Ich mag Heintzi ja echt, ein guter Kerl, talentiert ist er sowieso und ein echter FCKler, Respekt.
Was ich hasse sind diese uniformen, weichgespülten, völlig saft- und kraftlosen Interviews, die wohl das Werk unserer Presseabteilung sein dürften.
Das ist so beliebig, so uninteressant, so sinnlos, dass man es nicht mehr lesen mag.
Da ist jede Presseerklärung der Staatsmacht in China ja lockerer und leichter, als das Krempels hier.
Wenn ich heute Fodas Interview lese, dann ist das wieder so ein Werk.
Achja: Wir steigen laut Fode dieses Jahr auf, deswegen sei er gekommen und exakt deswegen wird er auch gehen (müssen).
Fazit: Alle supi, alles gut, alles nur Pech, wir steigen auf...! Wer hat das wohl verfasst?
Was mal eine kleine Freude ist, ist der Kommentar von Kontzok, der hat ausnahmsweise mal Biss, da ist einer stinkesauer
Aber lest die wichtigsten Abschnitte selbst:
Quelle: Rheinpfalz, entnommen aus:
http://www.roteteufel.de/showthread.php ... ost1584447
"Franco Foda: „Ja, wir steigen auf“
Interview: Franco Foda, der Trainer des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, versprüht trotz der drei Niederlagen zuletzt Optimismus. Doch er weiß auch: Es gibt für ihn und sein Team noch viel Arbeit.
Von Horst Konzok und Oliver Sperk
19 Spiele sind gespielt, der FCK steht nach drei Niederlagen in Folge auf Platz drei, dem Relegationsplatz. Ihr Zwischenfazit bitte, Herr Foda.
Ich glaube, man muss auf das Ganze schauen und es Revue passieren lassen. Im Sommer hatte der Abstieg mit so wenigen Punkten seine Spuren hinterlassen. Es ist uns, allen Beteiligten im Verein, Vorstand und Trainer, gelungen, relativ schnell eine funktionierende Mannschaft zu formen. Wir waren 16 Spiele ungeschlagen, das kam nicht von ungefähr, es steckt harte Arbeit dahinter. Viele Dinge haben gut funktioniert. Dass aber auch ein Rückschlag kommen kann, war klar. Die Mannschaft, die in der Bundesliga zumeist aus der Defensive spielte, also nur reagierte, musste sich umstellen und nun agieren.
Das ist über weite Strecken ganz gut gelungen. Es gibt aber noch viele Dinge, die zu verbessern sind. Es gab letztlich nur ein Spiel, in dem der Gegner besser war: Das war die Partie bei Union Berlin. Gegen Hertha BSC waren wir auf Augenhöhe, in allen anderen Spielen waren wir meiner Meinung nach sogar die bessere Mannschaft. Es hat uns aber an Effizienz gefehlt, wir haben zu oft zu einfache Gegentore bekommen. Positiv hervorzuheben ist sicher aber auch, dass wir viele junge Spieler eingebaut haben. Der eine oder andere hat sich wirklich gut entwickelt. Am Ende hat man dann aber gemerkt, dass mancher in ein Loch gefallen ist. Das ist bei jungen Spielern völlig normal.
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Worin sehen Sie die Ursachen der Rückschläge?
Aus meiner Sicht waren es keine Rückschläge. Ich sage immer: Durch Jammern bekommt man keine Punkte. Man muss versuchen, sachlich zu analysieren. Dies beginnt bei uns im Trainerteam. Wir hinterfragen uns, wir hinterfragen alles. Es ist ein umfassender Gesamtprozess. Wir analysieren unsere Tore, unsere Gegentore und unser gesamtes Auftreten. Die anderen Mannschaften kennen unsere Spielweise jetzt und stellen sich darauf ein. Wir wollen Fußball spielen, und die Gegner versuchen oftmals, durch taktische Fouls im Mittelfeld unseren Spielfluss zu unterbrechen. Darauf müssen wir uns einstellen, die Spieler müssen beherzigen, dass es nicht genügt, nur Fußball zu spielen, sondern sie die entsprechende Aggressivität zeigen müssen. Auch das ist ein Prozess. In dieser Situation muss man die Ruhe bewahren und die richtigen Schlüsse aus der Analyse ziehen.
Mit Mo Idrissou, Alexander Baumjohann oder Albert Bunjaku haben Sie zu Saisonbeginn bundesligaerfahrene Spieler für die Offensive geholt. Wie sehen Sie diese erfahreneren Profis, die zuletzt in der Kritik standen?
Jeder einzelne Spieler ist von der Mannschaft abhängig. Nur im Mannschaftsgefüge ist der Einzelne etwas wert. Albert Bunjaku hat in den vergangenen Jahren wenig gespielt, Alexander Baumjohann sogar sehr wenig. Mo Idrissou und Baumjohann kamen spät zu uns, waren weit hintendran, weil die Bundesligisten spät angefangen haben. Sie hatten also keine richtige Vorbereitung, Marc Torrejón, der aus Santander kam, hatte gar keine Vorbereitung. Wir haben sie zwar gut aufgebaut, aber die fehlende Vorbereitung kam jetzt gegen Ende des Jahres zum Tragen. In der Vorbereitung im Januar muss jeder Einzelne hart an sich arbeiten.
Vereinschef Stefan Kuntz hat nach dem 0:2 bei Union Berlin vor allem die Leistung und Einstellung Ihrer Routiniers kritisiert. Er hörte große Worte, vermisste aber die Taten. Wie haben Sie seine Kritik empfunden?
Wir müssen die erfahrenen Spieler besonders in die Verantwortung nehmen, und diese Mentalität der älteren und routinierten Spieler hat Stefan Kuntz zu Recht eingefordert. Man darf aber nicht den Fehler machen, alles auf ein Spiel abzuwälzen. Wir haben in St. Pauli nach einem guten Auswärtsspiel unglücklich verloren. Wir hätten in Berlin durch Bunjaku auch 1:0 in Führung gehen können, dann wird es ein ganz anderes Spiel. Was in Berlin nicht gestimmt hat, war die zweite Halbzeit, da haben wir zu wenig investiert. So habe ich die Spieler noch nicht gekannt. Ich glaube aber, dass die Spieler sehr selbstkritisch sind. Man kann viel reden, die Wahrheit aber liegt auf dem Platz, hat Otto Rehhagel gesagt. Und da hat er recht.
Die Wahrheit ist ein 0:1 gegen den VfR Aalen – die erste Heimniederlage. Wie können Sie sich das erklären?
Wir waren auch gegen Aalen über 90 Minuten die klar dominierende Mannschaft und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Ballbesitz alleine schießt aber keine Tore. Im Angriffsdrittel hat der letzte Pass gefehlt, und wir haben uns nicht entscheidend durchsetzen können. Mit der zweiten Konterchance von Aalen sind wir dann in Rückstand geraten, aber auch danach kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, außer dass wir wieder keine Tore erzielt haben. Wir haben alles investiert, waren drückend überlegen und hatten viele Offensivaktionen. Leider hat die Konsequenz im Torabschluss trotz des einen oder anderen Tors, das zu Recht aberkannt wurde, und trotz des Lattentreffers gefehlt, darum haben wir letztendlich die drei Punkte verloren.
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Was fehlt Ihnen noch, um ihre Vorstellungen besser umsetzen zu können?
Ich will Tempofußball mit viel Laufbereitschaft und Leidenschaft sehen. Das betrifft alle Mannschaftsteile. Wir haben in der Hinrunde einige Male richtig gut Fußball gespielt, gut kombiniert und tolle Tore erzielt. Die Spieler haben vieles richtig gemacht. Aber wir haben auf der anderen Seite einige Gegentore bekommen, die man einfach hätte besser verteidigen müssen. Es gibt also noch viel für uns zu tun.
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Konrad Fünfstück, der von der SpVgg Greuther Fürth kommt, wird ab 1. Januar 2013 Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Trainer der U23. Sie waren in die Gespräche involviert – warum fiel die Wahl auf Fünfstück?
U23-Trainer Alois Schwartz hat uns Richtung Erfurt verlassen, und Konrad Fünfstück hat schon lange im Nachwuchsbereich gearbeitet. Er hat hier gute Konzepte präsentiert und wird das Bindeglied zwischen Nachwuchs- und Profibereich sein. Ich will aber betonen: Beim FCK wurde im Nachwuchsbereich immer gut gearbeitet, schon als ich hier Spieler war. Aber es ist immer auch gut, neue Aspekte und Ideen von außen hereinzuholen und sich weiter zu entwickeln.
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Herr Foda, steigt der 1. FC Kaiserslautern auf?
Ja – sonst wäre ich nicht hierher gekommen. Wir haben unser Ziel klar definiert – nicht wie andere, die das gleiche Ziel verfolgen, aber Understatement betreiben. Man muss an das Unmögliche glauben, um das Mögliche zu erreichen.
DIE RHEINPFALZ
Ludwigshafener Rundschau