Fragen, Antworten und Anekdoten zur Geschichte des FCK.

Beitragvon Gerrit1993 » 14.06.2021, 12:00


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Archivfoto von 2011: Kalli Feldkamp bei seinem bisher letzten Besuch im Fritz-Walter-Stadion


30 Jahre Meister: So holte Kalli Feldkamp den Titel

Mit einer sportlich eher durchschnittlichen Mannschaft holte der FCK 1991 überraschend die Meisterschaft. X-Faktoren: Teamgeist, Betze-Feeling und Meistertrainer Kalli Feldkamp.

"Ich will endlich mal wieder raus", sagt uns Kalli Feldkamp kurz vor seinem 87. Geburtstag. Der FCK-Meistertrainer möchte mit seiner Frau Helma wieder nach Marbella (Spanien) fliegen. "Ein Jahr zuhause, jetzt reicht es", sagt er lächelnd. Die Koffer sind gepackt, gleich soll es losgehen. Kalli hat die Corona-Pandemie in Braunschweig bei Tochter Miriam verbracht und freut sich auf Andalusien. Er hat uns von SWR Sport noch ein paar Minuten gegeben, um über einen seiner größten sportlichen Coups zu sprechen: Die völlig überraschende Deutsche Meisterschaft mit dem FCK 1991. Und Kalli spricht gerne über diese tollen Jahre in der Pfalz.

Das Sommermärchen 1991: Kalli der Fußball-Experte

Wenn man aber verstehen will, wie das "Sommermärchen" von damals zustande gekommen ist, muss man sich den März 1990 anschauen. Kalli Feldkamp kam wieder zurück an den Betzenberg. Der FCK war in höchster Not; Lautern war nach dem 22. Spieltag Vorletzter in der Bundesliga. Gerd Roggensack wurde nach einem 0:4 gegen Waldhof Mannheim entlassen.

Feldkamp treibt dem FCK die Flausen aus

Feldkamp kam aus Ägypten (von Al Ahly Kairo) und brachte erst einmal Ruhe rein. Er vertraute auf die erfahrenen Spieler im Team und musste die FCK-Heißsporne erst mal wieder erden. Sein Defensivspieler Tom Dooley meint: "Roggensack hat sich immer mit den gegnerischen Trainern und Schiedsrichtern angelegt und wir Spieler ebenfalls. Wir haben permanent diskutiert, jede Entscheidung kommentiert. Da hatten wir bei den Unparteiischen keinen leichten Stand. Kalli hat das gespürt und uns im großen Stadion trainieren lassen. Er spielte den Schiedsrichter und wir trainierten. Jedes Mal, wenn der Ball über der Linie im Aus war, haben wir gemeckert. Kalli hat aber weiterspielen lassen und hat uns lautstark attackiert und gesagt: 'Weiterspielen!' Er hat uns damit gezeigt, dass er das Sagen hat und wir mit den Meckereien überhaupt nichts erreichen können. Und ganz wichtig: Wir sollen die Entscheidungen des Schiedsrichters akzeptieren." (…)

Quelle und kompletter Text: SWR

Weitere Links zum Thema:

- Kalli Feldkamp: "Kaiserslautern war die schönste Zeit meiner Karriere" (Der Betze brennt)
- Kalli Feldkamp: "Ich hoffe, dass es für unseren FCK gut geht" (Der Betze brennt)


Ergänzung, 15.06.2021:

15. Juni 1991: Rote Teufel mit "Finale furioso" in Köln

Der FCK brauchte am 15. Juni 1991 in Köln noch einen Punkt zur Meisterschaft. Trainer, Fans, Spieler - alle waren nervös. Doch was dann in Müngersdorf folgte, war ein Rausch.

Die Lauterer brauchten einen Punkt, die Geißböcke mussten gewinnen, um noch in den UEFA-Cup einzuziehen. Es wurde ein grandioser Auftritt in diesem "Finale furioso" und ein unvergessener Tag für die große FCK-Familie und die FCK-Fans.

Das wollte die ganze Pfalz an diesem Tag. Unglaubliche 40.000 FCK-Fans machten sich am 15. Juni 1991 schon frühmorgens auf nach Köln. Ralf Jörns aus Schifferstadt war einer von ihnen. Er fuhr mit Freunden mit dem Zug nach Köln, die Eintrittskarte im Unterrang Nord war schon lange gebucht, für 17 D-Mark. "Ich hätte jeden Preis gezahlt", sagt der Böhl-Iggelheimer heute.

Die Profis machten sich auf den Weg vom Kurztrainingslager im Bergischen Land Richtung Müngersdorfer Stadion. Die Straßen waren verstopft, nichts ging mehr. Der Mannschaftsbus kam durch die Masse von FCK-Fans nicht hindurch. Nur mit Hilfe der Polizei konnte das Team ins Stadion gelangen. Für die Profis war es ein irres Gefühl ins Stadion zu kommen. Sie kamen aus der Kabine und wollten mal schauen wie der Rasen so ist. Schon eine Stunde vor dem Spiel waren die Ränge gefüllt, alles war voller FCK-Fans. Als Tom Dooley rausging und das sah, wollte er nur noch spielen. "Auf einmal waren wir so sicher, dass es heute klappt", meint Dooley. "Wir wurden getragen von den Gesängen", sagt Marco Haber, es ging unter die Haut.

» Video: FCK-Spieler Marco Haber, Axel Roos und Guido Hoffmann blicken zurück

(...)

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 18.06.2021:

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Uwe Scherr und Kaiserslautern: Eine ständige Liebe

Noch heute schwärmt Trainer Karl-Heinz Feldkamp vom rechten Flügel der Meistertruppe von 1991: Markus Schupp und Uwe Scherr. Scherr ist dem 1. FC Kaiserslautern auch nach seiner aktiven Karriere treu geblieben.

"Ich bin sehr gläubig, da mache ich kein Hehl daraus. Aber ich gehe jetzt nicht missionieren. Ich glaube, dass alles im Leben einen Sinn hat und ich auch deshalb hier bin", sagt Uwe Scherr der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) des 1. FC Kaiserslautern. Wer ihn in seinem Büro besucht, dem fällt sofort die Marienstatue mit zwei Fotos von seiner Familie auf, die hinter ihm steht.

Der Glaube an Werte

Dem 54-Jährigen aus der Oberpfalz sind Werte wichtig. "Jeder, der hier auf dem Sportpark Fröhnerhof kommt, muss seinen Egoismus vorne am Eingangstor lassen. Hier drinnen geht es nur gemeinsam und miteinander."

Seit August 2020 ist Scherr der Boss im Sportpark. Er hat sich von jedem Mitarbeiter im NLZ einen Zettel schreiben lassen. Auf dem Papier sollten die Leute die Werte schreiben, für die sie stehen, die ihnen wichtig sind. Er ließ jeden Mitarbeiter diesen "Werte-Vertrag" unterschreiben. Daran müssen sie sich messen lassen. Uwe Scherr hat die grandiosen Zeiten in Kaiserslautern Anfang der 1990er miterlebt. Damals, als das "Miteinander" in der Pfalz noch Berge versetzt hat.

» Video: Uwe Scherr wird beim Gedanken an die Meisterschaft 1991 emotional

(…)

Quelle und kompletter Text: SWR



Beitragvon Betzebastion Mainz » 14.06.2021, 13:34


Damals hat es Kalli geschafft, den "Schwung" aus dem Abstiegskampf 1990, der zudem noch mit dem glücklichen Pokalerfolg gekrönt wurde, direkt mit in die neue Saison zu nehmen. Da wäre kein Schwein auf die Idee gekommen, die Mannschaft, die fast abgestiegen wäre, komplett auszuwechseln.

Im Gegenteil. Franco Foda, der alte Weisenauer, ging weg um mal Meister zu werden....was schade war.

Diesen Schwung mitnehmen, inklusive machbarer Leihspieler, und gezielte Verbesserungen in gewissen Mannschaftsteilen, so würde ich mir wünschen, die neue Saison zu gestalten.

So wie damals:
Geilster Sommer meines Lebens.

Und zum Schluss hats beim Bodo nur noch bäm bäm bäm gemacht.....

:love: :love: :love:

https://www.youtube.com/watch?v=s99FYgdHPE4
1.FCK - you just can´t escape my love



Beitragvon iceman65 » 14.06.2021, 15:21


Bei illgner hats bäm, bäm, bäm, bäm, bäm, bäm gemacht und bei Köln war noch Weltmeister Littbarski, Greiner, ordenewitz, bald-nationaltrainer Hansi Flick, Rudy,



Beitragvon Betze_FUX » 14.06.2021, 19:23


Und ich war dabei!
6:2!!!

Danach in der Altstadt bestellte mein Kumpel 1 Meter Kölsch. Die Lady schickte sich an zu gehen, da vielen ihr fast die Augen aus dem Kopf als ich sagte "für mich auch" :teufel2:
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon Ronnie Carl » 14.06.2021, 19:35


Bodo Illgner Bodo Illgner weißt du noch, ...
Auch der geilste Sommer meines Lebens. In meinem Büro in Krankfurt das Meeschderschaftsposter aus dem Kicker an der Wand am Montag (17.6.1991). Ein Kollege, SGE-Ultra, hat gefragt: "Darf man seinen Chef Arschloch nennen?" - Ich:"Wir sind Meister. Du darfst mich nennen wie du willst."

Ich war leider nicht in Köln, aber bei den Berichten von dem rot-weißen Schalmeer auf den Zufahrts-Autobahnen bekomme ich immer wieder Gänsehaut.



Beitragvon pisano96 » 14.06.2021, 21:01


Für mich war diese Meisterschaft noch überraschender als jene 7 Jahre später, obwohl wir 1998 als Aufsteiger Meister wurden. Deshalb überraschender, weil wir 1991 im Jahr zuvor mit der fast gleichen Mannschaft beinahe abgestiegen wären und man vor der Saison 1990/91 noch nicht einmal mit einem UEFA-Pokal-Platz rechnen konnte. Dazu muß man sich mal vorstellen, daß sich damals in der Mannschaft kein einziger Spieler befand, der während der Saison oder auch vorher schon einmal für die deutsche Nationalmannschaft auflief. Außer man zählt Rainer Ernst dazu, da er in den 80er Jahren für die DDR gespielt hatte. In den Folgejahren spielten zwar wenige Spieler mal kurzzeitig für Deutschland, es war aber keiner längerfristig Stammspieler. Von den ausländischen Spielern befanden sich mit Kadlec und Goldbaek auch nur 2 aktuelle Nationalspieler aus anderen Ländern im Kader. Dagegen waren in der Meistermannschaft von 1998 mit Wagner, Brehme und Marschall aktuelle und ehemalige deutsche sowie mit Spielern wie Kadlec, Kuka, Hrutka, Schjoenberg, Hristov oder Sforza zahlreiche Nationalspieler anderer Länder im Kader. Außerdem wurden die meisten der genannten Spieler nur 4 Jahre zuvor mit dem FCK gerade erst Vize-Meister und redeten ein Jahr darauf auch noch fast bis zum Ende der Saison 1994/95 ein Wort um die Meisterschaft mit. Somit konnte man insgeheim schon vor der Saison 1997/98 mit einem UEFA-Pokal-Platz rechnen, trotz das man gerade erst aufgestiegen war. Man war also gefühlsmäßig gar kein Aufsteiger.

Zusammengefaßt hat daher, aufgrund der geschilderten Fakten, die Meisterschaft 1991 für mich einen höheren Stellenwert als diejenige im Jahre 1998. Dazu kommt noch, daß die Spieler der Meistermannschaft 1991 näher an den Fans dran waren und mir „Kalli“ mit seiner Art viel sympathischer war als Rehhagel. Dies alles soll sich jetzt natürlich nicht so anhören, als ob die Meisterschaft 1998 keine Sensation war, nur fand ich sie 1991 eben noch ein bißchen überraschender und feierintensiver.



Beitragvon Thomas » 15.06.2021, 08:11


Hier kommt der zweite Teil der kleinen SWR-Serie zur Meisterschaft vor 30 Jahren:

15. Juni 1991: Rote Teufel mit "Finale furioso" in Köln

Der FCK brauchte am 15. Juni 1991 in Köln noch einen Punkt zur Meisterschaft. Trainer, Fans, Spieler - alle waren nervös. Doch was dann in Müngersdorf folgte, war ein Rausch.

Die Lauterer brauchten einen Punkt, die Geißböcke mussten gewinnen, um noch in den UEFA-Cup einzuziehen. Es wurde ein grandioser Auftritt in diesem "Finale furioso" und ein unvergessener Tag für die große FCK-Familie und die FCK-Fans.

Das wollte die ganze Pfalz an diesem Tag. Unglaubliche 40.000 FCK-Fans machten sich am 15. Juni 1991 schon frühmorgens auf nach Köln. Ralf Jörns aus Schifferstadt war einer von ihnen. Er fuhr mit Freunden mit dem Zug nach Köln, die Eintrittskarte im Unterrang Nord war schon lange gebucht, für 17 D-Mark. "Ich hätte jeden Preis gezahlt", sagt der Böhl-Iggelheimer heute.

Die Profis machten sich auf den Weg vom Kurztrainingslager im Bergischen Land Richtung Müngersdorfer Stadion. Die Straßen waren verstopft, nichts ging mehr. Der Mannschaftsbus kam durch die Masse von FCK-Fans nicht hindurch. Nur mit Hilfe der Polizei konnte das Team ins Stadion gelangen. Für die Profis war es ein irres Gefühl ins Stadion zu kommen. Sie kamen aus der Kabine und wollten mal schauen wie der Rasen so ist. Schon eine Stunde vor dem Spiel waren die Ränge gefüllt, alles war voller FCK-Fans. Als Tom Dooley rausging und das sah, wollte er nur noch spielen. "Auf einmal waren wir so sicher, dass es heute klappt", meint Dooley. "Wir wurden getragen von den Gesängen", sagt Marco Haber, es ging unter die Haut.

» Video: FCK-Spieler Marco Haber, Axel Roos und Guido Hoffmann blicken zurück

(…)

Quelle und kompletter Text: SWR

Weitere Links zum Thema:

- 30 Jahre Meister: So holte Kalli Feldkamp den Titel (SWR)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon TreuesHerz » 15.06.2021, 09:39


wir waren auch dabei...damalige Freundin...heute Frau, Schwägerin, Schwiegervater...wie es halt damals so war. Die ganze Familie fieberte für den Betze.
Aufgeregt auch, weil auf einmal LauternFans am Zugang zurückgeschickt wurden, da sie gefälschte Karten angedreht bekamen. Wir wurden dann auch unsicher..war aber alles gut.
Der riesige Aufschrei als Marco Haber den Freistoß versenkte...und der Rausch bis zur Halbzeit. Schwiegervater glaubte mir nicht, dass wir schon vier geschossen hatten...hatte das alles nicht mehr richtig mitgekriegt...
und nach dem Spiel durch die Kölner Altstadt...meine Frau und ich wurden ständig eingeladen...von Lauterern, von Kölnern, die sich freuten, dass nicht Bayern Meister wurde.
Aber alles lange her, alles Kriegsgeschichte...die mit jedem Mal erzählen besser wird :-) Heute wäre man froh über einen Aufstieg in Liga 2....unfassbar.
FCK-Fan zu sein ist eine besondere Form der Charakterstärke. Erfolg ist eine besondere Form des Genusses - aber Genuß empfindet man erst durch langen Verzicht...mein Gruß an alle Bayern!



Beitragvon Rommel » 15.06.2021, 09:43


Für mich war die Krönung, als Pierre Littbarski, auf seinen krummen Beinen, kurz nach der restlichen Mannschaft aus der Kabine kam, um sich "feiern" zu lassen! Das Gesicht, als er durch das Pfeifkonzert fast in den Kabinengang "zurückgeschleudert" wurde, würde ich gerne noch Mal sehen!



Beitragvon BernddasBrot2 » 15.06.2021, 09:53


Donnerstags würden meinem Vater Bypässe gelegt.Freitags sagte er,wir schaffen das.Samstags mit der Fahne bis spät in der Nacht durch die Altstadt gezogen.Sonntags ganz früh mit Fahne und 3jährigem Enkel ins Westpfalzklinikum.Die erste Frage war Hammers gepackt.Der Rest vom Sonntag war der totale WAHNSINN.
Die Menschen auf dem Rathausplatz,der ohrenbetäubende Lärm als die Mannschaft mit Trainerteam und Norbert auftauchte. D9as ist noch jetzt ein unbeschreiblicher Moment,Jubel,Radau,Krach. :teufel2:
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon Rheinhessenposten » 15.06.2021, 11:26


schon krass, wie sich der Fußball in den 30 Jahren auf und um den Platz herum geändert hat....
Unsre Heimat, unsre Liebe, in den Farben Rot Weiß Rot,
Kaiserslautern, 1900, wir sind treu bis in den Tod!



Beitragvon Gerrit1993 » 18.06.2021, 08:48


Im letzten Teil der SWR-Serie erinnert sich der heutige NLZ-Leiter und Meisterspieler Uwe Scherr an 1991 - und wird dabei emotional:

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Uwe Scherr und Kaiserslautern: Eine ständige Liebe

Noch heute schwärmt Trainer Karl-Heinz Feldkamp vom rechten Flügel der Meistertruppe von 1991: Markus Schupp und Uwe Scherr. Scherr ist dem 1. FC Kaiserslautern auch nach seiner aktiven Karriere treu geblieben.

"Ich bin sehr gläubig, da mache ich kein Hehl daraus. Aber ich gehe jetzt nicht missionieren. Ich glaube, dass alles im Leben einen Sinn hat und ich auch deshalb hier bin", sagt Uwe Scherr der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) des 1. FC Kaiserslautern. Wer ihn in seinem Büro besucht, dem fällt sofort die Marienstatue mit zwei Fotos von seiner Familie auf, die hinter ihm steht.

Der Glaube an Werte

Dem 54-Jährigen aus der Oberpfalz sind Werte wichtig. "Jeder, der hier auf dem Sportpark Fröhnerhof kommt, muss seinen Egoismus vorne am Eingangstor lassen. Hier drinnen geht es nur gemeinsam und miteinander."

Seit August 2020 ist Scherr der Boss im Sportpark. Er hat sich von jedem Mitarbeiter im NLZ einen Zettel schreiben lassen. Auf dem Papier sollten die Leute die Werte schreiben, für die sie stehen, die ihnen wichtig sind. Er ließ jeden Mitarbeiter diesen "Werte-Vertrag" unterschreiben. Daran müssen sie sich messen lassen. Uwe Scherr hat die grandiosen Zeiten in Kaiserslautern Anfang der 1990er miterlebt. Damals, als das "Miteinander" in der Pfalz noch Berge versetzt hat.

» Video: Uwe Scherr wird beim Gedanken an die Meisterschaft 1991 emotional

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Quelle und kompletter Text: SWR

Weitere Links zum Thema:

- 30 Jahre Meister: So holte Kalli Feldkamp den Titel (SWR)
- 15. Juni 1991: Rote Teufel mit "Finale furioso" in Köln (SWR)



Beitragvon netzer14 » 18.06.2021, 10:28


Gestern hatte sich auch Tom Dooley beim SWR erinnert.

FCK-Meisterheld von 1991: Das macht "Weltenbummler" Tom Dooley heute

https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc- ... y-100.html

Interessant auch eine Aussage bzgl. der jüngeren Vergangenheit:
...der ehemalige Sportvorstand Martin Bader. "Er hat mich zweimal zu einem Gespräch eingeladen. Wir wollten über eine Zusammenarbeit sprechen und er hat mich dann zweimal nicht empfangen. Das muss man sich mal vorstellen."...
local: SV MOSELLA NIEDEREMMEL
national: 1. FC KAISERSLAUTERN
international: THE CELTIC FC



Beitragvon Sascha302 » 18.06.2021, 21:01


Sorry aber die Lobhudeleien über den Kollegen Scherr im NLZ ist ein absoluter Treppenwitz.

Torwarttrainer alle weg, alle Trainer bis U17 weg, keiner der Trainer wurde informiert das er sich in Kurzarbeit befindet. Stattdessen wurde kommentarlos die Zahlung eingestellt....

Sorry aber die Früchte dieser Arbeit werden wir nach der Saison 21/22 sehen.
Dann ist U17 und U19 in der Regio und wir verlieren weiterhin an Boden im Vergleich zu den NLZs im Einzugsgebiet.



Beitragvon SEAN » 19.06.2021, 11:15


Heute ist noch ein Jubiläum, bin mal gespannt, ob es jemanden einfällt, vor allem auf dem Berg.

Falls nicht, heute vor 75 Jahren, am 19.06.1946, wurde der FCK nach dem Krieg wieder gegründet.

Da könnte man auf der Homepage mal was zu schreiben.......
Scheint die Sonne so warm, trag ich Papier unterm Arm,
scheint die Sonne so heiß, setz ich mich hin und.........



Beitragvon Devil's Answer » 19.06.2021, 13:04


Dazu bedürfte es auf dem Berg Führungspersonal, das wenigstens einen Hauch der Empathie - und des Charakters - eines Norbert Thines hätte.

Aber das ist im Grunde seit damaligen "Absetzung" von Norbert Thines weitestgehend verlorengegangen.

Es wird sich immer auf die Tradition berufen - um dieselbe dann zu vergessen. Schade.
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world



Beitragvon Schlabbefligger » 19.06.2021, 16:55


Sascha302 hat geschrieben:Sorry aber die Lobhudeleien über den Kollegen Scherr im NLZ ist ein absoluter Treppenwitz.

Torwarttrainer alle weg, alle Trainer bis U17 weg, keiner der Trainer wurde informiert das er sich in Kurzarbeit befindet. Stattdessen wurde kommentarlos die Zahlung eingestellt....

Sorry aber die Früchte dieser Arbeit werden wir nach der Saison 21/22 sehen.
Dann ist U17 und U19 in der Regio und wir verlieren weiterhin an Boden im Vergleich zu den NLZs im Einzugsgebiet.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Behauptungen, die nur in gezielter Absicht von Innseidern kommen können, auch stimmen.
Du vergißt die Pandemie. Ich glaube nicht, dass vrgleichbare Vereine besser in dem zurückliegenden 16 Monaten besser arbeiten konnten.

Dass Uwe Scherr versucht, das Positive aus der schwierigen Situation herauszuholen, spricht für seinen Charakter. Zudem ist er noch gar nicht so lange an Bord. Ob die in Kurzarbeit geschickten Trainer einfach ohne Infos über Kurzarbeitergeld entlassen wurden, müsste man vom Geschäftsführr erfahren.

Den Bericht vom SWR finde ich gut, Uwe scheint auch etwas von der religiösen Grundhaltung Norbert Thines mitbekommen zu haben.

Es wir immer noch zuviel schwarz bei uns gesehen, obwohl Antwerpen einen Fußballsystem entwickelt hat, das Hoffnung macht, Hengen Spieler verpflichtet, die auch mal einen Kopfball gewinnen können.

Ich habe das Gefühl, es geht aufwärts mit dem FCK. Für die Abwärtsspierale der letzten Jahre muss man auch die tatsächlichen die Verantwortlichen benennen.



Beitragvon RigomagusTeufel » 26.06.2021, 09:15


pisano96 hat geschrieben:Für mich war diese Meisterschaft noch überraschender als jene 7 Jahre später, obwohl wir 1998 als Aufsteiger Meister wurden. Deshalb überraschender, weil wir 1991 im Jahr zuvor mit der fast gleichen Mannschaft beinahe abgestiegen wären und man vor der Saison 1990/91 noch nicht einmal mit einem UEFA-Pokal-Platz rechnen konnte. Dazu muß man sich mal vorstellen, daß sich damals in der Mannschaft kein einziger Spieler befand, der während der Saison oder auch vorher schon einmal für die deutsche Nationalmannschaft auflief. Außer man zählt Rainer Ernst dazu, da er in den 80er Jahren für die DDR gespielt hatte. In den Folgejahren spielten zwar wenige Spieler mal kurzzeitig für Deutschland, es war aber keiner längerfristig Stammspieler. Von den ausländischen Spielern befanden sich mit Kadlec und Goldbaek auch nur 2 aktuelle Nationalspieler aus anderen Ländern im Kader. Dagegen waren in der Meistermannschaft von 1998 mit Wagner, Brehme und Marschall aktuelle und ehemalige deutsche sowie mit Spielern wie Kadlec, Kuka, Hrutka, Schjoenberg, Hristov oder Sforza zahlreiche Nationalspieler anderer Länder im Kader. Außerdem wurden die meisten der genannten Spieler nur 4 Jahre zuvor mit dem FCK gerade erst Vize-Meister und redeten ein Jahr darauf auch noch fast bis zum Ende der Saison 1994/95 ein Wort um die Meisterschaft mit. Somit konnte man insgeheim schon vor der Saison 1997/98 mit einem UEFA-Pokal-Platz rechnen, trotz das man gerade erst aufgestiegen war. Man war also gefühlsmäßig gar kein Aufsteiger.

Zusammengefaßt hat daher, aufgrund der geschilderten Fakten, die Meisterschaft 1991 für mich einen höheren Stellenwert als diejenige im Jahre 1998. Dazu kommt noch, daß die Spieler der Meistermannschaft 1991 näher an den Fans dran waren und mir „Kalli“ mit seiner Art viel sympathischer war als Rehhagel. Dies alles soll sich jetzt natürlich nicht so anhören, als ob die Meisterschaft 1998 keine Sensation war, nur fand ich sie 1991 eben noch ein bißchen überraschender und feierintensiver.

Da wird mir fast komisch wie treffend Du hier auch MEINE Erinnerungen an diesen Titel wiedergibst. 100 %-ige Beipflichtung!




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