Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon carpe-diabolos » 05.02.2020, 17:18


KuKadlec hat geschrieben:
carpe-diabolos hat geschrieben:O Wunder, die Rheinpfalz hat im Lokalteil unsere kritischen Leserbriefe abgedruckt. Bevor man zu diesen vordringt, muss man die rote Wand auf Seite 1 überwinden


Ich kann leider überhaupt nicht in den Regionalteil vordringen - kannst du nicht den Leserbrief hier für alle zum Nachlesen veröffentlichen?


Mache ich noch heute...
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon Rheinteufel2222 » 05.02.2020, 17:35


Ke07111978 hat geschrieben:Nochmal zur Klarstellung. Ganz objektiv: Es ist nicht nur eine Frage des Wollen sondern auch ein Frage des Könne.

Die erste Frage ist, darf der FCK einem spezifischen Gläubiger Aktien - und somit Vermögen - geben. In Form einer Sachkapitalerhöhung? Die Forderung der Stadt wird eingebracht und sie erhält Aktien. Welchen Wert hat diese Forderung? Darf das der geschäftsführende Gesellschafter der Aktiengesellschaft überhaupt? Ein Debt to Equity Swap ohne Sanierungsgutachten, ohne Gläubigerausschuß der zugestimmt hat?

[...]

Prof. Wilhelm, der ja jahrelange Expertise auf diesem Gebiet hat (was im übrigen dazu führt, dass der Verein dafür keine sündteuren Anwälte mehr beauftragen muss), hat sich dazu auch nochmal in Versorm bei Twitter geäußert.

Als FCK Fan tut es weh, wenn nicht versteh, der Her OB, das Aktienkauf ein Rechtsgeschäft, das wenn gewünscht, schon deshalb schlecht, weil contra legem es passiert, der Steuerzahler angeschmiert, wenn eines Tages er feststellt, dass Wirtschaftsprüfern nicht gefällt, wenn die braven Stadtverwalter, als ungeübte Aktienhalter, verlangen was nichts rechtens ist, dann ist und bleibt das einfach Mist.
Die Stadt als Wertpapierverwalter, im Jahrhundert von Fritz Walter, greift tief in leere Tschen rein, und schadet damit dem Verein. Der Oberste der Stadtverwalter, spielt wohl gern Konkursverwalter.


Ich finde es ehrlicher Weise immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen meinen in diesen äußerst diffizilen Fragen einfach mal im Handstreich mitsprechen zu können und Handlungs-Empfehlungen ableiten. Insbesondere auch auf politischer Ebene. Vielleicht sollte man einfach mal den Leuten zuhören und Glauben schenken, die signifikante Expertise in diesem Bereich haben. Wenn man es nicht glaubt, kann man auch gerne eine Drittmeinung einholen.


Wilhelm kann ja durchaus gut reimen, aber hilfreicher wäre es, wenn er einfach mal die konkrete Rechtsgrundlage nennen würde, aus der sich ergeben soll, dass eine Übertragung der Anteile vom FCK an die Stadiongesellschaft rechtswidrig wäre. Ich zumindest habe keine finden können.

Auch die von dir genannten Einschränkungen mit Gläubigerausschuss usw. dürften nicht greifen, weil der schließlich nur im Insolvenzfall zum Tragen kommt und den haben wir Stand heute nicht.

Auch aus Sicht der Gemeinde gilt rechtlich lediglich die Einschränkung, dass bei Geldanlagen im Zweifelsfall der sichere Weg einem höheren Ertrag vorzuziehen ist. Da aber bei der Handlungsalternative "Mietreduzierung mit Anteilsübertragung" gegenüber "Mietreduzierung ohne Anteilsübertragung" die Stadt in keinem Fall bei der zweiten Alternative wirtschaftlich besser dastünde, dürften auch diesbezüglich gegenüber der Anteilsübertragung keine Bedenken bestehen. Weichel hat ja bereits angekündigt, dass man die Anteile lediglich als Sicherheit will und nicht damit handeln wolle (was dann in der Tat auch rechtlich mindestens bedenklich wäre).

Selbstverständlich müsste sich die Gemeinde vorher absichern und ein Rechtsgutachten einholen und das Vorgehen mit dem Land abklären, aber sofern das noch nicht passiert, wird das wohl mit Sicherheit noch zeitnah folgen.

Generell gilt jedenfalls, dass der FCK als Kapitalgesellschaft weitgehend frei darin ist, Anteile zu vergeben und die Stadiongesellschaft gleichfalls als juristische Person Anteile erwerben darf.

Sollte ich da irgendeine Vorschrift in der Haushaltsordnung oder sonstwo übersehen haben, lass ich mich gerne eines besseren belehren. Das gleiche gilt sicher auch für den Stadtrat, der hier kaum eine Entscheidung treffen wollen wird, die sich später als rechtswidrig erweist. Aber der einfachste Weg, alle Beteiligten davon zu überzeugen, wäre wenn man von FCK-Seite aus einfach mal die konkreten Paragraphen benennt. Von hübschen Gedichten wird sich der Stadtrat eher nicht überzeugen lassen.

Ich frage mich, warum das nicht gemacht wird.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Miggeblädsch » 05.02.2020, 18:06


Rheinteufel2222 hat geschrieben:..."Mietreduzierung mit Anteilsübertragung" gegenüber "Mietreduzierung ohne Anteilsübertragung" die Stadt in keinem Fall bei der zweiten Alternative wirtschaftlich besser dastünde, dürften auch diesbezüglich gegenüber der Anteilsübertragung keine Bedenken bestehen. ....
.........


Sorry, @Rheinteufel2222, du hast einen grundsätzlichen Denkfehler.

Eine "Mietreduzierung mit Anteilsübertragung" ist eben keine Mietreduzierung !!!!

Es bedeutet faktisch, dass man auf die volle Miete besteht. Punkt!

Man verzichtet lediglich auf die monetäre Erfüllung dieser Forderung, sondern lässt sich Anteile übertragen bzw. verpfänden. Verschlechtert unser operatives Ergebnis um 2,8 Mio Euro und bringt uns somit 2,8 Mio weiter weg von der Lizenz als eine Mietreduzierung ohne Anteilsübertragung.

Das ist ein Fakt und somit nicht weiter diskussionswürdig!
Jetzt geht's los



Beitragvon GerryTarzan1979 » 05.02.2020, 18:19


So, nun mal eine Nacht drüber geschlafen, schade, dass wir gestern aus dem Pokal geflogen sind, aber jetzt heißt es volle Konzentration auf die Liga und auf die wichtigen Entscheidungen im Umfeld.
Kann das Ganze mal wieder nur in einem Western verarbeiten. Hoffentlich mal ohne Fehler…
Und wieder bitte mit einem :wink: lesen.


Episode: Mit der Banflok über eine Weiche(l)?,
oder Es fährt ein Zug nach Nirgendwo...


Die ersten Sonnenstrahlen scheinen durch die Steppe im Wilden Westen. Viele Cowboys, Farmer und einfache Bewohner laufen durch die Strassen von K-Town und wissen nicht so recht, wie sie die gestrige Bonus-Pokerrunde im gut gefüllten Saloon bewerten sollen. Klar, die Spieler vom Gegner „Dynamite-Düsseltown“ spielen in der 1. Pokerliga, dennoch hatten wir uns Chancen ausgerechnet. Hat leider nicht geklappt, war in Mathe auch nie gut…

Aber unser Hauptaugenmerk sollte doch besser auf dem Spiel am Samstag gegen „Magic-Münster“ liegen, das ja beccantlich von unserem früheren Pokertrainer „The wild Hild“ trainiert wird. Hoffen wir, dass „The Hickey-Pickey“ wieder seine Finten zeigt und wir das richtige Blatt legen. Ob „Rising-Rose-Röser“ wieder seine Chance bekommt? Ihm würde ich mal einen „Royal-Betze-Flush“ gönnen, dass er endlich in der Mannschaft und bei den Einwohnern ankommt. Ansonsten sehe ich schwarz für ihn. Er muss endlich auch mal im Saloon ein gutes Blatt auf der Hand haben, sonst wird er in der KKZ erwähnt. „Lucky-Lucas“ trifft endlich…. seine Oma bei Bohnensuppe und Würstchen.

Aber wie so oft sind das (leider) im Moment nicht unsere größten Sorgen. Nein, die Strassen von K-Town werden wieder unruhiger. Das schöne Miteinander hat so langsam ein Ende. Es positionieren sich wieder die Cowboys… Auf der einen Seite die Unterstützer und „Political-Pistolen-People“ um „Whiskey-Weichel“, der den Pokerverein aufgrund des Saloons ausbluten möchte… und auf der anderen Seite die „Dabbischen-Dentist-Docs“, dabbisch, weil sie sich gerade so verarscht fühlen.

Um diese Gruppen tummeln sich solche und solche Cowboys. Links vom Graben auf Seiten der „PPP“ bringt sich „Really-Reaction-Realist“ in Stellung, unterstützt wird er von „Super-Magnum-Mario“. Sie liefern sich mit den anderen Cowboys auf Seiten der „DDD“ MARKIsche Rede- und Trinkduelle, bis sozusagen das Whiskey- oder Schorleinferno eintritt. Und alles nur wegen zu viel Whiskey, Mr. Weichel! Jetzt hat man sogar eine Möglichkeit erarbeitet und die Einnahmen der Po-Po-Runden (Poker-Pokal-Runden) abzugeben, dann wird hier wieder auf Indianer gemacht und mit gespaltener Zunge geredet…

Schade, dass „K-Town“ einfach nicht zur Ruhe kommt und versucht wird die lockere Erde wieder aufzugraben. An wem oder was liegt das? Es wäre doch so schön, wenn der Saloon wieder in eigener Hand wäre. Ich sehne mich dem Tag entgegen, dass unser berühmter Postkutschenfahrer „FettEx-Werner“ mit der Nachricht kommt, dass wir eine Goldmine entdeckt haben und unseren Saloon selbst zurückkaufen werden. Dann müssten wir nicht immer nur von Bohnesupp und Brot leben, sondern könnten auch mal deftiges Grillfleisch essen.

Wird es mal zu diesem Tag kommen? Vielleicht, denn es gibt jeden Tag Cowboys der Stadt, die dafür, bzw. ums Überleben kämpfen. Allen voran „Mick Blädsch“, der unerschrocken in jedes Duell geht oder sich einfach an die Ferse heftet. Apropos: „Fighting-Ferse“, auch ihm gebührt ein Dank, da er wie viele andere kämpft und seine Meinung kundtut. Solche Cowboys braucht die Stadt, damit sie nicht ohne Widerstand im Kugelhagel untergeht. Oder denken wir an „Bernd-the second-bread“, „Pferdestärken-schrauber“, „Kentucky-Ken“ oder auch „Lightning-Littig“, der in der City Hall immer noch ein großes Herz für den Saloon in „K-Town“ hat. Viele weitere kämpfen noch für die Stadt, wobei hier wirklich Sorge in der Luft mitspielt. Viele Gold und Silberreserven sind aufgebraucht und einige Dinge, von denen wir es noch nicht wissen, wurden verpfändet, sozusagen unter dem Sattel einfach weggezogen…

Das macht traurig, so wie ein Regentag in den Strassen von „K-Town“. Auch wenn wir unsere Köpfe nicht hängen lassen, so dürfen wir die Augen vor der (bitteren?) Wahrheit nicht verschließen: „K-Town“ könnte das gleiche Schicksal erleiden wie „Bäm-Bäm-Bärmesens“. Gibt es keine kurzfristige Lösung, so könnte das fragile Kartenhaus der Pokergesellschaft sofort in sich zusammenbrechen. Und wenn das passiert, dann haben unsere Pokerspieler keine Karten mehr auf der Hand und somit auch keine Chance mehr in die 2. Pokerliga des Wilden Westens aufzusteigen.

Hier muss dringend eine Lösung, bzw. vielleicht auch zuerst eine Friedenspfeife her, denn Duelle, High Noons oder Schusswechsel hatten wir doch genug in der Vergangenheit. Es geht doch nicht darum, wer den größten Revolvergürtel hat, sondern es geht einfach darum ob „K-Town“ überleben kann, oder ob es zu einem „Ghost-Town“ wird. Vielleicht bringt ja der Pferdezuchtverein „Outlaw-Opel“ ein paar Farmer in die Stadt und somit auch ein paar Münzen: Vielleicht hat „Rich-Rich-Rische“ ja endlich mal im Cowboy Lotto gewonnen und überträgt diesen Gewinn der Stadt. Oder die Oma hört jetzt mal endlich auf im Hühnerstall Motorrad zu fahren, damit sie ihren Enkeln das Erbe auszahlen kann.

Aber solange hier nichts geklärt ist, müssen wir unseren „Dentist-Docs“ vertrauen. Und das tun hier die Meisten. Endlich mal eine Gruppe, die weiß wovon sie re-re-redet und einen Planwagen hat. Jedenfalls würden sie nicht Planwagenlos durch die Wüste ziehen und nur auf eine Wasserquelle hoffen. So jedenfalls fühlt es sich an, wenn man an unsere alten Revolvermänner denkt. Die sind ja auch mit dem Messer zur Schießerei gekommen…

Viel können wir Einwohner ja gar nicht machen, einfach abwarten und auf den Sommer warten. Dann könnte es ja gut sein, dass uns „Cold-Freeze-Shaka“ jedem hier ein ICE, TGV, oder Schimpansen schenkt. Schmeckt alles erfrischend anders. (also nicht der Schimpanse)

So lange sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer und versorgen unsere geliebten Pferde. Ob Palomino-Pinolino diese Wärme auch so mag wie ich?

So, nun ist es wieder Zeit, ich sattel meinen Gaul und reite ein paar Runden durch die Prärie. Muss Kraft tanken für Samstag, dann seil ich meinen Gaul am Buzzaloon an und trinke auf alle Einwohner von „K-Town“ en Schorle (Apfel :lol: ) und hoffe ich werde dort einige Cowboys und Farmer dort treffen.
Mein Gaul ist jetzt schon ganz wild….

Nur das stille Örtchen werde ich meiden, ist sowieso schon besetzt…

Wird das Örtchen immer noch still sein, oder muss wieder mal eine Rettungsaktion gestartet werden?

Wird „The Wild Hild“ uns zum Lachen oder Weinen bringen?

Mit wem kann man REALISTISCH am Buzzaloon rechnen?

Wird jemand das Lied singen „Mr. Sandman, bring me a dream?”

Und wird der Cowboy “Mon Gherie“ öfters sinnfreie Texte erfinden, damit „Mighty-Metapher-Mephisto“ und er mal zusammen in den Sonnenuntergang reiten können?

Es bleibt spannend, in „K-Town“ und im Exil.

In diesem Sinne viele staubige Grüße an alle, die am Samstag nicht dabei sein können.

Möge die Bohnensuppe mit uns sein.

To be continued….
Seh´ ich aus wie einer, der immer ´nen Plan hat?! Joker aus The Dark Knight
Es lebe K-Town!



Beitragvon Ke07111978 » 05.02.2020, 18:49


@rheinteufel:
Ich gebe dir ein Beispiel. Sogenannte pari-passu-klauseln. Die sind üblicherweise in jedem Kreditvertrag verankert. Hier die entsprechende Klausel aus der Betzeanleihe:

unter 10
Die Schuldverschreibungen einschließlich der Verpflichtung zur Zahlung von Zinsen stellen unbesicherte, nicht nachrangige Verbindlichkeiten des Emittenten dar, die untereinander und mit allen anderen unbesicherten und nicht nachrangigen Verbindlichkeiten des Emittenten
gleichrangig sind, es sei denn, diese haben aufgrund gesetzlicher Regelungen Vorrang.


Um es einfach zu machen: Da steht drin, dass der Emittent, also der FCK, den Anleihegläubigern zusichert, dass die Anleihegläubiger mit allen anderen unbesicherten und nicht nachrangigen Verbindlichkeiten des Emittenten
gleichrangig sind. Willst Du das ändern, weil Du z.B. einen entsprechenden Gläubiger (in dem Fall die Stadt) anders stellen willst, brauchst Du die Zustimmung der Anleihegläubiger. Diese werden in einem Gläubigerausschuss gefasst. Vgl. hierzu die Anleihebedingungen der Betze-Anleihe:

unter 21
Beschlüsse der Anleihegläubiger werden entweder in einer Gläubigerversammlung nach Maßgabe der §§ 9 ff. SchVG oder im Wege einer Abstimmung ohne Versammlung nach Maßgabe des § 18 SchVG gefasst.


Ich will hier keinen Fachvortrag dazu machen und will es nicht abschließend würdigen, denn dazu fehlt schlicht die komplette Sicht der Dinge: Sprich welche Klauseln gibt es in weiteren Kreditverträgen des FCK, wie genau soll die Übertragung der Aktien ausgestaltet werden (Einbringung der Forderung als Sachkapitalerhöhung, Verkauf zum Nennwert, Sicherungsübereignung eigener Aktien etc.). Das hat der FCK gemacht und hat es dem OB mitgeteilt (vgl. die Pressemitteilung des FCK). Sicherlich sauber aufbereitet und fundiert dokumentiert oder wie der OB sagte: sehr gut vorbereitet. Damit genug. Du kannst aber sicher auf einen der Protagonisten zugehen und es dir erklären lassen. Die machen das und beißen nicht.



Beitragvon carpe-diabolos » 05.02.2020, 19:14


Miggeblädsch hat geschrieben:
carpe-diabolos hat geschrieben:O Wunder, die Rheinpfalz hat im Lokalteil unsere kritischen Leserbriefe abgedruckt. Bevor man zu diesen vordringt, muss man die rote Wand auf Seite 1 überwinden


Ich kann die Leserbriefe auch nicht hier 'rein stellen, aber ich habe sie gelesen. Sehr gut geschrieben !!


Hier sind die gewünschten Leserbriefe:

Zunächst mein heutiger Brief in der RP lokal

Läuft auf einen Pyrrhussieg hinaus
Das Agieren von Herrn Weichel in der Stadionfrage läuft auf einen Pyrrhussieg hinaus:

1.Die als Befreiungsschlag bewertete Idee - Aktien als Gegenwert für eine Mietreduktion – ist nichts anderes als eine Fortschreibung der ursprünglichen Mietzahlung in Höhe von 3,2 Millionen.

2.Diese Forderung unmittelbar nach den Gesprächen mit Merk & Co via Zeitung der Öffentlichkeit zu präsentieren, stellt für mich einen Vertrauensbruch und Abbruch zielgerichteter Gespräche hinsichtlich der für alle Beteiligten tragfähigen Lösung der Stadionfrage dar.

3.Wenn sich nun potenzielle Investoren zurückziehen und der 1.FCK Insolvenz anmelden muss, wird dies Knall auf Fall auf die Stadiongesellschaft und die Stadt zurückschlagen.

In diesem Kontext wirft das Konzept Kaiser-Karree mehrere Fragen auf:

1.Wo ist die Win-Win-Situation für Stadt und den 1. FCK?

2.Warum wird die Tilgungsrücklage der Stadiongesellschaft in der Pachtfrage als unantastbar definiert, andererseits aber soll sie für die Entwicklung des Bauvorhabens verwendet werden?

3.Wer hat ein Interesse an der Realisierung des Projektes, wenn das angrenzende Stadion zur Bauruine verfällt?

Ob sich Weichel also gut und hart vorbereitet im Stadtrat präsentiert hat, darf stark bezweifelt werden. De facto droht er als Sargnagel des 1. FCK und der Stadtentwicklung auf dem Betzenberg zu fungieren.

Den anderen Brief eines weiteren Lesers tippe ich Euch ab:

Fehler auf allen Seiten
Land und Stadt wollten die WM 2006 unbedingt nach Rheinland-Pfalz holen. Fehler wurden dann auf allen Seiten begangen. Nicht nur von Seiten des FCK! Der Kardinalfehler aber war die völlig verpfuschte Finanzierung. Es gab sie, die Warner, die damals die richtigen Fragen gestellt hatten. Sogar im Landtag. Da wurde unter anderem gefragt, warum diese hohe Darlehenssumme von 70 Millionen Euro bei einer Laufzeit von 30 Jahren? Und die Frage, warum denn keine Tilgung vorgesehen sei, wie sie doch jeder Häuslebauer vereinbare? Man war vor dem Risiko geawrnt, ist es aber trotzdem eingegangen.

Das ist doch der Skandal: Man zahlt 30 Jahre lang an die Bank und hat dann keinen einzigen Cent getilgt! Und nach 30 Jahren immer noch einen Riesenberg an Schulden. Bisher wurden über 40 Millionen an Pachtzahlungen geleistet. Setzt man den eigentlich notwendigen Darlehensbetrag an (48 Millionen), was auch dem Vorkaufsrecht entspricht), dann stünde man heute - hätte man ein geeignetes Finanzierzungskonstrukt wie zum Beispiel ein normales Hypothekendarlehen gewählt - bei einer Restschuld von überschaubaren 20 Millionen Euro.

Was haben wir dagegen? 68 Millionen an Schulden, plus den entsstandenen Zinsschaden. Dieses katastrophale Finanzierungsmodell hat ganz alleine die Stadt Kaiserslautern zu verantworten! Dafür kann der FCK nichts!

Und warum hat man überhaupt das Land aus der Haftung entlassen? Stadt und Land tragen erhebliche Mitschuld an dem Desaster und müssen sich endlich dieser Verantwortung stellen. Jahrelang hat man sich in die eigene Tasche gelogen, die Problemlösung in Richtung nächster Entscheider-Generation verschoben. Damit muss endlich Schluss sein. Stadt,Land und der FCK müssen sich zusammensetzen und ernsthaft eine tragfähige und belastbare große, gesellschaftsfähige Lösung erarbeiten.

Dem FCK darf nicht die Luft abgedrückt werden. Dieses öffentliche Kommunizieren von Weichel hat dem Anliegen von Stadt und dem FCK sehr geschadet. Seriöse Investoren achten strikt auf Diskretion, und nur solche sind auch verlässliche Partner. Der existierende Pachtvertrag und die daran hängenden Verpflichtungen (FCK trägt alle Instandhaltungsmaßnahmen) entziehen dem FCK die Attraktion und machen ihn für Interessenten uninteressant. Und das Herausgeben von Aktien ohne Einnahme von Eigenkapital ist in diesem Zusammenhang auch keine gute Lösung.

Der FCK hat jetzt mit dem Team Merk eine professionelle Führung. Der FCK ist noch immer der Werbeträger der Stadt. Laufen die BEmühungen in die faklsche Richtung, sodass der FCK als Pachtzahler, Arbeitgeber und Steuerzahler ausfällt, wird es für die Stadt heftig. Der FCK muss das Fritz-Walter-Jubiläumsjahr überleben. Alles andere wäre eine Schmach für Stadt und Land.
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Beitragvon Lonly Devil » 05.02.2020, 19:41


GerryTarzan1979 hat geschrieben:Episode: Mit der Banflok über den Weiche(l)?,
oder Es fährt ein Zug nach Nirgendwo...

... ...

Dieser Titel hätte mir besser gefallen. :lol:

Aabeer, warum musstest Du DEN Klassiker des Schlagerguts überhaupt, damit in Verbindung bringen. :schmoll: :p

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@carpe-diabolos

Danke für die Leserbriefe.
Zuletzt geändert von Lonly Devil am 05.02.2020, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
Hat die Demontage von Team Merk schon begonnen?
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon Rheinteufel2222 » 05.02.2020, 19:44


Miggeblädsch hat geschrieben:Sorry, @Rheinteufel2222, du hast einen grundsätzlichen Denkfehler.

Eine "Mietreduzierung mit Anteilsübertragung" ist eben keine Mietreduzierung !!!!

Es bedeutet faktisch, dass man auf die volle Miete besteht. Punkt!

Man verzichtet lediglich auf die monetäre Erfüllung dieser Forderung, sondern lässt sich Anteile übertragen bzw. verpfänden. Verschlechtert unser operatives Ergebnis um 2,8 Mio Euro und bringt uns somit 2,8 Mio weiter weg von der Lizenz als eine Mietreduzierung ohne Anteilsübertragung.

Das ist ein Fakt und somit nicht weiter diskussionswürdig!


Ich sehe das genau wie du. Und Weichel sieht es vermutlich auch so. Die Stadt kriegt auf diese Weise nominell die volle Pacht, verzichtet lediglich auf die Zahlung der vollen Betrags in "Cash", sondern erlaubt dem FCK diesen durch die Übertragung von Anteilen auszugleichen (wobei natürlich die Unsicherheit bleibt, wie sich der Wert der übertragenen Anteile entwickelt). Genau aus dem Grund ist das aber für die Stadt attraktiver als nur die Meitreduzierung ohne "Gegenwert".

Und deshalb wird es auch nicht leicht werden, den Stadtrat davon abzubringen.
Zuletzt geändert von Rheinteufel2222 am 05.02.2020, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Rheinteufel2222 » 05.02.2020, 19:49


Ke07111978 hat geschrieben:Um es einfach zu machen: Da steht drin, dass der Emittent, also der FCK, den Anleihegläubigern zusichert, dass die Anleihegläubiger mit allen anderen unbesicherten und nicht nachrangigen Verbindlichkeiten des Emittenten
gleichrangig sind. Willst Du das ändern, weil Du z.B. einen entsprechenden Gläubiger (in dem Fall die Stadt) anders stellen willst, brauchst Du die Zustimmung der Anleihegläubiger. Diese werden in einem Gläubigerausschuss gefasst. Vgl. hierzu die Anleihebedingungen der Betze-Anleihe.


Soll die Stadt denn anders gestellt werden, als die anderen Anteilsinhaber? Ich will ja nicht ausschließen, dass ich irgendwann mal was verpasst habe, aber das wäre mir jedenfalls neu.

Für die bisherigen Anteilsinhaber macht es doch überhaupt keinen Unterschied, ob die Stadt z.B. 5% der Anteile erwirbt oder ob ein zusätzlicher privater Investor 5% der Anteile erwirbt. Und letzteres ist schließlich auch möglich, sonst würde das ganze System keinen Sinn machen.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Ke07111978 » 05.02.2020, 20:34


Nicht Anteilsinhaber. Gläubiger. Anleihegläubiger. Das eine ist Fremdkapital, dass andere Eigenkapital. Wenn der Bürgermeister - wie er sagt - die Aktien nur als Sicherheit haben will, bleibt er Gläubiger, bekommt aber Aktien als Sicherheit. Bringt er die Forderung in die GmbH & Co KG ein und erhält dafür Aktien (Sachkapitalerhöhung) bleibt er Gläubiger über den Pachtvertrag und wird gleichzeitig Aktionär.

Sei mir nicht böse: aber das ist es was ich meine. Da werden irgendwelche wilden Dinge diskutiert, die äußerst komplex sind. Für die man - selbst wenn man alle Informationen hat - lange braucht, um sie abzuklopfen. Und dann wird es diskutiert wie am Stammtisch. Fakt ist folgendes. Und das sollte man dann eben einfach mal akzeptieren:

Am gestrigen Sonntag wurde in einem Gespräch auf der Basis eines Gutachtens einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgehalten, dass die Hingabe von Aktien für den FCK und in Konsequenz auch für die städtische Stadiongesellschaft nur mit Insolvenzrisiken umsetzbar ist.


Genauso wie das:

für den FCK bedeutet dies, dass er für die Differenz zwischen reduziertem Pachtzins und dem ohnehin für einen Drittligaverein maßlos überzogenen Pachtzins von EUR 3.2 Mio., also für den Gegenwert von EUR 2.75 Mio. Aktien auf die Stadiongesellschaft übertragen müsste. Ein solches Vorgehen, in der Finanzwelt auch als „Debt-to-Equity-Swap“ (Schulden gegen Eigenkapital) bezeichnet, ist jedoch für alle Beteiligten, auch für die Stadt in Person der Fritz-Walter-Stadion GmbH mit erheblichen Rechts-, Finanz- und Haftungsrisiken verbunden
.



Beitragvon Betze_FUX » 05.02.2020, 21:26


Manchmal kommt mir das gehabe von hr Weichel vor wie ein Kind an der Kasse mit den Überraschungseiern.
Das Kind setzt sich in den Kopf "ich will das!". Zu Not wird sich auf den Boden geschmissen und geplärrt. Zwischendurch das Angebot "ich bin dann auch lieb" ( und setze mich seriös an den Tisch)...
Nur das ein 5 jähriges Kind nicht die Folgen absehen kann. Ein OB mit einem Stab an Beratern sollte das seriös beurteilen können.
Das ist etweder zo(i)cken uff deiwl kumm raus, oder schlicht und einfach Unwissenheit gepaart mit Oblaten dünnen Halbwissen!!!
denn Wahrheit ist am Schluß allemal Wahrheit.



Beitragvon Lonly Devil » 05.02.2020, 21:50


Betze_FUX hat geschrieben:... ... Ein OB mit einem Stab an Beratern sollte das seriös beurteilen können.
... ...

Sofern diese Berater keine ahnungslosen Schwätzer oder Lobbyisten ( von wem/für was auch immer) sind. :nachdenklich:

Oder kann er sich, so klamm wie die Stadt ist, keine(n) Berater leisten. :shock:
Hat die Demontage von Team Merk schon begonnen?
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon Jo1954 » 05.02.2020, 22:31


Neues vom Oberbürgermeistermagazin

DIE RHEINPFALZ schreibt:

...Riesenandrang kurz vor dem Anpfiff

Was macht der Pokal mit dem FCK? Schöpft Lautern aus der starken ersten Hälfte Mut – oder ist das 2:5 gegen Favorit Düsseldorf allzu schwer verdaulich? Die Frage der Stadionmiete ist ungeklärt, die Finanzen bereiten nach wie vor Sorgen. Die Cup-Kür ist vorüber, im Alltag droht Tabellen-Tristesse und angesichts eines wahrscheinlicher gewordenen Nichtaufstiegs das Szenario, Leistungsträger verkaufen und neu beginnen zu müssen. Aufbruch unter diesen Prämissen?....


Quelle und kompletter Text R Plus https://www.rheinpfalz.de/sport/fussbal ... ass-chaos/

Für mich etwas unverständlich begann der Artikel mit foldenden Worten
"Florian Kohfeldt drohte zu implodieren. Doch ehe das geschehen konnte, brüllte der Trainer des SV Werder all seine Anspannung in den Bremer Abendhimmel. Raus mit dem Frust der letzten Bundesliga-Wochen,..."



Beitragvon weißherbschtschorle » 05.02.2020, 22:36


@Ke07111978
Hallo Ken,
vielen Dank für deine sachliche Darstellung.

Für einen Nichtbänker schon schwere Kost.
Diese juristischen Spitzfindigkeit habens wirklich in sich.

Was ich jetzt so verstanden habe:
Erwerbe ich Aktien,also,ich bringe Bares in den FCK.
Dann bin ich Anteilsinhaber.

Bekommt die Stadt Aktien zur Sicherheit,dann ist sie Anleihegläubiger u. wird bei einer Insolvenz in die Reihe "ferner liefen" eingeordnet?

Ich stell mir jetzt mal vor,ich bin im Stadtrat u. soll in so einer mich total überforderten Situation abstimmen.
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:



Beitragvon Rheinteufel2222 » 05.02.2020, 23:19


Ke07111978 hat geschrieben:Fakt ist folgendes. Und das sollte man dann eben einfach mal akzeptieren:


Einverstanden, lass uns die Angaben in der Pressemitteilung als grundsätzlich zutreffend akzeptieren (auch wenn man generell bei jeder Streitigkeit damit vorsichtig sein sollte, das Vorbringen einer Streitpartei ohne weiteres als richtig zu unterstellen, wenn man selbst keine näheren Kenntnisse hat). Das Problem ist aber, dass diese "Fakten" extrem vage sind und sie allein schon deshalb nur eine beschränkte Aussagekraft haben. Das wird daran liegen, dass es sich hier nur um eine Pressemitteilung handelt, dennoch sind dies für mich als Außenstehenden neben den Aussagen des Oberbürgermeisters die einzigen verfügbaren Informationen und daher auch das Einzige, was ich meiner Meinungsbildung zugrundelegen kann.

Ich hatte ja bereits zuvor geschrieben, dass ich diese Pressemitteilung nicht für besonders gelungen halte. Du hattest irgendwo auch erwähnt, sie sein im "feinsten Juristendeutsch" geschrieben. Unterstellen wir das mal als richtig, dann bleibt von den Fakten leider nicht mehr viel übrig.

Nehmen wir die beiden von dir zitierten Beispiele:

Am gestrigen Sonntag wurde in einem Gespräch auf der Basis eines Gutachtens einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgehalten, dass die Hingabe von Aktien für den FCK und in Konsequenz auch für die städtische Stadiongesellschaft nur mit Insolvenzrisiken umsetzbar ist.


Logischerweise erhöht eine Verringerung deiner Assets dein Insolvenzrisiko. Das ist immer und überall so. Interessant wäre im vorliegenden Fall aber zu wissen, wie sehr sich durch die Abtretung von Anteilen an die Stadt das Insolvenzrisiko des FCK konkret erhöht. Eine Erhöhung um beispielsweise 1% wäre auch schon eine Erhöhung, die sich allerdings nur in jedem hundertsten Fall verwirklicht. Das wird kaum einen Stadtrat verschrecken. Ob sich das Risiko für den FCK hier tatsächlich um 1%, 10%, 50% oder 100% erhöhen würde, wird bewusst offengelassen.

Damit kann man mit dieser Aussage aber leider überhaupt nichts mehr anfangen. Als Beurteilungsgrundlage ist sie untauglich.

für den FCK bedeutet dies, dass er für die Differenz zwischen reduziertem Pachtzins und dem ohnehin für einen Drittligaverein maßlos überzogenen Pachtzins von EUR 3.2 Mio., also für den Gegenwert von EUR 2.75 Mio. Aktien auf die Stadiongesellschaft übertragen müsste. Ein solches Vorgehen, in der Finanzwelt auch als „Debt-to-Equity-Swap“ (Schulden gegen Eigenkapital) bezeichnet, ist jedoch für alle Beteiligten, auch für die Stadt in Person der Fritz-Walter-Stadion GmbH mit erheblichen Rechts-, Finanz- und Haftungsrisiken verbunden
.

Welche rechtlichen Risiken genau? Auch das lässt man offen. Wer welche kennt, bitte melden. Das einzige Problem, das mir bekannt wäre, ist die Schwierigkeit der Bewertung solcher Forderungen in einem Insolvenzverfahren. Aber erstens ist der FCK noch nicht insolvent, zweitens wäre er im Insolvenzfall ohnehin nur noch der tote Bär, dessen Restfell zwischen den Gläubigern zerlegt wird, und drittens ist dies folglich ein Problem, dass höchstens für die anderen Gläubiger von Belang wäre (Ich nehme an, das ist das, worauf du mit deinem vorigen Beitrag hinauswolltest).

Nach Aussage von Weichel haben die bisherigen Investoren aber keinerlei Bedenken. Nach Aussage des FCK haben sie doch welche. Damit steht es aber auch nur 1:1. Viertens ist dies aber so oder so kein Problem, welches eine entsprechende Abtretung von Anteilen an die Stadt grundsätzlich rechtlich unzulässig machen würde, sondern bestenfalls eines, das in einem hypothetischen Insolvenzfall den Insolvenzverwalter vor eine Denksportaufgabe stellt.

Inhaltlich ist das folglich sehr wenig, was der FCK da rausgehauen hat. Letztlich ist das nicht viel mehr als reine Stimmungmache, und die Stimmung, die damit gemacht wird, ist nach meiner Meinung für die Interessen des FCK nicht wirklich förderlich.

Sowohl der OB als auch der FCK verfolgen hier jeweils völlig legitime Interessen. Letztlich wird ein Kompromiss gefunden werden müssen. Über den Kompromiss entscheidet der Stadtrat. Aufgabe des FCK wäre es folglich, so vorzugehen, dass eine Mehrheit der Stadtratsmitglieder von einem Kompromiss überzeugt wird, der für den FCK möglichst vorteilhaft ist. Und ob da dieses Gepoltere gegen einen Oberbürgermeister, der jahrelang jedem Mietreduzierungsansinnen des FCK - solange dieser noch ein Verein war - anstandslos nachgekommen ist (und dafür sicher regelmäßig ordentlich Gegenwind aus Mainz bekommen hat), wirklich zielführend ist, wage ich zu bezweifeln.

Der FCK macht meiner Meinung nach einen großen Fehler, wenn er vergisst, dass das K in FCK für Kaiserslautern steht. Er sollte sich nicht gegen die Stadt stellen, die er repräsentiert (und die für ihn immerhin jedes Jahr 2,95 Millionen nur an Zinsen abdrückt). Wir wollen hier ja noch eine Weile bleiben, oder nicht?

Und übrigens: wird kein Kompromiss gefunden, dann kommt wieder Becca, übernimmt den ganzen Kladderadatsch und baut das KaiserKarree. Das Vier-Säulen-Modell können wir uns dann in die Haare schmieren.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Chrisss » 06.02.2020, 02:27


Rheinteufel2222 hat geschrieben:Der FCK macht meiner Meinung nach einen großen Fehler, wenn er vergisst, dass das K in FCK für Kaiserslautern steht. Er sollte sich nicht gegen die Stadt stellen, die er repräsentiert (und die für ihn immerhin jedes Jahr 2,95 Millionen nur an Zinsen abdrückt). Wir wollen hier ja noch eine Weile bleiben, oder nicht?

Und übrigens: wird kein Kompromiss gefunden, dann kommt wieder Becca, übernimmt den ganzen Kladderadatsch und baut das KaiserKarree. Das Vier-Säulen-Modell können wir uns dann in die Haare schmieren.


Und du glaubst wirklich, der FCK bzw. die Vereinsführung haut einfach so solche Texte raus? Denkst du nicht, dass die alle schon ein bisschen mehr Einblick, Weitsicht und Erfahrung haben als wir? Und Becca kommt sowieso nicht, und das KaiserKarree erst recht nicht.

Der ganze Haufen um den FCK ist einfach nur planlos – die frühere Führung hat wohl planlos vieles nicht so gut gemacht und wenn du dich mal umhörst, wirst du sehen, dass die meisten da um den FCK, die mitreden wollen, nicht nur planlos sind, sondern auch noch uneins.



Beitragvon weißherbschtschorle » 06.02.2020, 07:41


Chrisss hat geschrieben:[


Der ganze Haufen um den FCK ist einfach nur planlos – die frühere Führung hat wohl planlos vieles nicht so gut gemacht und wenn du dich mal umhörst, wirst du sehen, dass die meisten da um den FCK, die mitreden wollen, nicht nur planlos sind, sondern auch noch uneins.


Moin,
du hast gestern schon gegaggert u. heute wieder.
Jetzt leg doch mal dein EI u. nenne Roß u.Reiter u. wer da was gesagt hat.
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:



Beitragvon weißherbschtschorle » 06.02.2020, 07:52


Rheinteufel2222 hat geschrieben:


Und übrigens: wird kein Kompromiss gefunden, dann kommt wieder Becca, übernimmt den ganzen Kladderadatsch und baut das KaiserKarree. Das Vier-Säulen-Modell können wir uns dann in die Haare schmieren.


Genau darum geht es euch.
Das ist der Sinn von dem ganzen Theater.
Und das 4 Säulen-Modell hat sich dann erledigt.
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:



Beitragvon wernerg1958 » 06.02.2020, 08:49


Laut RP gibt es, auf Verlangen der FWG, Morgen eine Sitzung der Fraktionsvorsitzenden mit dem OB zur Klärung der Aussagen vom Sonntag/Montag in Sache FWS/FCK. Na dann schau merr mol



Beitragvon carpe-diabolos » 06.02.2020, 09:57


wernerg1958 hat geschrieben:Laut RP gibt es, auf Verlangen der FWG, Morgen eine Sitzung der Fraktionsvorsitzenden mit dem OB zur Klärung der Aussagen vom Sonntag/Montag in Sache FWS/FCK. Na dann schau merr mol


Inwieweit dieses Treffen der Aufklärung und Wahrheitsfindung dienen kann, wenn kein Vertreter des FCK teilnimmt, erschließt sich mir nicht.
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon wernerg1958 » 06.02.2020, 10:01


@carbe-diabolos,
das hat ja auch keiner behauptet, nur wenn eine Fraktion diese "Aufklärung" verlangt wird sie auch wissen warum und kennt sicher auch Details, auch wenn uns aussenstehenden das nicht verständlicht ist. Warum also sollte eine solche Sitzung sein, aus Langeweile sicher nicht.



Beitragvon Schlabbeflicker » 06.02.2020, 10:39


Mich würde es doch sehr wundern,wenn das unabhängige Gutachten inzwischen nicht allen Fraktionen vorliegt. Ich meine das von Weichel vergessen worden ist zu erwähnen
There is more stupidity than Hydrogen in the Universe, and it has a longer shelf live
“Frank Zappa“



Beitragvon carpe-diabolos » 06.02.2020, 11:10


wernerg1958 hat geschrieben:@carbe-diabolos,
das hat ja auch keiner behauptet, nur wenn eine Fraktion diese "Aufklärung" verlangt wird sie auch wissen warum und kennt sicher auch Details, auch wenn uns aussenstehenden das nicht verständlicht ist. Warum also sollte eine solche Sitzung sein, aus Langeweile sicher nicht.


Ich hatte meinen Beitrag nicht als Kritik an deiner Darstellung gemeint, sondern nur an dem Verfahren.
Ohne Beteiligung des FCK - direkt oder im Nachgang zu diesem Treffen - ist, so befürchte ich, kein Fortschritt im Sinne des FCK zu erwarten - im Gegenteil wird weichel seine Sicht der Dinge manifestieren.
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
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Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon devil49 » 06.02.2020, 12:02


carpe-diabolos hat geschrieben: - im Gegenteil wird weichel seine Sicht der Dinge manifestieren.


Oder die (An)Sicht seiner Hintermänner (bzw. Auftraggeber) :nachdenklich:



Beitragvon WernerL » 06.02.2020, 12:19


carpe-diabolos hat geschrieben:
Fehler auf allen Seiten
Land und Stadt wollten die WM 2006 unbedingt nach Rheinland-Pfalz holen. Fehler wurden dann auf allen Seiten begangen. Nicht nur von Seiten des FCK! Der Kardinalfehler aber war die völlig verpfuschte Finanzierung.

Was haben wir dagegen? 68 Millionen an Schulden, plus den entsstandenen Zinsschaden. Dieses katastrophale Finanzierungsmodell hat ganz alleine die Stadt Kaiserslautern zu verantworten! Dafür kann der FCK nichts!


Der Fehler liegt aber eben nicht nur bei Stadt/ Land und dort den Schuldigen suchen, das sollten wir m. M. n. nicht tun.

Rehagel hat doch nicht umsonst bereits nach 1998 auf Investoren hingewiesen die man einbinden sollte um Standortnachteile auszugleichen, also vor 20 Jahren!!!
Jäggi hatte ein ähnliches Ziel, dann gezwungener Maßen.

Wenn man sich die groben Zahlen (die die hier kursieren) des FWS anschaut dann hätte der FCK doch selbst dann ein Problem wenn wir die Pacht garnicht zahlen müssten.
In Liga 3, selbst in Liga 2 hauen die Unterhaltskosten für einen derartigen Klotz immens ins Kontor. Aktuell hätten wir ohne Pacht trotzdem 7-9 Millionen Minus (?).

Das Ganze kann doch nur zum logischen Schluss führen, dass wir so oder so ohne Investoren garnicht herum kommen und kamen.
Das hätten WIR als FCK bereits mit und vor dem Ausbau wissen können, ja müssen.
Das muss man wissen wenn man ausbaut, dass man danach auf eine 1. Liga angewiesen ist und bei Abstieg ggf. in arge Nöte kommt. Das gehört zu jedem professionellen Management solche Eventualitäten vorauszuplanen und im Umkehrschluss den Ausbau vorher wegen der Risiken abzublasen!

Ich kann privat auch nicht von einem OPEL Corsa auf einen 5er BMW umsteigen ohne Konsequenzen wenn mein Etat dadurch in Gefahr gerät und plötzlich Geld woanders fehlt.
Nur kann ich einen 5er schneller verkaufen!

Und genau hier kommt eben unser aller Problem zum Tragen. Die Ablehnung von Investoren genereller Art die man früher doch kaum in Erwägung gezogen hat.
Es wurde von einem Vorredner gennant wie sehr Kuntz angegangen wurde als er die Ausgliederung angesprochen hatte.
Wir versuchen uns hier aber ständig herauszureden, damals hätte man den Weg für Investoren freigemacht etc etc. pp.
Haben wir - in teilen - vielleicht, aber weder aus Überzeugung noch breit durch Forderungen unserer Basis!

Wenn der Wille, das Verständnis und die Erkenntnis da gewesen wären hätte der FCK bereits unter Jäggi alles dingfest machen können und müssen.
Die Forderungen von Fans und Mitgliedern hätten längst gefruchtet wenn sie aus Überzeugung gekommen wären. Bei anderen Themen funktioniert das ja auch ständig, aber Plakate pro Investoren habe ich keine gesehen im Stadion!
Statt dessen haben wir das Thema links liegen lassen und Großteile weil auch Großteile unserer Basis Investoren ohnehin komplett ablehnen.

Das alles ist für mich ein fataler Kreislauf indem wir uns immer noch befinden weil wir doch nach wie vor kaum flexibel auf unsere Situation reagieren.
Jetzt klammern wir uns an ein Säulenmodell obwohl wir vorher lange Investoren generell abgelehnt haben.
Niemand fragt ob ein Säulenmodell überhaupt funktionieren kann?
Unsere Situation ist bei weitem Schlimmer als in Bielefeld, unsere Investoren viel weniger potent.

Übrigens haben diese auch kein Eigenkapital bisher gegeben, Klatt und Becca wurde deswegen kritisiert. Glauben wir Regionale geben einfach mal so Geld?? ich bin gespannt wann die überhaupt was geben. Wo ist unsere Kritik??
Das passt alles nach wie vor für mich nicht zusammen!

Zudem muss man noch ergänzen, dass auch die Wahlen oft so ausgegangen sind, dass Investoren-Kritiker wie JochenG eben gewählt wurden, warum? Weil die den alten klassischen Weg beibehalten wollten.
Investoren-Befürworter wären mit hoher Wahrscheinlichkeit garnicht gewählt worden bzw. sind garnicht angetreten!
Also hat hier auch unser System aus meiner Sicht völlig versagt!
Zuletzt geändert von WernerL am 06.02.2020, 12:36, insgesamt 2-mal geändert.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]




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