Archiv für Threads zu nicht mehr aktuellen Spielen.

Beitragvon kh-eufel » 20.05.2019, 12:01


Die Diskussion hier lebt doch davon, verschiedene Standpunkte zu hören und zu bewerten. Ich habe für mich noch keine abschliessende Bewertung angestellt.

Emotional bin ich bei denen, denen unser Steppi tendenziöse Berichterstattung vorwirft. Die Vernunft sagt was anderes. Zur Bewertung müsste man die vorgelegten Angebote und Konzepte der Regionalen und des Luxemburgers vergleichen können. Ich kenne sie nicht. Möglicherweise brachten die erstgenannten tatsächlich nur eine Luftnummer. Alles ungeklärt!

Nun hier aber den Sieg der Fraktion zu feiern, der man sich vorher bedingungslos ergeben hatte und der Gegenseite Kompetenz und neutrale Berichterstattung abzusprechen, geht wirlich nicht. Ohne Kritiker kann man sich nicht weiterentwickeln; schon gar nicht, wenn Selbstkritik im eigenen Wortschatz nicht vorkommt.



Beitragvon kh-eufel » 20.05.2019, 12:07


Wie soll das denn gehen: Einen positiven Beitrag zur Geschäftsführung???

Nach oder während dieser Saison, die sportlich, in der Außendarstellung und ... eine absolute Katastrophe war.

Es gibt leider nichts Positives zu vermelden.



Beitragvon sandman » 20.05.2019, 12:14


kh-eufel hat geschrieben:Wie soll das denn gehen: Einen positiven Beitrag zur Geschäftsführung???

Nach oder während dieser Saison, die sportlich, in der Außendarstellung und ... eine absolute Katastrophe war.

Es gibt leider nichts Positives zu vermelden.


Das dachte ich mir auch..sollen sich die Jungs krampfhaft was aus den Finger ziehen :lol: ?
...früher verdunkelten fliegende Feuerzeuge und Kleingeld den Himmel überm Fritz-Walter-Stadion...

„Das ist das einzige Stadion, in dem ich wirklich Angst hatte.“ (Gerd Müller)



Beitragvon Bigdoubleu » 20.05.2019, 13:51


wkv hat geschrieben:Wo hat die Investorengruppe um Dienes und Sachs über ihre Motive getäuscht? Laut Buck war es doch gerade diese Gruppe, die alles offen auf den Tisch legte, während mit Becca nur die Buchholz'schen Drei verhandelten?


Dass Becca sich für den FCK mitsamt Stadion und weiteren Grundstücken in KL interessiert, ist ja schon seit länger als einem Jahr bekannt.
Dann, als es endlich konkret werden sollte (immer noch die drohende Insolvenz vor Augen) beschließt der Aufsichtsrat auf einmal, dass Klatt und Bader weg sollen! Also die Geschäftsführung des Vereins, deren Aufgabe es ist, mit potentiellen Investoren zu verhandeln. Das ist ein ganz ganz böses Foul von hinten und wurde von Becca genau so verstanden, wie es gemeint war, nämlich als Kriegserklärung. Denn es klar, dass man als Geschäftsmann / Investor absolut darauf vertrauen können muss, dass die Leute, mit denen man seit langer Zeit am verhandeln war, auch dann noch da sind, wenn es dann losgeht mit dem Engagement.
Kann man in diesem Bericht vom 29.4. noch mal wunderschön nachlesen.
https://www.wochenblatt-reporter.de/kai ... uhe_a80356
So, und jetzt wird’s schmutzig und es beginnt der erschreckend offene Machtkampf, der von beiden Seiten mit harten Bandagen geführt wird. Becca verlangt den Rücktritt von Littig als Bedingung für seinen Einstieg, Infos werden an die Presse durchgesteckt, es kommt der große Showdown vom 6.5. mit dem Angebot der regionalen Investoren in letzter Minute, dann die Bombe von Quattrex (was in dem Artikel übrigens schon vorweg genommen wird, das war also nicht wirklich eine Bombe).
Und jetzt zur Sache, warum bin ich der Meinung, dass die Littig-Fraktion sehr bewusst getäuscht hat? Ganz einfach weil ich immer noch eine ganze Menge Fragen habe, auf die es keine Antwort gibt:
- Warum will Littig Becca unbedingt verhindern? Lt. Rheinpfalz hat Littig Becca wohl beleidigt, außerdem die Nummer mit Ponamarev (wär das übrigens so viel besser gewesen?) Was steckt also dahinter? Immerhin ist Becca schon seit über einem Jahr mit Stadt und Verein im Gespräch.
- Wenn Littig den FCK wirklich mit seinem regionalen Netzwerk unterstützen wollte: Warum kommt das Angebot so spät? Am Tag des Showdowns, mit heißer Nadel gestrickt laut SWR, just an dem Tag, an dem es Littig an den Kragen gehen sollte? Warum nicht viel früher? Zum Beispiel zum Zeitpunkt der Diskussion um die Ausgliederung? Das wäre doch wirklich mal ein Zeichen für den Aufbruch gewesen.
- Warum behauptet Littig, er sei nur der Postbote dieses Angebots gewesen? Das ist ja nun wirklich Quatsch.
- Warum verlangen die Investoren einen Sitz im Beirat, der ihnen mit den angedachten 10% der Anteile gar nicht zusteht?
- Und warum reicht Littig dieses Angebot ein, wenn dieses zur Folge hat, dass die Quattrex-Millionen als ganz wichtiger Finanzierungsbaustein wegzubrechen drohen?
- Warum dieses Versteckspiel? Erst sind es 6 Unternehmer, dann nur 2 und dann möglicherweise doch mehr im Zuge von Domino-Effekten. Außerdem: ein einziges Rumgedruckse wegen den Nachfolgeinvestments. Da werden ganz viele Dinge versprochen, aber woher soll das Geld kommen? Die 2 Unternehmer + Littig sind maximal Mittelständler und definitiv nicht potent genug, 3 + 4 + 25 Mio. bereitzustellen, woher soll die Kohle also kommen? Das finale Angebot enthielt ja auch tatsächlich nur die ominösen 3 Mio. Eigenkapital.

Also, warum versucht Littig alles, um Becca zu verhindern, und das wohlgemerkt schon vor dem Ultimatum? Es könnte was damit zu tun haben, dass Littig und seine Geschäftsfreunde auch ein Auge auf Immobiliengeschäfte rund um das Stadion etc. geworfen haben. Man weiß es halt nicht. Nur: Bei Becca wusste man das vorher schon.
So, dass ist meine Sicht der Dinge. Natürlich ist es legitim zu sagen, dass man den Becca-Deal trotzdem scheiße findet und es lieber mit den regionalen Investoren versucht hätte. Ich persönlich bin klar für den Becca-Deal und trotzdem ist mir klar, hier beide Seiten den FCK zum Spielball ihrer Interessen gemacht haben. Aber ich finde man macht es sich zu einfach zu sagen, dass nur die Becca-Seite die Bösen sind und die Littig-Seite die Guten.



Beitragvon lautrelautre666 » 20.05.2019, 14:25


Bigdoubleu hat geschrieben:
wkv hat geschrieben:Wo hat die Investorengruppe um Dienes und Sachs über ihre Motive getäuscht? Laut Buck war es doch gerade diese Gruppe, die alles offen auf den Tisch legte, während mit Becca nur die Buchholz'schen Drei verhandelten?


Dass Becca sich für den FCK mitsamt Stadion und weiteren Grundstücken in KL interessiert, ist ja schon seit länger als einem Jahr bekannt.
Dann, als es endlich konkret werden sollte (immer noch die drohende Insolvenz vor Augen) beschließt der Aufsichtsrat auf einmal, dass Klatt und Bader weg sollen! Also die Geschäftsführung des Vereins, deren Aufgabe es ist, mit potentiellen Investoren zu verhandeln. Das ist ein ganz ganz böses Foul von hinten und wurde von Becca genau so verstanden, wie es gemeint war, nämlich als Kriegserklärung. Denn es klar, dass man als Geschäftsmann / Investor absolut darauf vertrauen können muss, dass die Leute, mit denen man seit langer Zeit am verhandeln war, auch dann noch da sind, wenn es dann losgeht mit dem Engagement.
Kann man in diesem Bericht vom 29.4. noch mal wunderschön nachlesen.
https://www.wochenblatt-reporter.de/kai ... uhe_a80356
So, und jetzt wird’s schmutzig und es beginnt der erschreckend offene Machtkampf, der von beiden Seiten mit harten Bandagen geführt wird. Becca verlangt den Rücktritt von Littig als Bedingung für seinen Einstieg, Infos werden an die Presse durchgesteckt, es kommt der große Showdown vom 6.5. mit dem Angebot der regionalen Investoren in letzter Minute, dann die Bombe von Quattrex (was in dem Artikel übrigens schon vorweg genommen wird, das war also nicht wirklich eine Bombe).
Und jetzt zur Sache, warum bin ich der Meinung, dass die Littig-Fraktion sehr bewusst getäuscht hat? Ganz einfach weil ich immer noch eine ganze Menge Fragen habe, auf die es keine Antwort gibt:
- Warum will Littig Becca unbedingt verhindern? Lt. Rheinpfalz hat Littig Becca wohl beleidigt, außerdem die Nummer mit Ponamarev (wär das übrigens so viel besser gewesen?) Was steckt also dahinter? Immerhin ist Becca schon seit über einem Jahr mit Stadt und Verein im Gespräch.
- Wenn Littig den FCK wirklich mit seinem regionalen Netzwerk unterstützen wollte: Warum kommt das Angebot so spät? Am Tag des Showdowns, mit heißer Nadel gestrickt laut SWR, just an dem Tag, an dem es Littig an den Kragen gehen sollte? Warum nicht viel früher? Zum Beispiel zum Zeitpunkt der Diskussion um die Ausgliederung? Das wäre doch wirklich mal ein Zeichen für den Aufbruch gewesen.
- Warum behauptet Littig, er sei nur der Postbote dieses Angebots gewesen? Das ist ja nun wirklich Quatsch.
- Warum verlangen die Investoren einen Sitz im Beirat, der ihnen mit den angedachten 10% der Anteile gar nicht zusteht?
- Und warum reicht Littig dieses Angebot ein, wenn dieses zur Folge hat, dass die Quattrex-Millionen als ganz wichtiger Finanzierungsbaustein wegzubrechen drohen?
- Warum dieses Versteckspiel? Erst sind es 6 Unternehmer, dann nur 2 und dann möglicherweise doch mehr im Zuge von Domino-Effekten. Außerdem: ein einziges Rumgedruckse wegen den Nachfolgeinvestments. Da werden ganz viele Dinge versprochen, aber woher soll das Geld kommen? Die 2 Unternehmer + Littig sind maximal Mittelständler und definitiv nicht potent genug, 3 + 4 + 25 Mio. bereitzustellen, woher soll die Kohle also kommen? Das finale Angebot enthielt ja auch tatsächlich nur die ominösen 3 Mio. Eigenkapital.

Also, warum versucht Littig alles, um Becca zu verhindern, und das wohlgemerkt schon vor dem Ultimatum? Es könnte was damit zu tun haben, dass Littig und seine Geschäftsfreunde auch ein Auge auf Immobiliengeschäfte rund um das Stadion etc. geworfen haben. Man weiß es halt nicht. Nur: Bei Becca wusste man das vorher schon.
So, dass ist meine Sicht der Dinge. Natürlich ist es legitim zu sagen, dass man den Becca-Deal trotzdem scheiße findet und es lieber mit den regionalen Investoren versucht hätte. Ich persönlich bin klar für den Becca-Deal und trotzdem ist mir klar, hier beide Seiten den FCK zum Spielball ihrer Interessen gemacht haben. Aber ich finde man macht es sich zu einfach zu sagen, dass nur die Becca-Seite die Bösen sind und die Littig-Seite die Guten.



Absolut richtig dargestellt. Ich bin in keinen der Lager verhaftet und mir persönlich hat eine solche Zusammenfassung bezüglich dem Littiglager gefehlt. Vom anderen Lager wurde mehr als genug alles schlechte dargestellt... Mehr als nur einmal.

Ich gehe sogar soweit und pflichte Steppenwolf bei bezüglich der eher einseitigen Berichterstattung von dbb. Das wurde von mir persönlich auch so wahrgenommen. Ist aber ein subjektiver Eindruck. Natürlich könnt ihr mich jetzt erschiessen, weil ich hier auch der Meinung von Steppenwolf bin.

Klar hat die Geschäftsführung nicht viel positives auf den Weg gebracht und ich bin auch kein Freund von Bader. Allerdings sollte man schon mal fest halten dass es tatsächlich Bader war, welcher viele Verträge verlängert und damit viele Spieler(gerade die jungen Spieler) länger an den Verein vertraglich gebunden hat. Dies hat mir die letzten Jahre auch gefehlt und da wurde viel gepennt. Das heisst jetzt nicht das ich Bader als super Manager sehe. Hier wurde fast schon tausendfach geschrieben das Bader garnix kann. Aufgrund der oben beschriebenen Vertragsgestaltungen ist dies schlichtweg falsch. Eine faire Bewertung fand bei Bader hier nicht statt.

Im Großen und Ganzen sind wir uns alle einig das dieses Theater dem fck massiv geschadet hat ich hoffe inständig das es endlich sportlich nach oben geht.

In diesen Sinne.... Forza fck
:teufel2: Pep Guardiola: Wenn Deutsche so gedemütigt wurden, hält sie nichts mehr auf - die sind glatt in der Lage, uns zu überrennen. Ich weiß das. Ich war in 1991 in Kaiserslautern dabei. Damit bin ich genug bedient." :teufel2:



Beitragvon City-Service » 20.05.2019, 14:42


Bigdoubleu hat geschrieben:
wkv hat geschrieben:Wo hat die Investorengruppe um Dienes und Sachs über ihre Motive getäuscht? Laut Buck war es doch gerade diese Gruppe, die alles offen auf den Tisch legte, während mit Becca nur die Buchholz'schen Drei verhandelten?


Dass Becca sich für den FCK mitsamt Stadion und weiteren Grundstücken in KL interessiert, ist ja schon seit länger als einem Jahr bekannt.
Dann, als es endlich konkret werden sollte (immer noch die drohende Insolvenz vor Augen) beschließt der Aufsichtsrat auf einmal, dass Klatt und Bader weg sollen! Also die Geschäftsführung des Vereins, deren Aufgabe es ist, mit potentiellen Investoren zu verhandeln. Das ist ein ganz ganz böses Foul von hinten und wurde von Becca genau so verstanden, wie es gemeint war, nämlich als Kriegserklärung. Denn es klar, dass man als Geschäftsmann / Investor absolut darauf vertrauen können muss, dass die Leute, mit denen man seit langer Zeit am verhandeln war, auch dann noch da sind, wenn es dann losgeht mit dem Engagement.
Kann man in diesem Bericht vom 29.4. noch mal wunderschön nachlesen.
https://www.wochenblatt-reporter.de/kai ... uhe_a80356
So, und jetzt wird’s schmutzig und es beginnt der erschreckend offene Machtkampf, der von beiden Seiten mit harten Bandagen geführt wird. Becca verlangt den Rücktritt von Littig als Bedingung für seinen Einstieg, Infos werden an die Presse durchgesteckt, es kommt der große Showdown vom 6.5. mit dem Angebot der regionalen Investoren in letzter Minute, dann die Bombe von Quattrex (was in dem Artikel übrigens schon vorweg genommen wird, das war also nicht wirklich eine Bombe).
Und jetzt zur Sache, warum bin ich der Meinung, dass die Littig-Fraktion sehr bewusst getäuscht hat? Ganz einfach weil ich immer noch eine ganze Menge Fragen habe, auf die es keine Antwort gibt:
- Warum will Littig Becca unbedingt verhindern? Lt. Rheinpfalz hat Littig Becca wohl beleidigt, außerdem die Nummer mit Ponamarev (wär das übrigens so viel besser gewesen?) Was steckt also dahinter? Immerhin ist Becca schon seit über einem Jahr mit Stadt und Verein im Gespräch.
- Wenn Littig den FCK wirklich mit seinem regionalen Netzwerk unterstützen wollte: Warum kommt das Angebot so spät? Am Tag des Showdowns, mit heißer Nadel gestrickt laut SWR, just an dem Tag, an dem es Littig an den Kragen gehen sollte? Warum nicht viel früher? Zum Beispiel zum Zeitpunkt der Diskussion um die Ausgliederung? Das wäre doch wirklich mal ein Zeichen für den Aufbruch gewesen.
- Warum behauptet Littig, er sei nur der Postbote dieses Angebots gewesen? Das ist ja nun wirklich Quatsch.
- Warum verlangen die Investoren einen Sitz im Beirat, der ihnen mit den angedachten 10% der Anteile gar nicht zusteht?
- Und warum reicht Littig dieses Angebot ein, wenn dieses zur Folge hat, dass die Quattrex-Millionen als ganz wichtiger Finanzierungsbaustein wegzubrechen drohen?
- Warum dieses Versteckspiel? Erst sind es 6 Unternehmer, dann nur 2 und dann möglicherweise doch mehr im Zuge von Domino-Effekten. Außerdem: ein einziges Rumgedruckse wegen den Nachfolgeinvestments. Da werden ganz viele Dinge versprochen, aber woher soll das Geld kommen? Die 2 Unternehmer + Littig sind maximal Mittelständler und definitiv nicht potent genug, 3 + 4 + 25 Mio. bereitzustellen, woher soll die Kohle also kommen? Das finale Angebot enthielt ja auch tatsächlich nur die ominösen 3 Mio. Eigenkapital.

Also, warum versucht Littig alles, um Becca zu verhindern, und das wohlgemerkt schon vor dem Ultimatum? Es könnte was damit zu tun haben, dass Littig und seine Geschäftsfreunde auch ein Auge auf Immobiliengeschäfte rund um das Stadion etc. geworfen haben. Man weiß es halt nicht. Nur: Bei Becca wusste man das vorher schon.
So, dass ist meine Sicht der Dinge. Natürlich ist es legitim zu sagen, dass man den Becca-Deal trotzdem scheiße findet und es lieber mit den regionalen Investoren versucht hätte. Ich persönlich bin klar für den Becca-Deal und trotzdem ist mir klar, hier beide Seiten den FCK zum Spielball ihrer Interessen gemacht haben. Aber ich finde man macht es sich zu einfach zu sagen, dass nur die Becca-Seite die Bösen sind und die Littig-Seite die Guten.


Ein Gute Zusammenfassung der Geschehnisse ....

und ich verstehe nicht wie diese miese Aktion von Littig (wo es mit Becca konkret wurde) abgetan wird oder was von Werte oder nicht mehr mein Verein gefaselt wird. Gehts noch. Da ist keiner besser gewesen und ob es am Ende der bessere Deal war wissen wir wenn das endgültige Investitionsvolumen bekannt wird .

So Long :teufel2:
Ha Ho He !



Beitragvon daachdieb » 20.05.2019, 15:05


City-Service hat geschrieben:... und ich verstehe nicht ...

Wenn hier wichtige Dinge unter den Tisch gekehrt werden, die nicht ins eigene Weltbild passen, wird man die Zusammenhänge auch nicht verstehen können:

Banf sagte nur soviel, dass er natürlich jedes seriöse Angebot prüfen müsse, dass er sich aber exakt an jene Vorgaben halten werde, die die Mitglieder des FCK bei der Ausgliederung der Profiabteilung des Vereines beschlossen haben.
(SWR 17.1.2019)

Das war nachdem Ponomadingens ins Gespräch gebracht wurde und VOR der Infragestellung der GF durch den AR.

Den heuchlerischen Duktus von Banf erkennt man aber - oder?
Zuletzt geändert von daachdieb am 20.05.2019, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon SEAN » 20.05.2019, 15:07


City-Service hat geschrieben:
Bigdoubleu hat geschrieben:


Ein Gute Zusammenfassung der Geschehnisse ....


Und doch nicht Fehlerfrei.
Fakt ist, Littig hat im Auftrag des AR mit dem Uerdinger Russen verhandelt, das hat selbst Banf bestätigt.
Fakt ist auch das Littig öffentlich gesagt hat, das er gerne beide Investoren beim FCK hätte. Warum sollte er dann Becca verhindern?
Des weiteren sagt ein Buck, das das Konzept der regionalen Investoren besser aussah als das von Becca. Da war nämlich überhaupt nix zu lesen. Wenn das mit heißer Nadel über Nacht gestrickt war, weshalb bekommen die über Nacht was besseres hin, als die 3 verhandelnden Personen vom FCK mit einem Investor Becca in 6 Monaten? Ich stell mir das mit einem einfacher vor als mit 6 unterschiedlichen. Und dann frag ich mich, warum man darauf drängt, das sich die regionalen Investoren unbedingt outen müssen. Ich hätte das genauso gemacht, geben und im Hintergrund halten als von einigen Spacken beleidigt oder bedrängt zu werden, was ja schon teilweise im Gange ist. Die wirtschaftliche Vorraussetzungen sind von einem Wirtschaftsprüfer bestätigt worden, mehr hat nicht zu interessieren.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Jo1954 » 20.05.2019, 15:27


Bigdoubleu hat geschrieben:.....Immerhin ist Becca schon seit über einem Jahr mit Stadt und Verein im Gespräch....


Das ist - für mich - der interessanteste Satz in deinem Beitrag! Das heißt die Gespräche liefen bereits vor der Ausgliederung? :nachdenklich:



Beitragvon lehrer pöppl » 20.05.2019, 15:31


Gerne nehme ich Stellung zur Kritik an meinem Artikel:
Zunächst muss ich zwei Punkten ohne Umschweife zustimmen: Natürlich ist der Tonfall „Mimimi“ und diese persönliche Abhandlung an prominenter Stelle zu platzieren, kann mit Fug und Recht als „wichtigtuerisch“ kritisiert werden. Beides kann man doof finden. Dessen bin ich mir bewusst.
Einen klassischen Spielbericht zu verfassen macht in dieser (sportlichen) Situation aber aus meiner Sicht keinen Sinn, denn diese Art von Begegnung besitzt einen begrenzten Aussagewert und die wesentlichen Aspekte, die ich für erwähnenswert hielt, habe ich auch dargestellt.
Darüber hinaus möchte ich aber auch inhaltliche Aspekte noch einmal klarstellen:
1) „Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich freue mich über jeden einzelnen Fan, der weiter macht und das am Leben hält, was das "Wir", zu dem ich mich immer noch zähle, unter den drei Buchstaben FCK versteht.“

War wohl nicht genug der Vorbeugung. Vielleicht auch nicht der Lesekompetenz. Aber noch einmal in aller Deutlichkeit: Ich möchte keinen einzigen Menschen dazu aufrufen, nicht mehr ins Stadion zu gehen. Ich habe auch mit keinem einzigen Wort behauptet, kein Fan mehr zu sein. Das ist für mich schlichtweg unmöglich. Und ich bin und bleibe Mitglied, auch wenn die damit verbundenen Rechte verraten und verkauft wurden.

2) Das Lager der Desillusionierten immer reflexartig als „ewig gestrige Traditionalisten“ abzustempeln ist einfach absurd. Ich habe für die Ausgliederung gestimmt, da ich unverändert der Meinung bin, dass es die einzige Chance bedeutet, der völligen Auslöschung zu entgehen. Ich habe in diesem Kontext auch nichts gegen einen Becca. Ich hätte weder an ihn noch an die regionalen Investoren den Anspruch „Freunde und Fans“ des FCK zu sein. Wenn sie das wären, hätten sie schon die ganzen letzten Jahre in die Pötte kommen können. Diese Leute geben Geld und wollen dafür eine Gegenleistung. Das finde ich extrem rational und alles andere als verwerflich.

Der Zorn von Menschen wie mir richtet sich nur an die gewählten und bezahlten Vertreter des Vereins, die unsere Interessen nicht vertreten, sondern verkauft haben. Und das zu Lasten des Vereins und zu ihrem eigenen Nutzen. Wer die Schmutzkampagne der BILD-Zeitung nicht nur duldet, sondern befeuert, dem kann nichts am FCK liegen.

Die Frage: „Becca/ regionale Investoren oder Insolvenz?“ ist eine, die sich nie hätte stellen sollen. War nicht bereits im Oktober/November 2018 die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir eine weitere Drittligasaison finanzieren müssen? Hätte es in dieser Situation keine bessere Strategie gegeben, eine die auf Solidarität und viele Schultern setzt, und nicht auf wenige Menschen, die dann die Zügel umso fester in der Hand halten? Ich denke schon. Und das werte ich als Missbrauch meiner Stimme, meines Vertrauens und meines Geldes. Dazu stehe ich.

3) Abgesehen von der finanziellen Strategie ist die sportliche Planung komplett gescheitert. Ohne die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hätte wohl der Abstiegskampf gedroht.
Man kann sich irren, keine Frage. Aber man sollte dazu stehen und die Schuld nicht bei anderen suchen, um diese dann – wie gesagt, auf Kosten der Reputation des Vereins – auf die unappetitlichste Art und Weise öffentlich zu diskreditieren. Ganz abgesehen davon, dass der grausame Fußball alleine eine ganze Menge an Zuschauer- und sonstigen Einnahmen gekostet hat.

Zusammengefasst: Die selbstverschuldete Notsituation als Instrument zu benutzen, um den eigenen Posten zu retten, halte ich für nicht hinnehmbar. Wenn ich meine Position halten und stärken möchte – wofür es sicherlich auch Argumente gab, dann überzeuge ich genau damit: Mit Argumenten und Konzepten, aber nicht mit Kampagnen.

Das Beste für die Gewinner dieses Konflikts ist doch, dass sie sich damit gleichzeitig ein Alibi für ein eventuelles Scheitern verschaffen. Für die breite Öffentlichkeit ist doch klar: „Bei diesen doofen Bauern, die den alten Zeiten nachtrauern, kann niemand Erfolg haben.“ Und keiner hinterfragt, ob Einsatz und Ertrag in einem gesunden Verhältnis stehen. Dies war doch bereits die „Methode Jäggi“: Je schlechter du sportlich deinen Job machst, desto mehr Nebelkerzen musst du werfen. Und wie die seinerzeit geschlossenen Verträge „nachhaltig“ zu unserer Gesundung hingewirkt haben, sollte bekannt sein.

Der FCK scheitert aber nicht daran, dass wir Fans zu viel erwarten oder streitlustig sind, sondern daran, dass seit 20 Jahren die sportlichen Konzepte nicht aufgehen, aber nie ein Verantwortlicher die eigenen Versäumnisse reflektiert, sondern immer nur mit dem Finger auf die Vorgänger zeigt.

4) Für das Gelingen dieser Strategie gibt es eine Bedingung: unser aller Leidenschaft für den Verein. Wir wollten und wollen glauben, dass endlich wieder alles gut wird. Und je größer die Not und je größer die Versprechungen, desto bereitwilliger fallen wir darauf herein.

In diesen letzten Wochen ist die Diskrepanz zwischen fehlenden Argumenten und der Rücksichtslosigkeit, den eigenen Willen durchzusetzen, derart groß, dass ich nicht darüber hinweg sehen kann. Und aus Protest setze ich den einzigen kleinen Hebel an, der mir bleibt: ich gebe kein Geld mehr und kündige meine Dauerkarte.



Beitragvon Bigdoubleu » 20.05.2019, 15:37


Jo1954 hat geschrieben:
Bigdoubleu hat geschrieben:.....Immerhin ist Becca schon seit über einem Jahr mit Stadt und Verein im Gespräch....


Das ist - für mich - der interessanteste Satz in deinem Beitrag! Das heißt die Gespräche liefen bereits vor der Ausgliederung? :nachdenklich:


Guggst du hier:
https://www.swr.de/sport/fussball-1-der ... index.html

Das war im November 2017. Da wird Becca noch nicht genannt, aber er wird es wohl gewesen sein. Kur darauf kommt dann der Name Becca ins Spiel.



Beitragvon PavelKadlec » 20.05.2019, 15:48


Neben dem Dilettantismus in der Führungsetage des FCK ist mitunter auch die Haltung eines (Groß-?)Teils der Anhängerschaft für den Niedergang verantwortlich.
Alleine ernsthaft zu propagieren, daß "wahre (Vereins-)Liebe keine Liga kennt", zeugt von mangelnder Reflexion dieser Leute.
Sich nur selbst zu beweihräuchern, die besten Fans vom besten Verein der Welt zu sein, nur an den Feindbildern Bayern, Hoffenheim, Mainz, Leipzig sich abzuarbeiten, Hauptsache man schreit beim Betze-Lied am lautesten "außer Bayern", ohne auch nur ausreichend den Blick auf die eigenen Verfehlungen zu richten, ist naiv und dumm.
Wohin die Reise mit dem Traditionsgeschwurbel geht kann man ja aktuell beobachten.
Von den Funktionären der letzten Jahrzehnte hat keiner einen nennenswerten Schaden davongetragen, der Scherbenhaufen bekommen die Fans vor die Füße gekippt.
Hätte es lieber mal, schon vor Jahren, scheiß Betze statt scheiß Bayern von den Tribünen gehallt, hätte man lieber, statt in Selbstherrlichkeit zu verharren, die Entwicklungen des Geschäfts Fußball anerkannt und antizipiert, statt sich selbst, mit ein paar Bierchen oder Schorlen intus, im Allerweltssingsang auf der Tribüne einzulullen und schöne heile Betzewelt zu "feiern", wie anders könnte da die Realität heute aussehen.
Das "ach so schwierige und anspruchsvolle Publikum" hat sich mal um mal als dummes Wahlvolk für so manchen Retter missbrauchen lassen und so sich und den Verein hergegeben.
Dem immergleichen Geschwätz von Zusammenhalt und gemeinsamem Durchkämpfen der Krise blind folgend, wurden der Zusammenhalt wohl nur innerhalb Teilen der Fans aber nie zwischen Fans und Vereinsführung gelebt. Die Anerkennung dieser Realität mag schmerzlich sein, ändert aber nichts am heutigen Ist-Zustand.
Wenn nun exemplarisch ein Dominic Bold, der bis an die Schmerzgrenze betzeverrückt ist, sich abwendet, dann erscheint das legitim.
Und sollte zu denken geben.
Wer ihm dann gute Reise wünscht, nach dem Motto: Reisende soll man nicht aufhalten, dem ist nicht mehr zu helfen.
Wem als "Superfan" die Liga egal ist, wer für ein "weiter so" plädiert, der soll sich doch mit seinesgleichen am Wochenende im Park treffen, ein paar Bier oder Wein trinken, auf die bösen Bayern, Hoffenheimer, Mainzer, etc. schimpfen und mit ner süßen Choreo Fähnchen schwingend Betzelieder trällern. Ganz ehrlich, den müden Kick auf dem Rasen braucht ihr gar nicht, ihr habt euch ja selbst, ihr traditionsbewussten Superfans.
Wem es aber auch um Fußball geht, der darf und sollte mehr verlangen. Und wenn er das nicht bekommt, dann darf man sich auch abwenden. Wahre Fanliebe ist nämlich keine Einbahnstraße.
Kommerzblut - Geld schießt eben doch Tore



Beitragvon Flo » 20.05.2019, 15:57


kh-eufel hat geschrieben:Wie soll das denn gehen: Einen positiven Beitrag zur Geschäftsführung???

Nach oder während dieser Saison, die sportlich, in der Außendarstellung und ... eine absolute Katastrophe war.

Es gibt leider nichts Positives zu vermelden.


Ja, mir ist auch leider nichts eingefallen.
Bild



Beitragvon Bigdoubleu » 20.05.2019, 15:59


lehrer pöppl hat geschrieben: Die Frage: „Becca/ regionale Investoren oder Insolvenz?“ ist eine, die sich nie hätte stellen sollen. War nicht bereits im Oktober/November 2018 die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir eine weitere Drittligasaison finanzieren müssen? Hätte es in dieser Situation keine bessere Strategie gegeben, eine die auf Solidarität und viele Schultern setzt, und nicht auf wenige Menschen, die dann die Zügel umso fester in der Hand halten? Ich denke schon. Und das werte ich als Missbrauch meiner Stimme, meines Vertrauens und meines Geldes. Dazu stehe ich.


Gegenfrage: Wäre das nicht ein toller Zeitpunkt gewesen für das Angebot der regionalen Investoren?

Und wenn du von einer "selbstverschuldeten Notsituation" sprichst, verkennst du aus meiner Sicht das Ausmaß der Notsituation. Die beginnt nicht mit der Kaderplanung 2018/2019 sondern mit der WM 2006.



Beitragvon lehrer pöppl » 20.05.2019, 16:46


Kein Mensch bestreitet, dass der langfristige Niedergang schon viel früher eingesetzt hat, aber wenn dies das Argument ist, darf ich den Job beim FCK nicht übernehmen. Dann darf ich keine Kredite aufnehmen, große Reden bei der AOMV schwingen und stets betonen, dass ich einen Plan habe.

Wie gesagt, es hat niemand Unrecht, wenn er auf die Fehler der Vorgänger verweist, aber das darf doch nicht in Endlosschleife die Ausrede für die eigenen Fehler sein.

Vor der Saison hieß das selbstformulierte Ziel: Aufstieg. Das darf man nicht als locker machbar erachten, aber es wäre deiner Argumentation nach gar nicht möglich.

Zum Angebot der regionalen Investoren: ich habe weder deren Angebot noch deren Strategie je verteidigt. Die Frage, die aber gestellt werden muss, ist meines Erachtens folgende: Wenn es in Kaiserslautern Menschen mit Kleingeld gibt, die einem als Sponsoren sogar bekannt sind, ist es dann nicht die verdammte Pflicht eines FCK-Geschäftsführers schon lange vorher mit denen geredet zu haben, auf der Suche nach einem Ausweg? Passend dazu die Posse um die Ausbootung Rainer Kesslers.

Ich bin ein spießiger Beamter und kein Finanzexperte, aber ich stelle es mir nicht unmöglich vor, im gesamten Dunstkreis des FCK einen "Club der Retter" auf die Beine zu stellen, die alle mit einem überschaubaren Betrag in die regionale Säule einbezahlen, um auf diesem Sockel die Fansäule zu öffnen.

Ich glaube einfach nicht, dass alle verfügbaren Optionen verfolgt wurden und ich (und viele andere) kommen zu dem Schluss, dass dies nicht zum Wohle des Vereins passierte.

Wenn Geld alleine selig machen würde, spielte 1860 jetzt in der ersten Liga, oder der HSV in der CL.

Bei uns wird zur Zeit der eigene Misserfolg instrumentalisiert. Aber alle freuen sich auf die Bundesliga. Und ich kann allen versichern, dass mir nichts lieber wäre, aber ich kann nicht daran glauben.



Beitragvon bb99 » 20.05.2019, 17:51


jj73 hat geschrieben:Darf ich euren Investoren-Streit mal kurz unterbrechen und etwas zur Choreo fragen?
Warum darf da ein Hooligan stehen?
Habe ich etwas verpasst? Ich dachte Hooligans sind gewaltbereit (siehe Überfall auf Duisburger Fanzug 2017) und (oft)rechts (siehe u.a. Münzenmaier) ?
Wie kann es sein dass ihnen eine solche Plattform geboten wird? Das war ja schon beim Handzettel vor zwei Wochen im Stadion so.
Erleben wir einen Rechtsrutsch der Kurve seiten unserer Ultras oder wollen unsere Ultras durch bewusste "Entdämonisierung" die rechten Schläger zurück ins gemeinsame Boot holen?
Würde mich echt interessieren, was da gerade passiert.

Sorry, aber dieser Post ist einer der unqualifiziertesten der letzten Monate. Wie kann mann da wieder jemand in die politisch rechte Ecke drängen? Was haben die Lautrer Hools mit `Rechts`zu tun? Hast du mal gesehen wieviele Ausländer in der Grupierung sind? Und vorallem war Münzmeier nie in der Hooligan Szene.... bitte erst informieren bevor du in Zukunft einfach unwahre Sachen in den Raum wirfst. Lasst doch endlich die Politik aus dem Stadion bzw. aus dem Chat hier. Es geht hier rein nur um unseren FCK....



Beitragvon grasnarbe » 20.05.2019, 17:52


lehrer pöppl hat geschrieben:Gerne nehme ich Stellung zur Kritik an meinem Artikel:
..........................

Du hast einen guten Spielbericht geschrieben. Lass Dich von diesem vierbeinigen Springteufel und anderen Wadenbeißern hier nicht ins Bockshorn jagen. Die sind in einer Mission unterwegs und sollten Dir keine schlaflosen Nächte bereiten.
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon Bigdoubleu » 20.05.2019, 19:07


lehrer pöppl hat geschrieben:Kein Mensch bestreitet, dass der langfristige Niedergang schon viel früher eingesetzt hat, aber wenn dies das Argument ist, darf ich den Job beim FCK nicht übernehmen. Dann darf ich keine Kredite aufnehmen, große Reden bei der AOMV schwingen und stets betonen, dass ich einen Plan habe.

Wie gesagt, es hat niemand Unrecht, wenn er auf die Fehler der Vorgänger verweist, aber das darf doch nicht in Endlosschleife die Ausrede für die eigenen Fehler sein.

Vor der Saison hieß das selbstformulierte Ziel: Aufstieg. Das darf man nicht als locker machbar erachten, aber es wäre deiner Argumentation nach gar nicht möglich.

Zum Angebot der regionalen Investoren: ich habe weder deren Angebot noch deren Strategie je verteidigt. Die Frage, die aber gestellt werden muss, ist meines Erachtens folgende: Wenn es in Kaiserslautern Menschen mit Kleingeld gibt, die einem als Sponsoren sogar bekannt sind, ist es dann nicht die verdammte Pflicht eines FCK-Geschäftsführers schon lange vorher mit denen geredet zu haben, auf der Suche nach einem Ausweg? Passend dazu die Posse um die Ausbootung Rainer Kesslers.

Ich bin ein spießiger Beamter und kein Finanzexperte, aber ich stelle es mir nicht unmöglich vor, im gesamten Dunstkreis des FCK einen "Club der Retter" auf die Beine zu stellen, die alle mit einem überschaubaren Betrag in die regionale Säule einbezahlen, um auf diesem Sockel die Fansäule zu öffnen.

Ich glaube einfach nicht, dass alle verfügbaren Optionen verfolgt wurden und ich (und viele andere) kommen zu dem Schluss, dass dies nicht zum Wohle des Vereins passierte.

Wenn Geld alleine selig machen würde, spielte 1860 jetzt in der ersten Liga, oder der HSV in der CL.

Bei uns wird zur Zeit der eigene Misserfolg instrumentalisiert. Aber alle freuen sich auf die Bundesliga. Und ich kann allen versichern, dass mir nichts lieber wäre, aber ich kann nicht daran glauben.


Erst mal vielen Dank für die Klarstellung. Das mit dem Club der regionalen Retter ist per se natürlich sympathisch, aber wenn man sich die Verschuldung des Vereins ansieht und die Jahr für Jahr anlaufenden Fehlbeträge müssen halt schon erkleckliche Millionenbeträge aufgebracht werden, und zwar nicht einmalig, sondern sonderhaft. Dafür müssen sich die regionalen Unternehmer schon gewaltig strecken (das kann man übrigens am Beispiel der Dienes Packaging GmbH auch im Bundesanzeiger nachlesen). Ich kann mangels Kontovollmachten natürlich nicht behaupten, dass das per se total unmöglich ist, aber es wäre schon ein gewaltiger Kraftakt.

Ich weiß übrigens auch nicht, ob die Geschäftsführung eine regionale Lösung nicht sogar versucht hat, angeblich wurde ja so ziemlich jeder mit ein bisschen Geld in der Tasche vom FCK angeschrieben. Aber deinen Vorwurf, dass man in dieser Hinsicht nicht alles versucht hat, könnte man gewissermaßen auch umdrehen:

Die Gewinnung eines Ankerinvestors war ja von Anfang an wichtiger Bestandteil der Ausgliederung. So, und das Interesse von Becca konnte man ja schon Ende 2017 der Presse entnehmen. Dieses Eisen zu schmieden war und ist m.A.n. die allerhöchste Priorität für den Vereinsvorstand. Was wäre bitteschön gewesen, wenn der FCK am Ende in die Insolvenz gerutscht wäre und dann ein Flavio Becca vor die Presse tritt und sagt: ich hätte ja geholfen, aber mit mir hat ja niemand ernsthaft geredet?

Ich jedenfalls war regelrecht geschockt, als ich davon gehört habe, dass der Vorstand Ende April 2019, also kurz bevor es ernst wurde, abgesägt werden sollte. (Womit ziemlich eindeutig Becca gemeint war) Denn für mich sah und sieht es so aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rettung des FCK mit der Becca-Option die ganze Zeit die vielversprechendste Variante war. Und bis zum 6.5. wahrscheinlich auch die einzige realistische.

Und auch ein selbstgeschnitzter regionaler Anker-Investor investiert nicht, ohne selbst Einfluss zu nehmen und gestalten zu wollen. Das hat ja auch Littigs Investorengruppe gezeigt, die ja nicht ohne Grund in einem Szenario einsteigen wollte, in dem sie für 10% einen Beiratssitz bekommen hätte und vor allem in dem Becca weg gewesen wäre und sie zusammen mit Littig die Fäden hätten ziehen können.

Kurzum: Es ist alles nicht so einfach. Was wir hier erlebt haben ist knallharte Machtpolitik und da gibt es m.A.n. kein schwarz und kein weiß.

Aber: Man kann konträre Meinungen vertreten und trotzdem vernünftig miteinander reden. Denn alle hier haben (hoffentlich!) das gleiche Ziel: Dass es mit dem FCK wieder aufwärts geht. Insofern danke ich dir aufrichtig für die Versachlichung der Diskussion!

Ich finde es zudem gut, dass die Streithähne da oben jetzt zumindest verbal abgerüstet haben, was ich insb. Herrn Littig hoch anrechne. Ich hoffe, dass die Fans sich auch bald wieder einkriegen. Und ganz ehrlich: Wahrscheinlich ist das in der wirklichen Welt auch so. Im dummen Internet geht es halt immer hoch her (siehe Kommentarspalten zu jedem beliebigen Thema in jeder beliebigen Zeitung). Die Fans aufm Betze haben sich beim letzten Spiel jedenfalls hinter ihren Verein gestellt, obwohl in der West garantiert auch die einen pro und die anderen contra Becca waren. Und selbst beim HSV hat beim letzten Saisonspiel die Hütte nicht gebrannt.

Insofern: Ich hoffe du kommst bald wieder zurück!

Forza FCK :teufel2:



Beitragvon WernerL » 20.05.2019, 19:23


SEAN hat geschrieben:Und doch nicht Fehlerfrei.
Fakt ist, Littig hat im Auftrag des AR mit dem Uerdinger Russen verhandelt, das hat selbst Banf bestätigt.
Fakt ist auch das Littig öffentlich gesagt hat, das er gerne beide Investoren beim FCK hätte. Warum sollte er dann Becca verhindern?
Des weiteren sagt ein Buck, das das Konzept der regionalen Investoren besser aussah als das von Becca.


Wir brauchen eine Einheit in der Führung, kommt diese nicht können die Gelder auch schell verpuffen, siehe 1860.
Dort wird nur gestritten.

Das sportliche Konzept war vielleicht nicht das was die Regionalen angeboten haben, aber das lässt sich doch nachholen.
Wir Fans sollte hier natürlich nachhaken auf Versammlungen was denn hier so geplant ist.

Wichtig ist das Stadion, ich hoffe hier wird ein guter Deal geschlossen.
Und wenn Becca Ahnung hat, wird er logischerweise keine Pacht verlangen, wozu, er muss zusammen mit allen Beteiligten den Club stärken damit die Anteile an Wert steigen, also erfolgreich gespielt wird.
Ich bin schon ziemlich gespannt was hier passiert.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon BernddasBrot2 » 20.05.2019, 19:47


Ein Spiel welches so vieles widerspiegelt.
Einzelspieler und keine Mannschaft.
Tschüss Florian, auch wenn du nicht so oft in der Mannschaft gestanden hast, du warst denk ich ein wichtiger Baustein.
Danke Dominic, du hast viele wahre Worte gefunden, dein Abschied find ich zwar traurig, aber vollstes Verständnis dafür.
Alle die jetzt wieder Ruhe verordnen wollen, werden sehen wohin das führt.
Damals zu den Abstiegen, diesmal zu der Beerdigung.
Den Verrätern wünsche ich die Seuche an den Halos, namentlich müssen die nicht genannt werdenm die sind alle bekannt.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon Hatschongelb » 20.05.2019, 20:24


BernddasBrot2 hat geschrieben:Alle die jetzt wieder Ruhe verordnen wollen, werden sehen wohin das führt.
Damals zu den Abstiegen, diesmal zu der Beerdigung.
Den Verrätern wünsche ich die Seuche an den Halos, namentlich müssen die nicht genannt werdenm die sind alle bekannt.


Komm aber nicht in ein paar Jahren wieder, wenn es wider Erwarten doch für die Bundesliga reicht...



Beitragvon daachdieb » 20.05.2019, 20:35


Hatschongelb hat geschrieben:Komm aber nicht in ein paar Jahren wieder, wenn es wider Erwarten doch für die Bundesliga reicht...

Schatzi, dann wirds doch erst wieder kuschelig wenn wir wieder da sind.

Keine Angst, wir kommen wieder wenn der FCK wieder der FCK ist und nicht nur ein paar Söldner in Rot für ein paar Taugenichtse Schau laufen. Darf dann auch gerne noch in Liga 3 sein. Wir sind nicht so verwöhnte Rotzlöffel.
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon steppenwolf » 20.05.2019, 20:44


@daachdieb, spielt der FCK wieder erfolgreicher, werden sich die Lücken binnen kürzester Zeit schließen. Auf die geschätzt 30-50 Nostalgiker hier im Forum wird der FCK verzichten können. Bringt sicherlich auch mehr Ruhe, die jetzt dringend notwendig ist.
Kontinuität - Ruhe bewahren - Geduld haben - habe ich mir verordnet und versuche mich daran zu halten.
FORZA FCK :teufel2:



Beitragvon Bigdoubleu » 20.05.2019, 21:14


daachdieb hat geschrieben:
Hatschongelb hat geschrieben:Komm aber nicht in ein paar Jahren wieder, wenn es wider Erwarten doch für die Bundesliga reicht...

Schatzi, dann wirds doch erst wieder kuschelig wenn wir wieder da sind.

Keine Angst, wir kommen wieder wenn der FCK wieder der FCK ist und nicht nur ein paar Söldner in Rot für ein paar Taugenichtse Schau laufen. Darf dann auch gerne noch in Liga 3 sein. Wir sind nicht so verwöhnte Rotzlöffel.


Gibts eigentlich heute noch irgendeinen Verein im Profifußball, wo man irgendelche Nicht-Söldner findet? Wahre Vereinstreue findet man doch nur noch am Ende der Nahrungskette...



Beitragvon wkv » 20.05.2019, 21:20


Es gibt Leuchtfeuer im Dunkeln.
Steven Gerrard. Als Beispiel.
Ansonsten eher weniger, da hast du recht.




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