Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 28.03.2020, 18:26


"Dem Projekt FCK sind wir alle verpflichtet" - Die Vereinsvorstände Wolfgang Erfurt und Tobias Frey im Interview

FCK.de: Wolfgang Erfurt, Tobias Frey, sie sind jetzt seit einigen Wochen als Vorstand des 1. FC Kaiserslautern e.V. aktiv. Wie haben Sie die ersten Wochen erlebt?

Wolfgang Erfurt: Mit einem Wort: Intensiv! Der gesamte Vorstand war ja recht kurzfristig zu berufen, kannte sich persönlich zum Teil noch gar nicht und musste sich auch erstmal "finden". Da aber die Vereinsarbeit ohne Unterbrechung weiterlaufen musste, somit auch kaum Zeit für eine Einarbeitung bestand, sind wir alle von Beginn an mit den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst, eine echte Herausforderung.

Tobias Frey: Der neue Vorstand besteht ja aus fünf Personen. Wichtig war, umgehend aus diesen Personen ein Team entstehen zu lassen. Und das ist auch wirklich sehr schnell zusammengewachsen. In Hinblick auf die Vielzahl der Aufgaben und Themenfelder ist das von immenser Bedeutung. Dank den Mitarbeitern der Geschäftsstelle konnten wir uns auch umgehend einarbeiten und sind seitdem - wie Wolfgang beschreibt - intensiv mit den alltäglichen Aufgaben betreut.

FCK.de: Was waren für Sie die Gründe, dieses Amt anzunehmen?

Wolfgang Erfurt: Ich persönlich habe ja mein eigentliches Berufsleben hinter mir und bin jetzt in einer Lebenssituation, in der ich das, was ich mache, machen kann und nicht mehr machen muss! Vor dem Hintergrund meiner jahrzehntelangen engen Verbundenheit mit dem Verein und auch wegen meiner langjährigen Mitwirkung im Ehrenrat, war mir eigentlich recht schnell klar, der Anfrage von Rainer Keßler zu entsprechen. Sicher ist es wohl so, dass bei Entscheidungen unter Zeitdruck oft "das Bauchgefühl" den "Kopf" überstimmt, aber wenn ich hier einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dem Verein zu helfen, dann tue ich das, und dann tue ich das auch gerne, weil dieser Verein weiter einfach eine Zukunft haben muss und vor allem weil seine tolle Mitglieder- und Fangemeinde dies auch uneingeschränkt verdienen.

Tobias Frey: Als aktiver Sportler des FCK und ehemaliger Abteilungsleiter der Triathlonabteilung bin ich bereits seit Jahren für unseren FCK aktiv. Durch die Abteilungsarbeit und damit auch als Mitglied des Vereinsrates habe ich die internen Strukturen und Abläufe des FCK - und auch die dazugehörigen Personen - kennengelernt. Wenn man quasi sein ganzes Leben als FCK-Fan und eine so lange Zeit als Sportler für diesen Verein tätig ist, dann ist es die größte Ehre, diese Aufgabe - zugegeben aber auch die damit verbundene Herausforderung - anzunehmen. Insbesondere finde ich es sehr wichtig, dass ein Aktiver aus den Abteilungen - die einen hohen Stellenwert haben - und dem Vereinsrat im Vorstandsteam vertreten ist.

FCK.de: Was sind die aktuell dringendsten Aufgaben des Gremiums?

Wolfgang Erfurt: Neben der Mitwirkung und Mitgestaltung bei der Planung und Durchführung der in diesem ganz speziellen Vereinsjahr (u.a. 100 Jahre Stadion Betzenberg und 100 Jahre Fritz Walter) anstehenden Veranstaltungen gilt unser besonderes Augenmerk der Arbeit in den Abteilungen; sie bilden ja das Rückgrat unseres e.V. Spielbetrieb, Arbeitsbedingungen, Stärkung der Kooperation und des Miteinanders seien hierzu exemplarisch genannt; hinzu kommt, die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Mitarbeiter/-innen in unserem FCK-Museum zu verbessern. Parallel dazu ist eine Anpassung der Vereinssatzung auf den Weg gebracht. Wichtig bleibt auch vor dem Hintergrund der bekannt prekären Gesamtlage für den Verein der enge Kontakt und der Austausch mit den Verantwortlichen der KGaA.

Tobias Frey: Da kann ich mich nur anschließen. Die Aufgaben sind vielfältig und weit gestreut - und stets wird man mit neuen Aufgaben konfrontiert. Aber der grobe Rahmen, ein Fahrplan sozusagen, sieht aktuell das von Wolfgang Beschriebene vor: Gestaltung und Planung der Feierlichkeiten unserer Jubiläen, Stärkung der sportlichen Abteilungen und Anpassung der Vereinssatzung an die durch die Ausgliederung geschaffenen Strukturen. Es gibt viel zu tun.

FCK.de: Der Vereinsvorstand besteht aus fünf Personen. Neben Ihnen sind noch Dagmar Eckel, Prof. Dr. Steven Dooley und Gero Scira Mitglieder des Gremiums. Was zeichnet diese Zusammensetzung aus?

Wolfgang Erfurt: Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte umfasst der Vorstand des FCK fünf Personen; eine Gruppe, die sich auch erst einmal kennlernen und selbst strukturieren musste. Hinzu kommt, dass wir zwar ganz unterschiedliche persönlichen Biografien aufweisen, aber zusammen das Ziel verfolgen, für den Verein da zu sein, jeder mit seinen Möglichkeiten und seinem Potential. Was den neuen Vorstand von Beginn an auszeichnet, ist - unter gegenseitiger Wertschätzung - die ausgeprägten Fähigkeiten zur Teamarbeit, der Bereitschaft und dem Willen, mit allen anderen Vereinsgremien konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Tobias Frey: Ich möchte betonen, dass die Zusammenarbeit von Beginn an wirklich konstruktiv, vertrauensvoll und sehr intensiv ist. Ein steter Austausch untereinander und miteinander ist essentiell für das Vorstandsteam. Jeder hat eigene Expertisen und Stärken - und diese Stärken zusammenfließen zu lassen, zeichnet uns als Team maßgeblich aus. (…)

Quelle und kompletter Text: fck.de
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Thomas » 11.06.2020, 17:39


"Die Mitglieder sollen spüren, dass ihr Verein für sie da ist" - Die Vereinsvorstände Eckel, Scira und Dooley im Interview

Neben dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Erfurt und seinem Stellvertreter Tobias Frey bilden Dagmar Eckel, Gero Scira und Steven Dooley den fünfköpfigen Vorstand des 1. FC Kaiserslautern e.V.. Im Interview sprechen die drei Letztgenannten über die ersten Monate im Amt und die aktuellen Aufgabenstellungen.

FCK.de: Dagmar Eckel, Gero Scira, Steven Dooley, Sie gehören seit einigen Monaten dem fünfköpfigen Vorstand des 1. FC Kaiserslautern e.V. an. Welche Erwartungen hatten Sie zu Beginn an diese Aufgabe und wie haben sich diese bislang erfüllt?

Dagmar Eckel: Die Ernennung in den Vorstand hat mich mit Stolz, aber auch mit Demut erfüllt. Ich war sehr gespannt auf meine Kollegen und auf meine Aufgaben. Ich hatte keine wirklichen Erwartungen, sondern vielmehr interessierte es mich, welche Erwartungen man an mich hat, wie ich diese umsetzen und wie ich meine Kompetenzen einbringen kann, um den Verein zu unterstützen.

Gero Scira: Meine Berufung kam für mich überraschend und war eine Ehre und Herausforderung zugleich. Immerhin beinhaltet sie die Verantwortung für fast 18.000 Mitglieder, die wir gemeinsam mit Dagmar und meinen Kollegen mit diesem Amt übernommen haben. Und es ist immer noch ein tolles Gefühl, für unseren Verein arbeiten zu dürfen.
Natürlich wussten wir im Dezember alle, in welch schwerer Verfassung der Club sich aktuell befindet, doch wir kämpfen und geben alle unser Bestes. Persönlich konnte ich mit der Einkaufshilfe, dem Minikonzert am DRK Seniorenheim in Kaiserslautern und der Zukunftsinitiative FCK schon das eine oder andere umsetzen, doch auch im Bereich Mitglieder/Fans und vor allem im Bereich der Zukunftsinitiative hat die Pandemie temporär einiges unmöglich gemacht.

Steven Dooley: Begonnen hat es so, dass ich eine Vorstellung davon hatte, was sich beim FCK ändern müsste, damit die Leistungskurve endlich wieder nach oben geht. Ich hatte dazu ein Konzept aufgeschrieben und dieses im November 2019 an Markus Merk und Rainer Keßler geschickt. Den beiden haben meine Ausführungen gefallen und sie teilten mir mit, dass sie sich zu Beginn des Jahres 2020 wieder melden würden. Dann ging alles sehr schnell. Bereits im Dezember fragte Markus Merk mich dann, ob ich mir vorstellen könnte, in der Vorstandschaft mitzuwirken und ich habe nach Rücksprache mit meiner Frau zugesagt. Nach einiger Zeit des Kennenlernens bin ich in die sportlichen Belange, insbesondere des NLZ miteinbezogen und kann mich somit in den Bereichen engagieren, in denen ich mich zuhause fühle.

FCK.de: Sie haben nun tiefere Einblicke in das Geschehen innerhalb des Vereins. Gibt es Dinge, die sie überrascht haben?

Dagmar Eckel: Es gab einen großen Umbruch innerhalb des Vereins. Für uns alle bedeutet dies, neue unbekannte Wege zu gehen und etwas hat uns alle geeint und eint uns auch jetzt noch, das ist unsere Liebe zum FCK und der Wille, alles uns Mögliche zu unternehmen, um dem FCK zu helfen. Ich bin überrascht, wie zügig und reibungslos dieser Umbruch vonstattenging und wie alle Gremien miteinander harmonieren.

Gero Scira: "Überraschen" wäre nicht die richtige Bezeichnung, vielmehr beeindruckt mich das hohe Engagement und die tägliche Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Diese tolle Unterstützung ist ein warmer Rückenwind bei den komplexen Aufgaben. Ebenso erwähnenswert, egal ob beispielsweise Museum oder Hockey, sind unsere zahlreichen Abteilungen. Hier wird Großartiges geleistet. Darüber soll auch zukünftig über unsere digitalen Kanäle noch stärker berichtet werden, die Abteilungen haben es verdient!

Steven Dooley: Imponiert hat mir das Engagement und die hohe Qualität der geleisteten Arbeit der handelnden Personen beim FCK, und zwar auf allen Ebenen. Negativ überrascht haben mich kontinuierliche Aktivitäten von Gruppierungen mit Eigeninteressen, welche durch Halbwahrheiten und Falschmeldungen dem ohnehin angeschlagenen Club weiter schaden und den verantwortlichen Personen, die ohnehin schon sehr schwierigen Aufgaben noch weiter erschweren.

FCK.de: Worin lag Ihre Motivation, dieses Amt anzunehmen?

Dagmar Eckel: Meine Motivation, dieses Amt einzunehmen, kam aus meiner Begeisterung für den Fußball und einer großen Verbundenheit zum FCK. Sollte der Verein mich brauchen, so bin ich da. Ich bin ein Fan, nicht mehr und nicht weniger.

Gero Scira: Ich möchte durch meine Fähigkeiten im Bereich Marketing und der Mitgliederbindung den Verein weiter nach besten Möglichkeiten unterstützen und die Zukunft mitgestalten. Ich habe die höchste Wertschätzung gegenüber unseren Mitgliedern und Fans, sie sind das Herz des Vereins. Eine gute Basisarbeit rund um den FCK ist mittelfristig von unschätzbarem Wert. Wie schon in den letzten Jahren bei meinem Engagement bei der Zukunftsinitiative FCK, konnte ich erkennen, was die Menschen und Unternehmen von ihrem Club erwarten, dies bringe ich auch im Bereich des Mitgliederwesens ein.

Steven Dooley: Nun, zum einen habe ich eine enge Beziehung zu dem Verein und sehr schöne Erinnerungen durch erfolgreiche Zeiten meines Bruders als Spieler und meine erfolgreiche Zeit als Trainer der U19 im NLZ. Ich bin sicher, dass ich mithelfen kann, den FCK sportlich auf die Erfolgsspur zurückzubringen. In meiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit im Trainer- und Sportmanagementbereich, sowohl im Kindertraining wie auch im Leistungsbereich der jungen Erwachsenen, ging die Erfolgskurve immer nach oben. Ich bin überzeugt davon, dass es beim FCK auch so sein wird.

FCK.de: Wo sehen Sie die aktuell dringendsten Aufgaben des Gremiums?

Dagmar Eckel: Die momentan wichtigsten Aufgaben des Gremiums sind es, als Team zusammenzuarbeiten, und zwar in Ruhe, die Corona-Krise zu bewältigen und unsere Aufgaben zu erfüllen.

Gero Scira: Das ist eine spannende Frage. Unser Auftrag als Vorstand hat viele Facetten und Aufgabenfelder - es lässt sich daher nur schwierig definieren, welche der Aufgaben man priorisieren müsste. Speziell im Bereich Mitglieder und Fans kämpfe ich um das zum Teil in der Vergangenheit verlorene Vertrauen. Die Mitglieder sollen spüren, dass ihr Verein für sie da ist. Wenn wir dazu beitragen können, wieder mehr Herz innerhalb der FCK-Familie zu erzeugen - dann ist das für mich eine der dringlichsten Aufgaben.

Steven Dooley: Die Aufgaben sind vielfältig. Am dringendsten benötigt der Verein eine solide finanzielle Basis, da der Ist-Zustand die wohl schwierigste Lage seit Vereinsgründung darstellt. Leider können wir da als Vorstandsgremium wenig tun und die Gesamtsituation ist abhängig von einem Großinvestor, damit insbesondere Herr Voigt - und das wünschen wir ihm alle sehr - in eine Position kommt, zu gestalten und seine Ideen zu realisieren. Ich bin davon überzeugt, dass dann sehr viel Gutes resultieren wird. Wir im Vorstandsteam wollen mit unserem Engagement vor allem für einen respektvollen und anerkennenden Umgang mit unseren Mitgliedern sorgen und ihnen durch unsere Tätigkeit und unser Auftreten zeigen, dass es uns um die Sache und den Club geht und nicht um uns selbst. Persönlich sehe ich meine wichtigste Aufgabe darin, mitzuhelfen, die Nachwuchsarbeit im NLZ auf dem hohen Niveau zu halten und Bedingungen zu schaffen, die dazu führen, dass der FCK wieder permanent in den U17- und U19-Bundesligen vertreten ist. (…)

Quelle und kompletter Text: fck.de

Weitere Links zum Thema:

- FCK-Vorstand im Interview: "Dem Projekt FCK sind wir alle verpflichtet" (fck.de, 28.03.2020)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon ExilDeiwl » 11.06.2020, 18:23


Die durchweg positiven Schilderungen der Vorstände bzgl. des Verhältnisses zur KGaA sind schon eine Wohltat. Endlich ist das gegeneinander Agieren beendet! Und scheinbar ergänzen sich die Vorstände auch sehr gut, das finde ich schon sehr wichtig. Ziemlich deutlich allerdings der Seitenhieb von Steven Dooley in Hinblick auf die Gruppierungen mit Eigeninteressen. Gewisse Kreise können es scheinbar immer noch nicht sein lassen und verfolgen nicht die Ziele des FCK, sondern ihre eigenen Interessen. :nachdenklich:



Beitragvon FORZA85 » 11.06.2020, 18:51


Und wer sind diese Gruppierungen?

50 Zeichen und so



Beitragvon SEAN » 11.06.2020, 19:55


FORZA85 hat geschrieben:Und wer sind diese Gruppierungen?

Da tut man erstmal gut daran, die Erkenntnisse intern zu halten. Die Situation finanziell ist so angespannt, da ist ein "öffentlicher Krieg" mit diversen Gruppierungen mehr als Kontraproduktiv. Wir müssen nach außen jetzt eine Einheit zeigen, damit wir den Club samt KG auf gesunde Beine bekommen.
Wenn man das geschafft hat, werden die Gruppierungen entweder schweigen, oder man kann ihnen vor den Latz knallen, das man es trotz Gegenwind geschafft hat. Das trifft die "Gegner" stärker als ein Kleinkrieg, da gibt es nur Verlierer.




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