Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 19.11.2010, 19:00


Erläuterungen zum Geschäftsjahr 2009/10

In der Saison 2009/10 ist dem Verein endlich die lang ersehnte Rückkehr in die Bundesliga geglückt. Insgesamt konnten in der Aufstiegssaison Umsatzerlöse von 27,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 22,4 Mio. Euro) erwirtschaftet werden. Im Vergleich zur Vorsaison wurden die Erlöse somit um 24 % gesteigert. Im Kerngeschäft des Vereins trugen vor allem die gestiegenen Erträge aus Werbung (+43 %), TV-Einnahmen (+25 %), Merchandising (+56 %) sowie aus dem Public Catering (+63 %) zum positiven Ergebnis bei.

Mit einem Zuschauerschnitt von 35.400 Fans pro Spiel konnte der FCK seinen sehr hohen Schnitt aus der Vorsaison noch weiter ausbauen und gehörte damit zur absoluten Spitze der Zweitligaclubs in Europa. Im Spielbetrieb konnten auf Grund des Zuschauerzuspruchs durch den sportlichen Erfolg, Erlöse von 10,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,9 Mio. Euro) erwirtschaftet werden.

Die Aufwendungen für das operative Geschäft des Vereins sind im Berichtszeitraum deutlich um 25 % angestiegen. Diese Steigerung wird vor allem durch die höheren Aufwendungen für den Lizenzspielerkader (+30 %) verursacht. Neben einem leichten Anstieg bei den Grundgehältern sind die Prämienzahlungen durch den Aufstieg in die Bundesliga angewachsen.

Ergebnisbelastend wirken sich im Berichtszeitraum verschiedene Einmaleffekte und bilanzielle Maßnahmen des Vorstands zur Risikovorsorge aus. Vor allem die Ergebnisse einer Betriebsprüfung der Jahre 2001 bis 2003 zwangen den Vorstand zur Erhöhung der bereits existierenden Rückstellung. Insgesamt muss der Verein einen Jahresfehlbetrag von 3,9 Mio. Euro ausweisen. Hieraus resultiert ein nicht durch das Vereinsvermögen gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 5,2 Mio. Euro.

Auf die Lizenzvergabe durch die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) und die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs hat die bilanzielle Überschuldung zunächst keine Auswirkungen. Der Verein kann nach aktueller Lage den finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten mittelfristig nachkommen.

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs für die Saison 2009/10 wurde dem Verein durch die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) im Rahmen der Lizenzierung und Nachlizenzierung bestätigt.

Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Lage des Vereins angespannt. Für die laufende Saison plant der Verein mit einem leicht positiven Ergebnis.

Quelle: Pressemeldung FCK

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Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Allgäuteufel » 19.11.2010, 20:14


Bin kein ausgewiesener Fachmann, aber wirklich überraschend is da ja nichts dabei. War immer klar, dass es nicht einfach wird, wir sind aber auf nem guten Weg, da bin ich überzeugt von...das will man ja auch einfach mal glauben ^^



Beitragvon owerumer » 19.11.2010, 20:29


Ein nicht durch Vereinsvermögen gedeckter Fehlbetrag von 5,2 Mio Euro....

Was heist das auf die gesamte Bilanz gesehe, auch für die Laien verständlich??

Ich danke überschuldete Vereine bekommen Strafen oder Auflagen von der DFL!?
:doppelhalter:



Beitragvon Overchurch7.1 » 19.11.2010, 20:58


Wenn man die knapp 4 Mille bedenkt, die man nicht eingeplant hatte, bleibt ein Minus von etwas über einer Mille. Natürlich alles andere als gut, aber ich glaub der eingeschlagene Weg ist der Richtige und wenn nicht wieder irgendwelche Nachzahlungen auftauchen, sollte die nächste Bilanz deutlich besser sein......Klassenerhalt vorraussetzung !



Beitragvon FCK58 » 19.11.2010, 22:19


Also ich finde die Zahlen sind relativ gut. Wenn ich die 2 unkalkulierbaren Ereignisse ( Finanzamt und Aufstieg ) mit rd. 4,5 Mio berücksichtige, sieht die Angelegenheit doch recht ordentlich aus. Für mich sogar besser als erwartet.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Aebbes » 19.11.2010, 22:45


owerumer hat geschrieben:Ein nicht durch Vereinsvermögen gedeckter Fehlbetrag von 5,2 Mio Euro....

Was heist das auf die gesamte Bilanz gesehe, auch für die Laien verständlich??

Ich danke überschuldete Vereine bekommen Strafen oder Auflagen von der DFL!?


Das müsste doch selbst ein Laie verstehen ..

Auf die Lizenzvergabe durch die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) und die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs hat die bilanzielle Überschuldung zunächst keine Auswirkungen. Der Verein kann nach aktueller Lage den finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten mittelfristig nachkommen.



Beitragvon Schönheim » 20.11.2010, 00:07


FCK58 hat geschrieben: unkalkulierbaren Ereignisse (......Aufstieg )


Klar hatte man durch die Prämien einen höheren Personalaufwand.
Demgegenüber stehen aber auch deutlich höhere Erträge aus den TV-Geldern, da wir da ja auch weiter oben gelandet sind als kalkuliert.
Also es ist nicht so, dass ein nicht kalkulierter Aufwand ensteht dem kein Ertrag gegenüber ist....im Gegenteil.

Finde die Angaben zu unausführlich um alles genauer beurteilen bzw analysieren zu können.

Weiß jemand, was bei uns im passiven Rechnungsabgrenzungposten steckt?
Hatte da jemand genauer Einsicht heute?



Beitragvon FCK58 » 20.11.2010, 01:01


So habe ich es ja auch nicht dargestellt. Es ging lediglich um das Zustandekommen des Fehlbetrages. Das der Aufstieg höhere Einnahmen generiert, muß wohl nicht extra erklärt werden.
Zuletzt geändert von FCK58 am 20.11.2010, 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon DePeTe » 20.11.2010, 12:39


Alarmierend ist das sicher nicht! Dennoch muss nun noch härter konsolidiert werden. Besonders im Hinblick auf einen möglichen Wiederabstieg. Das würde uns erheblich zurückwerfen. Im Falle des Klassenerhalts dürften wir ja wieder deutliche Prämien verteilen müssen, die aber von steigenden Einnahmen aus Sponsoring etc. gedeckt werden würden.
Frage: Was fällt alles unter die "sonstigen Aufwendungen" die ja immerhin über 11 mil betragen ?

Edith sagt: Hoffentlich kommen angesichts der roten Zahlen nun nicht wieder vermehrt Rufe nach einem Verkauf der Namensrechte! :?
Pro Fritz-Walter-Stadion!
Auf ewig verpflichtet !
Walter - Liebrich - Kohlmeyer - Eckel - Walter



Beitragvon LauteRn FaN 4 ever » 20.11.2010, 14:19


Es geht langsam aber stetig Bergauf. Klassenerhalt schaffen, DFB-Pokal GEWINNEN und dann laaft die Gschicht !



Beitragvon McMüll » 21.11.2010, 16:04


Aufgrund der hier veröffentlichten Kurzübersicht des JA kann man sich nicht wirklich ein richitges Bild machen.

Hierzu müsste man die Kontennachweise der einzelnen Positionen kennen und die außerordentliche Aufwände und Erträge sowei Rückstellungen genauer unter die Lupe nehmen. Hat hier jemand Einblick gehabt? War leider nicht auf der Geschäftsstelle um Einblick in den JA zu nehmen.

Ohne diese Informationen sieht die Bilanz auf den ersten Blick nicht wirklich gut aus.

Irgendjemand hat gefragt. Ein Rechnungsabgrenzungsposten wird gebildet, um Aufwände und Erträge periodengerecht abzugrenzen. D.h. dann wann sie anfallen (zeitlich). Hier könnte es sich um die Steuernachforderungen oder aber auch um die Einnahmen des DK-Verkaufs oder, oder handeln.

Man sieht allerdings auch nicht (und das wäre wichtig), ob es passive oder aktive RAP sind.



Beitragvon Lautern-Fahne » 21.11.2010, 20:46


Unter was für einem Punkt sind eigentlich die Ausgaben für Infrastruktur vertreten?



Beitragvon FCK58 » 21.11.2010, 20:48


Da mußt du dann im Landeshaushalt nachschauen :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon JochenG » 24.11.2010, 11:06


Unsere Freunde der Rhein-Zeitung haben mal wieder was nettes über unsere Finanzlage geschrieben. Sollte man sich im Vorfeld des Pokalspiels auf der Zunge zergehen lassen...
Krösus statt arm: Finanzjonglage beim FC Kaiserslautern

Kaiserslautern/Mainz - Beim 1.FC Kaiserslautern wird ausgesprochen beliebig mit Zahlen jongliert. Bekanntlich hat der Bundesligist auch für die aktuelle und für die nächste Saison bei der Stadt einen Mietnachlass für das (defizitäre) kommunale Stadion am Betzenberg erwirkt. Das sind 1,2 Millionen Euro jährlich, zudem werden dem FCK pro Saison 600 000 Euro der Miete gestundet.

Diesen Mietausfall teilen sich die Stadt Kaiserslautern und das Land Rheinland-Pfalz. Wir sprechen hier von Steuergeldern, die, und das ist die offizielle Lesart der Klubverantwortlichen und der beteiligten Politiker (aller Parteien), diesem angeblich unverschuldet bettelarmen Klub das Überleben im Profifußball sichern (müssen).
Ein Jahr lang ging der Lauterer Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz in der Vorsaison damit hausieren, der FCK unternehme den Aufstiegsversuch mit einem mickrigen Sparpersonaletat von 8,5 Millionen Euro. In der vergangenen Woche veröffentlichte der Klub bei seiner Jahreshauptversammlung lässig und offiziell die wahren Zahlen: Der 1. FC Kaiserslautern hat seine Aufstiegssaison 2009/10 mit einem Personaletat in Höhe von 14,92 Millionen Euro abgewickelt. 14,92 Millionen. In der Zweiten Liga. Zum Vergleich: Der FSV Mainz 05 hat seine letztjährige Spielzeit in der Ersten Bundesliga mit einem Personaletat von 14,5 Millionen betrieben. Da könnte man die Frage stellen: Welcher Klub ist hier eigentlich der bettelarme in Rheinland-Pfalz?

Lustig. Für die aktuelle Saison gibt der FCK einen Personaletat von 13 Millionen an. Das liest sich sparsam im Vergleich mit den Mainzern, die diesmal mit rund 17,5 Millionen arbeiten. Wer allerdings für bare Münze nimmt, dass der FCK in der Bundesliga für sein Personal 1,9 Millionen weniger aufwendet als im Vorjahr in der Zweiten Liga, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
(...)
Quelle und vollständiger Text: http://www.rhein-zeitung.de/sport/mainz ... 67906.html



Beitragvon Mac41 » 24.11.2010, 11:14


Rhein-Zeitung hat geschrieben:Ein Jahr lang ging der Lauterer Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz in der Vorsaison damit hausieren, der FCK unternehme den Aufstiegsversuch mit einem mickrigen Sparpersonaletat von 8,5 Millionen Euro. In der vergangenen Woche veröffentlichte der Klub bei seiner Jahreshauptversammlung lässig und offiziell die wahren Zahlen


Bei meiner Ehr....
Ich hab den Artikel nicht geschrieben!
Hasta la Victoria - siempre!



Beitragvon Hans-Peter Brehme » 24.11.2010, 11:27


Mac41 hat geschrieben:...
Ich hab den Artikel nicht geschrieben!


Glauben wir Dir, Mac. Schließlich würdest Du niemals böswillig und vorsätzlich in absolut unzulässig demagogischer Manier Zahlen miteinander verwurschteln sowie Äpfel mit Birnen vergleichen.

Was hier betrieben wird, das ist doch allerübelste Bauernfängerei und Stimmungsmache. Fernab jeglicher kaufmännischer Vernunft. Anzunehmenderweise sogar wider besseren Wissens.
"Go to where the puck is going to be!" (Wayne Gretzky)



Beitragvon JochenG » 24.11.2010, 11:30


@Mac41
Hm, wirklich nicht? ;)

Das Dilemma ist doch die fehlende Vergleichbarkeit der Zahlen. In den 14,92 Mio die von unseren TuSsen-Freunden da in den Raum geworfen werden sind alle Personalkosten enthalten, also auch die z.B. vom Fanshop. Ob bei den Mainzer Zahlen nur der Spieleretat (Fixum ohne Zulagen) oder auch der gesamte Stab mit enthalten ist, sagen die Kerle halt nicht. Ich denke, dass in den 14,5 Mio der Mainzer lediglich der Spieleretat (ohne Prämien) gemeint ist - und da liegen wir tatsächlich bei knapp 8,5 Mio.

Aber was will man von dem Koblenzer Schmierblatt anders erwarten...

Was lernen wir daraus?
Bei der nächsten JHV sollten die Folien vielleicht auch mal im Hinblick auf "Fehlinterpretationen" hin untersucht werden, bevor man das auf das teure LED-Panel wirft.



Beitragvon Schlossberg » 24.11.2010, 11:36


Es wäre vielleicht gut, wenn die Rheinzeitung eine Richtigstellung veröffentlichen würde. Wer schreibt sie?

Ich wundere mich, dass der Herr Rehberg den Artikel jetzt schon bringt, ich hätte eigentlich angenommen, so ein Artikel kommt knapp vor dem Pokalspiel, als Vorab-Ausrede für die zu erwartende Klatsche.



Beitragvon Paul » 24.11.2010, 11:42


JochenG hat geschrieben:Was lernen wir daraus?
Bei der nächsten JHV sollten die Folien vielleicht auch mal im Hinblick auf "Fehlinterpretationen" hin untersucht werden, bevor man das auf das teure LED-Panel wirft.

Nein!
Wir lernen nur daraus, dass "der Feind" immer das heraulesen wird, was er herauslesen will.
Der Artikel zeigt einzig und alleine, dass da jemand auf Biegen und Brechen Negatives über den FCK veröffentlichen wollte. Lächerlich ist langsam wirklich, dass da ein ewig gestriger immer noch nicht mit den öffentlichen Geldern für den FCK zurecht kommt - völlig desinteressiert an einer Nachforschung und objektiven Darstellung, ob es solche Gelder auch für die TuSsen oder den Depp gibt.
leer
Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt!
leer
unzerstörbar - NUR der F C K



Beitragvon JochenG » 24.11.2010, 12:02


@Paul
Nun ja, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollte aber schon ein gewisser Konsens darüber herrschen, was gesagt und was belegt wird. Also wenn unser Vorstandsvorsitzender das ganze Jahr mit 8,5 Mio "hausieren" geht, dann sollte auf der JHV auch diese Zahl auftauchen. Sonst liefere ich Munition. Dass neben diesen 8.5 Mio auch noch andere Gehälter und Prämien fliessen wurde deutlich auf der JHV erwähnt und als einer der Gründe im Bereich "Einmaleffekte" (wie ich dieses Wort hasse) für die neuerliche Überschuldung herangezogen.
Wo wäre das Problem die Zahlen in Personalkosten (Gesamt), Spieler (Fix/Prämie), Verwaltung, Sonstiges aufzugliedern?

Und das der Umgang mit öffentlichen Geldern einigen nicht passt ist auch klar, aber wir erhalten nun einmal erhebliche Nachlässe (ja ich kenn auch die Gründe). Aber genau in diese Kerbe wird immer wieder geschlagen, wenn es um den FCK geht.

Bist nicht auch du einer, der Schlacke als "Schuldenverein" tituliert? Warum? Kennst du die Bilanzen oder gehst du von der öffentlichen Meinungsmache der Medien (und der Bayern) aus? Ich mag den Laden auch nicht, aber wenn mit Zahlen und Bilanzen Politik betrieben wird, werde ich ganz vorsichtig und lese mal genauer.
So, addiere nun noch einmal in Ruhe die Zahlen der Landeskasse die an Mainz und die TuSsen gezahlt wurden und setze die in Relation zu unseren Zahlen. Dann spätestens hat man einen Grund, warum die "hohldrehen".

Eins vielleicht noch: Ich war entsetzt, mit wieviel Applaus unser mieses Finanz-Ergebnis der Saison 2009/2010 bedacht wurde. Entweder haben 80% im Saal den Knall nicht gehört oder wir feiern uns mittlerweile schon wieder selbst für die genialen Bilanztricks. Abgesehen von Prof. Rombachs üblem Kommentar in Richtung der Domstadt war das der Tiefpunkt für mich bei dieser JHV.



Beitragvon Hans-Peter Brehme » 24.11.2010, 12:42


JochenG hat geschrieben:... im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollte aber schon ein gewisser Konsens darüber herrschen, was gesagt und was belegt wird. Also wenn unser Vorstandsvorsitzender das ganze Jahr mit 8,5 Mio "hausieren" geht, dann sollte auf der JHV auch diese Zahl auftauchen. Sonst liefere ich Munition...
Wo wäre das Problem die Zahlen in Personalkosten (Gesamt), Spieler (Fix/Prämie), Verwaltung, Sonstiges aufzugliedern?

...


E B E N D !!!

JochenG hat geschrieben:...

... entsetzt, mit wieviel Applaus unser mieses Finanz-Ergebnis der Saison 2009/2010 bedacht wurde...


In der Tat erschreckend!
"Go to where the puck is going to be!" (Wayne Gretzky)



Beitragvon Paul » 24.11.2010, 12:49


Jochen, ich bin ganz auf deiner Seite - aber das weißt du ja :winken:

Und ja, es gibt vieles zu optimieren beim FCK in Sachen Öffentlichkeitsarbeit/kommunikation.
Aber wer nunmal die richtigen Zahlen mit den falschen Betitelungen benennen will und auch noch meint, in seiner Zeitung sei der beste Platz dafür - was willst du dagegen machen?

Wer die Zahlen wirklich ernsthaft und objektiv vergleichen möchte, der tut das auch und bei dem kommt mit Sicherheit ein anderer Artikel raus (der durchaus auch kritisch sein darf).
Wenn aber einer schon hingeht mit dem Vorsatz, mal wieder etwas schlecht zu machen... der schafft das auch.

Zu dem Gebaren auf der JHV... wie immer halt, oder?!
Zuletzt geändert von Paul am 24.11.2010, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Mac41 » 24.11.2010, 12:49


Ich hab mir das hier freundlicherweise veröffentlichte Video des Vortrages von Fritz Grünewald reingezogen, die Zahlen die er an die Wand geworfen hatte, ebenso wie die Tableau's der Veröffentlichung.
Wäre es nicht mein Verein, an dem ich schon so lange hänge, würde ich auch in die Kerbe schlagen, das oben auf dem Berg, sagen wir es mal euphemistisch, lässig mit den Millionen jongliert wird. Hinzu kommt, wie mehrfach angesprochen wurde, aufgrund der sich verschärfenden Lizenzregeln der DFL sich schlechter gerechnet wird, als es in den Jahren vorher üblich war.
Darunter was so gerne als Vorsorgeaufwendungen bezeichnet wird, für mich sind es einfach Ausbuchungen oder Rückstellungen.
Für jeden, der sich während des Jahres mit dem Finanzgebaren des Vereins beschäftigte, war klar, wie hoch das Defizit wird, nämlich genausohoch, wie es einfach erklärbar ist. 3 Millionen Finanzamt plus 1,5 Millionen aus Stadion und Aufstiegskosten. Der Rest ist Marketing. Negatives Eigenkapital, das wenn es auf der richtigen Seite der Bilanz steht noch nichtmal ein Minus hat, oder Vorsorgeaufwendungen, all das ist Neusprech, wie wir es von Bankern und Politikern kennen.
Das die Zahlen nicht auseinandergedröselt werden, z.B. Personal Verein, Verwaltung und Vertrieb, Personal Spieler, besser noch Lizenzspieler und getrennt sonstiger Spielbetrieb...., hat doch Methode. Nur so ist es möglich, diverse Verpflichtungen und Stellenbeschaffungsmaßnahmen zu verstecken. Nix schlimmes, wenn man nur die Brühe stark genug verdünnt, kann man Dioxin auch in Hühnerfutter entsorgen.
Auf einer JHV werden wir nur in 2 Fällen einen Aufstand der Mitglieder erleben, zum einen, wenn der Verein zum Konkursrichter muss, oder wenn wir wieder absteigen. Wenn selbst die Fast-Totengräber Göbel und Co entlastet worden sind, werden wir die Lichtgestalt Stefan doch nicht in Frage stellen.
Dabei gibt es ja sicher viele gute Gründe, mehr auszugeben als man einnimmt, aber zu einer nüchternen Nachlese der Ursachen und der Entscheidungen können wir ja garnicht kommen, da alles in einer glibberigen grünen Sosse reingerührt ist.
Hinzu kommt, daß ich einigen Personen nicht nur den Willen, sondern auch die Fähigkeit abspreche, mit der finanziellen Situation verantwortungsvoll umzugehen. Wer derartig dummdreist über die Zahlen spricht, wie der Herr Prof. Rombach, zeigt mir, das er einfach nur gut ist im Schwadronieren über Geldausgeben und Akquirieren von Fremdmitteln (staatlicher und privater).
Ich hatte da einen entfernten Onkel, über den man sagte, er konnte das Geld nicht zusammenhalten und nur gut war im Schnorren. Aber sonst war er ein netter Kerl.
Hasta la Victoria - siempre!



Beitragvon JochenG » 24.11.2010, 13:24


@Mac41
Was das "Zerlegen" der Zahlen betrifft, so war das intensive Studium der Bilanz, inklusive aller Beiwerke, schon die Zeit wert. Dort stehen die Werte des Personaletats ziemlich genau so aufgeschlüsselt. Es ist ja nicht so, als ob es nicht vorliegen würde. Leider wird halt dem "Stimmvieh" nur das vorgeworfen, was man denkt, was es versteht. "Hey, die Schnurzel da unten haben eh' keine Ahnung. Wenn ich da mal ein paar Schlagworte wie 'Vorsorgeaufwendungen' oder 'Einmaleffekte' oder 'Rückstellungen' in den Raum werfe, dann kuschen die schon." Diese Haltung regt mich auf. Der Witz war ja noch, dass Werte genannt wurden, die in der Bilanz völlig anders stehen. Da werden einfach Zahlen zusammengeworfen, die im Grunde nichts miteinander zu tun haben.
Wenn du dir das Video angesehen hast und auf die "Rückstellung" wegen der Steuernachzahlung achtest, wird da eine Zahl von 928 oder 958 TEur genannt. Die tatsächliche Rückstellung für diese Position beläuft sich aber auf 770TEur. Also was soll der Quatsch?

OK, ich wollte mich nicht aufregen. Die JHV war "harmonisch" mit einem durch die Stimmvieh-Reihen rennenden Teufelstubbi mit Fähnchen und man klatschte im Rhythmus des Kids-Club-Songs. Wow - was eine Action. Man kam sich stellenweise vor wie bei dem Grand-Prix-der-Volksmusik. Menschen werden gleichgeschaltet und konsumieren alles, was ihnen um die Ohren geheuchelt wird.
Dann am Tag drauf der grandiose Erfolg in Nürnberg - und schon ist alles vergessen.
Wir werden sehen, wohin die Reise geht.

Da fällt mir noch was ein - was so eine erfolgreiche Reise nach Nürnberg doch alles verdrängt -
Bitte einmal die Pressemitteilung über unsere Lizenzerteilung noch einmal ansehen unter http://www.fck.de/de/aktuell/news/detai ... r-dfl.html
und hier bei DBB inklusive der Diskussion unter viewtopic.php?f=3&t=10189
Wer sich mit dem Thema der Lizenzerteilung und dem Vortrag von Fritz Grünewalt im Zusammenhang mit den Auflagen der DFL auseinandersetzt wird feststellen, dass wir
a) mit Sicherheit Auflagen hatten (mindestens die Kapitalauflage) und
b) sogar "Nachlizenziert" wurden

Soviel zum Thema "Informationspolitik". Ja, "ohne Bedingungen" sagt nicht aus "ohne Auflagen". Man hätte auch schreiben können "FCK erhält Lizenz ohne Büroklammer" - kommt in etwa aufs Gleiche raus.

Und nun lauschet wieder unserem dynamischen Duo vom Berg und "glaubt" was dort verkündet wird.
Ich freu mich auf das Spiel am Samstag und hoffe, dass ich dann zumindest mal wieder für ein paar Stunden das Theater da oben verdrängen darf.



Beitragvon Mac41 » 24.11.2010, 14:08


JochenG hat geschrieben:Und nun lauschet wieder unserem dynamischen Duo vom Berg und "glaubt" was dort verkündet wird.
Ich freu mich auf das Spiel am Samstag und hoffe, dass ich dann zumindest mal wieder für ein paar Stunden das Theater da oben verdrängen darf.


Ich glaube schon, das die Zahlen auf dem Berg vorliegen, das ist ja das Wesen einer geordneten Buchhaltung, aber zwischen Ausweis in der Bilanz, die ja den Mitgliedern zur Einsicht steht und den Folien, die an die Wand geworfen werden, besteht halt ein gewaltiger Unterschied. Das eine ist Buchhaltung, das andere Marketing. Und ich werde immer ganz kribbelig, wenn ein Marketingexperte Bilanzzahlen "verkauft".
Was alles möglich ist, weis ich ziemlich genau, schließlich lautete meine Diplomarbeit: Die Darstellung und Auswertung von kosten- und erlösrelevanten Daten in modernen Kostenrechnungssystemen unter besonderer Berücksichtigung des Einsatzes von Datenbanken.
bei Professor Frantz an der TU Kaiserslautern.

Und Spiele wie Nürnberg brauchen wir in Zukunft noch einige, insbesondere die Punkte.
Denn damit die ganze Story (Rechnung möchte ich nicht sagen) unserer Vereinsführung aufgeht, brauchen wir den Verbleib in der 1. Liga, möglichst lange.
Hasta la Victoria - siempre!




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