Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Ozelot » 26.05.2015, 22:08


salamander hat geschrieben:Kontinuität? Ich lach mich kaputt.

Ach, der Herr mit dem Wörterbuch.

Zauberwort Kontinuität.

Im Optimalfall wird der FCK in Zukunft die Rolle des Ausbildungsvereins einnehmen. Mehrere bekannte Vorbilder liefern hierzu eine Vorlage. Einen mittelgroßen Umbruch im Spielerkader wird es in den nächsten Jahren daher zwangsläufig immer geben, wenn die großen der Branche anklopfen. Dass Gladbach zurzeit gefühlt unsere halbe Mannschaft haben möchte hat nur eines verdient, nämlich Respekt. Da mit Max Eberl dort der fähigste Macher im Business seinen Platz gefunden hat. (In-)direkt kann man jetzt also schon den Ertrag der eigenen Leistung abschöpfen und das nach nur einem Jahr Zusammenarbeit von Runjaic & Schupp. Dass die eigene Verhandlungsposition im Auftiegsfalle deutlich besser gewesen wäre, möchte ich natürlich nicht außen vor lassen und darf auch ruhig genannt werden. Kontinuität im Kaderbereich hat mit dem verpassten Aufstieg aber nur sekundär zu tun.

Vielmehr wird es in der Zukunft um eine ganz andere Art der Kontinuität gehen.

Es wird in Zukunft vielmehr darum gehen eine engere Verknüpfung zwischen Nachwuchs- und Profiabteilung zu fördern. Ein stufenloser Übergang von der F-Jugend bis in den Profibereich. Ein gleiches Spielsystem, der immer gleiche Spielstil, taktische Vorgaben und spielerische Elemente auf allen Ebenen des Vereins zu assimilieren um so einen lückenlosen sportlichen Übergang innerhalb des Clubs – über alle Jugenden hinweg - möglich zu machen. Ganz nach dem Vorbild der "La Masia" in Barcelona, wo ausnahmslos alle Bereiche im Verein bis ins letzte Detail miteinander koordiniert sind. Diese gilt vorallem deshalb als die beste Ausbildungsstätte der Fußballwelt. Hier gibt es wahnsinnigen Nachholbedarf, nicht nur beim FCK, auch beim Rest von Fußballdeutschland.

Ich sah den FCK mit Runjaic auf einem guten Weg hier eine Vorreiterrolle einzunehmen, erste Annäherungsversuche zwischen ihm und Fünfstück haben ja bereits stattgefunden. Wie soll ein Abwehrspeler den Sprung aus der U21 in die Profiabteilung schaffen, wenn zwei verschiedene Trainer gänzlich unterschiedliche Rollen für ihn vorsehen beziehungsweise unterschiedliche taktische Vorstellungen vom Abwehrspiel haben. Fußballerisch sind das zwei Welten. Eine Trennung von Runjaic würde der gesamten Entwicklung einen Riegel vorschieben.

Man hat mit Runjaic einen Trainer gefunden, der die klare Idee seiner Spielweise auch umsetzt. Man wollte ein Konzept entwickeln das auf Nachhaltigkeit setzt und Runjaics System nach und nach adaptiert. Dem ganzen jetzt Hals über Kopf ein Ende zu setzen, wäre eine erneute Übersprungshandlung und wäre die zweitgrößte Rückentwicklung der jüngeren FCK-Geschichte nach dem Abstieg 2012. Zumal ich uns mit Runjaic an der Seitenlinie in der ersten Liga konkurrenzfähiger sehe als in der zweiten. Er ist ein in der Branche hochgeschätzter Mann. Das Interesse aus Hannover und Frankfurt, beides im übrigen etablierte Bundesligavereine kommt nicht von ungefähr.

Zitat Bruno Hübner in der Frankfurter Rundschau: “Er beschäftigt sich rund um die Uhr mit Fußball. Er will sich immer weiterbilden, er ist rhetorisch begabt und hat eine soziale Komponente, er sieht auch die Lebensumstände der Spieler.” Fast im Überschwang betonte Hübner: “Er ist der optimale Trainer. Er hat das Zeug für Liga eins und zwei.”

Wer nach dem Spiel im Stadion aufgepasst hat weiß, dass die so polarisierenden Negativschreiber in der Gesamtheit nur eine Minderheit darstellen. Respekt an Runjaic, mir wäre bei solch steter Kritik und dumm-dreister Besserwisserei einiger Möchtegern-Trainer schon lange die Hutschnur hoch gegangen.

Es geht nicht darum Kosta Runjaic auf einen Thron zu heben und ihn als unfehlbar darzustellen. Auch er durchläuft einen Lernprozess, genau wie jeder einzelne Spieler. Verbesserungen zu letzter Saison sind klar zu erkennen, oder redet hier noch irgendjemand über eine zu hoch gestaffelte Abwehr? Das Lieblingsthema der Taktikkritiker im letzten Jahr. Wäre er fehlerlos, wäre er nicht beim FCK. Auch hier lassen sich Parallelen zu seinen Schützlingen ziehen.

Es geht vielmehr darum, dass Runjaic seit mindestens 15 Jahren der erste Trainer ist, der eine klare Spielidee erkennen lässt und diese beharrlich durchzieht. Für welche Art von Fußball standen nochmal Wolfgang Wolf, Kjetil Rekdal, Marco Kurz, Franco Foda? Mir ist es irgendwie gerade entfallen. Wir hätten endlich die Möglichkeit einen Verein auf die Beine zu stellen, der Profil zeigt, eine klare Linie verfolgt und für eine deutlich zu erkennende Art des Fußballspiels steht!

Ich kann mich nur wiederholen. Der Fußball hat sich weiterentwickelt, der FCK ist gerade dabei sich (verspätet) mit zu entwickeln und wird dann vom eigenen Umfeld ausgebremst, weil Prioritäten gesetzt werden, die einem Profiverein der heutigen Zeit nicht würdig sind. Es werden Spieler in den Himmel gehoben, die nächste Saison in Gladbach erleben werden was es wirklich heißt wie ein Profi zu leben. Es werden Trainer gefordert, die auf unterstem Niveau in SWR-Mikrofone blöken und auf Wettkampfebene kein Land sehen würden. Passt der FCK nicht auf, dann erstickt er zeitnah an eben diesem festgefahrenen Denken des eigenen Publikums. Eben jenes muss sich mitentwickeln und nicht in (gutgemeinten) altmodischen Prinzipien verharren, die den Verein daran hindern vielleicht doch irgendwann einmal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.



Beitragvon daachdieb » 26.05.2015, 22:13


Ozelot hat geschrieben:...

Danke!
Oderint, dum metuant



Beitragvon Fuzzelabbe » 26.05.2015, 22:19


salamander hat geschrieben:Wie wahr. Als FCK Fan ist man eigentlich einiges gewohnt, ist hart gesotten, hat bittere Stunden mitgemacht wie Leverkusen und Wolfsburg und Mainz 2012, Demütigungen erlebt, ist immer wieder aufgestanden. Das schweisst ja auch zusammen und ist identitätsstiftend.

Aber was seit 4 Jahren abgeht, saugt einem langsam das Markt aus den Knochen. Immer, wenn es warim wird, wenn die Entscheidungen in den Ligen nahen und das Kribbeln kommt, wenn die Stadien voller werden und gefeiert wird - dann verkackt der FCK. Und das trotz bester Ausgangspositionen. Man traut sich ja kaum noch zu hoffen, weil man sowieso wieder enttäuscht wird. Ich kann mit jeder Klatsche leben, auch mit einem Abstieg. Aber nun ist es seit 3 Jahren so, dass man sich durch die Zweitligasaison quält, schlimme Spiele in noch schlimmeren Stadien sieht, daheim den ganzen Winter auf die gähnend leere Ost glotzt und man lebt davon, dass man Licht am Ende des Tunnels sieht, der Aufstieg naht, das Ende des Leidens. Man träumt - vielleicht muss Orban in Liga 1 nicht verkauft werden, vielleicht kann Zoller dauerhaft geholt werden, vielleicht können wir noch nen guten Freiburger dazu holen.

Und dann ist in 3 Spielen alles vorbei, verschenkt, zerschlagen. Und jetzt diskutieren wir nicht über die Bundesliga, sondern über den Kader-Scherbenhaufen, der da liegt und aus dem uns zwei Drittel der Leistungsträger verlassen. Kontinuität? Ich lach mich kaputt. Vielleicht bei den Gehältern da oben, aber sicher nicht sportlich. Der Spaß mit dem FCK war mal wieder vorbei, bevor er anfing.



Zitiere ungern voll, aber das trifft es bei mir voll.

Runjaic mag seine Qualitäten haben und was er erreicht war gar nicht so schlecht. Manch anderer Club wäre froh um unsere Position.

Aber es ist nun mal so, dass erstmal nur der Aufstieg zählt, um aus dem Sumpf der 2. Liga aufzusteigen. Hier in dem Dreck, vor halbleeren Stadien gegen holzende und bolzende Clubs kannst Du als FCK gegen Sandhaufen & Co. nur verlieren.

Wir sind in Liga 2 die Bayern, gegen die jeder Club das Maximum abruft und die kleine Sensation gegen den ach-so-großen FCK schaffen will. Wir wandeln durch die 2. Liga mit einem Fadenkreuz auf der Stirn. Genau deshalb haben wie so einen Spass gegen die Bayern, auch wenn wir in 9 von 10 Spielen absaufen.

Wir müssen so schnell wie möglich raus aus dem Sumpf - egal wie - und dann neu ausrichten für Liga 1.

Was in Liga 1 und Liga 2 gespielt wird, sind fundamental unterschiedliche Ausprägungen einer Sportart.



Beitragvon hessenFCK » 26.05.2015, 22:46


Ozelot hat geschrieben:
salamander hat geschrieben:Kontinuität? Ich lach mich kaputt.

Ach, der Herr mit dem Wörterbuch.

Zauberwort Kontinuität.

Im Optimalfall wird der FCK in Zukunft die Rolle des Ausbildungsvereins einnehmen. Mehrere bekannte Vorbilder liefern hierzu eine Vorlage. Einen mittelgroßen Umbruch im Spielerkader wird es in den nächsten Jahren daher zwangsläufig immer geben, wenn die großen der Branche anklopfen. Dass Gladbach zurzeit gefühlt unsere halbe Mannschaft haben möchte hat nur eines verdient, nämlich Respekt. Da mit Max Eberl dort der fähigste Macher im Business seinen Platz gefunden hat. (In-)direkt kann man jetzt also schon den Ertrag der eigenen Leistung abschöpfen und das nach nur einem Jahr Zusammenarbeit von Runjaic & Schupp. Dass die eigene Verhandlungsposition im Auftiegsfalle deutlich besser gewesen wäre, möchte ich natürlich nicht außen vor lassen und darf auch ruhig genannt werden. Kontinuität im Kaderbereich hat mit dem verpassten Aufstieg aber nur sekundär zu tun.

Vielmehr wird es in der Zukunft um eine ganz andere Art der Kontinuität gehen.

Es wird in Zukunft vielmehr darum gehen eine engere Verknüpfung zwischen Nachwuchs- und Profiabteilung zu fördern. Ein stufenloser Übergang von der F-Jugend bis in den Profibereich. Ein gleiches Spielsystem, der immer gleiche Spielstil, taktische Vorgaben und spielerische Elemente auf allen Ebenen des Vereins zu assimilieren um so einen lückenlosen sportlichen Übergang innerhalb des Clubs – über alle Jugenden hinweg - möglich zu machen. Ganz nach dem Vorbild der "La Masia" in Barcelona, wo ausnahmslos alle Bereiche im Verein bis ins letzte Detail miteinander koordiniert sind. Diese gilt vorallem deshalb als die beste Ausbildungsstätte der Fußballwelt. Hier gibt es wahnsinnigen Nachholbedarf, nicht nur beim FCK, auch beim Rest von Fußballdeutschland.

Ich sah den FCK mit Runjaic auf einem guten Weg hier eine Vorreiterrolle einzunehmen, erste Annäherungsversuche zwischen ihm und Fünfstück haben ja bereits stattgefunden. Wie soll ein Abwehrspeler den Sprung aus der U21 in die Profiabteilung schaffen, wenn zwei verschiedene Trainer gänzlich unterschiedliche Rollen für ihn vorsehen beziehungsweise unterschiedliche taktische Vorstellungen vom Abwehrspiel haben. Fußballerisch sind das zwei Welten. Eine Trennung von Runjaic würde der gesamten Entwicklung einen Riegel vorschieben.

Man hat mit Runjaic einen Trainer gefunden, der die klare Idee seiner Spielweise auch umsetzt. Man wollte ein Konzept entwickeln das auf Nachhaltigkeit setzt und Runjaics System nach und nach adaptiert. Dem ganzen jetzt Hals über Kopf ein Ende zu setzen, wäre eine erneute Übersprungshandlung und wäre die zweitgrößte Rückentwicklung der jüngeren FCK-Geschichte nach dem Abstieg 2012. Zumal ich uns mit Runjaic an der Seitenlinie in der ersten Liga konkurrenzfähiger sehe als in der zweiten. Er ist ein in der Branche hochgeschätzter Mann. Das Interesse aus Hannover und Frankfurt, beides im übrigen etablierte Bundesligavereine kommt nicht von ungefähr.

Zitat Bruno Hübner in der Frankfurter Rundschau: “Er beschäftigt sich rund um die Uhr mit Fußball. Er will sich immer weiterbilden, er ist rhetorisch begabt und hat eine soziale Komponente, er sieht auch die Lebensumstände der Spieler.” Fast im Überschwang betonte Hübner: “Er ist der optimale Trainer. Er hat das Zeug für Liga eins und zwei.”

Wer nach dem Spiel im Stadion aufgepasst hat weiß, dass die so polarisierenden Negativschreiber in der Gesamtheit nur eine Minderheit darstellen. Respekt an Runjaic, mir wäre bei solch steter Kritik und dumm-dreister Besserwisserei einiger Möchtegern-Trainer schon lange die Hutschnur hoch gegangen.

Es geht nicht darum Kosta Runjaic auf einen Thron zu heben und ihn als unfehlbar darzustellen. Auch er durchläuft einen Lernprozess, genau wie jeder einzelne Spieler. Verbesserungen zu letzter Saison sind klar zu erkennen, oder redet hier noch irgendjemand über eine zu hoch gestaffelte Abwehr? Das Lieblingsthema der Taktikkritiker im letzten Jahr. Wäre er fehlerlos, wäre er nicht beim FCK. Auch hier lassen sich Parallelen zu seinen Schützlingen ziehen.

Es geht vielmehr darum, dass Runjaic seit mindestens 15 Jahren der erste Trainer ist, der eine klare Spielidee erkennen lässt und diese beharrlich durchzieht. Für welche Art von Fußball standen nochmal Wolfgang Wolf, Kjetil Rekdal, Marco Kurz, Franco Foda? Mir ist es irgendwie gerade entfallen. Wir hätten endlich die Möglichkeit einen Verein auf die Beine zu stellen, der Profil zeigt, eine klare Linie verfolgt und für eine deutlich zu erkennende Art des Fußballspiels steht!

Ich kann mich nur wiederholen. Der Fußball hat sich weiterentwickelt, der FCK ist gerade dabei sich (verspätet) mit zu entwickeln und wird dann vom eigenen Umfeld ausgebremst, weil Prioritäten gesetzt werden, die einem Profiverein der heutigen Zeit nicht würdig sind. Es werden Spieler in den Himmel gehoben, die nächste Saison in Gladbach erleben werden was es wirklich heißt wie ein Profi zu leben. Es werden Trainer gefordert, die auf unterstem Niveau in SWR-Mikrofone blöken und auf Wettkampfebene kein Land sehen würden. Passt der FCK nicht auf, dann erstickt er zeitnah an eben diesem festgefahrenen Denken des eigenen Publikums. Eben jenes muss sich mitentwickeln und nicht in (gutgemeinten) altmodischen Prinzipien verharren, die den Verein daran hindern vielleicht doch irgendwann einmal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.


...dir einfach mal herzlichen Dank - durch deine Zeilen, bin ich, was meine Fragen und meine vorübergehende "Lähmung" betrifft endlich mal einen Schritt weiter gekommen. Deine Zeilen, meine Denke! Wo ich auch jetzt schon wieder schmunzeln kann, wenn als Trainer solche Luftnummern wie Marco Kurz genannt werden.... :D :daumen:



Beitragvon Atti1962 » 26.05.2015, 22:54


War es nicht Marco Kurz, mit dem wir aufgestiegen sind? Und wie oft hat Runjaic das jetzt nicht geschafft? Zwei Mal am Stück.
Nicht, dass ich Kurz wieder als Trainer sehen will, aber man sollte halt nicht immer nur diese schwache Abstiegs-Saison sehen, sondern auch, was davor war.
Lautern ist der geilste Club der Welt! :teufel2:



Beitragvon McZeppo » 26.05.2015, 22:55


Eben und in dieser schwachen Abstiegssaison war der Kader ohnehin ein großer Sauhaufen...

Damit konnte keiner was anfangen



Beitragvon Atti1962 » 26.05.2015, 22:57


So ist es, auch ein Pep oder Klopp wäre damals mit dieser Truppe abgestiegen.
Lautern ist der geilste Club der Welt! :teufel2:



Beitragvon Kiapolo » 26.05.2015, 23:13


Fuzzelabbe hat geschrieben:
salamander hat geschrieben:
Was in Liga 1 und Liga 2 gespielt wird, sind fundamental unterschiedliche Ausprägungen einer Sportart.


Ihr trefft den Nagel auf dem Kopf!
Angeführtes Zitat zeigt zudem auf, warum ich die Spielweise in Liga 2 so gefährlich finde.
Führt nur dazu, dass wir ausgekontert werden, wie etwa in Düsseldorf. Zudem: Wer meint denn allen Ernstes, dass wir mit Ballbesitzfussball in Liga 1 überhaupt was reissen könnten? Da würden wir doch nur zerissen!
Nennt mich Träumer, aber der einzige Trost den ich habe ist dass wir hfftl. kommende Saison vorne besser aufgestellt daher kommen, egal wer am Ende trainiert.
Nen Trainerwechsel halt ich noch immer für Spekulation.



Beitragvon kuddl » 26.05.2015, 23:14


Sehr sehr geiler Beitrag Ozelot!
Der gehört eigentlich auf die Startseite von DBB gepinnt!



Beitragvon jan » 26.05.2015, 23:14


Da könnt ihr noch so schöne Zeilen über Runjaic schreiben, oder noch 1000 Zitate auspacken. Es ändert nichts an der Tatsache das er beim FCK gescheitert ist!

Wo ich mit einigen konform gehe: in Liga 1 würde er uns mehr helfen als in Liga 2.

Der Rest ist Kokolores. Runjaic wird vom größten Teil der Fans noch maximal geduldet. Unterstützer gibt es nur noch wenige! Eine ähnliche Situation wie vor 2 Jahren mit foda. Dort haben wir auch den besten Zeitpunkt für die Trennung verpasst und müssten dann in Herbst zuerst mal wochenlang auf ein ja von KR warten. Der seinerzeit vermutlich schon auf ein Angebot aus Liga 1 gewartet hatte. Durchaus legitim! Gelingt uns kein guter Start in die neue Spielzeit werden die Trainer raus rufe schnell lauter. Müssen wir das gleiche Spiel nochmal haben?

Wir hatten diese Saison soviele klasse Fußballer im Kader. In der Rückrunde blendete die Tabelle unsere schlechte Leistungen aus. KR hat die Spieler in sein taktisches Wirrwarr gezwungen und ihnen somit jede Lust am Fußball SPIELEN genommen.

Kurz hatte mit Sicherheit Fehler aber er wusste das man einen Sam einfach spielen lassen muss.
Es ist mir egal wo KR landet. Frankfurt, Hannover oder meinetwegen auch Schalke. Aber Liga 2 bei unserem FCK ist nicht mehr die richtige Adresse für ihn!



Beitragvon redstone » 26.05.2015, 23:16


Auch von mir ein Dankeschön an "ozelot". Dieser Beitrag hat einen hohen Wahrheitsgehalt, da hat sich der Verfasser des Beitrags mit der derzeitigen Realität intensiv auseinandergesetzt.
Natürlich ist es viel einfacher mit Parolen, Beleidigungen und Anfeindungen um sich zu werfen, bzw. einen Schuldigen auszumachen. Vieles was ich hier lese schmerzt mehr als ein verlorenes Fussballspiel...



Beitragvon salamander » 26.05.2015, 23:38


daachdieb hat geschrieben:
salamander hat geschrieben:Schuld für das Desaster (und ja, das war es, ....

Du verlierst in meinen Augen immer mehr den Bezug zur Realität. Verbal-Hooliganism hat noch niemanden weiter gebracht.

Der Verkauf vom Stadion 2003 war ein Desaster.
Ein Abstieg 2008 wäre ein Desaster gewesen.
Ein 4. Platz 2015 ist unerfreulich, unnötig und ärgerlich. Aber sicher kein Desaster.


Aus meiner Sicht war das erneute Scheitern ein Desaster, zumindest ein emotionales für viele Mit-Fans, die ich kenne. Ob es auch ein sportliches und finanzielles wird, werden wir sehen. Man kann den verpassten Aufstieg auch nicht nur singulär sehen, sondern muss das im Kontext der drei Vorsaisons sehen. Aber Du weißt, schon, was ich meine :wink:

Es bleibt Dir aber unbenommen, hier weiter für Deine eigenwillige Sichtweise zu werben, dass es eine tolle Saison war und wir auf einem sehr guten Weg mit glänzenden Perspektiven sind. Runjaic wird dennoch nicht zu halten sein. Bliebe er, wäre längst ein Zeichen von Berg gekommen.

Wir werden das Kapitel Runjaic in den nächsten Tagen schließen. Er wird genausoviel Spuren in der FCK Geschichte hinterlassen haben wie Krautzun oder Zobel. Bin gespannt, wer da alles als Nachfolger in Frage kommt.



Beitragvon werauchimmer » 26.05.2015, 23:45


Ich denke mittlerweile, dass Runjaic wahrscheinlich schon länger mit anderen Vereinen verhandelt haben könnte. In jedem Fall ist er ja angeblich Kandidat bei H96 und der Eintracht und somit "auf dem Markt".

Ob Kuntz auf die Ablöse verzichten wird, darf bezweifelt werden.

@ozelot
Super Beitrag, meine Forderung schon vor Jahren hier im Forum, als das Konzept Kuntz im Wesentlichen noch aus dem Neubau eines Nulpenbustransferbahnhofs bestand.Kann man ja alles im Forum nachlesen.

Zumindest hier scheint man gelernt zu haben.

Es gibt nur zwei Probleme: Will er bleiben? Kann er sich weiterentwickeln?

Ich weiß es nicht.

Was ich weiß ist, dass dieser Thread mal wieder ein Paradebeispiel dafür ist, dass die "Jubelperser" und die Meckeraffen eigentlich die gleichen Ziele verfolgen.

Was nicht geht ist, dass man ein Idol wie Briegel derart beleidigt, weil der seine Meinung geäußert hat.

Die Schreiber, die das gemacht haben, haben den FCK noch nicht mal im Ansatz verstanden und fallen mir schon länger negativ auf.

Au0erdem ist es pervers ein völlig amtloses Aushängeschild so resepktlos zu beschimpfen und sich auf der anderen Seite auf die Werte von Fritz-Walter zu berufen.
Schimpfen auf Hoffenheim und dann Idole bepöbeln.
Das sind die wahren Erben Fritz-Walters! Ist das Euer Bild von einem Traditionsverein?

Da ist einigen ganz offensichtlich das Hemd näher, als die Hose.



Beitragvon geist » 26.05.2015, 23:46


@ Ozelot:
Danke erst mal für den Beitrag, obwohl du meinen inneren Prozess des Hin- und Hergerissen-Seins wieder verstärkt hast. Gerade habe ich nämlich angefangen es mir zu wünschen, dass Runjaic in Kürze abgeworben wird und wir einen neuen Coach bekommen. Und jetzt kommst du relativ überzeugend daher und stellst nachvollziehbar dar, dass wir das ganz schnell bereuen könnten...

Ozelot hat geschrieben:Auch er durchläuft einen Lernprozess, genau wie jeder einzelne Spieler. Verbesserungen zu letzter Saison sind klar zu erkennen, oder redet hier noch irgendjemand über eine zu hoch gestaffelte Abwehr? Das Lieblingsthema der Taktikkritiker im letzten Jahr.

Den Gedanken hatte ich kürzlich auch. Wenn aber die Weiterentwicklung wie von dir beschrieben weiter voranschreitet, dann müsste es z.B. zu den nächsten beiden Punkten positive Antworten geben, ansonsten hätten wir Stagnation und der Eindruck von Emotionslosigkeit und Langeweile beim Ansehen unserer Spiele würde sich weiter verstärken. Hast du Antworten? Hier meine Fragen:

Gibt es Hoffnung, dass wir unter Runjaic in der nächsten Saison auch mal Phasen im Spiel erleben, in denen die Mannschaft wirkliche Drang- oder Druckphasen hinbekommt (z. B. nach einem Gegentreffer oder zum Spielende)?

Gibt es Hoffnung, dass wir unter Runjaic in der nächsten Saison wenigstens hin und wieder ein schnelles Umschaltspiel erleben dürfen?



Beitragvon FCK-Ralle » 27.05.2015, 00:05


Guter Beitrag @ozelot.
Hört sich alles toll an und vieles mag stimmen.
Ausbildungsverein FCK.
Hört sich gut und nach dem richtigen Weg an. Aber auf welchem Niveau und zu welchem Preis? Denn wenn der Preis der dauerhafte Verbleib in Liga 2 heißt dann läuft was verkehrt. Sind wir mal ehrlich, richtig gut funktioniert sowas nur in Liga 1. Und ich denke da nicht mal an Gladbach. Nein die sind schon zwei Schritte weiter. Eher kommen mir die Gedanken auf z.B. Mainz und Freiburg. Und um gleich vorzubeugen den Verweis auf den Abstieg des SCF kann man sich schenken. Wir wissen wie gut die sind und wahrscheinlich schneller wieder oben als wir. Das Konzept der Ausbildung und Nachhaltigkeit ist wichtig und richtig für den FCK aber dennoch darf das Ziel den FCK in Liga 1 zu bringen nicht vernachlässigt werden. Denn nur dort können wir sukzessive das Niveau steigern, den Ertrag erhöhen und die Strukturen stärken. Auf lange Sicht haben wir nur in Liga 1 die Möglichkeiten mit und in diesem Prozess zu wachsen. Jedes Jahr in der 2. Liga bringt uns weiter davon weg. Einfach weil jedes jahr weniger Geld zur Verfügung steht, uns unsere Topspieler zu einem vergleichsweise günstigen Preis verlassen (müssen). Wenn Ausbildungsverein, dann soll der FCK Talente ausbilden die zu Schalke, Dortmund, Leverkusen, Wolfsburg interssant sind und nicht für Augsburg, Hannover, Mainz oder Hoffenheim, wenn du verstehst. Und das erwarte ich von allen Verantwortungsträgern: Fortschritt in allen Bereichen. Und so wie es ein Konrad Fünfstück schafft die Philosophie mitzutragen, die Jugendarbeit (neu und nachhaltig) aufzustellen und mit der zweite Mannschaft Jahr für Jahr die Ziele zu erreichen, kann man denke ich auch von unserem Cheftrainer (egal wer es ist) dass er in näherer Zukunft den Spagat meistert, zwischen Einhaltung der Philosophie und Erreichen der sportlichen Ziele.
Denn beides ist für den FCK unabdingbar.
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)



Beitragvon Ktown2Xberg » 27.05.2015, 00:07


Fuzzelabbe hat geschrieben:Runjaic mag seine Qualitäten haben und was er erreicht war gar nicht so schlecht. Manch anderer Club wäre froh um unsere Position.

Aber es ist nun mal so, dass erstmal nur der Aufstieg zählt, um aus dem Sumpf der 2. Liga aufzusteigen. Hier in dem Dreck, vor halbleeren Stadien gegen holzende und bolzende Clubs kannst Du als FCK gegen Sandhaufen & Co. nur verlieren.

Wir sind in Liga 2 die Bayern, gegen die jeder Club das Maximum abruft und die kleine Sensation gegen den ach-so-großen FCK schaffen will. Wir wandeln durch die 2. Liga mit einem Fadenkreuz auf der Stirn. Genau deshalb haben wie so einen Spass gegen die Bayern, auch wenn wir in 9 von 10 Spielen absaufen.

Wir müssen so schnell wie möglich raus aus dem Sumpf - egal wie - und dann neu ausrichten für Liga 1.

Was in Liga 1 und Liga 2 gespielt wird, sind fundamental unterschiedliche Ausprägungen einer Sportart.


Jo - und da schließt sich der Kreis.

Die vom Salamander so sehr (im Falle der Saisonprognosen sogar übermäßig, aber was solls...) bemühte Dramaturgie ist doch schnell zusammengefasst:

- Vorher nicht viel erwartet
- Hinrunde hübsch, aber semi-erfolgreich
- Rückrunde weniger hübsch, aber stabil
- nach 30 Spieltagen die Erwartungen endlich so weit übertroffen, dass den Träumen die Fesseln genommen werden...

...und dann dieses fahrige Spiel in Darmstadt mit folgender Totalimplosion.

Kurz: Der Sport/das Schicksal/der liebe Gott (jeder mag hier einsetzen was er/sie möchte) hat wieder eine neue Variante gefunden, uns weh zu tun.

Nach 48h Gezeter kommen wir jetzt langsam so weit, dass sich die nach Runjaic geifernde Spreu vom Weizen trennt - und was bleibt?

"Klar war die Saison gar nicht so schlecht - aber am Ende zählt eben nur der Aufstieg."

Ist sehr ehrlich und verständlich von Dir auf den Punkt gebracht. Aber ist nicht genau das ein Problem? Bei uns ist die (kollektive) Psychodynamik einfach für'n Arsch - weil wir, egal wie weit weg es mitunter schon war, nix anderes als das Ziel erste Liga akzeptieren. Klar, auf dem Papier. Aber vom Herzen her will eh jeder rauf und das am besten sofort. Als Verein in Liga 2 sind wir der Single-Kerl, dem bei jedem Gang in den Club der verzweifelte Blick "F*cken" auf die Stirn schreibt - und die Mädels in Scharen davon treibt. Wer's so dringend braucht hat viel zu verlieren. Und wer viel zu verlieren hat, der legt nicht mal eben so ne unbeschwerte Sohle aufs Parkett.

Damit wir uns verstehen: Das ist keine komplizierte Umfeldanalyse, die irgendwas entschuldigen soll. Das große Ziel war (überraschender Weise) greifbar nahe - und wurde dann auf dem Platz in einer 4 lange Spiele währenden Implosion mit St. Pauli als vorgezogenem Höhepunkt abgegeben.

Aber die Art und Weise wie wir mit dieser unfassbar besch*ssenen Pointe umgehen hat eben auch viel mit einem kollektiven Minderwertigkeitskomplex zu tun. Wer sich für die zweite Liga auf der Arbeit, in der Kneipe oder sonstwo schämt, wer die Mischung aus einem verständlichen Überdruss in Sachen Spielzerstörung als ligaweitem Spielansatz und einem Verein, der doch vermeintlich für "bedingungslose" Unterstützung steht nicht mehr vereint bekommt - der wird dann halt unruhig.

Die traurige Wahrheit ist mMn: Wir waren nicht shice, haben nicht versagt, kein "Desaster" hingelegt. Alles was passiert ist, ist absolut im Rahmen dessen, was Leistungssport so zu bieten hat. Stuttgart gewinnt 3x nach klar gegenläufiger Tendenz, wir gewinnen die letzten 4 Spiele nix mehr, obwohl wir vorher extrem stabil gepunktet haben. Passiert.

Nee, bei uns war nicht alles Schrott und wir sind auch keine Idioten, bloß weil wir diesem Verein weiter die Stange halten. Wir haben uns über 30 Spieltage gut bis sehr gut entwickelt, um dann in 4 Spielen so abzuschmieren, dass wir am Ende unter die magische Grenze gerutscht sind. Und wie wir damit umgehen, das ist dann halt doch nicht ganz ohne Einfluss auf das was kommt. Wer nicht lernt, anständig zu verlieren lernt deswegen noch lange nicht, unanständig zu gewinnen.

Nach Bochum stehen wir (hier, das Forum - nicht der Verein) plötzlich wieder genau da, wo wir vor einem Jahr standen: So lange es am Ende heißt: "Nett, aber letztlich zählt doch eh nur der Aufstieg." wird es für uns sehr, sehr schwer, diese Liga irgendwann nach oben zu verlassen. Weil nunmal überall dort wo die menschliche Psyche eine Rolle spielt es kaum eine Chance auf positive Entwicklungen gibt, wenn es alles zu verlieren, aber nix zu gewinnen gibt.

Und in genau diesem Sinne wünsche ich mir, dass wir die zweite Liga endlich annehmen. Nicht, weil ich so ein ambitionsloses Weichei bin, weil ich irgendetwas mit Vereinsangestellten zu tun hätte oder sonstwas. Nee, weil aus autoritärem Getöne was einem alles zusteht und Überheblichkeit noch nie jemand etwas erreicht hat. Der Schlüssel, diese Liga zu verlassen ist sie endlich anzunehmen. Nicht strategisch, richtig.

Also, nächstes Jahr spielt der 1. FC Kaiserslautern wieder zweite Liga. Dann bin ich eben zweitklassig. Wenn's sein muss für immer.
Mein Verein ist drittklassig. Ich auch :D



Beitragvon Rheinteufel2222 » 27.05.2015, 00:11


Ozelot hat geschrieben:Zitat Bruno Hübner in der Frankfurter Rundschau: “Er beschäftigt sich rund um die Uhr mit Fußball. Er will sich immer weiterbilden, er ist rhetorisch begabt und hat eine soziale Komponente, er sieht auch die Lebensumstände der Spieler.” Fast im Überschwang betonte Hübner: “Er ist der optimale Trainer. Er hat das Zeug für Liga eins und zwei.”


Vielleicht hättest du der Vollständigkeit halber sagen sollen, dass das Zitat aus dem September 2011 stammt. Fraglich, ob Hübner das heute noch uneingeschränkt unterschreiben würde. Mittlerweile ist viel Wasser den Main hinuntergeflossen und Runjaic, der damals als junger Trainer bei Darmstadt positiv auf sich aufmerksam gemacht hat, hatte zwischenzeitlich Gelegenheit der Fußballwelt, der er damals noch weitgehend unbekannt war, die von Hübner prophezeiten Stärken, aber auch seine damals noch nicht so sichtbaren Schwächen zu präsentieren. In der zweiten Liga weht dann eben doch ein etwas rauherer Wind. Ich denke, jeder der die Entwicklung unter Runjaic beim FCK aufmerksam verfolgt hat, hat ein recht klares Bild von seinen Stärken und Schwächen gewinnen können. Die Frage, ob es sinnvoll wäre mit ihm weiter zu machen, ist daher durchaus legitim. Ich habe schon weiter oben geschrieben, dass ich die Frage bejahen würde, aber auch nicht mehr so ganz ohne Kopfschmerzen. Dafür sind bei allen positiven Seiten, die Runjaic zweifellos hat auch seine Grenzen zwischenzeitlich zu offensichtlich geworden.

Kontinuität ist im Übrigen sicher ein Argument für ihn, aber auch da bist du nur so gut, wie der Trainer mit dem du kontinuierlich zusammenarbeiten willst. Die Frage, die sich der FCK da nunmehr stellen muss, ist einfach ob ihm Runjaics Qualität dafür ausreicht.
Zuletzt geändert von Rheinteufel2222 am 27.05.2015, 00:12, insgesamt 1-mal geändert.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Thomas » 27.05.2015, 00:12


In der Bild-Zeitung dementiert Kosta Runjaic einen Vereinswechsel und gibt sein Bekenntnis zum Verbleib beim FCK ab:

Bild hat geschrieben:Kaiserslautern-Trainer äußert sich zu Wechselgerüchten
(...)
Runjaic zu den ganzen Gerüchten: „Es hat keine Gespräche mit anderen Klubs gegeben. Ich habe große Lust hier mit meinem Trainer-Team weiterzuarbeiten!“

Eine klare Ansage. Für Runjaic gibt es auch vorerst keinen Urlaub. In den nächsten Tagen wird er mit Manager Markus Schupp (49) und FCK-Boss Stefan Kuntz (52) die Saison genau analysieren. (...)

Quelle und kompletter Text: http://www.bild.de/sport/fussball/kosta ... .bild.html
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Atti1962 » 27.05.2015, 00:18


Nach dem guten Statement von Ozelot und dem Bekenntnis von Runjaic zum FCK bleibt also alles wie gehabt?
Irgendwie habe ich trotzdem Zweifel. Die Enttäuschung ist vielleicht noch zu groß, zu frisch.

Die Zeit heilt alle Wunden? Ich weiß es nicht.
Lautern ist der geilste Club der Welt! :teufel2:



Beitragvon werauchimmer » 27.05.2015, 00:21


Klar, morgen meldet die Bild dann wieder, dass er in Frankfurt war oder so was in der Art.

Darauf gebe ich nichts. Ganz im Gegenteil wöre es wohl am Besten, wenn er seinen Vertrag auflösen würde, bzw wir noch irgendeine "Ablöse" kassieren.

Ich frage mich nur, sollte er wirklich gehen, schaffen wir es dann endlich mal einen pasenden Trainer zu finden?



Beitragvon Steel » 27.05.2015, 00:22


Ihr seid doch alle nicht mehr ganz sauber wer hat den Kader verjüngt wer hatt die jungen Spieler besser gemacht Dieser Trainer den ihr wieder fort jagen wollt ihr habt doch alle gar keine Ahnung immer nur sinnloses Geseieree ich habe fertig



Beitragvon Ktown2Xberg » 27.05.2015, 00:23


FCK-Ralle hat geschrieben:Ausbildungsverein FCK.
Hört sich gut und nach dem richtigen Weg an. Aber auf welchem Niveau und zu welchem Preis? Denn wenn der Preis der dauerhafte Verbleib in Liga 2 heißt dann läuft was verkehrt.


Das eine hat doch nicht zwangsläufig etwas mit dem anderen zu tun. Letztes Jahr sind wir mit "gestanden Spielern" weiter weg vom Aufstieg gewesen, als dieses Jahr mit der vergleichsweise jungen Truppe "in Ausbildung".

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Den Aufstieg "planen" und versprechen kann man ggf. auch mit 11 Millionen Jahresetat nicht (das geht ja nicht nur uns so). Wenn wir also nicht wollen, dass wir noch 1-2 Patronen in Form gut finanzierter Zweitligasaisons haben und damit Löcher für die Ewigkeit reißen, dann müssen wir hoffen, dass wir a) weiterhin erfolgreich ausbilden, damit die, die uns verlassen wenigstens genug Geld bringen, das Ganze auf gehobenem Niveau laufen zu lassen und b) irgendwann auf diesem Weg alles so passt, dass es uns mal wieder über den Strich spült.

Dass die Aufstellung als Ausbildungsverein unseren Zweitligastatus "zementiert" ist eine Mär. Bis auf die Top4 des Lands muss jeder Verein in der ein oder anderen Form erfolgreicher Ausbildungsverein sein, um sich überhaupt halten zu können.

Unser Zweitligastatus mit Ausblick auf längeren Aufenthalt ergibt sich aus den finanziellen Möglichkeiten, nicht aus der Tatsache, dass wir mittlerweile Spieler erfolgreich im Wert steigern.

Klar, es steigen auch mal Vereine mit weniger Geld auf - aber eben auch welche mit mehr Geld nicht. Heißt: Das Geld, uns einen sicheren Aufstiegskader leisten zu können haben wir nicht. Im Gegenteil: Wenn wir es über die Ausgabenseite zu regeln versuchen, kannibalisieren wir unsere finanzielle Substanz.

Der einzige Weg, jedes Jahr einen gehobenen 2.Ligaetat auch nur mit Blick auf die Sonnenplätze aufzubringen (was zugleich in 9 von 10 Fällen der einzige Weg zu einem nachhaltigen Aufstieg ist) ist es, jedes Jahr so viel einzunehmen, dass wir seriös was ausgeben können.

Sollten wir vor diesem Hintergrund das zweite Jahr in Folge signifikante Transfererlöse erzielen wäre das eigentlich ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir nicht aufsteigen und keiner unsere Spieler will (Nürnberg, I'm talkin' to you), dann sollte man anfangen, sich bei unserer (fehlenden) Substanz Sorgen zu machen.
Zuletzt geändert von Ktown2Xberg am 27.05.2015, 00:26, insgesamt 1-mal geändert.
Mein Verein ist drittklassig. Ich auch :D



Beitragvon Atti1962 » 27.05.2015, 00:25


Steel hat geschrieben:Ihr seid doch alle nicht mehr ganz sauber wer hat den Kader verjüngt wer hatt die jungen Spieler besser gemacht Dieser Trainer den ihr wieder fort jagen wollt ihr habt doch alle gar keine Ahnung immer nur sinnloses Geseieree ich habe fertig


Du wirst doch wohl den FCK-Fans zwei bis drei Tage nach der Tatsache, dass wir wieder nicht aufgestiegen sind, wieder nur Vierter der 2. Liga wurden, gestatten, kritische Fragen zu stellen oder etwa nicht? Friede, Freude und Eierkuchen gibts in Bayern und Hoffenheim.
Lautern ist der geilste Club der Welt! :teufel2:



Beitragvon Weschtkurv » 27.05.2015, 00:26


"Eine klare Ansage. Für Runjaic gibt es auch vorerst keinen Urlaub. In den nächsten Tagen wird er mit Manager Markus Schupp (49) und FCK-Boss Stefan Kuntz (52) die Saison genau analysieren. (...)"

Sowas nennt man Kontinuität.
Ich hoffe, dass unser Trainer, unser Sportdirektor, und Kuntz die richtigen Schlüsse ziehen, die Mannschaft in den ausgemachten Schwachstellen optimal verstärken, und dann nächste Saison den grossen Wurf schaffen.
Ich kann da eher damit leben, als wenn wir schon wieder nen neuen Trainer (Wundertüte) kriegen.



Beitragvon SEAN » 27.05.2015, 00:58


Wenn CK bleibt, bricht für manche eine Welt zusammen.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.




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