Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon daachdieb » 24.11.2016, 14:20


DFL-Präsidium fasst einstimmigen Beschluss zur Verteilung der Medienerlöse für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21

Frankfurt - Das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga hat sich einstimmig auf ein neues Modell zur Verteilung der Medieneinnahmen in den kommenden Jahren geeinigt. Der Beschluss, der für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 gilt, wurde am heutigen Tage den Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga bei einer Informationsveranstaltung in Frankfurt/Main vorgestellt.

* Verbindung von Leistungsprinzip und Solidarität bleibt auch künftig bestehen
* Wettbewerb in den unterschiedlichen Tabellenregionen wird gefördert ­- „Sportliche Nachhaltigkeit“ und Nachwuchsförderung“ werden erstmals ligaübergreifend honoriert
* DFL-Präsident Dr. Rauball: „Starkes Zeichen für funktionierendes Miteinander im Profi-Fußball“

Der Schlüssel zur Verteilung der nationalen Erlöse, zu denen auch weitere Einnahmen aus der Gruppenvermarktung (z.B. der offizielle Spielball und andere Lizenz-Produkte) gehören, beinhaltet demnach künftig zu einem Teil Elemente der derzeit bestehenden Regelung wie die Heranziehung einer sportlichen Fünf-Jahres-Wertung. Im Rahmen eines Vier-Säulen-Modells werden aber darüber hinaus ligaübergreifend zusätzliche Parameter einbezogen. Durch die Säule „Sportliche Nachhaltigkeit“ und die damit verbundene Einführung einer 20-Jahres-Betrachtung wird der langfristige Beitrag eines Clubs zur Entwicklung der Bundesliga und 2. Bundesliga honoriert, die Säule „Nachwuchsförderung“ belohnt erstmals die Einsätze von U23-Spielern. Und: Durch die Säule „Wettbewerb“ wird die Attraktivität in den unterschiedlichen Tabellenregionen gezielt gefördert.

Das DFL-Präsidium entschied sich damit für eine differenzierte Lösung, die von bisherigen Kategorien wie z.B. einer starren Einnahme-Verteilung zwischen den Ligen abweicht. Auf die Etablierung von Kriterien wie Anzahl der Fans und Einschaltquoten dagegen verzichtet, da diese nach eingehender Prüfung durch das DFL-Präsidium Schwierigkeiten im Hinblick auf Messbarkeit und Vergleichbarkeit mit sich gebracht hätten.

(...)

Im Rahmen des Vier-Säulen-Modells gestaltet sich die Verteilung der nationalen Erlöse im Einzelnen wie folgt:

* In Säule 1 („Bestand“), die 70 Prozent der nationalen Einnahmen ausmacht, wird nach dem bekannten Schlüssel verteilt. Das heißt: Es gibt sowohl für die Clubs der Bundesliga als auch für die der 2. Bundesliga eine Fünf-Jahres-Wertung, bei der die vergangenen fünf Spielzeiten gewertet werden (im Verhältnis 5:4:3:2:1, beginnend mit der zuletzt gespielten Saison). Wie bislang, erhält in der Bundesliga der Erste dieser Wertung 5,8 Prozent der Erlöse, der Letzte 2,9 Prozent. In der 2. Bundesliga erhält der Erste 1,69 Prozent und der Letzte 0,75 Prozent.

* Säule 2 („Sportliche Nachhaltigkeit“) umfasst 5 Prozent der nationalen Erlöse. Vorgesehen ist dabei eine 20-Jahres-Wertung mit Blick auf das sportliche Abschneiden. Anders als in Säule 1, werden hier alle Spielzeiten (beginnend mit der zuletzt gespielten) gleich gewichtet. Und: Bundesliga und 2. Bundesliga werden nicht separat betrachtet, zu Grunde liegt vielmehr eine 36er-Rangliste.

* Säule 3 („Nachwuchs“) enthält 2 Prozent der nationalen Erlöse. Die Verteilung erfolgt proportional zu den Einsatzminuten in Deutschland verbandsausgebildeter U23-Spielerin der aktuellen Saison. Berücksichtigung finden alle Spiele einschließlich der Saison des 23. Lebensjahres (exklusive Relegation und Nachspielzeiten). Ausländische Spieler müssen vor Vollendung des 18. Lebensjahres bei einem im Bereich des DFB befindlichen Club registriert sein.

* In Säule 4 („Wettbewerb“), in der 23 Prozent der nationalen Erlöse vergeben werden, erfolgt die Bewertung in den unterschiedlichen Tabellenregionen nach einer gewichteten Fünf-Jahres-Wertung (5:4:3:2:1, beginnend mit der zuletzt abgelaufenen Spielzeit) und - anders als Säule 1 auf Basis einer 36er-Rangliste. Im Vergleich zu Säule 1 kommen dabei zudem andere Prozentsätze je Tabellenplatz zum Tragen. Die ersten sechs Clubs in der dieser Säule erhalten denselben Betrag.[/quote]

Quelle und kompletter Text: bundesliga.de


Neuverteilung der TV-Gelder: Das sagen die Vereine

Neue Kriterien bei der Verteilung der TV-Gelder für Fußball-Clubs: Künftig werden sogenannte "Traditionsvereine" und solche, die auf junge Talente setzen, zusätzlich gefördert.

(...)

Manchen Vereinen kommt die Art der Neuverteilung der TV-Gelder sehr gelegen. Zu den Vereinen, bei denen die "Sportliche Nachhaltigkeit" gefördert wird, gehören voraussichtlich unter anderem der 1. FC Kaiserslautern und der VfB Stuttgart.

1. FC Kaiserslautern: Der Pressesprecher des FCK, Stefan Roßkopf, kann noch nicht genau einschätzen, wie sich der Verteilungsschlüssel auf den FCK auswirken wird. Im SWR-Interview sagte er, dass sicherlich viel vom Abschneiden in der aktuellen Saison abhänge. Über die neuen Verteilungskriterien zeigte er sich jedenfalls zuversichtlich:

"Grundsätzlich finden wir es natürlich gut, dass die Nachwuchsförderung und die Tradition eines Vereins jetzt berücksichtigt werden. Diese Entscheidung zeigt, dass wir mit unserem Nachwuchskonzept auf dem richtigen Weg sind - auch weil wir bei den Profis viele junge Spieler einsetzen. Wir gehen davon aus, dass sich bei uns auch die 20-Jahres-Wertung positiv auswirken wird. Damit wird der langfristige Beitrag eines Vereins zur Liga berücksichtigt und der ist beim FCK ja nicht unerheblich. Wir begrüßen das." (…)

Quelle und kompletter Text: SWR
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon Seb » 24.11.2016, 14:34


Das heißt die Einnahmen der 2. Liga werden doch nicht auf dem alten Stand gedeckelt? Wie viel mehr dürfte das für den FCK bedeuten?



Beitragvon Hessischer Aussenposten » 24.11.2016, 14:35


Was heißt das jetzt für uns? Mehr oder weniger Einnahmen als bisher?
Gruß vom HAP
"... Von dem Angebot (von Preston North End) hätte ich damals halb Vogelbach kaufen können. ... Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen." (FCK-Legende Horst Eckel)



Beitragvon Seb » 24.11.2016, 14:39


Laut kicker.de "könnten alle Erst- und Zweitligisten mit "erheblichen zusätzlichen Einnahmen" kalkulieren". Die Frage ist nur wie viel mehr und wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen.

Da für Nachwuchsspieler nur mikrige 2% verteilt werden, bringt uns dieser Punkt nicht wirklich weiter. Ebensowenig wie uns die 5% für das Abschneiden der letzten Jahre retten werden (aber immerhin schön, dass die Champions-League-Plätze uns überhaupt nochmal einen Mehrwert bringen).

Die große Frage, die Klatt jetzt beantworten müsste, ist, wie es nun mit unserem strukturellen Defizit von 3 M€/a aussieht. Reichen die Mehreinnahmen um die Löcher zu stopfen?



Beitragvon DougHeffernan » 24.11.2016, 20:11


Hier noch ein Beitrag von Sport 1 zum Thema: Fragen und Antworten zum neuen Verteilerschlüssel der TV-Gelder.



Beitragvon Thomas » 24.11.2016, 21:05


Hier eine erste Reaktion von Seiten des FCK:

Neuverteilung der TV-Gelder: Das sagt der FCK

Neue Kriterien bei der Verteilung der TV-Gelder für Fußball-Clubs: Künftig werden sogenannte "Traditionsvereine" und solche, die auf junge Talente setzen, zusätzlich gefördert.

(...)

Manchen Vereinen kommt die Art der Neuverteilung der TV-Gelder sehr gelegen. Zu den Vereinen, bei denen die "Sportliche Nachhaltigkeit" gefördert wird, gehören voraussichtlich unter anderem der 1. FC Kaiserslautern und der VfB Stuttgart.

1. FC Kaiserslautern: Der Pressesprecher des FCK, Stefan Roßkopf, kann noch nicht genau einschätzen, wie sich der Verteilungsschlüssel auf den FCK auswirken wird. Im SWR-Interview sagte er, dass sicherlich viel vom Abschneiden in der aktuellen Saison abhänge. Über die neuen Verteilungskriterien zeigte er sich jedenfalls zuversichtlich:

"Grundsätzlich finden wir es natürlich gut, dass die Nachwuchsförderung und die Tradition eines Vereins jetzt berücksichtigt werden. Diese Entscheidung zeigt, dass wir mit unserem Nachwuchskonzept auf dem richtigen Weg sind - auch weil wir bei den Profis viele junge Spieler einsetzen. Wir gehen davon aus, dass sich bei uns auch die 20-Jahres-Wertung positiv auswirken wird. Damit wird der langfristige Beitrag eines Vereins zur Liga berücksichtigt und der ist beim FCK ja nicht unerheblich. Wir begrüßen das." (…)

Quelle und kompletter Text: SWR

Weitere Links zum Thema:

- Einstimmiger DFL-Beschluss über Verteilung der Medienerlöse (bundesliga.de)
- Neuer Schlüssel für die TV-Gelder (Kicker)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon ExilDeiwl » 24.11.2016, 22:47


DougHeffernan hat geschrieben:Hier noch ein Beitrag von Sport 1 zum Thema: Fragen und Antworten zum neuen Verteilerschlüssel der TV-Gelder.


Dort wird als für den FCK positiv die 20-Jahres-Wertung für große Erfolge genannt und auf die Meisterschaft von 1998 verwiesen. Will heißen: die hilft uns noch bis 2018, ab 2019 ist die Meisterschaft in Bezug auf die TV-Gelder nix mehr wert, oder?

Wie auch immer: hoffentlich bringt uns das einiges an Mehreinnahmen!



Beitragvon Kobelkid » 24.11.2016, 23:01


Ich denke, dass wir trotz der geringen Anteile der "Säule 2" und "Säule 3" doch einiges mehr bekommen:

Ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem letzten Vierjahresvertrag, der von 2013 bis zum Ende der kommenden Saison 2016/17 läuft und nur 2,51 Milliarden Euro schwer ist.


Somit sollten wir selbst bei schlechtem Abschneiden schon aus "Säule 1" ein gutes Sümmchen zusammenbekommen, in "Säule 4" sollten wir trotz der Zweitligazugehörigkeit der letzten Jahre NOCH vor Neulingen und Rückkehrern wie Darmstadt, der Bullenpest, usw. stehen. Die anderen beiden Säulen sind jetzt nicht übermäßig lukrativ, aber wenn wir da halbwegs gut abschneiden, sind das auch wieder wichtige Euronen, mit denen man Rechnungen zahlen kann.

Aber wie der Rossi schon sagt, entscheidet das Abschneiden in dieser Saison: Ein bisschen mehr als letztes Jahr oder doch einiges mehr.



Beitragvon Kollias » 25.11.2016, 07:25


Kobelkid hat geschrieben: in "Säule 4" sollten wir trotz der Zweitligazugehörigkeit der letzten Jahre NOCH vor Neulingen und Rückkehrern wie Darmstadt, der Bullenpest, usw. stehen.

Kein usw. Wir würden da vor RB und Darmstadt stehen, alle anderen Erstligisten haben in der TV-Tabelle mehr Punkte als wir. Nach der Saison würden wahrscheinlich sogar beide an uns vorbeigezogen sein. Säule 4 bringt nur den frischen Absteigern etwas, die zuvor länger 1.Liga gespielt haben, Mannschaften wie wir, Dauergäste der 2.Liga, denen bringt auch Säule 4 kaum etwas.



Beitragvon scheiss fc köln » 25.11.2016, 10:45


ExilDeiwl hat geschrieben:Wie auch immer: hoffentlich bringt uns das einiges an Mehreinnahmen!


Sobald in der "Fußballblase" mehr Kohle unterwegs ist, werden Gehälter, Ablösen, Leihgebühren, etc. auch entsprechend "angepasst" werden. Von daher sehe ich für die allermeisten Vereine gar keinen Mehrwert.
R.I.P Herr, vergib ihnen nicht - denn sie wissen was sie tun



Beitragvon Thomas » 25.11.2016, 10:47


Weitere Einschätzungen von den FCK-Verantwortlichen aus der heutigen Rheinpfalz:

Rheinpfalz hat geschrieben:(...) „Wie sich der in konkreten und kurzfristigen Zahlen für den FCK ausdrückt, können wir noch nicht sagen. Vieles hängt auch vom Abschneiden in der aktuellen Saison ab“, sagte FCK-Vorstandsvorsitzender Thomas Gries. „Ich freue mich besonders, dass unser Nachwuchskonzept, jungen Talenten Einsatzzeiten zu geben, durch den neuen Verteilschlüssel honoriert wird und auch unser langfristiger Beitrag zur Entwicklung der Liga gewürdigt wird“, erklärte Gries. „Ich habe, nachdem was ich weiß, das Gefühl, dass der Vertrag für uns ein guter sein wird“, sagte Uwe Stöver.

Quelle und kompletter Text: http://www.rheinpfalz.de/sport/fussball ... -erwartet/
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon zahnpasta » 25.11.2016, 11:02


Der FCK dürfte einer der Gewinner dieser Regelung sein. Im Moment ist kaum abzuschätzen, wie viel das in Euro bedeutet, weil die Aufschlüsselung der Säule 4 "Wettbewerb", die stolze 23% ausmacht, nicht bekannt ist (zumindest hab ich da nichts zu gefunden). Ich hab trotzdem mal ein bisschen rumgerechnet mit vorläufigen Zahlen und Schätzungen.

Bisher bekommt der FCK laut Fernsehgelder.de von den insgesamt 850 Mio ziemlich genau 9 Mio, das entspricht 1,06 % des Gesamtbetrages. Da jetzt 1.160 Mio verteilt werden, würde der FCK unter Beibehaltung der alten Verteilregel und wenn sich sonst nichts ändert 12,3 Mio erhalten. Das ist schon mal eine stolze Steigerung um 3,3 Mio. Euro.

Jetzt kommen die neuen Regeln ins Spiel:
    Säule 1: Bestand (70 %)
    Der größte Batzen (812 Mio) wird wie bisher verteilt, d.h. der FCK erhält 1,06 %, also 8,6 Mio.
    Säule 2: 20-Jahres-Wertung (5 %)
    58 Mio werden für die Leistung der letzten 20 Jahre vergeben. Hier dürfte der FCK eine recht gute Position einnehmen. Wir können einige Jahre Erstligazugehörigkeit einbringen und haben in jedem Jahr mindestens zweite Liga gespielt. Das trifft auf die wenigsten Vereine in unserem Umfeld zu (Braunschweig, Union, Fürth lassen wir hinter uns; ebenso wie RB, Ingolstadt und Darmstadt. Evt. auch Augsburg, Nürnberg). Ich gehe einfach mal davon aus, dass wir für einen durchschnittlichen Tabellenplatz in dieser Wertung 1/36 bekommen, sprich 1,61 Mio. Der wirkliche Wert hängt natürlich stark davon ab, wie die DFL die Gewichtung vornimmt.
    Säule 3: Nachwuchs (2 %)
    Ein mickrig anmutender Anteil von 2 %, also 23,2 Mio gibt es für den Einsatz von U23-Spielern. Hier gibt es einen Vorteil für die Zweitligisten, da dieser Betrag nicht wie das restliche Geld im Verhältnis 4:1 auf die Ligen verteilt wird. Wenn jeder Verein gleich viele Nachwuchsspieler einsetzt, gibt es hierfür 0,64 Mio für den FCK.
    Säule 4: Wettbewerb (23 %)
    Über die 36er-Tabelle, die für 5 Jahre erstellt wird, werden 266,8 Mio ausgeschüttet. Die Wirkung ist, dass Absteiger in den ersten 1-2 Jahren weniger tief fallen und Aufsteiger weniger hoch fliegen. Unsere Platzierung dürfte in etwa gleich sein wie bei Säule 1, die Frage ist nur, wie hier das Geld verteilt wird. Ich hab einfach mal die 1,06 % von Säule 1 zugrunde gelegt. Das entspricht 2,82 Mio für den FCK.

Insgesamt springen unter diesen Annahmen als 13,7 Mio raus, das sind 4,7 mehr als bisher und 1,4 mehr als unter Beibehaltung der bisherigen Regeln. Wie gesagt, alles nur Schätzungen und Mutmaßungen, die auch weit daneben liegen können. Rechenfehler sind auch nicht ausgeschlossen. Die 1,4, die wir im Vergleich zum Durchschnitt mehr bekämen, resultieren vor allem aus der 20-Jahres-Wertung (1 Mio) und den Nachwuchsspielern (0,4 Mio).

Beim Nachwuchs dürfte es aktuell eher noch mehr werden (Pollersbeck, Koch etc., hier verlieren Vereine wie Bayern, die vor allem gestandene Spieler einsetzen, Anteile an uns). Bei der 20-Jahres-Wertung und bei Säule 4 hängt es sehr stark vom Verteilungsschlüssel ab, ob es ein großes Lohngefälle zwischen Top-Platzierungen und mittelmäßigen Plätzen gibt. Insgesamt dürfte aber die zweite Liga profitieren, weil bei einigen Faktoren die 80:20-Aufteilung wegfällt oder abgemildert wird, und Fahrstuhlmannschaften bzw. Mannschaften, die lange dabei sind, also wir.



Beitragvon Red_Devil » 25.11.2016, 11:17


Ich glaube kaum, dass unterm Strich mehr bleibt, da alle 36 Vereine mehr Geld zur Verfügung haben. Das wird wahrscheinlich in den kommenden Verhandlungen mit den Beratern eine Rolle spielen. Angebot und Nachfrage werden da den Preis bestimmen. Und U23-Spieler bekommen quasi einen Mehrwert, da man dadurch höhere Fernsehgelder generieren kann. Das wird auch sofort mit eingehandelt (am besten noch eine Auflaufprämie nach Minuten :nachdenklich: )
Naja, prozentual gesehen zur alten Regelung dürfte aufgrund der 20 Jahreswertung etwas mehr übrig bleiben, weil wir da vor einigen stehen werden, die in der 1. und 2. Liga vor uns stehen, ich aber keinen sehe, der in der Säule vor uns steht, wer aktuell hinter uns steht (ups, hört sich kompliziert an) Ich denke mal selbst Hoffenheim, Augsburg, Mainz könnten da auch noch hinter uns stehen)



Beitragvon Red_Devil » 25.11.2016, 11:24


http://www.fr-online.de/sport/bundeslig ... 63092.html

...Das war natürlich ein Witz, aber einer mit ernstem Hintergrund. Denn das, was DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zuvor auf 49 Folien in einer Powerpoint-Präsentation den Klub-Vertretern präsentiert hatte, gehörte zweifelsohne in die Kategorie höhere Mathematik. Bei den monatelangen Beratungen des DFL-Präsidiums ist ein kompliziertes Verteilungsmodell herausgekommen, das auf sieben Säulen fußt. Es gibt ab 2017 (relativ wenig) Geld für eine gute Nachwuchsförderung (24 Millionen Euro insgesamt), gut zum Beispiel für den SC Freiburg, und es wird (etwas mehr) Geld geben für die Meriten von vorgestern (60 Millionen Euro), wovon beispielsweise der Zweitligist und vormalige Champions League-Teilnehmer 1. FC Kaiserslautern extrem profitieren wird...


P.S. Als Anhaltspunkt evtl. die Ligatabelle der letzten 20 Jahre. Da sind wir 14.

http://www.transfermarkt.de/1-bundeslig ... enart=alle



Beitragvon Red_Devil » 25.11.2016, 11:37


Habe mal spaßeshalber FCK-FC Köln durchgerechnet. Da liegen wir (inkl. heutigem Tabellenstand) noch 2 Punkte vor denen (1998-2017). Da würde also interessant sein, wie es sich im gesamten verhält.
Zum Nachteil wird es, wenn wir mal aufsteigen sollten im Gegensatz zu dem alten System, da dann die 2. Ligajahre (wie jetzt bei Köln) laaange nachhalten....wobei in 4 Jahren ja neu verhandelt wird :D



Beitragvon Seb » 25.11.2016, 11:49


Red_Devil hat geschrieben:Ich glaube kaum, dass unterm Strich mehr bleibt, da alle 36 Vereine mehr Geld zur Verfügung haben. Das wird wahrscheinlich in den kommenden Verhandlungen mit den Beratern eine Rolle spielen. Angebot und Nachfrage werden da den Preis bestimmen.


So wird es kommen, wenn die Vereine mehr Geld haben, geben sie auch mehr aus.

Das Gute für uns ist, dass wir zum einen viel höhere Ablösen generieren können, wenn wir schlau verkaufen und zum anderen wird das vom Vorstand kritisierte Verhältnis Spieleretat/Gesamtetat verbessert, wenn wir prozentual weniger für Stadion etc. ausgeben.

Der richtig große Verlierer bei der Geschichte sind die Mannschaften in der 3. Liga und darunter. Die werden den Anschluss verlieren und ein Abstieg aus der 2. Liga wird in vielen Fällen zu noch größeren Einschnitten führen.



Beitragvon zahnpasta » 25.11.2016, 12:34


Red_Devil hat geschrieben:Habe mal spaßeshalber FCK-FC Köln durchgerechnet. Da liegen wir (inkl. heutigem Tabellenstand) noch 2 Punkte vor denen (1998-2017). Da würde also interessant sein, wie es sich im gesamten verhält.
Zum Nachteil wird es, wenn wir mal aufsteigen sollten im Gegensatz zu dem alten System, da dann die 2. Ligajahre (wie jetzt bei Köln) laaange nachhalten....wobei in 4 Jahren ja neu verhandelt wird :D

Interessant, dass wir sogar noch vor Vereinen wie Köln liegen. Die guten Jahre wirken noch lange nach. Aktuell ist das neue System für uns eher vorteilhaft, wenn wir aufsteigen wird es zum Boomerang. Dennoch brauchen wir das Geld jetzt dringender als morgen.

Seb hat geschrieben:Der richtig große Verlierer bei der Geschichte sind die Mannschaften in der 3. Liga und darunter. Die werden den Anschluss verlieren und ein Abstieg aus der 2. Liga wird in vielen Fällen zu noch größeren Einschnitten führen.

Das stimmt. Ebenso Vereine, die gerade aus der dritten hochgekommen sind wie Würzburg. Für die wird es noch schwieriger, sich zu etablieren.



Beitragvon ChrisW » 25.11.2016, 13:06


TV Gelder hin oder her. So viel wird das am Ende nicht ausmachen. Mittelfristig kommen wir an einem Investor nicht vorbei. Auch Nürnberg will jetzt wohl diesen Weg einschlagen.
Wir müssen nur schauen, dass wir den Zug nicht verpassen. Man sollte nicht immer nach 60 oder den HSV schauen. Es gibt auch bessere Beispiele. Noch hat der FCK einen Namen, fragt sich nur, wie lange noch.
Die Medien hypen die Clubs, die Erfolg haben... und irgendwann schwenken die Leute um. Das verhasste RB hat in den letzten Wochen durch seine Spielweise Leute geködert, die irgendwann die "Herkunft" des Clubs vergessen bzw. denen sie egal ist. Leverkusen wird schon lange nicht mehr so gesehen. Am Ende zählt die Unterhaltung auf dem Platz. Dann kommen die Leute, die Medien und die Investoren.
Und wenn jetzt ein Club mit der Fan-Basis des FCK und der (noch) Tradition wieder gut spielt, dann läuft es bald wieder von alleine. Dazu benötigt man aber mittelfristig Gelder, weil die guten Spieler nach einer Saison wieder abgegeben werden müssen oder sonst den Draxler machen.



Beitragvon ExilDeiwl » 25.11.2016, 13:43


scheiss fc köln hat geschrieben:
ExilDeiwl hat geschrieben:Wie auch immer: hoffentlich bringt uns das einiges an Mehreinnahmen!


Sobald in der "Fußballblase" mehr Kohle unterwegs ist, werden Gehälter, Ablösen, Leihgebühren, etc. auch entsprechend "angepasst" werden. Von daher sehe ich für die allermeisten Vereine gar keinen Mehrwert.


Ja, aber stell Dir mal vor, wir würden nicht so stark profitieren. Dann bekämen (noch mehr) andere Vereine mehr Geld, und wir nicht. Was meinst Du, wie es dann für uns aussähe... So oder so kann man für uns nur hoffen, dass wir eine Menge zusätzliches Geld bekommen und damit verhältnismäßig besser gestellt sind als andere Vereine.



Beitragvon FCK58 » 25.11.2016, 14:00


Sicher werden den Beratern die Dollarzeichen in den Augen blinken und sie werden auch ganz bestimmt einen Teil dieser Asche abgraben wollen. Es wird aber auch so manchen Verein in Liga 1+2 geben, der diese Mehreinnahmen gar nicht direkt wieder verbraten kann. Die werden zumindest in den ersten 1 oder 2 Jahren auch an ihre Verbindlichkeiten denken müssen. So wie wir ja auch.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon WernerL » 25.11.2016, 15:46


ChrisW hat geschrieben:TV Gelder hin oder her. Mittelfristig kommen wir an einem Investor nicht vorbei.
Man sollte nicht immer nach 60 oder den HSV schauen. Es gibt auch bessere Beispiele. Noch hat der FCK einen Namen, fragt sich nur, wie lange noch.
Die Medien hypen die Clubs, die Erfolg haben... und irgendwann schwenken die Leute um. Das verhasste RB hat in den letzten Wochen durch seine Spielweise Leute geködert, die irgendwann die "Herkunft" des Clubs vergessen bzw. denen sie egal ist.
Und wenn jetzt ein Club mit der Fan-Basis des FCK und der (noch) Tradition wieder gut spielt, dann läuft es bald wieder von alleine.


Genau das sehen wir auch in England.
Es regen sich immer einige auf, danach tapsen wieder alle fröhlich ins Stadion.

In Leipzig interessiert es niemanden ob ne Brause den Laden betreibt oder ein Eimer Hühnerkacke.
Die Bude ist voll und man ist stolz auf den Tabellenführer!

Und selbst Eumel wie Campino schwärmen immer noch von Liverpool, oh Liverpool, als wäre der Verein der selbe wie einst.
Es stimmt, irgendwann interessiert niemanden wirklich, wer da wie und wo und durch welche Kanäle investiert, es kann eh niemand ändern!
Und macht man nicht mit, hat man zudem auch noch Nachteile und wird abgehängt!

Das ist schon ein perverses Phänomen, aber so scheint es zu sein :nachdenklich:
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon SEAN » 25.11.2016, 17:10


FCK58 hat geschrieben:Sicher werden den Beratern die Dollarzeichen in den Augen blinken und sie werden auch ganz bestimmt einen Teil dieser Asche abgraben wollen. Es wird aber auch so manchen Verein in Liga 1+2 geben, der diese Mehreinnahmen gar nicht direkt wieder verbraten kann. Die werden zumindest in den ersten 1 oder 2 Jahren auch an ihre Verbindlichkeiten denken müssen. So wie wir ja auch.

Mehr Kohle bedeutet nicht automatisch, das man besser wird. ich hoffe sehr, das wir mit den Mehreinnahmen einen schönen Teil der Verbindlichkeiten weg bekommen und trotzdem sportlich mitmischen können.
zahnpasta hat geschrieben:
Red_Devil hat geschrieben:Zum Nachteil wird es, wenn wir mal aufsteigen sollten im Gegensatz zu dem alten System, da dann die 2. Ligajahre (wie jetzt bei Köln) laaange nachhalten....wobei in 4 Jahren ja neu verhandelt wird :D

Die guten Jahre wirken noch lange nach. Aktuell ist das neue System für uns eher vorteilhaft, wenn wir aufsteigen wird es zum Boomerang.

Warum das System bei einem Aufstieg für uns ein Nachteil, bzw. ein Boomerang wird, muß man mir mal erklären. So wie die guten Jahre aus den 90gern jetzt gut sind, werden die vieleicht mal wieder kommenden Bundesliga-Jahre genauso uns in der vergabe der Kohle helfen. Die vielen Zweitligajahre werden auch irgendwann rausfallen. Jedes Bundesliga-Jahr ist ein gutes Jahr.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Calvados » 25.11.2016, 18:49


ChrisW hat geschrieben:TV Gelder hin oder her. So viel wird das am Ende nicht ausmachen. Mittelfristig kommen wir an einem Investor nicht vorbei. Auch Nürnberg will jetzt wohl diesen Weg einschlagen.
Wir müssen nur schauen, dass wir den Zug nicht verpassen. Man sollte nicht immer nach 60 oder den HSV schauen. Es gibt auch bessere Beispiele. Noch hat der FCK einen Namen, fragt sich nur, wie lange noch.
Die Medien hypen die Clubs, die Erfolg haben... und irgendwann schwenken die Leute um. Das verhasste RB hat in den letzten Wochen durch seine Spielweise Leute geködert, die irgendwann die "Herkunft" des Clubs vergessen bzw. denen sie egal ist. Leverkusen wird schon lange nicht mehr so gesehen. Am Ende zählt die Unterhaltung auf dem Platz. Dann kommen die Leute, die Medien und die Investoren.
Und wenn jetzt ein Club mit der Fan-Basis des FCK und der (noch) Tradition wieder gut spielt, dann läuft es bald wieder von alleine. Dazu benötigt man aber mittelfristig Gelder, weil die guten Spieler nach einer Saison wieder abgegeben werden müssen oder sonst den Draxler machen.


...wenn ,dann auch die Guten Ultras da mitspielen und
das zündeln lassen können,denn schlechte Presse u Sportgerichtsbarkeiten schreckt Investoren doch sehr ab.
C'

Es geht von Spiel zu Spiel, von Woche zu Woche. Heute der Held, morgen der Depp. N.Meier



Beitragvon zahnpasta » 25.11.2016, 18:59


SEAN hat geschrieben:Warum das System bei einem Aufstieg für uns ein Nachteil, bzw. ein Boomerang wird, muß man mir mal erklären. So wie die guten Jahre aus den 90gern jetzt gut sind, werden die vieleicht mal wieder kommenden Bundesliga-Jahre genauso uns in der vergabe der Kohle helfen. Die vielen Zweitligajahre werden auch irgendwann rausfallen. Jedes Bundesliga-Jahr ist ein gutes Jahr.

Weil wir durch die vielen Zweitligajahre bei diesem System weniger verdienen werden als mit dem alten System möglich gewesen wäre. Wenn wir zum Beispiel aufsteigen und der HSV und Bremen steigen ab, sind sie in der 20-Jahres-Wertung trotzdem erstmal noch vor uns (und bekommen Geld, das wir nicht bekommen).
Insgesamt bringt ein Aufstieg in die erste Liga deutlich mehr Geld als rumdümpeln in Liga 2, gar keine Frage, nur bei der alten Aufschlüsselung wäre es noch mehr gewesen. :wink:



Beitragvon SEAN » 25.11.2016, 19:23


zahnpasta hat geschrieben:
SEAN hat geschrieben:Warum das System bei einem Aufstieg für uns ein Nachteil, bzw. ein Boomerang wird, muß man mir mal erklären. So wie die guten Jahre aus den 90gern jetzt gut sind, werden die vieleicht mal wieder kommenden Bundesliga-Jahre genauso uns in der vergabe der Kohle helfen. Die vielen Zweitligajahre werden auch irgendwann rausfallen. Jedes Bundesliga-Jahr ist ein gutes Jahr.

Weil wir durch die vielen Zweitligajahre bei diesem System weniger verdienen werden als mit dem alten System möglich gewesen wäre. Wenn wir zum Beispiel aufsteigen und der HSV und Bremen steigen ab, sind sie in der 20-Jahres-Wertung trotzdem erstmal noch vor uns (und bekommen Geld, das wir nicht bekommen).
Insgesamt bringt ein Aufstieg in die erste Liga deutlich mehr Geld als rumdümpeln in Liga 2, gar keine Frage, nur bei der alten Aufschlüsselung wäre es noch mehr gewesen. :wink:

Die 20 Jahre Wertung machen doch nur 5% der Einnahmen aus. Dafür steigt man in der letzten "Säule", wenn auch nur gering.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.




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