Neues vom Betzenberg

 

Hildmann kritisiert: "In Komfortzone eingerichtet"

Der 1. FC Kaiserslautern läuft seinen Zielen schon nach dem 5. Spieltag meilenweit hinterher. Nach der 0:3-Heimpleite gegen Eintracht Braunschweig herrschte Ratlosigkeit über einen ganz dürftigen Auftritt nur eine Woche nach dem großen Erfolg im DFB-Pokal.

"Das war zu wenig, das wissen wir aber auch", bekannte FCK-Keeper Lennart Grill nach dem Abpfiff klar und deutlich. "Wir müssen schauen, dass wir wieder mehr Leben in die Bude bekommen. Das Spiel ist phasenweise hingeplätschert wie ein Freundschaftsspiel", kritisierte der 20-Jährige. Christian Kühlwetter hatte für die überwiegend träge und fahrige Leistung seiner Mannschaft keine wirkliche Erklärung: "Wir haben in dieser Woche gut trainiert und jeder hatte Bock auf das Spiel", sagte der etatmäßige Stürmer kurz und knapp. Ausführlicher antwortete Kapitän Christoph Hemlein, der aber ebenfalls ratlos wirkte: "Eine wirkliche Erklärung habe ich auch nicht, warum wir letzte Woche 2:0 gewinnen und heute 0:3 verlieren." Man müsse die Partie nun intensiv aufarbeiten und den Kopf hochnehmen: "Wir können ja heute nicht aufhören mit Fußball", so Hemlein. Aus den drei Heimspielen in der Liga konnte der FCK bisher noch keinen Sieg landen, was auch Mittelfeldspieler Florian Pick sauer aufstieß: "Zwei Punkte zu Hause aus drei Spielen. Das ist nicht gut. 0:3 ist schon eine Hausnummer. Das ist einfach enttäuschend heute."

Hemlein ratlos: "Eine wirkliche Erklärung habe ich auch nicht"

FCK-Trainer Sascha Hildmann fand noch deutlichere Worte zur Leistung seiner Mannschaft: "Die Euphorie aus dem Pokalsieg hätten wir gerne mitgenommen, haben das aber nicht geschafft. Auch weil wir zu träge und zu langsam gespielt haben." Der Trainer haderte mit der Großchance Kühlwetters kurz nach Wiederanpfiff: "Wenn der reingeht, bekommt das Spiel vielleicht eine andere Wendung." Auch Kühlwetter, der den Ball am leeren Tor vorbeischob, zeigte sich enttäuscht: "Im Training mache ich von solchen Dingern zehn von zehn rein." Hildmann kritisierte deutlich, dass sich seine Spieler nach dem Pokalerfolg gegen Mainz in einer Art Komfortzone eingerichtet hätten: "Wir haben versucht, das unter der Woche rauszubekommen. Das ist zwar ein unbewusstes Verhalten, aber es ist trotzdem nicht gut. Heute waren wir einfach schlecht."

Nach der Niederlage gegen Braunschweig und nur fünf Punkten aus fünf Spielen liegen die Roten Teufel schon sieben Zähler hinter dem heutigen Gegner, der den Relegationsplatz einnimmt. Der Coach hat die Tabelle zwar im Blick, schränkte aber auch ein: "Ja, die oberen Ränge sind momentan weit weg, es sind aber noch 33 Spiele." Am kommenden Montag tritt der FCK in Zwickau an. Hildmann machte vorausblickend auf die Partie in Sachsen eine klare Ansage. "Wir müssen in dieser Woche sehr hart arbeiten, um dort zu punkten."

Quelle: Der Betze brennt

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