Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Seb » 09.01.2020, 14:35


Schön zu hören, dass es Herrn Quante gut geht. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, weil man so lange nichts von ihm gehört hat.

Was passiert eigentlich mit dem Vorkaufsrecht des FCK auf das Stadion und die Anteile, wenn jemand die gesamte Stadiongesellschaft kaufen möchte und nicht nur das Stadion/die Anteil?



Beitragvon Stimpy001 » 09.01.2020, 14:43


Jetzt mal unter uns, es war klar, dass es irgendwann heißt: Wir können nicht immer die Miete Stunden, jetzt muss mal was her.


Die Stadt will Anteile, vom Grunde her kein Problem, dann aber nicht für eine Mietminderung, sondern dann sollte man versuchen einen realistischen Plan und Bewertung zu machen und vll. eine dauerhafte Lösung zu finden.

Die Stadt muss eben einsehen, dass es das eingesetzte Geld so nicht wieder geben wird. Wenn man das mal akzeptiert, dann kann man konstruktiv an eine Lösung arbeiten, mit der alle (Stadt, Verein, Steuerzahlerbund, etc.)das Gesicht wahren können und mit der jeder Leben bzw. weiter Leben kann.

Ohne Lösung der Stadionfrage sehe ich eine Gesundung als ausgeschlossen.

Die richtig fiesen Jahre kommen noch, dann geht alles in die Instandhaltung.
Auch wenn ich Hesse bin, so weiß ich wo guter Fussball gespielt und gelebt wird.

Wenn Du dich im dunkeln vor den Spiegel stellst und dreimal hintereinander "bunter Blumenstrauß" sagst, dann kannst du es ganz leise in Duisburg lachen hören!

Gegen Alleinherrscher wie Becca



Beitragvon wernerg1958 » 09.01.2020, 14:52


Ja der Herr Quante, hat ja lange gedauert! Herr Quante sagen sie doch mal ein Wort zu dem, so nenne ich es, dämlichen Finanzierungsmodell, welches allein die Stadtoberen verabschiedet haben! Diese Modell, diese Art der Finanzierung ist es doch letztlich welche diese Situation herbei geführt hat. Sicher hätte sportlicherer Erfolg des FCK dies ein wenig gemildert aber unter dem Strich macht kein halbwegs intelligenter Mensch eine solche Finanzierung, quasi eine Wette in die Zukunft. Diese Wette ist für die Stadt jetzt schon verloren. Es will keiner und alle so hoffe ich doch arbeiten an anderen Lösungen, aber Herr Quante was würden sie sagen wenn der FCK Pleite geht, oder die Lizenz nicht bekommt was durchaus passieren kann, dann hat die Stadt und der Steuerzahler richtig was an der Backe................



Beitragvon since93 » 09.01.2020, 14:53


Sollte man nicht besser Anteile gegen das Stadion tauschen? Bei Wertsteigerung können die Anteile gewinnbringend verkauf werden und das Stadion braucht sonst niemand.



Beitragvon wernerg1958 » 09.01.2020, 14:56


Bitte nicht vergessen, daß da auch jemand Kohle sehen will mit Anteilen gibt sich die Bank nicht zu frieden, also das hin und her schieben von Anteilen bringt der Bank nicht die monatlichen Zinszahlungen, das nur am Rande.



Beitragvon Oktober1973 » 09.01.2020, 15:08


Trotz aller Detailverliebtheit:
Was unterscheidet die Fussballwette bei Gründung der Stadiongesellschaft, vom jetzigen Vorschlag jetzige Verbindlichkeiten oder Verbindlichkeiten der Zukunft in Vereinsanteile umzuwandeln.
Das ist auch eine Fussballwette, die niemals so durchgeht bei den Prüfinstanzen. Da wage ich drauf zu wetten.
Und wer bespricht und entscheidet die Wertigkeit der Vereinsanteile mit OB Weichel auf der öffentlichen Seite. Die sind doch bis heute nicht sauber geklärt. Auch darauf wette ich. Wenn die Fansäule aufgeht, werden wir spätestens dann per Wertpapierprospekt wissen, warum der Verein wieviel Wert ist. Da steckt soviel Papierkram hinter, dass der Vorschlag jetzt doch nur eine Hilfskrücke darstellt.



Beitragvon DevilDriver » 09.01.2020, 15:23


Da hat wohl einer wieder etwas Zeit gehabt.

Immer wieder witzig zu sehen, wie sich Quante und sein soooooo unabhängiger Verein der Steuerzahler als Rächer der Armen inszeniert. Der "Bund der Steuerzahler" ist eine Lobbyistenorganisation für die mittelständische Wirtschaft. Das zeigt sich sehr deutlich an deren Mitgliederstruktur.

Anscheinend bekommen Quante und sein BdSt nicht mehr genug Aufmerksamkeit. Da muss man sich dann wieder mit populistischen Themen nach vorne drängen.

Es ist ja auch bezeichnend, dass sich der Bundesvorsitzende des BdSt für eine pseudo-seriöse RTL-Sendung mit Oberdepp Mario Barth hergibt.

Sorry, den BdSt kann ich nicht ernst nehmen.

Und dessen Meinung zu einem für uns (=FCK) extrem wichtigen Thema interssiert mich überhaupt nicht.



Beitragvon dimi73 » 09.01.2020, 15:27


Kaum sind gewisse Leute nicht mehr im Amt, taucht Quante wieder auf.
Alles nur Zufall?

Auch der Herr B. aus L. wird mal wieder genannt.



Beitragvon Motorschrauber » 09.01.2020, 16:11


Bleibt doch alle ruhig. Dank der Neuwahlen haben wir fähiges Personal mit hohem juristisch Sachverstand. Darauf vertraue ich. Bei der alten "BBK Fraktion" hätte ich mich aufgeregt, die sind Geschichte. Unser RA im AR wird schon das Richtige adressieren, nur nicht über die Presse. Dies ist gut so. Ich habe vollstes Vertrauen in die handelnden Personen. Jetzt wünsche ich mir noch sportlichen Erfolg.



Beitragvon Ke07111978 » 09.01.2020, 16:22


Jetzt zeigt sich, wie fatal es war keinen Restrukturierungsplan vorzubereiten. Die Kapitalgesellschaft hat die unterschiedlichsten Gläubigergruppen:

1. Die Stadt mit ihren Forderungen über den Pachtvertrag (Miete, Nebenkosten und Instandhaltung) rd. 50 Mio.
2. Quattrex über diverse Darlehen rd. 11 Mio.
3. Die Fans über Kapilendo rd. 3 Mio.
4. Den e.V., der die Betzeanleihe 2 als Darlehen an die Kapitalgesellschaft weitergeleitet hat rd. 3 Mio.

Zu einem Gläubiger zu gehen und nur von diesem ein Zugeständnis zu erwarten, kann man als unfair erachten. Insofern erscheint die Forderung der Stadt zunächst plausibel. Das Ergebnis eines Restrukturierungsplanes wäre mit ziemlicher Sicherheit gewesen, dass eine Retrukturierung des FCK nur möglich ist, wenn die Gläubiger auf Teile ihrer Forderungen verzichten. Die Investition in den FCK lohnt sich eben nur auf dieser Basis.

Redzimski schreibt es heute richtig: Herrn Weichel ist ein Coup gelungen. Der Ball liegt jetzt plötzlich nicht mehr bei der Stadt sondern beim FCK. Doch was vordergründig wie eine Lösung aussieht ist nichts anderes als ein fauler Kompromiß. Ein Kompromiß, der dem FCK auf der Suche nach einem Investor kaum weiterhilft - eher im Gegenteil. Was ist den die Bewertungsgrundlage für die Aktien der Stadt? 30 Mio., 45 Mio. 120 Mio. 200 Mio.? Nehmen wir mal den Wert, den ein Investor geboten hat, also die 30 Mio. Die Stadt erläßt für 3 Jahre die Pacht i.H. von 3 Mio. (das heißt der FCK zahlt nur noch 0,4 Mio.). Das bedeutet die Stadt bekommt rd. 25% der Anteile - je nach dem ob man die Forderung die die Stadt einbringt für werthaltig erachtet. Was hinsichtlich der aktuellen Situation eine mutige Annahme ist.

Damit passiert nichts anderes als ein verschieben der Probleme in die Zukunft. Jeder Investor hat nach wie das Damoklesschwert Pachtvertrag. Und er muss nach wie vor die exorbitanten Nebenkosten tragen. Mal losgelöst davon, dass bisher immer argumentiert wurde, die Stadt könne sich nicht an einem Profifußballverein beteiligen. Warum bringt die Stadt denn nicht das Stadion in den FCK ein? Sie erhält 50% der Anteile und alle sind glücklich? Genau: Weil man dann nicht mehr vorgaukeln kann, dass man das Darlehen der Stadiongesellschaft irgendwie bezahlen könnte. Und nur darum geht es am Ende. Die politische Verantwortung für diese Finanzierung.

Die Pachtzahlungen der letzten 15 Jahre des FCK summieren sich mittlerweile auf rd. EUR 50 Mio. Setzt man den wirklich notwenigen Darlehensbetrag an (rd. 48 Mio., was auch dem Vorkaufsrecht entspricht) kommt man bei einem normalen Hypothekendarlehen auf eine Restschuld von rd. EUR 20 Mio. die heute noch zu Buche stehen würde. Die Differenz zwischen EUR 20 Mio. und EUR 68 Mio. zzgl. dem noch entstehenden Zinsschaden ist politisch zu verantworten. Sowas kommt vor. Immer wieder. Wäre es die A6 die so finanziert ist oder der HBF + Ausbau der Bahnstrecke: Kein Hahn würde danach krähen. Weil es aber um den FCK geht wird immer so getan, als wäre die Verschwendung von Steuergeldern beim Verein passiert. Korrekt ist, dass die Stadt ihre Fehlentscheidung für eine viel zu teure Finanzierung seit Jahren auf dem Rücken des Vereins austrägt. Das kann man so machen. Und die vertragliche Situation gibt der Stadt auch teilweise die Möglichkeit dazu. Man sollte aber nicht so tun, als würde die Stadt dem FCK helfen. Das Gegenteil ist der Fall: der FCK hat der Stadt über Jahre hinweg geholfen eine völlig mißlungene Finanzierungsentscheidung zu subventionieren. Das ist im übrigen völlig unabhängig vom sportlichen Abschneiden des FCK. Wäre der FCK in der ersten Liga geblieben oder würde gar in der CL spielen, wäre das nur nicht aufgefallen - viel zu teuer finanziert wäre es trotzdem. Natürlich kann dies nicht darüber hinwegtäuschen das es der FCK selbst war, der seine Unterschrift unter einen Bauvertrag gesetzt hat, der völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Aber die Fehler die anschließend gemacht wurden, waren die die wirklich ins Verderben geführt haben.

Wahlergebnisse von -9,5% und -8% sollten die etablierten Parteien in KL eigentlich dazu motivieren politische Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam eine sinnvolle Lösung zu erarbeiten. Dazu würde es in aller erster Linie gehören, gemeinsam die politische Verantwortung für dieses Finanzirungsdesaster zu übernehmen. Stattdessen versucht man weiterhin im politischen klein klein der Lokalpolitik den großen Ball von Mist in der Luft zu halten. Die Verantwortung wird volley weitergespielt: vom Land zu Stadt von der Stadt zur Add von der Add zurück zur Stadt und last not least nun kurz vor Schluß von der Stadt zum Verein. Wie immer die letzten 15 Jahre.

Schaut man sich das Beispiel Bielefeld an, in dem es ebenfalls ein viel zu teures Stadion gab, haben alle beteiligten Gläubiger inklusive der Kommune verzichtet, um den Verein wieder auf ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu stellen. Das war die Basis, dass sich diverse Unternehmer als Investoren beteiligt haben. Verbunden mit der sehr realistischen Chance, dass die Gläubiger ihren restlichen Betrag auch zurückbekommen.

Der Vorschlag von Herrn Weichel, der auf den ersten Blick so plausibel aussieht, ist nichts anderes als das zocken auf die Hoffnung, dass es irgendeinen Mäzen (keinen Investor) gibt, der den FCK auslöst. Die Stadt versteht allerdings bis heute nicht, dass man sich durch diese Art des Vorgehens selbst schadet: Zum einen lässt man seinem Pächter nie genug Spielraum um wirklich zu gesunden, zum anderen verhindert der Pachtvertrag, dass ein Investor wirklich in signifikanten Volumen Eigenkapital gibt. Denn er finanziert über Jahre hinweg die Stadiongesellschaft (durch die Pacht und den Instandhaltungsstau) und nicht sein eigentliches Ziel nämlich den Verein. Voigt hat das direkt am Anfang klar auf den Punkt gebracht. Solange das Stadion nicht im Eigentum ist, rechnet sich das nicht. Und was sich nicht rechnet schreckt Investoren ab. Ganz einfach.

Durch den sportlichen Abstieg des FCK und seine deutlich geringere Bonität, ist parallel der Wert des Stadions immer weiter gesunken. Denn der einzige Mieter für das FWS ist der FCK. Der kann aber die Miete nicht zahlen. Ergo kann man das FWS nur mit dem Substanzwert oder eben einem sehr niedrigen Ertragswert bewerten. Ein Verkauf zu diesem Preis würde aber offensichtlich machen, dass der größte Fehler in der misslungenen Finanzierung liegt. Den bei einem Verkauf zu 20 Mio. oder weniger würden die restlichen Schulden unweigerlich in den Haushalt der Stadt wandern. Dafür müsste einer den Rücken gerade machen, was aber keiner will. Also verschieben wir das Problem. Wie jedes Jahr. Wer also meint die Stadt würde die Interessen des Steuerzahlers vertreten, kann das gerne glauben. Ich glaube das ihr Verhalten seit Jahren eher kontraproduktiv ist. Es führt zwangsläufig irgendwann in die Insolvenz des FCK. Das politische Ziel was dabei verfolgt wird ist meines Erachtens ausschließlich blaming. Schuld muss jemand anders sein.
Zuletzt geändert von Ke07111978 am 09.01.2020, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Miggeblädsch » 09.01.2020, 16:38


@Motorschrauber: Da stimme ich dir absolut zu :daumen:
Und was den Herrn Quante vom Bund der gutsituierten mittelständigen Unternehmer angeht: Wer nicht in der Lage ist, die Verantwortung des Landes in dieser Frage zu erkennen, sollte sich besser aus diesem Thema heraushalten. Und wer, wie Quante, seine Stimme "im Namen des Steuerzahlers" erhebt, sollte in der Lage sein, über den Tellerrand hinaus zu blicken und die Folgen bedenken, die im Worst-Case-Szenario auf den Steuerzahler zukommen werden.
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Beitragvon WernerL » 09.01.2020, 16:49


Ke07111978 hat geschrieben:
Der Vorschlag von Herrn Weichel, der auf den ersten Blick so plausibel aussieht, ist nichts anderes als das zocken auf die Hoffnung, dass es irgendeinen Mäzen (keinen Investor) gibt, der den FCK auslöst.


Wahrscheinlich ist es auch so, weil man eben bereits weitere Infos von Becca und dessen Pläne in mehrfachen Gesprächen erhalten hat. Es stand ja so bereits im Raum, also ist es für die Stadt das Pferd auf das man nun aufsatteln möchte.
Nur zu gut nachvollziehbar.
Man muss hier noch ergänzen, dass das Rathaus kein mittelständisches Unternehmen ist, welches jeden Tag nach Problemlösungen Ausschau hält und liefern muss.
Verwaltungen sind nicht dazu da ein Managementproblem eines FCK zu lösen, man muss diese an die Hand nehmen und erläutern was getan werden muss mit einem klaren Plan!

Merk+Team wird nach den Gesprächen mit allen Beteiligten ja auch ein eigenes Bild haben was dann nun geht und was nicht.
Es hatte ja angedeutet, dass man Becca logischerweise im Boot haben möchte.

Die Frage bleibt für mich ja im Raum ob man überhaupt Bielefeld nachahmen kann? denn unsere Zahlen sind schwieriger, unsere Investoren weniger potent.
Der Sinn unseres Modells war eben dafür gedacht Investoren wie Becca dabei zu haben, gerne auch die Stadt, man kann zu gegebener Zeit auch weitere Anteile abgeben, diese Flexibilität war auch von Beginn an gewünscht!

Der FCK hatte bisher eben auch nicht den Plan so vorzugehen wie du beschrieben hast.
Kuntz hatte eine ganz andere Strategie - die vielleicht scheitern musste.

Erst jetzt kann Merk evtl. einen Art Bielefeld umsetzen.
Diese Stringenz im Erkennen des Problens und Handelns hat bei uns immer gefehlt!
Zuletzt geändert von WernerL am 09.01.2020, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Schnullibulli » 09.01.2020, 16:55


Halt halt bitte!!!

Ich hab nie in Abrede gestellt dass die Miete schwer wiegt wie der berühmte Mühlstein am Hals.
Gar keine Frage. Trotzdem entpuppten sich alle Konzepte die Entscheidungsträger im Verein vortrugen und durchführten als erfolglos. Oder weint hier im Forum jemand ehemaligen Vorständen der letzten 20 Jahre nach?!
Allen war bewusst worauf sie sich einlassen.
Letzten Endes wurde Geld und Schuld nur hin und her geschoben.

Zu der Summe die auf der Stadt und den Steuerzahler liegen:

Kein normaler Mensch der die Finanzierung kritisch (kritisch hat nichts mit Ablehnung zu tun) hinterfragt erwartet dass die Summe zurück kommt. So blauäugig kann niemand sein.


Die Stadt will Gegenwert. Alles was der FCK hat sind die Aktien die offenbar kein Investor haben will. ^^
Dajee, gebt es ihr doch.

Und noch mal: die Stadt als Aktienhalter wäre jemand den es interessiert den FCK erfolgreich zu sehen.



Beitragvon Miggeblädsch » 09.01.2020, 17:01


@Ke07111978: Sehr guter Beitrag! :daumen: :daumen:

Dieses ausschließlich von der Stadt zu verantwortende "Finanzierungsmodell" sollte eigentlich an Hochschulen für Studenten der Finanzwissenschaften in Vorlesungen als abschreckendes Beispiel vorgestellt werden. Würde bestimmt für schallendes Gelächter unter den Studenten sorgen. :lol:
Jetzt geht's los



Beitragvon Ke07111978 » 09.01.2020, 17:07


Schnullibulli hat geschrieben:
Und noch mal: die Stadt als Aktienhalter wäre jemand den es interessiert den FCK erfolgreich zu sehen.


Ja. Sie würde dann vielleicht auch mitreden wann und wie das Vorkaufsrecht ausgenutzt wird. Und nochmal: Welchen Wert hat die Forderung die von der Stadt eingebracht wird? Eine Pachtforderung die nicht mehr bedient werden kann.

Aber lassen wir das. Das es gem. Rheinpfalz die Führung des FCK sprachlos gemacht hat und das es quasi parallel zur Mitteilung an den Verein schon in der Presse steht, zeigt mir deutlich woher der Wind weht.



Beitragvon Jannemann » 09.01.2020, 17:47


Man könnte zu gegebener Zeit von Seite des Vereins gerne eine Stellungnahme zu der Gesamtsituation veröffentlichen. Vorallem wie KE.. schon sagte, was wir bereits die letzten Jahre an Pacht gezahlt haben oder wer sich dieses Finanzierungskonstrukt ausgedacht hat.
Ich glaube das wird von "neutraler" Seite gerne mal vergessen und wir stehen überall als von Steuern finanzierter Verein da.



Beitragvon Teufelneuneins » 09.01.2020, 17:59


Ein schwieriges Thema. Denn zum einen kann ich die Stadt verstehen, sogar den Bund der Steuerzahler - zum anderen ist das Aktien-Modell eher kritisch zu bewerten.

Klar, für alle hier im Forum steht der FCK an erster Stelle, allerdings muss man eben auch sehen, dass der FCK ein Wirtschaftunternehmen ist und dieses ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich - und die Ausgliederung hat diesen Standpunkt nochmals unterstrichen und in Gänze herausgearbeitet. Der FCK ist kein "großer Arbeitgeber" dafür aber ein Unternehmen mit einer besonderen und großen Strahlkraft. Leider spült er der Gastronomie und dem Einzelhandel nicht mehr so viel Geld in die Taschen wie noch vor ein paar Jahren. Rückläufige Zuschauerzahlen bekommen somit auch andere - und direkt auch die Stadtkasse - zu spüren.

Sich jetzt hinzustellen und zu sagen - "Stadt hilf mir!" ist zu einfach - sich als Stadt hinzustellen und zu sagen "Friss oder strib" aber ebenso. Stadt UND Verein wollten wie WM - die gemeinsam gekochte Suppe müssen nun beide irgendwie auch gemeinsam auslöffeln. Ob der Jäggi nun damals gewusst hat, dass er das "Sterben auf Raten" mit dem Verkauf des Stadions noch zusätzlich befeuert hat - oder ob er wusste, dass der Tod ohne Verkauf unabwendbar gewesen wäre kann keiner mehr beantworten - das der FCK nun darunter leidet liegt vor allem an der Misswirtschaft der frühen Nullerjahre.

Objektiv muss man der Stadt etwas bieten - ob nun Aktien oder Beldmittel. Die Akien fehlen uns natürlich in der Maße beim Verkauf an Investoren - Geld haben wir keins zu bieten. Was also soll man tun - als Verein und als Stadt. Wenn, dann müsste das ganze dynamisch gestaltet werden - steigenwir auf/wird die Aktie mehr wert, dann muss die Stadt eben die Anteile zurückführen die quasi "überzahlt" wurden - bleiben wir sportlich da unten hängen und leben "am Tropf der Stadt" dann hat die Stadt irgendwann alle verfügbaren Aktien von uns eingesammelt - was dann?

Bestehen bleiben kann der FCK nur, wenn sich sportlicher Erfolg einstellt - unsere Strukturen, die riesen Kiste, die gigantische Infrastruktur und nicht zuletzt die Erwartungshaltung machen ein Arbeiten wie in Sandhausen - oder aber auch Bielefeld beim FCK unmöglich. Positiv ausgedrückt sind wir ein schlafender Riese - negativ formuliert ein stark übergewichtiger Koma-Patient.

Mir persönlich wäre es lieber keine Aktien an die Stadt abzuführen - aber Geld ist ja keins da. Ein entgegenkommen von Seiten der Politik gab es lange genung - wir dürfen den Bogen auch nicht überspannen - denn nicht jeder Lautrer ist auch FCKler - und viele FCKler sind eben auch keine Lautrer (Einwohner). Und Steuergelder sind eben treuhändisch von den Komunen und dem Land zu verwalten und einzusetzen. Für unseren Ruf ist eine Übervorteilung durchaus negativ und daher auch nicht unbedingt der Masterplan. Dieser muss es sein am Ende eine Situation zu schaffen in der keine Partei ihr Gesicht verliert und jede Seite etwas gewinnen kann.

Vielleicht sollte der FCK eher versuchen mit der Stadt einen Deal auszuhandeln der lautet: "Wir übernehmen den gesamten Unterhalt des Stadions und dafür gestalten wir ein dynamisches Modell das nicht mehr Pacht sondern Pachtkauf heißt" Dann ist die Stadt die Kiste irgendwann wieder los - und der Steuerzahler kann auch zufrieden sein. Und die Aktien verkaufen wir lieber Investoren statt sie "zu verschenken".



Beitragvon Betzebu^^ » 09.01.2020, 18:00


Insolvenz, Neuanfang in anderem Stadion & Weichei kann dann vom VIP Turm des Betze aus die Geschicke der Stadt leiten....



Beitragvon Lonly Devil » 09.01.2020, 18:00


Miggeblädsch hat geschrieben:Stimmt! Und genau aus diesem Grund sollte die Stadt letztmals einer Mietminderung zustimmen. Kostet die Stadt weitere 2 Mio aber man zeigt Interesse an einer großen Lösung und steuert so seinen Teil dazu bei, dass man dem Steuerzahler die ganz große Pleite ersparen kann. Diese dürfte dann, je nach Höhe der Abrisskosten des Stadions, weit über 100 Mio Euro liegen. Das nimmt Weichel also fahrlässigerweise in Kauf, weil er hofft, dass es nach seiner Amtszeit passieren wird.....

Auf dieser Basis wurde wohl auch das Konstrukt mit der Betreibergesellschaft beschlossen.
Es wurde ein Kredit aufgenommen um den 1.FCK "zu retten".Daür zahlt der Verein dann seine jährliche Pacht, ursprünglichin Höhe von 3,5 Mio. Euro zur Zinsdeckung. Die anfallenden Betriebs/Instandhaltungskosten hat auch der Verein zu tragen.

Zur Tilgung des eigentlichen Kredits wurde nichts vorgesehen. Das kommt erst nach Ablauf des Vertrages in voller Höhe zum Tragen.
Damit wurde die Verantwortung über eine für alle tragbare Lösung in die Zukunft verschoben.
Bis dahin werden dann auf Politischer - und Vereinsebene Leute zuständig sein, die weder einen großen Bezug noch Zugriff auf die damalige Entscheidungsfindung haben.

Ich meine, dass inzwischen nur die Stadt durch die Betreibergesellschaft, für die Rückzahlung des Gesamtkredits zuständig ist.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon BernddasBrot2 » 09.01.2020, 18:01


Ich glaube eine Stellungnahme zu dem Vorschlag wäre momentan taktisch falsch.
Erst wenn über die Nietminderung ein Beschluß vorliegt sollte sich der Verein äußern.
Ich bin mir sicher, so ganz ist das Team Merk nicht überrascht worden.
Vielleicht kommt aus der Ecke ein brauchbarer Vorschlag, dem man sich nicht entziehen kann.
Problematisch wird es dann, wenn keine Zustimmung folgt und das Weiche Modell nicht genehmigungsfähig ist.
Dann fliegen die Fetzen, früher als erhofft / erwartet.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon ExilDeiwl » 09.01.2020, 18:28


BernddasBrot2 hat geschrieben:Erst wenn über die Nietminderung ein Beschluß vorliegt sollte sich der Verein äußern.


Von der Niete mal abgesehen :D - wie soll das gehen? Der Vorstoß von Weichel ist doch genau das: Mietminderung okay, aber nur mit Gegenwert (Aktien). Dazu MUSS der FCK sich doch irgendwie äußern. Denn wie sollte die Stadt das entscheiden wenn der FCK sich zu dem Vorschlag nicht äußert?

Der Vorschlag von Weichel löst die Probleme kein bißchen. Es ist wieder nur Herumgefrickel und bestimmt nicht zum Vorteil des FCK. Am langen Ende aber auch nicht zum Vorteil der Stadt KL, wenn es so weitergeht. Das hat schon viel von "nach mir die Sintflut"...



Beitragvon Lonly Devil » 09.01.2020, 18:55


Quante: Pachtnachlass für FCK nur mit Gegenwert

Qante will einen Gegenwert für diePachtminderung?
Schickt ihm Freikarten.

Er soll aber nicht vergessen den finaziellen Wert steuerlich zu vermerken. :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon Maikäferbenzin » 09.01.2020, 19:12


Ist doch immer wieder interessant wie die Emotionen hoch kochen wenn es um Geld geht, leider bleiben andere Dinge da schonmal schnell auf der Strecke.

Erstaunlich wie ruhig es doch auf dem Berg ist.
Ich erinnere Zeiten da hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon 10 Kommentare von diversen Vorstandsmitgliedern lesen dürfen.

Das der Herr Weichel Medienwirksam eine solche Forderung rausposaunt mag seinem Amt geschuldet sein aber entscheiden wird der Stadtrat über den Antrag des
FCK.
„Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat." :teufel2:



Beitragvon Betze_FUX » 09.01.2020, 19:24


Die Frage die sich mir immer wieder stellt... Reden/sitzen Weichel, Voigt, und sonstwer nicht auch Mal zusammen und reden von Angesicht zu Angesicht?
Warum posaunt man sowas mal wieder über die Presse in den Orbit.

Wenn ich daran interessiert bin mit einem (oder mehreren) Partner eine Lösung zu erarbeiten, dann doch nicht über die Rheinpfalz...
Ich glaube Hr Weichel muss sich noch dran gewöhnen dass wir einen neuen GF haben....
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon de79esche » 09.01.2020, 19:39


Herr Quante, sind Sie nicht genug damit beschäftigt, vor Ihrer eigenen Tür zu kehren?
Wer befähigt Sie denn, in interne Verhandlungen der Stadt Kaiserslautern mitzureden?
Ich denke mal, dass die verzockte Kohle (wie Sie es nennen) nichtmal ein Bruchteil dessen ist, was unsere Landesregierung im Jahr unnötig verbrennt.
Vom Bund ganz zu schweigen.
Dieser Vertrag hätte so damals nie zustande kommen dürfen. In anderen Städten wird ein Stadion von Stadt und Land finanziert und dem Verein zur Verfügung gestellt.
Viele Jahre lang, hat der Verein die Stadt mitfinanziert. Und wenn man mal die Mietkosten hochrechnet, ist das Stadion schon fast bezahlt.




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