Diskussionen zu fanpolitischen Themen, wie z.B. von ProFans oder dem B.A.F.F.

Beitragvon WernerL » 01.03.2018, 15:49


Marc222 hat geschrieben:
"Rekord-Champ" von was?
Aber sicher nicht was die Super Bowl Siege angeht, das ist nämlich Pittsburgh mit 6 Titeln.

Nur mal so am Rande.


Green Bay ist Rekord-Champ des American Football, der NFL.
Das könnte man schon wissen.
Dieser Sport wird eben länger gespielt als ab 1970.
Bitte:
https://de.wikipedia.org/wiki/National_Football_League#Super_Bowl

Aber du hast Recht, auch in der Bundesliga gelten alle Ergebnisse vor Gründung der Bundesliga ja garnicht, scheinbar unwichtig, daher hat Nürnberg mit 9 Meisterschaften auch keinen Meisterstern, Gladbach mit 5 Titeln schon deren 2 :lol:
Auch hier hat sich DFL glorreiches ausgedacht.
Mittlerweile halten nicht wenige den deutschen Vereins-Fussball als einer der unfähigsten in ganz Europa.
Nichts wirkt durchdacht, nichts ergibt Sinn, Bayern München demontiert unsere Liga, garniert mit Retortenclubs, dafür sollte es von niemandem Applaus geben.
Zuletzt geändert von WernerL am 01.03.2018, 16:03, insgesamt 5-mal geändert.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon bjarneG » 01.03.2018, 15:55


Marc222 hat geschrieben:
WernerL hat geschrieben:In USA gibt es NFL Teams aus Provinzdörfern wie Green Bay (die sind gar Rekord-Champ) oder Buffalo, und da soll der FCK nichts finden?


"Rekord-Champ" von was?
Im Duell gegen die Bears?
Aber sicher nicht was die Super Bowl Siege angeht, das ist nämlich Pittsburgh mit 6 Titeln.

Nur mal so am Rande.
Es ist weder New England, die ja in den letzten Jahren ihr Hoch haben, noch die 49ers, wie viele glauben mögen.


Den Superbowl gibt's erst seit 1967, die Packers waren vorher schon 9 mal Meister der NFL.
Deutsche Fußballmeister werden ja auch nicht erst seit der Einführung der BL 1963 gezählt... oder englische Meister seit der PL 1992...

@Werner: Ich hab Dir nicht zufällig nur in dem zitierten Teil widersprochen.



Beitragvon Paladin » 01.03.2018, 16:21


WernerL hat geschrieben:Es gibt für die End-Entwicklung des Fussballs in Europa exakt NUR 2 Lösungen. ...


Alternative 3 (was vielleicht deine Alternative 2 ist) wäre das die anderen eine Traditionsliga gründen in der eben strikte Regularien herrschen was gemacht werden darf. Dann können Red Bull sich in der Phantasieliga bunte Pompons und Flügel aufkleben, aber wenn sie sich entscheiden an der Traditionsliga teilzunehmen, dann eben mit den geltenden Vorgaben. Ich weiß, das wird nicht passieren und wenn hätten wir uns alle bis dahin verkauft und ausgegliedert.


WernerL hat geschrieben:Aus diesem Grund haben Ländern wie Dänemark bereits ihren Austritt ja mal angekündigt. Zu Recht, ich würde lange nicht mehr bei diesem Spiel mitmachen.


Wenn sie doch nur austreten würden, das wäre vielleicht der Knall den es braucht um den Quatsch zu stoppen. Ich höre immer nur das die Bundesliga sich öffnen muß um international mithalten zu können. Wenn es aber nunmal so ist wie du es beschreibst, dann hat das ja nix mit international zu tun sondern die Masse hält still und guckt zu wie die großen immer mehr dominieren. Wenn selbst Deutschland als weltgrößter, mitgliederstärkster Fußballverband, schon Angst hat nicht mehr mitzukommen :nachdenklich:

Schon erschreckend das wir überhaupt diskutieren das die USA Liga und deren Drafts fairer sein könnte und sie noch dazu als Gegenbeispiel zu dem europäischen Kapitalismus anführen :shock: (das ist nicht gegen dich gemeint, nur ne Feststellung wie weit die Situation schon gekommen ist).

screamer hat geschrieben:Es gibt für die finanziellen Topclubs der Liga keine schöneres Kartell als 50+1. Sie selbst sind soweit weg und werden dadurch von potentiellen Angriffen geschützt. "Gute Arbeit" bringt dir nicht viel wenn andere ihre Verfehlungen finanziell locker ausgleichen können.

...

Noch kurz zum FCK, ich denke auch das wir für einen Investor interessant sind, große Historie, großes Stadion, große Fanbase. Uns mangelt es nur an Geld um wieder in die BL zu kommen. Der Vergleich mit Green Bay ist ganz gut, du brauchst keine große Stadt um erfolgreich zu sein. Wie sagte Patrick Banf: der Fck hatte mal ende der 90er höhere Sponsoren Einnahmen als zb. S04 oder der BvB.
Hier gibt es Potenzial!


Ich denke das Kernproblem der Diskussion um 50+1 ist nicht ob ein Investor 8,3%, 50% oder 100% besitzt. Im Prinzip ist es wahrscheinlich den Meisten egal wer den Verein besitzt weil sie eh keine Mitglieder sind, oder nur Mitglieder sind um ihren Verein zu unterstützen. Ob das jetzt der Vorstandsvorsitzende des e.V. oder der AG ist spielt eigentlich keine Rolle. Was wiederum interessiert ist wieviel Macht hat derjenige die Idendität des Vereins zu bestimmen, kosten Dauerkarten bald 1.000 €, was dürfen Fans noch, sperrt man jemanden aus oder überklebt sein T-Shirt weil die falsche Marke drauf steht - wie bei WM und Olympia schon geschehen.

Vielleicht sollte man die Diskussion statt auf die Besitzverhältnisse darauf konzentrieren was es eigentlich ist, das man erhalten will. 50+1 scheint juristisch eh nicht lange haltbar zu sein und ist wie ihr richtig sagt defacto schon mehrfach ausgehebelt. Wenn die Liga jedoch sich Regeln gibt unter welchen Bedingungen man teilnehmen darf, dann müsste das schon eher durchsetzbar sein - leider müssen dazu auch RB & Co zustimmen.



Beitragvon screamer » 01.03.2018, 18:09


Paladin hat geschrieben:Vielleicht sollte man die Diskussion statt auf die Besitzverhältnisse darauf konzentrieren was es eigentlich ist, das man erhalten will. 50+1 scheint juristisch eh nicht lange haltbar zu sein und ist wie ihr richtig sagt defacto schon mehrfach ausgehebelt. Wenn die Liga jedoch sich Regeln gibt unter welchen Bedingungen man teilnehmen darf, dann müsste das schon eher durchsetzbar sein - leider müssen dazu auch RB & Co zustimmen.


Viele hätten gern den Fußball wie vor 50 jahren, vergessen dabei nur, das damals auch auch die Vereine mit dem meisten Geld, den Erfolg hatten, nur kam ein Großteil des Geldes aus den Zuschauereinnahmen.
Die Traditionsvereine sind auch durch erkaufte Dominanz Phasen entstanden.

Heute kommt das meiste Geld aber nicht aus den Zuschauereinahmen, sondern aus anderen Quellen, denen man sich öffnen muss.

Man geht mit der Zeit, oder man geht mit der Zeit.

Ein Festhalten an 50+1 führt aber nicht dazu das man die Fankultur erhält, sondern dazu das Vereine mit einer großen Fankultur, aber ohne wirtschaftlichen Vorsprung durch Neureiche verdrängt werden.

Vllt gibts ja bald coca cola münster oder ähnliches, allein der Gedanke :kotz:

Deshalb hast du vollkommen Recht, man muss schauen wie man in diesem kapitalistischem System, die Vereine und Fankultur unabhängig von 50+1 erhält.

Aktionen wie die in Frankfurt sind deshalb auch top, man kann den Kapitalismus nicht aufhalten, aber die Basis, der fan sollte nie vergessen werden.
Ein 4-4-2 ist nicht offensiver als ein 4-2-3-1



Beitragvon WernerL » 02.03.2018, 09:19


screamer hat geschrieben:
Ein Festhalten an 50+1 führt aber nicht dazu das man die Fankultur erhält, sondern dazu das Vereine mit einer großen Fankultur, aber ohne wirtschaftlichen Vorsprung durch Neureiche verdrängt werden.


Das ist ein ganz wichtiger Nebenaspekt,
der aus meiner Sicht nicht richtig wahr genommen wird weil diese Entwicklung der Retortenteams sehr langsam verläuft.
1979 kam Kusen in die 1. Liga, dann hat es lange gedauert bis 1997 Wolfsburg dazu kam, 1999 erst Hoffenheim und 2016 Leipzig (wobei dazwischen schlimme Retorten wie Uerdingen und Ingolstadt aufgetreten sind).

Wenn morgen Cola in Münster investiert sind die genau wie RB in 4 Jahren 1. Liga.
Niemand wird das verhindern, weder 50+1, noch die DFL, noch die Fans, niemand.
Während wir immer noch 50+1 Plakate kleben feiern sich andere im Europapokal.

Das Hauptproblem gerneriert sich für Traditionsvereine vor allem dadurch, dass man keine Lust auf alleinige Besitzer hat.
Man spielt lieber 2. Liga als "Verein" anstatt grundlegende Strukturen ändern zu wollen (das passiert aktuell doch nur weil es nicht merh anders geht).
Also werden kleinere Traditionsvereine wie die FCKs und KSCs verdrängt, wir lassen uns gar verdrängen weil wir nichts neues wollen.

Letztlich ist das ein demokratischer Prozess, wenn die Masse/ Mehrheit das will bleibt der FCK so wie er jetzt ist und krebst weiter in der 2. Liga. dafür gibt es genug Unterstützer.

Es gibt aber auch Fans wie ich die das nicht mehr unterstützen, ich werde dann meine Konsequenzen ziehen und diesen Club nicht mehr unterstützen, weil ich diese Blödheit einfach nicht unterstütze. Die Fakten liegen alle auf dem Tisch!
Das sehen nicht wenige so, daher ist der Zuschauerschnitt stark fallend.
Und mit diesem Schnitt hat der FCK ohnehin keine Chance mehr.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Marc222 » 02.03.2018, 12:09


WernerL hat geschrieben:Green Bay ist Rekord-Champ des American Football, der NFL.


Na also, haben wir doch beide recht. :D

Es ist natürlich schwer, so etwas zu vergleichen. Die meisten Franchises wurden ja erst viel später gegründet, daher finde ich die Rechnung seit Einführung des Super Bowl auch richtig.



Beitragvon bjarneG » 02.03.2018, 12:43


Nein, das ist Unsinn. Meister ist Meister.

Und Rekordchamp sind die Packers, da gibt's nichts zu diskutieren, genausowenig wie über die beiden FCK-Meisterschaften vor 1963 und die 18 von Liverpool vor 1992.



Beitragvon Marc222 » 04.03.2018, 13:19


Hat zwar jetzt nichts mehr mit 50+1 zu tun, aber in diesem Fall, findenich, muss man das etwas differenzierter sehen.

Unbestritten sind die Meisterschaften, errungen wurden diese zu einer Zeit, als es 90% der heutigen Teams noch nicht gab.
Für mich sind beide Sichtweisen vollkommen legitim.

Ganz anders verhält es sich für mich allerdings mit der PL und dem LFC, hier bin ich absolut bei dir.



Beitragvon WernerL » 05.03.2018, 11:07


Ich muss bjarneG 100% Recht geben!
Titel sind Titel und Meisterschaften sind Meisterschaften, egal unter welchen Umständen sie errungen wurden.

Dann müsste nach deiner These der WM Titel 1954 auch nichts zählen, denn da haben nur 16 Teams Teil genommen (12 alleine aus Europa - es war also gar keine echte WM).
Ich finde deine Meinung zu diesem Theme im Verhältnis zum Begriff "Tradition" als totalen Widespruch.
Wir alle heucheln uns einen ab auf Traditionsvereine und Werte, sagen dann aber die Titel von damals wären nichts wert.
Gerade unsere tolle Meisterstern-Regelung in der Buli wonach Titel vor der "Bundesliga" garnicht gewertet werten ist eine Schande!
Nürnberg war 63 Jahre lang Rekordmeister in diesem Land und hat keinen einzigen Stern, dümmlicher gehts schon fast nicht mehr!

Auch in den USA gab es früher schon ganz andere Teams, sicher gibts viele davon nicht mehr oder sind in eine andere Stadt gezogen und wurden umbenannt (man nehme die LA Lakers, vormals Minneapolis Lakers).
Dennoch ist eine Meisterschaft von Green Bay aus den 30ern eben die selbe wie heute.

Wenn uns Tradition als doch nichts bedeutet, warum reiten wir also auch bzgl. FCK ständig darauf herum? dann können wir den Club also eben doch einfach ganz verkaufen :wink:
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Alex76 » 08.03.2018, 23:15


Im Montagskicker vom 5.3.2018 ist Teil 2 von sechs Teilen der 50+1 Serie (Investoren: Chancen und Risiken - was Experten sagen).

Hat jemand den ersten Teil gelesen (Pro & Contra)? Eventuell eingescannt? Würde mich interessieren. Danke




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