Alles zur WM 2018 in Russland

Beitragvon Alex76 » 21.02.2019, 10:45


I. Ausblick auf den Handball in den nächsten Jahren

Von Dänemark lernen, heißt…


… siegen lernen. Die dänische Mannschaft setzte sich im Finale gegen Norwegen mit 31:22 durch. Deutschland verlor knapp im Spiel um den 3. Platz gegen den Ex-Weltmeister Frankreich mit 25:26. Keine Medaille für Deutschland. Dafür überwog die begeisternde Atmosphäre in Berlin, Köln, Hamburg und München. Und so ein bisserl kann man es den Dänen auch gönnen.

Handball im TV

Nach dem Gewinn der Handballeuropameisterschaft 2016 verhalf die in diesem Jahr gemeinsam mit Dänemark ausgetragene Weltmeisterschaft zu neuer Begeisterung für einen dynamischen Sport.

Bereits im Vorfeld sorgte die Sicherung der Übertragung im öffentlichen Fernsehen für Erleichterung bei Verband und Zuschauern. Und darüber hinaus sicherten sich die beiden Sender in Verhandlungen mit der Sportmarketingagentur Lagardère Sports gleich ein Mega-Paket. Denn neben der WM 2019 enthält die Vereinbarung auch die TV-Rechte an den Weltmeisterschaften 2021, 2023 und 2025. Zusätzlich werden die Europameisterschaften 2020, 2022 und die in Deutschland stattfindende EM 2024 von ARD und ZDF übertragen. Handballherz was willst du mehr?

So ein bisserl Platz ist noch vorhanden für Olympische Spiele. So auch in Tokio 2020. Zunächst steht aber das Qualifikationsturnier für besagte Veranstaltung an. Die Bewerbung für die Austragung des olympischen Qualifikationsturniers in Deutschland ist in der Schublade des DHB.

Stand out! Oder einfach Herausragend!

Wer waren die prägenden Spieler des Turniers? Das All-Star-Team der WM wurde vom Weltverband IHF gewählt und besteht aus folgenden Spielern: Niklas Landin (Tor, Dänemark), Magnus Jöndal (Linksaußen, Norwegen), Sander Sagosen (Rückraum links, Norwegen), Rasmus Lauge (Rückraum Mitte, Dänemark), Fabian Wiede (Rückraum rechts, Deutschland), Ferran Sole (Rechtsaußen, Spanien) und Bjarte Myrhol (Kreis, Norwegen). Als bester Spieler des Turnieres wurde Mikkel Hansen aus Dänemark ausgezeichnet.

Interessant war der Blick auf die jungen Wilden aus Spanien und Frankreich. In Kielce trainiert der ehemalige Welthandballer Talant Dujshebaev seine beiden Söhne Alex (26 Jahre) und Daniel (21 Jahre), die für die spanische Nationalmannschaft antreten dürfen. Auch Frankreich besitzt junge Spieler mit Perspektive. So ist vielen Handballfans der Name Richardson ein Begriff. Jackson Richardson war 1995 Welthandballer und spielte in Großwallstadt sowie kurze Zeit bei den Rhein Neckar Löwen. Sein Sohn Melvyn (22 Jahre) erinnert an den berühmten Vater. Zusammen mit Dika Mem (21 Jahre), Romain Lagarde (21 Jahre) und Ludovic Fabregas (22 Jahre) sieht die Zukunft für den französischen Handball rosig aus.

DHB-Nachwuchs in den Handballwindeln

Wie kann der Handballboom für den Nachwuchs auch in Zukunft genutzt werden? Es geht nicht darum den Fußball zu verdrängen. Holt oin bisserl ärgern. Die Herren des DFB haben es verdient. Wie erfolgreiche Jugendarbeit aussehen kann, zeigt der Blick nach Frankreich. Der deutsche Weltmeister von 2007 Dominik Klein hat dort gespielt und vergleicht:

„Das sind zwei unterschiedliche Systeme: In Frankreich ist das mehr zentralisiert. Die jungen Spieler, die das Talent haben, kommen früh zusammen. Sie trainieren unter der Woche schon sechs oder sieben Mal, das ist auch alles angepasst an die Schule. Am Wochenende spielen sie dann wieder in ihren eigenen Vereinen. Dieses Bewusstsein gibt es in Deutschland noch nicht. Es geht auch immer um die Ausbildung der Trainer. Da sind wir beim nächsten Punkt: Ein Verein wie Nantes, bei dem ich gespielt habe, hat sechs festangestellte Jugendtrainer. Suchen Sie sich in Deutschland mal einen Verein, bei dem man diese Konstellation findet. Das wird man kaum finanziert bekommen. In Frankreich steckt auch der Staat dahinter. Das sind häufig Anstellungen, die von der Gemeinde oder der Stadt finanziert werden. Da gilt es in Deutschland, Jahr für Jahr mehr Geld zur Verfügung zu stellen, um für unsere Talente besser ausgebildete Trainer zu bekommen.“

Mei. Persönlich kann ich mich an früher erinnern und da war die Liebe zum Ball schon immer vorhanden. Ich kannte es von meinem Heimatverein, dass da eine tolle Trainerpersönlichkeit bereits die Kloinen und die ganz Kloinen Spuiler im Griff hatte. Das Spiel mit dem Ball und die altersgerechte Handhabe standen im Fokus. Damals trainierten und spielten Mädels und Jungen zusammen. Später trennten sich die Wege in zwei Mannschaften. Wir Jungs trainierten häufig zusammen mit einer etwas älteren Mädchenmannschaft.

Die Liebe zum Handball begleitete mich dann auch in der Schulzeit bis in weite Teile des Studiums. Wahrscheinlich hätte ich mich auch an ein höheres Level problemlos anpassen können. Wir hatten aber eine Mannschaft die mit den alltäglichen Problemen des Mannschaftssports konfrontiert war. Häufig waren nur 6 bis 10 Spieler im Training, so dass meist mehr Fußball als Handball gespielt ewurde. ;-)

Häufig fehlen den Vereinen auch schlicht Hallen(-zeiten), um eine erfolgreiche Jugendarbeit zu betreiben. Für jeden Verein, der eine Mannschaft abmelden muss, ist es schade, da auch bei der Jugend gerade die Derbys einen hohen Stellenwert haben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass in der heutigen Zeit die Spielkonsole einen größeren Einfluss auf das Tagesprogramm hat als aktiver Sport. Was sehr schade ist. Handball und Schule passt perspektivisch sehr gut, auch für diejenigen die ohne fußballerisches Talent ausgestattet sind.

Jetzt noch bewerben für den dsj-Zukunftspreis…

„…Ein regelmäßiges Bewegungsangebot, bei dem ganz nebenbei auch Dinge wie Fairness, Respekt vor anderen, Verantwortungsübernahme, Selbstvertrauen oder der Umgang mit Sieg und Niederlage vermittelt werden, kann zu einer positiven Entwicklung von Kindern beitragen..."
https://www.lsb-rlp.de/medien/pressemit ... unftspreis

Nordsüdgefälle! Bundesliga Nord vs. Bundesliga Süd?!

Neben Bundesliga, Pokal, Europapokal und der Weltmeisterschaft ist das anstehende Qualifikationsturnier ein weiteres Turnier welches die Belastung für die Nationalspieler erhöht.
http://www.kicker.de/news/handball/star ... stung.html

Wie kann man den derzeitigen Modus anpassen, um die physische und mentale Belastung zu reduzieren? Spontan fällt einem die derzeitige Bundesliga bestehend aus 18 Mannschaften ein.

Die 1. Bundesliga ist bestückt mit vielen Traditionsvereinen, die auch viele Meisterschaften errungen haben. International gilt die 1.Bundesliga als die beste Liga der Welt. Aber auch in der 2.Bundesliga sind große namhafte Traditionsvereinen vertreten, wie z.B. TV Großwallstadt, TUSEM Essen, HSV Handball oder TuS N-Lübbecke.

Andere europäische Ligen sind wesentlich unausgeglichener als die 1.Bundesliga, was allerdings im internationalen Wettbewerb von Vorteil sein kann, da die Belastung und der Stress geringer sind. Aktuell stehen Paris St. Germain und der FC Barcelona in den Championsleaguegruppen jeweils an erster Stelle. Recht souverän. Die beiden deutschen Vertreter Rhein Neckar Löwen und SG Flensburg belegen die Positionen drei und vier.


II. Fußball und Kultur= Fußballkultur

So ein bisserl Kultur für die Allgemeinbildung. Man kann es ja mal sportlich sehen!

Besuch des Schuhmuseums in Hauenstein: Ausstellung Horst Eckel! Verlängert bis zum 1.Mai!

Versteckt im Pfälzer Wald liegt der Kurort Hauenstein mit ca. 4.000 Einwohnern. Das Museum zeigt einen einzigartigen Blick auf die Schuh- und Industriekultur Deutschlands ab 1740 bis in die heutige Zeit. Sehr interessant um die damalige Zeit aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Das Museum lädt zum Verweilen ein. Nebst Horst Eckel-Ausstellung hat der Sportbund Pfalz Schuhe von großen Sportlern ausgestellt und gewährt einen Blick in die Geschichte der pfälzischen Sportler. Ein Besuch zum Erkunden ist absolut empfehlenswert. An dieser Stelle nachträglich einen Herzlichen Glückwunsch an Horst Eckel zum Geburtstag.

Die Horst Eckel Ausstellung ist verlängert bis zum 1.Mai. Vom 13. April - 28. Juli 2019 findet eine Sonderausstellung zum 70. Geburtstag der BRD statt: Zeitgeist der BRD!
http://www.museum-hauenstein.de/schuh_museum/

Kulturdenkmäler: Fritz-Walter-Haus in Enkenbach-Alsenborn

Fährt man durch Enkenbach Alsenborn fällt einem das Schild Fritz-Walter-Haus auf. Vor längerem stand ich leider vor verschlossenem Tor, so dass ich das Fritz-Walter-Haus nicht besuchen konnte. Nur wenige Fußballspieler haben eine höhere bundesweite Bedeutung wie Fritz Walter. Neben seinen sportlich fußballerischen Leistungen war Fritz Walter ein menschliches Vorbild für die Nachkriegsgenerationen.

Umso erfreulicher dann die Nachricht über die abgesagte Versteigerung des Nachlasses von Fritz Walter. Auch wenn einige Bestandspositionen eventuell geringfügig sind, so beherbergt der Nachlass doch in seiner Gesamtheit einen kulturellen Schatz.

Fritz Walter stand als Kapitän und verlängerter Arm von Sepp Herberger 1954 auf dem Rasen des Berner Wankdorfstadions gegen die hoch favorisierte ungarische Nationalmannschaft. Schon 1952 errang die Mannschaft um Ferenc Puskás die olympische Goldmedaille in Finnland. Ab dem 14. Mai 1950 bis hin zum WM-Finale am 4. Juli 1954 im Wankdorf-Stadion in Bern verlor diese Mannschaft in 32 Pflichtspielen keine einzige Partie. Nach dem deutschen Halbfinalerfolg gegen Österreich und dem ungarischen Sieg gegen Uruguay standen folgende Spieler auf dem Platz:

Toni Turek – Josef Posipal, Werner Liebrich, Werner Kohlmeyer – Karl Mai, Horst Eckel – Helmut Rahn, Max Morlock, Ottmar Walter, Fritz Walter, Hans Schäfer
Trainer: Sepp Herberger

Gyula Grosics – Jenő Buzánszky, Gyula Lóránt, Mihály Lantos – József Bozsik, József Zakariás – Sándor Kocsis, Nándor Hidegkuti, Ferenc Puskás , Zoltán Czibor, Mihály Tóth
Trainer: Gusztáv Sebes

Vor 62.500 Zuschauern entwickelte sich im Berner Wankdorf-Stadion ein spannendes Spiel, bei dem die deutsche Mannschaft nach Toren von Puskás und Czibor bereits mit 0:2 zurücklag. Nicht viel sprach für die Herberger-Elf. Morlock und Rahn konnten egalisieren, ehe dann die berühmte Radiostimme von Herbert Zimmermann den Siegtreffer in der 84. Minute einleitete:

„Sechs Minuten noch im Wankdorf-Stadion in Bern, keiner wa nkt, der Regen prasselt unaufhörlich hernieder, es ist schwer, aber die Zuschauer, sie harren nicht [sic!] aus. Wie könnten sie auch – eine Fußball-Weltmeisterschaft ist alle vier Jahre und wann sieht man ein solches Endspiel, so ausgeglichen, so packend. Jetzt Deutschland am linken Flügel durch Schäfer. Schäfers Zuspiel zu Morlock wird von den Ungarn abgewehrt – und Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer der Ungarn am Ball. Er hat den Ball – verloren diesmal, gegen Schäfer. Schäfer nach innen geflankt. Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!“ …

Nach dem zweiten Weltkrieg sorgte der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 für einen emotionalen Schub, die deutsche Mannschaft wurde von zehntausenden jubelnden Menschen bei ihrer Rückfahrt entlang der Bahnstrecke gefeiert. Für viele Deutsche errang das „Wunder von Bern“ Symbolkraft als ein Zeichen des Aufbruchs nach dem verlorenen Weltkrieg und den Entbehrungen der Nachkriegszeit. Von daher ist das Ereignis nicht zu unterschätzen, wenn man an das deutsche Wirtschaftswunder unter Ludwig Erhard in den 1950er und 1960er Jahre denkt.

Besuch des Auswärtsspiels in Münster:

Reger Besuch im altehrwürdigen Preussen-Stadion. Mehr als 10.000 Zuschauer besuchten das zweite Spiel des 1.FC Kaiserslautern in Münster seit Gründung der Fußballbundesliga.

Was kann man in Münster alles erkunden? Bekannt ist Münster für eine sehr schöne Altstadt mit historischen Bauten. Bundesweit ist das Verkehrskonzept mit zahlreichen Radwegen vorbildhaft.

Herausragend ist das historische Rathaus mit Friedenssaal. Im Friedenssaal beendete der Westfälische Frieden den 30jährigen Krieg, der von 1618 bis 1648 Europa in Atem hielt. Bereits 1643 wurde der Frieden mit einem fünf Jahre währenden Kongress aller Kriegsparteien sowohl in Münster als auch im benachbarten Osnabrück initiiert. Es war der erste internationale Kongress, auf dem nahezu alle großen europäischen Mächte vertreten waren.

Dabei wurde in Münster der Münstersche Friedensvertrag zwischen dem Kaiser und Frankreich geschlossen. Der Osnabrücker Friedensvertrag beinhaltete einerseits Kaiser und Reich, auf der anderen Seite Schweden. Am 24. Oktober 1648 wurden in Münster und Osnabrück die Verträge von Kaiser Ferdinand III. und König Ludwig XIV. von Frankreich bzw. Königin Christina von Schweden unterzeichnet.

In einem separaten Friedensexekutionskongress sollten die Einzelheiten für eine vertragliche Friedensordnung verhandelt werden. Zwischen April 1649 und Juli 1650 fanden diese in Nürnberg statt (Nürnberger Exekutionstag).

Die Ursachen für den 30jährigen Krieg sind recht komplex und begannen mit dem Ständeaufstand in Böhmen, der eine Folge der religiösen, wirtschaftlichen und politischen Krise in Mitteleuropa zu Beginn des 17. Jahrhunderts war. Der Westphälische Frieden trug zur gesamteuropäischen Stabilität bei. Spätere Friedensschlüsse sollten sich an ihm orientierten.

Trotz Niederlage im Gepäck ging es mit neuen Eindrücken nach Hause.



Beitragvon Alex76 » 10.04.2019, 21:57


Bereits an anderer Stelle schon beschrieben, so ist der Klimawandel eine ernste Bedrohung für das Leben der Menschheit. Natürlich auch für Fauna und Flora. Ob nun Gletscherschmelze in den Alpen oder Rhein mit sinkendem Wasserpegel. Die Reduktion der CO2-Werte ist daher essentiell wichtig für die nächsten Generationen, um dem wissenschaftlich belegten Klimawandel zu stoppen. Nicht nur in Deutschland sondern überall auf dem Kontinent.

Die Sehnsucht nach den 1950er Jahren vielleicht bei dem ein oder anderem immer noch vorhanden. Damals als das Wirtschaftswachstum Deutschland zwar in den Bann zog und die Schornsteine sich über den Kontinent verteilten. Aber die Alpen noch mit schneebedeckten Gletschern überzogen waren. Dazu Sommermonate, die nicht von immer weiter steigenden Rekordtemperaturen geprägt waren.

Heuer ist die europäische Wirtschaft „wohl gefühlt“ nachhaltiger (mit Optimierungspotential). Zumindest wenn man sich auf einen grüneren Strukturwandel einigt: Mit einer effektiveren Energiepolitik bei gleichzeitiger Schonung von Ressourcen.

Der Klimawandel kennt keine Grenzen. Ob Antarktis, Himalaya oder die Anden in Peru. Jeder ist betroffen. Bei steigender Bevölkerungszahl (z.B. Chinesen) und industriellem Wachstum (ebenso China).

Daher auch nochmals erwähnenswert, dass bei der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark Werbung für ein Umdenken in der Klimastrategie gemacht wurde. Ein Verband mit vielen Mitgliedern, ähnlich wie beim DFB, hat das Potential um gewaltige Veränderungsprozesse zu initiieren und zu begleiten. Seelisch und Moralisch. Von oben nach unten! Oder von unten nach oben!

III. Appel an die Einhaltung der Ziele für nachhaltige Entwicklung 2015-2030 der Vereinten Nationen (UN):

Während der Weltmeisterschaft in München öfters angeklungen: den Blick auf die Agendapunkte 6 und 13 zu richten. Wos ist gemeint? Hier geht es um die Wasserversorgung und den Klimaschutz.

Agenda 6: Wasser und Sanitärversorgung für alle – Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Agenda 13: Sofortmaßnahmen ergreifen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen

Recht vernünftig was man 2012 auf der Rio+20-Konferenz beschlossen hat.

Am Tag vor dem Endspiel um die Handballweltmeisterschaft konnte die Kohlekommission einen Abschlussbericht vorlegen: „Es ist geschafft!“

Weißer Rauch über der Kohlekommission. Ein Ausstiegskonzept für die Braunkohle passt leider nicht auf einen Bierdeckel. Letztlich verfasste die Kohlekommission - bestehend aus Industrie, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Wissenschaften und Politik – einen 336 Seiten langen Bericht. Ziele waren die Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Joberhalt in Einklang zu bringen.

Waren es Ende 2017 mehr als 42,6 Gigawatt Kohlekraft am Markt, so sollen bis 2022 12,5 GW vom Netz gehen. Bis 2030 werden höchstens 17 GW am Markt sein. Bevor dann 2038 der komplette Ausstieg eingeläutet wird.

Der Bund wird mehr als 40 Mrd. € für den Strukturausgleich zahlen! Zusätzliche 32 Mrd. € gehen an die Verbraucher zur Kompensation der Strompreiserhöhung. Es bleibt abzuwarten wie sich die deutsche Energielösung auf die europäischen Nachbarstaaten auswirkt.
https://www.wiwo.de/politik/deutschland ... 13460.html

Auch immer mehr Jugendliche interessieren sich für die Folgen des Klimawandels. So startete Greta Thumberg, eine 16jährige Umweltaktivistin, ihre Aktion „Schulstreiks für das Klima“ am 20.08.2018. Mittlerweile handelt es sich um eine globale Bewegung, die unter dem Namen „Fridays for Future“ auch deutsche Schüler zum Protest bewegt.

IV. Deutschland, Europa und die EU! Irgendwie very very British!

Zahlreiche Debatten in Groß Britannien fanden nach dem Ausstiegsreferendum statt. Bei dem Referendum votierten ca. 51,9% der Britten für einen Ausstieg aus Europa. Ein sehr knappes Ergebnis, welches wie ein Keil durch das Land wirkt.

Besonders in den wirtschaftlich abgehängten Midlands, die vom Strukturwandel stark betroffen sind und den Umland von London, war die Zustimmung für den Brexit besonders stark.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 99133.html

Die Historie zwischen England und der EU ist ein großes Thema für sich. Wie auch immer sich das britische Parlament (House of Commons) entscheidet, es wird bei der derzeitigen Konstellation Verlierer geben. Verfolgt man oberflächlich die Debattenkultur im House of Commons, bekommt man ein nostalgisches Gefühl für Demokratie. Auch wenn sich die Wiege der Demokratie in Griechenland befindet, so würde ich als Europäer das Parlament zum UNESCO Weltkulturerbe vorschlagen!

Mei. Schon 1987 gemacht..

Wos konnst noch für das Britische Volk machen?

Um wieder ernst zu werden, es geht um Solidarität, Menschlichkeit und Nächstenliebe: Ein Land das am Boden liegt die Hand reichen, um wieder aufzustehen. So wie Gorbatschow zusammen mit Helmut Kohl den Deutschen die Wiedervereinigung 1990 ermöglichte. So wie mehrere Fanclubs des 1.FCK incl. Fanbeirat 1992 Hilfskonvois nach Kroatien und Bulgarien organisierten..

Heuer kann man nur als deutscher Europäer mit pfälzischem Sportkulturverständnis versuchen die Fußballweltmeisterschaft 2022 nach Great Britain holen: Football is coming Home! Nach Europa! Und vielleicht auch in die EU! ;-)



Beitragvon Alex76 » 20.04.2019, 23:09


Als Besitzer eines WM-Stadions sollte die Stadt Kaiserslautern auch die nächsten Weltmeisterschaften oder Olympischen Spiele verfolgen, um Ideen zu entwickeln oder neue Anregungen zu bekommen. Auch neue Kundengruppen generieren. Im Optimalfall würde man das Fritz-Walter-Stadion als Vorzeigeprojekt für künftige Weltmeisterschaften bewerben.

V. Nächste Weltmeisterschaften: Katar 2022 (2026). Und in Saudi Arabien?

Ich wage einen Blick in die FIFA-Glaskugel und gehe davon aus, dass die nächste Weltmeisterschaft 2022 in Groß Britannien stattfinden wird. Die Wahrscheinlichkeit dürfte bei 66% liegen. Katar wird dann die Weltmeisterschaft 2026 austragen. Ob mit oder ohne Saudi Arabien?! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Heißt, dass Katar (und Saudi Arabien) im Mutterland des Fußballs nochmals Einblicke in den Traditionssport gewinnen könnte(n), um dann 2026 ein tolles Ereignis auf die Beine stellen zu können. Für ein Fußballentwicklungsland die Möglichkeit nochmals vier weitere Jahre eine gute Mannschaft zu bilden und die eigenen Spieler qualitativ auszubilden.

Aktuell echauffieren sich doch die meisten traditionellen Nationen an der Winter(Weihnachts-) veranstaltung. Statt Bier und 30 Grad, dann Glühwein mit Schneeverwehungen. Eine respektvolle verständnisvolle Weltmeisterschaft ist so doch nicht gewährleistet. Anders sieht es bei einer Verschiebung aus, dann wären mit Sicherheit die vielen Kritiker milde(r) gestimmt, so dass einer tollen Winterweltmeisterschaft 2026 nichts mehr im Wege stehen würde.

2030 würden dann die Weltmeisterschaften in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen werden, die eigentlich für 2026 geplant waren.

VI. Die EU: Wo sind die Vorteile?

Mittlerweile bietet die EU Möglichkeiten über den EFRE-Fonds (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), den ESF (Europäischer Sozialfonds) bzw. Erasmus-Fonds spezifisch projektbezogene Fördermittel zu beantragen, so dass der Eigenanteil für Investitionen zwischen 20-40% liegen würde, während die EU 60-80% der Kosten übernehmen könnte.

Damit wird man das aktuelle Fritz-Walter-Stadion nicht direkt finanzieren können. Auch keine Gelder der GmbH & Co.KGaA zukommen lassen. Vielmehr geht es darum die Infrastruktur aufzubessern, um eine wettbewerbsfähige Gesamtstruktur anzubieten:

Stadionnah könnte man eine Kooperation initiieren, die das Stadion quasi 365 Tage im Jahr nutzbar und ertragreich macht. Stadionfern bzw. Nachwuchsleistungszentrumnah könnte man ein kleineres Stadion bauen, welches Anlaufpunkt für Touristen wäre, gleichzeitig aber auch die Amateure und die A-Jugend beherbergt.




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