Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Thomas » 02.03.2020, 17:32


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Stadtrat stimmt reduzierter FCK-Stadionpacht zu

Was lange währt, wird endlich gut: Der Stadtrat Kaiserslautern hat heute die reduzierte Stadionpacht des 1. FC Kaiserslautern für die Saisons 2020/21 und 2021/22 freigegeben. Damit hat der FCK einen wichtigen Schritt zur Lizenz für die kommende Drittliga-Saison gemacht.

Gleich zu Beginn der heutigen Sondersitzung im Stadtrat Kaiserslautern berichtete Oberbürgermeister Klaus Weichel von weiteren, diesmal erfolgreichen Verhandlungen mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in den letzten Tagen: Dabei konnte Weichel erreichen, dass die ADD das bereits genehmigte Sonderzuschussbudget zum Ausgleich der reduzierten FCK-Stadionpacht nochmals erweitert. Bis zum 31. Dezember 2020 hatte die Aufsichtsbehörde bereits die Freigabe erteilt, nun wurde diese Entscheidung bis zum 30. Juni 2021 ausgeweitet - also für die komplette Fußball-Saison 2020/21. Dieser Zeitraum ist entscheidend für den Verein und somit auch für die städtische Stadiongesellschaft.

Die Entscheidung: 31:7 Stimmen für die reduzierte Stadionpacht

Vor diesem aktualisierten Hintergrund beantragte Weichel ("Dies ist ein Schadensbegrenzungs-Modell") eine Aufhebung des bisher geltenden Vorbehalts im Stadtrat für die Saison 2020/21 sowie auch für die seitens der ADD noch unbeantwortete Saison 2021/22. Dem Antrag auf Pachtreduzierung stimmte der Stadtrat nach rund 90-minütiger Sitzung, in denen verschiedenste Argumente diskutiert wurden, mit 31 zu 7 Stimmen zu. Elf Stadträte enthielten sich ihrer Stimme.

Der vollständige Antrag der Stadiongesellschaft, der weitgehend identisch mit dem Antrag des 1. FC Kaiserslautern von Februar ist, wurde vorab im Ratsinformationssystem der Stadt Kaiserslautern veröffentlicht und ist hier nachlesbar:

» Zum Download: Der Antrag der Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH

Im Wesentlichen enthält die heutige Entscheidung mit Blick auf den FCK folgende fünf Punkte, denen von Seiten des Stadtrats nun die Zustimmung erteilt wurde:

1.) Die Stadionpacht wird für die Saisons 2020/21 und 2021/22 von regulär 3,2 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro (in der 2. Bundesliga) bzw. 625.000 Euro (in der 3. Liga) abgesenkt. In der 3. Liga sind dies 200.000 Euro mehr als bisher.

2.) Ebenfalls neu: Bei Erfolgen im DFB-Pokal erhält die Stadiongesellschaft vom FCK je 40 Prozent der Erlöse aus der 2. und 3. Runde.

3.) Sollte der FCK in der 3. Liga einen Zuschauerschnitt von 21.000 übertreffen, erhielte die Stadiongesellschaft 100.000 Euro zusätzlich. Bisher lag diese Grenze bei 19.000 Zuschauern im Schnitt.

4.) Der FCK gibt Flächen im Stadion zur Nutzung für die Stadt frei, welche nicht für den regulären Spielbetrieb benötigt werden - zum Beispiel den Logenturm Ost.

5.) Die Stadt Kaiserslautern erhält Sponsoringleistungen im Wert von 100.000 Euro vom FCK, unter anderem Werbebanden und bis zu 100 Freikarten pro Spiel für soziale Einrichtungen.


Keine FCK-Aktien als Kompensation für die Stadt

Nicht mehr enthalten ist die frühere Forderung von OB Weichel nach FCK-Aktien als Gegenleistung für die Pachtreduzierung. Dieser Vorschlag wurde von Seiten des Vereins strikt abgelehnt, weil dann erstens die Stadionpacht nicht mehr marktkonform sei und zweitens der Rückzug von Investoren und infolgedessen eine Insolvenz drohen würde.

Dennoch wurden auch zugunsten der Stadt Kaiserslautern und der Stadiongesellschaft einige Punkte beschlossen, die so weitgehend auch schon aus früheren Entscheidungen bekannt sind:

1.) Der FCK hat sicherzustellen und gegenüber der Stadiongesellschaft nachzuweisen, dass seine wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltig verbessert und seine Einsparbemühungen weiter optimiert werden.

2.) Die Stadt Kaiserslautern wird der Stadiongesellschaft eine Kapitalrücklage zuführen, mit dem die reduzierte Pacht und die fälligen Zinsen an die kreditgebende Bank ausgeglichen werden können.

3.) Die heutige Entscheidung steht unter dem Vorbehalt, dass der Wirtschaftsprüfer der Stadiongesellschaft, Dr. Jan-Christopher Kling, die Notwendigkeit der Pachtreduzierung seitens des FCK bestätigt. Diese Bestätigung hatte Kling schon bei einer früheren Stadtratssitzung in Aussicht gestellt, allerdings liegen ihm noch nicht alle benötigten Zahlen des Vereins vor.


Stadt soll nochmals beim Land zur finanziellen Hilfe vorsprechen

Eine zusätzlich eingebrachte Resolution, wonach die Stadt Kaiserslautern noch einen weiteren Versuch zur finanziellen Hilfe beim Land Rheinland-Pfalz starten soll, fand heute mit 32 zu 19 Stimmen ebenfalls eine Mehrheit im Stadtrat. Damit wollten die Fraktionen von CDU, FWG und Grünen die Möglichkeit einer längerfristigen Lösung der Stadion-Finanz-Problematik erreichen. Oberbürgermeister Weichel hatte diesen Versuch als quasi hoffnungslos dargestellt, fand mit seiner ablehnenden Haltung aber keine Mehrheit.

Ein Änderungsantrag der Linkspartei, dass der FCK noch zusätzlich zehn Prozent möglicher Investoren-Einnahmen für die Pachtreduzierung abgeben soll, fand mit 3 zu 47 Stimmen deutlich keine Mehrheit. Bei den elf Millionen Euro, die die FCK-Verantwortlichen gerne in den nächsten Monaten generieren möchten, wären dies zusätzliche 1,1 Millionen Euro für die Stadiongesellschaft gewesen. Der ebenfalls im Stadtrat anwesende Soeren Oliver Voigt hatte diesen Antrag wie folgt kommentiert: "Dies kommt für unsere Investoren und somit auch für uns nicht in Frage."

Ebenfalls abgelehnt wurde ein Änderungsantrag der FDP, die Pachtreduzierung aufgrund der Entscheidung der ADD nur für die Saison 2020/21 zu gewähren. 17 zu 31 Stadtratsmitglieder stimmten dagegen - vor allem weil dies die längerfristige Planungssicherheit des FCK einschränken würde.

Endlich eine Einigung nach monatelangen, harten Verhandlungen

Mit der heutigen Entscheidung gehen monatelange Verhandlungen zu Ende, die zwischenzeitlich für viel Aufsehen und einige Misstöne gesorgt hatten. Schlussendlich haben sich aber alle Seiten aufeinander zubewegt, um noch größeren finanziellen Schaden abzuwenden: Der FCK erhöhte sein Angebot nochmals durch feste sowie variable finanzielle Zusagen (siehe oben). Bürgermeister Weichel zog seine umstrittene Forderung nach FCK-Aktien für die Stadiongesellschaft zurück. Und auch die übrigen Mitglieder und Parteien des Stadtrats dürften einige kontroverse Diskussionen geführt haben.

Die komplette Chronologie mit allen Details zu den monatelangen Verhandlungen ist im DBB-Forum nachlesbar: FCK beantragt erneute Reduzierung der Stadionpacht - Stadtrat gibt nach harten Verhandlungen seine Zustimmung.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK beantragt Pachtreduzierung - Stadtrat erteilt Zustimmung


Ergänzung, 19:00 Uhr:

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"Große Erleichterung": Stimmen zur Stadionpacht

Der 1. FC Kaiserslautern kann für die kommenden zwei Saisons mit einer reduzierten Stadionpacht kalkulieren. Geschäftsführer Voigt, der Beiratsvorsitzende Merk sowie Kaiserslauterns Oberbürgermeister Weichel äußerten sich im Anschluss zur positiven Entscheidung des Stadtrats.

"Die Erleichterung ist groß", sagte FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt nach der vierten und entscheidenden Sitzung des Stadtrats zu diesem schwierigen Thema. "Vor allem, weil wir in den letzten Monaten immer wieder mit neuen Überraschungen konfrontiert wurden, habe ich heute gar nicht zwingend mit einer Entscheidung gerechnet. Dass unser Antrag nun sogar vorbehaltlos und für zwei Jahre durchgegangen ist, freut mich erstmal sehr - aber vor allen Dingen gibt es uns Planungssicherheit und die Möglichkeit, unsere nächsten Schritte nun intensiver angehen zu können."

Voigt: "Planungssicherheit für die nächsten Schritte"

Diesem Bild schloss sich auch der FCK-Beiratsvorsitzende Dr. Markus Merk an: "Im Moment ist es ein gutes Gefühl. Aber es ist kein Grund zu jubeln, sondern das war heute nur ein Schritt. Es bleibt ein Ultra-Marathon, in dem wir uns auf einem guten Weg sehen. Wir haben uns von Vereinsseite aus so weit bewegt, wie es irgend möglich war. Mehr geht nicht. Wir waren uns auch unserer Verantwortung für die Bürger der Stadt bewusst. Jetzt haben wir für zwei Jahre Planungssicherheit und können unsere laufenden Investoren-Gespräche weiter intensivieren."

Merk: "Können jetzt die Investoren-Gespräche weiter intensivieren"

Mithilfe der Investoren sollen noch die fehlenden elf Millionen Euro für die kommende Drittliga-Lizenz generiert werden. Hierfür befinden sich Merk, Voigt und Co. im intensiven Dialog mit zwei Investorengruppen: Zum einen handelt es sich dabei um die bekannten pfälzisch-saarländischen FCK-Sponsoren, die bereits vor einem Jahr erste Vereinsanteile gekauft hatten. Und zum anderen wird mit einer noch anonymen Gruppe gesprochen, die beim vergangenen FCK-Heimspiel gegen Zwickau im Fritz-Walter-Stadion war. Merk warnt aber vor zu schnellen Erwartungen: "Es darf aber jetzt bitte keiner denken, dass wir in den nächsten ein, zwei Tagen mit dem nächsten Knaller rauskommen. Wir haben noch zwei Monate Zeit bis zur endgültigen Entscheidung über die Lizenz. Ich bin überzeugt, dass wir es hinkriegen."

Weichel: "Schadensbegrenzung für die Stadt, Planungssicherheit für den FCK"

Erleichtert vom Abschluss der Pachtdiskussion zeigten sich nicht nur die FCK-Vertreter, sondern auch Kaiserslauterns Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel: "Bei dieser Entscheidung handelt es sich ganz klar um Schadensbegrenzung aus Sicht der Stadt. Aber der FCK hat nun endlich die notwendige Planungssicherheit für die Lizenzierung der kommenden Saisons. Ich bin froh, dass es nun doch gelungen ist, die Aufsichtsbehörde davon zu überzeugen, dass dem 1. FC Kaiserslautern nur mit der Gewährung eines Sonderzuschussbudgets für die gesamte Saison 2020/2021 wirklich geholfen werden kann." Zuversichtlich zeigt sich Weichel, dass die noch offene Zustimmung der Aufsichtsbehörde ADD auch für die übernächste Saison 2021/22 erreicht werden kann. Den FCK betrifft dieses Detail nun aber nicht mehr, sondern nur noch die Stadt.

Quelle: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon CrackPitt » 02.03.2020, 17:39


ein kleines Etappenziel ist geschafft. Jetzt können hoffentlich die finalen Gespräche mit den Investoren fortgeführt werden und zum Abschluss gebracht werden.
Vielleicht wird es ja mal eine positive Woche, die mit einem Sieg gegen Meppen den Höhepunkt findet :teufel2:
Dauerkarte Block 9.2 - Betze Supporters



Beitragvon Davy Jones » 02.03.2020, 17:44


Das klingt doch tatsächlich sehr gut, was gerade passiert. Vor allem auch die Planungssicherheit für die nächsten beiden Saisons.
Eine der Forderungen, die mit bis zu 100 Freikarten für soziale Einrichtungen könnte im besten Fall ja sogar neue Fans generieren.



Beitragvon carpe-diabolos » 02.03.2020, 17:44


Nun ist der FCK am Zug, die Investorengespraeche zu finalisieren.
Der Mannschaft dürfte dies nach den schwierigen letzten Wochen einen Schub geben.

Mit der Entscheidung ist auch der zeitliche Rahmen für den Aufstieg gesteckt. Für die Saison gilt alles dem Klassenerhalt unterzuordnen.
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon Oracel » 02.03.2020, 17:51


War das beste was sie haben machen können, nun mal abwarten was weiter noch so passiert. Wenn wir keine Punkte sammeln wird es sowiso bedrohlich Richtung Regionalliga.



Beitragvon Dannyzk » 02.03.2020, 17:54


Hört sich alles gut an. Jetzt muss nur noch das zustande treten was Merk vor 1-2 Wochen sagte. Leistungsträger behalten(Pick, Kühlwetter, Grill und wie auch einige meinen Sickinger), einige Leistungsträger dazu holen, das letzte Drittel endlich bis zum Ende der Saison konstant hinbekommen, dann kann man mit Schommers in die nächste Saison gehen und aufsteigen.

Trotz den Ergebnissen seit Anfang des Jahres, ist hier klar zu erkennen wo der FCK hinsteuern will und wird. Die Euphorie wird bei vielen Fans nach der Sache mit Gerry und den Leistungen aktuell natürlich nicht da sein, aber schon bald wird sich das ändern und wir können hoffentlich in eine positive Zukunft blicken.



Beitragvon Chrisss » 02.03.2020, 17:56


Kompliment an SOV und Co. Klare Kante gezeigt, hart aber fair verhandelt. Ich denke, so lässt es sich arbeiten. :daumen:



Beitragvon wernerg1958 » 02.03.2020, 18:00


Ich nenne es Mal man ist am Punkt Null. Um tatsächlich jetzt die Zukunft am Ende für Stadt und FCK in die richtigen Bahnen zu lenken. Finanziell sind die Weichen gestellt,nun braucht es auch den Erfolg auf dem Platz sonst wird es schwer. Ich danke jetzt schon dem Team Merk für ihren unermüdlichen Einsatz. Nachdem ich meine Mitgliedschaft zum 30.06.2020 beendet habe würde ich gerne in die Fansaeule investieren können.Ich denke auch das wird ab Juli gehen. Glückauf FCK



Beitragvon DevilsRightHand » 02.03.2020, 18:09


Toll toll toll weiter weiter.

Nur durch Arbeit und mühsame Anstrengung,
durch unerbittliche Tatkraft und entschiedene Beherztheit,
bewegen wir uns voran zu besseren Dingen.
Theodore Roosevelt



Beitragvon Miggeblädsch » 02.03.2020, 18:13


Gott sei Dank !!

Eine erste Hürde wurde genommen. Vielen Dank an die Stadträte für die gute Entscheidung und das deutliche Ergebnis.

Was mich besonders freut ist, dass man das nicht als nachhaltige Lösung betrachtet, und das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verliert:

"Eine zusätzlich eingebrachte Resolution, wonach die Stadt Kaiserslautern noch einen weiteren Versuch zur finanziellen Hilfe beim Land Rheinland-Pfalz starten soll, fand heute mit 32 zu 19 Stimmen ebenfalls eine Mehrheit im Stadtrat. Damit wollten die Fraktionen von CDU, FWG und Grünen die Möglichkeit einer längerfristigen Lösung der Stadion-Finanz-Problematik erreichen. Oberbürgermeister Weichel hatte diesen Versuch als quasi hoffnungslos dargestellt, fand mit seiner ablehnenden Haltung aber keine Mehrheit."
Irgendwann geht's los



Beitragvon Zizou91 » 02.03.2020, 18:16


Gute Nachricht für den Fck, es scheint weiterzugehn.

Aber: Es sollten dann auch zwingend alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die Klasse diese Saison zu halten, und dann wirklich spätestens in 2 Jahren aufzusteigen.

Wie das allerdings gelingen soll, ist mir momentan nicht ganz klar.
Haben wir doch in den letzten Spielzeiten in der 3. Liga jeweils einen Top-3 Etat gehabt und spielen jeweils um den Abstieg.

Ebenso wie in Liga 2 einen Mittelfeld-Etat der dann auch zum Abstieg führte.

Hier waren und sind Mittel und Ertrag soweit voneinander entfernt wie die Erde vom Mond, um das jetzt etwas überzogen auszudrücken.

Hier sollte sich schnellstens etwas ändern, sodass wir in eine etwas positivere Zukunft schauen können :!:
"Mentalität schlägt Qualität" Dirk Schuster

"...ich hab mein Lautern-Trikot, da brauch ich kein Bayern-Trikot" Jean Zimmer



Beitragvon carpe-diabolos » 02.03.2020, 18:21


@zizou
Wir spielen nicht um, sondern GEGEN den Abstieg
Aber ich bin sicher, daß meintest du auch...
:lol:
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Beitragvon Devil's Answer » 02.03.2020, 18:47


Ein Schritt in die richtige Richtung. Viele weitere müssen folgen.
Die Stadt ist nicht auf Rosen gebettet und das fehlende Geld schmerzt sicher. Aber wenn es gelingt, den Verein (die KGaA) jetzt wieder hoch zu bringen (in mehrfacher Hinsicht), dann werden alle profitieren.

Noch ein Gedanke, wie das Land sich einbringen könnte. Der Kredit ist erst in 2035 fällig, aber das Land könnte sich jetzt schon erklären, die Rückzahlung zu übernehmen.
Stadt und Verein (die KGaA) kümmern sich um die Zinsen (und zwar mit Hilfe der Rücklage). Das sollte vernünftige Perspektiven eröffnen.

Und für den Verein (die KGaA) wäre die wichtigste Verpflichtung, vernünftig und solide zu arbeiten - keine Dilettanten mehr, keine überzwerchen Höhenflüge. Schritt für Schritt nach oben.
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world



Beitragvon Odenwälder69 » 02.03.2020, 18:50


Freut mich sehr :!: :!:

Schön das es auch sachlich blieb und nicht wieder politische Spielchen getrieben würden!

:danke: an die Stadträte für diese Entscheidung, eine Entscheidung für die Zukunft!

Jetzt noch Meppen weghauen und die Woche ist ganz okay. Ich werde echt bescheiden auf meine alten Tage :daumen: :D


HdE



Beitragvon Michimaas » 02.03.2020, 18:59


Dann erst mal auch grossen Dank an H. Dr Weichel. Er wurde ja hier meist mit Kommentaren unter der Gürtellinie belegt, was nicht immer fair war. Er ist Bürgermeister der Stadt Kaiserslautern und all derer Bürger.
Und anscheinend hat er gerade die letzten Tage - wie zu lesen war - , ohne grossen Tamtam mit der ADD weiterverhandelt und ein positives Ergebnis gebracht !!



Beitragvon rkoehntopp » 02.03.2020, 19:02


Danke an alle Beteiligten, Vorstand und Stadtrat. Gutes Beispiel für erfolgreiche, gemeinsame Arbeit. Hoffe es klappt jetzt auch auf dem Rasen.

Freut mich sehr für Dr. Markus Merk und sein Team.
Danke für eure Arbeit und Besonnenheit in den letzten Tagen.

Ich drücke die Daumen für unsern 1.FCK.



Beitragvon Betzegeist » 02.03.2020, 19:56


Ich bin sehr erleichtert. Großes Danke an die Stadträte, dass sie letztendlich auf parteitaktische Spielchen verzichtet und eine Entscheidung der Vernunft getroffen haben.

Ich hoffe, dass jetzt die Möglichkeit besteht innerhalb der nächsten 2 Jahre eine langfristige Lösung zu finden.



Beitragvon Thomas » 02.03.2020, 20:00


Wir haben die Protagonisten des heutigen Tages zur Entscheidung befragt:

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"Große Erleichterung": Stimmen zur Stadionpacht

Der 1. FC Kaiserslautern kann für die kommenden zwei Saisons mit einer reduzierten Stadionpacht kalkulieren. Geschäftsführer Voigt, der Beiratsvorsitzende Merk sowie Kaiserslauterns Oberbürgermeister Weichel äußerten sich im Anschluss zur positiven Entscheidung des Stadtrats.

"Die Erleichterung ist groß", sagte FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt nach der vierten und entscheidenden Sitzung des Stadtrats zu diesem schwierigen Thema. "Vor allem, weil wir in den letzten Monaten immer wieder mit neuen Überraschungen konfrontiert wurden, habe ich heute gar nicht zwingend mit einer Entscheidung gerechnet. Dass unser Antrag nun sogar vorbehaltlos und für zwei Jahre durchgegangen ist, freut mich erstmal sehr - aber vor allen Dingen gibt es uns Planungssicherheit und die Möglichkeit, unsere nächsten Schritte nun intensiver angehen zu können."

Voigt: "Planungssicherheit für die nächsten Schritte"

Diesem Bild schloss sich auch der FCK-Beiratsvorsitzende Dr. Markus Merk an: "Im Moment ist es ein gutes Gefühl. Aber es ist kein Grund zu jubeln, sondern das war heute nur ein Schritt. Es bleibt ein Ultra-Marathon, in dem wir uns auf einem guten Weg sehen. Wir haben uns von Vereinsseite aus so weit bewegt, wie es irgend möglich war. Mehr geht nicht. Wir waren uns auch unserer Verantwortung für die Bürger der Stadt bewusst. Jetzt haben wir für zwei Jahre Planungssicherheit und können unsere laufenden Investoren-Gespräche weiter intensivieren."

Merk: "Können jetzt die Investoren-Gespräche weiter intensivieren"

Mithilfe der Investoren sollen noch die fehlenden elf Millionen Euro für die kommende Drittliga-Lizenz generiert werden. Hierfür befinden sich Merk, Voigt und Co. im intensiven Dialog mit zwei Investorengruppen: Zum einen handelt es sich dabei um die bekannten pfälzisch-saarländischen FCK-Sponsoren, die bereits vor einem Jahr erste Vereinsanteile gekauft hatten. Und zum anderen wird mit einer noch anonymen Gruppe gesprochen, die beim vergangenen FCK-Heimspiel gegen Zwickau im Fritz-Walter-Stadion war. Merk warnt aber vor zu schnellen Erwartungen: "Es darf aber jetzt bitte keiner denken, dass wir in den nächsten ein, zwei Tagen mit dem nächsten Knaller rauskommen. Wir haben noch zwei Monate Zeit bis zur endgültigen Entscheidung über die Lizenz. Ich bin überzeugt, dass wir es hinkriegen."

Weichel: "Schadensbegrenzung für die Stadt, Planungssicherheit für den FCK"

Erleichtert vom Abschluss der Pachtdiskussion zeigten sich nicht nur die FCK-Vertreter, sondern auch Kaiserslauterns Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel: "Bei dieser Entscheidung handelt es sich ganz klar um Schadensbegrenzung aus Sicht der Stadt. Aber der FCK hat nun endlich die notwendige Planungssicherheit für die Lizenzierung der kommenden Saisons. Ich bin froh, dass es nun doch gelungen ist, die Aufsichtsbehörde davon zu überzeugen, dass dem 1. FC Kaiserslautern nur mit der Gewährung eines Sonderzuschussbudgets für die gesamte Saison 2020/2021 wirklich geholfen werden kann." Zuversichtlich zeigt sich Weichel, dass die noch offene Zustimmung der Aufsichtsbehörde ADD auch für die übernächste Saison 2021/22 erreicht werden kann. Den FCK betrifft dieses Detail nun aber nicht mehr, sondern nur noch die Stadt.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Stadtrat stimmt reduzierter FCK-Stadionpacht zu (Der Betze brennt)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Betzegeist » 02.03.2020, 20:10


Jetzt freu ich mich schon auf den Quante-Kommentar... :D



Beitragvon SEAN » 02.03.2020, 20:20


Betzegeist hat geschrieben:Jetzt freu ich mich schon auf den Quante-Kommentar... :D


Wenn er für das Wohl der Steuerzahler ist, dürfte er mit der Entscheidung zufrieden sein. Was wäre den die Alternative? 100 Millionen Schulden für seine "Steuerzahler"?
Und vor allem viele Millionen Steuereinnahmen, die jährlich fehlen würden.
Scheint die Sonne so warm, trag ich Papier unterm Arm,
scheint die Sonne so heiß, setz ich mich hin und.........



Beitragvon ExilDeiwl » 02.03.2020, 20:47


Zwei gute Entscheidungen heute im Stadtrat und ein wichtiges Zwischenziel für den FCK, das heute erreicht wurde! Nun hat der FCK Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre und ich bin erstmal seit optimistisch, dass wir in Sachen Investoren in absehbarer Zeit zu einer hoffentlich guten Lösung für den FCK kommen werden.

Gut für die Stadt KL ist, dass die ADD die Freigabe für den Sonderzuschuss für die komplette kommende Saison erteilt hat. Ich frage mich, ob es dazu wirklich noch einmal eine weitere Verhandlungsrunde gebraucht hat, oder ob man das nicht von bei der letzten Verhandlung so hätte erzielen können. Nun gut, besser spät als nie.

Wenn jetzt die Resolution von CDU, Grünen und FWG in Mainz etwas bewirkt und an einer dauerhaften und nach vorne gerichteten Lösung gearbeitet wird... ich komme ins Träumen... :teufel2:



Beitragvon babsack » 02.03.2020, 20:49


Sehr gut das man sich wegen der Miete einigen konnte, ein großer Brocken weniger auf dem Weg zur nächsten Saison.

:daumen: :daumen:



Beitragvon Jo1954 » 02.03.2020, 20:57


Betzegeist hat geschrieben:Jetzt freu ich mich schon auf den Quante-Kommentar... :D


Der kommt bestimmt noch, kleine Vorlage der RHEINPFALZ, zum Spiel vom Samstag
...1000 Polizisten und 300 Ordner

Neben den 300 Vereinsordnern im Stadion sind 700 Polizeibeamte, 300 Bundesbeamte, eine Reiterstaffel und ein Hubschrauber in Alarmbereitschaft gewesen. Dabei standen neben den Mannheimer Beamten auch Kollegen des Polizeipräsidiums „Einsatz“ aus Göppingen, des Polizeipräsidiums Stuttgart und Kräfte der rheinland-pfälzischen Polizei an vorderster Front – auf Kosten der Steuerzahler. Am Ende sind neun Festnahmen aktenkundig. Ermittelt wird gegen die sogenannten Fußballfans wegen Beleidigung, Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und gegen das Sprengstoffgesetz.


https://www.rheinpfalz.de/lokal/ludwigs ... an-lagern/



Beitragvon allemann5 » 02.03.2020, 20:57


Michimaas hat geschrieben:Dann erst mal auch grossen Dank an H. Dr Weichel.

Jetzt wird Er sicher Ehrenmitglied beim FCK..... :danke: :bitte:



Beitragvon Talentfrei » 02.03.2020, 21:39


Ich bin nicht aus Kaiserslautern und kenne deshalb auch die Arbeit von Weichel nicht. Aber in der Stadionproplematik hat er sicherlich die undankbarste Rolle. Deshalb sag ich einfach mal Hut ab.




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