Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.

Beitragvon paulgeht » 12.07.2018, 14:15


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Gegner-Vorschau 2018/19, Teil 3
Die Mannschaften: Aufstiegsanwärter, Geheimfavoriten und Underdogs


Im abschließenden Teil 3 unserer Saison-Vorschau blicken wir auf die Mannschaften der 19 Konkurrenten des 1. FC Kaiserslautern. Wer gilt als Aufstiegsfavorit, wer muss eher nach unten schauen, wer könnte überraschen?

- Saison-Vorschau Teil 1 | Die Stadien: Kultstätten, Autobahnkreuze und Premieren
- Saison-Vorschau Teil 2 | Die Fans: Derbys, Sehnsüchte und Dorfklubs

Ist er nun der Topfavorit oder ist er es nicht? Der FCK jedenfalls geht mit der klaren Zielsetzung in die neue Saison, den Abstieg in die 3. Liga so schnell es geht zu korrigieren. Es ist allerdings kaum vorherzusagen, mit wem sich die Roten Teufel letztlich um die Aufstiegsplätze streiten werden. In der 3. Liga zählen nicht nur Qualität und Talent. Auch Wille, Erfahrung und ein geschlossener Teamgeist sind in der langen Spielzeit notwendig.

Die Konkurrenz ist deshalb nur schwer einzuschätzen. Dennoch lässt sich das Potenzial ungefähr einordnen - obwohl es mit Sicherheit auch in dieser Saison die eine oder andere Überraschung geben dürfte.

Die Mit-Favoriten: Karlsruhe, Braunschweig, 1860 und Wiesbaden

Zu den engeren Konkurrenten wird der Karlsruher SC zählen. Zwar haben die Badener mit ihrem 17-Tore-Mann Fabian Schleusener (war ausgeliehen, jetzt SV Sandhausen) und mit Außenverteidiger Matthias Bader (Köln) zwei wichtige Ankerpunkte verloren. Dennoch gehört der KSC dank seiner Defensivstärke und Erfahrung zu den besseren Mannschaften. Mit Offensivmann Kyoung-rok Choi (St. Pauli), Außenverteidiger Marin Sverko (Mainz) oder den drittliga-erfahrenen Kräften Martin Röser (Halle) und Saliou Sané (Großaspach) hat der KSC außerdem Transfers mit Perspektive getätigt.

Zu den Mitfavoriten zählt auch Mit-Absteiger Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen mussten ihren Kader nahezu komplett erneuern, behielten jedoch einzelne Säulen wie Gustav Valsvik, Frederik Tingager oder Christoffer Nyman aus der Zweitliga-Mannschaft. Was die Löwen vom FCK unterscheidet: Auch auf der Trainerposition gab es einen Wechsel. Nach zehn Jahren wurde Torsten Lieberknecht von Henrik Pedersen, zuvor Co-Trainer bei Union Berlin, ersetzt. Mit Stephan Fürstner (Union), Linksverteidiger Malte Amundsen (Rosenborg) und Michal Fasko (FC Zürich) holte die Eintracht nach längerer Funkstille auf dem Transfermarkt außerdem einige namhafte und erfahrene Kräfte. Nun hängt alles davon ab, wie der Kader aus einigen Nationen bestehend und mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen zusammenwächst.

Wie Braunschweig tat sich auch beim TSV 1860 München zunächst wenig auf dem Transfermarkt. Während die Eintracht aber ihre Strukturen überarbeiten und die Möglichkeiten sondieren musste, ging es bei den Münchnern vor allem zunächst um die nötigen finanziellen Mittel, die mal wieder durch einen Streit zwischen Verein und dem Investor Hasan Ismaik blockiert waren. Schließlich nahmen die Giesinger aber mit Adriano Grimaldi (Münster), Stefan Lex (Ingolstadt) und Quirin Moll (Braunschweig) doch noch erfahrene Spieler unter Vertrag. Sie komplettieren einen Kader, der mit Spielern wie Sascha Mölders oder Nico Karger bereits über gute Akteure verfügt und definitiv höhere Ziele als einen Mittelfeldplatz angreifen kann.

Vor allem ist das Team nach der erfolgreichen Regionalliga-Saison, angeführt von Sympathieträger und Cheftrainer Daniel Bierofka, gefestigt. Transfers aus der Region, wie zum Beispiel der von Kristian Böhnlein, der vom abstiegsbedrohten Viertligisten Bayreuth kommt, aber schon als Kind großer Fan der Sechzger war, sollen Identifikation und Zusammenhalt stärken.

Wehen Wiesbaden steht an der Grenze zwischen den Mit- und Geheimfavoriten. Der SVWW hat sich innerhalb eines Jahres vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsanwärter entwickelt. Mit dem Karlsruher SC stritten die Hessen lange um den Relegationsplatz, zogen letztlich aber den Kürzeren. Ist ihnen eine ähnlich starke Saison vergönnt? Cheftrainer Rüdiger Rehm kann zumindest weiterhin auf seinen Torjäger Manuel Schäffler (22 Tore) setzen.

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In Wiesbaden spielten die Roten Teufel zuletzt im August 2014. Damals siegten Philipp Hofmann und Co. im Elfmeterschießen.

Den Klub verlassen haben dagegen Kapitän David Blacha (Osnabrück) sowie das Offensivtalent Agyemang Diawusie (Leipzig, zunächst an Ingolstadt verliehen) und Robert Andrich (Heidenheim). Dafür holte der SVWW einen Mix aus erfahrenen Spielern (Marc Wachs, Ex-Lautrer Giuliano Modica, Patrick Schönfeld) und Talenten (Ex-Lautrer Nicklas Shipnoski, Daniel-Kofi Kyereh). Rehm, der gerne auf Offensivfußball und viel Intensität setzt, hat die jüngste erfolgreiche Entwicklung maßgeblich ermöglicht und kann daher mit seinem neuen Kader in Ruhe arbeiten. Auch das könnte ein Vorteil der Hessen sein.

Die Geheimfavoriten: Fortuna Köln und Uerdingen

Spektakulär ging es in den vergangenen Wochen in Uerdingen zu. Mit minimalistischem Fußball sicherten sich die Krefelder die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 3. Liga, bestanden dort nach dem Abbruch im Rückspiel gegen Waldhof Mannheim - um dann um die Lizenz zu zittern. Inzwischen kann der ehemalige Bundesligist fest mit der 3. Liga planen. Investor Mikhail Ponomarev deutete zunächst wenige Transfers an, dennoch schlug der Verein kräftig zu - und blieb seiner Linie treu. Es kamen vor allem Neuzugänge mit "großem Namen". Weltmeister Kevin Großkreutz (Darmstadt), Stefan Aigner (Colorado), Manuel Konrad (Dresden), Dennis Daube (Union), Robert Müller (Aalen) und Ali Ibrahimaj (Sandhausen) bringen jede Menge Erfahrung mit und spielten mindestens schon auf Zweitliga-Niveau. Sie treffen auf bekannte Akteure wie Maximilian Beister (früher Hamburger SV) und René Vollath (Karlsruher SC). Geht das Konzept der Uerdinger auf und schöpft der Kader sein Potenzial komplett aus, gehört der KFC, trainiert vom zweit- und drittligaerfahrenen Stefan Krämer, mindestens zu den Geheimfavoriten.

Zu diesen zählt auch Fortuna Köln. Die Domstädter formulieren inzwischen selbstbewusst hohe Ansprüche. Im vergangenen Jahr konnte der SC den Kontakt nach oben nicht halten und musste früher als geplant abreißen lassen. Gelingt es dieses Mal besser? Trainer Uwe Koschinat, der sich auch um Scouting, Transfers und Kaderplanung kümmert, ist ein besessener Arbeiter. Mit Benjamin Pintol (Halle), Sebastian Schiek (Großaspach) und Kwame Yeboah (Mönchengladbach, zuletzt nach Paderborn ausgeliehen), holten die Rheinländer drittligaerprobte Spieler. Außerdem nahm die Fortuna "Königstransfer" Moritz Hartmann (Ingolstadt) unter Vertrag, ergänzt von einzelnen Perspektivspielern. Im Vergleich zu den Abgängen, darunter Manuel Farrona Pulido (Osnabrück), Stammtorhüter Tim Boss (Dresden) und Daniel Keita-Ruel (Fürth), darf durchaus von einer Qualitätssteigerung gesprochen werden.

Die Ambitionierten: Halle, Würzburg und Rostock

Ambitioniert sind letztlich alle Klubs der 3. Liga - schließlich sind Ausreißer nach oben auch immer möglich. Besonders intensive Pläne werden derzeit aber in Halle verfolgt. Der HFC hat nach einem schwachen Jahr den Reset-Knopf gedrückt. Trainer Torsten Ziegner kam vom FSV Zwickau, und will auch persönlich höhere Ziele anpeilen. Im Management gab es ebenfalls Veränderungen. Ralf Heskamp arbeitet als neuer Sportdirektor und war zuvor unter anderem in Scouting von Bayern München tätig. Und nicht zuletzt tummeln sich auch auf dem Platz viele neue Gesichter. Über 30 Transferbewegungen vollzog der HFC und erneuerte sich zu weiten Teilen. Mit Ausnahme von Außenverteidiger Fynn Arkenberg (Hannover) kamen fast alle Neuzugänge von Liga-Konkurrenten, unter anderem der auch von Lautern umworbene Pascal Sohm (Großaspach). Nun muss das talentierte Team ohne große Namen beweisen, zu was es in der Lage ist.

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In Halle ist der FCK erst einmal für ein Pflichtspiel angetreten. Im Pokal setzte es eine ärgerliche 3:4-Niederlage nach Verlängerung.

In Würzburg rechnet man sich ähnliche Chancen aus. Obwohl der FWK vor zwei Jahren unerwartet in die 2. Liga stürmte, sofort wieder abstieg und zuletzt eine durchwachsene Spielzeit in der 3. Liga absolvierte, geht es bei den Kickers sachlich und ruhig zur Sache. Pläne, den Klub Schritt für Schritt weiter zu entwickeln, werden konsequent verfolgt - der unerwartete Aufstieg und der sofortige Abstieg fallen da nicht ins Gewicht. Dafür soll es nun wieder ein Stückchen nach oben gehen.

Das Gesicht des Kaders hat sich verändert: Stürmer Marco Königs (Rostock), Torwart Wolfgang Hesl (Kaiserslautern) sowie die erfahrenen Felix Müller, Emanuel Taffertshofer (beide Sandhausen) und Sebastian Neumann (Duisburg) haben den Klub verlassen. Namhafte Verpflichtungen gab es dafür nicht. Mit Daniel Hägele (Großaspach) holte der FWK immerhin einen in der 3. Liga durchaus bekannten Mann, der über Führungsfähigkeiten verfügt. Ansonsten verpflichteten die Unterfranken junge, entwicklungsfähige Spieler, die das bestehende Mannschaftsgerüst verstärken sollen.

In Rostock soll es endlich auch wieder nach oben gehen. Die Kogge gehört zu den Klubs, die die längste Zeit in der 3. Liga vertreten sind. Ihren Kader haben die Ostseestädter kräftig umgebaut und sich unter anderem vom Ex-Lautrer Marcel Ziemer getrennt. Es kam eine Mischung aus erfahrenen Profis, zum Beispiel Cebio Soukou (Aue) oder Königs (Würzburg) und entwicklungsfähigen Spielern, die in eine auf dem Papier durchaus starke Mannschaft kommen. Allerdings wurde der FC Hansa in der Vorbereitung bislang von Verletzungsproblemen gestört. Allen voran Kapitän Oliver Hüsing erwischte es (Bänderverletzung). Schöpft der ehemalige Bundesligist dennoch sein Potenzial aus, ist eine höhere Platzierung als in der vergangenen Saison (6.) drin.

Die Lauernden: Aalen, Unterhaching und Cottbus

In Aalen hatte sich der Verein vor einigen Wochen zu einem Schnitt entschieden. Die Phase nach der erfolgreich überstandenen Insolvenz sollte beendet und auch im Sportlichen ein Neuanfang gemacht werden. Trainer-Routinier Peter Vollmann musste seinen Hut nehmen. Für ihn kam das junge Coaching-Talent Argirios Giannikis. Er soll den VfR, zuletzt solider Drittliga-Durchschnitt, mittelfristig zu einem Aufstiegsanwärter formen. Denn in die 2. Liga soll es - so die Vision - spätestens in drei Jahren gehen, wenn der Verein sein 100-jähriges Bestehen feiert. Mit Sebastian Vasiliadis (Paderborn), Rico Preißinger (Magdeburg) und Maximilian Welzmüller (Bayern München II) haben die Schwaben drei absolute Leistungsträger verloren. Dafür holten sie mit Myroslav Slavov (Chemnitz), der einst in Österreich 40 Tore in 41 Spielen geschossen hat, Royal-Dominique Fennell (Halle) und Patrick Funk (Wiesbaden) erfahrene Spieler. Außerdem kamen Talente wie Marian Sarr (Wolfsburg II), Nils Anhölcher (Hoffenheims U19) und Yannis Letard (Guingamp), die sich beim VfR entwickeln sollen.

Sie stoßen zu einem "sattelfesten" Team, das mit Torhüter Daniel Bernhardt, den Verteidigern Thomas Geyer und Sascha Traut sowie dem nimmermüden Stürmer Matthias Morys eine weitere solide Saison im Drittliga-Mittelfeld spielen sollte - mindestens.

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In Aalen sind die Roten Teufel zu Zweitliga-Zeiten öfter angetreten. Es gab jeweils einen Sieg, eine Niederlage und ein Remis.

Mit einem Platz im Mittelfeld wären wohl auch die SpVgg Unterhaching und Energie Cottbus zunächst zufrieden. Beide hätten aber das Zeug zur Überraschungsmannschaft. Unterhaching holte mit Aalens Ex-Kapitän Markus Schwabl (Fleetwood Town), Lucas Hufnagel (Freiburg) und Dominik Widemann (Heidenheim) drei ehemalige Akteure zurück, die in ein funktionierendes Team stoßen. Wichtige Leistungsträger, allen voran Torjäger Stephan Hain (18 Tore) und Sascha Bigalke (15 Vorlagen) laufen auch in der kommenden Saison für die Hachinger auf.

In Cottbus setzen die Verantwortlichen hauptsächlich auf die eingespielte Mannschaft, die souverän in der abgelaufenen Spielzeit Meister in der Regionalliga Nordost geworden ist und sich in den zwei Entscheidungsspielen gegen Weiche Flensburg durchgesetzt hat. Fabio Viteritti (13 Tore), Lasse Schlüter, Marc Stein, Kevin Weidlich oder Maximilian Zimmer heißen die bislang selten im Rampenlicht stehenden Leistungsträger beim FC Energie. Hervorstechen konnte der 23-jährige Mittelstürmer Streli Mamba, der nicht nur schnell sondern auch torgefährlich ist: In 26 Viertliga-Spielen gelangen ihm 19 Treffer. Der Angreifer wird aber von Zweitligisten - unter anderem Paderborn - umworben. Sollte die geforderte Ablösesumme fließen, ist er wohl weg.

Zur neuen Spielzeit holte Cottbus, das nur vier Abgänge zu verzeichnen hat, bislang zwei Neue: Abdulkadir Beyazit (Babelsberg) für den Sturm und Mittelfeldmann Daniel Stanese aus Aalen. Transfers zu einem späteren Zeitpunkt sind nicht ausgeschlossen. Doch Trainer "Pele" Wollitz setzt nach aktuellem Stand voll und ganz auf seinen Aufstiegskader.

Die Durchschnittlichen: Meppen, Jena, Osnabrück und Münster

Meppen und Jena haben jeweils einen Schlüsselspieler verloren. Der SVM hat Benjamin Girth (19 Tore) an Holstein Kiel abgeben müssen. Timmy Thiele (elf Treffer) verließ Jena in Richtung FCK. Beim FCC ruhen nun die Hoffnungen auf Stürmer Julian Günther-Schmidt und Offensiv-Neuzugang Fabian Brügmann (Berliner AK). Ansonsten setzt Trainer Mark Zimmermann weitgehend auf seinen eingespielten Kader. In Meppen werden die Offensiverwartungen auf Neuzugang Max Wegner (Lotte) und Talent Deniz Undav (Braunschweig) verteilt.

Mit ihren Mannschaften dürften Jena und Meppen eher zu den durchschnittlichen Teams gehören. Das gilt auch für Osnabrück und Münster. Der VfL hat einen Großteil seines Kaders ausgemistet und sich überwiegend mit Akteuren von Liga-Konkurrenten verstärkt. Farrona Pulido (Köln) und Blacha (Wiesbaden) gehören zu den namhafteren Akteuren. Wie wirken sich die Abgänge von Jules Reimerink, der ausgerechnet nach Lotte wechselte, und Emmanuel Iyoha, der von Düsseldorf ausgeliehen war, aus? Eine Saison fernab von Abstiegssorgen wäre ein Fortschritt.

Die Lila-Weißen sind mit ihrem beinahe rundum erneuerten Kader eine schwer einzuschätzende Wundertüte. Das gilt auch für Münster. Der SCP nahm hauptsächlich Spieler mit Drittliga-Erfahrung oder von unterklassigen Klubs unter Vertrag. Mittelfeld-Allrounder Kevin Rodrigues Pires kam aus Lotte, der Ex-Lautrer Rufat Dadashov soll den Sturm verstärken. Beim BFC Dynamo erzielte der 26-Jährige 25 Tore in 25 Spielen. Ob er in der 3. Liga funktioniert? Die Hoffnungen in Münster sind groß - doch vielmehr als gesicherter Platz im Mittelfeld dürfte mit dem durchschnittlichen Kader kaum drin sein.

Die Underdogs: Zwickau, Großaspach und Lotte

In Zwickau sind - wie bei so vielen Drittligisten - die Mittel begrenzt. Dennoch schafften es die Verantwortlichen, aus den bescheidenen Möglichkeiten zweimal einen konkurrenzfähigen Drittliga-Kader zu formen. Gelingt das auch ein drittes Mal? Der FSV verzichtete auf aufsehenerregende Transfers, verstärkte sich dafür gezielt mit Akteuren aus überwiegend unterklassigen Vereinen oder Spieler aus zweiter Reihe. Wichtige Leistungsträger, allen voran der 35-jährige Stürmer Ronny König, bleiben den Schwänen erhalten. Gelingt am Ende der Klassenerhalt, wäre das für die Westsachsen ein großer Erfolg.

Vergleichbar ist die Ausgangslage in Lotte und Großaspach. Die SGS verfügt seit Jahren über einen der kleinsten Etats der 3. Liga - ihr gelang jedoch viermal in der Folge der Klassenerhalt. Die Transfers im Fautenhau lesen sich auch dieses Jahr wie eine Ansammlung namenloser Kicker: Mike Owusu, Jonas Meiser oder Patrick Choroba kamen in diesem Sommer zu den Aspachern, die ein spezielles Konzept verfolgen: Junge entwicklungsfähige Spieler oder Profis, deren Karriere in einer Sackgasse steckt, sollen bei den Schwaben neuen Schwung gewinnen. Das gelang in der vergangenen Saison unter Neu-Trainer Sascha Hildmann, der in Kaiserslautern geboren wurde und früher für den FCK II spielte, mehr oder weniger gut. Allerdings performte die SGS zwischenzeitlich unter ihrer angepeilten Zielsetzung und Vorstellung. Nervös wird bei dem kleinen Dorfklub dennoch niemand so schnell. Jede Saison in der 3. Liga ist ein Geschenk.

So ähnlich wird man das auch in Lotte sehen. Die Sportfreunde schafften zum zweiten Mal in Folge den Klassenerhalt, zuletzt gaben sich aber die Cheftrainer die Klinke in die Hand. Seit dem Weggang von Erfolgs- und Aufstiegstrainer Ismail Atalan arbeiteten vier Coaches bei den Westfalen. Nun ist Matthias Maucksch am Zug. Der 49-Jährige muss aus der Mannschaft wieder eine verschworene Einheit formen. Auch Lotte setzt auf junge Talente und an anderer Stelle ausgemusterte Profis, wie die beiden Ex-Lautrer Michael Schulze und Marcus Piossek. Wenn Maucksch den so wichtigen Zusammenhalt bei den Sportfreunden wieder herstellt, der den kleinen Klub vor zwei Jahren sogar bis ins DFB-Pokal-Viertelfinale trug, ist der Klassenerhalt möglich.

Welchen Gegner siehst Du als größten Konkurrenten des 1. FC Kaiserslautern? Wer hat das Zeug, in dieser Spielzeit zu überraschen? Diskutiere in unserem Forum mit!

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon Devil's Answer » 13.07.2018, 20:02


Dort hat man schon mal die Glaskugel bemüht
https://www.bundesliga-prognose.de/3/2018/abschlusstabelle/

1. 1. FC Kaiserslautern 38 26 8 4 95:57 38 86
2. Hallescher FC 38 25 8 5 58:32 26 83
3. Eintracht Braunschweig 38 22 8 8 67:46 21 74
4. SV Meppen 38 22 5 11 60:46 14 71
5. FC Carl Zeiss Jena 38 20 10 8 64:51 13 70
6. Preussen Münster 38 20 9 9 54:35 19 69
7. Karlsruher SC 38 18 10 10 49:37 12 64
8. Würzburger Kickers 38 17 11 10 47:40 7 62
9. FC Hansa Rostock 38 15 13 10 50:40 10 58
10. SG Sonnenhof Großaspach 38 14 14 10 53:48 5 56
11. SV Wehen Wiesbaden 38 15 10 13 50:45 5 55
12. SpVgg Unterhaching 38 17 4 17 51:51 0 55
13. FC Energie Cottbus 38 10 13 15 48:53 -5 43
14. Uerdingen 05 38 12 7 19 34:51 -17 43
15. FSV Zwickau 38 8 13 17 33:48 -15 37
16. TSV 1860 München 38 5 15 18 32:48 -16 30
17. Fortuna Köln 38 7 9 22 41:64 -23 30
18. VfL Osnabrück 38 6 7 25 31:60 -29 25
19. Sportfreunde Lotte 38 4 8 26 29:58 -29 20
20. VfR Aalen 38 2 8 28 36:72 -36 14

Kann ich mit leben 8-)
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world



Beitragvon 1:0 » 15.07.2018, 08:05


Ich finde es erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit paulgeht davon ausgeht, dass sich der 1. FCK "letztlich um die Aufstiegsplätze streiten wird".

Die zu 95% neu zusammengewürfelte Mannschaft ist letztlich viel weniger berechenbar, als ein gutes Dutzend der gewachsenen Konkurrenten.

+ wir alle wissen, dass der "große Name" schon lange nichts mehr Wert ist.

Mein Gefühl sagt Braunschweig, Cottbus und ein Team X, vllt Osnabrück, wenngleich die die gleiche Kaderumstellung gemacht haben wie der FCK.

Mir ist natürlich klar, dass DBB in den Zusammenfassungen die allgemeine Fan-Vorfreude nicht dämpfen will :wink:



Beitragvon ExilDeiwl » 15.07.2018, 09:29


Aus welchem Grunde sollte Braunschweig denn größere Chancen haben als wir? Da wurde doch auch die Mannschaft ziemlich umgekrempelt. Plus neuer Trainer. Die werden es genauso schwer haben, wie wir.



Beitragvon Lonly Devil » 15.07.2018, 13:36


1:0 hat geschrieben:... ...
Mein Gefühl sagt Braunschweig, Cottbus und ein Team X, vllt Osnabrück, wenngleich die die gleiche Kaderumstellung gemacht haben wie der FCK.
... ...

Warum räumst Du Braunschweig, die einen ebenso großen Umbruch wie der 1.FCK haben und deren Kader noch nicht einmal komplett steht, eine größere Chance auf einen Aufstiegsplatz ein?

Wenn Du schon Osnabrück eine Außenseiterrolle einräumst, dann kann man das bei unserem 1.FCK auch machen. Da sehe ich keinen gravierenden Unterschied.

1:0 hat geschrieben:Ich finde es erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit paulgeht davon ausgeht, dass sich der 1. FCK "letztlich um die Aufstiegsplätze streiten wird".
... ...

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass scheinbar allen anderen Teams bessere Chancen eingeräumt werden als dem 1.FCK, dessen Fan man doch ist. Da darf man ruhig eine kleine Vereinsbrille aufsetzen und zumindest ein wenig Zuversicht an den Tag legen.
Die Ergebnisse und der Saisonverlauf sind (hoffentlich) noch nicht festgelegt oder vorbestimmt. :wink:
Das Rettungsseil wurde mit beiden Händen ergriffen. Jetzt gilt es, sich hocharbeiten.
Martin Wagner: "Von den 8 Jahren, die ich hier gespielt habe, waren wir 7 Jahre international dabei. Das war der Druck und die Erwartungshaltung die wir uns erarbeitet hatten, aber auch haben wollten".



Beitragvon FCKPersey1962 » 16.07.2018, 11:10


Heute ist ein Interview mit Bader in der Rheinpfalz das mir zeigt, dass die Demut für die 3. Liga bei unserer Führung präsent ist. So würde ich das auch nach außen „verkaufen“. Intern werden die Ziele klar auf Aufstieg gesteckt sein, wohlwissend dass es kein Selbstläufer wird, gerade am Anfang. Hoffen wir auf einen guten erfolgreichen Start damit uns die Euphorie wieder schnell zurück in die 2. Liga trägt.
Die Weichen sind gestellt, nun liegt es an der Mannschaft, MF, den Fans und etwas Glück unsere Ziele zu erkämpfen und zu erspielen.
Ich freue mich total auf das Spiel gegen 60 und werde auf der Süd Alles geben. :teufel2:
Dauerkarte Südtribühne 18/19



Beitragvon Schlossberg » 21.07.2018, 14:56


Münster hat noch keinen Trikotsponsor und muss vielleicht um die Lizenz bangen.

Der SC Preußen hat ein Alleinstellungsmerkmal. Von 20 Fußball-Drittligisten ist Münster der einzige ohne einen Hauptsponsor. Der Trikotverkauf wurde deshalb noch nicht gestartet. Der DFB dürfte bei der Nachlizenzierung genau hinschauen, wie der SCP dieses finanzielle Loch gestopft hat. (...)

Quelle und kompletter Text: https://www.muensterschezeitung.de/Spor ... ie-Pflicht
Zuletzt geändert von Schlossberg am 21.07.2018, 17:32, insgesamt 1-mal geändert.

Never give in, never give in, never, never, never, never

(Winston Churchill)



Beitragvon SEAN » 21.07.2018, 17:08


FCK Sponsor "Layendecker", da ist noch Aufklärungungsbedarf. In Trier freut man sich, da gibt es meines Wissens eine Firma mit dem Namen. :wink:
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.




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