Fragen, Antworten und Anekdoten zur Geschichte des FCK.

Beitragvon Thomas » 18.05.2021, 13:31


Betze vor 25 Jahren: Erst Abstieg, dann Pokalsieg

Ein beispielloses Gefühlschaos des 1. FC Kaiserslautern jährt sich zum 25. Mal. Mussten die Lauterer heute vor 25 Jahren (18. Mai 1996) ihren ersten Abstieg aus der 1. Bundesliga hinnehmen, krönten sie sich eine Woche später in Berlin gegen den Karlsruher SC zum Pokalsieger. Die Geschichte von vorne erzählt.

Vor dem letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 1995/1996 steht der 1. FC Kaiserslautern mit dem Rücken zur Wand. Konnte der FCK noch fünf Jahre zuvor den Meistertitel auf dem Betzenberg feiern, taumelt er in dieser Saison vor sich hin. Bis zum 33. Spieltag sammelt der UEFA-Cup-Teilnehmer nur 35 Punkte und steht einen Spieltag vor Saisonende auf Tabellenplatz 16, der den direkten Gang in die 2. Liga bedeuten würde.

» Zum SWR-Video: Gefühlschaos beim FCK: Pokalfinale und Abstieg

(...)

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 25.05.2021:

Heute vor 25 Jahren: Trotzig und mutig zum Pokalsieg

Am 25. Mai 1996 holte der 1. FC Kaiserslautern nach dem erstmaligen Titelgewinn 1990 zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Zum 25-jährigen Jubiläum des Finalsiegs von Berlin gegen den Karlsruher SC erinnert sich Matthias Gehring vom FCK-Museumsteam an den historischen Tag für die Roten Teufel zurück.

Es war ein Wetter ähnlich wie 25 Jahre später am 25. Mai 2021 - kühl, regnerisch und ungemütlich. Das triste Wetter jenes 25. Mai 1996 passte zur Gemütslage der Fangemeinde der Roten Teufel. Nur eine Woche zuvor war der 1. FC Kaiserslautern am letzten Spieltag der Saison erstmals aus der Bundesliga abgestiegen. In einem sprichwörtlichen Endspiel. Als Gründungsmitglied der Bundesliga, nach 33 Jahren Zugehörigkeit zur Beletage des deutschen Fußballs. Doch die Mannschaft um Kapitän Andy Brehme hatte sich im zweiten nationalen Wettbewerb die Chance eröffnet noch einen ganz großen Triumph einzufahren. Der FCK stand im Finale um den DFB-Pokal der Saison 1995/96. Gegner im altehrwürdigen Berliner Olympiastadion, der Karlsruher SC. Das zweite "Finalspiel" binnen einer Woche!

Es war nach 1961, 1972, 1976, 1981 und 1990 bereits die sechste Finalteilnahme des FCK im DFB-Pokal. Doch keines der DFB-Pokal-Endspiele, die der FCK bisher bestritten hatte, stand unter einem derart schmerzlichen Stern wie jenes vor 25 Jahren. Der Stachel saß tief nach der Schmach von Leverkusen, als ein gewisser Markus Münch acht Minuten vor Spielende mit seinem Treffer zum 1:1 die Lauterer Hoffnungen auf den Klassenerhalt zunichtemachte. Bilder, die sich bis heute in die Hirnrinde jedes FCK-Fans gebrannt haben dürften, so er oder sie damals schon sein Herz an den FCK verloren hatte. Die eigene Gefühlswelt jener Woche zwischen dem 18 und dem 25. Mai ist auch dem Autor noch heute in guter Erinnerung. Nach Tagen tiefer Trauer ging es an die Vorbereitungen zum neuerlichen Abenteuer in Berlin, dem zweiten nach 1990.

Die Halbfinalbegegnungen waren bereits im Februar ausgetragen worden. Die Finaltickets waren zum Zeitpunkt des besiegelten Abstiegs beim Gastspiel unterm Bayer-Kreuz also längst organisiert. Schon am Freitag ging es los in Richtung Nordosten. Erste Etappe war Leipzig, wo der jüngste Spross der Familie gerade seinen Start ins Berufsleben eingeläutet und ein erstes vorübergehendes Zuhause gefunden hatte. Die Stadt ist für das kleine Brüderchen bis heute Heimat geblieben. Genau wie der vor einigen Jahren gegründete Leipziger FCK-Fanclub Mephistos. Am Vorabend des Finales wurde mit zwei weiteren Mitfahrern also erst einmal Quartier in der sächsischen Messe- und Buchstadt bezogen. Beim Vorglühen für den Finaltag eine gute Gelegenheit den Horror der Vorwoche noch einmal aufzuarbeiten, sich in illustrer Runde den Frust von der Seele zu reden und sich auf den Finaltag einzuschwören. So wurden erst spät in der Nacht die Lichter gelöscht, um dann doch noch ein paar Stunden Schlaf zu finden.

Anders als beim Finale 1990, als sich unzählige Fangruppen schon am Vormittag am Ku’damm tummelten und auch mit den Fans von der Weser gemeinsam feierten und flachsten, tendierte im Jahr 1996 die Motivation, sich bereits vor dem Anpfiff ins Großstadtleben zu stürzen, gegen Null. Innerlich hatten die meisten FCK-Fans im Vorfeld der Begegnung eher nur einen Plan – mutig und trotzig hinfahren, reingehen, schreien, siegen, heimfahren! Mir jedenfalls ging's so! Ein entspannter Vormittag mit opulentem Frühstück, ein bisschen Farbe auftragen, wichtigste Fan-Utensilien ins Auto verfrachten, Getränkevorräte auffüllen und ab auf die A9! Knapp zweieinhalb Stunden Fahrt mit obligatorischen Pipi-Pausen bis zu einer schrägen Parkmöglichkeit in Stadionnähe, nicht ohne jedem Karlsruher Fahrzeug, das man unterwegs passierte, den gebührenden Unmut zu signalisieren und mit wachsendem Mut dem vermeintlichen Gegner klarzumachen, hier gewinnt nur einer, Lautern und sonst keiner! (…)

Quelle und kompletter Text: fck.de
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon fck19 » 18.05.2021, 14:19


Wir sind ja auch einfach nur bekloppt :D :D :teufel2:
VON DER WIEGE BIS INS GRAB FÜR IMMER 1. FCK



Beitragvon leichte_feder » 18.05.2021, 17:48


Ne, wir sind nicht bekloppt.
Wir werden nur öfter beschissen als andere....
Gerade bei diesem besagten "Schicksalsspiel" ist es mir noch gut in Erinnerung.
Der von mir eigentlich sehr verehrte Rudi Völler hat in dieser 82. Minute einen ganz klaren Einwurf für den FCK (zu dem sich mehrere FCK-Spieler bereits hingestellt haben, um dem Einwerfenden eine Anspielstation zu geben) dem zum Einwurf sich bereit machenden FCK-Spieler (weiß nicht mehr wem), den Ball weg genommen und selbst eingeworfen! Während alle FCK´ler ob der Dreistigkeit fast regungslos stehen blieben und zum Schiri schauten, nutzte Münch diese Sekunden, um 20 Meter näher zum FCK-Tor zu laufen und einen Glücksschuss in unser Tor abzugeben (hat er vor- und nachher nie mehr so getroffen).
UND DER SCHIRI SIEHT DAS UND PFEIFT IHN NICHT ZURÜCK!!!
Das war das erste Mal, dass mir so eine krasse Benachteiligung von uns von einem Schiri aufgefallen
ist.
Mittlerweile scheint es ja üblich uns zu veräppeln...
In den 70ern konnte ich mir nicht vorstellen, daß
1. die Mauer fällt und
2. der 1.FCK jemals wieder Deutscher Fußballmeister wird.
Inzwischen wollte ein Irrer in Amerika eine Mauer um sein Land bauen und bei 2. bin ich weiter weg als damals...
Aber Geschichte kann sich wiederholen? :teufel2:



Beitragvon rosenkavalier111 » 18.05.2021, 18:13


Kann mich noch gut erinnern an damals. Sehr bitter dieser Abstieg. Das wir danach so unglaublich tolle Erfolge feiern durften ist einfach klasse. Forever FCK :wink:



Beitragvon Betzegandalf » 18.05.2021, 18:17


Heute ist mal wieder Tag der FCK-Opas..!
Der Beitrag spricht mir aus der Seele und manchmal fühlt es sich an wie gestern.
Bei der Heimfahrt aus Leverkusen war mir zum Heulen (gut daß ich alleine gefahren bin) und musste daran denken, wie ich 5 Jahre vorher fast die gleiche Strecke mit 100% Adrenalin nach Hause gerast bin. (um 18.00 Uhr in Köln losgefahren und um 20 nach 8 auf´m Altstadtfest....)
Und eine Woche später hat uns der Pokalsieg doch viel zurück gegeben. Und die Hämmel vom ZDF waren sich voll sicher, daß der KSC gewinnt, die hatten nur Filme über Karlsruhe und den KSC vorbereitet. Und damit es nicht so peinlich wirkte mussten dann die "PUR" viel mehr singen!!

Was ich damit erzählen wollte: dieser verfluchte FCK taucht uns immer wieder in ein Wechselbad der Gefühle und die Älteren unter uns wissen auch noch was dann 2 Jahre später los war.
:teufel2: :teufel2:



Beitragvon Maikäferbenzin » 18.05.2021, 18:20


@ leichte Feder
Da trügt dich deine Erinnerung in sofern das der Einwurf völlig korrekt für Leverkusen gegeben war. Die Krux war eben nur das ein Lauterer den Ball Absichtlich ins Aus gespielt hatte da ein Leverkusener Spieler verletzt auf dem Platz lag. Da der Ball aber nicht, was alle erwartet hatten, zu einem Lauterer Spieler geworfen wurde kam es zu diesem Tor.
Eine Unsportlichkeit erster Güte, die ich den Pillen bis heute nicht verzeihen kann.
„Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat." :teufel2:



Beitragvon scheiss fc köln » 18.05.2021, 18:51


@leichte_feder:

Es war Paulo Sergio......... :-x
R.I.P Can i get a witness?



Beitragvon LauternFan85 » 18.05.2021, 18:52


Lautern und der 18mai.

Ach ja...heute vor 13 Jahren...man-man-man...was ein Tag. :love: :D :verbeug: :pyro: :prost:

https://www.der-betze-brennt.de/artikel/1483-spielbericht-der-fck-wird-niemals-untergehn.php
Für immer Fritz-Walter-Stadion



Beitragvon MZ-Devil » 18.05.2021, 19:06


Emotional war das Endspiel in Berlin echt das Beschiessenste. Man hat die letzten Minuten gebibbert- den Wollitz könnte ich heute noch... und nicht nur für seine Fehlpässe in den letzten Minuten bei diesem Spiel - einen vor den Latz knallen....
Nach dem Schlusspfiff sich kurzzeitig gefreut und Schwupps direkt in der Wirklichkeit angekommen: Wir sind dann nur noch Zweitligist...
Aber ist halt so mit diesem Verein: bist du dabei, musst du so viel aushalten... und das ist auch gut so! Bin froh , dass mich dieser Verein auserwählt hat :D :teufel2: :daumen:
„ Das 7:4 gegen die Bayern war in einem anderen Leben...“
( M.Reif)👺



Beitragvon Holodoc » 18.05.2021, 19:22


Maikäferbenzin hat geschrieben:@ leichte Feder
Da trügt dich deine Erinnerung in sofern das der Einwurf völlig korrekt für Leverkusen gegeben war. Die Krux war eben nur das ein Lauterer den Ball Absichtlich ins Aus gespielt hatte da ein Leverkusener Spieler verletzt auf dem Platz lag. Da der Ball aber nicht, was alle erwartet hatten, zu einem Lauterer Spieler geworfen wurde kam es zu diesem Tor.
Eine Unsportlichkeit erster Güte, die ich den Pillen bis heute nicht verzeihen kann.


Auch nicht ganz richtig. Olaf Fussball Gott lag verletzt am Boden



Beitragvon leichte_feder » 18.05.2021, 19:59


:lol: :lol: :lol:
Interessant wie die Erinnerung trügt...
Aber alle haben das gleiche: Das unsportliche Verhalten vom Rudi!
Mittlerweile sag ich mir, dass ohne den Abstieg keine Sensationsmeisterschaft 1998 möglich gewesen wäre :teufel2: :daumen:
In den 70ern konnte ich mir nicht vorstellen, daß
1. die Mauer fällt und
2. der 1.FCK jemals wieder Deutscher Fußballmeister wird.
Inzwischen wollte ein Irrer in Amerika eine Mauer um sein Land bauen und bei 2. bin ich weiter weg als damals...
Aber Geschichte kann sich wiederholen? :teufel2:



Beitragvon Gypsy » 18.05.2021, 20:54


Gegen Ende des Beitrags denke ich mir, schon schade wie sich der Fußball insgesamt entwickelt hat.
Das ist gerade mal 25 Jahre her.

Als der Wagner und der Brehme darüber reden, dass man nach einem Abstieg in der Verantwortung ist, den Mist auch in der zweiten Liga wieder aufzuräumen.

Sowas gibts leider, leider nicht mehr. Jeder Spieler schaut, auch erheblich beeinflusst von den "Beratern", nach seiner eigenen Perspektive.

Naja, was bringt es, dem alten Fußball nachzutrauern, hat sich nun mal so entwickelt.



Beitragvon Marc222 » 19.05.2021, 07:35


Gypsy hat geschrieben:Gegen Ende des Beitrags denke ich mir, schon schade wie sich der Fußball insgesamt entwickelt hat.
Das ist gerade mal 25 Jahre her.

Als der Wagner und der Brehme darüber reden, dass man nach einem Abstieg in der Verantwortung ist, den Mist auch in der zweiten Liga wieder aufzuräumen.


Das habe ich mir auch gedacht.
Wie ich mich an die Spiele gegen Leverkusen und das Pokalfinale gegen den KSC erinnere.

Und dann kam das Ungewisse, zweite Liga, das was eigentlich nie vorstellbar war.

Zum ersten Mal so richtig sicher, dass wir wieder aufsteigen war im Spanienurlaub.
In der Ferienwohnung haben wir gerade die Satellitenschüssel am Balkon befestigt und haben ein Bild gesucht.
Irgendwann schreit mal Vater laut "Haaaaalt nicht bewegen!" und da war es zu spät, das Bild war wieder weg.
Er wollte uns fast nicht sagen, was er glaubte gehört zu haben, er hätte es über den FCK und Otto Rehhagel gehört. Unvorstellbar!
Endlich hatten wir das Bild und konnten im Videotext nachlesen, tatsächlich, der FCK hat einen neuen Trainer.
Mit dieser Euphorie waren wir uns sicher, wir steigen wieder auf, was am Ende dann auch gelang, mit einer Mannschaft die viel zu gut für die zweite Liga war.

Zu dieser Saison in der zweiten Liga hatte es auch gepasst, dass gleich unser erstes Spiel gegen Unterhaching verschoben werden musste, weil wir noch den Super Cup spielen mussten.
So war unser erstes Zweitligaspiel ein Auswärtsspiel bei den Stuttgarter Kickers im Gottlieb-Daimler-Stadion, bei dem wir natürlich dabei waren.
Ich meine Uwe Wegmann hätte beide Tore beim 2:0 erzielt.



Beitragvon bjarneG » 19.05.2021, 23:19


leichte_feder hat geschrieben:...Das unsportliche Verhalten vom Rudi!


Es war Paulo Sergio, nicht Völler.



Beitragvon Thomas » 25.05.2021, 18:15


Zum heutigen Jahrestag blickt auch der FCK bzw. das Museum nochmal zurück:

Heute vor 25 Jahren: Trotzig und mutig zum Pokalsieg

Am 25. Mai 1996 holte der 1. FC Kaiserslautern nach dem erstmaligen Titelgewinn 1990 zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Zum 25-jährigen Jubiläum des Finalsiegs von Berlin gegen den Karlsruher SC erinnert sich Matthias Gehring vom FCK-Museumsteam an den historischen Tag für die Roten Teufel zurück.

Es war ein Wetter ähnlich wie 25 Jahre später am 25. Mai 2021 - kühl, regnerisch und ungemütlich. Das triste Wetter jenes 25. Mai 1996 passte zur Gemütslage der Fangemeinde der Roten Teufel. Nur eine Woche zuvor war der 1. FC Kaiserslautern am letzten Spieltag der Saison erstmals aus der Bundesliga abgestiegen. In einem sprichwörtlichen Endspiel. Als Gründungsmitglied der Bundesliga, nach 33 Jahren Zugehörigkeit zur Beletage des deutschen Fußballs. Doch die Mannschaft um Kapitän Andy Brehme hatte sich im zweiten nationalen Wettbewerb die Chance eröffnet noch einen ganz großen Triumph einzufahren. Der FCK stand im Finale um den DFB-Pokal der Saison 1995/96. Gegner im altehrwürdigen Berliner Olympiastadion, der Karlsruher SC. Das zweite "Finalspiel" binnen einer Woche!

Es war nach 1961, 1972, 1976, 1981 und 1990 bereits die sechste Finalteilnahme des FCK im DFB-Pokal. Doch keines der DFB-Pokal-Endspiele, die der FCK bisher bestritten hatte, stand unter einem derart schmerzlichen Stern wie jenes vor 25 Jahren. Der Stachel saß tief nach der Schmach von Leverkusen, als ein gewisser Markus Münch acht Minuten vor Spielende mit seinem Treffer zum 1:1 die Lauterer Hoffnungen auf den Klassenerhalt zunichtemachte. Bilder, die sich bis heute in die Hirnrinde jedes FCK-Fans gebrannt haben dürften, so er oder sie damals schon sein Herz an den FCK verloren hatte. Die eigene Gefühlswelt jener Woche zwischen dem 18 und dem 25. Mai ist auch dem Autor noch heute in guter Erinnerung. Nach Tagen tiefer Trauer ging es an die Vorbereitungen zum neuerlichen Abenteuer in Berlin, dem zweiten nach 1990.

Die Halbfinalbegegnungen waren bereits im Februar ausgetragen worden. Die Finaltickets waren zum Zeitpunkt des besiegelten Abstiegs beim Gastspiel unterm Bayer-Kreuz also längst organisiert. Schon am Freitag ging es los in Richtung Nordosten. Erste Etappe war Leipzig, wo der jüngste Spross der Familie gerade seinen Start ins Berufsleben eingeläutet und ein erstes vorübergehendes Zuhause gefunden hatte. Die Stadt ist für das kleine Brüderchen bis heute Heimat geblieben. Genau wie der vor einigen Jahren gegründete Leipziger FCK-Fanclub Mephistos. Am Vorabend des Finales wurde mit zwei weiteren Mitfahrern also erst einmal Quartier in der sächsischen Messe- und Buchstadt bezogen. Beim Vorglühen für den Finaltag eine gute Gelegenheit den Horror der Vorwoche noch einmal aufzuarbeiten, sich in illustrer Runde den Frust von der Seele zu reden und sich auf den Finaltag einzuschwören. So wurden erst spät in der Nacht die Lichter gelöscht, um dann doch noch ein paar Stunden Schlaf zu finden.

Anders als beim Finale 1990, als sich unzählige Fangruppen schon am Vormittag am Ku’damm tummelten und auch mit den Fans von der Weser gemeinsam feierten und flachsten, tendierte im Jahr 1996 die Motivation, sich bereits vor dem Anpfiff ins Großstadtleben zu stürzen, gegen Null. Innerlich hatten die meisten FCK-Fans im Vorfeld der Begegnung eher nur einen Plan – mutig und trotzig hinfahren, reingehen, schreien, siegen, heimfahren! Mir jedenfalls ging's so! Ein entspannter Vormittag mit opulentem Frühstück, ein bisschen Farbe auftragen, wichtigste Fan-Utensilien ins Auto verfrachten, Getränkevorräte auffüllen und ab auf die A9! Knapp zweieinhalb Stunden Fahrt mit obligatorischen Pipi-Pausen bis zu einer schrägen Parkmöglichkeit in Stadionnähe, nicht ohne jedem Karlsruher Fahrzeug, das man unterwegs passierte, den gebührenden Unmut zu signalisieren und mit wachsendem Mut dem vermeintlichen Gegner klarzumachen, hier gewinnt nur einer, Lautern und sonst keiner! (…)

Quelle und kompletter Text: fck.de
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon moseldevil » 26.05.2021, 09:51


Trotz der zweiten Liga, deutscher Pokalsieger neunzehnsechsundneunzig FCKAAAAAAAAAA :teufel2:
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