Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Flo » 12.12.2018, 15:16


3. Liga - eine sportliche und wirtschaftliche Gratwanderung

Die 3. Liga gilt als Haifisch-Becken. Viele Vereine kämpfen mit wirtschaftlichen Problemen - auch der 1. FC Kaiserslautern kann sich die Drittklassigkeit auf Dauer nicht leisten.

Die 3. Liga ist eine ungeliebte Spielklasse, zumindest wenn man als Absteiger dazu verdammt wird. So wie der FCK, der nie dort hin wollte. Nicht nur aus sportlichen Gründen. In der 3. Liga und ebenso noch tiefer in der vierten oder fünften Liga droht überdurchschnittlich oft die Insolvenz. Seit 1994 gab es etwa 110 Insolvenzverfahren.

Daniel Weimar ist Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Uni Duisburg und arbeitet an einer Studie zum Thema "Insolvenzen im deutschen Fußball", und er hat festgestellt: "Die Abwärtsspirale beginnt etwa drei Jahre vor einer Insolvenz. Einem Verein geht es sportlich immer schlechter, meist folgt dann der Abstieg und dann kollabiert letztendlich das Finanzsystem."

Auch die FCK-Zahlen sehen nicht gerade gut aus. Etwa zwei Millionen Euro Minus letzte Saison, geschätzte fünf Millionen Defizit geplant in dieser Saison - inklusive Rückzahlung der Fananleihe von etwa 6,7 Millionen Euro. (…)

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 13.12.2018:

Kaiserslautern: Mindestens zwölf Millionen benötigt

Wichtiges Wochenende beim FCK. Erst steht die Mannschaft um Neu-Trainer Sascha Hildmann am Samstag in Meppen unter Zugzwang (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de), am Sonntag folgt die berüchtigte Jahreshauptversammlung (JHV). Zwei Kernfragen treiben die Mitglieder um: Sind Investoren in Sicht und kann der Fritz-Walter-Klub trotz der Finanzprobleme überhaupt die Lizenz für eine weitere Drittliga-Saison erhalten?

Nach nur zwei Zählern aus fünf Ligaspielen ist der Absteiger schon in der zweiten Partie unter dem neuen Coach zu einem Dreier verdammt. Das Ziel Wiederaufstieg ist zwar schon länger in weite Ferne gerückt, aber Lautern braucht dringend Punkte, um sich von der Abstiegszone fernzuhalten. Erste gute Ansätze aus der Hildmann-Premiere gegen Würzburg (0:0) müssen nun in Tore und Erfolge umgewandelt werden.

(…)

Da das Ziel Wiederaufstieg wohl verpasst wird, steht mehr denn je die Zukunft auf dem Spiel: Darf der FCK drittklassig bleiben? Die aktuelle Saison ist laut Banf "auf Pump" finanziert, im Sommer sprach Klatt von einem erwarteten Jahresminus von etwa fünf Millionen Euro, das eher noch steigen wird. Mit mindestens diesem strukturellen Defizit ist auch in einer weiteren Drittligasaison zu rechnen. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 15.12.2018:

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Klatt zur neuen Lizenz: "Wir haben einen Plan"

Einen Tag vor der Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern hat sich Michael Klatt zur finanziellen Situation geäußert. Gegenüber der "Rheinpfalz" erläutert Klatt, wie man die Lizenz für die kommende Saison sichern möchte.

"Es wird schwer, aber wir haben einen sorgfältig durchdachten Plan", zitiert die Zeitung den Geschäftsführer der FCK-Kapitalgesellschaft. Aufgrund des erwarteten Fehlbetrags aus der laufenden Saison von etwas mehr als fünf Millionen Euro sowie den fällig werden den 6,7 Millionen Euro aus der FCK-Anleihe benötigt der FCK rund zwölf Millionen Euro. Auch eine Lizenz für die 2. Liga werde der FCK laut Klatt beantragen.

Fans können erst ab Mai investieren

Stemmen will Klatt die Rückzahlung der Anleihe mit dem im Mai aufgenommenen und noch komplett zur Verfügung stehenden Drei-Millionen-Euro-Kredit, weiteren Kosteneinsparungen sowie einer Zwischenfinanzierung durch ein Bankenkonsortium. Dadurch soll der Verkauf von Aktienpaketen in Höhe von mindestens 100.000 Euro aus einer besseren Position heraus erfolgen. Dadurch will der FCK ab sofort Eigenkapital einsammeln. Konkrete Informationen zu einem Groß- oder Ankerinvestor gibt es in dem Artikel nicht. Kleine Investitionen durch Fans spielen für die Lizenzvergabe keine Rolle, da diese Möglichkeit erst ab Mai besteht.

"Es wird eine Mammutaufgabe, das zu wiederholen, aber auf der operativen Seite, ohne die Anleihe, sind wir weiter als voriges Jahr um diese Zeit", sagte Klatt der "Rheinpfalz" und verwies auf die langfristig geschlossenen Verträge mit Hauptsponsor Layenberger sowie Bierlieferant Krombacher. Auch die reduzierte Stadionmiete gelte für eine weitere Saison.

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz
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Beitragvon Flo » 12.12.2018, 15:30


Zur kritischen finanziellen Situation des FCK hat uns außerdem folgender Gastbeitrag von Johannes B. Remy, Aufsichtsratskandidat 2017, erreicht, den wir an dieser Stelle ebenfalls mitveröffentlichen möchten:

Einschätzung zu Insolvenzrisiko und Lizenzverfahren 19/20
von Johannes B. Remy

Es ist wohl an der Zeit die Dinge klarer zu benennen. Ich habe versucht dies über einen Antrag an die JHV zu tun aber der FCK hat sich entschieden, die Veröffentlichung mit einer sehr strengen Satzungsauslegung zu unterbinden. Wer sich also gerade darüber wundert, dass in einer so schwierigen Situation für den Verein kein einziger Antrag aus den Reihen der Mitglieder zu kommen scheint, könnte hier die Lösung für dieses Rätsel finden. Eine zumindest umstrittene Praxis, die jedoch jeder akzeptieren muss, der die Versammlung nicht durch gerichtliche Anfechtung gefährden will. Und wer will das schon. Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, meine Einschätzung nicht über den klärenden Weg des Antrages auf der JHV zur Diskussion zu stellen, da dieser Weg einigermaßen verbaut ist, sondern hier einen Beitrag zu veröffentlichen. Ich mache das nicht anonym, sondern unterzeichnet. Das gebietet aus meiner Sicht die Fairness. Bedauerlicherweise ist das ein enorm trockenes Thema und wer sich damit beschäftigt, muss die tiefe Emotion über den Niedergang unserer Teufel mit dem unser Herz seit Jahren belastet wird, dabei außen vor lassen.

Aber zunächst eine nicht unwichtige Vorbemerkung. Wer sich angesichts des kommenden Beitrages ernsthafte Sorgen macht, er könne Investoren abschrecken oder Interna verraten, sei beruhigt. Investorengesellschaften prüfen sehr genau und für den Erkenntnisgewinn aus diesem Beitrag brauchen sie bloß die öffentlich bekanntgegebenen Zahlen, "Google", vielleicht einen studentischen Praktikanten und bestenfalls drei Minuten Zeit. Dies wurde auch von Seiten des Vorstandes mir gegenüber in persönlichem Gespräch nicht bestritten. Jedem der sich mit der finanziellen Lage des FCK beschäftigt ist die Situation ziemlich klar, allerdings habe ich in vielen Gesprächen festgestellt, dass sich etlichen Mitgliedern und Fans die Lage nicht ganz so offensichtlich darstellt. Und das liegt auch an den öffentlichen Äußerungen von Teilen der Führungsspitze. Dies zumindest in einem kleinen Ausschnitt zu ändern, auch wenn mir bewusst ist, dass ich die älteren Semester über das Internet kaum erreichen kann, ist die Intention dieses Beitrages.

Wenn ein Geschäftsbetrieb - und darauf muss man den FCK oder besser die 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA mit dem Sitz in Kaiserslautern in dieser Frage leider reduzieren, eine Mitteilung freudig weitergibt die ihr bescheinigt, dass es in der laufenden Saison nicht zu Liquiditätsausfällen kommen wird, ist für die Zukunft eher Skepsis angezeigt. Denn warum sollte jemand etwas besonders betonen, was in einem gesunden Geschäftsbetrieb ohnehin als völlig normal gelten muss? Tatsächlich steht eine hohe Hürde im Raum und die lautet Lizenzverfahren für die Saison 19/20. Der FCK braucht dafür mindestens zusätzliche zehn bis fünfzehn Millionen Euro um nur EINE weitere Spielzeit in der 3. Liga zu finanzieren. Diese Summe lässt sich simpel aus der am 01. August 2019 fälligen Fananleihe, die damit Lizenzbestandteil ist, und dem geplanten Saisondefizit von 5 Millionen Euro für die laufende Spielzeit zusammenziehen. Denn die erste Drittligasaison der Vereinsgeschichte ist mit hohem Defizit geplant worden. Womit auch klar ist, dass das logische Saisonziel des FCK eigentlich nicht "mitspielen" sondern wohl nur "Aufstieg" heißen kann. Insofern ist die aktuelle sportliche Lage auch aus finanzieller Sicht wenig entspannt zu beurteilen. Wir können mit dem Defizit aber noch etwas anderes anfangen. Es dient als Grundlage zur Bezifferung des unmittelbaren zusätzlichen Kapitalbedarfs für das Lizenzverfahren im März.

Denn hier gibt es, wenn wir den Aufstieg aktuell als Option mal unberücksichtigt lassen, im Prinzip nur drei Möglichkeiten wie sich dieses Defizit in der kommenden Saison verändern könnte. Die Kombinationen aus den unterschiedlichen Möglichkeiten lasse ich aus naheliegenden Gründen weg, weil sie die Aussage im Kern nicht verändern werden:

a) Die Einnahmen steigen, das Defzit sinkt.
b) Weitere Sparmaßnahmen werden aktiviert, das Defizit sinkt.
c) Die Einnahmen sinken, das Defizit steigt.

Sicher ausschließen können wir die erste Idee. Die Einnahmen des FCK in einer zweiten Drittligasaison werden nicht steigen sondern sinken. So fällt zum Beispiel die einmalige Sonderzahlung aus der 2. Liga, die immerhin 600.000 Euro betrug, auf jeden Fall weg. Dauerkartenverkäufe werden kaum stabil bleiben und die Sponsoreneinnahmen werden im Regelfall ebenfalls sinken. Es ist also davon auszugehen, dass das in der aktuellen Saison geplante Defizit, selbst bei weiteren Einsparbemühungen in der Saison 19/20 eher steigt als sinkt, denn sogar bei stabilen Einnahmen müsste die Geschäftsführung der GmbH schon die 600.000 Euro aus der Solidaritätsaktion der 2. Liga einsparen um das Defizit bei gleichen Einnahmen wenigstens stabil halten zu können. Gehen wir trotzdem davon aus, dass der FCK irgendwie insgesamt 1 Million oder wenn wir großzügig sind, sogar 2 Millionen Euro einsparen könnte und unterstellen wir einfach mal optimistisch, dass auch die Einnahmen stabil bleiben, dann besteht immer noch ein zusätzlicher Kapitalbedarf von über 10 Millionen Euro, allein um die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten, da schon die Fananleihe 6,6 Millionen Euro erfordert und das Defizit immer noch 3,6 Millionen Euro fressen würde. Selbst bei optimistischen (vielleicht auch unrealistischen) Annahmen braucht es also eine achtstellige Summe an zusätzlichem Kapital allein für die Lizenz 19/20. Und die müssen im Verfahren Ende März da sein. Es gibt allerdings ein weiteres Problem.

Die GmbH ist bereits jetzt überschuldet und das negative Eigenkapital wird weiter steigen, wenn kein Eigenkapital durch einen Investor zugeführt wird. Selbst wenn kurzfristig eine andere Strategie gewählt würde, die das Problem mit Fremdkapital lösen wollte, entstünde ein massives Problem mit der im Insolvenzrecht geforderten positiven Fortführungsprognose. Die ist bei unseren Voraussetzungen die einzige Barriere zwischen Leben und Tod - meint, zwischen der Zukunft und der Insolvenz. Und bei einem operativen Ergebnis von MINUS 5 Millionen Euro im Regelgeschäft sehe ich da ernsthafte Schwierigkeiten. Und damit komme ich zur Strategie.

Die Vereinsspitze hat sich im Frühjahr bewusst dagegen entschieden, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen (Wertpapierprospekt), um Anteile des Vereins an Fans und Mitglieder verkaufen zu können und stattdessen alles auf die Karte große bis mittlere Investoren gesetzt. Diese stehen bei relativ hohem Insolvenzrisiko und sportlichem Misserfolg vermutlich nicht gerade Schlange. Denn je höher das Risiko, desto höher müsste die Renditeerwartung sein. Um aber überhaupt eine Renditeerwartung darstellen zu können, ist neben dem unmittelbaren "Rettungskapital" auch noch Kapital nötig, um kurz- und mittelfristig in den Kader zu investieren. Von regulären Miet- bzw. Pachtzahlungen an die Stadiongesellschaft ganz zu schweigen. Ziehen wir also ein Zwischenfazit.

Es lässt sich klar festhalten, dass entweder bis März ein Investor einsteigt oder das Insolvenzrisiko exorbitant ansteigt. Wenn in dieser Situation überhaupt ein Investor an Bord kommt der eine sinnvolle Fortführung des Geschäftsbetriebs ermöglicht, dann kann er den Preis dafür praktisch selbst bestimmen. Die Aussagen der Vereinsspitze, angefangen bei Patrick Banf, der den Verein öffentlich auf ca. 120.000.000 Euro taxiert hat und die von Martin Bader, der seit Sommer den Eindruck erzeugt, die Planungen des FCK beinhalteten auch eine zweite Saison für die 3. Liga sind im besten Fall missverständlich - böswillig interpretiert könnte man sie aber auch als irreführend bezeichnen. Und damit komme ich zu meiner persönlichen Bewertung der Lage.

Es ist immer noch möglich. Die Wende kann noch eintreten. Aber jeden Tag wird das Fenster zur positiven Zukunft ein wenig kleiner. Natürlich haben die meisten Amtsträger vor einem Jahr einen ziemlichen Trümmerhaufen übernommen. Deshalb wäre sofortige, kleinteilige und nachhaltige Aufbauarbeit notwendig gewesen. Mühselig. Langsam. Stattdessen erscheint es mir aber so als hätte man bloß eine Leinwand davor geschoben und eine Kulisse gemalt. Ging schneller. Und sah gleich viel besser aus. Kann man zwischenzeitlich durchaus machen. Schließlich gehört auch das Klappern gelegentlich zum Handwerk. Aber man sollte das gemalte Bild dann nicht mit der Realität verwechseln. Und genau das ist meiner Ansicht nach zumindest in Teilen passiert. Anders lassen sich z.B. die angesprochenen Aussagen von Bader oder Banf nicht erklären. Wir befinden uns deshalb meiner Einschätzung nach jetzt in einer Situation, bei der entweder das Eigenkapital durch einen Investor deutlich ansteigt oder der FCK mittelfristig einen Insolvenzantrag stellen muss. Mit einer differenzierteren Strategie wäre die extreme Zuspitzung zu diesem Zeitpunkt meiner Meinung nach noch zu vermeiden gewesen, auch wenn uns das vermutlich nur zusätzliche Zeit erkauft hätte.

Um einer Lösung doch noch näher zu kommen, muss man sich als Fan, Mitglied oder einfach nur geneigter Leser, zunächst einmal die Struktur des Problems vor Augen führen. Denn das besteht nicht aus zwei sondern aus drei Teilen. Die Anleihe selbst ist zweigeteilt zu betrachten, da sie aus Streubesitz und institutionellen Anlegern besteht. Diese hatten unterschiedliche Motivationen die Anleihe zu zeichnen. Die Institutionellen suchten eine Geldanlage, erwarteten regelmäßige Zinszahlungen und werden ihr Kapital bei Fälligkeit wieder abziehen. Das Geld für diesen Teil der Anleihe hätte man über den Verkauf von Anteilen der GmbH an Fans und Mitglieder meiner Meinung nach erlösen können, wenn der Wunsch nach dem einzelnen "Retter" nicht übermächtig gewesen wäre. Der andere Teil der Anleihe befindet sich im Streubesitz von Fans und Mitgliedern, die weniger eine gute Geldanlage suchten, als dem FCK helfen wollten. Obwohl die nach und nach feststellen mussten, dass man von Seiten des Vereins nicht ganz ehrlich mit ihnen umgegangen ist, besteht zumindest bei Teilen, wie ich aus persönlichen Gesprächen weiß, immer noch die Bereitschaft zu helfen. Sei es die Anleihe zu verlängern, sei es tatsächlich auf die Rückzahlung zu verzichten oder diese gegen etwas zu tauschen, was für den Verein leichter aufzubringen ist, zum Beispiel ein signiertes Trikot oder ein VIP Ticket für ein Spiel.

Der dritte Teil des Problems besteht aus dem operativen Defizit. Auch das muss ja irgendwie abgedeckt werden. Ich fasse zusammen. Die drei Teile des Lizenzproblems bestehen also aus:

a) Institutionellen Anlegern der Anleihe
b) Anleiheteile im Streubesitz
c) Operatives Defizit

Die theoretischen Möglichkeiten zum Umgang bestehen in der Ablösung durch Eigenkapitalaufnahme, in der Umschuldung bzw. Verlängerung der Anleihe (Prolongation), sowie in einem Verzicht auf Auszahlung. Theoretisch sind die Möglichkeiten vor allem deshalb, weil wir in unserer Lage im Regelmarkt eher nicht kreditwürdig sind und eine Prolongation zumindest von Teilen der Anleihe Zeit braucht. Der Verkauf von Anteilen an Fans und Mitglieder scheidet derzeit aus bekannten Gründen offenbar aus. Aber zumindest beim Fremdkapital lässt sich vielleicht eine Hintertür öffnen. Es gibt Gläubiger, die zum Teil erheblich direkt oder indirekt beim FCK engagiert sind, denn bei Insolvenz geht ja nicht nur die Fußball GmbH vor die Hunde, sondern auch die Stadiongesellschaft und vermutlich besteht sogar für die Stadt Kaiserslautern ein hohes Risiko. Wenn jeder einzelne Gläubiger mit einer überschaubaren Steigerung seines bisherigen Engagements dazu beitragen kann, sein bisher investiertes Kapital vor dem Totalverlust zu retten, ist die Tür zu neuem Fremdkapital, zur Umschuldung nicht ganz geschlossen. Das operative Defizit kann dann aber nicht auch noch so geschultert werden, weil im Gegensatz zur Umschuldung die Überschuldung der GmbH so dramatisch ansteigen würde, dass die bereits angesprochene positive Fortführungsprognose kaum noch möglich wäre.

Es ist also noch ein wenig Spielraum vorhanden auf den man jetzt - wenn auch reichlich spät, noch abstellen könnte. Wichtig ist aber vor allem, dass die Führungsspitze erkennt, dass Fans und Mitglieder das einzig verbliebene Kapital unseres FCK darstellen und diese mit einbindet, statt schon wieder über angebliche "Unruhe" zu klagen wie der aktuelle AR Chef dies gerade in den Medien getan hat. Unser aller Herz hängt nach wie vor an unserem Verein und jeder von uns der immer noch da ist obwohl es jede Menge Gründe gäbe dem FCK den Rücken zu kehren, kann eine ganz eigene Geschichte darüber erzählen, wie diese Liebe entstanden ist, wie sie wuchs und warum sie immer noch da ist.

Ich hoffe natürlich ebenfalls darauf, dass ein "weißer Ritter" gefunden wird, erwarte aber zumindest von der Vereinsspitze, dass sie die Lage auf der JHV klar kommuniziert. Dass der Verein mit allerlei Juristerei darauf verzichtet hat, Anträge der Mitglieder zur Jahreshauptversammlung zu veröffentlichen, darf jedoch als Indiz dafür gewertet werden, dass dies nicht unbedingt beabsichtigt ist.

Persönlich verständlich, aber in einer Situation in der unser FCK zusammenstehen und Transparenz das oberste Gebot sein sollte, eben nicht erfreulich.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes B. Remy
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Beitragvon sifal36 » 12.12.2018, 16:26


Hallo Herr Remy, Sie haben den Nagel richtig auf den Kopf getroffen und es wurde alles einmal angesprochen. Dies Zeilen sollte sich unsere Obrigkeit zu Gemüte ziehen. Wir haben es im Fan Club zur Kenntnis genommen. Auch ich hatte es in der Hinrunde mehfach im Forum angesprochen,aber 2x wurde ich verwarnt und einmal gelöscht, weil die Wahrheit nicht gern gern gehört wird. Aus diesem Grund fahre ich die fast 300 km auch nicht mehr zur JHV und hör mir die Schönfärberei an. Wenn nicht danach sofort ein Ruck erfolgt, steuern wir neben den sportlichen auch den finanziellen Abgrund immer tiefer. Ich schätze Ihre offenen Worte sehr und schade, daß wir nicht mehr solche Fans in unseren Reihen haben. Ich wünsche Ihnen schon heute ein frohes Fest und ein besseres 2019.



Beitragvon Legars » 12.12.2018, 17:09


Klasse Beitrag, danke dafür!

Gleichzeitig wird einem schon Angst und Bange, wenn man sich mal vor Augen führt, wie ernst die aktuelle Situation wirklich ist...

Das operative Defizit ist halt leider auch auf die hohen Mietkosten des Stadions zurückzuführen... Dieser Faktor hängt uns wie ein Klotz am Bein, der mit ausbleibendem Erfolg halt auch immer schwerer wiegt...



Beitragvon Westkurvenalex » 12.12.2018, 17:41


Legars hat geschrieben:Klasse Beitrag, danke dafür!

Gleichzeitig wird einem schon Angst und Bange, wenn man sich mal vor Augen führt, wie ernst die aktuelle Situation wirklich ist...

Das operative Defizit ist halt leider auch auf die hohen Mietkosten des Stadions zurückzuführen... Dieser Faktor hängt uns wie ein Klotz am Bein, der mit ausbleibendem Erfolg halt auch immer schwerer wiegt...


Die Mietkosten wären zumindest für eine weitere Saison 3. Liga zu stemmen, da reduziert.
Was mir deutlich mehr angst macht ist die Tatsache, dass selbst, wenn Investoren einen niedrigen 2 stelligen Millionenbetrag reinbuttern, wir dann noch keinen Cent für neue Spieler ausgegeben haben. Die 15 Millionen werden dann rein zur Schuldentilgung herangezogen. Das bedeutet, für die Saison 20/21 geht das Zittern wieder los.
Eine entscheidende Frage ist aber, wie kommt man aus der Lage nachhaltig heraus?



Beitragvon Lonly Devil » 12.12.2018, 17:42


Einschätzung zu Insolvenzrisiko und Lizenzverfahren 19/20
von Johannes B. Remy


Schwere Kost, dennoch danke dafür. :daumen:

Legars hat geschrieben:... ...

Das operative Defizit ist halt leider auch auf die hohen Mietkosten des Stadions zurückzuführen... ...


Nicht nur die, zur Zeit geminderten Mietkosten, tragen zu diesem Defizit bei.

Geringere Fernsehgelder, kompletter Kaderumbruch ohne Transfereinnahmen und vermutlich gesunkene Werbeeinnahmen, tragen da garantiert auch ihren Teil dazu bei.

Diese Saison wurde schon, wie überhaupt genau(?), auf Pump finanziert. Ein weiterer Verbleib in Liga 3 soll, nach Vorstandsaussage, auch finanzierbar sein.
Vermutlich auf noch mehr Pump.

Selbst wenn "nur" das schief läuft, wird es einen richtig lauten Knall geben. :shock:
Zuletzt geändert von Lonly Devil am 12.12.2018, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.
Zitat: "Sie verbergen ihr Unwissen so geschickt, dass es schon fast wie Intelligenz wirkt".
Eine glaubwürdige, aber noch nicht vernommene Aussage: "Wir haben keinen Plan mehr und wissen nicht was wir machen sollen"



Beitragvon lauternfieber » 12.12.2018, 17:56


Weihnachtsblues auf dem Betze! Der einst so stolze FCK entsorgt sich selbst. Unfassbar, dass solche Einschätzungen wie von Hr. Remy einfach ignoriert bzw. unterbunden werden. Das schürt doch nur weiter das Misstrauen gegenüber Bader, Banf und Co. Die JHV kann ja lustig werden, wenn dann noch der sportliche Misserfolg dazu kommt, falls wir gegen Meppen nicht als klare Sieger vom Platz gehen.
:nachdenklich:



Beitragvon Viktor » 12.12.2018, 18:02


Dass der Verein mit allerlei Juristerei darauf verzichtet hat, Anträge der Mitglieder zur Jahreshauptversammlung zu veröffentlichen, darf jedoch als Indiz dafür gewertet werden, dass dies nicht unbedingt beabsichtigt ist.


Dieses Vorgehen lässt tief blicken!
Mit welchem Slogan ging Patrick Banf gleich in den Wahlkampf zur letzten JHV? Der Antwort ist Glaubwürdigkeit – Transparenz – Nachhaltigkeit! ! Aber was interessiert schon das Geschwätz von gestern!?

https://www.rheinpfalz.de/sport/fussbal ... s-12-mann/
https://www.rheinpfalz.de/sport/fussbal ... sichtsrat/



Beitragvon Lonly Devil » 12.12.2018, 18:11


Viktor hat geschrieben: ... ...
Dieses Vorgehen lässt tief blicken!
Mit welchem Slogan ging Patrick Banf gleich in den Wahlkampf zur letzten JHV? Der Antwort ist Glaubwürdigkeit – Transparenz – Nachhaltigkeit! ! Aber was interessiert schon das Geschwätz von gestern!?

Wie war das nochmal, mit dem "Wahlversprechen" aus der Politik?
Ich glaube die wurden einmal als nicht zwingend bindend erklärt, um dem Vorwurf der Lüge zu entgehen.

Gibt es da etwa eine Gleichstellung der Umstände?
Zitat: "Sie verbergen ihr Unwissen so geschickt, dass es schon fast wie Intelligenz wirkt".
Eine glaubwürdige, aber noch nicht vernommene Aussage: "Wir haben keinen Plan mehr und wissen nicht was wir machen sollen"



Beitragvon Ke07111978 » 12.12.2018, 18:20


Was Benny hier schreibt, geht ja genau in die Richtung, in die ich auch mit meinen Anträgen wollte. Der Marketing-Mann Banf und der Marketing Mann Bader haben gedacht, dass man Investoren mit bunten Bildchen und Schleifchen bekommt und das klappt leider nicht. Kein Investor wird investieren, solange die Stadt nicht dauerhaft die Pacht reduziert oder das Stadion für einen symbolischen Preis an den Verein veräußert. Die Stadt kann nächstes Jahr einfach wieder die volle Pacht nehmen, kann den ganzen Investitionsstau auf den Verein abdrücken. Das hat nichts mit investieren zu tun, dass hat noch nichtmal was mit spenden zu tun, dass ist Geldverbrennung mit Ansage. Die Hoffnung war wohl, dass man einen Investor findet, der auch das Stadion kauft, hat aber die Flexibilität der Stadt aber insbesondere die des Investors massiv überschätzt. Einige Aussagen waren mit Sicherheit nicht davon geprägt, die Mitglieder zu täuschen - sie waren schlicht naiv.

Ohne ein verbindliches IDWS6 Gutachten und die Kommunikation mit den Gläubigern war das von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Und auch die Fans, sollten nun auf keinen Fall einspringen. Die 2-3 Mio. die zusammenkommen währen ein Tropfen au den heißen Stein. Die würden verpuffen und wir wären trotzdem insolvent. Dann lieber einen klaren Cut und Neuanfang in der Regionalliga - ohne die ganzen Altlasten und dann das Kapital der Fans rein. Aber diese Entscheidung wollen uns Vorstand und Aufsichtsrat ja offensichtlich nicht mehr geben. Sie wollen lieber Haus und Hof verpfänden für ein weiteres Jahr dritte Liga. Wer Kuntz All In vorgeworfen hat, der müsste hier blass werden...



Beitragvon teufelwiesbaden » 12.12.2018, 18:21


Danke für die Info, Herr Remy :shock:

Wir brauchen also bis März mal lockere 10 Millionen :nachdenklich: ,ansonsten gehen die Lichter aus :?

Mein Vater nahm mich zum ersten Mal mit auf den Betze als ich 7 Jahre alt war.
Hoffentlich dreht ersich nicht im Grabe um :nachdenklich:
"Eines weiß man,wenn du das versuchst, wenn du glaubst in die Sache, wenn du gibst nie auf, dann ist wirklich in Fußball alles möglich."
Milan Sasic am 18.05.2008



Beitragvon JG » 12.12.2018, 18:38


Dass es bislang zu diesem exorbitant wichtigen Thema erst 7! Beiträge gibt, macht mir fast noch mehr Kummer....
Gruß JG



Beitragvon Michimaas » 12.12.2018, 18:41


Das ist schon bitter. Ich sehe nur eine Lösung, es gibt nur noch eine Patrone: Wir müssen diese Saison aufsteigen, egal wie hoch der Rückstand ist. Insolvenz folgt sowieso. Deshalb unbedingt in Winterpause nochmal investieren in den Kader, koste es was es will. Wenns im Frühjahr absehbar ist, dass wir es nicht schaffen, werden die ersten Ratten das sinkende Schiff verlassen ( wollen) Die Gründe kennen wir schon, persönliche Gründe, gesundheitliche, familiäre...…
Ahmen



Beitragvon Strafraum » 12.12.2018, 18:44


Mich macht es, obwohl die Umstände ja bekannt sind, sprach- und fassungslos :(



Beitragvon Achim71 » 12.12.2018, 18:49


Westkurvenalex hat geschrieben:Eine entscheidende Frage ist aber, wie kommt man aus der Lage nachhaltig heraus?

Das ist doch eindeutig und für den FCK zwangsläufig.
Insolvenz anmelden, im Amateurbereich neu starten, Strukturen schaffen, langsam wachsen. Ein langer, schwerer Weg der wieder einiges an Opfern verlangt aber vor allem genau dass was der FCK Fan überhaupt nicht kann, geduldig sein.
Ich sage es nochmal, damals als die Pleite vor der Tür stand, hätte die Insolvenz beantragt oder/und die Ausgliederung umgesetzt werden müssen. Der FCK 20 Jahre verschenkt !!!



Beitragvon Michimaas » 12.12.2018, 18:50


und die Meldung mit ``keine Lizenzierungsauflagen´´ hat ein gaaanz wichtiger Hinweis gefehlt: aber ausschliesslich die laufende Saison.

Ich hoffe, die Verarscher bekommen alle bei der JHV ihr Fett weg



Beitragvon JG » 12.12.2018, 19:03


Michimaas hat geschrieben:Das ist schon bitter. Ich sehe nur eine Lösung, es gibt nur noch eine Patrone: Wir müssen diese Saison aufsteigen, egal wie hoch der Rückstand ist. Insolvenz folgt sowieso.


Da man doch eigentlich schon vor 8 Wochen gewusst haben müsste wie unumgänglich ein direkter Wiederaufstieg in Liga 2 ist, ist es umso unverständlicher, wie lange tatenlos zugeschaut wurde wie der Punkterückstand zu den Aufstiegsplätzen Woche um Woche größer wurde.
Bader UND Banf haben völlig versagt.
Gruß JG



Beitragvon Michimaas » 12.12.2018, 19:08


den Beitrag von H. Remy sollte man vor der JHV als Handzettel verteilen.



Beitragvon Devil's Answer » 12.12.2018, 19:11


Ke07111978 hat geschrieben:... Der Marketing-Mann Banf und der Marketing Mann Bader haben gedacht, dass man Investoren mit bunten Bildchen und Schleifchen bekommt...

Erinnert mich unwillkürlich an: "Wir machen das mit den Fähnchen" - leider

Ke07111978 hat geschrieben:Kein Investor wird investieren, solange die Stadt nicht dauerhaft die Pacht reduziert oder das Stadion für einen symbolischen Preis an den Verein veräußert.

Das ist halt für eine derart verschuldete Stadt politisch explosiv. Der, der's macht, ist politisch tot.

Ke07111978 hat geschrieben: Die Stadt kann nächstes Jahr einfach wieder die volle Pacht nehmen, kann den ganzen Investitionsstau auf den Verein abdrücken. Das hat nichts mit investieren zu tun, dass hat noch nichtmal was mit spenden zu tun, dass ist Geldverbrennung mit Ansage.

Müsste man im Rathaus eigentlich sehen. Das treibt den Verein in die Insolvenz. Das wiederum führt zur Insolvenz der Betreibergesellschaft. Damit wäre die Bürgschaft fällig - und das Geld ist auch weg.

Da muss es intelligentere Lösungen geben, die nicht alle Beteiligten so nachhaltig schädigt.

Ke07111978 hat geschrieben:Ohne ein verbindliches IDWS6 Gutachten und die Kommunikation mit den Gläubigern...

Fragen:
Wer sind die Gläubiger?
Haben die irgendeinen Bezug zur Stadt bzw. zum Verein?
Gibt es eine Chance, die Gläuber - wenigstens in der Mehrheit - zu Investoren zu machen?
Durch die Bürgschaft ist die Position der Gläubiger sehr stark - sollte man es nicht trotzdem versuchen?

Ke07111978 hat geschrieben:Dann lieber einen klaren Cut und Neuanfang in der Regionalliga - ohne die ganzen Altlasten und dann das Kapital der Fans rein. Aber diese Entscheidung wollen uns Vorstand und Aufsichtsrat ja offensichtlich nicht mehr geben. Sie wollen lieber Haus und Hof verpfänden für ein weiteres Jahr dritte Liga. Wer Kuntz All In vorgeworfen hat, der müsste hier blass werden...

Traurig, aber wahr.

Ansonsten, @Ken, der übliche fundierte Beitrag. Danke dafür.
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world



Beitragvon Begbie1980 » 12.12.2018, 19:18


Was genau würde eine Insolvenz sportlich bedeuten? In welcher Liga müsste der FCK starten? Wie würde man Spielergehälter zahlen? Usw.
Sorry, aber ich habe immer versucht das Thema so weit weg wie möglich zu halten, aber inzwischen glaube ich, dass eine Insolvenz nicht mehr abzuwenden ist.
Warst du mal im Stadion von Kaisers­­lautern beim Fußballspiel? Das ist die Hölle! Da denkt man immer, man kriegt sofort in die Schnauze gleich."

Olli Schulz, Sänger und Moderator in einem Interview beim RBB



Beitragvon fckhighlander » 12.12.2018, 19:19


JG hat geschrieben:Dass es bislang zu diesem exorbitant wichtigen Thema erst 7! Beiträge gibt, macht mir fast noch mehr Kummer....


Ich glaube, das ganze muss man erst mal lesen und sacken lassen.

Da hätte ich vor ab mal eine Frage, könnten wir überhaupt, bei einer Insolvenz, in der Regionalliga anfangen, oder müssten wir, in der Oberliga starten ?

Übrigens ist das Ergebnis in Meppen jetzt auch scheißegal !
Scotland the brave🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿



Beitragvon Oktober1973 » 12.12.2018, 19:35


https://www.anleihen-finder.de/wp-conte ... ospekt.pdf

wer Lust hat kann sich ja mal die 125 Seiten geben.

Da steht klar drin, dass es ein Totalverlustgeschäft geben kann.
Und ich halte mich an die operative Organistaion; die ist für das Geschäft zuständig.
Ich schätze die Ausführungen von Johannes B. Remy sehr, der um transparente Aufklärung bemüht ist.

Der Aufsichtsrat ist nicht das operative Organ.
Und hier vertraue ich nach wie vor M. Klatt; der sicher hart dafür arbeitet.
Ein Herr Banf interessiert mich nicht wirklich.
Vor allem seit ich bei Wehen gegen Jena die Rollwerbebande von banf-werbung in Wiesbaden gegen Jena gesehen habe. Bei allem Respekt für die Marketingbemühungen, um die Zukunft der Firma zu sichern; würde ich dann doch lieber gegen Geld und in der Kasse am Betze sehen.

Und ich bin mir sicher, dass M. Klatt in Kürze mit der Bitte um Verschiebung der Rückzahlung um die Ecke gekommen wäre.
Und unterschätzt mir im Hintergrund die Kompetenz von Herrn Layenberger nicht.
Der dreht sicher auch alle Schrauben,an die er herankommt.

Aber ich halte mich lieber fest am aufs sportliche zu hoffen; das sehe wenigstens auf dem Platz und versuche dies zu beurteilen. Ist einfacher.



Beitragvon Achim71 » 12.12.2018, 19:39


Begbie1980 hat geschrieben:Was genau würde eine Insolvenz sportlich bedeuten? In welcher Liga müsste der FCK starten? Wie würde man Spielergehälter zahlen?

Bei einer Insolvenz übernimmt der sogenannte Insolvenzverwalter alle Geschäfte im Verein. Da bei einem Insolvenzantrag gleichzeitig einen 9 Punkte Abzug durch den DFB oder bei völliger Zahlungsunfähigkeit der Zwangsabstieg zur Folge hätte und die meisten, wenn nicht sogar alle Spieler, nur einen Vertrag für die 3. oder 2. Liga haben, wären alle Spieler ablösefrei und würden wechseln. Ob RL oder gar OL ist nicht klar geregelt, zumindest nicht für mich ersichtlich.
Ich gehe aber davon aus dass selbst für die RL keine Kohle da wäre und nur die OL bleiben würde.



Beitragvon Elwood » 12.12.2018, 20:48


Ich kann bei aller Kritik am derzeitigen Kurs sogar nachvollziehen, dass sich da jeder der Verantwortung trägt, darum drückt, reinen Wein einzuschenken. Wie @playball es anderweitig schon ausgedrückt hat, wird es mangels Alternativen wohl darauf hinaus laufen, dass man das schwierige Umfeld nochmal anzupumpen versucht. Den weissen Ritter wird man auf der JHV wohl nicht ankündigen. Der wird, wenn überhaupt, auf den völligen Zusammenbruch warten.
Meinen Vorschreibern schließe ich mich an, dass alle Bemühungen, irgendwie zu überleben, aufgrund des unseligen Kontrakts mit der Stadiongesellschaft zum Scheitern verurteilt sind.
Hier müsste sich endlich mal was bewegen. Aber wer könnte da voraus gehen? Ein BWLer? Unsere Identifikationsfiguren, die auch ein öffentliches Interesse transportieren könnten, haben wir leider in diversen Grabenkämpfen verschlissen...
Wir würden nie zum FC Bayern gehen .....



Beitragvon Oktober1973 » 12.12.2018, 20:56


Elwood hat geschrieben:Ich kann bei aller Kritik am derzeitigen Kurs sogar nachvollziehen, dass sich da jeder der Verantwortung trägt, darum drückt, reinen Wein einzuschenken. Wie @playball es anderweitig schon ausgedrückt hat, wird es mangels Alternativen wohl darauf hinaus laufen, dass man das schwierige Umfeld nochmal anzupumpen versucht. Den weissen Ritter wird man auf der JHV wohl nicht ankündigen. Der wird, wenn überhaupt, auf den völligen Zusammenbruch warten.
Meinen Vorschreibern schließe ich mich an, dass alle Bemühungen, irgendwie zu überleben, aufgrund des unseligen Kontrakts mit der Stadiongesellschaft zum Scheitern verurteilt sind.
Hier müsste sich endlich mal was bewegen. Aber wer könnte da voraus gehen? Ein BWLer? Unsere Identifikationsfiguren, die auch ein öffentliches Interesse transportieren könnten, haben wir leider in diversen Grabenkämpfen verschlissen...



Schon richtig-
der BWLer ist nicht für Emotionen zuständig.

Das sind die Leute aus dem Kerngeschäft:
Trainer und Mannschaft
Und darauf baue ich zur Zeit
SH tanzt auf dem Vulkan.
Ich wünsche ihm soviel Glück dabei.




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