Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon paulgeht » 01.04.2019, 14:54


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Polizei-Kosten: FCK wäre vorerst nicht betroffen

Der 1. FC Kaiserslautern wäre in der 3. Liga vorerst nicht von einer Weiterleitung der Polizeikosten an Spieltagen betroffen. Das berichtet der "Kicker" am Montag.

Die Diskussion um die Beteiligung von Fußballklubs an Polizeikosten ist momentan in vollem Gange. Anlass war eine vom Bremer Senat eingefordete Kostenbeteiligung des SV Werder nach einem Derby gegen den Hamburger SV. Noch gibt es in dieser Sache kein endgültiges Urteil, doch es deutet sich an, dass seitens der Justiz eine solche Kostenbeteiligung als rechtens eingestuft wird.

Noch keine Regelung unterhalb der 2. Liga

Der 1. FC Kaiserslautern wäre von dieser Regelung aber nicht betroffen. "Denn bisher gibt es keine Bestrebung, unterhalb der 2. Liga solche Gebühren aufzurufen. Außerdem betonte der Vorsitzende Richter des Bundesverwaltungsgerichts, Dr. Wolfgang Bier, in der Erläuterung zum Urteil, dass die Gebühr in Relation zu den Einnahmen stehen muss", heißt es in einem Bericht des Sportmagazins am Montag.

Saison 2017/18: Nur ein Hochrisikospiel in Kaiserslautern

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt den Vorstoß der Bremer Landespolitik. Wie der "Kicker" berichtet, geht es pro Hochrisikospiel um 120.000 Euro Personalkosten. In der vergangenen Spielzeit war allerdings lediglich eine Partie des 1. FC Kaiserslautern als solche eingestuft wurden. Dabei handelte es sich um das Heimspiel gegen Dynamo Dresden.

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon SEAN » 01.04.2019, 15:02


paulgeht hat geschrieben: Wie der "Kicker" berichtet, geht es pro Hochrisikospiel um 120.000 Euro Personalkosten. In der vergangenen Spielzeit war allerdings lediglich eine Partie des 1. FC Kaiserslautern als solche eingestuft wurden. Dabei handelte es sich um das Heimspiel gegen Dynamo Dresden.

Was kann man an Einnahmen pro Gästezuschauer rechnen? 20 Euro? Es werden ja meistens Steher verkauft.
Bei 120.000 Euro bräuchte man also 6.000 Zuschauer, um nur die Kosten reinzuholen. Da wird es warscheinlich günstiger und einfacher, einfach keine Gästefans zuzulassen.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Davy Jones » 01.04.2019, 15:51


SEAN hat geschrieben:
paulgeht hat geschrieben: Wie der "Kicker" berichtet, geht es pro Hochrisikospiel um 120.000 Euro Personalkosten. In der vergangenen Spielzeit war allerdings lediglich eine Partie des 1. FC Kaiserslautern als solche eingestuft wurden. Dabei handelte es sich um das Heimspiel gegen Dynamo Dresden.

Was kann man an Einnahmen pro Gästezuschauer rechnen? 20 Euro? Es werden ja meistens Steher verkauft.
Bei 120.000 Euro bräuchte man also 6.000 Zuschauer, um nur die Kosten reinzuholen. Da wird es warscheinlich günstiger und einfacher, einfach keine Gästefans zuzulassen.



Wären wir aber unter Umständen nicht trotzdem für angereiste Fans verantwortlich? Dresden würde auch so einiges mobilisieren, wie ich mir vorstellen kann.



Beitragvon MZ-Devil » 01.04.2019, 15:55


„Der FCK wäre VORERST nicht betroffen“... Lass mal nächste Saison die Barackler... dann würde es anders aussehen...
Bin kein Troll- bin in Mz geboren und FCK“ler dank meiner Eltern seit Geburt... 👺



Beitragvon The Blackout » 01.04.2019, 16:07


Für was zahlen wir eigentlich steuern ?

Entweder privatisieren wir den Sicherheitsapparat oder nicht. Aber dieses WischiWaschiGesetz ist verrückt.



Beitragvon Comu6 » 01.04.2019, 16:22


The Blackout hat geschrieben:Für was zahlen wir eigentlich steuern ?

Entweder privatisieren wir den Sicherheitsapparat oder nicht. Aber dieses WischiWaschiGesetz ist verrückt.


Ich zahle zumindest keine Steuern, damit sich ein paar gehirnamputierte am Wochenende unter Aufsicht auf die Fresse kloppen können.

Richtige Maßnahme, auch richtig die Klubs der unteren Ligen davon zu befreien.

Helfen wird es beim Verhalten der „Fans“ leider nicht. Das zeigt schon der Umgang mit Pyro trotz Strafen. Sinnhaftigkeit der Strafen hin, oder her...
FCK seit 1993



Beitragvon schorlerocker » 01.04.2019, 17:52


Dazu mal ne frage,an jemanden der sich mit dem Thema genauer auskennt. ...also bei einem Risiko Spiel ca.120000 Euro Mehrkosten für den polizeieinsatz,wie setzen sich diese Kosten denn zusammen? Weil am Gehalt der Polizisten dürfte es ja nicht liegen ,die Hundertschaft muß ja auch bezahlt werden wenn sie nur in enkenbach/alsenborn in der karserne hocken und nix machen. Oder bekommen die für einen Einsatz mehr Gehalt ? .....was ist mit anderem großVeranstaltungen wie zb. Demos?



Beitragvon MikeTom » 01.04.2019, 18:08


Interessant wird vor Allem, wer legt denn fest, wann ein Spiel ein Hochrisikospiel ist, was sind die Beurteilungsgrundlagen, dazu hat sich das Gericht noch nicht geäußert. Wenn ein Bundesland derzeit meint, zu einem Spiel 3000 Einsatzkräfte einsetzen zu müssen, würde ich momentan gegen den Gebührenbescheide erstmal Widerspruch einlegen. Mit der Begründung 1000 Einsatzkräfte hätten gereicht. Die Sache wird echt spannend.

Interessant ist auch die Einstellung der DFL, die angekündigt hat, den Gebührenbescheid direkt an Werder weiterzuleiten.



Beitragvon hierregiertderfck » 01.04.2019, 18:11


@Comu6

Und ich zahle keine Steuern, damit Polizisten aus dem ganzen Land versuchen, irgendwelche Zecken am 1. Mai in Schacht zu halten oder demonstrierende Salafisten, Neonazis, oder welches extremistische Pack auch immer, schützen. Dafür darf ich dann also als Steuerzahler aufkommen. Aber für die Sicherheit bei jenen Fußballspielen, die ich besuche, muss dann mein Verein herhalten?

Also entweder ganz oder gar nicht. Schätze das war genau das, was @The Blackout meinte.

Einen sechsstelligen Betrag können sich Drittligisten dafür jedenfalls nicht leisten. Zwickau wäre in dieser Saison fast wegen einer Summe der Größenordnung 700k zahlungsunfähig gewesen. Nur um da mal die Relation zu sehen.
Wie soll ein Verein wie Großaspach das bezahlen, wenn wir dort wieder mit 7.000 Leuten aufschlagen sollten? Oder ist das dann erst gar kein "Risikospiel"?

Und wie kommen Pauschal 120k pro Risikospiel zustande? Ist wohl ein wenig anders, wenn irgendwelche Ostderbys vor 10k Zuschauern stattfinden oder ein Spiel FCK vs Barackler vor einem eventuell vollen Betze.

Dann lasst die Polizei doch einfach weg. Ganz ehrlich, es kracht bei jedem einzelnen Heimspiel irgendwo, bei dem mehr als 100 Gäste anreisen. Ich kann die Vorfälle in den letzten Jahren schon gar nicht mehr zählen, die alleine ich mit eigenen Augen gesehen habe.
Und nein, die waren allesamt nicht in irgendeiner dunklen Gasse.
Außer die Leute am 11-Freunde-Kreisel böse anschauen bekommen die scheinbar nicht so viel geregelt. Und für diese Kompetenz soll dann der Verein auch noch aufkommen?



Beitragvon SEAN » 01.04.2019, 19:07


Davy Jones hat geschrieben:Wären wir aber unter Umständen nicht trotzdem für angereiste Fans verantwortlich? Dresden würde auch so einiges mobilisieren, wie ich mir vorstellen kann.

Glaub ich nicht. Wenn ich jemanden keinen Zutritt gewähre, hat er bei mir auch nix zu suchen.
Die Frage ist noch, zählt der extra Gebührenbescheid für das Stadion und Umfeld, oder nur Umfeld oder nur Stadion? Normalerweise ist doch der Gastgebende Verein Für sein Gelände, also Stadion, zuständig. Auf "öffendlichen Boden" hat ein Ordnungsdienst ja keine Befugnis, also müßte es sich auf den öffendlichen Boden beziehen.
Was mich noch stört ist, das die zusatzkosten offenbar nur auf die gastgebenden Vereine beschränkt sind. Warum nicht auch für die Gäste? Immerhin bringen die ja auch Fans mit, für die sie dann auch zuständig wären. Dann kommt man nämlich wieder auf meinen Vorschlag zurück, und den Gästebereich einfach leer lassen. Zumindest bei den ausgerufenen Risikospielen. Das könnte auch Bewegung in die Vereine bringen, die schwarzen Schafe unter ihren Fans auszusortieren, bzw. ihnen keine Karten mehr zu verkaufen.
Der einfachste Weg wäre natürlich, wenn man keinen Anlass für Risikospiele geben würde.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon roterteufel81 » 01.04.2019, 19:09


Gäbe es nicht so viele Deppen, die Spiele in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erst zu Hochrisiko-Spielen gemacht haben, machen und machen werden, müssten der Staat, die Länder, der DFB und wir Alle diese müßige Diskussion erst gar nicht führen.

Die Rechnung ist sehr einfach: Benehmt Euch und es wird billiger und entspannter für ALLE!

Ich jedenfalls finde es richtig nicht mit meinen exorbitant vielen Steuern für solche Fan-Chaoten grade stehen zu müssen. Muss schon für genug anderen sinnlosen Mist vom Staat zahlen.
"... denn Kellogg's Frosties schmecken sooo, die wecken den Tiger in dir (UND DIR!)"



Beitragvon SEAN » 01.04.2019, 19:45


Bremens Präsi hat sich auch wieder zu Wort gemeldet. Er meint ganz ungeniert, wenn wir zahlen müssen, dann kann es sein das wir Kruse nicht verlängern können, und man müsse dann auch eben unpopuläre Wege gehen, und z.B. die sozialen Engagments einkürzen.
Antwort des Innenmenisters von Bremen: Werder Bremen soll ja auch nicht zahlen, sondern die DFL.
Antwort DFL: Wir werden den Gebührenbescheid an den Verein weiter geben.

Antwort SEAN: Da ist mal wieder nix durchdacht, der schwarze Peter wird von einem zum anderen geschoben, und der dumme ist am Ende der Fan.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon blutgretchen » 01.04.2019, 20:21


Totaler Schwachsinn, wo fängt das an, wer entscheidet wieviel Zusatzpolizei, wie lange vor und nach dem Spiel ist nötig!
Im Profifussball geht es dermassen ums Geld, dass doch jeder Verein gegen Risikospiel-Enscheidungen klagen würde oder zB Sicherheit outsourcen möchte mit einem privaten Sicherheitsdienst. Der würde ausgeschrieben und dann der billigste genommen!
Also dann Top ausgebildetes (Kampfsport)Personal.
Werden eigentlich irgendwelche Energieversorger bei CastorTransporten belangt oder die rechten Parteien bei Demos/ Kundgebungen mit Gegendemos, hat die Bahn Stuttgart 21 Polizeikosten bezahlt? Vom Oktoberfest oder Helene Fischer gar nicht zu sprechen.
Für mich einfach nur Populismus :!:



Beitragvon grasnarbe » 01.04.2019, 20:28


"Denn bisher gibt es keine Bestrebung, unterhalb der 2. Liga solche Gebühren aufzurufen."
Ein Nichtaufstieg hat auch sein Gutes. :D

Wenn in der nächsten Saison im DFB-Pokal Lautern - Frankfurt ausgelost wird, wenn in der Liga die Barackler in KL ankommen, dann sind wir in der Sache "Hochrisikospiel" ja fein raus.
Wird im Falle des Pokalspiels die Losfee auch belangt?

Um letztendlich ordentlich Kosten auf die Vereine abzuwälzen, kann in Zukunft ja jedes zweite Spiel als Hochrisikospiel eingestuft werden.....
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon super-jogi » 01.04.2019, 20:36


Warum muss ich mich verhalten wie der letzte Assi und damit spiele zu hochrisikospielen machen ? Wie wärs einfach mal mit 90 Minuten Supporten ( wegen mir auch die unterste vokabularschublade aufmachen), aber nach'm spiel isses dann wieder gut. Hat man verloren hört man sichs halt an, hat man gewonnen, dann sagt mans. Ich denk so schwer sollte das nicht sein
Das Leben ist wie eine Klobrille. Man macht so einiges durch !



Beitragvon nachdenker » 01.04.2019, 21:28


The Blackout hat geschrieben:Für was zahlen wir eigentlich steuern ?
Entweder privatisieren wir den Sicherheitsapparat oder nicht. Aber dieses WischiWaschiGesetz ist verrückt.

sorry... selten dummes gequatsche! Steuern zahlen wir u.a. für gemeinaufgaben, zu denen das privatvergnügen von randalierenden fußballfans nu wirklich nicht zählt. jeder straftäter muss ja auch den polizeieinsatz gegen sich zahlen.
UNd privatisierung führt nur zu unkontrollierter gewalt!



Beitragvon Lonly Devil » 01.04.2019, 21:34


nachdenker hat geschrieben:
The Blackout hat geschrieben:Für was zahlen wir eigentlich steuern ?
Entweder privatisieren wir den Sicherheitsapparat oder nicht. Aber dieses WischiWaschiGesetz ist verrückt.

sorry... selten dummes gequatsche! Steuern zahlen wir u.a. für gemeinaufgaben, zu denen das privatvergnügen von randalierenden fußballfans nu wirklich nicht zählt. jeder straftäter muss ja auch den polizeieinsatz gegen sich zahlen.
UNd privatisierung führt nur zu unkontrollierter gewalt!

Dann soll die Polizei doch einfach die randalierenden Straftäter, bezieht sich auch auf Demos mit Ausschreitungen etc., festsetzen und sich von denen ihren Sondereinsatz bezahlen lassen.

Das wäre dann auch mal gerecht. :daumen:
Der größte Schuft im Land, ist und bleibt der Intrigant.
https://www.youtube.com/watch?v=VYpd-2buQc0



Beitragvon SEAN » 01.04.2019, 21:50


Lonly Devil hat geschrieben:Dann soll die Polizei doch einfach die randalierenden Straftäter, bezieht sich auch auf Demos mit Ausschreitungen etc., festsetzen und sich von denen ihren Sondereinsatz bezahlen lassen.

Das wäre dann auch mal gerecht. :daumen:


Natürlich wär das "gerechter", als wenn es auf andere geschoben wird. Das Problem ist, das sich die Randalierer dann gerne und schnell in der Menge verstecken, und auch noch gedeckt werden. Schickste dann Polizisten rein, kann man ne Flotte RTW´s anfordern.
Man muß etwas aufpassen, das die Diskussion nicht wieder in "guter Fan - schlecher Fan" endet. Aber für mich gibt's da leider nur eine Lösung und die ist, das sich die Fangemeinde von "Straftätern" distanziert und nicht deckt. Man muß nichtmal denunzieren, es würde schon reichen, wenn man einfach ein paar Meter weg geht, und die Herrn alleine stehen lässt.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon kategorie abc » 01.04.2019, 23:13


Auch wenn ich schon darüber nachdenke weshalb ich steuern zahle, aber das ist ein anderes Thema. Ich finde es richtig, den DFL mit ins Gebet zu nehmen. Schon weil die eigentlich vor Geld stinken, dieser Verein mit ja fast schon mafiösen Gebilden. Und weil sie auf Gedeih und Verderb bis in die letzte Instanz gehen. Anstatt eventuell einen Kompromiss anzubieten.
Mir gefällt ein Satz von @Comos Beitrag am besten!

@Como schrieb
"Ich zahle zumindest keine Steuern, damit sich ein paar gehirnamputierte am Wochenende unter Aufsicht auf die Fresse kloppen können."

Da hat @Como meiner Ansicht nach vollkommen recht! Denn es gibt vielerlei andere Möglichkeiten..... Da fallen für niemand kosten an. Außer ein Protagonist hat etwas Pech und braucht Zähne, oder andere diverse Körperteile. Aber es ist eigener Wille, und eigenes Risiko. Das ist bekannt für jeden der mitspielt :wink:
„Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.“



Beitragvon Davy Jones » 02.04.2019, 06:58


SEAN hat geschrieben:
Davy Jones hat geschrieben:Wären wir aber unter Umständen nicht trotzdem für angereiste Fans verantwortlich? Dresden würde auch so einiges mobilisieren, wie ich mir vorstellen kann.

Glaub ich nicht. Wenn ich jemanden keinen Zutritt gewähre, hat er bei mir auch nix zu suchen.
Die Frage ist noch, zählt der extra Gebührenbescheid für das Stadion und Umfeld, oder nur Umfeld oder nur Stadion? Normalerweise ist doch der Gastgebende Verein Für sein Gelände, also Stadion, zuständig. Auf "öffendlichen Boden" hat ein Ordnungsdienst ja keine Befugnis, also müßte es sich auf den öffendlichen Boden beziehen.
Was mich noch stört ist, das die zusatzkosten offenbar nur auf die gastgebenden Vereine beschränkt sind. Warum nicht auch für die Gäste? Immerhin bringen die ja auch Fans mit, für die sie dann auch zuständig wären. Dann kommt man nämlich wieder auf meinen Vorschlag zurück, und den Gästebereich einfach leer lassen. Zumindest bei den ausgerufenen Risikospielen. Das könnte auch Bewegung in die Vereine bringen, die schwarzen Schafe unter ihren Fans auszusortieren, bzw. ihnen keine Karten mehr zu verkaufen.
Der einfachste Weg wäre natürlich, wenn man keinen Anlass für Risikospiele geben würde.


Genau um das Umfeld ging es mir. Angenommen trotz gesperrten Block reist eine Mannschaft mit einigen hundert Fans an und macht Krawall. Sind wir dann verantwortlich dafür? Wie sieht es aus, wenn Fans sich auf der Nord oder Süd einfinden. Das lässt sich doch kaum verhindern.

Dass gerade auch der Gästeverein ein Auge auf seine Spezies haben müsste, teile ich.


Der Vergleich von der Situation hier mit der Situation bei Demonstrationen ist meines Erachtens absolut unangebracht. Bei dem einen geht schlicht und ergreifend um die Umsetzung eines geschützten Grundrechts, bei dem anderen steht ja irgendwo auch der Profit im Vordergrund.

Ich finde es grundsätzlich nachvollziehbar, dass Vereine mit in die Verantwortung genommen werden. Dann muss aber auch eine gemeinsame Lösung her.

Was die Frage nach dem Ursprung der hohen Kosten angeht. Sicherlich wird das Gehalt eine große Rolle spielen. Unzählige Polizisten müssen dafür extra Schichten einlegen. Es wäre ja merkwürdig, wenn einfach einige Hundertschaften einfach so auf der Wache sitzen. DAS wäre Geldverschwendung.


Langer Rede kurzer Sinn: es ist meiner Meinung nach in Ordnung, Vereine in einem sinnvollen und umsetzbaren Rahmen mit in die Verantwortung zu nehmen. Hierfür muss allerdings zwingend rum gemeinsames Konzept erarbeitet werden.



Beitragvon Achim71 » 02.04.2019, 08:28


Absolut richtige und nachvollziehbare Entscheidung !
Bei keiner anderen regelmäßigen Sportveranstaltung gibt es Anlass außerordentlich hohe Polizeikräfte bereitzustellen. Nicht beim Handball, nicht beim Tennis und auch nicht beim Eishockey oder Boxen, bei denen es gewöhnlich von der Sportart her schon kerniger zugeht. Nein, nur die Fußball-"Fans" können sich nicht benehmen und müssen geregelt werden. Da diese Maßnahmen eben nicht durch einen privaten Sicherheitsdienst durchgeführt werden können, außer im Stadion selbst, muss der Veranstalter eben dafür aufkommen, Punkt. Meine absolute Zustimmung für diese Entscheidung. Da die DFL ihre Milliardenumsätze nicht komplett an die Vereine weitergibt, sollen sie eben diese Kosten tragen.
Und nur die Polizei entscheidet, ob es sich bei einer Begegnung um ein Hochrisikospiel handelt oder nicht und sonst niemand.
Es tummeln sich halt zu viel Schwachköpfe unter den Fans die nur auf Krawalle oder Pyro aus sind. Die werden dann auch noch vom Umfeld gedeckt. Würde das Umfeld so jemanden mal an den Pranger stellen oder die Deckung verweigern, würden sich die Krawalle auf ein Mindestmaß reduzieren. Es gibt ja nicht umsonst die Präventionsmaßnahme der Landesregierung "Wer nichts tut, macht mit"...



Beitragvon roterteufel81 » 02.04.2019, 08:57


Achim71 hat geschrieben:Die werden dann auch noch vom Umfeld gedeckt. Würde das Umfeld so jemanden mal an den Pranger stellen oder die Deckung verweigern, würden sich die Krawalle auf ein Mindestmaß reduzieren. Es gibt ja nicht umsonst die Präventionsmaßnahme der Landesregierung "Wer nichts tut, macht mit"...


Wenn Du solche an den Pranger stellst, bekommst Du doch als eigener Fan gleich mit eins auf die Mütze von den Krawallfreunden.
"... denn Kellogg's Frosties schmecken sooo, die wecken den Tiger in dir (UND DIR!)"



Beitragvon Achim71 » 02.04.2019, 09:27


roterteufel81 hat geschrieben:Wenn Du solche an den Pranger stellst, bekommst Du doch als eigener Fan gleich mit eins auf die Mütze von den Krawallfreunden.

Ich weiß was du meinst aber man muss nicht direkt mit dem Finger auf jemanden zeigen, man kann sich in Zeiten mobiler Aufnahmemöglichkeiten anders helfen. Es geht schon, es muss gewollt sein.



Beitragvon Betzenberg1985 » 02.04.2019, 10:03


Mich würde gerne mal interessieren, inwieweit hier tatsächlich Mehrkosten entstehen. Die Polizeibeamten müssen doch eh bezahlt werden.

Für mich ist Sicherheit Aufgabe des Staates. Ich weiß auch von genug Polizisten, die eine Kostenbeteiligung ablehnen. Es sind nicht alle so Hetzer wie Herr Wendt.

Im Übrigen: Die Polizei entscheidet ja, wieviel Beamte sie im Einsatz hat. Das bedeutet, dass sie theoretisch in Zukunft extra viele Einsatzkräfte in den Einsatz schickt um Kosten geltend zu machen.



Beitragvon Achim71 » 02.04.2019, 10:13


Betzenberg1985 hat geschrieben:Mich würde gerne mal interessieren, inwieweit hier tatsächlich Mehrkosten entstehen. Die Polizeibeamten müssen doch eh bezahlt werden.

Es kommen aber Überstunden für solche Einsätze hinzu die bezahlt werden müssen und die eingesetze Technik. Zudem ist es nicht mit der Zeit eines Spiels, also 90 Minuten, getan. Es gibt eine gewisse Vor- und Nachlaufzeit. Grundsätzlich kann von einer Dienstzeit bei Spielen von mind. 6-8 Std. ausgegangen werden. Wenn der Mob sich wieder für ganz stark hält, dauert der Einsatz eben länger. Dann kommt es darauf an wann, also an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit ein Spiel ausgetragen wird. Da kommen dann noch sogenannte "Dienst zu ungünstigen Zeiten" also am Wochenende oder zur Nachtzeit dazu.




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