Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon wernerg1958 » 18.01.2020, 17:58


@sennahoj, unn dann? Es muss eine Loesung geben die dem FCK das Stadion gibt. Die Stadt muss es los werden und der FCK braucht es an dieser Loesung muessen alle arbeiten und so dass alle weiter leben können alles andere ist "toedlich" fuer alle!



Beitragvon Satanische Ferse » 18.01.2020, 18:15


Mehr als angebracht, dass Harald Layenberger nochmals explizit auf den großen Stellenwert des FCK hinweist. Der FCK ist - der - Werbeträger für die Stadt Kaiserslautern. Immer noch! Ein Bekannter von mir wurde im Urlaub im Krankenwagen bei der Aufnahme der Personalien sofort auf den FCK angesprochen. Anderen wird es in ähnlichen Konstellationen ähnlich ergehen.

Weichel sollte mal die Verantwortlichen für Stadtmarketing fragen, welchen finanziellen und logistischen Aufwand die Stadt betreiben müsste, um einen Effekt zu erzielen, der dem des Bekanntheitsgrades des Fritz-Walter-Vereins nahe kommen könnte. Wie lange das überhaupt dauern würde und wie hoch die Wahrscheinlichkeit anzusiedeln ist, dass das überhaupt einen nennenswert spürbaren Erfolg einfahren würde.

So einen Werbeträger gibt man doch nicht einfach mal so auf, wenn man ganz bei Trost ist. Jeder weiß, wie schnell das Stadion wieder voll ist, wie die Begeisterung im FCK-Umfeld wieder spürbar hochkocht, wenn auf dem grünen Rasen die Post abgeht. Eine erste Kostprobe davon können wir vielleicht schon Anfang Februar gegen die Düsseldorfer Fortuna erleben.
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon SEAN » 18.01.2020, 18:23


Satanische Ferse hat geschrieben:Mehr als angebracht, dass Harald Layenberger nochmals explizit auf den großen Stellenwert des FCK hinweist.

Und er hat das auch in vernünftiger Ausdrucksweise gemacht. Das wird ihm ja oft vorgeworfen, mit der Tür ins Haus zu fallen.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon EchterLauterer » 18.01.2020, 19:00


Sennahoj hat geschrieben:Hat jemand von euch Lust mir zu erklären, was gegen ein Szenario spricht, dass die Stadt (Betreiberfirma) dem FCK das Stadion zurückgibt und dafür, sagen wir mal 40-49 % der Anteile erhält?


Schon allein die Tatsache, daß der e.V. 50,x% der Anteile halten muß wegen 50+1-Regel und wir in dem Falle keine Möglichkeit mehr hätten, in irgendeiner Form Eigenkapital durch Aktienverkäufe zu generieren, die Fansäule wäre dann ebenfalls tot.
(Und ein paar Anteile haben wir ja bereit verkauft).

Und nach Ablauf des Kredits hätte dann der FCK 51-60% der Kreditsumme am Hals und wäre anschließend höchstwahrscheinlich bankrott (falls wir das Geld bis dahin nicht sowieso aus den Erlösen des CL-Finals gegen Barcelona bezahlen können).

Und ob die Stadt das überhaupt darf, steht sicherlich irgendwo im kommunalen Haushaltrecht. Oder im Kreditvertrag, der sicherlich noch Klauseln enthält, was mit dem Kredit passiert, wenn der Eigentümer des Stadions plötzlich nicht mehr "der Staat" sondern ein Privatunternehmen ist und die wir noch gar nicht kennen. Die ach so "günstige" Finanzierung konnte damals ja nur deshalb gegeben werden, WEIL "der Staat" dahintersteckt und 100% bürgt. Wir sollten zuversichtlich davon ausgehen, daß es da auch wieder irgendwelche Fallstricke gibt, schließlich wurde der Kredit von den damals größten herumlaufenden Koniferen eingefädelt!
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.



Beitragvon Satanische Ferse » 18.01.2020, 19:26


SEAN hat geschrieben:
Satanische Ferse hat geschrieben:Mehr als angebracht, dass Harald Layenberger nochmals explizit auf den großen Stellenwert des FCK hinweist.

Und er hat das auch in vernünftiger Ausdrucksweise gemacht. Das wird ihm ja oft vorgeworfen, mit der Tür ins Haus zu fallen.


An der Seriosität von Harald Layenberger gibt es keine Zweifel. Auch wenn das von gewisser Seite gerne anders gestreut wird. Und nebenbei - er ist ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Harald Layenberger hat Temperament und das Herz auf der richtigen Seite. Einen solchen Hauptsponsor kann man sich nicht backen.

Auf der Veranstaltung in der Kammgarn war ich persönlich selbst anwesend. Hatte Patrick Banf eine Frage gestellt, die der nicht beantwortete, sodass ich ihn auffordern musste, doch bitte bei der Frage zu bleiben. Das war eine Zumutung für die anwesenden Leute. Erst als dann Herr Banf das Wort "ehrlich" in den Mund nahm, da ist Herr Layenberger aus dem Sattel. Und zwar berechtigt!
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon Mosel90teufel » 18.01.2020, 20:16


.... ich habe null Ahnung von diesem wirtschaftlichen Scheiss aber unser Hauptsponsor hat mMn 100 %ig Recht !
Ich weiss aber auch definitiv was passiert, wenn die Mannschaft funktioniert und die Fans merken, dass die nicht mehr von diesen Spielern mit ihren ehrlosen Kein-Bock-Leistungen verarscht ( !) werden :
Der Betze wird auch in der 3. Liga immer voller … der Wirtschaftsfaktor Nr. 1 in dieser Stadt ( ! ) wird sogar in der 3. Liga einen höheren Zuschauerschnitt wie die meisten anderen Vereine aus der 2.Liga ,sogar mehr wie einige aus der 1. Liga HABEN !
Das ist FAKT,darüber kann es keine 2 Meinungen geben !

Und mit vollen Rängen sollte man schon gegen Aspach anfangen …!!!

Ehrgeizige Spieler = Siege = volle Ränge = höhere Einnahmen = Sponsoren und Investoren leichter zu begeistern und zu überzeugen = Einnahmen an denen die Stadt KL auch verdient … !

Ob man auf diesen Becca als (möglichen) Geldgeber verzichten kann , kann ich nicht beurteilen … da muss man dann wohl auf den internationalen Klang von Markus Merk hoffen und vertrauen, dass der das irgendwie geregelt kriegt ….

:schild: :schild: :schild:
Zuletzt geändert von Mosel90teufel am 18.01.2020, 20:20, insgesamt 3-mal geändert.



Beitragvon SEAN » 18.01.2020, 20:17


Satanische Ferse hat geschrieben: Veranstaltung in der Kammgarn

Die Veranstaltung hatte ich mir damals im Internet angeschaut. Ein Wahnsinn, was dort für ein schlechtes Bild hinterlassen wurde, das hatte schon was von "Defizit an Durchblick". Schon damals hätte dringendst die Reißleine gezogen werden müssen. Die Krönung war ja, als Banf "Geschichten" über Rainer Kessler erzählen wollte, und der sich dann aus dem Publikum meldete.
Sagte Harry Berg nicht dort das es ihm vorkomme nur eingeladen worden zu sein, um die Zündschnur anzustecken?
Einen solchen Hauptsponsor kann man sich nicht backen.

Das denke ich auch. Er hat schon vieles von der alten AR Spitze einstecken müssen, das hätte sich kaum ein anderer gefallen lassen. 99% hätten da die Leine gezogen, und wären mit sofortiger Wirkung zurück getreten.
Ich hab mal auf Facebook einiges einstecken müssen, als ich ihn überspitzt ein Stück weit mit Uli Hoeneß verglichen hab. Beide haben nie was auf ihren Verein kommen lassen, und immer verteidigt. So Leute braucht man im Verein und auch wenn ich mich da aus dem Fenster hänge, wenn er mal in Rente geht, könnt ich ihn mir gut im AR oder Ehrenrat vorstellen.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon wiwu » 18.01.2020, 20:43


Ich möchte hier dem ein oder anderen nur kurz die Problematik mit dem Stadion und der Abhängigkeit von der Stadiongesellschaft kurz darlegen. Es ist meine eigene laienhafte Interpretation, aber da es immer wieder Forderungen gibt mit z.B. Rückbaumaßnahmen die Kosten uz senken, möchte ich die Problematik im Kern kurz darstellen.
Die Pacht die die Stadiongesellschaft auf ca. 3,2 Mio Euro pro Jahr ansetzt ist nicht profitorientiert, sondern deckt die geringen Verwaltungsgebühren ihrer eigenen Tätigkeit und und führt den Großteil davon an die Stadtsparkasse KL ab, die den Kredit zu seinerzeit marktüblichen Zinsen abgeschlossen hat. Der FCK zahlt zusätzlich die Betriebskosten des Stadions.
Die Kreditsumme beläuft sich auf rund 60 Mio. Euro und ist seit Jahren meines Wissens nach konstant, da keine Tilgung erfolgt. Heißt, man zahlt nur Zinsen aber keinen Kredit zurück.
Beantragt der FCK bei der Stadt (alleinige Eigentümerin der Stadiongesellschaft) eine reduzierte Pacht wurde dem FCK dies in der Vergangenheit durch Stundung gewährt. D.h. die stadt kam für die Zinsen an die Bank auf und vereinbarte mit dem FCK Rückzahlung in wirtschaftlich besseren Zeiten.
An anderer Stelle nun also ein neues Stadion zu errichten macht also wenig Sinn, da man jeglichen Kredit bei der Stadt verspielt hätte, da diese letztlich den Kredit abbezahlen müsste.



Beitragvon Satanische Ferse » 18.01.2020, 22:27


Layenberger weist auch zurecht darauf hin, dass über Schuldzuweisungen keine Probleme gelöst werden. Aber: Es geht schon um Verantwortung. Und da hält man sich von Seiten der Stadt und dem Land sehr vornehm zurück. Daher verläuft die Diskussion scheinheilig einseitig.

Der Mannheimer Morgen weist daher aus gutem Grund auf die damals "treibenden" Kräfte Deubig und Beck hin. Wieso liest man so etwas nicht in der Rheinpfalz? Die sollten doch näher am Geschehen sein als diese Zeitung aus Baden-Württemberg...

Bin mir sicher, dass dem Gros der Bevölkerung in RLP nicht bekannt ist, dass dann im Jahr 2036 für das Stadion kein Cent abbezahlt worden ist. Und der Alptraum Stadionfinanzierung dann in die nächste Runde geht. Und wer weiß schon, dass der FCK als Mieter für die Betriebskosten und Instandhaltung des Stadions finanziell aufkommt. Wäre das allen klar, dann gäbe es eine völlig andere Diskussion, denn dieses völlig vermurkste Finanzkonstrukt ist nicht in den Köpfen der Wähler verankert.

Die bisherigen FCK-Führungskräfte waren bisher viel zu passiv. Haben sich unnötigerweise in die Position des Bittstellers drängen lassen, ganz als wäre nur der FCK an dieser ganzen Misere schuld. Ein großer Fehler diese Haltung.

Und da vonseiten des Vereins keinerlei Druck aufgebaut wurde, sah sich die politisch-administrative Seite auch nie gefordert der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken bzw. eine nachhaltige Lösung der Problematik anzustreben.

Auch in der aktuellen Situation wieder einmal nicht. Denn der Vorschlag von Weichel ist völlig unausgereift; das ist alles andere als professionell. Und mit so etwas traut sich der OB an die Öffentlichkeit, weil er es so schön populistisch verpackt hat. Damit lässt sich Stimmung machen, auf Kosten des FCK.
Aber was Weichel vorschlägt ist wieder nur Stückwerk. Wieder wird die Lösung des Problems auf die lange Bank geschoben und der nächsten Generation zum Fraß vorgeworfen.
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon Der Niederrheiner » 19.01.2020, 00:51


Alle verantwortlichen Kommunalpolitiker und auch Landespolitiker sollten sich einfach mal die ganz banale Frage stellen, was das Städtchen Kaiserslautern von anderen ähnlich großen Städtchen wie z.B.: Marl, Bottrop, Herne, Mühlheim, Recklinghausen, Dinslaken, Dorsten, Gladbeck usw. unterscheidet... und warum fast jeder in Deutschland und Europa Kaiserslautern im Gegensatz zu den vergleichbaren anderen Städtchen kennt. Ich kann nur auch in Eurem eigenen Interesse appellieren: Werft dieses Alleinstellungsmerkmal „FCK“ nicht leichtfertig weg und bemüht Euch zusammen mit den Vereinsverantwortlichen um eine nachhaltige Lösung der Stadiinfrage! Wir echten Pfälzer (egal wo es uns im Laufe der Jahre auch hin verschlagen hat) werden es Euch in großer Mehrzahl danken!



Beitragvon Scrooge McDuck » 19.01.2020, 00:59


wiwu hat geschrieben:Die Pacht die die Stadiongesellschaft auf ca. 3,2 Mio Euro pro Jahr ansetzt ist nicht profitorientiert, sondern deckt die geringen Verwaltungsgebühren ihrer eigenen Tätigkeit und und führt den Großteil davon an die Stadtsparkasse KL ab, die den Kredit zu seinerzeit marktüblichen Zinsen abgeschlossen hat.

Mal davon ab, dass die Stadionfinanzierung eine etwas längere Geschichte als nur die Stadtsparkasse hat: Du glaubst ernsthaft, dass eine Sparkasse mit Gesamtkreditforderungen von 750 Millionen alleine einen 65-Millionen-Kredit stemmt, ohne dass da bei der Bafin alle Alarmglocken angehen?
Vigilo confido.



Beitragvon LM2608 » 19.01.2020, 03:58


EchterLauterer hat geschrieben:
Sennahoj hat geschrieben:Hat jemand von euch Lust mir zu erklären, was gegen ein Szenario spricht, dass die Stadt (Betreiberfirma) dem FCK das Stadion zurückgibt und dafür, sagen wir mal 40-49 % der Anteile erhält?


Schon allein die Tatsache, daß der e.V. 50,x% der Anteile halten muß wegen 50+1-Regel und wir in dem Falle keine Möglichkeit mehr hätten, in irgendeiner Form Eigenkapital durch Aktienverkäufe zu generieren, die Fansäule wäre dann ebenfalls tot.
(Und ein paar Anteile haben wir ja bereit verkauft).

Und nach Ablauf des Kredits hätte dann der FCK 51-60% der Kreditsumme am Hals und wäre anschließend höchstwahrscheinlich bankrott (falls wir das Geld bis dahin nicht sowieso aus den Erlösen des CL-Finals gegen Barcelona bezahlen können).

Und ob die Stadt das überhaupt darf, steht sicherlich irgendwo im kommunalen Haushaltrecht. Oder im Kreditvertrag, der sicherlich noch Klauseln enthält, was mit dem Kredit passiert, wenn der Eigentümer des Stadions plötzlich nicht mehr "der Staat" sondern ein Privatunternehmen ist und die wir noch gar nicht kennen. Die ach so "günstige" Finanzierung konnte damals ja nur deshalb gegeben werden, WEIL "der Staat" dahintersteckt und 100% bürgt. Wir sollten zuversichtlich davon ausgehen, daß es da auch wieder irgendwelche Fallstricke gibt, schließlich wurde der Kredit von den damals größten herumlaufenden Koniferen eingefädelt!


Das stimmt einfach nicht.
Der FCK kann soviel Aktien verkaufen wie er möchte. Das hat nichts mit 50 plus 1 zu tun.
Der FCK kann rein theoretisch 99 Prozent Aktien gegen das Stadion tauschen und dann später das 1 Prozent an die Fans für 100 Millionen.
Die Aktien sind das Wert was jemand dafür bezahlt und der FCK kann davon so viele verkaufen wie er will.

Dein Szenario, dass der FCK 50 Aktien an die Stadt gibt und dafür das Stadion bekommt, wäre der yJackpott für den FCK meiner Meinung nach.



Beitragvon EchterLauterer » 19.01.2020, 10:34


LM2608 hat geschrieben:Das stimmt einfach nicht.
Der FCK kann soviel Aktien verkaufen wie er möchte. Das hat nichts mit 50 plus 1 zu tun.
Der FCK kann rein theoretisch 99 Prozent Aktien gegen das Stadion tauschen und dann später das 1 Prozent an die Fans für 100 Millionen.
Dein Szenario, dass der FCK 50 Aktien an die Stadt gibt und dafür das Stadion bekommt, wäre der yJackpott für den FCK meiner Meinung nach.


Du solltest das ganz dringend dem Herrn Kind oder dem Herrn Ismaik sagen, wie das geht!

Lehrerin: 40% von Euch haben das mit der Prozentrechnung nicht verstanden.
LM2608: Aber Frau Lehrerin, so viele sind wir doch gar nicht!

You Made My Day! Und das vor dem Frühstück!
Und wenn dann alle Aktien verkauft sind, dann drucken wir einfach frische!
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.



Beitragvon Miggeblädsch » 19.01.2020, 12:07


EchterLauterer hat geschrieben:
Sennahoj hat geschrieben:Hat jemand von euch Lust mir zu erklären, was gegen ein Szenario spricht, dass die Stadt (Betreiberfirma) dem FCK das Stadion zurückgibt und dafür, sagen wir mal 40-49 % der Anteile erhält?


......... Und nach Ablauf des Kredits hätte dann der FCK 51-60% der Kreditsumme am Hals .....


@EchterLauterer: Nein, wenn die Stadiongesellschaft dem FCK das Stadion zum Marktpreis verkaufen würde und als Kaufpreiszahlung Anteile dafür erhält, wie @Sennahoj vorschlägt, wäre das sogar die beste aller Lösungen. Mit der Rückzahlung des Kreditbetrages hat der FCK nämlich absolut nichts zu tun. Der bleibt bei der Stadiongesellschaft. Die Stadiongesellschaft ist Darlehensnehmerin, die Stadt ist Bürge, der FCK hat mit diesem Kredit absolut nichts zu tun. Gar nichts! Der FCK ist auch nicht dafür verantwortlich.

Der Grund, warum die beste aller Lösungen nicht von der Stadt angestrebt wird, liegt auf der Hand: Da die Stadiongesellschaft das Finanzierungsobjekt (Stadion) dann verkauft hat, muss sie den Kredit sofort abzulösen und zwar mit erheblichen Vorfälligkeitsentschädigungen!

Damit würde sofort auffallen, dass der Schaden einzig und allein durch dieses unsäglich schlechte Finanzierungsmodell verursacht wurde. Und wer ihn zu verantworten hat. Nämlich die Stadt Kaiserslautern. Jeder Bürger würde es sofort erkennen und man könnte künftig seitens der Stadt nicht mehr einfach jährlich mit dem Finger auf den FCK zeigen.

Und das ist der wirkliche Grund, warum die beste und einfachste aller Lösungen leider keine Chance hat. Meiner Meinung nach ist es auch die einzige Lösung mit einer Chance auf Nachhaltigkeit. Das Stadion muss wieder ins Anlagevermögen des FCK. Das werden auch seriöse Investoren so sehen, da bin ich mir ziemlich sicher.
Jetzt geht's los



Beitragvon Saarpfalz » 19.01.2020, 12:17


Die ganz große Frage sind doch die Konditionen bei jeglichem Deal!
(ich spreche hier um Anteile für Mietnachlaß, NICHT um den Kauf)

Gehen wir mal von einer Bewertung der FCK GmbH von 45 Mio aus. Knapp 5-10% der Anteile kann man schonmal für bestehende Sponsoren abziehen. Würde die Fansäule geöffnet wären sicher auch direkt 10-20% weg.

Die Frage ist was Weichel bzw der Stadtrat am ende will.
- Anteile der Differenz zu den 3,x Mio plus den 425.000,- Miete
- Anteile für die gesamte Summe
- Anteile auch für die "Außenstände" der ganzen Stundungen die fällig werden "sobald es dem FCK wieder besser geht"

Mich würde da vor allem mal interessieren wie hoch da die Stundungen sind und ob man da tatsächlich seitens der Stadt davon ausgeht das die später noch bezahlt werden müßen!

Gehen wir mal von 10 Mio gestundeter Miete aus plus neuerlichem Mietnachlaß für Anteile von rund 2,5 Mio für 2 Jahre. Dann würde die Stadt keine 10% (für 2 Jahre reduzierung) sondern 1/3 aller Anteile verlangen! Das wäre schon sehr heftig.

Hat da jemand genauere Infos wie hoch die Stundungen sind? Und ob dies rein rechtlich Forderungen der Stadt sind die beim FCK als Schulden zu Buche stehen?



Beitragvon jacuzzi » 19.01.2020, 12:32


Satanische Ferse hat geschrieben:(...) Der FCK ist - der - Werbeträger für die Stadt Kaiserslautern. Immer noch!


Mit Betonung auf "noch". Es ist aber vielleicht nicht ganz fernliegend, dass die Stadt sich nicht ausschließlich danach richtet, welche Außenwirksamkeit der FCK *jetzt* hat, sondern zB in fünf oder zehn Jahren. Das sind dann zwar notwendigerweise alles Prognosen, aber eine davon könnte eben auch sein, dass die Werbewirkung insgesamt eher ab- als zunimmt.



Beitragvon Saarpfalz » 19.01.2020, 12:37


Je mehr man sich mit dem Thema Betze auseinandersetzt, um so öfter kommt man zu dem Schluß das eine bessere Zukunft für den FCK eher OHNE den Betze zu realisieren ist.

- ein "weiter so" kostet massiv Geld was bei der Substanz dann fehlt. Selbst in der 2.Liga wäre das Stadion noch ein "Klotz am Bein"
- sollte man für 2 Jahre Mietnachlaß knapp 10% der Anteile hergeben müßen, fehlen die bei einem späteren Aufstieg wo sie deutlich mehr wert wären
- ein Kauf des Stadions würde massive Gelder verschlingen
- die Instandhaltungskosten steigen wegen dem alter nun permanent an. Es soll schon jetzt einen Instandhaltungsstau von über 10 Mio geben

Im Endeffekt wäre ein neues bescheidenes Stadion auf der grünen Wiese wesentlich günstiger und auch bezahlbar da es die ersten Jahre kaum Instandhaltungskosten erfordert. :nachdenklich:



Beitragvon SEAN » 19.01.2020, 12:44


Miggeblädsch hat geschrieben:Der Grund, warum die beste aller Lösungen nicht von der Stadt angestrebt wird, liegt auf der Hand: Da die Stadiongesellschaft das Finanzierungsobjekt (Stadion) dann verkauft hat, muss sie den Kredit sofort abzulösen und zwar mit erheblichen Vorfälligkeitsentschädigungen!



Der Kreditvertrag läuft noch 16 Jahre, das wären bei grob gerechneten 3 Mio Zinsen im Jahr 48 Mio Zinsen, dazu 68 Mio Kredit, abzüglich dem Bankguthaben unter dem Strich also noch ca. 100 Millionen die das Stadion an Finanzierung kostet, wenn alles voll gezahlt wird.

Wenn durch einen Verkauf der Kredit sofort fällig würde und man eine "Vorfälligkeitsentschädigung" zahlen müßte, dann wäre mal interssant zu wissen, wie hoch diese Entschädigung wäre. So hätte man dann nämlich schon vor einiger Zeit versuchen können, eine Umfinanzierung zu machen, die eine Tilgung beinhaltet, und einen tieferen Zinssatz bedeutet hätte.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Betze_FUX » 19.01.2020, 12:57


Bei der ganzen unsäglichen Geschichte fällt mir wieder das Motto ein das unser ehemaliger VV Gries ausgerufen hatte:

Nur gemeinsam

Der FCK kann das Problem nicht lösen.
Die Stadt kann das Problem nicht lösen
Die SG erstrecht nicht weil --> Stadt
Das Land, hält sich dezent zurück, hätte das dann aber zum Großteil an der Backe.

Es geht nur als Kompromiss bei dem alle Beteiligten eine Kröte schlucken müssen...so wie damals alle beteiligten die Dollarzeichen und den Kaviar gesehen haben...
denn Wahrheit ist am Schluß allemal Wahrheit.



Beitragvon Miggeblädsch » 19.01.2020, 13:02


@Saarpfalz: Aus dem Pachtvertrag mit der Stadiongesellschaft kommt der FCK nicht heraus, es sei denn, die Stadiongesellschaft würde zustimmen, oder der FCK geht in die Insolvenz. FCK und Stadiongesellschaft sind sich durch den Pachtvertrag gegenseitig verpflichtet.

Man stelle sich nur folgendes Szenario vor:

FCK: "Liebe Stadiongesellschaft, wir kündigen hiermit unseren Mietvertrag für das Fritz-Walter-Stadion zum 30.06.2020"

Stadiongesellschaft: "Prima, wir nehmen die Kündigung gerne an und vermieten das Stadion ab dem 01.07.2020 an einen anderen Fußballverein, welcher mehr Miete zahlt. Waldhof Mannheim wird neuer Mieter"

Spielt dann der FCK auf dem Fröhner Hof und zeitgleich die Barackler auf dem Betzenberg? Im Fritz-Walter-Stadion? Dann wäre ganz schön was los in Kaiserslautern jedes Wochenende, soviel ist mal sicher.... :lol: :lol:

Sorry, für das gruselige Beispiel 8-)

Nochmal: Es gilt einen nachhaltigen Weg für Verein und Stadt zu finden. Bestenfalls ohne Insolvenz und mit Fritz-Walter-Stadion. Das geht nur mit einem tragfähigen Konzept, bei welchem aber alle Beteiligten mitziehen müssen.

Ich bin sicher, dass unsere neue Vereinsführung ein tragfähiges Konzept vorlegen kann.

.... und ich hoffe, dass die Beteiligten, allen voran die Stadt Kaiserslautern, mitziehen werden.
Jetzt geht's los



Beitragvon Miggeblädsch » 19.01.2020, 13:49


Betze_FUX hat geschrieben:.....Es geht nur als Kompromiss bei dem alle Beteiligten eine Kröte schlucken müssen...so wie damals alle beteiligten die Dollarzeichen und den Kaviar gesehen haben...


:daumen: :daumen: Für mich der Satz des Tages.

Das Problem:
Zu den damals Beteiligten gehörte noch das Land Rheinland-Pfalz. Das Land lehnt jedoch ab, auch heute noch zu den Beteiligten zu gehören...

Warum lehnt das Land heute eine Beteiligung/Verantwortung ab?
Weil das Land bei der "Umfinanzierung" aus seiner Bürgschaft entlassen wurde...

Wer hat zu verantworten, dass das Land aus der Bürgschaft entlassen wurde?
Die Stadt Kaiserslautern.
Jetzt geht's los



Beitragvon Lonly Devil » 19.01.2020, 14:10


Miggeblädsch hat geschrieben:
Betze_FUX hat geschrieben:.....Es geht nur als Kompromiss bei dem alle Beteiligten eine Kröte schlucken müssen...so wie damals alle beteiligten die Dollarzeichen und den Kaviar gesehen haben...


:daumen: :daumen: Für mich der Satz des Tages.

Das Problem:
Zu den damals Beteiligten gehörte noch das Land Rheinland-Pfalz. Das Land lehnt jedoch ab, auch heute noch zu den Beteiligten zu gehören...

Warum lehnt das Land heute eine Beteiligung/Verantwortung ab?
Weil das Land bei der "Umfinanzierung" aus seiner Bürgschaft entlassen wurde...

Wer hat zu verantworten, dass das Land aus der Bürgschaft entlassen wurde?
Die Stadt Kaiserslautern.

Wer wird ständig als verursachender Sündenbock hingestellt?
Der 1.FCK!
Hat die Demontage von Team Merk schon begonnen?
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon LM2608 » 19.01.2020, 14:17


EchterLauterer hat geschrieben:
LM2608 hat geschrieben:Das stimmt einfach nicht.
Der FCK kann soviel Aktien verkaufen wie er möchte. Das hat nichts mit 50 plus 1 zu tun.
Der FCK kann rein theoretisch 99 Prozent Aktien gegen das Stadion tauschen und dann später das 1 Prozent an die Fans für 100 Millionen.
Dein Szenario, dass der FCK 50 Aktien an die Stadt gibt und dafür das Stadion bekommt, wäre der yJackpott für den FCK meiner Meinung nach.


Du solltest das ganz dringend dem Herrn Kind oder dem Herrn Ismaik sagen, wie das geht!

Lehrerin: 40% von Euch haben das mit der Prozentrechnung nicht verstanden.
LM2608: Aber Frau Lehrerin, so viele sind wir doch gar nicht!

You Made My Day! Und das vor dem Frühstück!
Und wenn dann alle Aktien verkauft sind, dann drucken wir einfach frische!


Hasan Ismaik besitzt 60 % Anteile des TSV 1860 München.
Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/TSV_1860_M%C3%BCnchen

Martin Kind besitzt Anteile von etwa 53% von Hannover 96. Den Rest gehören Gregor Baum (27%) und Dirk Rossmann (20%)
nachzulesen https://de.wikipedia.org/wiki/Hannover_96

Der große BVB hat insgesamt 92% seiner Anteile verkauft.
vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Borussia_Dortmund

Und ja, im Prinzip kann der FCK einfach frische Aktien ausgeben, solange jemand bereit ist, diese zu kaufen.
wie beispielsweise hier praktiziert:
https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/green-bay-packers-eine-aktie-um-die-sich-alle-reissen-11553387.html



Und lieber EchterLauterer,
ich kann dir leider nicht beweisen, ob ich die Prozentrechnung verstanden habe, aber ich kann dir gerne eine Kopie von meinem Mathematik Examen zukommen lassen und wenn du so viel Spaß in der Schule hattest, bist du herzlich eingeladen meinen Unterricht zu besuchen. In drei Wochen starte ich mit meiner Siebten die Zinsrechnung. Bist herzlich eingeladen.
Liebe Grüße
LM



Beitragvon Miggeblädsch » 19.01.2020, 14:25


Lonly Devil hat geschrieben:......
Wer wird ständig als verursachender Sündenbock hingestellt?
Der 1.FCK!


Jep.

Dass der FCK eine "Teilschuld" am Stadionausbau hat, weiß hier jeder. Dass im sportlichen Bereich und im Bereich der Vereinsführung in der Vergangenheit Fehler auf Seiten des FCK gemacht wurden, wird hier auch niemand verleugnen. Das ist die eine Sache...

Aber dass der FCK nun der alleinig Verantwortliche sein soll, der Schmarotzer, das Fass ohne Boden für Steuergelder, das ist und bleibt falsch!

... und was die betriebswirtschaftliche Hauptursache für die Abwärtsspirale der letzten Jahre angeht, nämlich die Stadionfinanzierung: Daran trägt der FCK nicht mal eine Teilschuld. Da war er von Anfang an lediglich ein Spielball. Spielball derer, die aktuell jegliche weitere Verantwortung ablehnen.
Jetzt geht's los



Beitragvon Chrisss » 19.01.2020, 14:36


Ich verstehe nicht, dass einige wirklich in Erwägung ziehen würden, das Stadion aufzugeben. Damit würdest du dem FCK sein Herz und seine Seele nehmen. Ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Die Pilgerberg-Kultstätte ist mehr als ein Wahrzeichen... es ist die Identität einer ganzen Region, alleine die Tradition die dieser Berg hat, was das alles ausstrahlt. Ohne FWS ist der FCK seiner Identität beraubt!




Zurück zu Fritz-Walter-Stadion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast