Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 10.09.2020, 19:17


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Fragen und Antworten für Fans zur FCK-Insolvenz

Können Fans den 1. FC Kaiserslautern im Insolvenzverfahren unterstützen, wenn sie auf ihre Forderungen verzichten? Oder kommt dieses Geld dann nur den anderen Gläubigern zugute? Wir haben bei Sachwalter Dr. Andreas Kleinschmidt zu diesem und weiteren Themen nachgefragt.

In den letzten Tagen haben viele FCK-Fans, darunter die rund 12.000 Dauerkarteninhaber, Post vom Insolvenzverwalter bekommen. Wer zum Beispiel ein Ticket in der Westkurve besitzt, kann exakt 52,11 Euro für ausgefallene "Corona-Spiele" geltend machen, von denen er oder sie nach der Gläubigerversammlung am 29. Oktober vielleicht zwei, drei Prozent zurück bekommen könnte. Für den einzelnen Fan lohnt sich dieser Aufwand kaum, aber hochgerechnet für alle Stehplätze, Sitzplätze und auch VIP-Tickets kommt hier doch ein nennenswertes Sümmchen zusammen. Deshalb fragen sich zurzeit viele FCK-Anhänger: Sollten wir unseren Anteil fordern, damit wir das Geld anschließend wieder unserem Verein zukommen lassen könnten, anstatt es im Verzichtsfall den anderen Gläubigern zu schenken?

Wenn Fans verzichten, kommt dieses Geld dem FCK zugute

"Der Insolvenzplan wird bald fertiggestellt sein. Nach derzeitigem Stand ist es so vorgesehen, dass darin eine feste Quote für alle Gläubiger vorgesehen ist und kein Topf mit einer bestimmten Summe", lautet die Auskunft von Sachwalter Dr. Andreas Kleinschmidt auf Nachfrage von Der Betze brennt. Das heißt: Wenn ein FCK-Fan auf seine Forderung verzichtet, dann erhöht sich dadurch nicht die Quote der anderen Gläubiger, sondern dieses Geld verbleibt laut Insolvenzplan bei der FCK-Kapitalgesellschaft. Wer hingegen seine Forderung geltend macht, der soll den entsprechenden (festen) Prozentsatz erhalten, sofern die Gläubigerversammlung im Oktober zustimmt. Ob die Insolvenzquote bei zum Beispiel einem, drei oder fünf Prozent liegen wird, steht noch nicht fest.

Diese geplante Vorgehensweise hat Sachwalter Kleinschmidt heute auch in den ausführlichen "Informationen zum Insolvenzverfahren" ergänzt, die auf der Internetseite seiner Kanzlei nachlesbar sind. Dort heißt es: "Der Betrag in Form der Quote, der sonst bei Ihrer Teilnahme am Insolvenzverfahren an Sie ausgezahlt worden wäre, verbliebe dann - nach dem aktuellen Stand des Insolvenzplans - bei der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA. Dieser Betrag würde nicht auf die anderen Gläubiger aufgeteilt." (siehe: Fragen und Antworten - Allgemein - Punkt 3)

Wer verzichten will, kann den Insolvenzbrief einfach ignorieren

Um auf seine Forderung gegen den FCK zu verzichten, ist keine Rückmeldung an den Klub oder an den Sachwalter notwendig. Eine einfache Nicht-Beantwortung des erhaltenen Insolvenzschreibens genügt. Wer bereits seine Forderung an den FCK gestellt hat und es sich nun doch noch einmal anders überlegen möchte, kann seinen Antrag mit einem formlosen Schreiben ebenfalls wieder zurückziehen.

Laut Sachwalter Kleinschmidt ist die Anzahl der Rückmeldungen von Kleingläubigern bisher noch sehr überschaubar - allerdings wurden die Insolvenzbriefe ja auch erst letzte und diese Woche versendet. Forderungen können bis Dienstag, den 22. September 2020 angemeldet werden. Die Gläubigerversammlung findet dann am Donnerstag, den 29. Oktober 2020 (Beginn: 10:00 Uhr) im Fritz-Walter-Stadion statt. An dieser als sehr trocken und juristisch eingestuften Veranstaltung nehmen die verbliebenen Gläubiger teil und stimmen über den fertigen Insolvenzplan der FCK-Kapitalgesellschaft ab. Dieser beinhaltet unter anderem den Schuldenschnitt für die KGaA und den Einstieg der regionalen Investorengruppe. Das Ziel ist eine Zustimmung zu dem Insolvenzplan, mit der die Planinsolvenz des FCK dann erfolgreich abgeschlossen wäre.

» Kanzlei White & Case: Ausführliche Informationen zum Insolvenzverfahren des FCK

Weitere Fragen von Fan zu Fan zum laufenden Insolvenzverfahren können gerne im DBB-Forum gestellt und miteinander diskutiert werden.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK eröffnet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon SEAN » 10.09.2020, 19:26


Ich hab 2x 110 Euro Forderungen, und werde den Brief auch nicht zurück schicken und verzichten. Selbst bei 5 % wären das 11 Euro, die ich zurück bekommen würde, das macht den Bock nicht Fett. Zudem dürfte es zusätzlich den Verein/KG noch einiges kosten, diese Überweisungen und den Schriftverkehr zu tätigen.

Wenn ich das richtig verstanden hab, können nur Personen zu der Sitzung gehen, die auch Forderungen zurück verlangen, oder? Wer verzichtet ist außen vor. Das wär beim Verzicht bei mir zwar schade, mich würde das mal interessieren, wie sowas abläuft, aber was nicht ist, ist nicht.



Beitragvon Flo » 10.09.2020, 20:08


SEAN hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden hab, können nur Personen zu der Sitzung gehen, die auch Forderungen zurück verlangen, oder? Wer verzichtet ist außen vor. Das wär beim Verzicht bei mir zwar schade, mich würde das mal interessieren, wie sowas abläuft, aber was nicht ist, ist nicht.


Das hast du genau richtig verstanden. Man kann das Ding aber auch zurückschicken, an der Versammlung teilnehmen und sich für die 10 Euro im FCK-Fanshop dann einen Schal kaufen. :wink:



Beitragvon Münchner FCK-Hesse » 10.09.2020, 20:08


Danke für die Aufklärung und das Stellen der Fragen. Hier herrschte tatsächlich Aufklärungsbedarf nachdem es bei Facebook plötzlich irgendwoher hieß, es kommt alles in einen Topf.
Bin gespannt ob alles so klappt wie geplant, will es aber hoffen.
De Hesse sacht: Es geht de Mensche wie de Leut.

Positiv nach vorne schauen und allen Scheiß hinter sich lassen!



Beitragvon Münchner FCK-Hesse » 10.09.2020, 20:16


Flo hat geschrieben:
SEAN hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden hab, können nur Personen zu der Sitzung gehen, die auch Forderungen zurück verlangen, oder? Wer verzichtet ist außen vor. Das wär beim Verzicht bei mir zwar schade, mich würde das mal interessieren, wie sowas abläuft, aber was nicht ist, ist nicht.


Das hast du genau richtig verstanden. Man kann das Ding aber auch zurückschicken, an der Versammlung teilnehmen und sich für die 10 Euro im FCK-Fanshop dann einen Schal kaufen. :wink:


Hat man denn wenn man hingeht die Möglichkeit die Insolvenzquote zu drücken? Also stimmen vor Ort alle Gläubiger über die Quote ab oder hat man sowieso keine Handhabe mehr? Wäre ja im Sinne des FCK wenn die Quote niedriger wäre, da könnte man als Fan tätig werden...
De Hesse sacht: Es geht de Mensche wie de Leut.

Positiv nach vorne schauen und allen Scheiß hinter sich lassen!



Beitragvon Chrikubo82 » 10.09.2020, 20:24


Münchner FCK-Hesse hat geschrieben:Hat man denn wenn man hingeht die Möglichkeit die Insolvenzquote zu drücken? Also stimmen vor Ort alle Gläubiger über die Quote ab oder hat man sowieso keine Handhabe mehr? Wäre ja im Sinne des FCK wenn die Quote niedriger wäre, da könnte man als Fan tätig werden...


@Münchner FCK-Hesse: Den Gedanken hatte ich auch schon. Daher wäre es schön @der-betze-brennt zu wissen, ob es für den Verein nicht ein Vorteil wäre wenn viele FCK-Fans bei der Gläubigerversammlung anwesend wären. Wäre es daher möglich diese Frage noch vom Sachwalter beantworten zu lassen? (Danke für eure Mühe!)
Lautrer geben niemals auf - Sie kämpfen!!!



Beitragvon Betze_FUX » 10.09.2020, 20:29


Flo hat geschrieben:
SEAN hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden hab, können nur Personen zu der Sitzung gehen, die auch Forderungen zurück verlangen, oder? Wer verzichtet ist außen vor. Das wär beim Verzicht bei mir zwar schade, mich würde das mal interessieren, wie sowas abläuft, aber was nicht ist, ist nicht.


Das hast du genau richtig verstanden. Man kann das Ding aber auch zurückschicken, an der Versammlung teilnehmen und sich für die 10 Euro im FCK-Fanshop dann einen Schal kaufen. :wink:

In welchem Fanshop kaufst du für 10,- n Schal?!
Haben die gerade los wochos oder meinst du den "Betzi" Kinderschal?! :teufel2:

Aber vom Grundsatz her ist es ja egal. Hauptsache das Geld geht nicht zu Quatrexx und co, sondern zum FCK!!!
Der FCK steht für die DNA des deutschen Fussballs
Dirk Eichelbaum, 15.06.2020
COVIDIOT ist keine Beleidigung



Beitragvon Funkemariechen » 10.09.2020, 20:30


Münchner FCK-Hesse hat geschrieben:Hat man denn wenn man hingeht die Möglichkeit die Insolvenzquote zu drücken? Also stimmen vor Ort alle Gläubiger über die Quote ab oder hat man sowieso keine Handhabe mehr? Wäre ja im Sinne des FCK wenn die Quote niedriger wäre, da könnte man als Fan tätig werden...


Normalerweise werden Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen stimmen dann dem vorgestellten Insolvenzplan zu oder eben nicht. Und drücken wirst du eher nichts können. Denn der Plan wird vorgestellt und fertig. Über diesen Plan wird eigentlich nicht diskutiert. Ich selbst war aber noch nicht bei einer Gläubigerversammlung innerhalb eines Planinsolvenzverfahrens anwesend. Das wird sich dann am 29. ändern. Ich bin wie viele andere gespannt.



Beitragvon SEAN » 10.09.2020, 20:33


Chrikubo82 hat geschrieben:
Münchner FCK-Hesse hat geschrieben:Hat man denn wenn man hingeht die Möglichkeit die Insolvenzquote zu drücken? Also stimmen vor Ort alle Gläubiger über die Quote ab oder hat man sowieso keine Handhabe mehr? Wäre ja im Sinne des FCK wenn die Quote niedriger wäre, da könnte man als Fan tätig werden...


@Münchner FCK-Hesse: Den Gedanken hatte ich auch schon. Daher wäre es schön @der-betze-brennt zu wissen, ob es für den Verein nicht ein Vorteil wäre wenn viele FCK-Fans bei der Gläubigerversammlung anwesend wären. Wäre es daher möglich diese Frage noch vom Sachwalter beantworten zu lassen? (Danke für eure Mühe!)

Den Gedanken hatte ich auch schon, kann mir das aber kaum vorstellen. Die haben doch schon wochenlang mit den großen verhandelt und gesprochen, da sollte man sich doch weitgehend einig sein, wo die Marie hingeht. Auch wenn man sagt, das man vielleicht 2-3 % zurückbekommt, und somit nicht feststehen würde. Wenn man das von Fan/Mitgliederseite auf 1% drücken könnte/würde, ich glaube dann könnte es auch sein, das die großen dem Plan ablehnen könnten. Und dann...?



Beitragvon SEAN » 10.09.2020, 20:42


Betze_FUX hat geschrieben:
Flo hat geschrieben:
Das hast du genau richtig verstanden. Man kann das Ding aber auch zurückschicken, an der Versammlung teilnehmen und sich für die 10 Euro im FCK-Fanshop dann einen Schal kaufen. :wink:

In welchem Fanshop kaufst du für 10,- n Schal?!
Haben die gerade los wochos oder meinst du den "Betzi" Kinderschal?! :teufel2:

Aber vom Grundsatz her ist es ja egal. Hauptsache das Geld geht nicht zu Quatrexx und co, sondern zum FCK!!!

Vom Gedanken her find ich das sogar nicht mal schlecht. Ich denke es gibt einige, die bei der selben Forderung sind wie ich, es sind 2x 100 Euro Schmuckanleihen aus der ersten Runde, und nie Zinsen abgeholt. Es müßte die Alternative geben, das man statt bares einfach in der Höhe einen Einkaufsgutschein gibt. So ab einer Rückzahlung von 5 Euro aufwärts. Alles darunter macht in keiner Richtung wirklich Sinn. Und mit dem Gutschein im Fanshop ist es ja dann auch nicht getan, da wird jeder (auch weil es für 5-10 Euro richtigerweise kaum was gibt) noch was drauf legt. Da werden aus 10 Euro auch gleich mal schnell 30-50 Euro. Und die Gutscheine könnte man per Mail verschicken, das würde dann auch keine Portokosten erzeugen. Wie bei den Tikets "print @ home". Man stelle sich vor, 10.000 bekommen einen Brief mit einem Gutschein, da sind ja gleich mit Papier und Porto 10000 Euro weg. Was übrigens auch bestimmt bei den Überweisungen zählt, ich glaub kaum das die Sparkasse mal eben 10.000 Überweisungen um sonst macht....



Beitragvon jones83 » 10.09.2020, 20:54


Will gar nicht wissen was es den FCK gekostet hat, dass diese angebliche Koryphäe Herr Dr. Kleinschmitt in seinem Schreiben vergessen hat, den Ort auf das Rücksendeformular zu schreiben. Aufgrund dessen musste dann das Schreiben ja erneut versendet werden. Nennt mich kleinkariert, aber sorry das ist doch dilettantisch, sowas darf doch nicht passieren.
Und für den Murks kassieren diese Leute dann wahrscheinlich noch Zehntausende (wenn‘s langt) Euro. Das fördert natürlich nicht gerade das Vertrauen in eine optimale Insolvenzabwicklung zum Wohle des Vereins. Apropos: Die wichtigste Frage ist doch:
Wie steht der FCK nach dieser Insolvenz in Selbstverwaltung bilanziell da?
Also wieviel Schulden hat der FCK noch am Bein? Wie ist der Finanzplan für‘s nächste Jahr (Kosten: NLZ, Stadion, Etat, etc.)
Und vor allem: Stehen wir nächsten Sommer im Falle eines Nichtaufstiegs wieder vor einem Scherbenhaufen?



Beitragvon Exilhunsrücker » 10.09.2020, 20:55


Wenn das - wie im Anschreiben vermerkt - ein Fehler beim Dienstleister war, dann ist das normalerweise ein Problem des Dienstleisters.



Beitragvon Thomas » 10.09.2020, 21:12


jones83 hat geschrieben:Will gar nicht wissen was es den FCK gekostet hat, dass diese angebliche Koryphäe Herr Dr. Kleinschmitt in seinem Schreiben vergessen hat, den Ort auf das Rücksendeformular zu schreiben. Aufgrund dessen musste dann das Schreiben ja erneut versendet werden. Nennt mich kleinkariert, aber sorry das ist doch dilettantisch, sowas darf doch nicht passieren.

@jones83:
Das hat den FCK gar nichts gekostet, weil das ein (dummer) Fehler von dem externen Dienstleister war und dieser dementsprechend die zweiten Briefe bezahlen musste. Das wurde mir sowohl von FCK-Seite als auch vom Sachwalter so bestätigt. Also warum gleich pöbeln und stänkern auf der Basis falscher Vermutungen, zumal wenn Du Deinen Beitrag auch noch beginnst mit "Will gar nicht wissen..."? :|
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Münchner FCK-Hesse » 10.09.2020, 21:26


SEAN hat geschrieben:
Chrikubo82 hat geschrieben:
@Münchner FCK-Hesse: Den Gedanken hatte ich auch schon. Daher wäre es schön @der-betze-brennt zu wissen, ob es für den Verein nicht ein Vorteil wäre wenn viele FCK-Fans bei der Gläubigerversammlung anwesend wären. Wäre es daher möglich diese Frage noch vom Sachwalter beantworten zu lassen? (Danke für eure Mühe!)

Den Gedanken hatte ich auch schon, kann mir das aber kaum vorstellen. Die haben doch schon wochenlang mit den großen verhandelt und gesprochen, da sollte man sich doch weitgehend einig sein, wo die Marie hingeht. Auch wenn man sagt, das man vielleicht 2-3 % zurückbekommt, und somit nicht feststehen würde. Wenn man das von Fan/Mitgliederseite auf 1% drücken könnte/würde, ich glaube dann könnte es auch sein, das die großen dem Plan ablehnen könnten. Und dann...?


Auch wieder wahr. Danke für die Antworten, auch den anderen Schreibern. Also nix mit Drücken, sonst könnte es fies werden. Dann doch lieber Fanshop oder Verzicht.
De Hesse sacht: Es geht de Mensche wie de Leut.

Positiv nach vorne schauen und allen Scheiß hinter sich lassen!



Beitragvon Kuhardter » 10.09.2020, 21:31


Also ich hab auch den wohl klassischen Dauerkarte West 50€ Brief bekommen...und gleich weg geworfen. Was ich mich aber gewundert habe, von der Kapilendo Kohle kam da jetzt gar nichts. Kann mir das jemand erklären?



Beitragvon Paul2007 » 10.09.2020, 22:35


Kuhardter hat geschrieben:Also ich hab auch den wohl klassischen Dauerkarte West 50€ Brief bekommen...und gleich weg geworfen. Was ich mich aber gewundert habe, von der Kapilendo Kohle kam da jetzt gar nichts. Kann mir das jemand erklären?


Das habe ich mich auch schon gefragt.
Ich denke da kommt die Tage noch was.

Ich dachte eigentlich, dass ich das dann gemeinsam in einem Brief abwickle, weil ich dachte, dass das Geld sonst eh an Quattrex und Co geht. Jetzt tendiere ich eher dazu, nichts zu machen



Beitragvon C_Zander » 10.09.2020, 22:54


Hat man denn wenn man hingeht die Möglichkeit die Insolvenzquote zu drücken? Also stimmen vor Ort alle Gläubiger über die Quote ab oder hat man sowieso keine Handhabe mehr? Wäre ja im Sinne des FCK wenn die Quote niedriger wäre, da könnte man als Fan tätig werden...

Die Frage hatte ich so ähnlich auch an die Kanzlei gestellt, hier deren Antwort:

Sehr geehrter Herr Zander,

in dem Gerichtstermin (dem Abstimmungs- und Erörterungstermin) werden u.a. nach § 235 InsO der Insolvenzplan und das Stimmrecht der Beteiligten erörtert. Anschließend wird über den Plan abgestimmt.

Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, die 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA im Rahmen eines Insolvenzplans zu entschulden. Im Rahmen eines Insolvenzplans verzichten die Gläubiger auf Teile ihrer Forderungen, um die Schuldenlast des von einer Insolvenz betroffenen Unternehmens auf ein tragfähiges Niveau zu reduzieren. Im Gegenzug erhalten die Gläubiger eine sogenannte Quotenzahlung auf ihre Forderungen, die ihnen im Vergleich zu einem Liquidationsszenario eine höhere Befriedigung ermöglicht. Auf diesem Weg kann der Rechtsträger erhalten bleiben, was Voraussetzung für die 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA mit Blick auf die Lizenzierung zur Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga ist. Sobald der Insolvenzplan bestätigt wird und die Rechtsmittelfrist abgelaufen ist, kann das Verfahren aufgehoben werden.

In dem Plan gibt es unterschiedliche Gläubigergruppen. Jede Gruppe für sich muss in der Summe dem Plan zustimmen.Sie sind mit Ihrer Forderung in der Gruppe der Kleingläubiger. Auch Ihre Stimme hat ihn Ihrer Gruppe Gewicht. Ich kann Ihnen die Entscheidung, ob Sie anmelden und an dem Gerichtstermin teilnehmen oder auf Ihre Forderung komplett verzichten und nicht am Gerichtstermin teilnehmen, leider nicht abnehmen.

Mit freundlichen Grüßen / Kind regards

XXX (Name aus Datenschutz mal lieber gelöscht).

für
Rechtsanwalt Dr. Andreas Kleinschmidt
als Sachwalter über das Vermögen der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA

White & Case LLP


-> also ein paar dem FCK positiv gestimmte Kleinanleger sollten glaube schon besser hingehen, damit diese (Für den FCK wichtige Gruppe) schon mal dem Plan zustimmt.
:teufel2:



Beitragvon Dierk » 10.09.2020, 23:13


Kuhardter hat geschrieben:Also ich hab auch den wohl klassischen Dauerkarte West 50€ Brief bekommen...und gleich weg geworfen. Was ich mich aber gewundert habe, von der Kapilendo Kohle kam da jetzt gar nichts. Kann mir das jemand erklären?


Das Forderungsmanagement bei Kapilendo läuft über Taylor Wessing.
Werden die einzelnen Kapilendo Anleger überhaupt angeschrieben oder übernimmt das Taylor Wessing als Vertreter?



Beitragvon wiwu » 11.09.2020, 08:13


Ist Kapilendo nicht über den Verein gelaufen weil die KGaA keine BaFin Erlaubnis bekommen hätte für die Nette Anleihe II? Der Verein ist ja nicht insolvent und daher ist dies m.E. nicht Teil der Insolvenzmasse.
Der FCK fragt nun ja die Zeichner an, auf Auszahlung der Zinsen zu verzichten, kann aus Datenschutzgründen diese aber leider nicht persönlich identifizieren. So ist das aktuell mit meiner Anleihe, die habe ich allerdings im Depot und nicht über Kapilendo gezeichnet.
Vielleicht verwechsel ich jetzt aber hier irgendeine frühere Anleihe...



Beitragvon Lonly Devil » 11.09.2020, 08:23


wiwu hat geschrieben:Ist Kapilendo nicht über den Verein gelaufen weil die KGaA keine BaFin Erlaubnis bekommen hätte für die Nette Anleihe II? Der Verein ist ja nicht insolvent und daher ist dies m.E. nicht Teil der Insolvenzmasse.
...

Wenn das Geld, per Kredit oder sonst wie, vom e. V. an die KGaA weitergegeben wurde, dann fällt es auch in die Insolvenzmasse der KGaA.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon wiwu » 11.09.2020, 09:13


Ok, im Zusammenhang mit der Netze Anleihe II hab ich es so verstanden, dass in 2022 beabsichtigt wird diese zurückzuzahlen. So steht es auf betze-anleihe.de



Beitragvon Nasenbär » 11.09.2020, 12:56


wiwu hat geschrieben:Ist Kapilendo nicht über den Verein gelaufen weil die KGaA keine BaFin Erlaubnis bekommen hätte für die Nette Anleihe II? Der Verein ist ja nicht insolvent und daher ist dies m.E. nicht Teil der Insolvenzmasse.
Der FCK fragt nun ja die Zeichner an, auf Auszahlung der Zinsen zu verzichten, kann aus Datenschutzgründen diese aber leider nicht persönlich identifizieren. So ist das aktuell mit meiner Anleihe, die habe ich allerdings im Depot und nicht über Kapilendo gezeichnet.
Vielleicht verwechsel ich jetzt aber hier irgendeine frühere Anleihe...


Kapilendo ("Crowdlending") und Anleihe II (via Depot) haben (außer deren Zweck) nix miteinander zu tun.

Kapilendo lief über die KGaA => Teil der Insolvenzmasse

Anleihe II lief über den e.V. => nicht Teil der Insolvenzmasse.
Der Kredit, mit dem der e.V. die Anleihe an die KGaA "weitergeleitet" hat ist jedoch wiederum Teil der Insolvenzmasse.
Das bedeutet, dass die Zeichner der Anleihe zwar noch vollen Anspruch auf Rückzahlung (+Zinsen) haben (vom e.V.) - der e.V. aber nur einen Bruchteil der notwendigen Summe von der KGaA zurückbekommt (Schuldenschnitt).
Ergo hat der e.V. jetzt ein Problem, weil er am 31.07.2022 einen Haufen Geld zurückzahlen muss (und vorher Zinsen zahlen) - aber quasi keine Einnahmen hat (außer Mitgliedsbeiträge). :nachdenklich:



Beitragvon luzifer86 » 11.09.2020, 14:28


Das Insolvenzverfahren wird im positiven Sinne für den FCK aufgehoben, sofern am 29. Oktober eine Zustimmung zum vorgelegten Insolvenzplan erfolgt. Für eine Zustimmung zum Insolvenzplan am 29. Oktober scheinen die Zeichen nach aktuellem öffentlich bekannten Stand ja glücklicherweise gut zu stehen.

Dies gilt, sofern nicht eine der beteiligten Parteien nachträglich noch innerhalb einer gewissen Frist Widerspruch gegen die getroffene Entscheidung einlegt.

Kann jemand hier benennen, wie lange diese Wider- bzw. Einspruchsfrist genau ist, d.h. zu welchem exaktem Datum das Zittern um eine positive Zukunft des FCK definitiv erst einmal vorbei sein wird bzw. kann, sofern am 29. Oktober eine Zustimmung zum vorgelegten Insolvenzplan erfolgt?

Danke! :)



Beitragvon jones83 » 12.09.2020, 10:03


Thomas hat geschrieben:
jones83 hat geschrieben:Will gar nicht wissen was es den FCK gekostet hat, dass diese angebliche Koryphäe Herr Dr. Kleinschmitt in seinem Schreiben vergessen hat, den Ort auf das Rücksendeformular zu schreiben. Aufgrund dessen musste dann das Schreiben ja erneut versendet werden. Nennt mich kleinkariert, aber sorry das ist doch dilettantisch, sowas darf doch nicht passieren.

@jones83:
Das hat den FCK gar nichts gekostet, weil das ein (dummer) Fehler von dem externen Dienstleister war und dieser dementsprechend die zweiten Briefe bezahlen musste. Das wurde mir sowohl von FCK-Seite als auch vom Sachwalter so bestätigt. Also warum gleich pöbeln und stänkern auf der Basis falscher Vermutungen, zumal wenn Du Deinen Beitrag auch noch beginnst mit "Will gar nicht wissen..."? :|


Danke für die Beantwortung der Frage die ich gar nicht beantwortet haben wollte. :wink: Natürlich stänkere ich, wenn ich das Gefühl habe dass etwas zu Ungunsten meines Vereins abläuft und solche Kleinigkeiten können passieren, dürfen Profis aber nicht passieren. Dafür verdienen sie auch jede Menge Geld an unsere Insolvenz in Eigenverantwortung.
Und die Qualität deren Arbeit zeigt sich dann nach Beendigung deren Mandates. Nämlich wieviel Schulden hat der FCK noch nach diesem Schnitt. Diese in meinem Post gestellten Fragen interessieren mich wirklich brennend.
Muss ich bis zur JHV auf Antworten warten?



Beitragvon Moselteufel17 » 12.09.2020, 10:06


Was ist eigentlich mit den Guthaben auf der Betze Card ?




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