Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Miggeblädsch » 29.01.2020, 20:33


LDH hat geschrieben:Ganz ehrlich, ich kann das alles nicht mehr so sehr ernst nehmen. Es ist das übliche Geplänkel vor solch einer Entscheidung. ....


Wichtig ist, dass unsere Vereinsleitung nicht einknickt. Den bestenfalls liebevoll gemeinten Vorschlag Herrn Weichels sollte man völlig ignorieren, denn er ist schlichtweg nicht diskussionsfähig.

Der FCK hat einen Antrag auf Mietminderung gestellt. Von Anteilsabtretung steht da nichts drin.

Über diesen Antrag soll die Stadt nun abstimmen. Punkt. Sie kann ihn akzeptieren oder ablehnen. Mit allen Folgen.
Jetzt geht's los



Beitragvon Maikäferbenzin » 29.01.2020, 21:19


Uiuiui, das geht ja mal wieder hoch her hier im Thread. Ich Spar mir einfach mal irgend eine Schuldzuweisung, davon gab es der Tage genug.

Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es ohnehin nur eine wirklich vernünftige Lösung für die ganze Angelegenheit.
Das Stadion muss zurück in den Besitz des 1.FCK alles andere ist Kokolores.

Wie schaffen wir das?

Ein erster Schritt wäre das öffnen der Fansäule und dann mal sehen was da so zusammen kommt.

Ich vermisse da ganz ehrlich eine belastbare Aussage der neuen Führung.
Es war doch einer der Kernpunkte von Markus Merck, die Säule so schnell wie möglich zu öffnen oder habe ich da eine Wahrnehmungsstörung?
„Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat." :teufel2:



Beitragvon Megazodiac » 29.01.2020, 21:37


Sehe ich auch so, entweder die Stadt setzt die Miete auf ein vernünftiges Maß fest oder wir gehen woanders spielen.

Warum sollten wir der Stadt dafür, dass wir das Stadion Instand halten auch noch Anteile abtreten? Ist ja lächerlich.



Beitragvon GerryTarzan1979 » 29.01.2020, 21:47


@Miggeblädsch, danke erst einmal für deine Beiträge und dass du (nicht nur hier im Forum) für unseren FCK kämpfst. Und das in meinen Augen sehr sachlich, fair, aber auch mit der gewissen Entschlossenheit! :daumen:

Ansonsten ist eigentlich nicht viel zu sagen, leider ist manchmal hier wieder ein schwarz-weiss Denken sichtbar und es wird die Schuld hin und her geschoben.
Ja wer ist denn nun DER Schuldige, oder kann man das gar nicht genau sagen? Und wenn wir ihn (oder mehrere) ausfindig gemacht haben, was hilft uns das jetzt aktuell?
Wir müssen JETZT eine gute Lösung herbeiführen und nicht zu sehr in der Vergangenheit suchen. Auch wenn Weichel (ich sag es mal "zurecht") auf das Entgegenkommen der letzten Jahre anspielt, so muss man einfach den möglichen Schaden in der Zukunft im Blick haben, was es möglicherweise bedeutet, wenn DIE Marke der Stadt über den Jordan geht...

Wie nun die Lösung aussehen könnte, die beiden Seiten hilft kann ich (leider) nicht sagen, da ich mich zu wenig auskenne, aber die Entscheidungsträger sollten im Blick haben, was nun das Beste für die Stadt und den FCK ist. Und eine Stadt ohne FCK ist nicht vorstellbar. An was denkt man denn, wenn man Kaiserslautern hört?

Auch wenn dieser Verein viel verschlungen hat und auch noch viel verschlingtt, so besitzt er immer noch die größte "Strahlkraft" der Stadt.

Im Moment keimt in und um den FCK wieder Hoffnung auf. Man kann diese kleine Aufbruchstímmung erleben. Es wäre schade, wenn man das wieder zunichte macht, weil man sich zu sehr auf Vergangenes stützt.
Seh´ ich aus wie einer, der immer ´nen Plan hat?! Joker aus The Dark Knight
Es lebe K-Town!



Beitragvon Lonly Devil » 29.01.2020, 22:27


GerryTarzan1979 hat geschrieben: ... ...
Im Moment keimt in und um den FCK wieder Hoffnung auf. Man kann diese kleine Aufbruchstímmung erleben. Es wäre schade, wenn man das wieder zunichte macht, weil man sich zu sehr auf Vergangenes stützt.

Es wäre auch Schade, wenn man diese aufkeimende Hoffnung zunichte macht, weil man andere Ziele verfolgt die mit einem 1.FCK nichts gemeinsam haben.

Naja, zumindest für jene, denen der 1.FCK etwas bedeutet.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon GerryTarzan1979 » 29.01.2020, 23:15


Lonly Devil hat geschrieben:
GerryTarzan1979 hat geschrieben: ... ...
Im Moment keimt in und um den FCK wieder Hoffnung auf. Man kann diese kleine Aufbruchstímmung erleben. Es wäre schade, wenn man das wieder zunichte macht, weil man sich zu sehr auf Vergangenes stützt.

Es wäre auch Schade, wenn man diese aufkeimende Hoffnung zunichte macht, weil man andere Ziele verfolgt die mit einem 1.FCK nichts gemeinsam haben.

Naja, zumindest für jene, denen der 1.FCK etwas bedeutet.


Kann man auch so schreiben.

Meinen wohl das Gleiche :wink: :daumen:
Seh´ ich aus wie einer, der immer ´nen Plan hat?! Joker aus The Dark Knight
Es lebe K-Town!



Beitragvon -=knight=- » 29.01.2020, 23:15


carpe-diabolos hat geschrieben:Die Haltung der SPD in Stadt und Land? Franz-Josef Strauß wusste es schon damals:
Eher legt ein Hund einen Wurstvorrat an, als dass die SPD mit Geld umgehen kann!


Der ist gut! :lol:

Kurzfristig schadet das Weichel dem Steuerzahler. Langfristig jedoch schaden die Genossen mit ihrem zutiefst auf Eigeninteressen motiviertem Verhalten der Demokratie.



Beitragvon babsack » 29.01.2020, 23:24


Nur für den Notfall, Wenn man eine Beteiligung der Stadt am FCK vertraglich so gestalten kann, das nur der FCK die Anteile zurück kaufen kann und das auch nur bei ausreichend Finanziellen Rücklagen sodass weder Vereinsführung noch Spielbetrieb gefährdet ist fände ich die Beteiligung gar nicht mal so schlimm.

Dieser Invest wäre mir 100x lieber wie die versprochenen Millionen von Becca.

Damit würde ich dann auch direkt den Vereinswert nach oben korrigieren sodass weitere Investitionen teurer werden.

Sollten irgendwann einmal die 50-1 an Investoren ausgegeben sein und es will ein Anderer weiter investieren, kann man der Stadt KL Ihren Einsatz auch wieder zurück bezahlen.
Dazu muss natürlich vorher alles genau schriftlich fixiert werden, auch die Höhe der Ablöse.

Mal ehrlich aktuell hab ich noch nicht viel von den großen Investoren gesehen und irgendwie muss sich der FCK eben noch mindestens eine Saison in der 3. Liga Finanziell sichern, warum also nicht?
Ich hoffe natürlich das der FCK ende der Saison zu den Aufsteigern zählt und somit dieses Konstrukt hinfällig wird.

Für die 2. Liga hat der FCK ja noch einen Vertrag mit reduzierter Mietminderung.

Dann muss Weichel aber auch mit FCK Schaal und Trikot in die West und sein Auto wird mit FCK Aufkleber neu foliert.



Beitragvon playball » 30.01.2020, 07:32


Aha, der OB der Stadt Kaiserslautern spielt den starken Mann und "verteidigt" die Finanzen der Stadt Kaiserslautern. Dr. Weichel, ein hochanerkannter Fachmann auf seinem Gebiet, promoviert, engagiert und stolz auf sein Amt.

Ich habe hoechsten Respekt vor einer solchen Person und einem solchen Lebenslauf. Doch soweit ich sehe, ist Dr. Weichel ein promovierter Zoologe und Biologe. Ein sehr wichtiges Gebiet, dass ich gerade selbst einmal wieder gesehen habe als ich im Urlaub im einzigartig weltweit geschuetzten Haiparadies getaucht bin und mir von eben solchen promovierten Biologen die Unterwasserwelt erklaeren liess. So lernte ich u.a. das Vorkommen von Galapagoshaien in Mikronesien und hatte das Vergnuegen, diese schoenen Tiere unter Wasser von nahem zu sehen.

Ich schaue zu diesen Personen auf, die sich diesem Tierschutz verpflichtet haben und die ein solches Paradies schuetzen. Ich spende auch dafuer! Doch kaeme ich auf die Idee, diesen Leuten Fragen zu finanziellen Dingen zu stellen, insbesondere zur Return on Investments, schlagenden Leveragerisiken oder Eigenkapitalbeschaffung? Mitnichten.

Doch genau das passiert in Kaiserslautern. Dr. Weichel, in seinem Ausbildungsgebiet sicher grosser Fachmann, ist gezwungen, als Oberbuergermeister der Stadt Kaiserslautern Dinge zu bewerten und zu entscheiden, von denen er wenig Ahnung hat. Und ich frage mich, wer seine Berater sind.

Ja, der FCK kann das Stadion nicht mehr zahlen, bzw. konnte es nie.

Doch das wusste jeder nicht gehirnamputierte Schimpanse schon im Jahr 2002. Die Politik gab Vollgas, um die WM zu bekommen. Die Fans wurden ueberrumpelt (es gab eine Zaunfahne ueber die Westkurve Pro WM 2006 obwohl keiner in der Westkurve wusste, was draufstand). Man hat u.a. Gerhard Herzog in den Verein platziert, eine geistige Luftnummer, die aber das rote Parteibuch in Haenden hielt und Stadt und vor allem Land Einfluss im Verein sicherte. Oft wurde Herzog als "das linke Ohr Becks" bezeichnet.

Kritik seitens einiger Fans ueber Fanbeirat, direkt an den Verein oder in Richtung Politik wurden abgeschmiert. Klassischer Dialog:

Fan Playball: "Die WM Umbaukosten sind zu hoch fuer 4 Spiele. (spaeter waren es 5) Das Stadion hat eine Ueberkapazitaet und wird nie wieder voll. Die Unterhaltungskosten werden explodieren. Wer bezahlt das? Und nebenbei wird der Charakter des Stadions sterben"

Antwort: "Wollen Sie auf das Projekt verzichten"?

Fan Playball: "beantworten Sie bitte meine Frage. Wie sieht es mit den Kosten aus?"

Antwort: "Wollen Sie auf das Projekt verzichten?"

Fan Playball: "unabhaengig des klaren Ja's auf ihre Frage bitte ich Sie, mir die Kostensituation zu schildern"

Antwort: "Das Land, die Stadt und vor allem Fritz Walter sind stolz auf dieses Projekt"

Fan Playball: "und der Verein?"

Antwort: "ich habe jetzt keine Zeit mehr, ueber solchen Firlefanz mit Ihnen zu reden"


Dies ist eine Gespraechsnotiz, die ich gemacht habe. Zweimal gab es das gleiche Gespräch mit Gerhard Herzog. Einmal in Kaiserslautern bevor die WM nach Kaiserslautern vergeben wurde, einmal spaeter nach Jaeggis Amtsantritt bei einem Freundschaftspiel des FCK in Niederbronn, Frankreich, als Eric Gerets vorgestellt wurde.

Gespraeche mit anderen Personen liefen ziemlich aehnlich. Namentlich zu erwaehnen: Frau Annemarie Becker, Juergen Friedrich, Juergen Buehler, Erwin Giebel, Wolfgang Fritz (der einzige, der das "Projekt" kritisch sah).

Jeder lehnte Fragen ab, wich aus. Sogar Jaeggi, eine Person, die von Finanzen null Ahnung hatte, gab zu - das einzige mal, dass ich mit Jaeggi etwas naeher kam - dass er keine Chance habe, aus dem Stadionumbau auszusteigen (nach der Holzmannpleite), es laege aber nicht am Verein. Dr. Ruda ergaenzte in einem persoenlichen Gespraech, dass es "wichtige Stakeholder" gaebe, die die WM in Kaiserslautern wollen.

Folge: Der FCK wurde vergewaltigt und ausgepresst. Der FCK hatte u.a. mit Herzog einen politiktreuen Genossen im Verein, der mithalf, den Vertrag ueber das Stadion sehr zu ungunsten des Vereins zu gestalten. Ein Vertrag, der aus Sicht einiger Juristen von damals, auch von meiner bescheidenen Warte aus, sittenwidrig war. Stadionverkauf zu einem Buchwert (ein Witz, das Stadion war mehr als das doppelte wert), jaehrliche Mietzahlung und darueberhinaus ist der Mieter fuer alle Kosten zustaendig. Bravo: Der FCK war, gelinde gesagt, voll durchgefickt, und das so geschickt, dass man die Auswirkungen erst Jahre spaeter sieht.

Der FCK war ein Opfer, natuerlich mitschuldig, einen solchen Deal unter Druck zu machen, niemals haette man der Politik klein bei geben duerfen. Fritz Walters Gesicht wurde fuer die Kampagne WM 2006 regelrecht missbraucht, es stellte sich dar, als wolle Fritz die WM persoenlich. Wenn ihm einer die volle finanzielle Wahrheit gesagt haette, wie haette Fritz dann reagiert?


Tja, heute zieht man sich elegant aus der Verantwortung. Die Stadt zeigt mit dem Finger auf den Verein oder schiebt Schuld aufs Land. Damals waren Stadt und Land vereint, heute versucht jeder seinen Arsch zu retten.

Lieber Dr. Weichel,

es war die WM fuer das Land und die Stadt. Fritz Walter und der FCK wurden missbraucht. Haetten Sie nur einen kleinen Funken Geschichtswissen, gepaart mit so etwas was man Anstand nennt, wuerden Sie sich dieser Verantwortung stellen und nicht den FCK anpinkeln. *** Ihr seid die Hauptverantwortlichen gewesen fuer den Umbau, nun so tun als haette es der Verein gewollt, und nicht ihr. Der Profiteur war die Stadt Kaiserslautern. Nicht der Verein.


Dann Punkt Nummer 2: die laufenden Kosten des Fritz Walter Stadions.

Im Juni 2003 wurde die Stadion GmbH gegruendet, Gesellschafter, also Eigentuemer ist die Stadt Kaiserslautern. Es gibt seit Jahren 2 Geschaeftsfuehrer.

Ich frage mich: was machen die Leute denn, ausser Geld zu verbraten und NICHTS tun?

Die Stadiongesellschaft ist die geballte Inkompetenz und der Oberbuergermeister tut nichts. Einizge Geldquelle ist die Miete des FCK, ansonsten hat man weder eine Idee, noch eine andere Verwertung.
Schauen wir mal auf den Gesellschaftszweck laut offizieller Homepage der Stadt Kaiserslautern:

Zweck der Gesellschaft:
Förderung der Wirtschaft, insbesondere im Bereich des Sports und der Unterhaltung.
Der Erwerb, Betrieb und die wirtschaftliche Verwertung des Stadions auf dem Betzenberg.
Die ganze oder teilweise Verpachtung des Fritz-Walter-Stadions.
Die Förderung und Unterstützung und der Betrieb von Veranstaltungen im Stadion sowie die Verwendung des Stadions für Spiele eines Clubs der Fußball-Bundesliga und Fußballspiele von nationaler und internationaler Bedeutung. 


Sport und Unterhaltung. Sport ist klar: FCK Spiele. 17 Stueck im Jahr, evtl mal ein Pokalspiel. Alle 5 Jahre ein Laenderspiel.

Und was noch? ich ueberlege, und ueberlege, und ueberlege und ueberlege. Ich sehe nix. Gerade beim Thema Unterhaltung. Nix!

Ich schau nach Schalke, wo Stefan Raab Rallys machte, es einen Biathlonwettbewerb gibt, dazu Rockkonzerte jeglicher Art. Ich sehe das alte Olympiastadion in Muenchen, gefuehrt von der Olympia GmbH, das woechtentlich Veranstaltungen hat. Ich sehe die "Arenen" in Frankfurt oder Koeln, die staendig genutzt werden.

Und der Betzenberg? Wenn nicht Mark Forster was aus Patriotismus unternommen haette fuer Sommer 2020, waere es weiterhin ruhig.

2016 war z.B. die Fussball EM in Frankreich. Warum ist es nicht moeglich, das Stadion und die Trainingsplaetze an einen Teilnehmer zu vergeben? (man erinnere an Leverkusen, die 2006 ihr Gelaende an die Brasilianer gegeben hatten und die Stadt eine unheimliche Aufwertung erfuhr). Warum spielt niemals in all den Jahren auch nur eine grosse Musikband im Stadion, um das Stadion zu fuellen? Warum kann man sonst nicht mal ein sonstiges Event planen? Ziel: Einen Ueberschuss von mehr als 3 Millionen pro Jahr zu machen.

Aber was traeume ich? da braeuchte man a) Fachleute in der Geschaeftsfuehrung der Stadion GmbH und b) einen Oberbuergermeister, der sich einmal um das vorhandene kuemmert.

Nein, ich bewerbe mich nicht um den Posten als Geschaeftsfuehrer der Stadion GmbH. Aber ich weiss, dass ich als Geschaeftsfuehrer mit einem solchen Stadion und dem Willen der Stadt, einiges an Geld machen wuerde, das der Stadt zu gute kommt. Und indirekt dem FCK.

Vielleicht waere eine Kanarienvogelschau der Lauterer Zoologen im Stadion ja mal ein Anfang... Bringt kein Geld, wäre aber ein Anfang.


Summasummarum haben wir zwei Probleme: einen politischen Deal zum WM Ausbau 2006 sowie eine unfaehige politische Fuehrung der Stadt Kaiserslautern. Zur Unfaehigkeit gehoert auch eine offen zur Schau getragene Antipathie des OB gegen den FCK. Man muss sich das mal vorstellen. Der stellt sich hin und sagte schon vor Jahren, "FCK und Stadt sind eine Zweckgemeinschaft". Allein fuer solch einen Satz gehoert einer aus dem Amt gejagt. Man stelle sich mal vor, der Oberbuergermeister von Dortmund wuerde sagen, der BVB und Dortmund seien eine Zweckgemeinschaft. Der OB von Muenchen war immer im Dilemma, rot oder blau zu sein, und mit Ehrlichkeit wurde das immer gehandhabt. Und in Lautern, wo die Verflechtung zwischen Verein und Stadt unnachamlich eng ist, gibt einer so etwas preis. Unglaublich.


Da Dr. Weichel keinen Plan hat, was mit dem FCK passieren kann, wenns man tabellarisch hochgeht (betriebswirtschaftlich ist das ein Return on Investment), und er auch keinen Plan hat, was er mit dem Stadion sonst machen kann, wirft er sich an hoechst laecherliche Plaene zur Vermarktung des Umfelds des Stadions sowie bidert er sich zwielichtigen Investoren an. Dass eine Person wie Becca in Lautern so grossspurig auftritt, kann ja nur funktionieren, weil u.a. Dr. Weichel ihm eine Buehne gibt. Im Hintergrund wird an Deals gebastelt, wiederum zu Ungunsten des FCK, nur um sich fuer einen Moment politisch reinzuwaschen. Die Zeche zahlt dann wiederum der Steuerzahler und natuerlich der 1.FC Kaiserslautern.

Aber naja. Was reg ich mich auf. Wenn ich mich als normale Person aus dem Geschaeftsleben auf die Zucht von Hammerhaien spezialisiere, so ist es ein Erfolg, wenn in 10 Jahren ein Exemplar, irgendwo in einem Zoo geboren wird. Da ich keine Ahnung habe von Hammerhaien habe, werde ich mir ein Wissen aus dem Buch und 2 Beratern aneignen. Und so muss ich es auch unserem promovierten Zoologen nachsehen, wenn er Entscheidungen aus der Wirtschaft treffen will, aber in Sachen Wirtschaft lediglich zwischen Eckstuebchen und Schillerklause unterscheiden kann und dann lediglich zwischen Karlsberg und Parkbraeu waehlen kann.

Schlimm, zu sehen, dass solch eine Person in solch einer Position sitzt und Entscheidungen treffen kann.
Zuletzt geändert von Thomas am 30.01.2020, 10:32, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Unangemessenen moralischen Vergleich entfernt, der zudem vom eigentlichen Thema ablenkt. Forumsregeln beachten und gesunden Menschenverstand einschalten!



Beitragvon nieuffgebbe » 30.01.2020, 08:38


Der FCK sollte einen offenen Brief, möglichst in der Rheinpfalz veröffentlichen. Dabei sollte dem Bürger der Stadt Kaiserslautern dargelegt werden wie es zu dem Finanziellen Desaster gekommen ist und wer da alles in Verantwortung steht.

Auch die Folgen für die Stadt Kaiserslautern, wenn es zu einer Insolvenz des FCK kommen sollte.

Ich bin überzeugt, dass vielen nicht bewusst ist, wer die Verantwortlichen sind.

Vielleicht wird dann auch mal das Land Rheinland-Pfalz tätig.
Um Wunder zu erleben, muss man an sie glauben!



Beitragvon Orschel » 30.01.2020, 08:42


Ich finde besser und treffender kann man es kaum schreiben. Danke @Playball!



Beitragvon wernerg1958 » 30.01.2020, 08:44


@playball, alles richtig! Hut ab :daumen: Nur am Ende die Frage in Sache Dr. Weichel wer hat denn diesen Mann gewählt? Hier steht am Ende auch der Wähler im Fokus und besonders der Wähler welcher auch FCK-Fan und Mitglied ist. Denn die Wähler kamen sicher allesamt einzig aus Kaiserslautern.....................................



Beitragvon JG » 30.01.2020, 08:56


FCK sollte einen offenen Brief, möglichst in der Rheinpfalz veröffentlichen. Dabei sollte dem Bürger der Stadt Kaiserslautern dargelegt werden wie es zu dem Finanziellen Desaster gekommen ist und wer da alles in Verantwortung steht.

Auch die Folgen für die Stadt Kaiserslautern, wenn es zu einer Insolvenz des FCK kommen sollte.

Ich bin überzeugt, dass vielen nicht bewusst ist, wer die Verantwortlichen sind.


Den wenigsten ist das bewusst.
Ich wohne in KL, und 9 von 10 sind der Meinung der FCK ist an seiner Misere alleine Schuld. Das traurige dabei ist, dass viele davon FCK Fans sind.
Der Rheinpfalz sei dank, die ihre Leser einseitig, rot gefärbt, informiert



Beitragvon Betze_FUX » 30.01.2020, 09:44


@miggeblädsch
Ich kann dir die Antwort auf deine
Fragen geben!
Es wurde von SG und Stadt nichts unternommen, weil ja der FCK immer brav und treu bezahlt hat. Folglich war ja keine Notwendigkeit da.
Jetzt hat sich das drastisch geändert....
Der FCK steht für die DNA des deutschen Fussballs
Dirk Eichelbaum, 15.06.2020
COVIDIOT ist keine Beleidigung



Beitragvon Betzegeist » 30.01.2020, 09:49


wernerg1958 hat geschrieben:@playball, alles richtig! Hut ab :daumen: Nur am Ende die Frage in Sache Dr. Weichel wer hat denn diesen Mann gewählt? Hier steht am Ende auch der Wähler im Fokus und besonders der Wähler welcher auch FCK-Fan und Mitglied ist. Denn die Wähler kamen sicher allesamt einzig aus Kaiserslautern.....................................


Nicht sehr viele. Die Wahlbeteiligung bei der letzten OB-Wahl in Lautern lag bei sagenhaften 28 %. Von denen hat Herr Weichel dann ca. 55 % bekommen. Macht unterm Strich keine 12.000 Stimmen.
Becca bleib fort!



Beitragvon GerryTarzan1979 » 30.01.2020, 09:54


@playball, vieles kann ich von deinem Beitrag unterschreiben und gehe inhaltlich ziemlich konform damit.
Finde allerdings deine Ausführung in einigen Teilen eine, in meinen Augen, zu "heftige" Abreibung gegenüber Weichel.
Ich mag ihn auch nicht, und das damalige Statement, dass die Stadt und der FCK nur eine Zweckgemeinschaft sind (mit dem damaligen Gesichtsausdruck), hat meine Meinung zu Weichel bestärkt.
Natürlich muss man den Politikern (und da meine ich alle Verantwortlichen) aufzeigen, dass der FCK nicht der Alleinschuldige an dieser Misere ist. Das darf, nein MUSS man auch in aller Deutlichkeit sagen.
Unsere momentane Situation mit dem Holocaust (bzw. dem bewusst machen) zu vergleichen hat hier in meinen Augen allerdings nichts verloren. Finde, dass man sich hier auf zu dünnem Eis bewegt.
Zudem sollte man Hr. Weichel keinen Vorwurf machen, dass er sich in manchen Dingen aufgrund seiner Qualifikation nicht überschwänglich auskennt. Als Bürgermeister hast du viele Arbeitsfelder, in denen du auch auf Meinungen anderer angewiesen bist. Will jetzt Weichel nicht verteidigen, aber versuchen alles differenzierter zu sehen und nicht alles in GUT und BÖSE zu kategorisieren.
Fakt ist unbestritten, dass die WM dem Verein und der Stadt im Nachgang eher geschadet hat. Und dafür sollte auch das Land Verantwortung tragen. Auch jetzt. Genauso ist es unverständlich, dass das Stadion nicht für andere Zwecke genutzt wird. Und wenn es an der Sicherheit (Fluchtwege etc.) gescheitert ist, so darf man auch mal kopfschüttelnd nachfragen, warum das bei dem Umbau nicht berücksichtigt worden ist. (Allerdings sollten wir uns nichts vormachen, dass wir nicht die Menge an Konzerten oder Events wie in Frankfurt oder Gelsenkirchen austragen könnten)

Auf der anderen bzw. politischen Seite verstehe ich den OB, dass er die Stadt im Blick haben muss. Was hier alles aber Politik ist ist um bestimmte Gruppen milde zu stimmen, kann ich nicht beurteilen, dennoch ist es ja nicht verwerflich, wenn man sich Gedanken um das Ganze macht. Es gäbe auch hier ein Aufschrei, wenn man dem FCK wirklich alles gewähren würde.

Habe schon mal geschrieben, dass ich allerdings das Gefühl habe, dass die Politik nicht den genauen Schaden absehen kann, falls sie das Szenario durchziehen, was sie im Moment evtl. bestreben zu beschließen.

Nicht falsch verstehen, der FCK darf nicht als Alleinschuldiger dargestellt werden und es sollte gerade jetzt von der Politik ein Exempel statuiert werden. Dennoch versuche ich die Beweggründe nachzuvollziehen und zu verstehen was Weichel damit bezweckt. Habe hier dennoch ein ungutes Gefühl dabei, weil ich Weichel nicht einschätzen kann, was er durchzieht und was nicht...

Deswegen appelliere ich an die Stadt, an das Land und auch an den "Verein", dass man hier eine Lösung findet, die allen gerecht wird und die aber nicht zum Schaden des FCK wird. Der FCK und die Stadt kann nur gesunden, wenn man finanziell Luft zum Atmen hat um sportlich einfach erfolgreich zu sein um evtl. aufzusteigen und wieder attraktiver zu werden. (auch hier sind wir natürlich an die Qualifikationen der einzelnen Personen im Verein abhängig)

Wie gesagt, soll nicht inhaltlich als Kritik gelten, sondern eher in manchen Teilen die Form.
Hoffe ich habe mich so ausgedrückt, dass man verstehen kann was ich meine... :wink:
Seh´ ich aus wie einer, der immer ´nen Plan hat?! Joker aus The Dark Knight
Es lebe K-Town!



Beitragvon Mephistopheles » 30.01.2020, 09:59


playball hat geschrieben:
Folge: Der FCK wurde vergewaltigt und ausgepresst. Der FCK hatte u.a. mit Herzog einen politiktreuen Genossen im Verein, der mithalf, den Vertrag ueber das Stadion sehr zu ungunsten des Vereins zu gestalten. Ein Vertrag, der aus Sicht einiger Juristen von damals, auch von meiner bescheidenen Warte aus, sittenwidrig war. Stadionverkauf zu einem Buchwert (ein Witz, das Stadion war mehr als das doppelte wert), jaehrliche Mietzahlung und darueberhinaus ist der Mieter fuer alle Kosten zustaendig. Bravo: Der FCK war, gelinde gesagt, voll durchgefickt, und das so geschickt, dass man die Auswirkungen erst Jahre spaeter sieht.



Dies ist eine sehr interessante Passage: der Verkauf des vereinseigenen Stadions und des dazu gehörenden Geländes zu einem wohl viel zu niedrigen Preis. :shock:
Zuletzt geändert von Mephistopheles am 30.01.2020, 10:18, insgesamt 2-mal geändert.



Beitragvon DerRealist » 30.01.2020, 10:01


Der "Beitrag" von playball disqualifiziert sich mal wieder von selbst.
Manche haben es immer noch nicht kapiert.
Kaum ernstzunehmen.

Manchen sollte man wirklich die Tastatur wegnehmen in ihrer manischen Art.



Beitragvon Strafraum » 30.01.2020, 10:11


Hätte mal eine Frage:

(Szenario) Der FCK sucht eine andere Spielstätte (z.B. Pirmasens), somit kommt dies einer Kündigung des Mietverhältnisses gleich. Bedeutet Umzug der Geschäftsstelle etc. in ein anderes Gebäude. Betrifft dann die Kündigung auch den Fröhnerhof ( Denke da an eine Ausweichmöglichkeit zum trainieren). Wäre das zu realisieren und hätte der FCK dadurch etwas gewonnen und somit der Stadt eins vor den Latz geknallt? Sagen wir mal einen Warnschuss ?

Könnte auch nach hinten los gehen, aber es ist so ne Idee. Allerdings gehört für mich der Betze zum FCK und der FCK zum Betze und somit zum Fritz-Walter-Stadion.....
Der Pfad der Gerächten ist von beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyranneien böser Männer!



Beitragvon GerryTarzan1979 » 30.01.2020, 10:13


DerRealist hat geschrieben:Der "Beitrag" von playball disqualifiziert sich mal wieder von selbst.
Manche haben es immer noch nicht kapiert.
Kaum ernstzunehmen.

Manchen sollte man wirklich die Tastatur wegnehmen in ihrer manischen Art.


Warum? Kannst du das mal bitte erklären?
Seh´ ich aus wie einer, der immer ´nen Plan hat?! Joker aus The Dark Knight
Es lebe K-Town!



Beitragvon Meistermannschaft » 30.01.2020, 10:16


DerRealist hat geschrieben:Der "Beitrag" von playball disqualifiziert sich mal wieder von selbst.
Manche haben es immer noch nicht kapiert.
Kaum ernstzunehmen.

Manchen sollte man wirklich die Tastatur wegnehmen in ihrer manischen Art.


...der gleichen Ansicht bin ich auch, gebe mir mal Deine Adresse, damit ich sie DIR abnehmen kann!

playball ist jemand der hier ganz klar die Finger in die Wunde legt und aufzeigt wie es überhaupt soweit kommen konnte, JEDER der zu dieser Zeit schon das ganze verfolgt hat, wird dem zustimmen können, denn genauso ist es abgelaufen!
Wenn man aber dem ganzen nicht mehr folgen kann, dann kommt so ein Spruch wie " er hat es immer noch nicht kapiert". Dann erkläre doch ihm und uns mal was er bzw. wir nicht kapieren! Genauso wie Du immer hinter der alten Führung gestanden hast und ja immer noch stehst (gelle :oops: ) schreibst Du auch hier wieder nur Schwachsinn!



Beitragvon shaka v.d.heide » 30.01.2020, 10:16


DerRealist hat geschrieben:Der "Beitrag" von playball disqualifiziert sich mal wieder von selbst.
Manche haben es immer noch nicht kapiert.
Kaum ernstzunehmen.

Manchen sollte man wirklich die Tastatur wegnehmen in ihrer manischen Art.


Ok,ok,
ich geb dir recht dass Haie (vielleicht) und der Holocaustvergleich daneben sind.
Aber:
Was hast du an den,das Stadion(und seiner Nutzung) betreffenden Punkten auszusetzen bzw. zu korrigieren?
Wenn du den Beitrag schon kritisierst könntest du vielleicht zu den sachlichen Punkten Stellung beziehen und uns deine Sicht der Dinge näherbringen.
Das wär fit.



Beitragvon Orschel » 30.01.2020, 10:19


DerRealist hat geschrieben:Der "Beitrag" von playball disqualifiziert sich mal wieder von selbst.
Manche haben es immer noch nicht kapiert.
Kaum ernstzunehmen.

Manchen sollte man wirklich die Tastatur wegnehmen in ihrer manischen Art.


Disqualifiziert sich von selbst? Das ist interessant, erschliesst sich mir aber nicht wie Du darauf kommst. Wie wäre es wenn Du das einfach mal niederschreibst und mich erleuchtest?

Ich bin wirklich gespannt...



Beitragvon Mephistopheles » 30.01.2020, 10:21


Playball vergleicht das Thema Stadion und Holocaust gerade NICHT! Er sagt nur, dass in beiden Fällen die Vergangenheit aufgearbeitet werden muss!



Beitragvon Jannemann » 30.01.2020, 10:31


Ich komme ehrlich gesagt nicht aus KL sondern wohne in NRW, kann dementsprechend auch beide Seiten verstehen, die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte.
Was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann ist diese einseitige Berichterstattung die jetzt schon über Jahrzehnte andauert. Überall in Deutschland hört man Kommentare, dass der FCK ja nur von Steuergeldern lebt und es uns ohne die Stadt/das Land nicht mehr geben würde.
Warum wurde von Vereinsseite noch nie eine Richtigstellung formuliert, in er man z.B. die bis jetzt bezahlte Pacht, die Instandhaltungskosten und gezahlten Steuergelder addiert? In diesem Zusammenhang könnte man ja auch noch mal dieses ominöse Finanzierungskonstrukt der Stadion GmbH beleuchten.
Was seit etlichen Jahren hier passiert ist ja quasi Rufmord und das weit über die Grenzen von RLP hinaus. Bin mal gespannt ob wir diesen Ruf jemals wieder loswerden..




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