Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon paulgeht » 06.11.2018, 17:47


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Im Blickpunkt: Der FCK und die Standardsituationen
Ruhe am ruhenden Ball


Der FCK holt zu wenig aus Standardsituationen heraus. Der Trainer hat das Problem schon lange ausgemacht, doch Besserung ist noch nicht eingetreten, wie einmal mehr das Heimspiel gegen Cottbus verdeutlichte.

Als der 1. FC Kaiserslautern am Ende des Heimspiels gegen Energie Cottbus noch einmal entschlossen den Vorwärtsgang einlegte, schien sich in 88. Minute eine gute Möglichkeit für die späte Aufholjagd zu bieten: Vor der Westkurve bekamen die Roten Teufel einen Eckball. Doch dieser brachte nicht den erhofften Erfolg. Statt den Treffer zu erzwingen und damit noch einmal ordentlich Feuer für die Nachspielzeit zu entfachen, endete die Situation mit einem Offensivfoul. Der Standard blieb ungenutzt - wie so oft in dieser Saison.

Es ist ein grundlegendes Manko, das der FCK seit nun über einem Jahr hat. Schon in der Abstiegssaison hatte unter anderem Jeff Strasser kurz nach seinem Amtsantritt die Schwäche bei Ecken, Einwürfen und Freistößen als eines der Hauptprobleme ausgemacht.

Bedeutung von Standards: Nicht zuletzt die WM hat es vorgemacht

Welche Bedeutung Standards mittlerweile haben, verdeutlichte nicht zuletzt die Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer. "Eine deutliche Entwicklung" hält der Technische Bericht der Fifa bei Standardsituationen im Vergleich zu vorherigen Turnieren fest. "In Russland stand jeder 29. Eckball am Ursprung eines Treffers, während es dafür 2010 in Südafrika noch 61 und 2014 in Brasilien noch 36 Versuche brauchte", heißt es in der 140 Seiten starken Analyse.
Insgesamt fielen mehr als 40 Prozent aller WM-Tore nach Standards. Was noch stärker wiegt, ist nicht nur die allgemeine Erkenntnis, dass "zahlreiche Begegnungen dieses Turniers" dadurch entschieden worden seien.

Sondern: "Im Verlauf einer WM-Endrunde werden die Unterschiede zwischen den Teams immer kleiner und die Abwehrreihen immer kompakter, wodurch die Standardsituationen noch mehr an Bedeutung gewinnen", betonen die Fifa-Analysten, die außerdem "ausgewiesene Spezialisten für ruhende Bälle sowie starke Kopfballspieler" in den einzelnen Teams ausgemacht haben.

Spitzenreiter Osnabrück nutzte am Montag ebenfalls Standards

In der Bundesliga näherte sich der Wert dieser Statistik in der vergangenen Saison dem der WM an. Mehr als 30 Prozent aller Treffer waren im Oberhaus auf Standards zurückzuführen. Und auch in der 3. Liga sind diese ein wichtiges Mittel, wie nicht zuletzt Spitzenreiter VfL Osnabrück am Montagabend verdeutlichte. Gegen den KFC Uerdingen drehten die Lila-Weißen einen 0:1-Rückstand durch einen Freistoß und einen Elfmeter.

Lediglich vier Tore nach Standards stehen beim FCK in der 3. Liga bislang zu Buche: Theo Bergmann traf gegen Fortuna Köln per direktem Freistoß, gegen den KFC Uerdingen verwandelte der ehemalige Erfurter einen Foulelfmeter. Julius Biada profitierte nach einer Ecke gegen Fortuna Köln außerdem von einem Torwartfehler und staubte zum zwischenzeitlichen 2:2 ab. Bliebe noch das Tor von Kevin Kraus gegen Preußen Münster, dem ein Einwurf von Florian Dick vorausgegangenen war. Damit ist die Ausbeute nach Standards allerdings schon komplett, sie liegt bei 20 Prozent aller erzielten Lautrer Tore und damit deutlich unter den Vergleichswerten der Bundesliga oder der WM.

Frontzeck will Intensität: "Als gäbe es kein Morgen mehr"

Dass die Quote mager ausfällt, verneinen auch die Verantwortlichen nicht. "Sehr hartnäckig", arbeite das Trainerteam mit der Mannschaft daran, versicherte Michael Frontzeck vor dem Heimspiel gegen Cottbus zum wiederholten Male. Gegen Energie bekam der FCK allein zehn Ecken in aussichtsreicher Position, machte aber einmal mehr viel zu wenig aus diesen Möglichkeiten. Wirklich gefährlich wurde es nur bei zwei Kopfbällen von Kevin Kraus. "Es geht darum, mit aller Intensität die Bälle zu schlagen und mit 100 Prozent, als gäbe es kein Morgen mehr, in diese Bälle reinzugehen", hatte der Trainer gefordert.

Insofern dürfte er mal wieder enttäuscht worden sein, denn seine Akteure ließen die "Intensität" vermissen, sofern die Hereingabe überhaupt passend serviert wurden. Ein grundlegendes Problem beim FCK tritt dabei weiter zu Tage: Die Strafraumbesetzung, aber auch die grundsätzliche Positionierung bei Hereingaben lässt noch zu wünschen übrig. Dass ein potenzieller Kopfballspieler mit Lukas Spalvis lange ausfällt, kommt hinzu. "Spalle" immerhin traf gegen Hoffenheim im Pokal per Kopfball nach einer Freistoß-Hereingabe.

Standard-Gegentore führten bislang immer zu Punktverlusten

Besonders bitter ist die Quote der Lautrer, weil sie sich umgekehrt als anfällig bei Standards erweisen. In Aalen hatte Dominik Schad noch auf der Linie den Einschlag verhindert, gegen Cottbus klingelte es nach einem Freistoß. Knapp 37 Prozent aller 19 Gegentore gehen beim FCK auf Standardsituationen zurück.

Was dabei besonders auffällt: Immer, wenn die Roten Teufel in dieser Saison einen Gegentreffer nach einer Standardsituation bekamen, kostete dieser wichtige Punkte. Gegen Münster waren es zwei Freistöße, die zu Gegentoren führten, der Hallesche FC traf nach einer Ecke und einem Elfmeter, Cottbus schlug per Freistoß-Hereingabe zu. In allen drei Spielen ging das Frontzeck-Team leer aus. Beim FSV Zwickau (Elfmeter) und gegen Fortuna Köln (Ecke) kosteten späte Standard-Gegentore insgesamt vier Punkte, auch wenn der Elfmeter beim FSV auf eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters zurückgeht.

Vorrangig dürften Frontzeck und sein Trainerteam aber vor allem die offensive Ausbeute im Blick haben. Ist doch erwarten, dass der FCK noch des Öfteren auf tiefstehende Gegner trifft, die aus dem Spiel heraus wenig zulassen. "Es muss nicht immer herausgespielt sein. Ich glaube, dass wir mit unseren Schützen und Kopfballspielern noch ausreichend Tore erzielen werden", gibt sich der Coach optimistisch. Sein Team sah er schon zuvor auf einem guten Weg: "Ich finde, dass die Ecken sehr, sehr gut kommen und dass wir gute Schützen haben. Es ist eine Frage der Zeit, bis wir da Erfolge erzielen werden."

Wie kann das FCK-Team seine Standard-Ausbeute verbessern: Noch mehr trainieren - bis zum abwinken? Spezielle Trick-Varianten einstudieren? Genau wie bisher weitermachen und auf den Faktor Geduld setzen? Diskutiere mit uns im DBB-Forum!

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon lauternfieber » 06.11.2018, 18:11


Es gibt nur 3 Möglichkeiten die Standards zu verbessern:
Üben, Üben, Üben!



Beitragvon wernerg1958 » 06.11.2018, 18:20


Ob das Herr Bader auch liest? Standards fuer und gegen den FCK sinf Sache des Trainers die Mannschaft darauf einzustellen z
und knapp die haelfte der Saison ist vorbei und wir bekommen durch Standards Gegentore die Punktverluste bedeutchten und machen keine Tore durch Standards was eben nicht zu Punkten fuert! Eine ewertung des Trainers ist an dieser Stelle genauso wichtig wie eine Beurteilung nach Ergebnissen. Diese Beurteilung kann nicht sonderlich Positv ausfallen wenn die Entwicklung der Mannschaft Baders Kriterium ist.



Beitragvon steppenwolf » 06.11.2018, 18:23


Ich finde es sehr schwer, zu diesem Thema Stellung zu beziehen. Denn ich weiß nicht, was und wie und mit welcher Intensität im Training geübt wird. Tatsache ist jedoch: bei unseren Standards - insbesondere bei den Eckbällen - ist noch gaaaaaanz viel Luft nach oben.
Da es mit dem Hereinflanken und einer Kopfballabnahme (noch) nicht klappt, sollten wir auf jeden Fall auch eine kurz ausgeführte Variante einstudieren. Kann sicherlich nicht schaden. Bergmann und sicherlich auch ein Kühlwetter können doch vom Strafraum den Ball ins Tor zirkeln.

Und ich schließe mich meinem Vorredner an: ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN ...
FORZA FCK :teufel2:
Dauerkarte 2018/19 (West, Block 6.2) - Wir kommen zurück



Beitragvon ChrisW » 06.11.2018, 22:54


Standards sind 50% Glück und 50% Geschick. Wir haben keines von beiden. Selbst wenn die Bälle mal gut kommen, kommt nie einer frei zum Kopfball. Man erwischt den Ball ab und an irgendwie mit dem Scheitel, aber Platzieren ist nicht möglich. Auch im Rückraum steht niemand so, dass er einen abgewehrten Ball wieder in Spiel bringen oder sogar aufs Tor schießen kann. Das ist alles zu brav. Da fehlt die Galligkeit den Ball unbedingt erreichen zu wollen. Komisch, dass die Gegner das oft besser beherrschen.



Beitragvon Lautern-Fahne » 07.11.2018, 01:54


@ChrisW

Es ist ganricht komisch. Standards sind wahrscheinlich die einfachste und schnellste Methode, um etwas Torgefahr in die Mannschaft zu bekommen. Wenn der Trainer darauf Wert legt. Manche tun es (Marco Kurz, Fünfstück, teilweise Runjaic, Luhukay, Hans Maier) einige (die meisten?) garnicht (Löw, Guardiola). Einige Vereine treten sogar seit gefühlt Jahrzehnten personalunabhängig gute Freistösse und Ecken und halten sich so oben (Nürnberg und Sandhausen z.B.). Man muss für sowas allerdings auch die entsprechenden Spieler einkaufen; die Aufstiegself unter Kurz war z.B. von vorne bis hinten gefüllt mit solchen Kandidaten.

Es soll sogar Vereine gegeben haben, die nur durch Standards deutscher Meister wurden :wink:



Beitragvon Hellboy » 07.11.2018, 07:16


Wir sollten den zweiten Mann bei der Ecke wieder einführen.
"it‘s been a long time comin‘..."



Beitragvon Gouverneur » 07.11.2018, 07:48


Also ich kann die Meinung unseres Trainers bezueglich der sehr , sehr guten Ausfuehrung der Ecken nicht teilen. Ich finde unsere Standards unterirdisch. Sowohl das Verhalten offensiv, wie auch defensiv. Es gibt keinen einfacheren Weg um mit einem Ball vor das Tor zu kommen , als mit Standards. Ist halt alles eine Uebungssache. Da sich dieses Dilemma schon laenger hinzieht, wage ich zu bezweifeln, das Standards haeufig trainiert werden. Zumindest scheinbar nicht in dem Ausmass wie es noetig waere :?
Der Heimat die Treue!! NUR DER FCK!! :teufel2:



Beitragvon mastawilli » 07.11.2018, 08:14


ChrisW hat geschrieben:Standards sind 50% Glück und 50% Geschick. Wir haben keines von beiden. Selbst wenn die Bälle mal gut kommen, kommt nie einer frei zum Kopfball. Man erwischt den Ball ab und an irgendwie mit dem Scheitel, aber Platzieren ist nicht möglich. Auch im Rückraum steht niemand so, dass er einen abgewehrten Ball wieder in Spiel bringen oder sogar aufs Tor schießen kann.


Richtig. Das sind genau die Sachen, die man trainieren kann und muss. Es geht schon die gesamte Saison so: Beim Aufwärmen ist eine der letzten Übungen ja immer das Flanken und 2 Abnehmer in der Mitte. Sternberg/Zuck und Schad/Kühlwetter bringen Flanken, in der Mitte nehmen die Stürmer und Abwehrspieler die Bälle ab.

Und was passiert? von 30 Flanken kommen 20 hüfthoch. Die Angreifer verwandeln sie beim Aufwärmen dann mit dem Fuß. Sieht erstmal gut aus, wäre im Spiel aber zu 99% ungefährlich, blockt jeder Verteidiger locker ab. Das sind schlechte Flanken, kann man trainieren.

Aber jetzt kommts: Viel schlimmer als die schlechten Flanken ist das Verhalten von ALLEN Spielern in der Mitte, wenn die Flanke dann entgegen aller Erwartungen doch mal gut kommt. Ich habe mindestens 8 saubere, stramme Flanken gezählt und was passiert im Zentrum??? Die Stürmer laufen so lange rückwärts bzw. weg vom Ball, bis sie die stramme, gute Flanke dann doch WIEDER mit dem Fuß verwandeln können! Es war ein unglaubliches Schauspiel, was ich da am Freitag (mal wieder) beobachten durfte. Ob Thiele, Hainault, Kraus... Es wurden beim gesamten Aufwärmen nur 2 Flanken per Kopf verwandelt, vermutlich weil sie nicht in der Lage waren, diese so schnell zu umlaufen, dass sie ihn doch per Fuß nehmen konnten.

Und meine Herren, DAS Geht nicht. Angst vorm Ball? Flanken nicht butterzart genug? Verdammt nochmal, geht auf den Ball zu, stürzt euch rein ins Getümmel, nur so kanns da auch mal scheppern.

Ich muss hier im Forum niemanden daran erinnern, wie wir damals unter Kurz aufgestiegen sind. Die Statistik ist unglaublich, aber in JEDEM Spiel gingen wir durch ne Bugi/Steini Standard und Abnahme Rodnei/Amedick/Nemec/Lakic in Führung. IN JEDEM.
Die ganzen Hacke Spitze Trallala Konter von Sam, Ilicevic und Jendrisek waren dann erst das Zubrot nach dem oft zitierten Dosenöffner.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie froh ich war, als Bugi von der Jugend bei uns in den Trainerstab kam, weil ich dachte... hey, wenn einer weiß, wie wichtig Standards sind, dann doch verdammt nochmal er. Er war damals DER Unsicherheitsfaktor hinten links. Aber absolut unverzichtbar für die Offensive. Nicht weil er so schnell war und aus dem Spiel heraus die tollsten Flanken schlug - nein - weil er die geilsten Standards geschossen hat. Er war unser Ein-Mann "Special Team", unser Field Goal Schütze. Den schleifte man gerne die anderen 85 Minuten mit, hauptsache die nächste Ecke kommt scharf rein.
Aber leider hat sich mit ihm im Trainerstab daran nichts geändert. Nichtmal ansatzweise...

Und in der Mitte, tja, da waren eben vier Männer, die Bock auf Ball und Luftzweikampf hatten.

Das fehlt uns... nicht erst seit diesem Jahr. Mindestens seit dem Abgang von Mo.



Beitragvon roterteufel81 » 07.11.2018, 08:33


Bei Standards gibt es in der Tat nichts zu diskutieren. Hier gibt es mächtig Aufholbedarf.

Als ich so am Freitag da im Stadion saß kam mir schon nach der 3. Ecke der Gedanke hoch "oweh, sind die heute wieder gruselig getreten, bestimmt bekommen wir wieder 10+ Ecken, wie so oft, und machen nix draus".

Am Ende kam es dann leider wirklich wieder so.

Gefährliche Freistöße oder Ecken nach Standards kann ich in den Heimspielen - die ich im Stadion gesehen habe - in der bisheringen Saison bislang an 1, maximal 2 Händen abzählen. Sehr mager.

Kommt leider zu selten:

- Chaos stiften
- mal den 2. Pfosten besetzen
- vorgegebene Laufwege abspulen
- mal flach und hart reindreschen (irgend einer fälscht schon ab)
- Flanken zum 11m Punkt, die der Torwart nicht so einfach pflücken kann

Kommt leider zu oft vor:

- einfach zu verteidigende Bogenlampen
- verhungernden Bälle
- zu tiefe Hereingaben
- schlechte Raumaufteilung
- viel zu weite Bälle, die keine erreichen kann
- "Rückgaben" an den Torwart
- ...

Und wenn dann einer mal anständig kommt:

- unpräzise Kopfbälle oder Schüssschen (eher Rückgaben) zum gegnerischen Torwart
- meterweit drüber oder vorbei

Also bitte weiter üben üben üben.
Zuletzt geändert von roterteufel81 am 07.11.2018, 08:36, insgesamt 2-mal geändert.
"... denn Kellogg's Frosties schmecken sooo, die wecken den Tiger in dir (UND DIR!)"



Beitragvon jürgen.rische1998 » 07.11.2018, 08:34


mastawilli hat geschrieben:
Und in der Mitte, tja, da waren eben vier Männer, die Bock auf Ball und Luftzweikampf hatten.

Das fehlt uns... nicht erst seit diesem Jahr. Mindestens seit dem Abgang von Mo.


Wir hatten mit Madame O und Heintz noch ne ganze Zeit richtig Gefahr bei Standards. Aber im Grund stimmt das schon. Das ist kein MF exklusives Problem. Standards sind bei uns seit Jahren eine furchtbare Baustelle. Hinten klingelt es immer wieder, vorne passiert kaum was. Es ist mir echt ein Rätsel. Auch das Jahr nach dem Aufstieg. Die Ecken von Tiffert. Wenn ich da an das 5:0 gegen Schalke denke. Die beiden ersten Tore nach Eckbällen. Hier wäre eine Analyse wirklich mal angebracht. Wenn man sieht wie Teams wie Darmstadt mit Rumpelfußball weit kommen, weil sie immer wieder Buden nach ruhenden Bällen machen. Und bei uns das Trainer und Spielerübergreifend einfach nicht mehr geht.
Dauerkarte 2018/2019 (Südtribüne)



Beitragvon mastawilli » 07.11.2018, 08:39


roterteufel81 hat geschrieben:
Kommt leider zu oft vor:

- zu tiefe Hereingaben



Da könnte ja auch mal einer vom kurzen Pfosten aus auf den Ball zugehen und ihn dann verlängern. Aber das passiert auch nicht. Daran sieht man eben, dass die "kurzen" Varianten eben laut Handzeichen gar nicht als kurze Variante geplant sind.

Kurz vor der Pause flog am Freitag auch eine Flanke halbhoch und völlig ungestört durch den Gegnerischen 5er. Mir ein absolutes Rätsel, wie sich in dieser Zone absolut gar kein roter Spieler aufhalten konnte.



Beitragvon Eilesäsch » 07.11.2018, 09:00


Man braucht aber auch gute Kopfballspieler und ich meine solche die in ihren Vereinen zuvor dafür bekannt waren.
Klar kann jeder die Rübe hinhalten, aber das macht eben keinen guten Kopfball aus.
Wir brauchen auch mutige Spieler die mal aus der zweiten Reihe regelmäßig treffen.
Wenn ich da letzte Saison an Seufert (jetzt Bielefeld) denke, wieoft der versucht hat aus 16-25m drauf zu schießen und teilweise die Pille übers Stadiondach geprügelt hat.
Ich bin ja dafür das Spieler das weiterhin versuchen sollten, auch wenns nicht immer klappt.
Ich bin auch der Meinung, das wir bereits solche Spieler haben, sie müssen sich halt nur mal richtig zeigen.

Es wurde ja schon mehr Mut (in anderem Zusammenhang) gefordert, hier wärs auch angebracht.

Peace.
Talent wächst mit Rückenwind, Charakter bei Gegenwind.

...aus meiner Sicht und ich denke die wird nicht ganz so verkehrt sein...



Beitragvon roterteufel81 » 07.11.2018, 09:05


mastawilli hat geschrieben:
roterteufel81 hat geschrieben:
Kommt leider zu oft vor:

- zu tiefe Hereingaben



Da könnte ja auch mal einer vom kurzen Pfosten aus auf den Ball zugehen und ihn dann verlängern. Aber das passiert auch nicht. Daran sieht man eben, dass die "kurzen" Varianten eben laut Handzeichen gar nicht als kurze Variante geplant sind.

Kurz vor der Pause flog am Freitag auch eine Flanke halbhoch und völlig ungestört durch den Gegnerischen 5er. Mir ein absolutes Rätsel, wie sich in dieser Zone absolut gar kein roter Spieler aufhalten konnte.


Ja, den hab ich auch gesehen :shock: kann man direkt in die List mit aufnehmen.

Mit zu tief meinte ich aber vorwiegend die, die so auf Brusthöhe schon am Eingang vom 16er, spätestens verhungernd aus 11m Torentfernung, abgefangen werden.

Bei den Dingern hilft nicht mal der beste Kopfballspieler, außer er taucht ab :(
"... denn Kellogg's Frosties schmecken sooo, die wecken den Tiger in dir (UND DIR!)"



Beitragvon Strafraum » 07.11.2018, 09:07


Hallo Eckballfreunde (Ironie),

Ich muss zunächst einmal sagen, das es schon ein Fortschritt war das Flo Dick die Ecken nicht mehr tritt. Ein wirklicher Erfolg bleibt jedoch aus.

Es ist vielleicht von mir persönlich auch die Meinung das ich von einem Profi erwarten kann, das zumindest die Eckbälle hoch in den 16er getreten werden können. Gilt übrigens auch für die Flanken.

Das Spieler oftmals schiss haben die Birne hin zu halten um einen Kopfball Treffer zu erzielen wundert mich ehrlich gesagt nicht, da lieber aller FIFA ( Konsolenspiel) Hacke Spitze 1-2-3 gezaubert wird, als mal das Ding rein zu köpfen.

In unserem Verein gab es mal einen Zeugwart, der pumpte die Bälle so stark auf, da meinte man einen Bimsstein zu köpfen. Da konnte ich noch verstehen das manche den Kopf einzogen.

Wie schon gesagt, von einem Fußballprofi erwarte ich die letzte Konsequenz mit aller Gewalt und Wille den Eckball sauber und platziert zu bringen, und mit dem Kopf in aller Konsequenz den Ball ins gegnerische Tor zu köpfen.

Es ist nicht nur Üben üben üben, sondern auch Einstellungssache ( persönliche).



Beitragvon DER Drachenfelsteufel » 07.11.2018, 09:25


Bei der Aufzählung der Tore nach Standards fehlt noch das Tor von Kühlwetter in Braunschweig (Einwurf).

Gottwalt hätte auch bereits zwei Tore machen MÜSSEN nach Ecken (eine davon in Jena).

Trotzdem sind unsere Standards noch zu ungefährlich. Besonders wenn man keine Mittel aus dem Spiel heraus findet.
Kämpfen Lautern!



Beitragvon SuperMario » 07.11.2018, 10:18


Bleibt die Gretchenfrage: liegt es (mal wieder nur) am Trainer, dass die Standards nix zählbares einbringen und hinten uns auseinander nehmen? Oder liegt es an den Spielern, die die Vorgaben nicht umzusetzen in der Lage sind? Weil sie die Dinger nicht gescheit treten können? Oder in der Mitte Schiss haben, die Rübe hinzuhalten?

Es muss sich was tun bei diesem Thema. Darauf habe ich auch schon seit Wochen immer wieder hingewiesen, eigentlich seit ich hier wieder aktiver bin (die aktivste Zeit liegt schon über 10 Jahre zurück). Mir auch völlig wurscht, wer das tut, veranlasst oder was auch immer. Üben üben üben... Am besten gemeinsame Trainingseinheiten gegen die U23, damit man nicht nur die eigenen Standards trainert, sonder auch die des anderen Trainers. Man spielt ja auch am Wochenende nicht gegen die eigenen Mitspieler... Wobei man bei so manchem Standard bei uns da schon auf diesen Gedanken kommen könnte, dass es so wäre, wenn die sich mal wieder gegenseitig im Weg stehen... :nachdenklich:
Cogito, ergo sum!



Beitragvon 4everfck » 07.11.2018, 10:20


Was ich noch viel schlimmer finde ist das jede Ecke die von gegnerischen Team rausgelöst wird IMMER beim Gegner landet und wir so jedes Mal in einen Konter reinlaufen....
Für immer Fritz-Walter-Stadion! Kategorie KL Jung-treu-laut



Beitragvon mastawilli » 07.11.2018, 10:37


SuperMario hat geschrieben:Bleibt die Gretchenfrage: liegt es (mal wieder nur) am Trainer, dass die Standards nix zählbares einbringen und hinten uns auseinander nehmen? Oder liegt es an den Spielern, die die Vorgaben nicht umzusetzen in der Lage sind? Weil sie die Dinger nicht gescheit treten können? Oder in der Mitte Schiss haben, die Rübe hinzuhalten?


Ich bin beim Training nie dabei, erinnere mich aber an ein Interview von Marco Kurz, der natürlich damals auf die Standard Stärke angesprochen wurde, in dem er sinngemäß sagte: Er liebt das Kopfballpendel

http://www.faz.net/aktuell/sport/fussba ... 54720.html

Vielleicht wird das Pendel auch heute ununterbrochen eingesetzt und ich tue den Trainern da unrecht. Aber man hat zumindest das Gefühl, dass damals alles für die offensichtliche Stärke getan wurde. Im Aufstiegsjahr und - wie hier schon erwähnt - auch im ersten Jahr Bundesliga mit den Tiffert Ecken. Die Abnehmer im Zentraum waren damals ja mit Amedick, Rodnei, Lakic und Nemec die Selben.



Beitragvon roterteufel81 » 07.11.2018, 11:07


4everfck hat geschrieben:Was ich noch viel schlimmer finde ist das jede Ecke die von gegnerischen Team rausgelöst wird IMMER beim Gegner landet und wir so jedes Mal in einen Konter reinlaufen....


Stimmt, hatte ich vollkommen vergessen.

Gilt aber auch außerhalb der Standards: zweite Bälle
"... denn Kellogg's Frosties schmecken sooo, die wecken den Tiger in dir (UND DIR!)"



Beitragvon Ke07111978 » 07.11.2018, 13:33


SuperMario hat geschrieben:Bleibt die Gretchenfrage: liegt es (mal wieder nur) am Trainer, dass die Standards nix zählbares einbringen und hinten uns auseinander nehmen? Oder liegt es an den Spielern, die die Vorgaben nicht umzusetzen in der Lage sind? Weil sie die Dinger nicht gescheit treten können? Oder in der Mitte Schiss haben, die Rübe hinzuhalten?


Das ist ja das schöne (und gleichzeitig schreckliche) an Statistiken - man könnte meinen sie sind objektiv..... :wink:

Wenn man weis, dass man in eine Saison geht, mit vielen tiefstehenden Gegnern, gegen die Standards eben eines der besten Mittel sind. Wenn man davon ausgeht, dass auch unserer sportlichen Leitung nicht verborgen geblieben ist, welchen Trend der Fußball da genommen hat, dann kann man die Frage tatsächlich darauf reduzieren, liegt es am Training oder an den Spielern.

Fakt ist, wir sind letzter in der Statistik, hätten wir die besten Standardspieler, die beschissen trainiert werden, wären wir nicht letzter. Hätten wir den besten Trainer aber viele Nulpen, wären wir auch nicht Letzter.

Die Wahrheit heißt wohl, dass es bei beiden (also Trainer und Mannschaft) nicht die Parade-Disziplin ist.



Beitragvon wernerg1958 » 07.11.2018, 14:14


Hallo Ken, so schauts aus, nur wie bewertet das die sportliche Leitung? :-( Ich sehe eine Mannschaft einen schwachen Trainer und einen mittelmäßigen Sportvorstand welcher noch von einem schwachen Sportdirektor unterstützt wird. Dies in der Summe sind zuviel Leute inkl. des Trainerstabs neben Herrn Fronzeck die hier ihren Senf zum "Erfolg" oder eben "Nichterfolg" geben.
Die Mannschaft ist Mittelmaß sicher willig und auch in der Lage mehr zu tun aber dieses ganze Masse an ich nenn es mal böse " Reinredner" macht das Bild aus welches die Mannschaft abgibt. 2 Mann müßten das ganze Führen beäugt von einem Chef der da mal auch ein paar notwendige kernige Worte sagt. Pip Pip Pip alle habn sich lieb bringt kein Erfolg, Gewitter reinigen die Luft........



Beitragvon SuperMario » 07.11.2018, 14:19


Ke07111978 hat geschrieben:
SuperMario hat geschrieben:Bleibt die Gretchenfrage: liegt es (mal wieder nur) am Trainer, dass die Standards nix zählbares einbringen und hinten uns auseinander nehmen? Oder liegt es an den Spielern, die die Vorgaben nicht umzusetzen in der Lage sind? Weil sie die Dinger nicht gescheit treten können? Oder in der Mitte Schiss haben, die Rübe hinzuhalten?


Das ist ja das schöne (und gleichzeitig schreckliche) an Statistiken - man könnte meinen sie sind objektiv..... :wink:

Wenn man weis, dass man in eine Saison geht, mit vielen tiefstehenden Gegnern, gegen die Standards eben eines der besten Mittel sind. Wenn man davon ausgeht, dass auch unserer sportlichen Leitung nicht verborgen geblieben ist, welchen Trend der Fußball da genommen hat, dann kann man die Frage tatsächlich darauf reduzieren, liegt es am Training oder an den Spielern.

Fakt ist, wir sind letzter in der Statistik, hätten wir die besten Standardspieler, die beschissen trainiert werden, wären wir nicht letzter. Hätten wir den besten Trainer aber viele Nulpen, wären wir auch nicht Letzter.

Die Wahrheit heißt wohl, dass es bei beiden (also Trainer und Mannschaft) nicht die Parade-Disziplin ist.


Danke. So in etwa sehe ich das auch. Sehr ausgewogen und neutral, dein Beitrag! Die einen werden sicher eher die Schuld (mal wieder) beim Trainer suchen, die nächsten bei den Spielern... Je nach Gusto oder durch entsprechende Statistiken untermauert.

Anyway, da kann man nur wirklich üben üben üben... Bis zum Erbrechen, zur Not wegen Hirnerschütterungen durch wiederholtes Kopfballspiel am Pendel... :D
Cogito, ergo sum!



Beitragvon SuperMario » 07.11.2018, 14:22


P.S.: Wenn ich deinen Nickname richtig deute, rundest du dich heute? :o

Dann mal herzlichen Glückwunsch!! :D
Cogito, ergo sum!



Beitragvon wernerg1958 » 07.11.2018, 14:46


Oja SuperMario, da hast Du sicher Recht! Auch von mir hier alles Gute Ken und bleib Gesund :daumen:




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