es nach wie vor für meine Pflicht, die Mitglieder und Fans in dieser Situation aufzuklären, schon um zu verhindern, dass etwaige andere, wesentlich schlechtere Offerten angenommen werden, ohne dass ein geordneter Diskussions- und Auswahlprozess stattfinden kann.

Frage:
Der in Dubai lebende Deutsche, der an einer Investition in den FCK interessiert ist, ist kein Mandant Ihrer Kanzlei ist das richtig? Insofern vertreten Sie auch nicht seine Interessen oder haben gar einen Interessenkonflikt. Korrekt?


In Kenntnis der strafrechtlichen Folgen einer falschen eidesstattlichen Versicherung erkläre ich hiermit an Eides statt: Weder ist der Investor Mandant meiner Kanzlei, noch bestehen oder bestanden irgendwelche geschäftlichen Beziehungen zwischen dem Investor und mir oder meiner Kanzlei oder irgendeine unmittelbar oder mittelbar von mir beeinflussten Unternehmen. Mein Interesse an diesem Investor, wie an jedem anderen Investor auch, der zu fairen und rechtmäßigen Bedingungen unter Beachtung der einschlägigen Satzungen und Rechtsvorschriften in den FCK investieren möchte, beschränkt sich ausschließlich auf meine mir per Wahl und Mandat, sowie Recht und Gesetz, auferlegte Funktion als Aufsichtsrat des FCK und seiner Gesellschaften.

Im Übrigen habe ich – im Gegensatz zu einigen andern Mitgliedern der Gremien – unmittelbar mit Aufnahme meiner Tätigkeit für den FCK eine, den Grundsätzen zeitgemäßer Compliance- und Corporate-Governance-Anforderungen, entsprechende Erklärung unterzeichnet und in den Vereinsakten hinterlegt. Dort darf gern jeder eine Kopie anfordern oder sich bei mir wegen Vorlage melden.

Trotz mehrfachen Nachfassens und Forderung durch mich, konnte sich nicht jedes Mitglied der Aufsichtsgremien entschließen, alle seine Nebentätigkeiten, die etwa einen Interessenkonflikt verursachen könnten, offenzulegen.

Frage:
Das Angebot der regionalen Investoren sieht nach unbestätigten Angaben eine Kapitalerhöhung von rd. EUR 8 Mio. vor, wovon EUR 2 Mio. an die Gläubiger fließen sollen. Bedeutet das, dass dieses Angebot den selben Schuldenschnitt vorsieht wie das Angebot des Ankerinvestors? Außerdem ist zu hören, dass dieses Angebot vorsieht, dass Aktien künftig nur zu einem höheren Preis veräußert werden können, als durch diese Investorengruppe bezahlt. Vor diesem Hintergrund: handelt es sich bei dem Angebot um ein annahmefähiges Angebot und ist es in Einklang mit der Satzung, den Beschlüssen zur Ausgliederung und dem Viersäulen-Modell?


In dieser speziellen Frage würde ich liebend gern eine Antwort geben, bin allerdings aufgrund meiner Verschwiegenheitspflicht erst in der nächsten Mitgliederversammlung bzw. in einer etwaigen außerordentlichen Mitgliederversammlung rechtlich in der Lage, darauf inhaltlich zu antworten. Dort werde ich allerdings das „Angebot“, dass mir bis zu meiner Erklärung in KLARTEXT als einziges schriftliches „Angebot“ vorlag, mitgliederöffentlich machen.

Ich kann jedoch versichern, dass es sich bei dem von Ihnen wohl gemeinten „Angebot“, was bis dahin vorlag, nicht um ein rechtsmangelfreies Angebot handelt, da dort nicht sämtliche Namen der dahinterstehenden Personen identifizierbar sind und weil das sogenannte „Angebot“ Bedingungen enthält, die weder aus rechtlicher, noch aus kaufmännischer Sicht und auch nicht aus für den Verein kaufmännisch vertretbarer Sicht, angenommen werden können. Durchsichtiger Zweck dieses „Angebotes“ ist nach meiner persönlichen Einschätzung lediglich, mit geringem Einsatz die wirtschaftliche Kontrolle über die KGaA zu erlangen, das Angebot des Investors aus Dubai zu kanibalisieren.

Frage
Kommen wir ganz konkret auf das Angebot des in Dubai lebenden deutschen Investors zu sprechen. Das Angebot sieht eine signifikante – man hat gehört EUR 20 Mio. Euro – Kapitalerhöhung vor, die sowohl genug Raum für die Beteiligung weiter regionaler Investoren lässt als auch genug Spielraum für das öffnen der Fansäule. Zudem beansprucht der Investor lediglich einen Sitz im Beirat. Vor diesem Hintergrund: handelt es sich bei dem Angebot um ein annahmefähiges Angebot und ist es in Einklang mit der Satzung, den Beschlüssen zur Ausgliederung und dem Viersäulen-Modell? Gibt es aus Ihrer Sicht irgendeinen Grund, der gegen eine Kombination der regionalen Investoren und dem Ankerinvestor spricht.


Hier bestehen die gleichen Verschwiegenheitspflichten, wie bei der Frage nach der inhaltlichen Ausgestaltung des anderen, jedoch nicht annahmefähigen „Angebotes“. Richtig und bereits durch den Investor selbst öffentlich verkündet ist aber, dass durch das Angebot des Investors aus Dubai, in Kombination mit der von ihm ausdrücklichen gewünschten und willkommen geheißenen Co-Investition - und der von ihm ausdrücklich gewünschten Öffnung der Fan-Säule IV, Eigenkapital in so hohem Betrag zufliessen würden, dass eine im Wesentlichen über die Planinsolvenz entschuldete KGaA, über mindestens 3 Spielzeiten durchfinanziert wäre, vorausgesetzt in der Planinsolvenz wird ein Schuldenschnitt von mindestens 90 % der Verbindlichkeiten erreicht.
Es spricht also nicht nur nichts dagegen, dass Ankerinvestor, Regionale und Fans als Co-Investoren zusammenkommen, es ist sogar der ausdrückliche Wunsch des Investors aus Dubai, auf diese Art und Weise internationales Finanz- und Sport-Know how mit dem Engagement der regional mit dem Verein verbundenen Unternehmen und der die den FCK tragende Fangemeinde zum Wohle des Vereins zusammenzuführen.

Frage:
Im Umfeld des Vereins werden Gerüchte gestreut, dass der Investor die Forderung gestellt hat, bis zu 30 Mitarbeiter zu entlassen und durch eigene Mitarbeiter zu ersetzen. Können Sie diese Forderung bestätigen, unabhängig davon, ob Sie im Rahmen des Angebotes oder im Rahmen einer Telefonkonferenz übermittelt wurde?



Das ist – wie Sie selbst sagen – ein Gerücht. Der Investor verfügt über den Zugriff auf ein bis zu 30 Fachleuten umfassendes Kompetenz- und Beratungsteam, das an eine internationale Sportakademie angehängt ist und das zur Unterstützung, in allen Fragen rund um den Betrieb einer Profifussballmannschaft und deren Organisation beratend hinzugezogen werden kann. Diese Kompetenz will er dem FCK auf dem Weg zur Weiterentwicklung von Liga zu Liga, in Abstimmung mit der Vereinsgeschäftsführung zur Verfügung stellen.

Frage:
Das Insolvenzplanverfahren muss natürlich auch aus Sicht der Gläubiger betrachtet werden. Hierbei sind die Interessen des Schuldners und die des Gläubigers nicht immer gleichgerichtet. Auf der anderen Seite ist es so, dass die Gläubiger im Falle der sogenannten Regelinsolvenz mit einer sehr geringen Quote rechnen müssen. Wenn aber beide Angebote in etwa den selben Schuldenschnitt vorsehen, müsste es auch Ihrer Sicht nicht im Interesse des FCK sein, eine möglichst hohe Kapitalerhöhung zu erzielen, um im ersten Schritt Planungssicherheit für die nächsten Jahre zu erhalten? Wenn dem so ist müsste doch die Kombination beider Angebote das erklärte Ziel der FCK Geschäftsführung sein und dürfte auch nicht auf Widerstand im Gläubigerausschuss stoßen.


Ich glaube, die Antwort hierauf ergibt sich bereits aus dem oben Gesagten. Die gesamte Investition des Investors aus Dubai fließt nach einem zwingend vorher bei den Großgläubigern zu erreichenden Schuldenschnitt um 90 % ausschließlich ins Eigenkapital und so soll die Transaktion umgesetzt werden. Ob später, sollte das Kapital einmal aufgebraucht sein, weitere notwendige Finanzmittel über Kapitalerhöhung ins Eigenkapital oder über sonstige Finanzierungstools ins Fremdkapital fliessen, bleibt eine derzeit nicht wirklich entscheidende Frage. Wichtig ist, dass der Investor aus Dubai nach seinen eigenen Angaben über genügend weitere Finanzmittel verfügen kann.

Frage:
Der Gläubigerausschuss hat angabegemäß einen M&A Berater damit beauftragt zu überprüfen, ob es nicht weitere Interessenten für den FCK gibt, die z.B. auch bereit wären, den Gläubigern eine höhere Quote zu zahlen. Dies ist auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite würde das ja bedeuten, dass sowohl die Geschäftsführung unter Herrn Klatt als auch die Geschäftsführung unter Herrn Voigt nicht ordentlich gearbeitet hätte und nicht im ausreichenden Umfang nach Investoren gesucht hätte. Wie ist Ihre Einschätzung hierzu? Die Frage ist auch vor dem Hintergrund wichtig, dass ein entsprechender Prozess ja erneut mehrere Wochen, eher Monate in Anspruch nehmen würde. Eine Zeit in der der FCK nur bedingt handlungsfähig wäre. Zumindest wäre man kaum in der Lage, eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Saison aufzustellen, was ja wiederum kontraproduktiv hinsichtlich einer mittelfristigen operativen Erholung ist. Wie ist Ihre Einschätzung zu diesem Themenkomplex?


Nein, dass darf man nicht behaupten: was die frühere Geschäftsführung getan hat, kann ich nicht beurteilen. Die heutige GF unter Sören Voigt und die Kollegen aus dem Team Merk haben alles versucht und weit über 40 Investorengespräche in einem strukturierten Prozess geführt. Aber, um es salopp zu sagen: „wenn die Braut nicht genug geschmückt ist, vielleicht noch schwach, krank und angeschlagen, werden die Brautwerber nicht scharenweise um sie herumscharwenzeln“. Mit anderen Worten: Kein anderer Investor war bisher bereit, tatsächlich so viel zu bieten.

Jetzt, beim Vorliegen bzw. sich Anbieten einer derart attraktiven Investorenkombination noch einmal auf Kosten des eh schon finanzschwachen Unternehmens, erneut einen teuren Berater zu beauftragen, der unter dem Deckmäntelchen der neutralen Beurteilung der vorliegenden Angebote erneut einen wochen- oder monatelangen Investorensuchprozess starten will, anstatt die „Luxusangebote“, die vorliegen, anzunehmen bzw. annehmen zu lassen, schadet dem Verein, vertreibt ggf. den bis zum 31. Juli 2020 bereiten Investor aus Dubai und dient allenfalls Quattrex und Co, bei der Suche nach einem Investor, der verrückt genug ist, erst einen Teil der Altverbindlichkeiten zu zahlen, bevor Geld in den Neuanfang fließt.

Frage:
Sind Sie als einziger M&A- sowie Transaktionsspezialist im Team Merk neben Martin Weimer, dem Finanzfachmann in die Verhandlungen und Gespräche hinreichend eingebunden?


Nein: bei den Gesprächen mit den Regionalinvestoren wurde ich bisher auf deren Drängen ferngehalten; all diese Gespräche fanden immer hinter verschlossener Tür ohne meine Teilnahme statt. Auch Martin Weimer war dazu nicht präsent.

Bei dem Angebot des Investors aus Dubai waren Verhandlungen nicht notwendig: er hat von Anfang an ein Angebot formuliert und unterschriftsreif auf den Tisch gelegt und sodann sämtliche, an ihn in einer Videokonferenz, unter Teilnahme von Geschäftsführung, Generalbevollmächtigten und nahezu allen Mitgliedern des Vorstandes, Aufsichtsrats und Beirates, an ihn gerichteten Nachbesserungen und Kompromisse erfüllt und innert 3 Tagen schriftlich zugesagt.

Frage:
Haben Sie das Gefühl, genügend gehört zu werden und Ihre Expertise hinreichend einbringen zu können?


Nein, ich bin der Meinung, dass hier einige Leute aus den Aufsichts- und Beiratsgremien gern den „Obergeschäftsführer“ spielen und ständig ins operative Tun eingreifen.

Gespräche mit Stakeholdern, Geschäftspartnern und mit den Regionalen werden – neben oder ohne Geschäftsführung - in der Regel gerade von denen geführt, deren Expertise nicht Recht und Finanzen sind. In Abstimmungsprozesse mit den heute in der Planinsolvenz das Sagen habenden Entscheidern bin ich leider nicht eingebunden. Wenn und soweit auf Missstände hingewiesen werden müsste, versucht man, wenn auch meist erfolglos, mich unter Hinweis auf die Geschlossenheit eines Teams zu räsonieren. Meine Hinweise auf die Einhaltung der Satzungs- und Rechtspflichten werden leider oft vom Tisch gewischt und einer Art Super-Revisions-Instanz in Form eines Kompetenzteams zu unterstellen versucht. Leider oder Gott sei Dank deckt sich das nicht mit meiner und des Gesetzgebers Auffassung von der mir auferlegten Tätigkeit.



Beitragvon freddy30 » 09.07.2020, 11:37


Die große Frage ist doch:

WARUM wollen die Regionalen ausgerechnet Weimer und Wilhelm NICHT bei den Verhandlungen dabei haben?

- weil Sie mit den beiden persönlich nicht auskommen?

- weil die beiden Ahnung von Finanzierung und Verträgen haben?


Die Antwort kann sich jeder selbst geben....


Wichtig ist das in einem Vorstand Fußballsachverstand sitzt - da bin ich voll bei Merk. Merk sollte beurteilen welche sportliche Strategie hinter den beiden Angeboten steckt.
Finanzgeschäfte verhandeln sollten eher die, die Ahnung davon haben!
Einmal Lautern - Immer Lautern



Beitragvon pal1972 » 09.07.2020, 11:37


Nasenbär hat geschrieben:
Thomas hat geschrieben:Thema Vereinswert und Anteile:

Mal wieder etwas querdenkend herangegangen, aber vor allem im Interesse unseres FCK und nicht im Interesse irgendwelcher Investoren denkend: Beide Investorengruppen legen einen unterschiedlichen Vereinswert für ihre Angebote zugrunde, nämlich die Dubai-Gruppe rund 26,6 Mio. Euro (ca. 20 Mio. für 75% der Anteile) und die Regional-Gruppe rund 32 Mio. Euro (ca. 8 Mio. für 25% der Anteile).
...


Und genau an dieser Stelle bin ich mir bereits unsicher. Wenn ich Ken richtig verstanden habe und die Investitionen als Kapitalerhöhungen durchgeführt werden sollen, lautet die Formel doch:

[Investition] / ([Vereinswert] + [Investition]) = Quote Anteile.
Anders gesagt: Entscheidend ist der "neue" Vereinswert NACH der Kapitalerhöhung.

Das würde bedeuten:

1) Regionale: 25% für 8 Mio. € => Vereinswert = 23,9 Mio. €
Probe: 8,0 / (23,9 + 8,0) = ca. 25%

2) Dubai: 75% für 20 Mio. € => Vereinswert = 6,7 Mio. €
Probe: 20,0 / (6,7 + 20,0) = ca. 75%

Bei einem Vereinswert von 23,9 Mio. € müsste man für 75% schon ca. 71,5 Mio. € investieren.
Probe: 71,5 / (23,9 + 71,5) = ca. 75%

Fazit: Wenn das so stimmt reden wir keineswegs von "vergleichbaren" Angeboten.
Natürlich ist es aber bei den Regionalen fraglich, wer (wann) weitere Investitionen tätigt. Daher tendiere ich dennoch zur "großen" Lösung.
Nur hätte ich diesen Punkt gerne einmal ge- bzw. erklärt. Denn wenn da kein (Denk)Fehler drinsteckt, wird plötzlich deutlich verständlicher warum gezögert wird...


Wie kommst Du auf 6,7 Mio.?

75% für 20 Mio. ergibt einen Wert von 26.66666 wenn ich richtig gerechnet habe. :)



Beitragvon Hauptstadt_Lautrer » 09.07.2020, 11:40


Ich bin auf die Antwort der von Wilhelm angesprochenen Personen gespannt. Das können die nicht überleben...
Betze-Szene Berlin-Kreuzberg



Beitragvon Thomas » 09.07.2020, 11:41


MarcoReichGott hat geschrieben:Diese Diskussionen um den VEreinswert sind Pseudo-Ablekungsmanoveur mit denen in den Verhandlungen gerade taktisch agiert wird. Solang uns die Investoren aber gerade nicht die Türen einrennen (und das tun sie nicht wie Wilhelm nochmal klar stellt) ist diese Diskussion um den Vereinswert einfach nur sinnentlert.

@MarcoReichGott:
Das sehe ich nicht so bzw. aus Investorensicht könnte man vielleicht so argumentieren, aber aus Vereinssicht sollte man es nicht tun. Unumstößlicher Fakt ist doch: Wir haben im Moment zwei Angebote zu unterschiedlichen Vereinswert(vorschläg)en vorliegen, nämlich 32 Millionen und 26,6 Millionen. Der FCK-Beirat muss sich für einen dieser Vereinswerte entscheiden oder einen eigenen festlegen - und dann gehen alle weiteren Aktienverkäufe erstmal zu diesem Preis über den Tisch, egal ob nach Dubai oder nach Bexbach oder in die Fan-Säule (falls sie bald geöffnet wird) oder an mögliche weitere Interessenten, von einer neuen Anfrage (noch kein Angebot) aus Zentralasien war ja bereits zu lesen.

Also ist der Vereinswert eine wichtige Frage und zudem auch eine, an deren Beantwortung die FCK-Gremien innerhalb der nächsten Wochen nicht drumherum kommen.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon PatrickM » 09.07.2020, 11:43


Miggeblädsch hat geschrieben:
Rolfson hat geschrieben:.....Deshalb kann ich mich nur wiederholen. Lasst bitte Merk und Keßler in Ruhe ihre Arbeit machen!


Ok, dann wiederhole ich mich auch nochmal: Lasst bitte Wilhelm und Weimer ihre Arbeit machen! Denn die können es am Besten im "Team".


Im Moment sehe ich nur das ein Senator h.c. sein Angebot mit aller Macht in der Öffentlichkeit durchdrücken will. Warum auch immer. Wenn es so unwiderstehlich ist hätte man es längst angenommen. Details kennen wir alle nicht und darf er uns auch nicht sagen. Wenn MKW wissentlich ein schlechtere Angebot annehmen machen sind sie persönlichen haftbar.

Die Frage ist welches Angebot ist besser? Das erste das von einem höheren Vereinswert ausgeht? Oder das zweite wo mehr Geld fließt aber der Vereinswert niedriger ist? Ich glaube so einfach ist das nicht.

Und nebenbei, je mehr Geld wir haben desto mehr will die Stadt von uns für die Stadionpacht haben.

Solange sich die andere Seite nicht äußert sollten wir die Füße still halten.
Zuletzt geändert von PatrickM am 09.07.2020, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon pal1972 » 09.07.2020, 11:46


@Thomas,
in dieser Region (auch wenn es fiktiv ist) sehe ich den Wert des Vereins in etwa auch.

Es wäre die Frage, ob der Anker auch 25 Mio. bezahlen würde, dann wären wir mit 33.333 Mio. gut bezahlt.
:teufel2:



Beitragvon Hauptstadt_Lautrer » 09.07.2020, 11:48


TraditionVereint hat geschrieben:Falls wirklich wieder solche Intrigen und machensahften sind. Sieht man mal wieder, was passiert, wenn Mitglieder Mitspracherecht haben. Sind wieder die falschen Leuten von uns in den AR gewählt worden????

Wieso ist das mit den Investoren bei uns so kompliziert? Warum kann nicht einfach 1 von den Angeboten ohne Nebengeräusche angenommen werden?? Hat man so viel Angst vor den Mitgliedern, ich glaube jeden war klar oder sollte mittlerweile klar sein, was es heißt Auszugliedern und was ein Investor möchte, daher sollte man keiner Angst vor den Mitgliedern haben zu siener Entscheidung stehen. Auch den MItgliedern sollte es um den FCK gehen, die sollten dann auch jede Entscheidung akzueptieren, sonst sind die Mitglieder nämlichich die Einzigen, denen es nicht um dern Verein geht.


Ich bin nun mehr denn je überzeugt, dass bestimmten Personen auf dem Berg die Mitglieder vollkommen egal sind. Wir spielen hier gar keine Rolle für die.
Es gibt da oben eine Gruppe von Personen, die ihre Felle davonschwimmen sieht. Die mit Sicherheit ganz genau wissen, dass sie dem Investor aus Dubai und dem dazugehörigen Kompetenzteam nicht mal ansatzweise das Wasser reichen können. Mit aller Macht wollen sie ihre Seilschaften aufrechterhalten. Meine Fresse müssen diese Leute viel zu verlieren haben. Nur eines steht fest, im Sinne des FCK handeln diese Leute nicht.
Und zu Merk und Kessler verbiete ich mir lediglich aus größtem Respekt jede Äußerung.
Betze-Szene Berlin-Kreuzberg



Beitragvon Zamorano » 09.07.2020, 11:49


Ich habe nun doch noch mal ein paar Fragen zum Verständnis: Was passiert, wenn sich die Gläubiger nicht auf einen Schuldenschnitt von 90% einlassen? Was ist denn dann der Plan B?

Wilhelm spricht von einem "zwingend vorher bei den Großgläubigern zu erreichenden Schuldenschnitt um 90 %". Solange dies nicht geklärt ist, hat es doch wenig Sinn, für das eine oder andere Angebot öffentlich (Zeit-)Druck aufzubauen, oder?

Leute wie die von Quattrex dürften sich von ein paar frustrierten Fans wohl kaum beeindrucken lassen. Die werden alles tun, um möglichst viel von ihrer Kohle zu retten - und wenn das heißt, bis Ende August weiterzuverhandeln.

Insofern hat Kessler doch recht, dass man die Verhandlungspartner, auf deren Wohlwollen man angewiesen ist, nicht verprellen sollte. Denn was nützt der schönste Investorendeal, wenn die Gläubiger dem Schuldenschnitt nicht zustimmen?
Zuletzt geändert von Zamorano am 09.07.2020, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon pal1972 » 09.07.2020, 11:50


@Hauptstadt_Lautrer:
Wie in der freien Wirtschaft heute üblich...



Beitragvon Bigdoubleu » 09.07.2020, 11:54


Thomas hat geschrieben:
MarcoReichGott hat geschrieben:Diese Diskussionen um den VEreinswert sind Pseudo-Ablekungsmanoveur mit denen in den Verhandlungen gerade taktisch agiert wird. Solang uns die Investoren aber gerade nicht die Türen einrennen (und das tun sie nicht wie Wilhelm nochmal klar stellt) ist diese Diskussion um den Vereinswert einfach nur sinnentlert.

@MarcoReichGott:
Das sehe ich nicht so bzw. aus Investorensicht könnte man vielleicht so argumentieren, aber aus Vereinssicht sollte man es nicht tun. Unumstößlicher Fakt ist doch: Wir haben im Moment zwei Angebote zu unterschiedlichen Vereinswert(vorschläg)en vorliegen, nämlich 32 Millionen und 26,6 Millionen. Der FCK-Beirat muss sich für einen dieser Vereinswerte entscheiden oder einen eigenen festlegen - und dann gehen alle weiteren Aktienverkäufe erstmal zu diesem Preis über den Tisch, egal ob nach Dubai oder nach Bexbach oder in die Fan-Säule (falls sie bald geöffnet wird) oder an mögliche weitere Interessenten, von einer neuen Anfrage (noch kein Angebot) aus Zentralasien war ja bereits zu lesen.

Also ist der Vereinswert eine wichtige Frage und zudem auch eine, an deren Beantwortung die FCK-Gremien innerhalb der nächsten Wochen nicht drumherum kommen.


Der Vereinswert ist im Moment so ziemlich das unwichtigste. Es kommt darauf an, wie viel frisches Eigenkapital der Verein bekommt. Die zugehörigen Bewertungen des Vereins sind nur insoweit interessant, als damit bestimmte Kontrollrechte verbunden sind. Es ist ja kein Zufall, dass Dubai genau 75% will und Bexbach genau 25%.

Nochmal: Entscheidend ist aber der Cash-Flow. Wieviel Kapital kann der FCK einnehmen? Kann er mit 20 Mio. für mindestens 3 Saisons sicher planen, oder fängt die gleiche Diskussion nächstens Jahr wieder von vorne an, wenn wir nur 8 Mio. einnehmen?

Und wenn ein dritter Investor bereit ist, 1 Mio. für 1% zu bezahlen, dann ist das toll für den Vereinswert, aber dem Verein fließt nur 1 Mio. und kann damit direkt das Licht ausmachen.

Ich stimme MarcoReichGott zu 100% zu, dass das Jonglieren mit Verienswerten nur ein Ablenkungsmanöver ist.




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