Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Eilesäsch » 10.01.2020, 11:25


rotwoi hat geschrieben:Warum: statt einfach weiter die Thematik zu verwalten und auf das Recht voller Pachtzahlung zu bestehen, sollte der Finanzierungsvertrag in Frage gestellt werden. Hier ist die Stadt gefordert, den Vertrag neu auszuhandeln. Auszuhandeln, weil dieser m.E. zu heutigen Bedingungen sittenwidrig ist. Haben nicht Banken und Bausparkassen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus Kundenverträge gekündigt und von der Rechtsprechung Zustimmung erhalten? Ein Vertrag, der langjährigst besteht und so offensichtlich nicht bedient werden kann, muss neu verhandeln werden! Mit allen Beteiligten. Lösungsorientiert.


Das habe ich mich auch schon oft gefragt, bei obengenannten geht das ohne Probleme. Da wird auch nachträglich an die jetzige Niedrigzins-Situation angepasst.
Talent wächst mit Rückenwind, Charakter bei Gegenwind.

...aus meiner Sicht und ich denke die wird nicht ganz so verkehrt sein...



Beitragvon Mac41 » 10.01.2020, 11:38


Über den Mietvertrag, die Art der Stadionfinanzierung und die Verantwortung von Stadt-Land-Verein für die heute Situation zu diskutieren ist müssig.
Das Thema liegt seit vielen Jahren auf dem Tisch, Stefan hat von 8 Jahren einen neuen Mietvertrag geschlossen, es wurde Miete abgestottert, umgelegt, gepoolt, gestundet, mit Besserungsscheinen ausgesetzt, ja warum nicht jetzt gewandelt, Mitschulden tauschen gegen Anteile... Debt to Equity nennt man das in Finanzkreisen.
Jetzt dem Bürgermeister hier die Jauche ans Bein zu schütten, bringt auch nicht viel.
Der FCK hatte 2 Spielzeiten Zeit wieder Aufzusteigen und seine wirtschaftliche Situation zu verbessern, Beides hat nicht geklappt. Stattdessen lebt man immer mehr auf Pump und hängt in der 3. Liga fest.
Das kann man jetzt wirklich nicht der Stadt anhängen, dass mehrfach die wirtschaftlichen und sportlichen Ziele verfehlt wurden.
Stadt und FCK müssen gemeinsam an der Lösung arbeiten, die nicht lokal begrenzt ist.
Entweder gelingt es den Stadionkredit irgendwie im Bestand der Verbindlichkeiten des Landes Rheinland-Pfalz unterzubringen, wie es bei Hahn und dem Nürburgring auch geschehen ist und dann den Klotz in Richtung FCK zu privatisieren, oder Stadt und Land werden beide vom Stadion erdrückt, da keiner der beiden den Klotz stemmen kann.
Hasta la Victoria - siempre!



Beitragvon Miggeblädsch » 10.01.2020, 11:41


Marki hat geschrieben:
Miggeblädsch hat geschrieben:... na ja, ersatzweise kann man ihnen ja auch verklickern, dass im Falle der Insolvenz weitere 100 Mio fehlen werden für Schulen oder Infrastruktur. Meinst du, das hört der Steuerzahler dann lieber?


Naja, wenn der lästige und viel zu wenig zahlende Mieter FCK raus ist, dann kann der Betonklotz von der Stadt an einen Immobilienhai verkauft werden. Das wäre finanziell die beste Variante für die Stadt.


Momentan gibt es nur einen Immobilienhai, der sich für das Stadion interessiert. Der heißt Becca und bietet ca.20 Mio. Sollte die Stadt für 20 Mio an Becca verkaufen, muss von der Stadiongesellschaft sofort das Darlehen i.H.v. € 68 Mio zurück gezahlt werden, dazu kommen Vorfälligkeitsentschädigungen, geschätzt bei Restlaufzeit > 10J ca. 30-40 Mio.

Schaden für die Stadt und den Steuerzahler: 80-90 Mio Euro und keinen Fußballverein mehr......

Da würde ich mich ja schon fast auf die Stellungnahme freuen, in welcher Weichel und Quante den Steuerzahlern erklären, wie weise und klug sie doch gehandelt haben. Bestimmt wird man ihnen ein Denkmal bauen. Genau das wird Becca dann tun. Auf dem Betzenberg natürlich 8-)

Die Stellungnahme des FCK finde ich gut. Knapp und sachlich, aber mit einer deutlichen Botschaft.

Ich denke, spätestens nach der JHV und insbesondere nach der Rede von Dr.Markus Merk dürfte auch dem letzten klar geworden sein, dass eine Rettung / Sanierung / Restrukturierung des FCK nur mit einer großen Lösung möglich ist, unter Zugeständnissen aller Beteiligten. Nur so kann es klappen, zumal das "Team B+BBK" uns ein weiters Jahr und somit 12-15 Mio gekostet haben.

Diese Botschaft war klar und deutlich, ist logisch und sollte von allen verstanden werden. Schade, dass nun ausgerechnet der Chef unseres wichtigsten langjährigen strategischen Partners, der Stadt Kaiserslautern, weitere Zugeständnisse verweigert und somit eine mögliche Sanierung bereits an der ersten Hürde zum Scheitern bringt. Anstatt sensibel und bedacht im Interesse von Stadt und FCK zu reagieren, spricht er mit vorschneller Zunge nach dem Gusto von Herrn Quante und Frau Dreyer.

Ich habe nun extra eine Nacht drüber geschlafen, aber ich sehe es heute noch genauso: Wenn die Stadt wirklich die Mietminderung verweigern sollte, und deshalb kein Investor eingebunden werden kann, dann sollten sich die Wege von FCK und Stadiongesellschaft trennen. Der Insolvenzverwalter wird alles regeln und das leidige Thema ist vom Tisch. Und der finanzielle Schaden für den Steuerzahler, ca 80-90 Mio Euro, entsteht dort, wo er verursacht wurde und zu verantworten ist: Bei der Stadt. Dem Steuerzahler zu erklären und zu berechnen von den Herrn Weichel und Quante.

Das klingt jetzt verbittert, und eine Insolvenz war jedenfalls für mich nie eine ernsthafte Alternative, aber wenn schon unser allererster Partner, die Stadt KL, es an der ersten kleinen Hürde scheitern lässt, sollte man das Buch zumachen.
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Beitragvon Thomas » 10.01.2020, 11:42


Gypsy hat geschrieben:
Meistermannschaft hat geschrieben:Was meinst Du was der Betonklotz wert ist?

Verzichtet doch endlich mal auf den Ausdruck "Betonklotz"! Es ist ganz schlecht dass sich dieser Begriff unter den Fans nun etabliert hat. Es ist unsere Heimat, und irgendwie auch schön

Danke @Gypsy, genau so ist es! :daumen: Der Betzenberg ist unsere Heimat, diesen Mai seit exakt 100 Jahren. Da kann kein anderer Verein in Deutschland und kein Stadion mithalten.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon wernerg1958 » 10.01.2020, 11:47


@WernerL,
die fehlenden Managamentqualitäten sind sicher beim FCK gewesen, oder aber mache sahen die Dinge für den FCK eben anders, frei nach Trump, FCK first, mag sein, aber die Qualitäten in diesem Bereich bei Stadt und Land waren definitiv auch nicht besser! Warum den FCK hier als den Alleinschuldigen siehst kann ich nicht nachvollziehen. Fakt ist wenn der OB viele Anteile als Mietausgleich haben will gräbt er sein eigenes Grab denn ohne FCK ist die Bude überhaupt nichts mehr Wert so schlau iss der Mann. Hier geht es aus meiner Sicht ehr darum für einen anderen Druck zu machen damit dieser wieder in eine Position kommt, der Stadt das Stadion und die Grundstücke abzukaufen, so daß jeder noch einen Gewinn besser der Eine nur keinen Totalschaden erleidet. Dem OB geht der FCK am Allerwertesten vorbei. Und wenn der FCK keine Geldgeber findet die ihn in die Situation bringen die Pacht voll zuzahlen dann ist Ende Gelände, Anteile dürfen die FCK-Verantwortlichen nicht geben, damit graben sie ihr eigenes Grab so dumm sind auch diese Herrn nicht!



Beitragvon DerRealist » 10.01.2020, 11:48


Thomas hat geschrieben:
Gypsy hat geschrieben:Verzichtet doch endlich mal auf den Ausdruck "Betonklotz"! Es ist ganz schlecht dass sich dieser Begriff unter den Fans nun etabliert hat. Es ist unsere Heimat, und irgendwie auch schön

Danke @Gypsy, genau so ist es! :daumen: Der Betzenberg ist unsere Heimat, diesen Mai seit exakt 100 Jahren. Da kann kein anderer Verein in Deutschland und kein Stadion mithalten.


Ebenfalls meine Meinung.
Pro Fritz-Walter-Stadion. Pro Betzenberg. Alt. Ehrfürchtig. Ein Aushängeschild.
Ein Ort der Geschichte.

Findet eine Lösung. Irgendwie.
Insolvenzgedanken sind der allergrößte Blödsinn
oder Planspiele sein Daseins in anderen Pimplhuber-Stadien zu fristen.



Beitragvon Red Devil » 10.01.2020, 11:56


Zu dieser Sache hat auch Ulli Schauberger vom Axel-Springer-Hetzblatt "BILD" eine Meinung:

OB Weichel will FCK-Aktien für Mietnachlass
Neuer Stadionstress für Merk-Gruppe!
Klagt nicht, kämpft!!!!!



Beitragvon Miggeblädsch » 10.01.2020, 12:00


Noch was: Ich bin kein Jurist, bin aber ziemlich sicher, dass die Modalitäten unseres Mietvertrages, welcher die volle Übernahme der Instandhaltungskosten durch den Mieter beinhaltet, gegen die Grundsätze des § 242 BGB verstoßen und der Pachtvertrag daher von vornherein nichtig sein könnte. In dem Fall müsste die Stadt dem FCK die vielen Millionen wieder erstatten, die seit Pachtbeginn vom FCK getragen wurden. Bin mir sicher, dass unser Jurist im Aufsichtsrat diesen Denkansatz überprüfen wird.

Was meinen unsere Juristen im Forum dazu ?
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Beitragvon wernerg1958 » 10.01.2020, 12:07


Klingt abenteuerlich, aber wenn das auch in diesem Fall zutreffen würde (was ich nicht glaube) wäre das ein Hammer, dann müßte die Stadt dem FCK das Stadion schnell schenken sonst kommt da eine richtig hohe 3stellige Miosumme (Ingesamt) für die Stadt zusammen. Es bleibt spannend.



Beitragvon BernddasBrot2 » 10.01.2020, 12:11


@red devil
nach OB Weichei, Kartoffel Quanta kommt jetzt auch das Scheißhausblatt Blöd um die Ecke.
Es ist eben so, daran ändern wir nix.
Das schlimme an der Sache ist nur, der Horizont vieler Zuschauer des FCK ist so beschränkt, daß dieser Müll geglaubt wird.
Dann wenden sich noch mehr Leute ab, weil sie einfach nicht kapieren können, was wirklich Sache ist.
Alle Fehler die in der letzten Zeit angeprangert wurden sind Managementfehler, aber nicht nur auf der Seite des Vereins, sondern auch auf der politischen Seite.
Die einzigen die clever und Klasse waren sind die Bänker und die, die ihnen den FCK auf dem Tablett serviert haben.
Sicher schützt Dummheit vor Strafe nicht, aber so einfach darf niemand aus der Verantwortung gelassen werden.
Mir kloingen die Worte von Merk im Ohr
wir müssen die Wahrheit auch mit all den Schmerzen ertragen, leider.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon WernerL » 10.01.2020, 12:22


wernerg1958 hat geschrieben:Warum den FCK hier als den Alleinschuldigen siehst kann ich nicht nachvollziehen.


Wenn der FCK durch ein Stadion ein Strukturproblem bekommt und dadurch nicht mehr wettbewerbsfähig ist, ist es Aufgabe des FCK das zu erkennen und gegenzusteuern. Wir haben doch die Verträge unterschrieben, da hätte man informiert sein können!

Es ist nicht Aufgabe der Stadt in Vereinsbelange hineinzureden und darauf Aufmerksam zu machen dass der FCK jetzt nicht konkurrenzfähig wäre und etwas tun müsse.
Das muss ein Unternehemn schon selbst, dort liegen die Zahlen vor das alles zu beurteilen und nicht bei der Stadt.
Diese bekommt nur mit wenn man absteigt und kurze Zeit später bei ihr ankommt und Mietminderungen beantragt.

Aus der Sicht der Stadt nervt das Ganze dann irgendwann wenn vom FCK nicht mehr kommt als das.

Auch viele Fans haben das nicht ansatzweise verinnerlicht einfach mal selbst unternehmerisch zu arbeiten.
Wenn der FCK nicht langsam mal lernt dass man eben in erster linie ein Unternehmen ist dass auf sich allein gestellt ist und alleine seine Aufgaben erledigen muss dann werden wir beim nächsten etwas intellektuell schwierigeren wirtschaftlichen Problem gleich wieder scheitern, dann wars das aber entgültig.

Und hier entsteht das Problem, der Fan sieht seinen Club NICHT als Unternehmen sondern als Verein.
Es ist aber in der Realität genau umgekehrt.
Der FCK arbeitet genauso wie Siemens, nur dass unser Produkt ein anderes ist, wie Menschen und kein Material einsetzen.
Viele Grundprinzipien sind grundsätzlich die selben!
Die Rahmenbedingungen (Gesetze/ Richtlinien) eben andere.
Zuletzt geändert von WernerL am 10.01.2020, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Miggeblädsch » 10.01.2020, 12:26


Red Devil hat geschrieben:Zu dieser Sache hat auch Ulli Schauberger vom Axel-Springer-Hetzblatt "BILD" eine Meinung:

OB Weichel will FCK-Aktien für Mietnachlass
Neuer Stadionstress für Merk-Gruppe!


:lol: Bild-Niveau at it's best.... :lol:

Wie man Schauberger und die Bild kennt.... Schon der erste Satz ist erstunken und erlogen. Wo soll denn Wilhelm auf der JHV gesagt haben, wir bräuchten keine Investoren. So ein Quatsch !!

Er hatte gesagt, wir brauchen keine Investoren, die kein Eigenkapital bezahlen und lieber den Verein über Fremdkapital erpressen wollen. Lest selbst, was Schauberger daraus macht.... :kotz:

Scheinbar hat sich Schauberger vorgenommen, im Jahr 2020 noch schlechter und verlogener zu werden. Er ist auf einem guten Weg 8-)
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Beitragvon devil49 » 10.01.2020, 12:28


Rurerdeiwel hat geschrieben:Oh man. Warum muss jedes mal wenn so was wie Ruhe auf dem Berg ist einer dazwischen grätschen???


Becca hat wohl eine neue (weitere) Marionette gefunden!



Beitragvon habe » 10.01.2020, 12:31


1:0 hat geschrieben:Die Forderung von Weichel ist 100% in Ordnung und längst überfällig.

Der 1. FCK hat nicht "irritiert" zu sein. Er ist Mieter und der Vermieter sagt, wo's lang geht. Das ist bei uns allen so.

Dass die Stadt seit mind. 15 Jahren immer nur nachgibt und die Masse der Steuerzahler die Zeche zahlen lassen, kann's nicht sein.

Ich drücke Weichel die Daumen, dass er sich durchsetzt!


Ob die Forderung legitim ist oder nicht, ist die eine Sache. Wenn aber solche Forderungen nicht intern bespricht, sondern damit an die Öffentlichkeit geht, die andere.
Bin mir sicher, dass diese Angelegenheit seit wir eine neue Führung haben, nicht vom FCK öffentlich gemacht wurde. Dann bleibt eigentlich nur die Politik übrig. Und das ist ein richtig mieser Stiel und schon Erpressung. Aber von Politikern ist man das ja gewohnt. Da spielt es keine Rolle, welcher Partei die angehören; alle gleich. Siehe in Berlin KK.



Beitragvon wernerg1958 » 10.01.2020, 12:54


@WernerL, da du ja so genau Bescheid weist haste sicher auch eine Loesung. Denn nur einseitige Schuldzuweisung helfen nicht weiter.



Beitragvon DerRealist » 10.01.2020, 12:57


wernerg1958 hat geschrieben: Denn nur einseitige Schuldzuweisung helfen nicht weiter.


Der Fachmann spricht.



Beitragvon oleola » 10.01.2020, 13:01


WernerL hat geschrieben:
wernerg1958 hat geschrieben:Warum den FCK hier als den Alleinschuldigen siehst kann ich nicht nachvollziehen.


Wenn der FCK durch ein Stadion ein Strukturproblem bekommt und dadurch nicht mehr wettbewerbsfähig ist, ist es Aufgabe des FCK das zu erkennen und gegenzusteuern. Wir haben doch die Verträge unterschrieben, da hätte man informiert sein können!

Es ist nicht Aufgabe der Stadt in Vereinsbelange hineinzureden und darauf Aufmerksam zu machen dass der FCK jetzt nicht konkurrenzfähig wäre und etwas tun müsse.
Das muss ein Unternehemn schon selbst, dort liegen die Zahlen vor das alles zu beurteilen und nicht bei der Stadt.
Diese bekommt nur mit wenn man absteigt und kurze Zeit später bei ihr ankommt und Mietminderungen beantragt.

Aus der Sicht der Stadt nervt das Ganze dann irgendwann wenn vom FCK nicht mehr kommt als das.

Auch viele Fans haben das nicht ansatzweise verinnerlicht einfach mal selbst unternehmerisch zu arbeiten.
Wenn der FCK nicht langsam mal lernt dass man eben in erster linie ein Unternehmen ist dass auf sich allein gestellt ist und alleine seine Aufgaben erledigen muss dann werden wir beim nächsten etwas intellektuell schwierigeren wirtschaftlichen Problem gleich wieder scheitern, dann wars das aber entgültig.

Und hier entsteht das Problem, der Fan sieht seinen Club NICHT als Unternehmen sondern als Verein.
Es ist aber in der Realität genau umgekehrt.
Der FCK arbeitet genauso wie Siemens, nur dass unser Produkt ein anderes ist, wie Menschen und kein Material einsetzen.
Viele Grundprinzipien sind grundsätzlich die selben!
Die Rahmenbedingungen (Gesetze/ Richtlinien) eben andere.


Vielleicht haben wir jetzt seit Jahren endlich eine Führung, die ihrem Namen auch gerecht wird. Selbstverständlich hast du recht damit, dass der Verein hier auch viele Fehler gemacht hat. Nur dadurch, dass man jetzt eventuell den sportlichen Aufschwung durch hohe Forderungen ausbremst, verschlimmbessert man die Lage doch nur noch. Es kann niemals das alleinige Problem des FCK sein. Was nützt es der Stadt und dem Land, wenn der FCK zahlungsunfähig ist? Dann wird es doch so oder so auf dem Rücken des Steuerzahlers ausgetragen. Aus meiner Sicht ist es ein Muss, dieses Problem gemeinsam anzugehen. Wenn mein verschuldeter Mieter keine Möglichkeit mehr hat, dies über sportlichen Erfolg hinzubekommen, wird es zwangsläufig in die Insolvenz führen. Was bitte sollte die Stadt davon haben?
"Ich grüße meine Mutter, meinen Vater, und ganz besonders meine Eltern!"

(Mario Basler)



Beitragvon Miggeblädsch » 10.01.2020, 13:06


Nochwas aus der Sicht des Steuerzahlers und einen Denkanstoß für Leute mit beschränktem Sichtfeld wie Herrn Quante:

Ich bin seit 13 Jahren Bürger der Stadt Worms. Die Stadt Worms verfügt nicht über ein Aushängeschild wie den FCK mit dem Betzenberg, sondern dort ist das Aushängeschild die jährlichen Nibelungenfestspiele am Dom. Findet einmal im Jahr statt, über ca. 14 Tage mit jeweils ca. 1.200 Zuschauern, also über die gesamte Zeit insgesamt ca.16.800 Zuschauer. Die Preise bewegen sich zwischen 30 und 150 Euro, sodass der "kleine Mann" sich die Sache eher nicht leisten kann, also ein "Kulturspaß für Besserverdienende". Das Ganze ist ein Zuschussmodell, jährlich spendet die Stadt Worms, die ebenfalls hoch verschuldet ist, ca. 1,7 Mio und das Land Rheinland-Pfalz weitere 0,9 Mio. Somit werden aus der Kasse des Steuerzahlers jedes Jahr 2,6 Mio Euro in ein Prestigeobjekt gebuttert, an welchem insgesamt 16.800 Gutverdiener ihren Spaß haben und die Stadt Worms über ein Prestigeobjekt verfügt.

... während der FCK viele hunderttausend Normalverdiener pro Jahr beglückt. Und über ein Jahrhundert das Prestigeobjekt Nr.1 der Stadt war.

Solange der Herr Quante darüber kein einziges Wort verliert, sollte man diesen verlogenen, scheinheiligen Dummschwätzer nicht ernst nehmen. Der Mensch hasst den FCK (warum auch immer) und schnappt mit Beißreflex nach allem, was dem Verein helfen könnte.
Jetzt geht's los



Beitragvon Rheinteufel2222 » 10.01.2020, 13:22


Miggeblädsch hat geschrieben:
Red Devil hat geschrieben:Zu dieser Sache hat auch Ulli Schauberger vom Axel-Springer-Hetzblatt "BILD" eine Meinung:

OB Weichel will FCK-Aktien für Mietnachlass
Neuer Stadionstress für Merk-Gruppe!


:lol: Bild-Niveau at it's best.... :lol:


Manchmal frage ich mich, ob Becca die Schauberger-Artikel nicht selbst schreibt. Man könnte den Eindruck durchaus gewinnen.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon BTZNBRG » 10.01.2020, 13:46


Im Jahr 2016 lagen 5 der 10 höchstverschuldeten Städte in Deutschland in Rheinland-Pfalz. Nicht nur Kaiserslautern ist hochverschuldet, sondern auch Pirmasens, Zweibrücken, Ludwigshafen, Trier und sogar Mainz. Dazu kommen noch Landkreise und Gemeinden mit hohen Schulden.

Ist das also die Schuld des FCK? Oder sollte man nicht eher fragen warum das Land RLP so viele Schulden macht?
FCK - The Hunt For Red October



Beitragvon Hessischer Aussenposten » 10.01.2020, 13:54


BTZNBRG hat geschrieben:Im Jahr 2016 lagen 5 der 10 höchstverschuldeten Städte in Deutschland in Rheinland-Pfalz. Nicht nur Kaiserslautern ist hochverschuldet, sondern auch Pirmasens, Zweibrücken, Ludwigshafen, Trier und sogar Mainz. Dazu kommen noch Landkreise und Gemeinden mit hohen Schulden.

Ist das also die Schuld des FCK? Oder sollte man nicht eher fragen warum das Land RLP so viele Schulden macht?


Welche Partei ist nochmal seit fast drei Jahrzehnten an der Landesregierung beteiligt und stellt den MP?

Könnte evtl. ein Zusammenhang bestehen. 8-)

Aber dafür ist ja der Kigaplatz kostenlos.

There's no free lunch...
Gruß vom HAP
"... Von dem Angebot (von Preston North End) hätte ich damals halb Vogelbach kaufen können. ... Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen." (FCK-Legende Horst Eckel)



Beitragvon BTZNBRG » 10.01.2020, 14:13


Das Pfalztheater in Kaiserslautern erhielt in der Spielzeit 2013/2014 Zuschüsse in Höhe von über 16 Millionen Euro durch Land und Stadt. Und das bei nur etwas über 101.000 Besuchern.

https://www.steuerzahler-rheinland-pfal ... rzuschuss/
FCK - The Hunt For Red October



Beitragvon Megazodiac » 10.01.2020, 14:27


Würde man öffentlich in Pirmasens oder Homburg anfragen, könnte man den Druck in die Gegenrichtung umkehren. Die Stadt kann sich dann überlegen ob sie auf 40.000 Besucher pro Monat verzichten und ein Stadion ohne Mieter finanzieren will, oder ob sie doch bereit ist, die Pacht auf ein realistisches und leistbares Niveau festzulegen.

Finanziell wird es für den FCK schlimmstenfalls aufs Selbe raus kommen, ob man jetzt vor 10.000 Zuschauern in Homburg spielt oder vor 20.000 in KL und dafür aber Wuchermiete + Instandhaltung hinblättern muss.

Wenn man wirklich Anteile an der KGaA abgibt, ist der Verein am Ende.



Beitragvon Marki » 10.01.2020, 14:42


BTZNBRG hat geschrieben:Ist das also die Schuld des FCK? Oder sollte man nicht eher fragen warum das Land RLP so viele Schulden macht?


Nein, natürlich ist das nicht die Schuld des FCK, schuld sind immer die anderen :nachdenklich:

Nochmal, wir sind damals bei der WM-Vergabe dem Größenwahn verfallen und wollten unbedingt auch das riesige und moderne Stadion haben in der irrigen Annahme, dass wir somit dauerhaft auf Augenhöhe mit dem großen FC Bayern sein könnten.



Beitragvon Ke07111978 » 10.01.2020, 14:57


[quote="wozuauchimmer
Deshalb kommt es dann immer wieder zu solchen Milchmädchenrechnungen wie in dem zitierten Beitrag. Eigentlich sollte jemand den Anstand haben, hier nur Stellung zur Entstehung der Situation Stellung zu nehmen, der die Zeit um 2005/6 bewußt und mit einigem Verstand miterlebt hat.[/quote]


Du solltest den Beitrag vielleicht richtig lesen. Das würde genauso helfen, wie die Zeit mit eigenem Verstand miterlebt zu haben. Denn wenn Du richtig liest steht in dem Beitrag drin, dass das wesentliche Übel die Unterschrift unter einen Vertrag war, die so hätte niemals geleistet werden dürfen. Stadt Land und natürlich auch der FCK wollten WM-Standort sein. Die HSH wollte der größte Schiffinanzierer der Welt werden. Die Stadt Hamburg wollte das beste Opernhaus der Welt haben. Stuttgart wollte einen unterirdischen Bahnhof haben. Hahn sollte perspektivisch Frankfurt ablösen und am Nürburgring der größte Freizeitpark Europas entstehen... Projekte solcher Größenordnung sind kaum zu kalkulieren. Sie sind oftmals politisch gewollt ohne sich wirklich über die Kosten Gedanken zu machen.

Die Kostenregelung für den Ausbau des Fritz-Walter Stadion mag den ein oder anderen Politiker gefreut haben. Ein Vertrag der Risiko und Kosten für Stadt und Land begrenzt und auf der anderen Seite komplett beim FCK ablegt. Jemanden mit etwas politischer Verantwortung und Weitsicht hätte bereits damals klar sein müssen, dass dies nach hinten losgeht und der FCK kaum in der Lage sein wird seinen Beitrag zu erfüllen. Und wer zu dem Zeitpunkt als Stadt und Land eingesprungen sind, das Risiko nicht hätte haben wollen, der hätte das tun sollen, was Du sagst. Halbfertiges FWS. FCK in die Insolvenz. Abwicklung der ganzen Thematik. Das wollte man aber weder politisch noch - logischer Weise - als FCK. Und so hat man dann diese "Lösung" konstruiert. Und exakt darum geht es: Verantwortung für diese Entscheidung und für diese "Lösung" zu übernehmen. Der FCK hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits zum Spielball der Politik gemacht. Durch eine von den Mitgliedern gewählte Führung die ihn kurz vornean noch zu den größten Erfolgen der Vereinsgeschichte geführt hat. Das soll jeder werten wie er will.

Was am Ende übrig bleibt ist eine Lösung die betriebswirtschaftlich nur funktionieren konnte wenn alles richtig läuft, also das beste aller Szenarien eintritt. Dem war leider nicht so und alle schauten sich auf einmal erstaunt an. Wie Mac41 weiter oben schreibt, ist folgendes:

Stadt und FCK müssen gemeinsam an der Lösung arbeiten, die nicht lokal begrenzt ist.
Entweder gelingt es den Stadionkredit irgendwie im Bestand der Verbindlichkeiten des Landes Rheinland-Pfalz unterzubringen, wie es bei Hahn und dem Nürburgring auch geschehen ist und dann den Klotz in Richtung FCK zu privatisieren, oder Stadt und Land werden beide vom Stadion erdrückt, da keiner der beiden den Klotz stemmen kann.


offensichtlich immer noch nicht bei den handelten Akteuren der Politik angekommen. Obwohl es seit Jahren offensichtlich ist. Anders ist die aktuelle Reaktion nicht zu erklären. Der Versuch die kurz vor dem Hungertod stehende Kuh weiter zu melken ist schlicht keine Alternative und der Vorschlag sich schonmal ein Teil des dürren Fleisches zu sichern einfach nur kurzsichtig. Wenn ich jemanden haben will der die Kuh wieder aufpäppelt und das ganze Futter bezahlt, so dass die Kuh wieder ordentlich Milch gibt, ihm aber gleichzeitig sage das er die nächsten acht Jahre gar keine Milch bekommt, dann wird das nicht funktionieren. Und aus der vierbeinigen Kuh eine dreibeinige Kuh zu machen hilft erst recht nicht. Das ist aber der Vorschlag der aktuell im Raum steht.




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