Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon paulgeht » 12.01.2018, 10:16


Stadtrat: Gespräche über Stadionmiete vertagt

Ein erstes fraktions- und parteiübergreifendes Gespräch hat am Donnerstag zum FCK-Antrag über die Verringerung der Stadionmiete für die Saison 2018/2019 stattgefunden. Die Teilnehmer vertagten sich auf den 23. Januar.

Es war ein großer Auflauf am Donnerstagabend im SPD-Fraktionszimmer im Rathaus. Vertreter der Fraktionen und der sie tragenden politischen Gruppierungen kamen zusammen, um mit den Vertretern des 1. FC Kaiserslautern und der Stadiongesellschaft über das Thema Stadionmiete ins Gespräch zu kommen.

(...)

In der Klärung befindet sich derzeit noch die Frage, in wieweit eine Reduktion der Stadionmiete in der Dritten Liga auf 425.000 Euro überhaupt mit dem europäischen Beihilferecht in Einklang zu bringen ist. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 22.01.2018:

Stadionmiete: Fraktionen treffen sich Dienstag

Die Kaiserslauterer Kommunalpolitik sucht eine Lösung für eine vom Verein beantragte Verringerung der Stadionmiete.

Wenn am Dienstagabend die Vorsitzenden der Fraktionen und Parteien im Kaiserslauterer Stadtrat ein zweites Mal zusammenkommen, nach dem SPD-Fraktionszimmer diesmal im Business + Innovation Center, auf neutralem Platz sozusagen, dann geht das Ringen um eine Lösung über die künftige Stadionmiete weiter. Es gilt, eine Antwort der Stadt auf den Antrag des sportlich und wirtschaftlich angeschlagenen 1. FC Kaiserslautern auf eine Mietminderung in der Zweiten beziehungsweise in der Dritten Liga in der Saison 2018/2019 zu finden. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz

Weitere Links zum Thema:

- Plan B: FCK müsste bei Abstieg stark abspecken (Der Betze brennt, 18.01.2018)
- Stadtrat: Gespräche über Stadionmiete vertagt (Rheinpfalz, 12.01.2018)
- Rheinpfalz: Stadt und FCK beraten Stadionmiete (Der Betze brennt, 05.12.2017)
- Rheinpfalz: FCK beantragt erneuten Mietnachlass (Der Betze brennt, 22.11.2017)
Bild
Ihr findet uns auch bei Facebook und Twitter.



Beitragvon wernerg1958 » 12.01.2018, 10:46


Was heist hier vertagt, daß es nicht an einem Abend in einem Gespräch eine Lösung gibt ist doch klar das war auch nie beabsichtigt. Es wird sicher außerdem Gespräch am 23.01.2018 noch weitere geben müßen. Die Situation ist eben massiv problematisch. Was mir allerdings fehlt ist ein Hinweis darauf, daß man das aktuelle Konstrukt abschaffen und ein besseres für alle Parteinen suchen will. Den dieses Konstrukt funktioniert ja nicht.
Unverständniss, daß man dies nicht wenigstens versucht.
Schade Herr Banf, Herr Klatt, Herr Weichel, lieber weiter eine Zweckehe die doch irgendwann geschieden werden wird.



Beitragvon Fck1976* » 12.01.2018, 10:57


In der Klärung befindet sich derzeit noch die Frage, in wieweit eine Reduktion der Stadionmiete in der Dritten Liga auf 425.000 Euro überhaupt mit dem europäischen Beihilferecht in Einklang zu bringen ist.



Wenn ich sowas wieder lesen muss.

Ich hab eine Immobilie und kann sie nicht zu dem für die Finanzierung erforderlichen Preis vermieten . Ergo lege ich die Differenz aus eigener Tasche drauf.
Das ist eine marktwirtschaftliche Situation und keine Subvention

Es gibt nur einen Nachfrager, wenn ich dem dann nicht vermiete, zahle ich die komplette Rate aus eigener Tasche.
Ist doch logisch oder sehe ich was falsch?



Beitragvon super-jogi » 12.01.2018, 11:04


MMn ist das Stadion der wichtigste Punkt, was die Zukunft des FCK angeht. Wenn da keine vernünftige Lösung gefunden wird zieht das den Verein immer weiter nach unten.
Da interessiert dann auch kein europäiches Beihilferecht.
Vieleicht müssten wir wirklich zur nächsten Saison woanders spielen, damit mal was passiert.
Das Leben ist wie eine Klobrille. Man macht so einiges durch !



Beitragvon quallenbakker » 12.01.2018, 11:17


Genau Super-Jogi, damit diesen Stadtbediensteten mal klar wird, allen voran der Verwaltungsmensch bzw.reine Verwalter - Weichel, welche Einnahmen der FCK nach wie vor für die Stadt generiert. Aber dieser OB ist nat. nicht alleine verantwortlich, aber der hat der Stadt bisher wenig- insgesamt gesehen- wenig gebracht.... Sein Lebenswerk die Mall hat er vollendet, die Gartenschau hat er auch abgespeckt - so weit das ging- nun noch der Stadionabriss als letzte Aufgabe... Ein typischer Verwaltungschef, mehr als verwaltet hat der nix im Leben.... Wenn man sich dem seine Vita mal so ansieht, keine Kreativität nix... Der FCK ist doch das Wahrzeichen der Stadt, einige Akademiker kennen vlt. noch die UNI oder die FH oder einige wenige das Pfalztheater, aber den FCK kenn in der Republik und Europa fast jeder...



Beitragvon Hephaistos » 12.01.2018, 11:18


Ich glaube nicht, dass da was gehen wird.. Hab das aber auch schon paar Mal geschrieben. Stadt hat selbst 900 Mio Schulden und ist bestimmt nicht bereit jetzt auch noch für die Fehler der Politiker in der Vergangenheit zu blechen.



Beitragvon super-jogi » 12.01.2018, 11:25


Hephaistos hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass da was gehen wird.. Hab das aber auch schon paar Mal geschrieben. Stadt hat selbst 900 Mio Schulden und ist bestimmt nicht bereit jetzt auch noch für die Fehler der Politiker in der Vergangenheit zu blechen.


Dann bleibt uns in Liga 3 oder RL eigentlich nur noch der Auszug.
Das Leben ist wie eine Klobrille. Man macht so einiges durch !



Beitragvon WM1954 » 12.01.2018, 11:27


Fck1976* hat geschrieben:Ist doch logisch oder sehe ich was falsch?


Nun, wenn die Stadt mit 425.000,-€ einverstanden wäre, müsste irgendjemand den fehlende Rest an die Banken bezahlen. Wer das sein wird, wissen wir alle. In dem Moment kommt dann das "europäische Beihilferecht" um die Ecke - wahrscheinlich in Form unserer allseits bekannten Freunde bei Funk, Fernsehen, Zeitung und Steuerzahlern. Die Stadt wird es wohl darauf ankommen lassen und das bedeutet Konkurs. Dann ist jeder fein raus und der Steuerzahler blecht das Ganze.

Und hier bin ich bei Quallenbakker: es müssen kreative Lösungen her oder die Lampen gehen aus. Der letzte schließt ab 8-) .



Beitragvon Eori » 12.01.2018, 11:28


super-jogi hat geschrieben:
Hephaistos hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass da was gehen wird.. Hab das aber auch schon paar Mal geschrieben. Stadt hat selbst 900 Mio Schulden und ist bestimmt nicht bereit jetzt auch noch für die Fehler der Politiker in der Vergangenheit zu blechen.


Dann bleibt uns in Liga 3 oder RL eigentlich nur noch der Auszug.



Und dann bekommt die Stadt genau 0 Euro an Miete. Muss aber den Unterhalt weiterhin bezahlen. Ob sich das rechnet ? Schade das sich das mit der Ausgliederung jetzt doch wieder bis in die neue Saison verschiebt... Darin könnte meiner Ansicht nach die Möglichkeit einer guten Lösung für Stadt und Verein liegen.
"Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben." (Fritz Walter) :teufel2:



Beitragvon Rheinteufel2222 » 12.01.2018, 11:37


Eori hat geschrieben:Ob sich das rechnet ?


Genau auf die vier Worte lässt sich das ganze Problem aus Sicht der Stadt reduzieren. Ich nehme an, das rechnen die jetzt zwei Wochen lang mit allen denkbaren Alternativ-Modellen durch, darunter vermutlich auch theoretischer Abriss und Neubau. Natürlich muss man dabei auch die indirekten Einnahmen, die der FCK für die Wirtschaft in Kaiserslautern generiert berücksichtigen. Allerdings dürften auch die in der 3. Liga oder darunter gewaltig zusammenschmelzen.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon EchterLauterer » 12.01.2018, 11:57


Eori hat geschrieben:
super-jogi hat geschrieben:Dann bleibt uns in Liga 3 oder RL eigentlich nur noch der Auszug.



Und dann bekommt die Stadt genau 0 Euro an Miete. Muss aber den Unterhalt weiterhin bezahlen.


Du denkst zu einseitig: Dann bekommt die Stadt nämlcih Dispositionsfreiheit über eine innerstädtische Entwicklungsfläche quasi im Grünen, also vom Feinsten, das wäre das letzte Filetstück, das die Stadt noch hat!
Das könnte im Endeffekt durchaus ökonomisch sinnvoll sein - und zumindest auf den ersten Blick würde es die Kosten nicht auf den Steuerzahler abwälzen.

Hab ich einen Klotz am Bein, dann schau ich, daß ich den los werde - insofern wäre der Abstieg in die 4.Liga für viele der best case. Die würden sich die Hände reiben, wenns so käme! Die Pläne liegen doch schon in diversen Schubladen. Und seit dem Wort "Zweckehe" weiß man doch, wo die Präferenzen des Bürgermeisters liegen.
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet
.



Beitragvon wernerg1958 » 12.01.2018, 12:02


@echterlauterer,
so sieht es aus, aber das wollen viele einfach nicht wahrhaben! Die Stadt lauert nur auf den Niedergang des FCK denn dann ist sie fein raus!



Beitragvon Otto Rehagel » 12.01.2018, 12:03


Hephaistos hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass da was gehen wird.. Hab das aber auch schon paar Mal geschrieben. Stadt hat selbst 900 Mio Schulden und ist bestimmt nicht bereit jetzt auch noch für die Fehler der Politiker in der Vergangenheit zu blechen.



_____________

Zieht doch mal den Kurt Beck zu den Gesprächen dazu. Der wollte sich doch bei der WM in der Pfalz den Hintern in der VIP Loge noch breiter sitzen ... soll er doch mal ne Lösung aufzeigen. Hat doch Kontakte. Alle die unbedingt die WM hier haben wollten, sollen sich auch mal nen Kopf machen.
Der Verein ist doch der letzte hier in der Kette, der für diesen Mist blechen muss.



Beitragvon Fck1976* » 12.01.2018, 12:25


Wir schreiben das Jahr 2020, der FCK Trägt seine Heimspiele nach einer grandiosen Saison in der Regionalliga Südwest nach wie vor abwechselnd im Südweststadion LU und auf der Hustenhöhe PS aus.
Ein findiger Ökonom kommt aus welchen ökologischen Gründen auch immer auf die Idee das FWS Stadion zurückzubauen, da hier die Chance besteht eine nachhaltige Miete zu erzielen.
Dutzende chinesische Investitionen sind abgesprungen.
Die lokale Politik ist begeistert und das Land nimmt es zähneknirschend hin und verbucht einen Grossteil der Kredite auf dem gleichen Friedhof des Nürburgrings.
Der Vorschlag der Landesregierung das FWS Stadion auf den Ring zu legen scheiterte an statischen Messungen der Geologen, jedoch werden dort die abgebauten Oberränge zu einer provisorischen Arena gerichtet für die vor 2032 keine Auftritte geplant sind ---> Investition in die Zukunft.

Jedoch spielt der FCK nicht mit:
Wir schreiben das Jahr 2025 und siehe da, der FCK ist wieder da! Dank großzügiger Investoren und einem Jahrhundert A Jugendjahrgang spielt der FCK in der kommenden Saison wieder international!

In einer Nacht- und Nebelaktion und einer Monsterleistung der Holzmann AG, die wiederauferstanden ist wird der Oberrang aufgebaut und zum symbolischen Preis von einem Euro per Erbpacht an die Stadt KL übergeben.


Possenspiele, mit einem Schuss Ironie und etwas zu schmunzeln



Beitragvon Zeus » 12.01.2018, 12:31


Es ist sinnlos sich wegen diesem Presse-Artikel zu erhitzen. Die Rheinpfalz hatte schon vor längerem mitgeteilt, dass am 11. und 23. Januar diese Zusammenkünfte zwischen allen Stadtratsfraktionen und den Vereinsverantwortlichen stattfinden sollen um gemeinsam Lösungen zu finden wie geholfen werden kann. In dieser Situation ist es kontraproductiv über den aktuelle OB und aktuelle Akteure aus Politik und Verein unsachlich zu streiten, aus welchen Gründe auch immer. HEPHAITOS hat recht darauf hinzuweisen, dass die Fehler von anderen Akteure in der Vergangenheit gemacht wurden. Und dies auch durch Akteure sowohl aus der Politik als auch insbesondere aus dem Verein. Die Kommunalpolitiker werden mit Sicherheit KLarheit darüber haben wollen wie in Zukunft gewährleistet werden soll, dass in Zukunft beim 1.FCK die Fehler und Versäumnisse der letzten 2 Jahrzente vermieden werden. Hierauf haben auch die Mitglieder und Fans ein Anrecht.



Beitragvon MiroK1991 » 12.01.2018, 12:45


Das Beihilferecht käme m.E. nur ins Spiel, wenn die Stadt auf Forderungen verzichtet.

Allen Beteiligten ist klar, dass die vertragliche Vereinbarung von damals von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist. Nämlich davon, dass der FCK diese Miete auch in Zukunft finanziell stemmen können wird.

Wenn man dieses Risiko der Beihilfe ausschalten will, kann man nur die Vereinbarung einvernehmlich ändern. Das Beihilferecht kann m.E. nicht in die Vertragsfreiheit der Stadt eingreifen.

Da könnte der Schlüssel liegen.

Die Stadt kann an einer Insolvenz des FCK nicht interessiert sein. Dann bekäme sie nämlich nichts und würde auch in Zukunft nichts bekommen. Sie bliebe auf den gesamten Verbindlichkeiten sitzen.

Also muss der Vertrag einvernehmlich abgeändert werden. Nicht mit Besserungsscheinen u.ä. arbeiten, sondern die Zusammenarbeit auf vernünftige Beine stellen.

Das bedeutet, eine Miethöhe für die jeweilige Liga zu vereinbaren, ggf. gestaffelt nach Zuschauerschnitt. Wenn wir in der 3.Liga einen Schnitt von 35.000 Zuschauer hätten (was utopisch, aber nicht ausgeschlossen erscheint), würden wir auch mehr zahlen können. Es muss fair für beide Seiten sein.

Natürlich bleibt die Stadiongesellschaft in dem Fall auf der Differenz zwischen Stadionmiete und jährlich anfallenden Verbindlichkeiten sitzen. Aber wie bereits gesagt, wenn sie hier nicht nachgibt, wird sie die gesamte Schuld tragen müssen.

Das Ziel muss für alle sein, die Situation so aufzufangen, dass ein möglicher Investor die Sache möglichst bald übernimmt. Und dies ist nur mit der maximal möglichen sportlichen Ligazugehörigkeit des FCK möglich. Also sollte die Stadt, wenn sie die Schulden los werden will, alles dafür tun, den FCK zu retten und sich für einen Investor stark zu machen. Dann wäre der Stadt geholfen, weil sie die Verbindlichkeiten los wird.

Ein Investor wird aber bei einer Insolvenz nicht mehr kommen.

Also kann die Stadt m.E. nur, wenn sie langfristig die Schulden los werden will, die Schulden kurzfristig selbst übernehmen, d.h. die Miete senken.



Beitragvon hessenFCK » 12.01.2018, 13:16


Zeus hat geschrieben:Es ist sinnlos sich wegen diesem Presse-Artikel zu erhitzen. Die Rheinpfalz hatte schon vor längerem mitgeteilt, dass am 11. und 23. Januar diese Zusammenkünfte zwischen allen Stadtratsfraktionen und den Vereinsverantwortlichen stattfinden sollen um gemeinsam Lösungen zu finden wie geholfen werden kann. In dieser Situation ist es kontraproductiv über den aktuelle OB und aktuelle Akteure aus Politik und Verein unsachlich zu streiten, aus welchen Gründe auch immer. HEPHAITOS hat recht darauf hinzuweisen, dass die Fehler von anderen Akteure in der Vergangenheit gemacht wurden. Und dies auch durch Akteure sowohl aus der Politik als auch insbesondere aus dem Verein. Die Kommunalpolitiker werden mit Sicherheit KLarheit darüber haben wollen wie in Zukunft gewährleistet werden soll, dass in Zukunft beim 1.FCK die Fehler und Versäumnisse der letzten 2 Jahrzente vermieden werden. Hierauf haben auch die Mitglieder und Fans ein Anrecht.


Eben, die Termine standen schon länger fest. Jetzt hier einen Hyp zu machen, führt zu nichts. Doch, dem einen oder anderen geht es dabei wohl besser. Die verantwortlichen aus der Vergangenheit sind nicht mehr zu greifen. Die Nachfolger haben doch letztendlich nur noch die begangenen Fehler verwaltet. Die Fehler, als man mit den großen pinkeln wollte, jedoch das Bein nicht heben konnte. Die Fehler, als man die jahrelang eingeschlagenen Wege verlassen hat, die erfolgreich waren - sie wären auch erfolgreich gewesen, hätte man keine zwei Meisterschaften in den 90igern feiern können. Was würde ich heute noch darum geben, hätte man die Meisterschaft 98, mit all ihren fatalen Folgen nicht feiern dürfen. Der Rest ist leider jedem bekannt!



Beitragvon EchterLauterer » 12.01.2018, 13:18


MiroK1991 hat geschrieben:Also kann die Stadt m.E. nur, wenn sie langfristig die Schulden los werden will, die Schulden kurzfristig selbst übernehmen, d.h. die Miete senken.


Und genau für solche Geschäfte ist "die Stadt" überhaupt nicht allein handlungsfähig, da sie ja wegen ihrer wirtschaftlichen Lage bereits unter Kuratel des Landes steht ...

Hier ist der FCK zwangsläufig auch Spielball "höherer Mächte" (das Wort "europäisches Beihilferecht" ist dann auch wieder so ein Popanz, der aufgestellt wird und an dem lange Zeit erstmal keiner vorbeikommt und der die Handlungsfreiheit einschränkt) ... bis hin zum Herrn Aßhelm.

Und deshalb finde ich es immer wieder äußerst lustig, einige Beiträge hier im Forum zu lesen, die zu verschiedensten Themen (auch zB bei der Suche nach einem Vorstand, Sportchef, Spieler) einfache "Lösungen" propagieren, die zwar beim Lesen einfach, in der Realität aber einfach aus verschiedensten Gründen auch nicht annähernd umsetzbar sind.

(Ich beneide den AR und den Vorstand nicht um ihre Jobs - ich glaube, daß diese Jobs ungeheuer aufreibend sind)
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet
.



Beitragvon jürgen.rische1998 » 12.01.2018, 13:22


Zum Thema Insolvenz "Und dann hat die Stadt gar nichts" müsste man auch wissen, wie realistisch die Chance wäre im Fall der Fälle das Stadion tatsächlich zu verkaufen an jemand der es platt macht und Wohnungen baut. Vor zehn Jahren hätte man einen OB für solche Gedankenspiele noch durch die Stadt getrieben. Mittlerweile weiß ich nicht wie stark da noch der "FCK-Gegenwind" in der Stadt wäre. Ist also fraglich wie groß das Druckmittel "Helft uns oder ihr habt gar nichts" wirklich ist?
Dauerkarte 2018/2019 (Südtribüne)



Beitragvon Ke07111978 » 12.01.2018, 13:26


Ihr seht das alle falsch:

Wir sind ein seriös wirtschaftendes Unternehmen, dass bei seinen Lieferanten Skonto zieht. Wenn ich Herr Weichel wäre und einen solch bonitätsstarken Mieter hätte, der sich auch reichlich Neuverpflichtungen in der Winterpause leisten kann und mit einem Großen Investor eigentlich schon seit 1,5 Jahren kurz vor dem Abschluss steht, dann würde ich auch nicht verzichten - einfach dreist, dass wir die Pacht auch noch reduziert haben wollen....

Ein mit allen Gläubigergruppen abgestimmtes Sanierungskonzept. Wer brauch denn sowas? Ich schreibe einfach einen 1,5 seitigen Bettelbrief an die Stadt - die wird schon zustimmen. Intensiv an der Sanierung arbeiten? Nach dem Weihnachtsurlaub muss ich erstmal ne Woche mit der Mannschaft ins Trainingslager fahren - vielleicht finde ich ja dort ein paar Investoren...

Was sich hier abspielt ist Realsatire vom feinsten und jedem mittelständischen Unternehmen unwürdig.

Wer wissen will, wie ein solches Kasperletheater enden kann, kann sich mal folgendes Beispiel durchlesen http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/alno-insolventer-kuechenbauer-wohl-schon-seit-2013-zahlungsunfaehig-a-1187004.html . Dafür ist es im Übrigen egal, ob man entlastet oder nicht entlastet ist.

Auch die Stadt kann sich dann mal folgende insolvenzrechtliche Fragen beantworten:

Anfechtungstatbestand ist die Befriedigung einzelner, bereits bestehender Schulden, wenn bereits Zahlungsunfähigkeit bestand und der begünstigte Gläubiger die Zahlungsunfähigkeit kannte...

Anfechtbar sind außerdem alle Rechtsgeschäfte zugunsten eines Gläubigers, die ihm in der Art und Umfang nicht zustanden...

Des weiteren kann der Insolvenzverwalter alle Rechtsgeschäfte anfechten, die eine vorsätzliche Bevorteilung / Benachteiligung einzelner Gläubiger beinhalten...

Wenn ich Vertreter der Stadt wäre, wäre mir die wirre Logik einer EU-Beihilfeproblematik ziemlich egal. Ich würde mich fragen, für wieviel Jahre der Insolvenzverwalter Rückzahlung der Pacht und der Besserungscheine verlangt. Insbesondere bei einem solchen wasserdichten, formvollenden :wink: Pachtvertrag, der kaum Anfechtungsgründe liefert... Falls die Stadt tatsächlich auf eine Insolvenz spekulieren sollte, wäre das ziemlich naiv... Die Konsequenzen hatten Herr Klatt und Herr Gries aber bestimmt schon verdeutlicht... Ach ne die haben ja einen Investor gesucht...



Beitragvon Hephaistos » 12.01.2018, 13:30


jürgen.rische1998 hat geschrieben:Zum Thema Insolvenz "Und dann hat die Stadt gar nichts" müsste man auch wissen, wie realistisch die Chance wäre im Fall der Fälle das Stadion tatsächlich zu verkaufen an jemand der es platt macht und Wohnungen baut. Vor zehn Jahren hätte man einen OB für solche Gedankenspiele noch durch die Stadt getrieben. Mittlerweile weiß ich nicht wie stark da noch der "FCK-Gegenwind" in der Stadt wäre. Ist also fraglich wie groß das Druckmittel "Helft uns oder ihr habt gar nichts" wirklich ist?


Eben. Wie wahrscheinlich wäre denn von dir beschriebenes Szenario, dass, im Falle der Insolvenz, das Gelände FWS inklusive an irgendein Immobilienkonzern verkauft wird um zumindest ein Teil der Schulden zu begleichen? Viele überschätzen die Kraft des FCK. Vor 20 Jahren wäre so was unvorstellbar, aber mittlerweile macht der FCK nur noch Schulden. Was hat die Stadt davon? Irgendwann kommt der Punkt, wo man sagt "es geht nicht so weiter".. Vlt sogar schon am Ende der Saison.



Beitragvon EchterLauterer » 12.01.2018, 13:36


Ke07111978 hat geschrieben:Anfechtungstatbestand ist die Befriedigung einzelner, bereits bestehender Schulden, wenn bereits Zahlungsunfähigkeit bestand und der begünstigte Gläubiger die Zahlungsunfähigkeit kannte...


Woher sollte die arme Stadt das auch wissen - schließlich hat sie die ehemals bestehende Möglichkeit, einen Vertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden, regelmäßig nicht wahrgenommen.

(edit: Zitat ersetzt)
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet
.



Beitragvon Fck1976* » 12.01.2018, 14:55


FW 1920 hat geschrieben:Entscheidungen werden erst in ein paar Monaten fallen, wenn die sportliche Zukunft des FCK klar ist.
Wenn wir absteigen, gehen die Lichter aus und die Stadt sitzt am längeren Hebel. Das Gelände des FWS ist das Sahnestück, das die Stadt dann vermarkten kann - und zwar ohne den Regionalligisten FCK.
Also abwarten, was auf dem Rasen passiert, es gibt sicher einige, die sich freuen, wenn der FCK an die Wand gefahren wird.
Wir sind kurz davor! :shock:




Kann man das als Sahnestück bezeichnen ?
Das FSW ist als solches in KL nicht zu vermarkten
Es müsste abgerissen werden um wohnwirtschaftlich verwendet werden zu können.

Die Bodenrichtwerte in unmittelbarer Umgebung liegen zwischen 145 und 210 €

Wenn wir über ein Areal von 30.000. qm reden, geben sich Erträge von hochgeschürzt 6Mio €
dazu kommt noch die Erschliessung mit der die Kommune in Vorlage tritt.

Ich wage es nicht zu schätzen was ein Abriss kostet, daher bleibt beileibe nicht genug übrig um den Kredit zu tilgen.



Beitragvon FCK58 » 12.01.2018, 14:56


Wie hoch ist der erzielbare Bodenwert und wie hoch sind die Abrisskosten für das F-W-S?
Vergesst doch endlich einmal dieses Märchen mit dem Filetstück, bei welchem man "nur" das Stadion abreißen muss.
Ein einfaches Einfamilienhaus abzureißen kostet heute in etwa 20-30 000€ und da fährt nur der Bagger vor. Eine birne brauchst du da erst gar nicht. Um wieviel mehr kostet dann der Abriss eines solchen Betonklotzes?
Ohne jetzt einmal groß nachzuschauen behaupte ich mal, dass der Bodenwert die 400€/m² erschlossenes Nettobauland nicht überschreiten wird.
Im Endeffekt bedeutet dies, dass du von den Gesamtflächen in etwa ca. ein Drittel für die Erschließung abziehen kannst. für das was über bleibt, kriegst du dann in etwa noch 270€/m². Die Erschließungskosten i.H.v. etwa 130€uro sind bei den 400 nämlich auch schon eingerechnet.
Und gaaanz wichtig: Von den verbleibenden 280€ je m² ist natürlich auch noch der Abriss zu bezahlen - und die Schulden bleiben trotzdem bestehen.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Hephaistos » 12.01.2018, 16:27


Ich weiß zwar nicht genau wie sich diese 10 Mio/ Jahr zusammensetzen. Vielleicht hat jemand genauere Zahlen.
Die Pacht 3,2 Mio (diese Saison 2,6 Mio), Instandhaltung ca 5(?) Mio. Rest wohl für die Organisation der Spiele (Züge, Busse etc) nötig. Also wenn man im Fall des FCK- Abzugs nur die Instandhaltungskosten berücksichtigt, wären das jährlich um 5 Mio. Dazu natürlich die Pacht, aber im Falle Insolvenz nicht mehr relevant. Was würde denn Abriss des Stadions so kosten? Ich schätze um 20 Mio. Was nun? Soll die Stadt im Falle des Abstiegs die Pacht reduzieren und hoffen, dass der FCK irgendwann mal wieder aufsteigt oder soll man hier einen Schlussstrich ziehen? Wenn man zB das Gelände verkauft, würde man ja nicht nur jährliche Kosten von 5 Mio sparen, sondern auch den Abriss 20 Mio. Dafür bekäme man auch noch den Verkaufspreis von paar Mio. Natürlich bleiben knapp 45 Mio (17 Mio sollen ja noch im Topf liegen) aus dem Stadionverkauf hängen, aber damit muß man leben.
Also, wenn die Stadt auf die Pacht verzichtet, wird diese trotzdem fällig, weil man ja einen Kredit abzuzahlen hätte. Dabei wäre es vom sportlichen Abschneiden des FCK abhängig wie lange und hoch die Tilgung ausfällt. Wenn zB der FCK in die Regio geht, wie lange wird es dauern, dass man wieder die volle Pacht bezahlen kann? Sicher mind. 4-5 Jahre, aber wahrscheinlich mehr. Jährliches Defizit von 3 Mio würde Stadion GmbH ganz schnell in die Insolvenz führen. Sie sind ja jetzt schon fast so weit. Die Stadt selbst hat hier wohl keine Entscheidungsgewalt mehr, weil selbst hoch überschuldet. Und ob das Land dem FCK helfen würde glaube ich kaum.

So ein Szenario geht mir durch den Kopf. Bitte berücksichtigen, dass ich genauere Zahlen nicht kenne und es soll auch nicht als Fakt dargestellt werden.




Zurück zu Fritz-Walter-Stadion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast