Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 26.04.2019, 12:00


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Flavio Becca (Mitte); Foto: Imago

Klatt über Becca: "So schnell wird das nicht gehen"

Die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern verhandeln weiter mit dem Luxemburger Flavio Becca. Ein kurzfristiger Einstieg des Investors zur Sicherung der Drittliga-Lizenz steht allerdings nicht in Aussicht.

"Aktuell bei der Lizenzvergabe wird uns das noch nicht helfen können. So schnell wird das nicht gehen", sagte FCK-Geschäftsführer Michael Klatt gegenüber der "Rheinpfalz" (Freitagsausgabe). Dennoch sei er insgesamt zuversichtlich, was die Gespräche mit Becca angehe. Der Kontakt besteht schon seit Monaten, nach DBB-Informationen ist zunächst auch ein Einstieg des Luxemburgers als Klein-Investor oder als Sponsor denkbar.

Klatt zur Lizenz: "Es sind keine Unsummen, die fehlen"

Bis zum 28. Mai muss der FCK beim DFB noch zusätzliche Gelder nachweisen, um die Lizenz für die 3. Liga zu sichern. Klatt: "Ja, wir brauchen noch Geld. (...) Es sind keine Unsummen, die fehlen. Ich bin auch optimistisch, dass wir das schaffen."

Genauere Zahlen finden sich beim Blick auf die Crowdlending-Plattform Kapilendo, wo der FCK am 17. April nach dem ersten Lizenzbescheid vom DFB folgendes veröffentlichte: "Über die neue Betze-Anleihe II und über die Crowd­finan­zierung bei Kapilendo erwartet der kauf­männische Geschäfts­führer Michael Klatt einen Betrag i.H.v. 2 Millionen Euro. Damit wäre die Rück­zahlung der Anleihe und somit die Lizenz gewähr­leistet, ohne Spieler ver­kaufen zu müssen." Bei der Betze-Anleihe II und dem Crowdlending sind dem Vernehmen nach bislang rund 1,3 bis 1,5 Millionen Euro zusammen gekommen, hier kann jeweils noch bis zum 30. April investiert werden.

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / FCK

Weitere Links zum Thema:

- Mit diesen Investoren verhandeln die FCK-Bosse (Der Betze brennt, 23.01.2019)
- Neue Anleihe und Crowdlending: FCK sammelt Geld (Der Betze brennt, 25.03.2019)


Ergänzung, 27.04.2019:

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"Frechheit": Buck und Keßler kontra Bild-Zeitung

Die "Bild" hat am Samstag unter der Überschrift "Immer wieder Ärger" von angeblichen neuen Unstimmigkeiten beim 1. FC Kaiserslautern berichtet. Diese Darstellung wurde nun von Vereinsseite mit deutlichen Worten zurückgewiesen.

So schrieb FCK-Vorstandsmitglied Andreas Buck öffentlich auf Facebook: "In aller Kürze: der Artikel ist von hinten bis vorne eine Frechheit! Mehr kann und möchte ich dazu nicht sagen ..." (Link, öffentlich)

Auch der ehemalige FCK-Vorstandsvorsitzende Rainer Keßler wies auf inhaltliche Fehler hin: "Da liegt die 'Bild' falsch. Michael Littig hatte die schriftliche Zustimmung vom Aufsichtsrat, mit Investoren zu verhandeln. Es ist die Aufgabe aller Verantwortlichen, ergebnisoffen jede Investoren-Option zu prüfen." (Link, geschlossene Facebook-Gruppe "Wir sind Betze")

Buck: "Der Artikel ist von hinten bis vorne eine Frechheit!"

Hintergrund der Dementis: Die "Bild" hatte berichtet, dass der schon seit Wochen öffentlich im Gespräch stehende Investor Flavio Becca verstimmt sei. Zitat: "Ausgerechnet Michael Littig, Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins, sprach jetzt in einem Online-Portal über die Verhandlungen. Nach 'Bild'-Informationen ist Becca deshalb sauer. Auch seine Verhandlungspartner beim FCK sind nicht erfreut. Schließlich verhandelte Littig ohne Mandat und ohne Erfolg mit dem Russen Ponomarew." (Link)

Hinsichtlich des Online-Portals nimmt die Boulevardzeitung Bezug auf das jüngste "Interview des Monats" von Der Betze brennt. In diesem hatte sich der FCK-Aufsichtsratsvorsitzende Littig wörtlich wie folgt geäußert: "Flavio Becca hat sicher viel Potenzial. Was er aber letztendlich tun wird, ist das Ergebnis eines noch langen Prozesses, der Bewertungen, Strategien und Verhandlungen mit einschließt. Das ist alles sehr komplex. Jeder Interessent lotet natürlich seine Verhandlungsposition aus. Und spätestens bei 100.000 Euro hört die Spaßgrenze für jeden auf, das kann keine Liebhaberei mehr sein. Man ist oft auch anderen Rechenschaft schuldig. Da ist alles absolut professionalisiert." (Link)

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 29.04.2019:

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Für 20 Millionen? Becca will Stadion und Gelände

Der 1. FC Kaiserslautern und die Stadt Kaiserslautern führen weiter Gespräche mit Investoren. Morgen wird laut "SWR" mit Flavio Becca erneut über einen Verkauf des Fritz-Walter-Stadions verhandelt.

Demnach sei in Luxemburg ein Treffen zwischen Becca und Vertretern des FCK und der Stadt anberaumt. Becca will nach Informationen des Senders Geld in den Drittligisten investieren, aber auch das Stadion mit dem umliegenden Gelände kaufen. Die Gespräche mit der Stadt sollen weit fortgeschritten sein, im Gespräch ist eine Kaufsumme von 20 Millionen Euro für das WM-Stadion und die umliegenden Bereiche.

Quelle: Der Betze brennt / SWR


Ergänzung, 29.04.2019:

Entscheidung um Beccas Einstieg morgen erwartet

Wirft der potenzielle Investor den Anker? Oder doch das Handtuch? Am Dienstagnachmittag treffen Patrick Banf, der Vorsitzende des Beirats der Kapitalgesellschaft, und die Geschäftsführung des 1. FC Kaiserslautern mit dem Luxemburger Geschäftsmann Flavio Becca zusammen. Das bestätigte Michael Klatt, der kaufmännische Geschäftsführer des FCK, am Montag. Klatt geht davon aus, dass am Dientag auch eine Entscheidung fällt, ob und in welchem Umfang Becca beim FCK einsteigt.

Die Gespräche wurden intensiviert, das Paket ist geschnürt - und auf ein langfristiges Engagement des Luxemburgers ausgelegt. Seine Aktivitäten im Immobiliengeschäft lassen Spekulationen über einen etwaigen Kauf des Fritz-Walter-Stadions und der angrenzenden Flächen zu. Wie der Unternehmer die am Sonntagabend öffentlich gewordenen neuen Querelen einstuft, vermag Klatt nicht zu sagen. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 30.04.2019:

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Banf über Becca: "Heute keine Unterschrift"

Am heutigen Dienstag führt eine Delegation des 1. FC Kaiserslautern die Verhandlungen mit dem luxemburgischen Investor Flavio Becca fort. Mit einer schnellen Einigung ist aber nicht zu rechnen.

Durch Medienberichte in den vergangenen Stunden waren die Hoffnungen bei einigen FCK-Fans schnell wieder gewachsen: Sollten die Roten Teufel doch noch zu einem zeitnahen Abschluss mit Becca über einen Einstieg als Investor kommen? Patrick Banf, Vorsitzender des Beirats, dämpfte am Dienstag die Erwartungen. "Wir werden heute keine Verträge unterschreiben. Aber es wird in eine konkrete Richtung gehen, sodass wir einen Entschluss fassen, den es im Verein dann vorzustellen gilt", wird er von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitiert.

Becca soll Interesse am Anteilskauf beim FCK und am Erwerb des Fritz-Walter-Stadions haben, weshalb auch die Stadt Kaiserslautern als Eigentümerin der Spielstätte an den Gesprächen beteiligt ist. Angeblich soll der Luxemburger für Stadion und Gelände nur 20 Millionen Euro bieten. Welche Summe zusätzlich für den FCK herausspringen könnte, wurde bisher noch nicht bekannt. Ungeachtet der internen Unruhe will Banf die Verhandlungen fortführen - und knüpfte an deren Verlauf auch die Zukunft von Sportchef Martin Bader. Dieser sei wichtiger Bestandteil der Verhandlungen, an welchen von FCK-Seite Banf, Bader und Finanzchef Michael Klatt teilnehmen.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 30.04.2019, 20:03 Uhr:

Gespräche mit Becca: Ergebnis noch geheim

Am Dienstagabend endeten die Gespräche zwischen dem potenziellen Luxemburger Investor Flavio Becca und der dreiköpfigen Delegation des 1. FC Kaiserslautern.

Konkrete Inhalte sind nicht bekannt. Zuerst soll das Resultat des Mitgliedern des Beirats der Kapitalgesellschaft des FCK vorgestellt werden. Es deutet auf eine positive Lösung hin. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 01.05.2019:

Wie viel Einfluss will Flavio Becca? - Zerstrittener Beirat am Zug
FCK: Konkretes Angebot von luxemburgischem Investor


Auf und abseits des Rasen gab der 1. FC Kaiserslautern zuletzt kein gutes Bild ab. Nun gibt es allerdings ein konkretes Angebot des Investors Flavio Becca. Die Kernfragen lauten: Wie viel bietet der Luxemburger und wie viel operativen Einfluss beim Fritz-Walter-Klub fordert er? Der Ball liegt nun beim zerstrittenen Beirat der FCK-Kapitalgesellschaft.

(...)

Vor der Verhandlungsrunde an diesem Dienstag stand nach kicker-Informationen ein Fünf-Jahres-Plan mit einem Gesamtvolumen von rund 25 Millionen Euro im Raum. Gestartet werden soll nach diesem Modell für die kommende Saison in der 3. Liga mit einer Finanzspritze von etwa zwei bis drei Millionen Euro. Das würde zunächst ausreichen, um mit einem leicht erhöhten Lizenzspieleretat im Vergleich zur laufenden Spielzeit (5,5 Millionen Euro) an den Start gehen zu können - im Ligavergleich ein Topwert, der das Ziel Aufstieg untermauern würde. Offen ist Stand jetzt, welche konkreten Zahlen das zu prüfende Angebot Beccas vom Dienstagnachmittag enthält. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 02.05.2019:

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Layenberger appelliert an die FCK-Kontrolleure

Vor dem heutigen Treffen des FCK-Beirats hat sich Hauptsponsor Harald Layenberger geäußert und dazu aufgerufen, den Kontroll-Auftrag der Vereinsmitglieder umzusetzen. Scharf kritisitert wird von ihm die "Bild"-Zeitung für ihre einseitige und diffamierende Berichterstattung.

"Auch ich bin gespannt, was wir am heutigen Tag erfahren und hoffe auf eine tragbare Lösung", schreibt Layenberger in Bezug auf das Angebot und die Forderungen von Investor Flavio Becca. Der Hauptsponsor des 1. FC Kaiserslautern appelliert an eine verantwortungsvolle Arbeit des Aufsichtsrats/Beirats: "Ein Aufsichtsrat hat die verdammte Pflicht und den Auftrag, den Willen und den Auftrag der Mitglieder [nicht den eines BILD-Kolumnisten] umzusetzen und den operativen Bereich zu kontrollieren. Bevor man diesen Willen, mit welchen Argumenten auch immer, mit Füßen tritt und Anderes tut als von den Mitgliedern legitimiert, sollte man die Mitglieder neu befragen und abstimmen lassen. Eine Situation herbeizuführen, die ultimativ einen Beschluss erfordert, der das Gegenteil von dem darstellt, was das höchste Gremium eines Vereins - die Mitgliederversammlung - beschlossen hat, ist in keinem Fall zu tolerieren."

Layenberger: "Halten Sie unsere Mitglieder und Fans nicht für BLÖD"

Deutliche Kritik übt Layenberger an der "Bild"-Zeitung und deren FCK-Reporter Ulli Schauberger: "Halten Sie bitte unsere Mitglieder und Fans des 1. FC Kaiserslautern nicht für so BLÖD, dass man Sie in der Art und Weise instrumentalisieren kann." Die Boulevardzeitung hatte unter anderem die beiden FCK-Aufsichtsratsmitglieder Michael Littig und Jürgen Kind als "Intriganten" diffamiert und zum "Fan-Sturmlauf auf den Betzenberg" aufgerufen, wenn der Einstieg von Flavio Becca in Frage gestellt werden sollte. Layenberger schreibt dazu: "Herr Schauberger [Bild Redakteur], ich habe es Ihnen bereits persönlich in einem Telefonat mitgeteilt, ich bin entsetzt wie Sie hier die schreibende Zunft in Misskredit bringen. Sie haben mich für mein Statement und der Aussage mit den eitrigen Pickeln an den Pranger gestellt und wollten mich, ähnlich wie Sie es jetzt mit den Aufsichtsräten Kind und Littig tun, wie die Sau durchs Dorf treiben. (…) Ich habe mich für die Tonalität der eitrigen Pickel offiziell und öffentlich entschuldigt, tun Sie bitte das Gleiche und bitte an gleicher Stelle, an der Sie Ihre Diffamierung platziert haben."

Beccas Angebot und Forderungen: Beirat trifft sich seit 9:30 Uhr

Seit 9:30 Uhr tagt der Beirat der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH, um über das finanzielle Angebot und die Forderungen des Investors Flavio Becca zu beraten: Wie sieht der Deal inhaltlich genau aus? Und soll er angenommen, abgelehnt oder modifiziert werden? Eine endgültig bindende Entscheidung kann heute allerdings noch nicht fallen, da es sich nur um ein Treffen handelt - die nächste reguläre Sitzung des Beirats findet bekanntlich erst am 16. Mai statt. Vermutlich ist das Vertragswerk auch zu umfangreich, um dazu sofort bis ins letzte Detail "Ja" oder "Nein" zu sagen. Und Fehler in Detailfragen möchte man beim FCK nach den bisher gemachten Erfahrungen mit der Ausgliederung weitmöglichst vermeiden.

» Zum kompletten Facebook-Kommentar von Harald Layenberger

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 02.05.2019:

Beirat begrüßt möglichen Einstieg von Flavio Becca

Die Geschäftsführung des 1. FC Kaiserslautern hat in einer Sitzung am Donnerstag, 2. Mai 2019, den Beirat der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH sowie den Vorstand des 1. FC Kaiserslautern e.V. über den aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich eines möglichen Einstiegs von Flavio Becca als strategischem Partner vorgestellt.

Der Beirat und der Vorstand begrüßen diese Pläne über eine langfristig und nachhaltig angelegte Kooperation und sehen in der Zusammenarbeit mit Flavio Becca eine große Chance für den 1. FC Kaiserslautern, sowohl was die kurzfristige Absicherung der Lizenz, als auch was die zukünftige Entwicklung des FCK betrifft. Gemeinsam mit Flavio Becca als langfristigem strategischem Partner wollen die Verantwortlichen an einer erfolgreichen Zukunft der Roten Teufel arbeiten.

Der Beirat beauftragt daher die Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader damit, die Verhandlungen weiter zu führen und zeitnah Details einer langfristig angelegten Partnerschaft zu erarbeiten. Darüber hinaus genießt die Geschäftsführung das Vertrauen des Beirates und wird von diesem beauftragt, die Themen Lizenzierung sowie Planung und Umsetzung der kommenden Spielzeit zu bearbeiten.

Zuletzt möchten die Verantwortlichen des FCK alle, auch die Medien, nochmals zu einer Versachlichung der Diskussionen aufrufen und bitten darum, Themen künftig wieder inhaltlich und nicht auf persönlicher Ebene zu diskutieren.

Quelle: Pressemeldung FCK


Ergänzung, 02.05.2019:

2,6 Millionen Kredit: Becca stellt Forderungen

Der finanziell angeschlagene Drittligist 1. FC Kaiserslautern steht vor einer Einigung mit dem luxemburgischen Investor Flavio Becca. Becca ist offenbar bereit, kurzfristig fehlendes Geld zur Verfügung zu stellen, koppelt den Kredit nach Informationen des SWR und dem Kicker Sportmagazin aber an personelle Entscheidungen. SWR-Sportreporter Bernd Schmitt über die jüngsten Entwicklungen.

SWR: Die Geschäftsführung des 1. FC Kaiserslautern hat am Donnerstagvormittag den Beirat der 1. FC Kaiserslautern GmbH sowie den Vorstand des 1. FC Kaiserslautern e.V. über den aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich eines möglichen Einstiegs von Flavio Becca informiert. Mit welchem Ergebnis?

Bernd Schmitt: Im Prinzip mit keinem. In einer Pressemitteilung des FCK heißt es lediglich, dass die beiden Geschäftsführer Klatt und Bader beauftragt werden, weiter mit Flavio Becca eine längerfristige Zusammenarbeit zu verhandeln, das ist alles. Aber wir wissen inzwischen, dass die aktuell vorgesehene Finanzspritze zum Erhalt der Lizenz von Becca in Höhe von 2,6 Millionen Euro nur ein Kredit, aber kein Erwerb von Anteilen der FCK AG ist, also: sollte irgendjemand meinen, dass jetzt die Millionen nur so den Betzenberg hinaufrollen, und alles langfristig gerettet ist, dann ist das Stand heute eine Fehler. (…)

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 02.05.2019:

Becca verlangt Bader-Verbleib und Littig-Rücktritt

Am Donnerstag fand die mit Spannung erwartete Beiratssitzung des 1. FC Kaiserslautern statt, wo sich der mit allen Mitteln geführte Machtkampf in der Führungsebene des Klubs fortsetzte. Das vorgelegte Angebot des potenziellen Investors Flavio Becca birgt nach Recherchen von SWR und kicker enorme Brisanz - anders als es die offizielle Mitteilung des FCK suggeriert.

(...)

Zuletzt gab es beim FCK im fünfköpfigen Beirat eine 3:2-Mehrheit gegen dessen Vorsitzenden Patrick Banf und auch gegen Sport-Geschäftsführer Martin Bader, dessen Vertrag nicht verlängert werden soll. Becca macht es allerdings zur Bedingung für seinen Einstieg, dass Baders Vertrag verlängert wird. Zudem fordert der Luxemburger, dass das Beiratsmitglied Michael Littig bis kommenden Montag zurücktritt. Sonst verfällt das Angebot. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 03.05.2019:

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Kummt Senf druff
Gegen alle Grundsätze


Jetzt liegen die Karten auf dem Tisch: Flavio Becca bietet dem 1. FC Kaiserslautern einen 2,6-Millionen-Euro-Kredit an und fordert dafür zwei brisante Personalentscheidungen. Ein Kommentar.

Knapp zwei Stunden nach der Mitteilung des Vereins, wonach die Verhandlungen mit dem möglichen "strategischen Partner" Flavio Becca fortgesetzt werden sollen, haben "SWR" und "Kicker" am Donnerstagabend genauere Details des schriftlich angebotenen Deals enthüllt: Demzufolge bietet Becca dem FCK zunächst nur ein Darlehen in Höhe von 2,6 Millionen Euro an. Im Gegenzug fordert er die Vertragsverlängerung mit Sport-Geschäftsführer Martin Bader über den 31. Dezember 2019 hinaus und den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden und Beiratsmitglieds Michael Littig. Das sind die Detailpunkte, über die die FCK-Verantwortlichen mit Frist bis Montag eine Entscheidung treffen sollen.

Um es klipp und klar zu sagen: Derartige Forderungen sind vollkommen inakzeptabel! Sie widersprechen jeglichen Zusicherungen und Grundsätzen, auf deren Basis 92% der anwesenden FCK-Mitglieder vor einem Jahr ihr "Ja" zur Ausgliederung gegeben haben. Damals wurde das Lautrer Vier-Säulen-Modell gepredigt, eine ausgewogene Machtverteilung und der Ausschluss genau solcher Einflussnahme eines externen Geldgebers. Die ersten Reaktionen der Fangemeinde auf das vorliegende Becca-Angebot sind entsprechend negativ.

Kein Kreditgeber darf die Personalauswahl beim FCK bestimmen

Bei der Bewertung spielt es auch keine Rolle, ob es um Michael Littig oder Patrick Banf oder einen anderen geht: Alle Aufsichtsräte wurden vom höchsten Vereinsorgan - der Mitgliederversammlung - gewählt, stehen damit in einer Verpflichtung den Mitgliedern gegenüber und sind nur diesen eine Rechenschaft schuldig. Zerstreitet sich das Gremium, wie aktuell der Fall, sollen ein oder mehrere Aufsichtsräte abgewählt werden, dann muss hierfür eben eine Außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. Und die Mitglieder sollen aufgrund handfester Informationen selbst entscheiden. Wäre das nach den unerträglichen Querelen der letzten Monate vielleicht ein sinnvoller Schritt?

Auch die Vertragsgestaltung mit der Geschäftsführung obliegt einzig dem FCK-Beirat und keinem Investor - und schon gar nicht einem externen Kreditgeber. Wenn Martin Bader gute Arbeit leistet, dann sollte sein Vertrag auf dieser Basis verlängert werden. Am 16. Mai ist laut Patrick Banf ein internes Resümee der abgelaufenen Saison geplant, danach stehen sportlich noch das wichtige Verbandspokalfinale und natürlich die Planung der kommenden Spielzeit an. Auf dieser Basis muss die Arbeit von Sportchef Bader bewertet werden.

Wenn Aufsichtsräte gehen sollen, muss eine Außerordentliche Mitgliederversammlung her

Zurück zu Flavio Becca: Ein mögliches längerfristiges Engagement mit fünf Millionen Euro pro Jahr ist bislang nicht mehr als ein Luftschloss, in Luxemburg mal mündlich besprochen, aber nirgendwo schriftlich bindend festgehalten. Hierfür soll die Geschäftsführung weitere Gespräche folgen lassen, das ist gut und sinnvoll, wenn auch nach den gestrigen Ereignissen vorbelastet.

Relevant werden könnte auch noch, wie der DFB mitten im Lizenzverfahren diese Lautrer Provinzposse bewertet: Es wäre nicht das erste Mal, dass der Verband über derartige Einmischungen von Geldgebern die Nase rümpft. Schließlich gilt in Deutschland weiterhin die 50+1-Regel, die Investoren genau eine derartige Einflussnahme auf direkte Personalentscheidungen der Klubs untersagt. Beim FCK wurde diese Regel sogar in verschärfter Form zusätzlich in die Vereinssatzung übernommen.

Ebenfalls lesenswert: Eric Scherer von "Block 4.2" kommentiert: "Die Lizenz retten, ist eine Sache - Sich zu verkaufen, eine andere"

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 03.05.2019:

Becca und Bader: FCK korrigiert Medienberichte

Im Rahmen der aktuellen medialen Berichterstattung möchte der 1. FC Kaiserslautern folgende, derzeit in einzelnen Medien falsch dargestellte Sachverhalte, klarstellen:

In der Sitzung vom 2. Mai 2019 mit Vertretern des Beirats der Management GmbH, des Vereinsvorstands und der Geschäftsführung wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die drei anwesenden Beiratsmitglieder beauftragten in dieser Sitzung die Geschäftsführung des FCK, die weiteren Details einer Partnerschaft mit Flavio Becca zu besprechen.

Auch wurde in dieser Sitzung zu keinem Zeitpunkt über eine Verlängerung des Arbeitsvertrages von Sport-Geschäftsführer Martin Bader gesprochen. Vielmehr sprachen sich die anwesenden Beiratsmitglieder dagegen aus, die Option einer Vertragsauflösung zum 30. Juni 2019 zu ziehen. Eine Verlängerung des Vertrages von Martin Bader war zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Besprechung.

Quelle: Pressemeldung FCK


Ergänzung, 03.05.2019:

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Littig spricht über Beccas Rücktrittsforderung

Michael Littig hat sich in der "Rheinpfalz" zur aktuellen Situation beim 1. FC Kaiserslautern geäußert und dabei indirekt auch die Rücktrittsforderung von Flavio Becca bestätigt.

Er prüfe seine Entscheidung unter rechtlichen, lizenztechnischen und persönlichen Aspekten, sagte der FCK-Aufsichtsratsvorsitzende am Freitagabend auf Nachfrage der "Rheinpfalz". Kreditgeber Flavio Becca verlangt der Tageszeitung zufolge einen Rücktritt Littigs von allen Ämtern bis Montag, den 06. Mai. Über diese Forderung gegen den von den Vereinsmitgliedern demokratisch gewählten Littig ist im FCK-Umfeld eine überaus kontroverse Diskussion entstanden.

"Ich nehme wahr, dass extrem viele Menschen mich stärken und mich motivieren, im Amt zu bleiben", berichtet Littig, der aber auch angibt: "Wenn das Ergebnis der Prüfung ist, dass mein Rücktritt für den FCK existenziell ist und er die Ziele des Vereins unterstützt, dann werde ich den Rücktritt in Erwägung ziehen."

Auch die "Rheinpfalz" bestätigt: 2,6 Millionen als Darlehen oder Bürgschaft

Darüber hinaus hat nach "SWR" und "Kicker" nun auch die "Rheinpfalz" die bereits bekannten Details aus der schriftlichen Absichtserklärung von Flavio Becca bestätigt: Demnach steht zunächst eine Zahlung von 2,6 Millionen Euro an den FCK im Raum - und zwar als Darlehen oder Bankbürgschaft. In weiteren Verhandlungen soll zu einem späteren Zeitpunkt besprochen werden, ob Becca in den nächsten fünf Jahren 20 bis 25 Millionen Euro in den Klub einbringen werde. Auch hier sei noch offen, ob dies als Eigenkapital, Fremdkapital oder Sponsoring geschehen soll.

Der komplette Artikel "Littig spürt Rückhalt und prüft seine Optionen" ist in der Online-Ausgabe der "Rheinpfalz" (kostenpflichtig oder mit Abonnenten-Login) verfügbar.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK und Stadt verhandeln mit Investor Flavio Becca


Ergänzung, 04.05.2019:

Weitere Hintergründe rund um das Becca-Angebot

Die Turbulenzen beim 1. FC Kaiserslautern halten an. Thema Nummer eins derzeit: Das Angebot des luxemburgischen Geschäftsmanns Flavio Becca. Einen Tag, nachdem SWR und kicker dazu brisante Details veröffentlicht hatten, sah sich der Klub zu einer Erklärung gezwungen - lieferte jedoch keinerlei Aufklärung. Dabei gibt es weitere spannende Hintergründe rund um die Becca-Offerte. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 04.05.2019:

FCK: Neue Hintergründe zum Becca-Angebot

Die beiden FCK-Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader, sowie der Beiratsvorsitzende Patrick Banf wollen bei dem Versuch, den Pfälzer Traditionsverein zu retten, offenbar den ganz großen Coup landen. Doch der könnte jetzt platzen. Es wäre ein Desaster: für den FCK und die Stadt Kaiserslautern.

Vergangenen Sonntag, 28.4.2019, werden binnen einer halben Stunde einige Journalisten, die regelmäßig über den 1. FC Kaiserslautern berichten, über verschiedene Quellen informiert, dass der Geschäftsführer Sport, Martin Bader, entlassen werden soll. Nachfragen bei anderen Quellen ergeben: die Information stimmt. Tatsächlich hatte es im Beirat der FCK GmbH und Co KG eine 3:2 Mehrheit gegen eine Vertragsverlängerung von Martin Bader gegeben. Mittlerweile sprechen nach Recherchen von Kicker und SWR Indizien dafür, dass Bader selbst diese Meldung lanciert haben könnte. Bader wollte dazu gegenüber dem SWR keine Aussage machen. (…)

» Zum Video: Michael Klatt im "SWR"-Interview

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 04.05.2019:

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Bader äußert sich zu Verhandlungen mit Becca

Vor dem Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen die SpVgg Unterhaching hat sich Sport-Geschäftsführer Martin Bader bei "Magenta Sport" zu den Gesprächen mit Flavio Becca geäußert: "Er hat sehr erfolgreich im Sport investiert", sagte Martin Bader über den luxemburgischen Investor.

» Zum Interview auf Facebook: Martin Bader bei "Magenta Sport"

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 04.05.2019:

Blick in die Kurve
Fans weisen Flavio Becca auf die FCK-Satzung hin


Die Turbulenzen in der Vereinsführung waren auch beim Spiel des FCK gegen Unterhaching (4:0) ein Thema. Die Fans erinnerten die Protagonisten an die Inhalte der Vereinssatzung und riefen zum Ende der persönlichen Eitelkeiten auf.

Beim Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen die SpVgg Unterhaching richteten sich viele Blicke auch in die Westkurve: Wie würden die FCK-Fans auf die Querelen der letzten Tage und die Kopf-Forderungen von Kreditgeber Flavio Becca reagieren? Zu diesem Thema folgte dann auch sogleich zu Spielbeginn ein Spruchband der Ultragruppen mit der Aufschrift: "FCK-Satzung, Artikel 9 (2): Der Mitgliederversammlung obliegt (…) insbesondere die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrates."

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Hintergrund dieser Erinnerung an die Vereinssatzung ist die Forderung Beccas nach dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Littig.

In der zweiten Spielhälfte folgte ein weiteres Spruchband seitens der Ultras, die - wie wohl alle FCK-Fans - die Streitigkeiten innerhalb der Führungsetage satt haben: "Mediale Schlammschlacht beenden! Persönliche Eitelkeiten zurückstellen! Endlich gemeinsam für den FCK!"

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Offiziell nur 16.428 Zuschauer sorgten derweil für den zweitschlechtesten Heimspiel-Besuch in dieser Saison. Auch viele Dauerkarteninhaber waren offensichtlich gar nicht erst auf den Betzenberg gekommen und sorgten so für noch größere Lücken. Bei der Schluss-Laola nach dem Spiel war die Westkurve bereits halb leer. Viele Zuschauer waren trotz des Sieges aus Frust über die Gesamtsituation schon vorher gegangen.

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Auf der Gegenseite wurden die Gäste von rund 100 Fans aus Unterhaching begleitet. "Ich muss unseren Fans ein Riesenkompliment machen. Heute war eine zwei-, vielleicht sogar fast dreistellige Zahl mit uns gereist", sagte Hachings Trainer Claus Schromm.

Zu den kompletten Fotogalerien vom Heimspiel gegen Unterhaching:

- Fotogalerie | Fanfotos: 1. FC Kaiserslautern - SpVgg Unterhaching
- Fotogalerie | Spielfotos: 1. FC Kaiserslautern - SpVgg Unterhaching

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 05.05.2019:

Causa Becca/Littig: Gremien beraten am Montag

Ehrenrat, Vereinsrat, Vorstand und Rechnungsprüfer kommen am Montag zusammen

Die Diskussion über den Einstieg des Luxemburger Bauunternehmers Flavio Becca beim 1. FC Kaiserslautern konzentriert sich immer mehr auf die Frage, ob sich ein Verein von einem möglichen Investor so unter Druck setzen lassen kann, dass dieser sogar personelle Forderungen gegenüber dem Klub diktieren kann.

Im Raum steht die Bedingung des Sportmäzens, sich beim wirtschaftlich kriselnden Fußball-Drittligisten nur dann finanziell zu engagieren, sollte bis Montag, 6. Mai, der Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FCK e.V. und Beiratsmitglied in der für den Profifußball zuständigen Kapitalgesellschaft, Michael Littig, von sämtlichen Ämtern im Verein zurückgetreten sein.

Am Montagnachmittag kommen der Ehrenrat, der Vereinsrat, der Vorstand und die Rechnungsprüfer des Vereins zusammen, um die Situation zu erörtern und zu der Forderung des potenziellen Investors einen Standpunkt zu finden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind dazu nicht eingeladen.

Der Ehrenratsvorsitzende Michael Koll kündigte diese Sitzung am Sonntag gegenüber der RHEINPFALZ an. "Wir wollen die Situation besprechen und eine Stellungnahme dazu am Abend abgeben", sagte Koll. Persönlich wollte er sich noch nicht zu dem Fall äußern. Er wolle die Gremien damit nicht im Vorhinein beeinflussen. Er habe aber eine Meinung, rechtlich und moralisch, erklärte er. Intern hat der Jurist dem Vernehmen nach kein Blatt vor den Mund genommen, was er von der Bedingung des möglichen Investors hält. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 05.05.2019:

Wirft Becca den Anker oder das Handtuch?

Von einem Wirtschaftskrimi rund um den FCK mochte Michael Klatt, der kaufmännische Geschäftsführer, vor zehn Tagen nicht sprechen. Und wenn, dann von einem "soften" im Vorabendprogramm. Jetzt sieht es nach einem Thriller aus. Der FCK steht an der Klippe: Rettung oder eine Lizenz mit Hängen und Würgen. Springt Flavio Becca ab, droht ein Aus auf Raten.

Der 1. FC Kaiserslautern gewinnt – endlich – mal wieder. Aber die vier schönen Tore beim 4:0 (0:0) gegen die SpVgg Unterhaching sind kaum Thema. Es geht weiter um andere Inhalt: Es geht um Flavio Becca, der dem FCK die Lizenz retten kann, soll und will. Aber der Anker-Investor will den Anker nur werfen, wenn der als Widersacher ausgemachte Michael Littig seine Ämter im Verein und der Kapitalgesellschaft räumt. Bleibt Littig, will Becca das Handtuch werfen. Die Frist endet am Montag. "Flavio sagt - es muss so sein oder ihr lasst es einfach sein", erklärte Patrick Banf, der Vorsitzende des Beirats der FCK-Kapitalgesellschaft.

Er schilderte gestern nochmals die Abläufe. Er sei erst am Samstag vor einer Woche von Wilfried de Buhr, dem Vorstandsvorsitzenden des e. V., von Plänen informiert worden, dass Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, zum 30. Juni gekündigt und sofort durch Andreas Buck und Hans-Peter Briegel ersetzt werden sollte. Das habe ihm sein Stellvertreter Paul Wüst bestätigt. Drei der fünf Beiräte votierten dafür, Rechtskraft hatte das Votum nicht. Diese Entwicklung brachte Becca offenbar auf den Plan. Der mögliche Investor hatte alle vorentscheidenden Verhandlungen mit Banf und den Geschäftsführern Michael Klatt und Martin Bader geführt.

Am Donnerstag dann entschied der Beirat mehrheitlich, auf eine Kündigung Baders zum 30. Juni zu verzichten. Baders Vertrag endet am 31. Dezember 2019.

Vorwürfe, er habe die Meldung seiner bevorstehenden Entlassung letzten Sonntag selbst lanciert, lösen bei Bader ein ungläubiges Staunen aus. "Was hätte ich davon gehabt? Ich bin komplett perplex", sagte er gestern. "Es deutete sich nichts an", sah sich Bader letzten Sonntag "total überrascht", als er von Banf über den von der Beiratsmehrheit geplante Entlassung informiert wurde. "Wir sind grade erst von Ludwigshafen nach Kaiserslautern umgezogen, meine Frau hat grade erst die letzten Kisten ausgepackt …" Er habe natürlich Vertraute in seinem Umfeld, auch Flavio Becca, Sportdirektor Boris Notzon und Trainer Sascha Hildmann, informiert: "Ich war ja praktisch weg." (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 05.05.2019:

Showdown am Betze: Rücktritte oder Alternative?

An diesem Montag läuft das Ultimatum des potenziellen FCK-Investors Flavio Becca ab. Erfüllt Ratsmitglied Michael Littig mit seinem Rücktritt die brisante Forderung des Luxemburgers, hätte das weitreichende Konsequenzen. Oder wendet sich das Blatt durch eine Alternative zum Becca-Angebot? Eine Analyse der (Finanz-)Lage vor dem richtungsweisenden Showdown beim viermaligen Deutschen Meister.

Alles fokussiert sich derzeit auf eine Person: Littig. Der Unternehmer ist ein von den Vereinsmitgliedern gewähltes Mitglied des e.V.-Aufsichtsrates, aktuell auch gleichzeitig Teil des Beirats der ausgegliederten FCK-Kapitalgesellschaft. Vom Handeln eines einzigen Ehrenamtlers scheint das Wohl und Wehe des Fritz-Walter-Klubs derzeit abhängig zu sein. Das zeigt die ganze Absurdität des schon lange schwelenden Machtkampfes auf dem Betzenberg, den ein luxemburgischer Geschäftsmann nun extrem zugespitzt hat auf ein Duell Mann gegen Mann: Littig oder Becca.

Becca, der im ersten Schritt jedoch nur ein Darlehen über 2,6 Millionen Euro anbietet, fordert für seinen Einstieg Littigs Rücktritt. Eine aus vielerlei Hinsicht äußerst fragwürdige Bedingung eines externen Geldgebers. Sie widerspricht der Lauterer Satzung, dem Gesellschaftervertrag und missachtet das demokratische Votum der FCK-Mitglieder. Auch den DFB dürfte dieses Gebaren, das dem Geiste der nach wie vor geltenden 50+1-Regelung entgegensteht, auf den Plan rufen. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 06.05.2019:

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Kummt Senf druff
Kompromisse statt Schlammschlachten


Mal wieder warten an diesem Montag alle FCK-Freunde auf weißen Rauch vom Betzenberg. Wie werden sich die zerstrittenen Klub-Bosse beraten und welche Entscheidung(en) werden sie treffen? Ein Kommentar.

Der mit vier simplen Worten formulierte Wunsch war fromm, wohl leider auch naiv, aber nichtsdestotrotz voll ins Schwarze treffend: "Endlich Gemeinsam für den FCK", forderten beim letzten Heimspiel die Ultras in der Westkurve und sprachen damit vermutlich allen Fans des 1. FC Kaiserslautern aus tiefstem Herzen. "Gemeinsam für den FCK" ist einer dieser schon lange nicht mehr gelebten Slogans, den der Verein vor einigen Jahren selbst ausgegeben hatte.

Wieder einmal beschäftigen sich die Protagonisten des Fritz-Walter-Klubs mehr mit sich selbst und kämpfen gegeneinander, anstatt an einem Strang für die sportliche und finanzielle Zukunft des Fritz-Walter-Klubs zu ziehen. Am heutigen Montag kommt es nun zum vorläufigen Showdown. Seit 16:00 Uhr tagen zunächst die Vereinsgremien (Ehrenrat, Vereinsrat, Rechnungsprüfer und Vorstand), um 19:00 Uhr folgt eine Sitzung der Kapitalgesellschaft mit Beirat und Geschäftsführung. Vielen Fans fehlt - und das soll bitte nicht als Vorwurf missverstanden werden - schon hier der Durchblick, welche Personen eigentlich in all diesen Gremien sitzen und heute über den Zukunftsweg des FCK entscheiden. Bis 23:59 Uhr läuft anschließend die Frist von Kreditgeber Flavio Becca, der als Gegenleistung für sein Darlehen von 2,6 Millionen Euro bekanntermaßen moralisch unannehmbare Forderungen stellt.

Wieviel Geld fehlt denn nun wirklich noch für die Lizenz?

Wochenlang wurde mit den Gefühlen der FCK-Fans ein mieses Spiel getrieben, wieviel Geld denn nun eigentlich noch für den Erhalt der Lizenz benötigt wird. Die Verantwortlichen zeigten sich mal optimistisch, dann wieder pessimistisch, ganz konkret auf den Punkt gebrachte Zahlen vermissten die besorgten Fans allerdings. In den neuesten Medienberichten von Sonntag und Montag gab Finanzboss Michael Klatt nun halbwegs Entwarnung: Die selbst schon mit vielen Millionen drin steckenden Geldgeber Quattrex und Lagardere Sports konnten beruhigt werden und für das geplante Budget fehlen demnach "nur" noch 1 bis 1,5 Millionen Euro. Dafür hätte der FCK bis zum Stichtag am 28. Mai noch genügend Zeit, wenn die Verantwortlichen denn nun endgültig Klartext reden würden.

Aber zurück zum Jetzt und Hier: Sollte sich heute eine der beiden FCK-Fronten voll durchsetzen, ist weiterhin keine Ruhe zu erwarten. Es geht auch längst nicht mehr nur um die Personalien Michael Littig oder Flavio Becca, auch nicht um den ursprünglichen Auslöser Martin Bader, sondern auf allen Seiten hängt noch ein langer Schwanz hintendran: Sollte Littig zurücktreten oder Becca zurückziehen, werden auf beiden Seiten weitere Rücktritte angedroht und vielleicht auch durchgezogen. Damit hätte sich zwar eine Seite dann durchgesetzt, aber wirklicher Friede wäre nicht zu erwarten, denn die jeweils andere Seite würde früher oder später zurückschlagen. Traurig, aber wahr!

Sind die Streitführer überhaupt noch zu Kompromissen fähig?

Wirklicher Friede oder wenigstens ein Burgfrieden zum Wohle des FCK kann schätzungsweise nur mit einer Kompromisslösung einkehren. Ein theoretisches Beispiel: Der noch regulär bis Herbst 2020 gewählte Michael Littig wird nicht zum Rücktritt genötigt. Martin Bader darf seinen gültigen Vertrag bis zum 31. Dezember 2019 erfüllen. Flavio Becca gibt dem FCK den Kredit und verhandelt weiter über langfristigere Konzepte und Investitionen. Alle Beteiligten verpflichten sich selbst zu einer konstruktiven statt destruktiven Zusammenarbeit. Und wenn dann immer noch irgendeine Entscheidung hart offen sein sollte, müssen gegebenenfalls die FCK-Mitglieder auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber entscheiden - auch dieser Schritt bietet zwar beileibe keine Garantie auf Besserung, wäre aber zumindest basisdemokratisch.

Ob die FCK-Verantwortlichen zu einem derartigen (oder auch anderslautenden) Kompromiss, bei dem jeder Beteiligte ein Stück weit nachgeben müsste, heute fähig sein werden? Es fällt ziemlich schwer, nach den Querelen der letzten Monaten noch an eine solche Vernunft im Sinne des FCK zu glauben. Aber hoffen darf man ja.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 06.05.2019:

SWR: Noch keine Entscheidung der FCK-Gremien

Zur Stunde tagen die FCK-Vereinsgremien, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen und es wurde noch keine Stellungnahme veröffentlicht. Im "SWR" hat FCK-Experte Bernd Schmitt den aktuellen Wasserstand - Stand 18:00 Uhr - zusammengefasst und eine persönliche Prognose abgegeben: "Ich bin mir sicher, dass die Führungsstruktur des 1. FC Kaiserslautern morgen anders aussehen wird." Um 19:00 Uhr treffen die Vertreter der FCK-Kapitalgesellschaft sich zur weiteren Beratung.

» Zum kompletten Beitrag von "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" (ab Minute 0:54)

Quelle: Der Betze brennt / SWR


Ergänzung, 06.05.2019:

Sitzung, Stand 22:35 Uhr: "Kein Ende abzusehen"

Pfalz-Theater Kaiserslautern, Außenstelle Betzenberg: Moderne Tragödie nach Abstiegsdrama. Eine Hauptrolle spielt Michael Littig. Opfer? Märtyrer? Held ? Retter?

Der Sitzungsreigen beginnt im Hotel Alcatraz. Hausherr im Vier-Sterne-Hotel, früher der Knast, ist Michael Koll. Der Jurist führt den Ehrenrat des 1. FC Kaiserslautern. Der tagt mit Vereinsrat und Vorstand des Vereins in der Causa Michael Littig. Koll und Wilfried de Buhr, als Nachfolger des im Dezember geschassten Rainer Keßler an der Spitze des eingetragenen Vereins, wollen zu ihrer Entscheidung im Fall Michael Littig keine Erklärung abgeben. Es gilt als sicher: Sie stehen hinter Littig. Sie machen sich auf zum Betzenberg. Dort tagt der Beirat der Kapitalgesellschaft. Die Geschäftsführer Martin Bader und Michael Klatt sind zugegen. Sie waren mit Patrick Banf, dem Vorsitzenden des Beirats der Kapitalgesellschaft federführend bei den Gesprächen mit dem Luxemburger Investor Flavio Becca. Er soll seinen Einstieg vom Rücktritt Littigs von seinen Ämtern im Verein und im Beirat abhängig machen, nachdem Littig versucht hatte, Bader vor Wochenfrist schachmatt zu setzen. Um 22.35 Uhr dauerte die Sitzung noch an. "Kein Ende abzusehen", heißt es. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 07.05.2019:

Bild

Entscheidung! Pfälzer Investoren retten den FCK

Weißer Rauch über dem Betzenberg! Nach Informationen von Der Betze brennt ist die Entscheidung beim 1. FC Kaiserslautern gefallen: Eine Gruppe pfälzischer Unternehmer unterstützt den Klub sofort mit 3 Millionen Euro Eigenkapital und will in den kommenden Jahren weitere, zweistellige Millionenbeträge nachschießen.

Die regionale Investorengruppe sichert mit den 3 Millionen Euro zunächst die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison und könnte notfalls auch kurzfristig weitere Gelder bereitstellen, falls sich andere Geldgeber zurückziehen sollten. In der Gesamtsumme sollen die pfälzischen Unternehmer in der Lage und willens sein, über mehrere Jahre verteilt eine Gesamtsumme in der Höhe des kolportierten Angebots von Flavio Becca (fünf Jahre á 5 Millionen Euro p.a.; Anm. d. Red.) auf den Tisch zu legen.

Das Angebot des Luxemburgers Becca, über das in den letzten Tagen viel und hitzig diskutiert wurde, ist damit voraussichtlich hinfällig. Über Rücktritte oder andere negative Reaktionen in den FCK-Führungsgremien wurde bisher nichts bekannt.

Update, 23:45 Uhr: Offizielle Bestätigung des Vereins

Zwischenzeitlich hat auch der 1. FC Kaiserslautern die Entscheidung offiziell bestätigt. Demnach hat die regionale Investorengruppe für die zunächst 3 Millionen Euro Eigenkapital einen hohen Aktienanteil erhalten, nämlich zehn Prozent, und einen Sitz im GmbH-Beirat. Die angekündigten weiteren Investitionen sollen aufgrund eines Bewertungsverfahrens berechnet werden, das laut FCK-Angaben einen Vereinswert von bis zu 250 Millionen Euro in der Bundesliga erreichen könnte.

» Die offizielle Pressemitteilung des 1. FC Kaiserslautern im Wortlaut:

"Der 1. FC Kaiserslautern hat auf seiner Sitzung am 6. Mai 2019 über die Situation im Verein tiefgehend diskutiert.

Im Ergebnis hat Michael Littig seine Ämter nicht zur Verfügung gestellt.

Die Entscheidung basierte u.a. auf dem positiven Votum der heutigen Sitzung der Vereinsgremien Vereinsrat, Ehrenrat, Rechnungsprüfer und Vorstand.

Von der Mehrheit positiv begrüßt wurde das Angebot einer regionalen Investorengruppe, Eigenkapital in Höhe von Euro 3.000.000 einzubringen, auf der Basis eines zehnprozentigen Aktienanteils und einem Sitz im Beirat. Weitere Investitionen werden in Abhängigkeit eines Bewertungsverfahrens in Aussicht gestellt, das laut Angebot in der zweiten Liga von 130 Millionen bis 190 Millionen und in der ersten Liga bis 250 Millionen reichen kann.

Weitere Vertragsdetails werden in den nächsten Tagen geklärt. Damit ist das Angebot von Herrn Flavio Becca nicht mehr existent."


Quelle: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon FCK58 » 26.04.2019, 12:30


Klatt über Becca: "So schnell wird das nicht gehen"


Da frage ich mich doch (K)latt: "wird es überhaupt gehen"?
Was hindert diesen Herrn denn daran, einen Betrag X zur Sicherung der Lizenz als Darlehen zur Verfügung zu stellen und dann später mit seinem Engagement zu verrechnen?
Ich bleibe dabei: Da wird gezockt, dass sich die Balken biegen. Becca hat nämlich ganz andere Gedanken im Hinterkopf. Den interessiert der FCK einen Scheiß.
Zuletzt geändert von FCK58 am 26.04.2019, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon MainzDuDepp » 26.04.2019, 12:37


Thomas hat geschrieben: Bei der Betze-Anleihe II und dem Crowdlending sind dem Vernehmen nach bislang rund 1,3 bis 1,5 Millionen Euro zusammen gekommen, hier kann jeweils noch bis zum 30. April investiert werden.


Wenn die Zahlen stimmen haben wir hier doch jetzt die vielseits geforderte Transparenz zur Ist-Situation. Angenommen 1,3 Millionen kamen bisher zusammen dann fehlen noch 700.000€. Aktuell gut 800.000€ auf Kapilendo, um sicher zu gehen, wenn dort die Zahl 1,5 Millionen steht sollte es ja auf jeden Fall reichen - also reinhauen Leute! :daumen:



Beitragvon LM2608 » 26.04.2019, 12:48


@FCK58
Genau das frage ich mich auch.

Entweder es wird Becca verhandelt in etwa deinen vorgerechneten Plan umzusetzen ( Sprich Becca bekommt von der Stadt Stadion und das Baugelände, Unterhält das Stadion und bebaut die Grundstücke und der FCK spielt für eine Miete im Stadion) oder aber Becca plant ohne den FCK und hofft auf die Insolvenz. Die Aussage Becca ist FCK Fan aber er gibt nichts für die Sicherung für die Lizenz macht nämlich gar keinen Sinn. Wäre Becca interessiert in den FCK zu investieren würden beide Parteien im Anbetracht dass es 5 vor zwölf ist auf eine Lösung kommen im Rahmen der Lizenzfrist.



Beitragvon Südpälzer » 26.04.2019, 12:51


MainzDuDepp hat geschrieben:Wenn die Zahlen stimmen haben wir hier doch jetzt die vielseits geforderte Transparenz zur Ist-Situation. Angenommen 1,3 Millionen kamen bisher zusammen dann fehlen noch 700.000€. Aktuell gut 800.000€ auf Kapilendo, um sicher zu gehen, wenn dort die Zahl 1,5 Millionen steht sollte es ja auf jeden Fall reichen - also reinhauen Leute! :daumen:

In fünf Tagen soll zusätzlich noch zusammenkommen, was vorher in 30 Tagen zusammenkam? Klar! :lol:



Beitragvon MainzDuDepp » 26.04.2019, 12:54


Südpälzer hat geschrieben:
MainzDuDepp hat geschrieben:Wenn die Zahlen stimmen haben wir hier doch jetzt die vielseits geforderte Transparenz zur Ist-Situation. Angenommen 1,3 Millionen kamen bisher zusammen dann fehlen noch 700.000€. Aktuell gut 800.000€ auf Kapilendo, um sicher zu gehen, wenn dort die Zahl 1,5 Millionen steht sollte es ja auf jeden Fall reichen - also reinhauen Leute! :daumen:

In fünf Tagen soll zusätzlich noch zusammenkommen, was vorher in 30 Tagen zusammenkam? Klar! :lol:


Es wurde doch von vielen kommentiert, dass sie erst investieren mit einer klaren Ansage was noch fehlt. Sind ja nur 8000 Leute mit je 100€ für die FCK-Anhängerschaft doch ein Klaks :)



Beitragvon DerRealist » 26.04.2019, 12:55


LM2608 hat geschrieben:@FCK58
Genau das frage ich mich auch.

Entweder es wird Becca verhandelt in etwa deinen vorgerechneten Plan umzusetzen ( Sprich Becca bekommt von der Stadt Stadion und das Baugelände, Unterhält das Stadion und bebaut die Grundstücke und der FCK spielt für eine Miete im Stadion) oder aber Becca plant ohne den FCK und hofft auf die Insolvenz. Die Aussage Becca ist FCK Fan aber er gibt nichts für die Sicherung für die Lizenz macht nämlich gar keinen Sinn. Wäre Becca interessiert in den FCK zu investieren würden beide Parteien im Anbetracht dass es 5 vor zwölf ist auf eine Lösung kommen im Rahmen der Lizenzfrist.


Nee. Oder es ist nicht 5 vor 12, die Lizenz ist safe und die Führung will mit diesem "Trick" noch mehr Geld ermöglichen, um die Flexibilität für kommende Saison zu erhöhen. Also erhöht man den Druck, dass es um die Lizenz geht, dabei geht es in Wirklichkeit um sagen wir mal Spieleretat usw.
Das ist zwar die Zitrone ausgequetscht und natürlich nicht ganz ehrlich, würde aber das Unterfangen erklären, dass man es soweit wie möglich aus "eigener Kraft" schaffen will (Lizenz, Spieleretat usw.) und alles hinten raus Bonbon ist, um den Anschub auf eine Basis zu bringen (Geld durch Becca).



Beitragvon Südpälzer » 26.04.2019, 12:57


"Nur" 8000? Glaub du überschätzt die Fangemeinde ein wenig nach all der Talfahrt und dem Desaster der ersten Anleihe.



Beitragvon MainzDuDepp » 26.04.2019, 13:01


Südpälzer hat geschrieben:"Nur" 8000? Glaub du überschätzt die Fangemeinde ein wenig nach all der Talfahrt und dem Desaster der ersten Anleihe.


Gut ist eh unwahrscheinlich, dass dann jeder "nur" 100€ investiert, schon bei 200€ im Schnitt 4000, bei 300€ 2700 Leute. Das sind doch alles realisierbare Dinge.



Beitragvon fck'ler » 26.04.2019, 13:01


FCK58 hat geschrieben:
Klatt über Becca: "So schnell wird das nicht gehen"


Da frage ich mich doch (K)latt: "wird es überhaupt gehen"?
Was hindert diesen Herrn denn daran, einen Betrag X zur Sicherung als Darlehen zur Verfügung zu stellen und dann später mit seinem Engagement zu verrechnen?


Nichts viel anderes steht doch im Text: Der Kontakt besteht schon seit Monaten, nach DBB-Informationen ist zunächst auch ein Einstieg des Luxemburgers als Klein-Investor oder als Sponsor denkbar.

FCK58 hat geschrieben:Ich bleibe dabei: Da wird gezockt, dass sich die Balken biegen. Becca hat nämlich ganz andere Gedanken im Hinterkopf. Den interessiert der FCK einen Scheiß.


Ist hier Hintergrundwissen vorhanden? Dann wäre es schön, wenn diesen Interpretationen auch auch Fakten folgen würden. Worum geht es Becca denn? Wieso interessiert der FCK ihn einen Schei**? Ansonsten ist es nicht mehr als eine herbei gesponnene Vermutung geschmückt durch ein paar polarisierende Schlagworte um Stimmung gegen Verein zu erzeugen!

Zugegeben: Ich hab natürlich auch keine Fakten, die deine Vermutungen widerlegen :wink:
ABER ohne mich groß mit Becca beschäftigt zu haben weiß ich, dass es im an Rheinland-Pfalz grenzenden Luxemburg sehr viele FCK Sympathisanten und Fans gibt. Warum sollte nicht auch er einer davon sein? Darüber hinaus hat er sehr wohl Interesse an Invests im Sport (Fußball, Radsport).
Dazu noch die Verbindung zum Rekordtorschützen des FCK, Klaus Toppmöller...

@st266: Schön, dass du dich darüber wohl freuen kannst! Aber wenn das Licht ausgeht, dann sind Homburg, Saarbrücken und Elversberg gaaaaaanz weit entfernt
Zuletzt geändert von fck'ler am 26.04.2019, 13:08, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Südpälzer » 26.04.2019, 13:02


MainzDuDepp hat geschrieben:Gut ist eh unwahrscheinlich, dass dann jeder "nur" 100€ investiert, schon bei 200€ im Schnitt 4000, bei 300€ 2700 Leute. Das sind doch alles realisierbare Dinge.

Ich bewundere deinen Optimismus. Dann ist aber bei dir das Glas nicht halbvoll, auch nicht voll. Aus irgendwelchen Gründen läuft dein Glas vor Wasser über.

fck'ler hat geschrieben:... im an die Pfalz grenzenden Luxemburg ...

Ist Luxemburg heute früh in Trier und ins Saarland einmarschiert oder seit wann grenzt Luxemburg an die Pfalz? :shock:



Beitragvon Devil's Answer » 26.04.2019, 13:04


DerRealist hat geschrieben:
LM2608 hat geschrieben:@FCK58
Genau das frage ich mich auch.

Entweder es wird Becca verhandelt in etwa deinen vorgerechneten Plan umzusetzen ( Sprich Becca bekommt von der Stadt Stadion und das Baugelände, Unterhält das Stadion und bebaut die Grundstücke und der FCK spielt für eine Miete im Stadion) oder aber Becca plant ohne den FCK und hofft auf die Insolvenz. Die Aussage Becca ist FCK Fan aber er gibt nichts für die Sicherung für die Lizenz macht nämlich gar keinen Sinn. Wäre Becca interessiert in den FCK zu investieren würden beide Parteien im Anbetracht dass es 5 vor zwölf ist auf eine Lösung kommen im Rahmen der Lizenzfrist.


Nee. Oder es ist nicht 5 vor 12, die Lizenz ist safe und die Führung will mit diesem "Trick" noch mehr Geld ermöglichen, um die Flexibilität für kommende Saison zu erhöhen. Also erhöht man den Druck, dass es um die Lizenz geht, dabei geht es in Wirklichkeit um sagen wir mal Spieleretat usw.
Das ist zwar die Zitrone ausgequetscht und natürlich nicht ganz ehrlich, würde aber das Unterfangen erklären, dass man es soweit wie möglich aus "eigener Kraft" schaffen will (Lizenz, Spieleretat usw.) und alles hinten raus Bonbon ist, um den Anschub auf eine Basis zu bringen (Geld durch Becca).

Das wäre nicht nur "Zitrone", das wäre unaufrichtig, um nicht zu sagen, das wäre Verarschung. Also wenn das die "Basis" für "Nur zusammen..." ist, läuft ganz gewaltig was schief.
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world



Beitragvon DerRealist » 26.04.2019, 13:07


Devil's Answer hat geschrieben:Das wäre nicht nur "Zitrone", das wäre unaufrichtig, um nicht zu sagen, das wäre Verarschung. Also wenn das die "Basis" für "Nur zusammen..." ist, läuft ganz gewaltig was schief.


Von "nur zusammen" kann von beiden Seiten in vielem doch gar keine Rede sein. Das macht den Bock nicht fett, wenn man hier so einige Stimmen durchliest.



Beitragvon MainzDuDepp » 26.04.2019, 13:08


Südpälzer hat geschrieben:
MainzDuDepp hat geschrieben:Gut ist eh unwahrscheinlich, dass dann jeder "nur" 100€ investiert, schon bei 200€ im Schnitt 4000, bei 300€ 2700 Leute. Das sind doch alles realisierbare Dinge.
Ich bewundere deinen Optimismus. Dann ist aber bei dir das Glas nicht halbvoll, auch nicht voll. Aus irgendwelchen Gründen läuft dein Glas vor Wasser über.


Ne so schlimm ist es nicht :D Aber das einzige was zählt ist JETZT. Alles was war und kommt, können wir nicht beeinflussen, aber die Mittel und Möglichkeiten die jetzt da sind schon.
Und wenn man die ganz aktuelle Zahl nimmt klingt es auch schon gar nicht mehr so krass, bei dem Stand von 840.800€ "fehlen" noch 6600 statt 8000 mit 100€ Einlagen.
Zuletzt geändert von MainzDuDepp am 26.04.2019, 13:14, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Thomas » 26.04.2019, 13:11


Südpälzer hat geschrieben:In fünf Tagen soll zusätzlich noch zusammenkommen, was vorher in 30 Tagen zusammenkam? Klar! :lol:

@Südpälzer:
Ich verstehe nicht, wie Du rechnest, aber: Beim Crowdlending sind bisher 840.000 Euro zusammengekommen, das heißt es fehlen für die erhoffte Million noch 160.000 Euro. Zur Betze-Anleihe II nennt der FCK ja leider keine offiziellen Zahlen, aber auch da wurde schon (deutlich?) mehr einbezahlt als 500.000 Euro. Bis zum 30. April geht also noch was, und selbst wenn dann noch z.B. 200.000 Euro fehlen sollten für die sichere Lizenz ohne Spielerverkäufe (lt. FCK-Angaben auf Kapilendo), dann müssten und könnten diese eben anderweitig zusammengekratzt werden. An solch einer Summe wird die Lizenz nicht scheitern.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon freakshow2410 » 26.04.2019, 13:13


DerRealist hat geschrieben:
Devil's Answer hat geschrieben:Das wäre nicht nur "Zitrone", das wäre unaufrichtig, um nicht zu sagen, das wäre Verarschung. Also wenn das die "Basis" für "Nur zusammen..." ist, läuft ganz gewaltig was schief.


Von "nur zusammen" kann von beiden Seiten in vielem doch gar keine Rede sein. Das macht den Bock nicht fett, wenn man hier so einige Stimmen durchliest.

So sieht es nämlich aus! Nur zusammen gilt vor allem hier im Forum schon lange nicht mehr. Egal was ist, es gibt mindestens zwei Seiten, die Recht behalten wollen und das in einem täglichen Seitenlangen Geschreibe auch festhalten. Scheiß auf den Verein, ich hab Recht und ich hab es euch gesagt.

Und was heißt eigentlich Sauerei? Ich wäre froh, dass die Kohle schon zusammen wäre und mein Invest in den Kader ginge. Ich bekomme ja auch (im Idealfall) 3 Jahre lang 5% Zinsen. Und nochmal: Es muss keiner Kohle bereitstellen. Aber gleich kommen bestimmt die Üblichen und sagen:

- KEIN CENT IN DEN VEREIN
- MIT DEM KADER UND TRAINER REIST MAN GAR NIX
- KLATT IST DIE AUSGEBURT DES BÖSEN
- und irgendwas mit FRONTZECK

Ich bin froh, die letzten Tage von vielen gelesen zu haben, die anders denken und dass dieses "Hetzprogramm" was hier, läuft bei manchen sauer aufstößt. Mir geht es nämlich genau so.

Schönes Wochenende! :)
Zuletzt geändert von freakshow2410 am 26.04.2019, 13:14, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon fck'ler » 26.04.2019, 13:14


Südpälzer hat geschrieben:
fck'ler hat geschrieben:... im an die Pfalz grenzenden Luxemburg ...

Ist Luxemburg heute früh in Trier und ins Saarland einmarschiert oder seit wann grenzt Luxemburg an die Pfalz? :shock:


1:0 für dich :wink:
Gemeint war eigentlich die regionale Nähe anstatt der wirklich geografischen Grenze...
Wurde natürlich sofort berichtigt :nachdenklich:
Auch wenn deine Reaktion mehr provozierend als freundlich war, vielen Dank 8-)



Beitragvon ImmerLautrer » 26.04.2019, 13:14


MainzDuDepp hat geschrieben:
Thomas hat geschrieben: Bei der Betze-Anleihe II und dem Crowdlending sind dem Vernehmen nach bislang rund 1,3 bis 1,5 Millionen Euro zusammen gekommen, hier kann jeweils noch bis zum 30. April investiert werden.


Wenn die Zahlen stimmen haben wir hier doch jetzt die vielseits geforderte Transparenz zur Ist-Situation. Angenommen 1,3 Millionen kamen bisher zusammen dann fehlen noch 700.000€. Aktuell gut 800.000€ auf Kapilendo, um sicher zu gehen, wenn dort die Zahl 1,5 Millionen steht sollte es ja auf jeden Fall reichen - also reinhauen Leute! :daumen:


Es wurde halt gerade wieder nicht klar und transparent kommuniziert. Klatt's Aussage "es fehlen keine Unsummen..." sind schon wieder Wischiwaschi. Er lässt andere ausrechnen, was fehlen könnte. Warum kann er persönlich nicht klar sagen: Stand jetzt 13.00 Uhr fehlen uns noch rund 700 T€ (oder wieviel auch immer), dann ist das Geld garantiert zusammen und wir haben die Lizenz ohne Spielerverkäufe machen zu müssen. Ich möchte das aus seinem Mund hören. Warum macht er das nicht?? Macht mich wieder misstrauisch.

Am Ende macht die Liebe zum Verein die Taschen der Fans auf, diese Intransparenz und das damit verbundene Misstrauen gegenüber Vorstand und AR lassen die Taschen dann wieder zugehen. Klatt ist hier mit einer klaren und eindeutigen Aussage am Zuge!



Beitragvon FCK58 » 26.04.2019, 13:17


@fck´ler
Wenn du (wie ich) 35 Jahre genau in Becca´s Branche unterwegs bist, dann weißt du, was dieser Herr will. Selbst dann, wenn du ihn nicht persönlich kennst. Es gibt nämlich viele Becca´s in diesem Geschäft und die sind sich alle irgendwie ähnlich.
Es dürfte sich mittlerweile auch herumgesprochen haben, dass ich die > 300 000 000 Gründe hier auch schon einmal vorgerechnet habe. Und zwar selbst für einen Laien nachvollziehbar. Aber auch hier gilt: Ich suche euch diesen Post nicht heraus. Dazu ist mir meine Zeit zu schade.

@Realist
Nee, dass glaube ich auch nicht. Dann hätten die ja die "eierlegende Wollmilschsau" entdeckt.
Auch dir ein schönes WE
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon MainzDuDepp » 26.04.2019, 13:20


ImmerLautrer hat geschrieben:
Es wurde halt gerade wieder nicht klar und transparent kommuniziert. Klatt's Aussage "es fehlen keine Unsummen..." sind schon wieder Wischiwaschi. Er lässt andere ausrechnen, was fehlen könnte. Warum kann er persönlich nicht klar sagen: Stand jetzt 13.00 Uhr fehlen uns noch rund 700 T€ (oder wieviel auch immer), dann ist das Geld garantiert zusammen und wir haben die Lizenz ohne Spielerverkäufe machen zu müssen. Ich möchte das aus seinem Mund hören. Warum macht er das nicht?? Macht mich wieder misstrauisch.

Am Ende macht die Liebe zum Verein die Taschen der Fans auf, diese Intransparenz und das damit verbundene Misstrauen gegenüber Vorstand und AR lassen die Taschen dann wieder zugehen. Klatt ist hier mit einer klaren und eindeutigen Aussage am Zuge!


Kann deine Kritik schon nachvollziehen, verstehe hier auch das Marketing nicht ganz. Wäre doch viel besser man würde auf der "Betzeanleihe"-Webseite einfach einen Geldzähler prominent oben plazieren und die Fans hätten einen größeren Anreiz und es würde schon fast Spaß machen gegenseitig den Zähler gegen 0€ "investieren" zu lassen :D



Beitragvon DerRealist » 26.04.2019, 13:21


Wie es Ken oder wer es war vor paar Tagen sagte (Sorry, ich weiß nicht mehr von wem es kam - ich fands sehr treffend): Der FCK sucht eher einen Gönner, keinen Investor. Was aber als Gönnung (neudeutsch) in der Höhe absurd ist und nicht funktionieren wird. Mit Investoren sich auseinanderzusetzen ist ein anderes Kaliber, ich denke das begreifen und lernen sie gerade da oben. Aber lernen ist immer gut.

Leuts streckt mal das Rückgrat durch, Eitelkeiten weglassen und es ist jetzt unsere Zeit hier mal ein bisschen was zu bewegen. Und wenn es jetzt das letzte Gefecht ist, wir können froh sein noch eins zu haben.



Beitragvon Ronsen » 26.04.2019, 13:28


Muss ehrlich sagen denk das mit Lizenz ist klar. Paar Stunden später waren ja schon die 6 klein Investoren zufällig da. Deswegen finde ich sollte ma ehrlich sein und jedem der sein Geld in den fck steckt sagen. Gibt uns Geld umso höher wird nächstes Jahr der Etat. Um dann sportlich höhere Chancen zu haben aufzusteigen.

Zum Thema Becca denk ich geht es eher um das was um den fck ( Stadion, Gelände) ist. Also liegt es an der Stadt. Dem fck ein paar Euro zukommen zu lassen wäre denk ich kein Problem für ihn. Aber das aussenrum muss halt auch passen. Sind natürlich nur Vermutungen. Aber von ner Insolvenz hätte er auch nix.



Beitragvon MathiasLu » 26.04.2019, 13:33


Man benötigt ja noch mehr Geld wie nur die Summe für die Lizenz. Für neue Spieler zb.

Ich finde es schon Komisch das man sich mit einem Herrn Becca immer noch nicht einig ist nach ca. 4 Monaten.


Fakt ist wir Fans müssen es richten. War das Statement vom Thomas bei Swr 4 nicht mal so falsch. :D
"Hört ihr die Kurve schrei'n?
Alles für den Verein!
Wir lassen dich nie im Stich,
Lautern, wir lieben dich!"



Beitragvon NDS Teufel » 26.04.2019, 14:09


Also ich verstehe so einige Foristen hier nicht. Ebensowenig verstehe ich nicht was da oben auf dem Berg mittlerweile abgeht. Ich verstehe nur eines, ich liebe unseren 1. FC Kaiserslautern, nicht Bader oder Klatt oder den aktuellen Kader.... unser Verein, mit euch im Stadion zu stehen, das liebe ich seit mehr als 40 Jahren!
Genau deshalb werde ich noch mal 100 geben (für meine Verhältnisse ist das viel Geld)

...wenn ich es am Ende in den Sand gesetzt habe dann ist das eben so. Ist mir 1000 mal lieber wie hier zu sitzen und außer alles zu verteufeln nur zuzusehen.
Wie oft hörte ich hier Worte wie KÄMPFEN, ALLES GEBEN, GRAS FRESSEN....
Jetzt könnten auch wir mal kämpfen und alles geben (natürlich im möglichen Rahmen)
Ich könnte es mir nie verzeihen wenn unser Verein bald verschwunden ist und ich nicht alles versucht haben dies zu verhindern...

Reißt euch zusammen und respektiert die wenigen Fans die noch helfen wollen und etwas zurück geben wollen! Ja, zurück geben...
Auf geht's, zusammen sind wir stark!



Beitragvon EchterLauterer » 26.04.2019, 14:24


Hat man eigentlich schon was gehört, daß SPIELER sich mit nennenswerten Beträgen engagiert hätten?
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.




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