Hier kann geplaudert und auch mal "ein Beitrag mehr" geschrieben werden.

Beitragvon daachdieb » 03.07.2013, 07:59


Lyrik? Hart stoßen sich die Wände in den Straßen ...
Das einzige Gedicht, das mir aus Schulzeiten noch im Gedächtnis ist - Reclam "Gedichte des Expressionismus")

Strophe1: FIFA
Strophe2: Auswärtsfahrer
Strophe3: für den @FCK58
Strophe4: die Jungfans

(oder so ähnlich ;))

Auf dem Nachttisch: Cormac McCathy's "Border Trilogie"

3 Western. Archaisch. Liebe, Gewalt, Rache.
Wer "Kein Land für alte Männer" oder "Die Straße" mag ist auch hier gut bedient.
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon grasnarbe » 07.08.2013, 20:37


herrschwarz hat geschrieben:............
War zu erwarten, nachdem die Ulla B. ja auch schon den Mutterverlag Suhrkamp an die Wand fahren ließ, komische Geschichten, die da in der Firma abgehen...............

Millionenschulden lasten auf Suhrkamp: Deutschlands wichtigster Verlag soll eine Aktiengesellschaft werden. Der Deutsche Taschenbuchverlag und die Wella-Erben zeigen Interesse an einem Einstieg.
Interne Papiere offenbaren Suhrkamps Finanzdrama
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon DasFällDesBeren » 14.08.2013, 22:36


Lola Bensky von Lily Brett, bei Suhrkamp erschienen.
Ich hatte es meiner Frau geschenkt, ungelesen stand es Monate im Regal. Ich verschenke nur Bücher, die ich mir auch selbst kaufen würde. :wink:
Wenn ich nicht auf dem Rad sitze, ja, dann bin ich ratlos.



Beitragvon wkv » 16.08.2013, 22:03


"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry".

Was ich für ein typisches Frauenbuch hielt ist das genaue Gegenteil.

Eines für den Mann. Wer fühlt nicht mit Harold Fry mit?



Beitragvon FCK58 » 16.08.2013, 22:29


daachdieb hat geschrieben:Lyrik? Hart stoßen sich die Wände in den Straßen ...
Das einzige Gedicht, das mir aus Schulzeiten noch im Gedächtnis ist - Reclam "Gedichte des Expressionismus")

Strophe1: FIFA
Strophe2: Auswärtsfahrer
Strophe3: für den @FCK58
Strophe4: die Jungfans

(oder so ähnlich ;))

Auf dem Nachttisch: Cormac McCathy's "Border Trilogie"

3 Western. Archaisch. Liebe, Gewalt, Rache.
Wer "Kein Land für alte Männer" oder "Die Straße" mag ist auch hier gut bedient.


@daachdieb

Du liegst absolut falsch. Zumindest jetzt. :wink:
Nachdem ich nach 40 Testjahren und 3 (absolut berechtigten) Sprüngen von der "Eheschippe" endlich die passende Maus gefunden habe, trifft die 3. Katastrophe bei mir absolut nicht mehr zu.
Uff guud pälzisch: Mer werd älder - unn de Arsch werd kälder. :teufel2:
ich habe meine Maus übrigens noch rechtzeitig "aufgeklärt".
Mein Kommentar war: "Wenn jemand einen Fehler macht, dann du. Aber nicht ich. 8-)

@Veterano
Was machscht´n du do? Ich hab´geglaabt du bischt im Urlaub :nachdenklich:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon grasnarbe » 18.08.2013, 18:57


Stefan Aust: Der Baader Meinhof Komplex (die Neuausgabe von 2008).

Als junger Mensch einen Großteil davon bewußt miterlebt, läßt gerade der sachliche, protokollarische Aufbau die Jahre von Mitte der 60er bis Ende der 70er wieder sehr lebendig werden.
Mein Lesetempo ist hoch...... :wink:
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon grasnarbe » 18.09.2013, 16:06


Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon Schlossberg » 18.09.2013, 18:40


Er ruhe in Frieden.

Mit seinem Literarischen Quartett hat er, wie ich glaube, mehr für die Kultur des Lesens, Autoren, Verlage, Buchdrucker und Buchhändler getan als alle Curricula für den Deutschunterricht zusammen.



Beitragvon Schlossberg » 18.09.2013, 21:56


"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"
mag dem einen oder anderen wie eine Anspielung auf aktuelles Geschehen beim FCK vorkommen.
Es ist aber À la recherche du temps perdu der Titel eines Romans, dessen Übersetzung ins Deutsche es jetzt auch als epub (d. h. für E-Book-Reader) gibt.
Die schon sehr gute (nicht nur m. M.) Übersetzung von Eva Rechel-Mertens in der "Frankfurter Ausgabe" ist von Luzius Keller überarbeitet.

Damit ist für mich die Entscheidung gefallen, ich werde mir einen Reader kaufen. Ich weiß nur noch nicht welchen, abgesehen davon, dass es kein Kindle sein wird.



Beitragvon grasnarbe » 18.09.2013, 22:05


Werter Schlossberg, du sehr sympathischer Zeitgenosse,

soweit bin ich noch nicht, hab keinen Reader, keine Beziehung dazu, NOCH keinen Bedarf ....

Raschelndes Papier, das ist für mich BUCH, hunderte davon grinsen aus meinen Regalen......
eines der wenigen Refugien in denen ich noch in der Vergangenheit verhaftet bin....
Bücher, Hefte, Reclam-Formate, Lesezeichen.....noch ist das meine Lesewelt
(komisch, bei der Musik ist das völlig anders bei mir...)
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon Schlossberg » 18.09.2013, 22:41


Du hast zwar Recht, lieber @grasnarbe,
außerdem hätte Ray Bradbury seine berühmteste Geschichte ohne das Medium Papier wohl nie geschrieben (oder jedenfalls einen anderen Titel dafür wählen müssen),
aber ich plane im Dezember Kälte und Nässe für drei Wochen zu fliehen, und da ist die Möglichkeit, eine ganze Bibliothek mitzunehmen, doch verlockend.



Beitragvon grasnarbe » 21.09.2013, 20:15


Imre Kertész

von ihm kenne ich das Buch Roman eines Schicksallosen.

Dieser aus Ungarn stammende Nobelpreisträger, der Auschwitz überlebte, lebte die 10 letzten Jahre in Berlin und beschreibt diese Zeit im demnächst erscheinenden Tagebuch
Letzte Einkehr.......ich bin gespannt

Zeit-Online
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon Schlossberg » 21.09.2013, 22:34


Danke für diesen guten Hinweis.
Der bringt mich dann seinerseits auf einen anderen Ungarn, Georg Lukacs, sein "Geschichte und Klassenbewussstein" und damit direkt zum von ihm diskutierten Fetischcharakter der Ware im Sinn von Marx.

Zum Thema Warenfetisch zitiere ich einfach mal aus der Wiki:

Als Warenfetisch bezeichnet Karl Marx in seinem Hauptwerk Das Kapital (1867) das quasireligiöse dingliche Verhältnis zu Produkten, die Menschen in arbeitsteiliger Produktion bzw. gesellschaftlicher Arbeit füreinander herstellen.

Ich kann nicht umhin festzustellen, dass Marx auf seine Weise die (sogenannte) Fußballfankultur der letzten Jahre vorausgeahnt hat.

Anders gesagt, im "Kapital" steht vielleicht mehr über Fußball als man im ersten Ansatz so denken mag.



Beitragvon wkv » 22.09.2013, 01:12


Ein Gedicht. Ein Gedicht in Englisch von einem Autor, der gerade erfahren hat, dass man ihm seinen verbliebenen Fuß amputieren will, und sich dagegen wehrt, lieber stirbt. Der als Kind den ersten Fuß amputiert bekam. Dessen einzige Tochter starb.

Invictus

Out of the night that covers me,
Black as the Pit from pole to pole,
I thank whatever gods may be
For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance
I have not winced nor cried aloud.
Under the bludgeonings of chance
My head is bloody, but unbowed.

Beyond this place of wrath and tears
Looms but the Horror of the shade,
And yet the menace of the years
Finds, and shall find, me unafraid.

It matters not how strait the gate,
How charged with punishments the scroll.
I am the master of my fate:
I am the captain of my soul
.

William Ernest Henley



Wunderschön. Und zutiefst traurig, und zutiefst Mut machend.



Beitragvon grasnarbe » 17.10.2013, 16:40


Erinnerung an einen viel zu früh Verstorbenen,
heute vor 200 Jahren kam Georg Büchner (17.10.1813 bis 19.02.1837) auf die Welt.
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon Schlossberg » 17.10.2013, 17:31


Den Bücherwürmern, nicht nur den weiblichen, aber denen erst recht, sei die aktuelle Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro ans Herz gelegt.

Zwar trifft Margaret Atwood meinen Geschmack eher, aber die Munro hat das nicht zu unterschätzende Verdienst, mit literarischen Mitteln auf eine herausragende Mathematikerin des 19. Jahrhunderts, Со́фья Ковале́вская, hingewiesen zu haben.
Man lese also zwecks Bekämpfung allfälliger Vorurteile hinsichtlich mathematischer Minderbegabung des weiblichen Geschlechts die Erzählung "Too much happiness" (Zu viel Glück).



Beitragvon grasnarbe » 24.12.2013, 18:37


Schlossberg hat geschrieben:Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro.....................
die Erzählung "Too much happiness" (Zu viel Glück).

Aktuell lese ich gerade den Artikel
Die Revolution soll sich beeilen

Normalerweise fange ich ja nicht hinten an ein Buch zu lesen, aber heute nachmittag musste ich doch aus Neugierde über deinen Tipp von den 10 Erzählungen im Buch die letzte, nämlich Zu viel Glück mir zuerst vorknöpfen. Was soll ich sagen: hinreißend! Danke für den Hinweis.
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon wkv » 24.12.2013, 20:18


Die CHRONIK.

Zu geil, auf den Bildern aus den Achtzigern hab ich ein paar alte, gute Bekannte gesehen...

Zu geil. Feuchte Augen beim Durchblättern.



Beitragvon Schlossberg » 17.01.2014, 20:26


Diesen Artikel,
mit dem Vorsatz, mir die broschierte Ausgabe des Traums doch einmal näher anzusehen.



Beitragvon wkv » 17.01.2014, 20:29


Ken Follets "Jahrhunder-Chronik"....

Toll. Am Anfang etwas zäh, bis die einzelnen Handlungsstränge Fahrt aufnehmen, aber super erzählt und absolut zu empfehlen.

Bisher sind 2 Romane erschienen, "Sturz der Titanen" und "Winter der Welt"....ich freu mich auf den dritten Teil.

Ich bin gespannt, ob das verfilmt wird.



Beitragvon FCK58 » 18.01.2014, 00:28


Ich lese gerade...
ein Buch, welches ich bestimmt schon 10 mal gelesen, aber noch nie richtig verstanden habe.
Ich werde es sicherlich noch 10 mal lesen - und immer noch nicht verstehen. :wink:
Siddharta.
Übrigens beginnt Mitte Februar im Kloster Maulbronn eine ständige Ausstellung über Hermann Hesse und ich weiß jetzt schon, wer sie sich anschauen wird. Ist ja schließlich nicht sooo weit weg.:D
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon daachdieb » 18.01.2014, 12:36


Schlossberg hat geschrieben:Diesen Artikel,
mit dem Vorsatz, mir die broschierte Ausgabe des Traums doch einmal näher anzusehen.


Die Zeit hat heute einen großen Artikel zum 100sten von Arno Schmidt.

Dort in den Kommentaren ein Verweis auf 20min Deutschlandradio (mp3).
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon Schlossberg » 04.03.2014, 18:50


Die Schlafwandler - wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog, von Christopher Clarke.
Anstrengend, ermüdend, schrecklich, beänstigend, aber unglaublich interessant.

(Ich gebe zu, ich höre es als Hörbuch. Es lenkt mich von bei Autofahrten, z. B. von oder nach KL, von Unerfreulichem ab)



Beitragvon grasnarbe » 04.03.2014, 19:01


Schlossberg hat geschrieben:Die Schlafwandler - wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog, von Christopher Clark.
Anstrengend, ermüdend, schrecklich, beänstigend, aber unglaublich interessant.

Das kann ich nur unterstreichen, hab mir den Schwarten im Jan./Febr. zu Gemüte geführt.
Von Clark kannte ich bereits Preußen, ebenfalls ein sehr gutes Buch.
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon trützkow » 04.03.2014, 19:34


Kann mich den Vorrednern nur anschließen.

Ich fand "Sturz der Titanen" von Follet auch sehr spannend. Das Thema hat mich dann dazu animiert, auch "Die Schlafwandler" zu lesen. Ein sehr interessantes (und allerdings manchmal auch zähes) Buch ist Clark da gelungen. Wirklich lesenswert.

Übrigens: Sehr lesenswert waren außerdem die Kommentare von Objektivist hier im Forum (noch vor dem Cottbusdesater). Bester Satz in einer Reihe von sehr klugen Posts:

"Sie <die Trikotträger> sind nur Zugvögel auf einer Reise, die sich vom unserem Herzblut und unseren Träumen ernähren". Objektivist, 24.02.2014

Traurig, aber leider wahr.




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