Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Matt12 » 07.06.2017, 15:28


Vor allem muss man sich ja auch die Frage stellen, was ein neuer SD oder SV in der Zeit bis Transferschluss bewirken kann? Da muss eine Menge an "Einarbeitung" erfolgen. Vorausgesetzt am 01.07. hat man den Posten überhaupt geeignet besetzen können, was ja alleine schon ein riesen Fragezeichen darstellt.

Letztendlich wird eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die zur Hälfte Stövers Handschrift trägt. Und die andere Hälfte? Ich befürchte Transfers, die von einem an Kompetenz mangelndem "Sportausschusses" getätigt wurden, bei denen man Gefahr läuft, hier komplett das Thema zu verfehlen. Der "Neue" bringt nicht innerhalb von einer Woche vielversprechende Spieler zum Betze. Letztendlich wird man also wieder gezwungen sein, sich in der Restverwertung auf dem Markt zu bedienen. Klasse! Von einem klaren Konzept bei der Kaderplanung können wir uns größtenteils verabschieden, meine ganze Hoffnung liegt hier bei unserem Trainer.

Was wiederum auch bedeutet: Einen neuen SD/SV wird man nach der Spielzeit 17/18 nicht am Abschneiden der dann abgelaufenen Saison messen können.

Ich traue Meier zu, ein konkretes Anforderungsprofil an den Kader zu haben. Der neue Mann muss mit Meier zusammenarbeiten können und dessen Philosophie nachvollziehen, sonst sind wir zum Scheitern verurteilt.



Beitragvon ML1987 » 07.06.2017, 16:21


Klingt aber mal wieder nach Unruhe im Verein. Ich hoffe die kriegen das intern geregelt. Die Medien geht das nichts an, auch wenn es Gerechtigkeit für Stöver wäre. Und kurze Frage zu Abel. Was ist denn seine Intention? Wohin will er? Scheint ja nicht geheim zu sein, dass er was vor hat, z.B. den SD/SV-Posten zu übernehmen oder was will er sonst? Den AR-Vorsitz? Geschäftsführer? Vereinsvorstand? Zu seiner Person kann man ja kaum was sagen. Wäre es schlecht? SK war ja auch nicht ganz koscher, aber zu verdanken haben wir ihm ja schon einiges. Oder nicht?



Beitragvon Ke07111978 » 07.06.2017, 16:42


Satanische Ferse hat geschrieben:Bin am Morgen nach dem Nürnberg-Spiel gleich in Urlaub (mit 100%er Internetabsenz) und war nach meiner Rückkehr gestern wenig überrascht von Stövers Abgang. Vor der letzten Partie hatte ich geschrieben, dass Stöver sich auf eine sehr intensive Befragung einstellen müsse


Das ist natürlich eine weise und vorausschauende Vorgehensweise des Aufsichtsrates (den das ja eigentlich gar nichts angeht, weil Sache des Vorstandes). Ich warte bis zum Saisonende, um mir plausible Erklärungen abzuholen, um - wenn es diese dann nicht gibt - völlig überrascht vom Rücktritt des Sportdirektors, dann erstmal wieder in der entscheidenden Situation handlungsunfähig zu sein.

Es wäre nicht sinnvoller gewesen dann in der Rückrunde einen Ersatz zu suchen, um jetzt handlungsfähig zu sein? Das stinkt doch kilometweit gegen den Wind - und ist in jede Richtung unlogisch. Aber wie hatte es der Rheinteufel so schön formuliert (und der dachdieb hatte dieses stilistische Highlight ja auch schon aufgenommen): Wir brauchen einfach einen Sportdirektor mit glücklichem Händchen - mit anderen Worten: Wir suchen jemanden der für uns zockt. Wollten wir den nicht gerade loswerden?



Beitragvon Lonly Devil » 07.06.2017, 16:47


Ke07111978 hat geschrieben:... ... - mit anderen Worten: Wir suchen jemanden der für uns zockt. Wollten wir den nicht gerade loswerden?

:nachdenklich:
Wenn so ein SD kommt würde er aber bestimmt unter AUFSICHT zocken.
Oder?
Der größte Schuft im Land, ist und bleibt der Intrigant.
https://www.youtube.com/watch?v=VYpd-2buQc0
B.Schommers, willkommen im Abstiegskampf von Liga 3



Beitragvon Rheinteufel2222 » 07.06.2017, 16:52


Ke07111978 hat geschrieben:Aber wie hatte es der Rheinteufel so schön formuliert (und der dachdieb hatte dieses stilistische Highlight ja auch schon aufgenommen): Wir brauchen einfach einen Sportdirektor mit glücklichem Händchen - mit anderen Worten: Wir suchen jemanden der für uns zockt. Wollten wir den nicht gerade loswerden?


Wo habe ich etwas von Zocken geschrieben?

Schönes Beispiel jedenfalls, mit welchem Stil von eurer Seite aus argumentiert wird.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon bjarneG » 07.06.2017, 16:57


"the royal we" ? @Rheini bzw. das königliche "Euer" :wink:



Beitragvon Ke07111978 » 07.06.2017, 17:06


Rheinteufel2222 hat geschrieben:
Ke07111978 hat geschrieben:Aber wie hatte es der Rheinteufel so schön formuliert (und der dachdieb hatte dieses stilistische Highlight ja auch schon aufgenommen): Wir brauchen einfach einen Sportdirektor mit glücklichem Händchen - mit anderen Worten: Wir suchen jemanden der für uns zockt. Wollten wir den nicht gerade loswerden?


Wo habe ich etwas von Zocken geschrieben?

Schönes Beispiel jedenfalls, mit welchem Stil von eurer Seite aus argumentiert wird.


Och komm rheinteufel, der war nun wirklich witzig. Ich sehe die Stellenanzeige schon vor mir:
Traditionsverein in Nöten sucht Sportdirektor mit glücklichen Händchen, der nur Transfers tätigt die sich in einem Jahr im Wert verdoppeln. Zuschriften erbeten unter Glaskugel@Fck.de :wink:



Beitragvon Ke07111978 » 07.06.2017, 17:09


Lonly Devil hat geschrieben:
Ke07111978 hat geschrieben:... ... - mit anderen Worten: Wir suchen jemanden der für uns zockt. Wollten wir den nicht gerade loswerden?

:nachdenklich:
Wenn so ein SD kommt würde er aber bestimmt unter AUFSICHT zocken.
Oder?


Ich kann dir als Banker sagen: Unter Aufsicht zocken macht am meisten Spaß :D



Beitragvon Rheinteufel2222 » 07.06.2017, 17:11


Kein Thema, Ke07. Man hat halt auch bei Witzen nicht immer ein glückliches Händchen.

@Bjarne
Nee. Ich meinte Ke und den daachdieb, die lieber einen Sportdirektor ohne glückliches Händchen hätten. :)
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon bjarneG » 07.06.2017, 17:20


Oh, der kommt auch nicht in Deine Bestenliste. Der Ke und der daachdieb sind doch jetzt kein team, womöglich gar (D)ein gegnerisches (ich bin da auch nicht drin, auch wenn alles, was der Ke schreibt, für mich Hand und Fuss hat) und wünschen sich auch sicher nicht, was Du grad... naja, egal. In meinem team seid Ihr übrigens alle drei :wink:

Und @grasnarbe ist der captain meines teams - mein hero aus dem musikthread :daumen:



Beitragvon kotteschul » 07.06.2017, 17:36


Kaiserlautern United ! der Name des Team , falls es mit dem 1.FCK doch nix wird...weil wir keinen SD finden koennen und AR und VS wegen absolutem Nichts-Wisser-Tun von sich aus Bankrott anmelden und die Insolvenz beantragen. Freiwillig !
8-)



Beitragvon Lonly Devil » 07.06.2017, 17:53


Ke07111978 hat geschrieben:... ...
Ich kann dir als Banker sagen: Unter Aufsicht zocken macht am meisten Spaß :D

Das sind doch jene, die bei versagen noch Moi.-Boni zugesteckt bekommen weil der Staat als Retter einspringt. :p
Die gewinnen doch immer. Fast so langweilig wie die Bayern aus Minge.

Andererseits; so ein echter Winnertyp/Macher beim 1.FCK ... ... :teufel2:

Jetzt bin ich etwas durchenonner. Was wollt ich nochemol schreiwe???? :lol:
Der größte Schuft im Land, ist und bleibt der Intrigant.
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Beitragvon ExilDeiwl » 07.06.2017, 18:16


@Satanische Ferse: Vielen Dank für Lob und gleichzeitige "Kritik" an meinem Beitrag. Kritik, die ich übrigens keinesfalls verüble, denn Du schreibst ja ganz richtig, dass ich Annahmen getroffen habe. Was bleibt mir auch anderes übrig, als auf Basis der mir vorliegenden Informationen meine Meinung zu bilden und ggf. Auch Annahmen zu treffen und sie als solche kenntlich zu machen. Ich weiß natürlich nicht, was in der AR-Sitzung nach dem letzten Spieltag besprochen wurde. Ich möchte meine Annahmen nochmal kurz anhand des folgenden Zitats aus den hier veröffentlichen Meldungen erläutern:

Der Rücktritt sei "keine Ad-hoc-Entscheidung" gewesen, zitierte das Sportmagazin am Freitagnachmittag Uwe Stöver, der sein Amt beim 1. FC Kaiserslautern zum 30. Juni 2017 niederlegen wird. Stöver: "Es war das Ergebnis einer Entwicklung seit Mitte Februar." Damals hatte zum ersten Mal der Aufsichtsrat des Vereins die Installation eines Sportvorstandes - was de facto wohl einer Entmachtung Stövers gleichgekommen wäre - in Erwägung gezogen. Ähnliche Diskussionen gab es nochmals nach dem unzufriedenstellenden Saisonabschluss vor wenigen Tagen. Beide Male wurde zwar kein Sportvorstand installiert, jedoch die internen Überlegungen an die Medien durchgestochen.

Uwe Stöver wertete diese Überlegungen offensichtlich als Misstrauen, wie er gegenüber dem "Kicker" weiterführend andeutete, und zog nun die Konsequenzen: "Das Thema kam nicht zur Ruhe. Daraufhin habe ich eine Woche lang die Dinge ausführlich reflektiert und habe den Entschluss gefasst, weil ich denke, dass es für alle Beteiligten das Beste ist, getrennte Wege zu gehen."


Die fett gedruckten Passagen sind diejenigen, die mich dazu kommen lassen, dass es aus dem AR ggf. mehr als zielgerichtete Kritik gab. Und dass es eben auch in der Zeit zwischen Februar und Mai keine Ruhe gab. Dazu bedarf es dann auch keiner AR-Sitzung. Die Protagonisten laufen sich sicherlich mehr oder minder regelmäßig auf dem Berg über den Weg. Welche Gespräche da in welcher Form geführt werden, dürfte in keinem Protokoll stehen.

Zur oben zitierten Passage kommen die eher subjektiven Eindrücke, die ich von Stöver, Riesenkampf, Abel und Kind gesammelt habe. Über die anderen beiden AR-Mitglieder konnte ich mir noch kein Bild machen, da ich sie bisher kaum in Aktion wahrgenommen habe. Mein Eindruck von Stöver ist der eines ruhigen, sachlichen Fachmanns, der sicherlich nicht frei von Fehlern ist. Sicher geht die Auswahl der von Dir genannten Spieler auf seine Kappe. Als SD gibt er die Richtung vor, wenngleich in enger Abstimmung mit dem Trainer. Aber ich wiederhole mich hier, wenn ich sage, dass man die Umstände, unter denen er seine Verpflichtungen tätigen musste, nicht außer Acht lassen darf. Er musste die bestehende Mannschaft näher kennenlernen, der neue Trainer ebenso, er musste sich mit dem neuen Trainer auseinandersetzen und ihn kennenlernen, mit den Budgetrestriktionen umgehen, in Folge all dieser Punkte erst spät am Markt tätig werden.

Letzten Endes ist es jetzt wie es ist. Schön ist es nicht, ich denke, da besteht Konsens. Wieder mal wünsche ich mir, dass jetzt endlich Ruhe einkehrt und man auf allen Ebenen dazu lernt. Wenn man mit Stöver hätte brechen wollen, dann hätte man genau diesen Bruch sauber durchführen müssen. Falls nicht, und das ist die offizielle Verlautbarung, dann hätte man diese Causa wohl etwas anders angehen müssen. Denn zum jetzigen Zeitpunkt kommt der Bruch so oder so einfach zu einer denkbar schlechten Zeit. Wir müssen die neue Saison planen, und zwar mit einem SD, der fest im Sattel sitzt und nicht mit einem, der nur noch vorübergehend da ist, bis man seinen Ersatz gefunden hat. So ist wieder Stückwerk zu erwarten. :|

Beste Grüße

ExilDeiwl.
Pro AOMV!
fck-jetzt.de



Beitragvon ChrisW » 07.06.2017, 18:40


Kaum ist Stöver zurück getreten, tut sich in punkto Neuverpflichtungen und Altlasten entfernen nicht mehr viel. Es wird also genau das eintreffen, was wir alle befürchten: Stillstand! Das mit Heubach war keine große Sache mehr, das war vorher schon klar. Man sucht jetzt einen SD, und um dem nicht in irgendeiner Weise vorwegzugreifen wird nichts mehr im Spielerbereich passieren bis 1. Juli. Dann ist es für Vieles schon wieder zu spät.
FCK- oder wie versaue ich mir in jedem Jahr die Transferperiode? Kann man darauf eigentlich wetten?



Beitragvon SEAN » 07.06.2017, 18:41


Matt12 hat geschrieben:Was wiederum auch bedeutet: Einen neuen SD/SV wird man nach der Spielzeit 17/18 nicht am Abschneiden der dann abgelaufenen Saison messen können.

Man kann auch Stöver nicht an der abgelaufenen Saison messen. Er kam spät, hatte keine Vorlaufzeit und konnte erst richtig ab August handeln, wo etwas Geld da war. Da war nur noch die allseits bekannte Resterampe vorhanden oder Spieler die Geld kosten. Zudem mußte er sich mit den altlasten seiner Vorgänger rumschlagen wie der neue es nun wieder mit dem Kader von Stöver tun muss. Auf die Weise werden wir nie einen harmonischen Kader zusammenkommen, weil jeder was anderes im Kopf hat.
Das ist das Laster, wenn man keine Vereinsphylosophie hat, wo man was drauf ausrichtet. Wie es z.B. Freiburg hat. Ein gezieltes externes Nachbessern ist so viel einfacher, die Profile leichter zu erstellen. Bei uns ist das im Endeffekt auch einfach. Die Liste zum Ende jeder Saison trägt die Überschrift: Suche 1/2 bis 3/4 neue Mannschaft.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon grasnarbe » 07.06.2017, 20:07


SEAN hat geschrieben: Die Liste zum Ende jeder Saison trägt die Überschrift: Suche 1/2 bis 3/4 neue Mannschaft.

Also wird die neue Saison, und das ist jetzt schon abzusehen, wieder eine "gebrauchte" sein, diesmal mit dem Ziel Klassenerhalt.
Von Optimismus, dass es mal einen deutlichen Schritt vorangeht, keine Spur. Ein Fan wie ich ist doch dann emotional schon wieder in der Defensive, geringe Erwartungshaltung, zusehen wie Sandhausen, Aue u.a. uns den Schneid abkaufen weil unsere Mannschaft sich erst mal wieder finden muss und hoffen, dass dabei genug Punkte zum Überleben eingefahren werden.
Und das alles in einem halbleeren Stadion mit langweiligem Dauerwedeln in der West.

Vielleicht wird alles ja ganz anders in 2017/2018. :teufel2:
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon SEAN » 07.06.2017, 20:59


grasnarbe hat geschrieben:
SEAN hat geschrieben: Die Liste zum Ende jeder Saison trägt die Überschrift: Suche 1/2 bis 3/4 neue Mannschaft.

Also wird die neue Saison, und das ist jetzt schon abzusehen, wieder eine "gebrauchte" sein, diesmal mit dem Ziel Klassenerhalt.
Von Optimismus, dass es mal einen deutlichen Schritt vorangeht, keine Spur. Ein Fan wie ich ist doch dann emotional schon wieder in der Defensive, geringe Erwartungshaltung, zusehen wie Sandhausen, Aue u.a. uns den Schneid abkaufen weil unsere Mannschaft sich erst mal wieder finden muss und hoffen, dass dabei genug Punkte zum Überleben eingefahren werden.
Und das alles in einem halbleeren Stadion mit langweiligem Dauerwedeln in der West.

Vielleicht wird alles ja ganz anders in 2017/2018. :teufel2:

Sind wir mal ehrlich, wie wars den in den letzten Jahren? Von den letzten 11 Saisons waren wir 2 in der Bundesliga, gehen jetzt in die 10te Zweitligarunde. Und es war jedes Jahr das selbe.
Im Moment wäre ich froh, wenn wir uns ohne große Abstiegsangst nächste Saison im Mittelfeld aufhalten würden.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Lonly Devil » 07.06.2017, 21:09


SEAN hat geschrieben:... ...
Im Moment wäre ich froh, wenn wir uns ohne große Abstiegsangst nächste Saison im Mittelfeld aufhalten würden.

Was man dann durchaus als kleinen Fortschritt ansehen könnte.
Traurig, aber wahr. :oops:
Der größte Schuft im Land, ist und bleibt der Intrigant.
https://www.youtube.com/watch?v=VYpd-2buQc0
B.Schommers, willkommen im Abstiegskampf von Liga 3



Beitragvon Fan1900 » 07.06.2017, 21:33


Bedingt durch die fehlende Fachkompetenz wurde bisher kein sportliches Profil bzw. ein Leitbild unserer Spielidee erarbeitet. Eine konzeptionelle Umsetzung ist daher auch nicht wirklich angebahnt.
Eine mittelfristige Planung ist bei unserer derzeitigen Struktur (große personelle Zu- und Abgänge nach jeder Saison) auch gar nicht möglich. Der Finanzdruck wird auch im kommenden Jahr gegeben sein, sodass man "erfolgreiche Spieler" auch weiterhin versilbern muss. Das bedeutet, dass wir auch nur von einer Saison zur nächsten unsere sportlichen Ziele stecken können. Ein Weg wie "versuchen wir nächstes Saison die Klasse zu halten und uns dabei konsolidieren, dann gefestigt einen Mittelfeldplatz anstreben und im dritten Jahr oben angreifen" kann es aus vorgenannten strukturellen Gründen nicht geben.
Von daher muss die Planung auch auf eine Saison ausgelegt werden und direkt innerhalb einer Saison greifen.
Die kommende Saison wird in der zweiten Bundesliga, da auch keine Übermannschaften wie jetzt mit dem VFB und Han96 dabei sind, sehr ausgeglichen werden und am Ende werden 10 Mannschaften gerade mal 4-6 Punkte auseinander liegen, dass bedeutet man kann mit ein wenig Glück genauso oben wie unten in der Tabelle mit mischen.
Vielleicht nutzt uns die derzeitige Missere sogar, eine sportliche Leitung (hoffentlich sehr zeitnah) zu erhalten, welche eine moderne Vision Fußball zu spielen hat und dies auch auf den gegeben Kader übertragen kann bzw. den Kader noch punktuell anpasst um eine attraktive und erfolgreiche Spielweise schnell zu etablieren.
Auch eine solche Entwicklung ist im schnelllebigen Fußball möglich, hierzu müssen wir uns aber von den verkrusteten Strukturen lösen. Teilweise ist dies durch die Demission von Stöver ja bereits geschehen. Allerdings gehört zu den verkrusteten Strukturen auch die Hintergründe welche zu den "freiwilligen" Kündigungen von Kuntz, Korkut und Stöver geführt haben.
Sollte es gelingen dieses Klüngel von innen heraus zu sprengen haben wir eine echte Chance auf eine attraktive Saison.
Den meisten von uns wäre dies zu wünschen.



Beitragvon Rheinteufel2222 » 07.06.2017, 21:46


Lonly Devil hat geschrieben:
SEAN hat geschrieben:... ...
Im Moment wäre ich froh, wenn wir uns ohne große Abstiegsangst nächste Saison im Mittelfeld aufhalten würden.

Was man dann durchaus als kleinen Fortschritt ansehen könnte.
Traurig, aber wahr. :oops:


Wenn der Etat tatsächlich etwa 3 Millionen Euro niedriger liegen sollte, als in der letzten Saison, wie hier kolportiert wurde, wäre das sogar ein großer Erfolg.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Lonly Devil » 07.06.2017, 21:51


@Rheinteufel2222
Meine Bemerkung zum kleinen Fortschritt bezog sich weniger auf die Höhe des Etats.
Sondern viel mehr darauf, dass der Verein in der heißen Planungs und Transferphase wieder einmal Handlungsunfähig ist.
Der größte Schuft im Land, ist und bleibt der Intrigant.
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Beitragvon Rheinteufel2222 » 07.06.2017, 23:50


@Lonly Devil
Beides Umstände, die es nicht gerade leichter machen.

Wir werden sehen, was am Ende der Saison rauskommt. Vielleicht überrascht uns der FCK ja positiv. Es wäre mal wieder an der Zeit.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Satanische Ferse » 08.06.2017, 01:23


@ ExilDeiwl

Natürlich macht sich einjeder seinen eigenen Reim auf die Ereignisse. Versucht die spärlichen Veröffentlichungen zu deuten und zu entschlüsseln. Aber wir sollten dabei nicht übertreiben und überdrehen...

Allzuviel geben die Äußerungen Stövers nicht her. Er spricht von einer Entwicklung seit Februar. Welche Entwicklung meint er? Die in seinem eigenen Kopf? Sein Problem, wenn er für dieses Geschäft zu sensibel ist. Er spricht von "ähnlichen Diskussionen". "Ähnlich" - das ist mir zu schwammig und unkonkret. Auf solche nebulösen Statements gebe ich nichts.

Für meine Begriffe ist Stöver sich gegenüber zu unkritisch, indem er die alleinige Verantwortung der Manschaft zuschiebt. Er hatte eine Schlüsselstellung inne und wurde dafür bestens bezahlt. Dafür muss er eine Gegenleistung erbringen. Und die hat er nur sehr ungenügend abgeliefert. Es steht sehr viel auf dem Spiel.

Und was hilft die ausgekügelste Leitkultur, wenn wir auf dem Platz Spielern zusehen müssen, denen die Berufsauffassung fehlt. Und für die Verpflichtung dieser Spieler trägt Stöver die Verantwortung. Und hätten wir den von Stöver versprochenen 9. Platz belegt, dann wären wir im TV-Ranking auch nicht so abgefallen. Und hätten wir den einstelligen Tabellenplatz belegt, dann bräuchte Stöver auch nicht die kommende Saison zu fürchten. Er hat es mit vermasselt und jetzt türmt er auch noch.


Zur der von dir thematisierten Leitkultur: gehe doch stark davon aus, dass unser Vorstand gut vorbereitet und mit ausgefeilten Leitmotiven auf die potentiellen strategischen Partner und Sponsoren losgezogen ist. Nur unsere allwissenden Spezialisten hier behaupten Gegenteilges. Na dann muss aber wirklich was dran sein.

Was mir fehlt ist das öffentlich verbreitete Credo, welches auf die Mitglieder und unsere weit verzweigte Anhängerschaft abzielt. Wir brauchen dringend eine breiter angelegte Konzeption, die deren Ansprüche, Eigenheiten und Befindlichkeiten, deren spezifischen Kennzeichen und die Attribute berücksichtigt und einbezieht. Ein Programm also, das die Fans von Traditionsvereinen ernst nimmt, und in die Vereinspolitik einbezieht. Sie an den besonderen Verein, den der FCK ja immer noch darstellt, bindet.



@ KE November 78

Man wird als Aufsichtsrat mit Stöver und dem Vorstand in ständigem Kontakt und Austausch befinden. Mach dir da mal keine unnötigen Sorgen.

Selbstverständlich gehört es zu dem Aufgabenbereich eines Fußball-Aufsichtrats, dass ein Sportdirektor zum Abschluss der Saison vor diesem Gremium Rede und Antwort stehen muss. Was hast du denn für Vorstellungen? Genauso werden auch die Vorstände Gries und Klatt in regelmäßiger Abfolge dem Aufsichtsgremium ihre jeweilgen Geschäftsbreiche darstellen.
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon Ke07111978 » 08.06.2017, 07:30


Satanische Ferse hat geschrieben:Man wird als Aufsichtsrat mit Stöver und dem Vorstand in ständigem Kontakt und Austausch befinden. Mach dir da mal keine unnötigen Sorgen.

Selbstverständlich gehört es zu dem Aufgabenbereich eines Fußball-Aufsichtrats, dass ein Sportdirektor zum Abschluss der Saison vor diesem Gremium Rede und Antwort stehen muss. Was hast du denn für Vorstellungen? Genauso werden auch die Vorstände Gries und Klatt in regelmäßiger Abfolge dem Aufsichtsgremium ihre jeweilgen Geschäftsbreiche darstellen.


Nein, das ist nicht normal. In meinem Unternehmen, war noch nie ein Direktor der unter dem Vorstand arbeitet in einer Aufsichtsratssitzung. Der berichtet an den Vorstand und bereitet vielleicht mal eine Aufsichtsratsunterlage mit vor (glaube mir ich weis es genau...). Hätte man es anders haben wollen, hätte man Stöver zum Vorstand machen sollen (was ich im Übrigen von Anfang gefordert habe). Ich kenne kein Unternehmen, dass die Position des operativen Vorstandes nicht besetzt hat.

Darüber hinaus berichten Vorstände normalerweise in turnusmäßigen AR-Sitzungen (4x im Jahr) - das ist ein Aufsichtsrat und nicht die Innenrevision oder dir oberste Inquisition (habe das Gefühl so wird das von Dir verstanden). Deshalb sind Aufsichtsräte auch in der Lage teilweise bis zu 4 Mandate im Jahr zu begleiten, oft neben ihrem eigentlichen Job. Wird die Position zum Lebensinhalt wie bei Rienskampff oder Abel, ist das immer gefährlich. Der Drang dann doch Geschäftsführung zu machen ist einfach groß.

Neben diesen formellen Aspekten, hätte ich als Stöver überhaupt keinen Bock, vor diesem Laiengremium in Sachen Fußball Rede und Antwort zu stehen. Vor allem würde mich interessieren, welche mittelfristige Strategie, welches Konzept denn hier gechallanged wurde. Die haben ja bestimmt nicht 3 Stunden über die Entwicklung von Stiever, Zoua und Kerk gesprochen. Und weist Du ob Stöver nicht genau auf die Schwächen dieser Spieler in einem Spielerprofil hingewiesen hat? Meinst Du nicht er hat min. unser konsolidiertes Bildzeitungswissen in einer AR-Vorlage zusammengefasst (So läuft das in diversen AR-Sitzungen, die ich als Berater jedes Jahr mit vorbereite). Mit dem Ergebniss: guter Fußballer, charakterlich labil und 1 Woche vor Transferschluss nicht mehr mehr verfügbar. Aufsicht wäre es gewesen, in diesem Momment nein zu sagen. Keine Aufbruchstimmung, dafür das Geld nächstes Jahr effizient einsetzten. Auch wäre es wichtig in diesem Moment mal sein Netzwerk anzuwerfen und bei einem alten Body mal zu fragen. Ich stelle mir gerade vor, wen zum Beispiel Hans-Peter alles anrufen könnte... und jetzt stelle ich vor wen Abel und unser AR alles angerufen hat - oder auch nicht.
Zuletzt geändert von Ke07111978 am 08.06.2017, 13:16, insgesamt 2-mal geändert.



Beitragvon AltesSchlachtross » 08.06.2017, 08:08


Ke07111978 hat geschrieben:Die Gräben sind ja so tief, dass viele einfach die Realität ignorieren. Das ist noch schlimmer als übertriebene Erwartungshaltung.
...
Unser Problem ist, dass wir kein gemeinsames Ziel mehr haben. Es gibt kein Leitbild, es gibt keine Idee es gibt keinen Orientierungspunkt. Ergo, gibt es auch nichts wonach ich steuern und kontrollieren kann. Diese Gefühl entlädt sich jetzt an der Personalie Stöver. Früher hattest Du Spieler wie Lutz, Roos oder Koch oder Funktionäre wie Thinnes, die diesen Orientierungspunkt dargestellt haben. Es war nicht aufgeschrieben, es wurde einfach verkörpert. Kuntz und seine Herzblutkampagne gingen auch nochmal in die Richtung.


Und genau das zeigt sich auch beim Thema Stöver / AR:

Betrechtete man die Mannschaft, und deren Abschneiden, dann ist rein tabellarisch gesehen der SD und Trainer Korkut ein Fehlgriff.
Aber unter den Umständen, dass Stöver spät kam, Korkut noch später...und die 3 mios erst im August, dann ist es eben das Resultat einer lang andauernden Entwicklung (Umbruch).

Früher waren die Rahmenbedingungen aber anderst.
Da zählten Zuschauereinnahmen noch was. Die Bayern könnten auch ohne Zuschauereinnahmen den Kader finanzieren.
Bruchhagen sagte mal: Der Abstand der Bayern zur SGE war mal bei 30%, inzwischen ist er bei 300%.

Zum Leitbild:

Das wurde weder den Fans, noch den Spielern klar.
Früher war es das kleine gallische Dorf, in dem sich zwar alle mal zoffen, abends aber am Lagerfeuer gemeinsam feiern.

Das wäre es für mich !

Und ein solches Leitbild haben Freiburg und Mainz, Dortmund und Gladbach, und -ja leider- auch Rasen-Brühe Leipzig.

Freiburg habe ich ja schon erläutert.

Mainz holt pro Position 2 etwa gleiche Spieler. Zieht einer nicht mit, ist er weg.
Mainz spielt pressing, und danach holen die die Trainer, Spieler, danach wird die Jugend ausgebldet.

Dortmund hat jetzt einen neuen Trainer: Bosz.
Zitat: Ein Trainer, der zur Philosophie des BvB passt. Er setzt auf offensiven Kombinationsfussball, und fördert die Jugend.

Auch Gladbach geht ähnlich vor. Max Eberl sagte mal zur eigenen Talenten: Es dauert aber, bis ein Talent gut ist. Das kann ein oder zwei Jahre dauern, das muss man einfach wissen. Leider ist es aber so, dass gerade bei Erfolg (2x Gladbach international dabei) bei uns 3 Talente weggekauft wurden.

Was mich zu RB bringt:
Deren Plan ist es, die besten Talente zu kaufen, und zu halten.
Diese haben bereits eine Saison im Profi-Bereich hinter sich, und sind dort Stammspieler.

Fazit:

Unser Leitbild:

Wir sind das kleine Gallische Dorf.
Wir setzen (bevorzugt) die Talente unserer Jugend bei den Profis ein. Sind diese erst in 2 Jahren so weit, werden sie entweder in Liga 3 ausgeliehen, dann wieder integriert, oder sie sind Back-up, um danach aber eingesetzt zu werden.
Zur Not holt man Talente anderer Vereine, die dort Stammspieler sind (Liga 3/4), oder nur Back-up und genau diese Position und Spiel-Philosophie spielen können, die zu uns passt.

Ledidglich als Gerüst haben wir 4 Leitspieler:

-Abwehrchef
-Mittelfeld/Kapitän
-Stürmer

Am besten ehemalige FCK-Spieler, die wieder heimatnah spieln wollen.
Das heimatnah ist ein Trumpf:
Ältere Spieler mit Familie könnten wieder zurück kehren, um hier eben auch wieder mehr Kontakt zum Umfeld zu haben.

Haut sich der Spieler rein, gibt es noch Benefits:
-Lehrgänge / Ausbildungen / Praktikum nach der Karriere.
KEINEN FESTEN JOB, sondern Qualifikationen als späterer Trainer, im Marketing, etc.

Solche Lehrgänge sollte man auch den Partnern anderer Vereine anbieten.
Mal ein gemeinsames Torwart-Training mit Ehrmann.

Das schafft Bindung der Region zum FCK, und kostet nix.

Wenn man konsequent danach handelt, haben die Mitglieder auch wieder Vertrauen.

Zur Spielkultur kann und will ich nichts vorgeben, ob wir nun Pressing spielen, 4-4-2 oder 4-2-3-1.
Es sollte aber in etwa von der Jugend zu den Profis fest stehen, und durch gezogen werden.
Sonst haben wir in der Jugend nur ausgebildete Ein-Sturm-Spitzen, aber der zweite Stürmer-Typ für das 4-4-2 der Profis fehlt.

So, habe fertig.

WER GERNE MIT MIR EINEN ENTWURF ZUM LEITBILD DES GALLISCHEN DORFES ENTWERFEN WILL, IST HERZLICH WILLKOMMEN !

BITTE PN.




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