Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.

Beitragvon iceman65 » 18.02.2022, 20:07


Türkgücü bekommt wegen Insolvenzantrag und Auflagenverstoßes 11 Punkte abgezogen, hoffe sie haben noch soviel Ehrgeiz die Runde fertig zuspielen.



Beitragvon Thomas » 18.02.2022, 21:56


Weil immer wieder darüber diskutiert und danach gefragt wird, fassen wir an dieser Stelle nochmal die bestehenden Möglichkeiten in Sachen Türkgücü zusammen:

Bild
Türkgücü-Investor und -Präsident Hasan Kivran (Archivbild); Foto: Imago Images

DFB belegt Türkgücü München mit elf Punkten Abzug

Türkgücü München werden wegen Insolvenz und Lizenzverstößen elf Punkte abgezogen, der Spielbetrieb wird aber zunächst fortgesetzt. Wir erklären, welche Auswirkungen ein Rückzug des neuen Schlusslichts für den 1. FC Kaiserslautern haben würde.

"Neun Punkte werden Türkgücü aufgrund des Insolvenzantrags aberkannt, den der Klub Ende Januar gestellt hatte. (...) Weitere zwei Punkte verliert Türkgücü aufgrund eines Auflagenverstoßes", heißt es in der offiziellen DFB-Mitteilung von Freitagabend. Mit nun 15 Zählern ist Türkgücü neuer Tabellenletzter und hat elf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Dabei hatten sich die hochbezahlten Kicker des Investoren-Projekts von Hasan Kivran gerade erst hochgekämpft, punkteten zuletzt überraschend gegen die Aufstiegskandidaten VfL Osnabrück (1:1), Waldhof Mannheim (0:0) und 1860 München (2:1).

Weil Investor Kivran nach zuvor enttäuschenden Leistungen die Lust verloren hat, gibt es immer wieder Gerüchte, dass die Münchner vorzeitig den Spielbetrieb einstellen könnten. Allerdings werden zumindest die Spielergehälter für Februar, März und April anteilig aus dem gesetzlichen Insolvenzgeld bezahlt. Und die Spieler machten zuletzt den Eindruck, als ob sie die Saison ordentlich zu Ende bringen wollen. Dennoch dürfte in den kommenden Wochen wohl immer mal wieder Gerüchte und Mutmaßungen zu rechnen sein.

Drei Möglichkeiten mit unterschiedlichen Auswirkungen auf Liga und FCK

Faktisch bestehen folgende Möglichkeiten, die zum Teil Auswirkungen auf die ganze 3. Liga und somit auch auf den 1. FC Kaiserslautern haben würden:

Möglichkeit 1) Türkgücü spielt die Saison ganz normal zu Ende: In diesem Fall bleibt alles - inklusive der Tabelle - wie gehabt. Und der FCK würde Türkgücü München am 38. und letzten Spieltag zum vielleicht über Auf- und Abstieg entscheidenden Duell im Fritz-Walter-Stadion empfangen.

Möglichkeit 2) Türkgücü stellt den Spielbetrieb vor dem 34. Spieltag (Mitte April) ein: In diesem Fall würden alle Partien von Türkgücü München annulliert, darunter auch der 2:1-Auswärtssieg der Roten Teufel von Mitte Dezember - und natürlich die Spiele der FCK-Konkurrenten. Dies hätte Auswirkungen auf die Tabelle, von denen vor allem 1860 München (ein Remis und eine Niederlage gegen Türkgücü würden gestrichen) profitieren würde. Aber auch den VfL Osnabrück und Waldhof Mannheim müssten die oben genannten Punktverluste nicht mehr schmerzen, denn diese Ergebnisse würden ja annulliert. Klingt erstmal nach einem Nachteil für den FCK, aber: Auch das noch gar nicht ausgetragene Rückspiel der Roten Teufel würde aus der Tabelle gestrichen, und dieses müsste ja nicht automatisch einen Heimsieg geben.

Möglichkeit 3) Türkgücü stellt den Spielbetrieb nach dem 34. Spieltag ein: In diesem Fall würde eine Sonderregelung greifen: Alle Ergebnisse von Türkgücü München blieben in der Wertung und die nicht mehr ausgetragenen Spiele würden mit 2:0 für den Gegner gewertet. Der FCK würde von diesem Spezialfall also auf jeden Fall insofern profitieren, dass der Saisonabschluss mit kampflosen drei Punkten gesichert wäre, während die Patzer einzelner Konkurrenten bestehen blieben. Dennoch kann sich eigentlich niemand wünschen, dass der FCK ausgerechnet am letzten Spieltag vom Sofa aus zuschauen muss, wenn auf den anderen Plätzen vielleicht noch Konkurrenten vorbeiziehen könnten.

34. Spieltag als wichtiger Stichtag - Mögliche Gerüchte nicht überbewerten

Zusammengefasst ist somit also besonders der 34. Spieltag als Stichtag relevant: Zieht Türkgücü vorher zurück, würden einige Aufstiegskonkurrenten des FCK davon profitieren. Zieht Türkgücü danach zurück, dann hätte der FCK einen Vorteil (kampfloser Sieg am letzten Spieltag) und einen Nachteil (möglicherweise passives Zittern vor dem Fernseher am letzten Spieltag). Wichtig könnte in diesem Zusammenhang noch das Ende des erwähnten Insolvenzgeldes Ende April, Anfang Mai werden. Können die Spieler danach noch weiterbezahlt werden? Der Termin für den 38. Spieltag in Kaiserslautern ist der 14. Mai 2022. Stand heute - 18. Februar 2022 - zeigen sich die Sportverantwortlichen von Türkgücü optimistisch für einen regulären Abschluss der Saison. Vor zwei Wochen konnte sogar noch ein neuer Hauptsponsor dazugewonnen werden. Zwischenzeitliche Gerüchte in einem Insolvenzverfahren sind normal und sollten nicht sofort überbewertet werden.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- 3. Liga: Türkgücü München stellt Antrag auf Insolvenz (Der Betze brennt, 31.01.2022)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon krassimier » 18.02.2022, 22:40


Möglichkeit 3) Türkgücü stellt den Spielbetrieb nach dem 34. Spieltag ein: In diesem Fall würde eine Sonderregelung greifen: Alle Ergebnisse von Türkgücü München blieben in der Wertung und die nicht mehr ausgetragenen Spiele würden mit 2:0 für den Gegner gewertet. Der FCK würde von diesem Spezialfall also auf jeden Fall insofern profitieren, dass der Saisonabschluss mit kampflosen drei Punkten gesichert wäre, während die Patzer einzelner Konkurrenten bestehen blieben. Dennoch kann sich eigentlich niemand wünschen, dass der FCK ausgerechnet am letzten Spieltag vom Sofa aus zuschauen muss, wenn auf den anderen Plätzen vielleicht noch Konkurrenten vorbeiziehen könnten.

Wie kann ich das verstehen? Wenn diese Möglichkeit zuträfe - wir am letzten Spieltag also kampflos 2:0 gewinnen, wie kann denn dann noch ein Konkurrent vorbei ziehen? Ginge doch nur, wenn ein Aufstiegskonkurrent bei Punktgleichheit am letzten Spieltag die höhere Tordifferenz erzielen würde, also selbst höher als 2:0 gewinnen müsste...
Ist doch ziemlich unwahrscheinlich, oder?
Beziehungsstauts: [_] vergeben [_] Single [_] verliebt [_]verwitwet [x]1.FC Kaiserslautern



Beitragvon aufzurjagd » 18.02.2022, 23:01


@krassimier

Naja, es könnte ja sein, dass beispielweise am letzten Spieltag die Tabelle dann so aussieht, dass wir zum Beispiel mit dem Sieg zwei Punkte über einem Konkurrenten wären. Wenn dieser also am letzten Spieltag gewinnen sollte, dann könnte er an uns vorbeiziehen. Die Spiele wären ja dann direkt in der Wertung und wir würden nicht erst an diesem Spieltag das 2:0 bekommen. Quasi wie in einer Liga mit einer ungeraden Anzahl an Teams. Bei dieser hat auch ein Team dann am letzten Spieltag keinen Einfluss mehr, da schon alle Spiele absolviert.



Beitragvon Spanien89 » 18.02.2022, 23:49


Bei Szenario 3 wäre dann zu hoffen, dass am Ende nicht noch das Torverhältnis entscheiden kann.



Beitragvon Singapfalz » 19.02.2022, 00:57


Mal völlig abgesehen davon was das für den FCK bedeutet, finde ich die 11 Punkte Abzug offengesagt viel zu heftig. Eigentlich nicht nachvollziehbar so eine Entscheidung. Egal was man von dem Klub hält (finde die eigentlich ganz sympathisch) ist so eine Strafe echt ein kompletter Todesstoß. Nachdem wir letzte Saison so glimpflich davon gekommen sind, hinterlässt das schon einen üblen Nachgeschmack



Beitragvon Thomas » 19.02.2022, 01:00


krassimier hat geschrieben:Wie kann ich das verstehen? Wenn diese Möglichkeit zuträfe - wir am letzten Spieltag also kampflos 2:0 gewinnen, wie kann denn dann noch ein Konkurrent vorbei ziehen? Ginge doch nur, wenn ein Aufstiegskonkurrent bei Punktgleichheit am letzten Spieltag die höhere Tordifferenz erzielen würde, also selbst höher als 2:0 gewinnen müsste...
Ist doch ziemlich unwahrscheinlich, oder?

@krassimier:
So krass unwahrscheinlich wäre das gar nicht, wenn man sich zum Beispiel aktuell mal das Punkte-Tore-Verhältnis zwischen Lautern und Braunschweig anschaut (und das Braunschweiger 6:0 in Berlin). Trotzdem hast Du natürlich auch recht und es ist ein Szenario mit einigem "Wenn" und "Aber". Das sollte damit auch ausgedrückt werden: Drei kampflose Punkte am letzten Spieltag, okay schön und gut, aber dann der Konkurrenz tatenlos zuschauen zu müssen, das wäre zumindest ziemlich nervenaufreibend.

Letzten Endes ist das natürlich sowieso erstmal alles hypothetisch. Ich wollte nur die drei existierenden Möglichkeiten auflisten, weil viele FCK-Fans sich damit beschäftigen und immer mal wieder Fragen auftauchen.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Dubbeschoppe » 19.02.2022, 01:19


Ich glaube das Wichtige diese Saison ist, dass es ein krampfhaftes Unentschieden wie damals im "Entscheidungsspiel" zuhause gegen Ingolstadt nicht geben würde.

Dafür ist die Mannschaft viel zu gut vorbereitet durch das Trainerteam, als dass man in entscheidenden Spielen nur auf Ballbesitz setzt und nicht gefährlich wird.



Beitragvon Hatschongelb » 19.02.2022, 01:32


@Dubbeschoppe:
Das "Entscheidungsspiel" war damals gegen Pauli zwei Spieltage vorher... und das Volle-Hosen-Unentschieden in Aue einen Spieltag später. Gegen Ingolstadt war doch gar nichts mehr drin, weil Darmstadt und Karlsruhe ihre Hausaufgaben gemacht hatten.



Beitragvon Chrisbee76 » 19.02.2022, 07:39


Singapfalz hat geschrieben:Nachdem wir letzte Saison so glimpflich davon gekommen sind, hinterlässt das schon einen üblen Nachgeschmack


Letzte Saison? Da hast Du aber eine ausgelassen. Oder verdrängt.
„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ - Bertolt Brecht



Beitragvon ExilDeiwl » 19.02.2022, 08:07


Von den zeitlichen Begebenheiten mal abgesehen, muss ich @singapfalz aber zustimmen. Ich finde diese Strafe auch viel zu heftig. 11 Punkte Abzug. :shock: Ich frag mich, ob das wirklich so sein musste. Ja, das Regelwerk wird es so hergeben. Trotzdem ziemlich harte Strafe, wie ich finde.

Man kann nur hoffen, dass sie die Saison bis zum Ende durchspielen können. Alleine unter sportlichen Aspekten für die restliche Liga wäre das die beste Option. Alle Konkurrenten, die gegen TG verloren oder Unentschieden haben, werden natürlich inständig für Option 2 beten (Sechzig, Osnabrück und Monnem vorneweg), damit sie noch den einen oder anderen Punkt an die Aufstiegsplätze heran rücken. Naja, wir werden sehen, was passiert. Für die Mannschaft muss das natürlich ein heftiger Stimmungsdämpfer sein. Gerade wieder etwas hoch gearbeitet, schon wieder eine auf‘s Dach bekommen…
🇺🇦 STOP WAR! FUCK PUTIN! 🇺🇦



Beitragvon Schulbu_1900 » 19.02.2022, 10:01


Die Spannung ist sowieso am Anschlag für uns. Nein, jetzt muss das auch noch dazukommen mit dem letzten Spieltag gegen die. "Karl, moi Troppe"
Es tut mir Leid für Verein und Spieler, ich sehe das auch so das zu Ende spielen, rein sportlich gesehen, die beste Option ist.
Sie werden noch ein paar Zuschauer mehr bekommen, wenn die Stadien jetzt mehr öffnen. Vielleicht hilft das ja etwas...



Beitragvon Teufelneuneins » 19.02.2022, 10:04


Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte man durchaus auch 6 Punkte abziehen können - und gut wäre es gewesen. Dann hätte es noch eine realistische sportliche Option gegeben die Klasse zu halten, man hätte Geldgeber finden können und „weitermachen“. Die elf Punkte sind nicht mehr aufzuholen, damit wächst die Wahrscheinlichkeit das TG abmeldet.
Im Sinne eines „faireren“ Wettbewerbs ist die Strafe überzogen und ein weiterer Beleg für die Unfähigkeit der Gerichtsbarkeit beim DFB.



Beitragvon teufelshü » 19.02.2022, 10:09


Der „rein sportliche“ Gedanke klingt zwar schön und fair - aber hier muss man auch mal verstehen was „Gehalt vom Arbeitsamt“ in diesem Fall bedeutet.
So weit ich weiß ist da nix mit vertraglich vereinbarten Auflaufprämien, Punkte Prämien, Tor Prämien usw.
Evtl Mehreinnahmen durch zbsp Zuschauer fließen in die Insolvenzmasse.
Da würde ich als Spieler auch lieber im Wald joggen gehen als sie Knochen für n Grundgehalt hinzuhalten.
Ich hoffe einfach sie wollen sich für neue Vereine beweisen und ziehen das bis zum Ende durch.
"Jeder ist im Endeffekt selbst dafür zuständig, wo er zum ersten Pflichtspiel seinen Platz findet - auf dem Platz, auf der Bank oder ganz oben auf der Tribüne."

FCK-Trainer Dirk Schuster



Beitragvon Lucifer71 » 19.02.2022, 10:52


Die 11 Punkte sind schon hart, vor allem weil sich gegenüber letztem Jahr nicht wirklich etwas geändert hat betreffs Pandemie.
Da hätte der DFB die Regelung die letztes Jahr galt auch für dieses Jahr anwenden können.
Also 3 Punkte plus die 2 Punkte wegen weiterer Vergehen.
Es geht ja nicht nur um die Zuschauereinnahmen sondern die Umstände Umsätze zu generieren sind ja auch anderweitig gestört.
Solche Investoren sind mir auch ein Dorn im Auge aber ich würde mir mehr Gleichbehandlung vom DFB gegenüber Uerdingen als auch Kaiserslautern wünschen.
Da misst man beim DFB doch mit zweierlei Maß.
Auch wenn die Regelung letztes Jahr ausgelaufen ist, sollte der DFB sich die Umstände anschauen und hier sein Urteil überdenken.

Zum sportlichen ist zu wünschen das Türgücü bis zum Ende durchspielt. Auch gegen uns noch antritt.
Es gebe nichts schlimmeres als wenn Auf und Abstieg durch ein Abmelden beeinflusst würden.

Da würde man die Mannschaften bevorteilen die sportlich auf dem Platz versagt haben gegen Türgücü. Zumindest vor dem 34. Spieltag.

Wenn Türgücü ab dem 34 Spieltag abmelden würde es für alle danach ein Vorteil sein, weil 3 Punkte sicher sind. Außer es würde dann noch auf das Torverhältnis ankommen. Dann wäre man angepisst.

Daher gilt der Wunsch an Türgücü und den Insolvenzverwalter alles dafür zu tun das die Situation rein sportlich sauber zu Ende zu bringen.



Beitragvon phibee » 19.02.2022, 11:04


Hi,

im Sinne des sportlichen Wettbewerbes sehe ich diese Entscheidung von 11 Punkten Abzug als eine ganz schlechte an.
Türk hat quasi überhaupt keine Chance mehr, noch sportlich die Klasse zu halten.
Jetzt ist tatsächlich der totalen Wettbewerbsverzerrung "Tür und Tor" geöffnet und das bei so wichtigen Entscheidungen wie "Aufstieg" und "Abstieg".

Es gibt für Türk jetzt 4 Optionen

1. Abmelden vor dem 34. Spieltag
2. Abmelden nach dem 34. Spieltag
3. Durchspielen bis zum Schluss mit "Null-Bock-Mentalität"
4. Durchspielen bis zum Schluss mit "charakterlicher Mentalität" um ein Wunder eines Nicht-Abstieges zu erreichen oder sich für andere Vereine interessant zu machen


Ihr könnt Euch aussuchen, welche Option die Naheliegendste ist.

Aus meiner Sicht bzw. unserer FCK Sicht keine guten Optionen für uns. Denn die 4. Option scheint mir die Unwahrscheinlichste von allen zu sein.
Dieses harte Urteil ist ein Keulenschlag für diesen Verein, von dem er sich nicht erholen wird.

LG



Beitragvon Betzebastion Mainz » 19.02.2022, 14:46


MonnemerTeufel hat geschrieben:An den Beispielen Uerdingen und Türkgücü sieht man, welches Glück wir hatten, dass es Bader nicht geschafft hat, uns an Becca zu verkaufen, dass wir die Insolvenz mit einem seriösen Management durchziehen konnten und dass die SPI, zu der man stehen kann wie man möchte, entschieden hat, bei uns einzusteigen.
Und nein, ich bin nicht über alles glücklich, wie es läuft. Aber in Summe sind wir bisher vergleichsweise sehr sehr gut aus der Misere rausgekommen. Hoffen wir, dass wir dieses Jahr einen großen Schritt nach vorne machen.


Das sehe ich genauso. Ebenso die Nummer mit dem ominösen Dubai-Investor. Da wäre womöglich auch eher auf Sand gebaut worden, als dass wir mit deren Hilfe direkt in die Championsleague eingezogen wären.
Mein Dank gilt hier Markus Merk. Er hat uns mit der Entscheidung pro regionalem Investor geholfen, auch die Transparenz in unserer Planinsolenz zu halten.
Und sportlich gesehen, ist er der Pate hinter der Antwerpen-Verpflichtung bzw. der Inthronisierung von Thomas Hengen als Sportchef. Seitdem läuft´s, mit anfänglichen Wacklern zu Saisonbeginn. Leider ist Undank des Betze Lohn, und wir haben ihn vergrault. Das ich mal einem ehemaligen DFB-Schiedsrichter Dank zollen sollte, das hätte ich mir früher wirklich nicht träumen lassen....

:love:
1.FCK - you just can´t escape my love



Beitragvon Schorlegeneral » 19.02.2022, 15:16


Teufelneuneins hat geschrieben:Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte man durchaus auch 6 Punkte abziehen können - und gut wäre es gewesen. Dann hätte es noch eine realistische sportliche Option gegeben die Klasse zu halten, man hätte Geldgeber finden können und „weitermachen“. Die elf Punkte sind nicht mehr aufzuholen, damit wächst die Wahrscheinlichkeit das TG abmeldet.
Im Sinne eines „faireren“ Wettbewerbs ist die Strafe überzogen und ein weiterer Beleg für die Unfähigkeit der Gerichtsbarkeit beim DFB.


Fullquote, weil ich deine Meinung zu 100% teile.
Fingerspitzengefühl ist aber etwas, was man beim DFB nicht finden wird, genauso wenig wie die Fähigkeit Fehler einzugestehen und Entscheidungen nachträglich zu korrigieren.

Ich wünsche mir, dass Türkgücü heute gegen Duisburg drei Punkte holt, damit die Chancen auf den Nicht-Abstieg zwar schwierig zu realisieren bleiben, aber dennoch realisierbar sind.
"Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben." ~ Fritz Walter



Beitragvon Carsten2707 » 19.02.2022, 15:25


Bei den Sportskameraden aus München waren wir ja gewarnt, da Investor Hasan Kivran Ende 2020 seinen Ausstieg verkündet und damit Unruhe unter den Vereinen der 3. Liga gestreut hatte.

Ja, wir sollten uns auch an die eigene Nase fassen, aber mit Uerdingen und jetzt Türkgücü sind zwei Vereine gescheitert, die sich in die Hand eines einzigen Mäzens begeben haben und bei den Freunden aus dem Freistaat kann ein eventueller Rückzug gar Auf- und Abstieg beeinflussen. Das sollte für unser Team mehr de je Ansporn sein möglichst früh unter den ersten Zwei in der Tabelle zu sein.
Eine Erste Bundesliga ohne den 1. FC Kaiserslautern ist möglich aber sinnlos. - frei nach Loriot



Beitragvon iceman65 » 19.02.2022, 16:13


@lucifer71,
Bin auch der Meinung, in Zeiten von Corona, hätten 3+2 Punkte auch ausgereicht, es hat sich ja jetzt nicht viel in der Pandemie die letzten Monate geändert. Allerdings waren sie durch ihren Investor vorher nicht unbedingt abhängig von Zuschauereinnahmen, erst durch den Rückzug.



Beitragvon phibee » 06.03.2022, 13:25


Hi,

hier mal ein Bericht aus transfermarkt.de zu der Insolvenz von Türk München.

Hier der Link

https://www.transfermarkt.de/3-liga-tur ... ews/401076

und hier der Bericht selbst

Insolvenz beim Schlusslicht
3. Liga: Türkgücü siegt beim BVB II – Nur noch 2 Spiele bis Einstellung des Spielbetriebs?

Türkgücü München hat in der 3. Liga in schwierigen Zeiten einen sportlichen Glücksmoment erleben dürfen: Der Verein setzte sich am Samstagnachmittag bei der Zweitvertretung von Borussia Dortmund durch. Albion Vrenezi sorgte mit einem starken Sololauf für den Treffer des Tages. Dass der erste Auswärtssieg seit Ende August wirklich weiterhilft, ist angesichts der Probleme des Klubs aber äußerst zweifelhaft.

Wie die „Bild“ vor der Partie berichtete, wird Türkgücü München den Spielbetrieb nach den kommenden beiden Partien im März (am 12. gegen Magdeburg und 19. gegen Wehen Wiesbaden) voraussichtlich einstellen müssen. Dem Blatt zufolge soll Anfang April das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Im nächsten Monat haben die etwa 40 Teammitglieder und Spieler wieder Anspruch auf volle Bezüge, heißt es. Problematisch: Die Agentur für Arbeit komme für das Insolvenzgeld nur noch bis Ende März auf. Dem Vernehmen nach gestaltet sich die Suche nach neuen Investoren bislang ohne Erfolg.


LG



Beitragvon phibee » 06.03.2022, 14:15


Hi,

nochmal ich zu evtl. Einstellung Türk Ende März.

Auswirkungen (Dortmund lasse ich außer Acht, kann ehe nicht aufsteigen)

Vorrunde
Sollte Türk den Spielbetrieb tatsächlich Ende März einstellen, würden fast alle oben stehenden Mannschaften 3 Punkte abgezogen bekommen (insofern hier kaum Auswirkungen).
Ausnahme 1860: würde 1 Punkt abgezogen bekommen (Unentschieden Vorrunde gegen Türk)
Ausnahme Wehen: würde 0 Punkte abezogen bekommen (Niederlage Vorrunde gegen Türk)
also:
Punktedifferenz zwischen 1860 und uns verringert sich um 2 Punkte (von 7 auf 5 Punkte)
Punktedifferenz zwischen Wehen und uns verringert sich um 2 Punkte (von 10 auf 7 Punkte)

Rückrunde
Bislang haben in der Rückrunde die folgend genannten gegen Türk gespielt
Waldhof, Osnabrück bekommen jeweils 1 Punkt abgezogen (da Unentschieden gespielt)
1860 bekommt 0 Punkte abgezogen (da Niederlage)
Saarbrücken bekommt 3 Punkte abgezogen (da Sieg)
also:
diese Auswirkungen sind für uns schon krass, da wir ja im Endeffekt nicht mehr gegen Türk am letzten Spieltag spielen können und somit keine 3 Punkte mehr holen können, d. h. Waldhof und Osnabrück haben effektiv hier je einen 2 Punkte-Vorteil gegenüber uns und
1860 München hat hier effektiv hier einen 3 Punkte-Vorteil gegenüber uns
warum? weil Waldhof, Osnabrück und 1860 dann effektiv noch 1 Spiel mehr in der Hinterhand haben als wir, da wir ja nicht mehr gegen Türk spielen dürfen.

Gesamt
Richtig gefährlich für uns würde 1860 profitieren (2 Punkte aus der Vorrunde, möglicher 3 Punkte-Vorteil aus einem Spiel mehr in der Schlußphase, macht zusammen 5 Punkte, die sie zu uns auf einen Schlag aufholen würden). Also aus aktuell 7 Punkte Differenz würden nur noch 2 Punkte Differenz zwischen uns und 1860 bestehen

Profitieren würden auch Waldhof und Osnabrück, die je mit einem 2 Punkte-Vorteil aus einem Spiel mehr in der Schlußphase zu uns aufschliessen würden.

Sollte heute insbesondere der Waldhof gewinnen, hätten die grundätzlich 4 Punkte Abstand zu uns, der sich dann um den 2 Punkte-Vorteil auf 2 Punkte Abstand zu uns reduzieren würde

Osnabrück hat derzeit 8 Punkte Rückstand auf uns. Gewinnen sie das Nachholspiel gegen Braunschweig, wären es 5 Punkte Abstand, der sich dann um den 2 Punkte-Vorteil auf 3 Punkte Abstand zu uns reduzieren würde.

Natürlich gilt das mit den genannten Punkte-Vorteilen alles im Ergebnis nur, wenn Waldhof, Osnabrück und 1860
das Extra-Mehr-Spiel (gegenüber uns) gewinnen würden.

Ist alles sehr kompliziert aber absolut möglich, wenn Türk Ende März abmeldet.

LG



Beitragvon Red_Devil » 06.03.2022, 14:26


Sollten alle Spiele von denen annulliert werden, würden wir zum Teil lediglich Vorsprung einbüßen, auf BS und Saarbrücken sogar ganz kleine Gewinne machen. ABER: Wir sind dann immer noch in der Pole-Position...und auch wenn 1860 fiktiv auf 2 Punkte herankommt, wenn die beim dem Restprogramm verglichen mit unserem 2 Punkte plus Torverhältnis (oder 3 Punkte mehr) gut machen, haben wir es auch nicht verdient. Das wäre aus Sicht der Plätze 3 - 6 schon ärgerlicher.
Ich hoffe natürlich, dass die komplett durchziehen; auch wegen unserem letzten Heimspiel. Zumindest aber irgendwie die ersten beiden Spiele im April noch gespielt werden. Das kann nur im Interesse aller sein.



Beitragvon Benny2106 » 06.03.2022, 15:35


Also das wäre ja mal mehr als Wettbewerbsverzerrung bei Einstellungen des Spielbetriebs der Türken 60 4 Punkte mehr Waldhof 2 . Da müssen alle Juristischen Schritte eingeleitet werden das dies nicht eintritt ich hoffe Saarbrücken und Braunschweig Osnabrück machen da auch was . Das wäre ja der Supergau am letzten Spieltag wenn man kampflos da von 60 oder Waldhof
Abgefangen wird .



Beitragvon sschwarz » 06.03.2022, 18:09


Falls Türkgücü wirklich den Spielbetrieb vorzeitig einstellt, holt 1860 noch 5 Punkte auf - die sind dann auch wieder im Rennen.
Waldhof und Osnabrück bekämen ebenfalls 2 Punkte. Ich drücke die Daumen, dass sie durchhalten...
Zuletzt geändert von Thomas am 06.03.2022, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Diskussionsstrang verschoben von "off topic" in vorhandenen Türkgücü-Thread.




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