Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 11.01.2019, 16:51


Layenberger: "Zwischenfinanzierung keine Option"

Teil I: Treffpunkt Betze im Gespräch mit dem Unternehmer und FCK-Hautsponsor Harald Layenberger über die aktuelle finanzielle und sportliche Situation des FCK.

Er ist Pfälzer, "durch und durch ein Lautrer Bub", so heißt es in der Festschrift zur Einweihungsfeier seines Firmenneubaus, er ist fußballbegeistert und ganz nebenbei ein äußerst erfolgreicher Unternehmer. Nein, Harald Layenberger, der Firmengründer und geschäftsführende Gesellschafter der Layenberger Nutrition Group ist alles andere als ein gewöhnlicher Sponsor. Seit dieser Saison schmückt sein Logo die Brust der Pfälzer. Gegenüber Treffpunkt Betze sprach der 61-jährige im ersten Teil unseres Gesprächs exklusiv über die aktuelle finanzielle Situation des Vereins, über Kommunikation und Außendarstellung und die verlorengegangene Nähe zu den Fans.

Treffpunkt Betze: Hallo Harry, wir sitzen hier in deinem Firmensitz der Layenberger Nutrition Group in Rodenbach zusammen, nicht weit weg von Kaiserslautern. Wie steht es aus deiner Sicht derzeit um den FCK?

Harald Layenberger: Der 1. FCK ist mir eine absolute Herzensangelegenheit. Wie ich haben sich sicher auch unsere Fans und die Verantwortlichen diese Saison ganz anders vorgestellt. Wir befinden uns momentan durchaus in einer sehr schwierigen Lage. Diese Situation nicht als kritisch zu sehen, wäre Augenwischerei. Dennoch bin ich überzeugt, dass es sehr wohl eine Zukunft für unseren FCK gibt. Ich glaube es gibt Türen die offen stehen, und Möglichkeiten die man nutzen könnte, um die Existenz sicherzustellen. Es ist für mich nur schwierig nachzuvollziehen, wieso gewisse Dinge so laufen wie sie gerade laufen. In der derzeitigen Konstellation mit dem e.V. und der GmbH & Co. KG a.A. ist es scheinbar problematisch bis unmöglich gewisse Türen zu durchschreiten. Ich denke aber, dass wir in dieser Hinsicht in den nächsten Wochen mehr erfahren werden. Und dann wird man sehen, ob es in die eine oder eher in die andere Richtung geht.

Sportlich ist die Mannschaft sicher noch nicht da wo wir sie bräuchten, um das ausgegebene Saisonziel in die Tat umzusetzen. Das Verhältnis zwischen Fans und unseren Spielern ist für mich auch noch nicht ganz stimmig. Ich glaube einige Spieler sind immer noch nicht zu einhundert Prozent in Kaiserslautern angekommen und haben auch noch nicht das richtige Gespür dafür, was der Fan in der Pfalz erwartet. Fans und Mannschaft müssen meiner Meinung nach viel mehr zu einer Einheit werden, sich besser kennenlernen, um sich gegenseitig auch besser zu verstehen. Da sind Kommunikation und Nähe gefragt. Es kann auch nicht sein, dass verletzte Spieler nicht mit der Mannschaft nach München fahren, dafür aber zeitgleich von einem anderen Ort "Feierbilder" auf Ihrem Instagram Profil posten. So etwas verstehen unsere Fans, die die Mannschaft in großer Anzahl auch auswärts unterstützen, einfach nicht. Feierbilder, nach einem hart erkämpften Sieg, zusammen mit Mannschaftskameraden und Fans, das sind die Bilder, die unsere Fans sehen wollen und begeistern. Unser neuer Trainer Sascha Hildmann ist Pfälzer und Lautrer, da habe ich große Hoffnung, dass er der Mannschaft die hier gefragte Mentalität nahe bringt.

Meiner Meinung nach können unsere Jungs alle Fußball spielen. Zumindest so gut, dass sie in der dritten, vielleicht sogar in der zweiten Liga oben mitspielen könnten. Keiner unserer Spieler hat bisher beständig hundert Prozent Leistung gebracht. Du brauchst aber genau diese einhundert Prozent um oben mitspielen zu können. Jeder Sportler weiß, dass es einer besonderen Motivation bedarf, ständig diese einhundert Prozent abrufen zu können, oder gegebenenfalls auch mal einhundertzehn Prozent Leistung auf den Platz zu bringen. Mit unseren Fans im Rücken und dieser stimmungsvollen Westkurve muss es einfach möglich sein, individuelle Grenzen zu überschreiten. Wenn Fans und Mannschaft eine Einheit werden, dann ist es auch wieder möglich, Spiele, die auf der Kippe stehen, in der Nachspielzeit noch zu drehen. Da fehlt dann gar nicht so viel und wir wären vorne mit dabei. Und zu Hause eine Macht.

Der FCK kann dauerhaft nur erfolgreich sein, wenn Spieler, Fans und Offizielle wieder zu einer Einheit werden. In den letzten zwanzig Jahren wurde viel gegenseitiges Vertrauen und viel "WIR Gefühl" zerstört. Transparenz, wie man sie im Vorfeld dieser Saison gepredigt und versprochen hat ist schön und gut, aber sie muss ehrlich gemeint sein und auch dauerhaft gelebt werden. Für mich liegt eines der Kernprobleme in der Kommunikation. Man spricht meiner Meinung nach in allen Bereichen zu wenig miteinander und kommuniziert auch nach Außen viel zu wenig auf direktem Wege. Aus meiner Sicht hätte das FCK-TV nie abgeschaltet werden dürfen. Damit hat man sich der Chance beraubt, sich dauerhaft und ungefiltert mit Mitgliedern und Fans austauschen zu können. Ja, so etwas ist zeitaufwendig und macht Arbeit, bringt letztendlich aber auch die Nähe, die unser Verein braucht. Nähe schaffe ich nicht, wenn ich die Fans von der Mannschaft fernhalte. Auch in dieser Hinsicht setze ich große Hoffnung in Sascha Hildmann, der den Betze bestens kennt. Es muss endlich wieder mehr "menscheln" in unserem Verein. (…)

Quelle und kompletter Text: Treffpunkt Betze


Ergänzung, 15.01.2019:

Layenberger: "Des krie mer schun hie!"

Teil II: Treffpunkt Betze im Gespräch mit dem Hauptsponsor Harald Layenberger über sein Sponsoring beim FCK und über Wege in eine bessere Zukunft unseres Vereins.

Er ist Pfälzer, "durch und durch ein Lautrer Bub", so heißt es in der Festschrift zur Einweihungsfeier seines Firmenneubaus, er ist fußballbegeistert und ganz nebenbei ein äußerst erfolgreicher Unternehmer. Nein, Harald Layenberger, der Firmengründer und geschäftsführende Gesellschafter der Layenberger Nutrition Group ist alles andere als ein gewöhnlicher Sponsor. Seit dieser Saison schmückt sein Logo die Brust der Pfälzer. Gegenüber Treffpunkt Betze sprach der 61-jährige im zweiten Teil unseres Gesprächs exklusiv über sein Sponsoring beim FCK, seine Berliner Exil-Heimat und über Wege in eine bessere Zukunft unseres Vereins.

Treffpunkt Betze: Dein erster Gang hoch zum höchsten Fußballberg Deutschlands dürfte schon eine Weile her sein. Wie hast du deinen ersten Besuch im Stadion damals erlebt?

Harald Layenberger: Eins zu eins habe ich das natürlich nicht mehr im Kopf und ich glaube, ich war auch viel zu jung um mich daran noch erinnern zu können. Man spricht aber in der Familie über solche Dinge, hört die eine oder andere Anekdote, was man denn so mit dem Papa uffm Betze erleben durfte. Diese Erzählungen speichert man dann irgendwann auch als eigene Erinnerung ab. Ich war damals wohl vier Jahre alt als mein Vater, der Ordner im VIP-Bereich war, mich zum ersten Mal mit auf den Betze genommen hat. Mit vier Jahren hast du noch nicht das Aufnahmevermögen, um sich überhaupt etwas einzuprägen. Mit elf oder zwölf Jahren stand ich dann aber Fahne schwenkend in der West, da fängt es dann so mit den eigenen Erinnerungen an. Es war eine wunderschöne, erlebnisreiche Zeit und es war gefühlt ein wahnsinniger Zusammenhalt unter den Fans, ob jung ob alt. Du warst einfach mega stolz, ein Lauterer Teufel zu sein. Später hat sich dann bei mir vieles durch den Job verflüchtigt. Ich war viel im Außendienst unterwegs und hatte nicht mehr die Zeit um diese Leidenschaft so zu leben, wie ich es sehr gerne weiter getan hätte.

Irgendwann gab es auch einen generellen Bruch. Viele der alten Kollegen waren plötzlich nicht mehr an Ihrem Platz, nicht mehr dort, wo sie eigentlich immer gestanden haben. Wir „alten“ müssen uns heute auch selbst die Schuld eingestehen, dass vieles nicht mehr so ist wie früher. Wir haben einfach losgelassen, ohne den „neuen jungen“ unser altes Regelwerk mit auf den Weg zu geben. Es gab damals dieses gewisses Regelwerk und es galt für alle, für die gesamte Westkurve. Heute sehe ich so etwas leider nicht mehr in diesem Ausmaß. Man befindet sich scheinbar nicht mehr intensiv im Dialog. Zumindest nicht mehr alle und vor allem, nicht mehr mit jedem. Choreos waren früher immer so ein total verbindendes Element. Wenn man viel gemeinsame Freizeit in eine solche Choreografie investiert und viel organisiert hat, und viel miteinander gesprochen hat, war es ein Glücksgefühl zu sehen, wenn aus dieser Arbeit etwas Großes entstanden ist. Unsere Fans machen auch heute noch viel Stimmung, aber auch die Westkurve hat in den letzten zwanzig Jahren an Qualität verloren. Alles was ich tun kann, dass dieser Flair unserer Westkurve erhalten bleibt, dass diese Wand, die Spiele gewinnen kann, wieder ganz eng zusammenrückt, werde ich tun! (…)

Quelle und kompletter Text: Treffpunkt Betze
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Mia » 11.01.2019, 17:05


Respekt und Hochachtung für die offenen Worte des Herrn Layenberger. Sowas täte unserer Führungsriege gut!



Beitragvon Oktober1973 » 11.01.2019, 17:17


Diesem Interview ist nichts, aber gar nichts hinzuzufügen. HL ist ein Unternehmer, welcher ein Unternehmen aufgebaut hat und dort ebenfalls mit Herzblut operatives Geschäft durchführt. Und er soll ruhig so laut sein, wie seine innere Einstellung ihn auch in seiner Firma weitergebracht hat. Es spricht für ihn, dass er auch erklärt, dass er nicht ins operative Geschäft eingreifen würde; aber er legt die Finger in genau die richtigen Wunden.

Bei der Wertung der Zwischenfinanzierung bin ich nicht ganz seiner Meinung; wenn ein Risiko Investor kommt verbessert dieser eh die Liquidität der GmbH. Wir können HL nur dafür danken, dass er aufs Trikot gegangen ist, sonst hätten wir wahrscheinlich jetzt noch keinen.

Und er hat sein Geld in die Hand genommen als Sponsor und nicht als Investor. Das Geld ist für ihn ja auch schon weg.

Seine körperlichen Beschwerden aufgrund der Lage kennen wir ja alle. We don´t like mondays; auch wegen Niederlagen am Wochenende.

Bin gespannt auf den 2. Teil des Interviews.



Beitragvon Michimaas » 11.01.2019, 17:57


Kaufmännisch ist H. Layenberger sicher auf einem besseren Niveau unterwegs, als Vereinsführung und ``Ausgliederabteilung´´. Dazu hat er alles erdenkliche Herzblut. Dann sollte man auch mal auf so jemanden hören!! H. Klatt soll aufhören Banken für Zwischenfinanzierungen zu suchen !! Er soll sich in dieser Zeit mal besser mit Stadt , Land und Stadiongesellschaft auseinandersetzen, dort liegt viel mehr Potenzial. Und wenn es dann immer noch nicht reicht, dann fangen wir halt bei 0 an !



Beitragvon FCK58 » 11.01.2019, 18:39


Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Statement über den FCK gelesen zu haben, welches so knallhart ins Schwarze trifft, wie das Interview mit diesem Mann.
Kompetenz ist außerhalb des AR und der Vorstände durchaus vorhanden. Das ist ganz offensichtlich. Man sitzt aber lieber auf dem hohen Ross und denkt: ....
Ich könnte mir schon vorstellen, das einige Herren für ihre "Arbeit" oder ihr Verhalten dafür noch die Rechnung serviert bekommen werden. Für den FCK wird es dann aber definitiv zu spät sein.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Betziteufel49 » 11.01.2019, 18:54


FCK58 hat geschrieben:Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Statement über den FCK gelesen zu haben, welches so knallhart ins Schwarze trifft, wie das Interview mit diesem Mann.
Kompetenz ist außerhalb des AR und der Vorstände durchaus vorhanden. Das ist ganz offensichtlich. Man sitzt aber lieber auf dem hohen Ross und denkt: ....
Ich könnte mir schon vorstellen, das einige Herren für ihre "Arbeit" oder ihr Verhalten dafür noch die Rechnung serviert bekommen werden. Für den FCK wird es dann aber definitiv zu spät sein.

Man sitzt aber lieber auf dem hohen Ross und denkt: ....hoffentlich kommen nach der Winterpause die Chinesen :love:
und kaufen alles auf. Aber erst müssen sie noch das Testspiel gegen uns gewinnen, damit sie den Preis drücken können. :p



Beitragvon Troglauer » 11.01.2019, 19:20


Woher die fehlenden 12 Mio. kommen verrät Herr Layenberger aber auch nicht. Wo stehen die anderen Türen, durch die man gehen kann? An den entscheidenden Stellen ist dann auch nicht sehr viel Fleisch am Knochen.



Beitragvon FCK58 » 11.01.2019, 19:37


Zumindest diesem "Knochen" kann ich aber irgendwie noch glauben, dass da doch noch irgendwo Fleisch hängen könnte. :wink:
Zuletzt geändert von FCK58 am 11.01.2019, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Betze_FUX » 11.01.2019, 19:39


Das dachte ich auch @troglauer.
Andererseits kann HL (auch wenn er die "Türen" kennt) nicht einfach die ganze Thematik hier ausplaudern.
Aber an sich ein sehr gutes Interview von Harry. Ich kann mich an keinen Sponsor erinnern der je so aktiv und nahe am Verein war.
Man bzw er muss nur aufpassen daß er sich nicht in die Geschäfte des EV oder KGaA einmischt. Auch wenn er Recht hat/hätte...das ist nicht sein Rucksack!
Hoffenheim, RB Leipzig, FB Kaiserslautern :(



Beitragvon Hephaistos » 11.01.2019, 20:02


Betze_FUX hat geschrieben:Aber an sich ein sehr gutes Interview von Harry. Ich kann mich an keinen Sponsor erinnern der je so aktiv und nahe am Verein war.

Einer war sehr nah: DVAG. Leider war er für uns wohl nicht gut genug damals.



Beitragvon Troglauer » 11.01.2019, 20:07


Das sollte auch keine Kritik an Harry Layenberger sein. Der Mann ist ein echter Typ. Ich teile seine Einschätzung in vielen Punkten aber letztendlich kann auch er keine überzeugende Antwort auf die existentielle Frage des FCK liefern. Er sagt es wenigstens ehrlich, die Situation ist kritisch.

@Hephaistos

Durch ständiges Wiederholen wird es nicht richtiger.



Beitragvon BernddasBrot2 » 11.01.2019, 20:09


Teil 1 ist schon starker Tobak. Hut ab vor dem Unternehmer, der sich beim Kicker für das Benehmen eines Angestellten des FCK entschuldigt hat, ganz gleich ob sein Name auf der Brust des FCK steht oder nicht.

Ich hoffe, wünsche und glaube auch an die Türen, bin aber auch überzeugt, niemand aus der KGaA oder des Aufsichtsrat sehen oder wollen durch die Türen. Da sitzen zu viele noch auf dem hohen Ross. Demut, das was man schon so oft von den Fans gefordert hat, das würde in bestimmten Situationen auch den Herrschaften da oben gut zu Gesicht stehen. Die ganzen Dinge, die er als Fan anspricht, sindf aus dem Kopf eines Unternehmers, eines Geschäftsmann mit Erfolg. Scheinbar aber läßt man auch ihn aussen vor, statt mit ihm gemeinsam Wege zu suchen und Schritte einzuleiten.

Diese Schonungslosigkeit schmerzt mich sehr und ich bin sicher nicht nur mich. Hoffentlich ist Herr L. nicht auch nur ein Dampfplauderer oder Sonnenkönig, die hatten und haben wir in verschiedenen Positionen schon zu langr beim FCK.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon Chris7 » 11.01.2019, 20:12


Wen meinte er denn mit den Instagram Feier Bildern?



Beitragvon Hephaistos » 11.01.2019, 20:13


Chris7 hat geschrieben:Wen meinte er denn mit den Instagram Feier Bildern?


Verletzt waren Loh, Mads, Esmel, Spalvis und Botiseriu. Ich denke er meint Loh. Der war aber mit der Teufelsbande unterwegs.



Beitragvon FCK-Augustin » 11.01.2019, 20:20


Ich habe noch nie ein so souveränes und authentisches Statement von den "Führungskräften" (?), oder aus dem sonstigen Umfeld des FCK gehört, oder gelesen! Dem Ruf bzw. Wunsch nach einem derartigen Menschen als Lenker kann ich mich nur anschließen. Zu unseren "Möchtegern-Chefchen" sage ich hier nichts mehr.
Ob man Herrn Layenberger nicht irgenwie gewinnen könnte? Das wäre mal ne Perspektive, trotz Schulden und dem ganzen anderen Sch...! Ich denke, mit Herrn Layenberger könnte man das Wichtigste überhaupt zurück gewinnen: VERTRAUEN !!



Beitragvon ExilDeiwl » 11.01.2019, 20:23


Mir gefällt das Interview mit Layenberger auch sehr gut. Eine ehrliche Haut, ein Typ, dem ich abnehme, wie sehr im der FCK am Herzen liegt. Ich habe sowieso eine sehr gute Meinung von ihm. Aber die Frage nach dem Woher bzgl. der fehlenden 12 Mio. stellt sich mir trotzdem auch. Wir haben in meinen Augen das Problem, dass wir vermutlich in der Kürze der Zeit nicht genug 100.000 Euro Investoren finden werden, um die 12 Mio. zusammen zu bekommen. Dass Banf das Einsammeln dieser Investoren nach hinten geschoben hat, kommt ja nicht von ungefähr. Den großen Investor werden wir vermutlich auch nicht bis zum Einreichen der Lizenzunterlagen bekommen. Also woher nehmen? Meint Ihr, dass wir bei der Stadt bis dahin irgend etwas substanzielles erreichen können? Etwas, das den großen Investor ermöglicht?

Also etwas deutlicher müsste er m.E. schon werden, was er mit offenen Türen meint. Das meine ich nicht als Vorwurf, sondern eher als Äußerung, dass ich nicht verstehe, was er damit konkret meint. Aber vielleicht weiß die Zielgruppe (FCK Verantwortliche) besser, was er meint. Sie sind es ja auch, die das Heft des Handelns in der Hand halten müssen...
NEUANFANG SOFORT! WEHRT EUCH!



Beitragvon Hephaistos » 11.01.2019, 20:25


Troglauer hat geschrieben:
@Hephaistos

Durch ständiges Wiederholen wird es nicht richtiger.


Wo habe ich mich denn bitte um DVAG wiederholt?

Und es ist wahr, dass der verstorbene Prof. Dr. Reinfried Pohl ein FCK Fan war und seine Familie zu den reichsten Familien in De gehört(e).

Ich weiß nicht was da genau vorgefallen ist. Ich schrieb nur, dass sie an FCK ganz nah dran war. Hier ist was von dbb aus dem Jahr 2008:

11.04.2008 - 16:41 Uhr

Sehr schlechte Nachrichten für den 1. FC Kaiserslautern: Hauptsponsor Deutsche Vermögensberatung (DVAG) wird dem Verein keine weiteren Finanzspritzen zukommen lassen.

"Wir werden unsere vertraglichen Pflichten erfüllen, aber es reicht", wird der DVAG-Vorstandsvorsitzende Reinfried Pohl von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitiert. In den vergangenen Jahren habe die DVAG dem FCK insgesamt 15 Millionen Euro zukommen lassen, so Pohl. "Ohne uns gäbe es den Verein nicht mehr."

"Wir möchten zwar nicht als diejenigen dastehen, die dem ehrwürdigen Verein das Licht ausblasen", so Pohl weiter. Aber auch das Engagement der DVAG habe Grenzen. Meldungen, wonach der Hauptsponsor noch mehr Geld geben würde, entbehrten demnach jeder Grundlage.

Ergänzung, 16:59 Uhr: Wie der SWR mittlerweile meldet, verhandelt der neue FCK-Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz derzeit trotz allem mit der DVAG über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nach Vertragsende im Sommer 2009. Einen möglichen Rückzug des Hauptsponsors wollte Kuntz nicht kommentieren.


Hört sich so an, als gäbe es einen Krach. Danach haben wir einen neuen Hauptsponsor präsentiert bekommen.



Beitragvon Motorschrauber » 11.01.2019, 20:26


Das ist mal eine Ansage: Zwischenfinanzierung keine Lösung, Spieler sind noch nicht richtig beim Betze angekommen, Differenzen innerhalb der Vereinsstrukturen, fehlende Kommunikation. Das sitzt und spricht mir, vermutlich viele FCK Fans, aus der Seele. Endlich mal einer der nichts Schön redet, nichts Tod redet, sich nicht in nebulösem Schweigen hüllt. Etwas mehr aktives Vorgehen bzgl. der "Türen" hätte ich mir gewünscht. Kann noch kommen. Nach dieser Ansage frage ich mich, was die sportlich und wirtschaftlich Verantwortlichen auf dem Betze so treiben. Es gab schon mal eine vorsichtige Breitseite seitens Herrn Layenberger. Jetzt volles Rohr. Ich bin mal gespannt, was die Sprechblase der FCK Verantwortlichen, Steppenwolf, zu diesem Interview sagt. Ich sage danke, bitte jetzt noch Türöffner für die FCK "Manager" spielen, die schaffen das nicht alleine.



Beitragvon SEAN » 11.01.2019, 20:42


Hephaistos hat geschrieben:Ich weiß nicht was da genau vorgefallen ist. Ich schrieb nur, dass sie an FCK ganz nah dran war.

Man muß nur mal Froschauge fragen, wie er mit Herrn Pohl umgesprungen ist, das dieser die Segel gestrichen hat. Und so einem haben wir unsre Finanzen über Jahre anvertraut!
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon steppenwolf » 11.01.2019, 20:56


@Motorschrauber, du forderst meine Meinung ab?! Ich bin ob des Interviews ein wenig zwiegespalten: Einerseits sollte man Kritik und Ideen jederzeit anbringen dürfen. Anderseits frage ich mich, wo es gerade darum geht, das die FCK-Gemeinde endlich mal wieder den Schulterschluss üben sollte, es nicht zielführender gewesen wäre, dies nicht in der Öffentlichkeit sondern hinter verschlossenen Türen mit Banf, Bader, Klatt & Co. zu tun. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Dampf ist jedoch genug auf'm Kessel. Hoffentlich geht die Sache gut aus und wir bekommen die Lizenz für kommende Saison (3. oder 2. Liga) OHNE Insolvenz anmelden zu müssen.
Kontinuität - Ruhe bewahren - Geduld haben - habe ich mir verordnet und versuche mich daran zu halten.
FORZA FCK :teufel2:



Beitragvon Kilmister » 11.01.2019, 20:59


Recht hat HL ja auch hiermit:
"Die 20.000er Marke war deshalb schon als mein Einstieg in den Verein gedacht. Ich wollte damit auch das Mitgliederwerben etwas befeuern. Leider wurde dann das Mitgliederwachstum, auch aufgrund der Gesamtsituation, jäh gestoppt. Mit meinem Mitgliedsbeitritt als lebenslange Mitgliedschaft wollte ich dann wiederum ein Zeichen setzen, um den Abwärtstrend umzukehren. Ein Verein wie der FCK hat eigentlich sehr viel mehr als 20.000 Mitglieder verdient."

Wir sind mit gut 17.000 gerade mal auf Platz 30 in Deutschland.
(Echte Identifikation sieht etwa so aus [Quelle: Wikipedia]:
Benfica Lissabon 231.200
Sporting Lissabon 160.028
Einwohner Lissabon: gut 500.000
Einwohner Portugal: gut 10 Millionen
Was für Zahlen!)
Einwohner Rheinland-Pfalz: etwa 4,074 Millionen (dabei 12.500 Mainz-Mitglieder)...
Und bundesweit gibt es ja auch noch ein paar Unverbesserliche, die dem FCK die Treue halten.

HL hat recht: wie kriegen wir mehr Mitglieder???
Don't forget them: they were Motörhead. And they played Rock'n'Roll!



Beitragvon Hephaistos » 11.01.2019, 21:05


steppenwolf hat geschrieben: Hoffentlich geht die Sache gut aus und wir bekommen die Lizenz für kommende Saison (3. oder 2. Liga) OHNE Insolvenz anmelden zu müssen.


Diese werden wir meiner Meinung ziemlich sicher bekommen. Das ist aber auch nicht die Frage. Die wichtigste Frage sollte lauten: was passiert danach? Ohne Investor werden wir vermutlich schon im Sommer mehrere Stammspieler abgeben müssen, weil wir unser Etat noch tiefer fahren müssten. Somit rücke der Aufstieg noch mehr in weite Ferne (als wäre es schon jetzt nicht weit bzw. schwer genug). Wartung + normale Stadionpacht (ab 2020 wieder 3,2 Mio) bleiben uns trotzdem erhalten.



Beitragvon Troglauer » 11.01.2019, 22:06


@Hephaistos

Ich hatte nicht gemeint, dass du die Story mit der DVAG ständig wiederholst aber es wurde hier von verschiedenen Foristen in der Vergangenheit immer wieder kolportiert. Insofern habe ich mich falsch ausgedrückt, Entschuldigung dafür.

Trotzdem gehört es zu den vielen unbewiesenen Behauptungen, die über Jahre gebetsmühlenartig gestreut wurden. Wo sind heute die ganzen potenten Sponsoren, die damals angeblich reihenweise vergrault wurden?
Das waren Märchen, die man solange erzählt hat, bis man selbst daran glaubte. Der FCK im Dornröschenschlaf, der nur von einem Prinzen wachgeküsst werden muss, um in alter Größe zu erstrahlen.

Wenn es um Geld geht, dann spielen persönliche Gründe meistens nur eine untergeordnete Rolle und niemand sponsort Millionen, nur weil jemand schöne Augen hat.

Das ist ein knüppelhartes Geschäft, im Übrigen auch für Harry Layenberger. So günstig wie heute wäre er vor fünf Jahren nicht an die Fanbase des FCK gekommen. Das ist keine Kritik an seinem Engagement, das ist nur die Realität. Ein Geschäftsmann wie Layenberger wäre nicht so erfolgreich, wenn er sich von Emotionen leiten liese.



Beitragvon Hephaistos » 11.01.2019, 22:22


@Troglauer:
Es kann natürlich sein, dass ich wiederhole, was jemand schon vorher geschrieben hat. Sorry dafür. Ich lese hier zwar oft mit, aber leider bei weitem nicht alles. Dazu war ich hier mehrere Jahre gar nicht anwesend.

Was HL angeht hast du sicher Recht. Emotionen sind fürs Geschäft tödlich. Auch was sein Engagement angeht. Vor paar Jahren hätte er bei uns noch über 1 Mio zahlen müssen.

Aber jetzt es ist so wie es ist. HL wird sicher nicht mit Millionen um sich schmeißen um uns retten zu können. Dafür hat er selbst nicht genug Kohle. Lizenz für 20/21 werden wir noch bekommen, da bin ich mir sicher. Was danach passiert bzw. kommt, weiß wohl keiner von uns.

Ich bin realistisch genug um zu wissen, was passieren würde, im Falle wir finden keinen Investor. Aber lassen wir es lieber. Menschen, die nicht an Wunder glauben, nennt man Pessimisten. Ich gehöre sicherlich nicht dazu. Ich hoffe, wir bekommen eine Lösung zur Stadionfrage, Wartung und Darlehen präsentiert und diese bringt uns (mal) wieder nach vorne, wo wir uns aufs Sportliche konzentrieren können. Bis dahin bleibt nun wirklich nichts anderes übrig, als zu hoffen.



Beitragvon jürgen.rische1998 » 11.01.2019, 22:33


Dieses Interview ist genau die von Banf versprochene Transparenz :!: Ups, ist ja "nur der Hauptsponsor" und niemand aus dem AR oder Vorstand der Eier zeigt. Man möge es den hohen Herren an die Tore nageln, vielleicht werden sie ja doch noch einmal wach, jetzt kurz vor dem Ende.
Lautern war der geilste Club der Welt...




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