Alles rund um die Spiele des 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Ingo » 25.05.2024, 22:02


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0:1 gegen Leverkusen: FCK liefert tollen Fight im Finale

Der 1. FC Kaiserslautern zeigt im Endspiel um den DFB-Pokal eine starke Vorstellung und muss sich Bayer Leverkusen nur knapp geschlagen geben. Nach 90 packenden Minuten heißt es nach einem frühen Gegentor 0:1 (0:1).

FCK-Trainer Friedhelm Funkel hatte mit seiner Aufstellung für das Pokal-Endspiel durchaus eine kleine Überraschung parat und ließ die Roten Teufel mit zwei Viererketten, Filip Kaloc auf der Sechs und Daniel Hanslik als einziger Spitze auflaufen.

Angefeuert von mehr als 30.000 fanatischen FCK-Fans im Olympiastadion begann der krasse Außenseiter mutig und kam durch einen Schuss von Hanslik zur ersten Möglichkeit der Partie (5.). Anschließend entwickelte sich die erwartete Partie mit deutlich mehr Ballbesitz für Leverkusen. In der 15. Minute verhinderte Julian Krahl gegen Florian Wirtz einen Rückstand, aber nur wenig später war es dann doch passiert. Granit Xhaka zirkelte einen Linksschuss zum 0:1 in die Maschen (16.). Mit viel Einsatz und etwas Glück hielten die Lautrer den knappen Rückstand anschließend bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit. Dort sah der bereits verwarnte Odilon Kossounou nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (44.). In der Nachspielzeit schnupperte der FCK sogar noch am Ausgleich, der Schuss von Tobias Raschl strich aber knapp am langen Pfosten vorbei (45.+3). Mit einem knappen Rückstand, aber mit einem Mann mehr gingen die Roten Teufel somit in die Halbzeitpause.

Für die zweiten 45 Minuten brachte Funkel Ragnar Ache für Hanslik, die gefährlichere Mannschaft blieb zunächst aber der Deutsche Meister aus Leverkusen. Amine Adli mit einem Distanzschuss (55.) und Josip Stanisic per Kopf (56.) fehlte jeweils nicht viel. Auf der Gegenseite führte sich aber auch Ache mit zwei Distanzschüssen gleich gut ein (59., 62.). Beim zweiten musste sich Torwart Lukas Hradecky ziemlich strecken, um den Ball abzuwehren. Die Lautrer hatten in Überzahl nun mehr Spielanteile und arbeiteten an weiteren Möglichkeiten. Hinten hatten sie allerdings Glück, dass Leverkusen eine große Konterchance durch Frimpong nicht zu Ende spielte (78.). Die Roten Teufel kamen ihrerseits in den Schlussminuten zu keiner weiteren guten Ausgleichschance mehr. Deutlich knapper als von fast allen erwartet und mit erhobenem Haupt mussten sie sich so mit 0:1 geschlagen geben.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

Statistik zum Spiel: 1. FC Kaiserslautern – Bayer Leverkusen 0:1


Ergänzung, 26.05.2024:

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Stimmen zum Spiel
"Zum Greifen nah": Teufel zwischen Wehmut und Stolz

Der 1. FC Kaiserslautern schnuppert beim 0:1 im DFB-Pokal-Finale gegen Bayer Leverkusen an der Sensation. Gemischt ist entsprechend die Stimmungslage bei Funkel, Zimmer, Ritter und Co. - unterm Strich überwiegt aber der Stolz.

Funkel: "Wir sind an unsere Grenze gestoßen"

"Wir haben allen Grund zu feiern. Es war ein unglaubliches Gefühl, vor der Kurve bejubelt zu werden, in die Gesichter unserer Fans zu schauen", sagte Trainer Friedhelm Funkel nach der Niederlage gegen den Deutschen Meister, die durch einen Sonntagsschuss von Granit Xhaka letztlich viel knapper ausfiel als von fast allen Experten im Vorfeld vorhergesagt. Profitiert haben die Roten Teufel natürlich von der langen Überzahl, nachdem der Leverkusener Odilon Kossounou in der Schlussphase der ersten Halbzeit mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde. Der Kritik, seine Mannschaft habe es im zweiten Durchgang und mit einem Mann mehr etwas an Mut vermissen lassen, trat Funkel dennoch entgegen: "Auch gegen eine Mannschaft in Unterzahl ist es sehr schwer Fußball zu spielen, gerade wenn sie solche Weltklassespieler wie Leverkusen in den Reihen hat. Wenn dann einer erwartet, dass wir Druck machen und den Gegner an die Wand spielen müssen, dann hat er keine Ahnung vom Fußball. Der Gegner hat nur darauf gewartet, das zweite und dritte Tor zu machen. Wir haben das sehr diszipliniert gemacht. Das war genau das, was ich wollte. Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Wir haben es nicht geschafft, häufiger die Seite zu wechseln. Aber ich weiß auch, wie schwer das ist mit einer Mannschaft wie unserer gegen Leverkusen. Da sind wir auch an unsere Grenze gestoßen. Der Gegner hat aber schon gemerkt, dass ein Fehler zum Ausgleich führen kann."

Zolinski: "... dann wäre das Stadion mal kurz hochgeflogen“

Gerade der Gedanke, was mit nur einem Treffer im Endspiel möglich gewesen wäre, beschäftigte Funkels Spieler nach der Partie noch sehr. “Im Moment überwiegt bei mir das Gefühl, dass etwas mehr drin war. Als wir in Überzahl gespielt und gemerkt haben, dass so viel drin war, hat uns das vielleicht sogar ein bisschen gehemmt. Wir hatten schon ein, zwei Chancen. Aber die müssen an so einem Tag dann einfach drin sein. Es muss dann vieles zusammenpassen. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft, wie wir uns verkauft haben. Wir haben gegen die beste Mannschaft in Deutschland gespielt. Wenn wir das 1:1 gemacht hätten - es hat ja so schon gebrannt bei uns in der Kurve, aber dann wäre das Stadion mal kurz hoch geflogen und hätte uns den Rest des Spiels getragen. Aber dieser Moment ist leider ausgeblieben", sagte Ben Zolinski.

Ähnlich äußerte sich Marlon Ritter: "Wenn wir 5:0 verlieren, dann wäre es fast nicht so schlimm. So war mehr drin, als vorher alle erwartet haben. Wir haben Leverkusen lange geärgert. Bayer hat trotz der Unterzahl sehr gut verteidigt, immer Ruhe, immer eine Lösung gehabt. So kamen wir nicht zu den besten Chancen, bis auf den Schuss von Ragnar [Ache]. Man hat schon gesehen, dass Leverkusen viel besser ist. Aber wenn man nur 0:1 verliert, ist man trotzdem traurig."

Zimmer: "Stolz, so etwas mit meinem Verein erlebt zu haben"

Kapitän Jean Zimmer erklärte: "Der Stolz über das Erreichte kommt wahrscheinlich erst die nächsten Tage, weil es zum Greifen nah war. Wir haben es geschafft, wenig Torchancen zuzulassen. Im Moment tut es mehr weh, als ich vor dem Spiel dachte. Wir haben einen Feiertag für die Pfalz versprochen. Ich glaube, jeder Einzelne hat den Feiertag so erlebt und genossen. Vor den Fans können wir nur den Hut ziehen, wenn man weiß wieviel Arbeit, Zeit und Geld in so eine Choreo fließt. Umso bitterer, dass wir sie nicht dafür belohnen konnten. Aber wir haben gegen den Deutschen Meister gespielt. Wir wussten, wenn wir zu offen stehen, fällt vielleicht nach 50 Minuten das 0:2, nach 55 Minuten das 0:3. Ins offene Messer wollten wir nicht reinlaufen. Aber gefehlt hat nichts. Es macht mich stolz, so etwas mit meinem Verein erlebt zu haben - und das noch als Kapitän."

Die wahnsinnige Stimmung der rund 35.000 FCK-Fans unter den knapp 75.000 Zuschauern im Olympiastadion begeisterte auch Geschäftsführer Thomas Hengen, der auch einige Sätze zur ausgiebig eingesetzten Pyrotechnik verlor: "Die Fans haben eine super Choreo abgerissen. Wir sind schon fast die ganze Woche in Berlin und haben gesehen, wie viele Fans da waren. Der Support war riesig. Ich hoffe, es wird nicht allzu teuer. Wir müssen uns da etwas einfallen lassen. Ich glaube, wir müssen das auch mit der DFL und dem DFB mal besprechen. Ich glaube nicht, dass es so weitergehen kann, dass der Verein immer zur Kasse gebeten wird. Die Choreo war toll. Und auch Bengalos in einem gewissen Rahmen, aber es war schon sehr viel, auch die Schießerei der Raketen. Und wenn ein Spiel unterbrochen werden muss, dann ist die Strafe natürlich höher."

Elvedi: "Ich hatte durchgehend Gänsehaut"

"Die Unterbrechung ist für uns kein Problem", relativierte Jan Elvedi die durch die Lautrer Pyroshow ausgelöste kurze Pause direkt nach Wiederbeginn und brachte die Emotionen aller Roten Teufel an diesem denkwürdigen Wochenende in wenigen Sätzen noch einmal auf den Punkt: "Wenn ein paar Tage verstrichen sind, realisieren wir, was wie in dieser Saison im Pokal gerissen haben. Wir können stolz auf uns sein. Niemand hat uns da erwartet, aber trotzdem standen wir im Finale. Ich hatte durchgehend Gänsehaut. Es war so laut, ich habe kaum etwas gehört. Das hat so Bock gemacht. Die Fans können stolz sein, was sie abgeliefert haben. Dieses Endspiel war für jeden Spieler das Highlight der Karriere."

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- 0:1 gegen Leverkusen: FCK liefert tollen Fight im Finale (Der Betze brennt)


Ergänzung, 26.05.2024:

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Blick in die Kurve
Betze-Fans zeigen in Berlin den Auftritt des Jahrzehnts

Wie nicht anders erwartet, liefern die Fans des 1. FC Kaiserslautern im Pokal-Endspiel gegen Bayer Leverkusen mächtig ab. Eine Mega-Choreo und einer der stärksten Auftritte seit langer, langer Zeit sorgen für ein Stadionerlebnis, das bleiben wird.

Was passiert wohl, wenn der FCK nach mehr als 20 Jahren wieder die ganz große Bühne des Endspiels um den DFB-Pokal betritt? Natürlich macht gefühlt die halbe Pfalz mobil und sich auf die Reise nach Berlin, um die Mannschaft in Betze-Manier in diesem großen Spiel zu unterstützen. Wie viele Fans der Roten Teufel am Endspiel-Wochenende tatsächlich in der Hauptstadt auch ohne Ticket unterwegs sind, lässt sich seriös nicht schätzen. Medienberichte von 50.000 oder mehr Personen können somit nicht bestätigt oder dementiert werden. Fakt ist aber: Es sind viele, sehr viele und auch deutlich mehr als die Anhänger, die der neue Deutsche Meister aus Leverkusen mitgebracht hat.

In Zügen - am Samstag sind trotz Streckensperrung in der Pfalz einige ICEs fast komplett mit Betze-Fans besetzt - mit dem Auto oder dem Flieger kommen sie am Donnerstag, am Freitag und vor allem am Samstag in Berlin an und fluten zunächst das alte West-Berliner Zentrum rund um den Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche. Dort findet an zwei Tagen das offizielle FCK-Fanfest statt, unter anderem mit zwei Gigs der “Anonyme Giddarischde” sowie einem Gastauftritt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die mit Betze-Schal sogar kurz den Capo gibt und anstimmt: "Trotz der zweiten Liga, Deutscher Pokalsieger ..." Vor der Bühne am Breitscheidplatz ist vor allem am Samstag praktisch kein Durchkommen mehr, die Stimmung ist schon jetzt blendend - es kribbelt!

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An frühen Nachmittag des Spieltags machen sich die rot-weiß-roten Massen dann langsam aber sicher auf den Weg zum Stadion, wobei viele dem kurzfristigen Aufruf der Fanszene zu einem gemeinsamen Treffpunkt und Marsch vom Theodor-Heuss-Platz in Richtung Olympiastadion folgen. Bereits drei Stunden vor dem Anpfiff öffnet die riesige Arena die Pforten und drinnen lässt sich ein erster Eindruck der in der Ostkurve geplanten Aktionen der Lautrer Fanszene erhaschen. Den Auftakt macht dabei ein großes, zwischen Unter- und Oberrang angebrachtes Banner: "Im Gedenken an alle FCK’ler, die diesen großen Tag nicht mit uns erleben können".

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Nachdem sich die Kurve von Minute zu Minute mehr und mehr füllt und durch die zigtausenden Mottoshirts ein einheitliches rotes Gesamtbild entsteht, sorgt ein ohrenbetäubendes "Hier regiert der FCK" noch weit vor Spielbeginn für einen ersten Gänsehautmoment. Zwei Dinge sind spätestens jetzt klar: Die im Vorfeld geschätzten bis zu 30.000 Lautrer im Stadion sind sogar noch unterschätzt. Am Ende dürften es rund 35.000 Lauter im mit 74.322 Besuchern ausverkauften Olympiastadion gewesen sein. Und in Sachen Support ist die Ausgangslage genau andersrum als sportlich auf dem Rasen. Zum kurz darauf vom Band eingespielten Palzlied gehen zehntausende rote und weiße Schals in die Luft - und mit Sicherheit kullert jetzt auch die ein oder andere pfälzische Emotions-Träne. Überragend! Wer mit dabei ist, wird solche Momente so schnell nicht mehr vergessen.

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Doch es kommt noch besser. Nur noch wenige Minuten vor dem Einlaufen der Teams läuft der Countdown zum aufwändigen ersten Teil der riesigen Choreographie der Lautrer Ultras. "Kein Gegner hält uns im Zaum - Die Krallen greifen nach dem Traum", heißt es auf einem nun zwischen Unter- und Oberrang angebrachten Spruchband. Eine große Blockfahne sowie unzählige Folientafeln formen dazu eine feurige umrahmte Vulkanberglandschaft, aus der allmählich ein riesiger, furchteinflößender Teufel in den Berliner Abendhimmel nach oben steigt. In einem Kessel glühen die Wappen der FCK-Pokalgegner der Saison - Koblenz, Köln, Nürnberg, Hertha, Saarbrücken, Leverkusen. In der anderen Klaue krallt sich der Teufel bereits die begehrte Trophäe des Abends. Entworfen wurde das Motiv von den Kreativköpfen der drei großen Ultragruppen, darunter auch Graffiti-Künstler und Ex-Vorsänger Daniel Ferino. Farbiger Rauch rundet das gigantische Gesamtbild ab. Ein absoluter Hammer!

Nicht nur von FCK-Fans, sondern auch darüber hinaus wird die Choreo fast unmittelbar als eine der besten in Deutschland der vergangenen Jahre gewürdigt. Auch diese Anerkennung, aber noch mehr die Begeisterung aller Lautrer im Stadion, der Spieler und Offiziellen des Vereins sind der Lohn für viele, viele Stunden an Vorbereitung, Arbeit und Kreativität, die von den Ultras in solche Aktionen investiert wird. In der Nacht vor dem Spiel ist die gigantische Choreo mit einem Lkw und in Begleitung von zig Bussen der aktiven Fanszene einmal quer durch die Republik nach Berlin transportiert worden. Bereits ab dem frühen Samstagmorgen um 7:00 Uhr liefen im Stadion-Inneren die finalen Aufbauarbeiten. Die Kosten für die Choreographie: Nicht 100.000 Euro wie fälschlicherweise von "Bild" und Co. berichtet, aber ein mittlerer fünfstelliger Betrag dürfte locker zusammengekommen sein. Eine genauere Aufschlüsselung der Ultragruppen wie bei früheren großen Choreos folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Nicht eingerechnet sind bei den Materialkosten die tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Ultras. Finanziert wurde die Aktion durch Spenden der FCK-Fans bei den vorangegangenen Heimspielen sowie durch den Verkauf der Mottoshirts.

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Das fantastische Intro ist nur der Auftakt für einen der in Summe betrachtet stärksten Auftritte der FCK-Fans der letzten Jahrzehnte. Koordiniert von zwei Vorsängerpodesten und zwischendrin unterstützt vom früheren Westkurven-Capo Sascha Kempf sorgt die Kurve durchweg für einen Hexenkessel und mehr als "nur" eine Heimspiel-Atmosphäre. Die Leistung der Mannschaft, die das Spiel als krasser Außenseiter immer eng halten kann, ist der Stimmung natürlich auch nicht gerade abträglich. Sehr oft hört man nach dem Spiel noch die Frage, wie das Stadion wohl explodiert wäre, hätten die Roten Teufel tatsächlich den Ausgleich oder mehr geschafft. Leider, leider wird dieser Moment erstmal nur eine Vorstellung bleiben.

Die zweiten 45 Minuten werden eingeleitet mit einer gewaltigen Pyroshow in der FCK-Kurve, nachdem auch schon zuvor und auch danach über den kompletten Spielverlauf immer wieder Bengalos zum Einsatz kommen. Weil anfangs der zweiten Halbzeit auch Feuerwerkskörper in die Luft geschossen werden, ist das Spiel für einen kurzen Moment unterbrochen, was wiederum auch unter FCK-Fans im DBB-Forum einige kritische Kommentare hervorruft. Differenziert und sachlich äußern sich Geschäftsführer Thomas Hengen und der ein oder andere Spieler dazu. Völlig unnötig ist auf jeden Fall der gewaltige Polenböller, der im zweiten Durchgang auf dem im Innenraum platzierten FCK-Wappen explodiert, zum Glück dort, wo keine Menschen in unmittelbarer Nähe stehen.

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Optisch eingeleitet wird die Pyroshow durch ein rot-weiß-rotes Gesamtbild der Lautrer Kurve, das durch das Überziehen von weißen Ponchos und im Zusammenspiel mit den roten Mottoshirts erzeugt wird. Ein riesiges Banner zitiert dazu die Zeile aus dem Betzelied: "Solang’s in Deutschland Fußball gibt, gibt es auch den FCK!". Später nehmen die Ultras mit einem kritischen Spruchband noch die Ticketpreise-Politik des DFB für das Finale ins Visier: "Günstigstes Ticket 45 Euro. Ein Verband völlig losgelöst von der Basis." Bis zu 170 Euro kostet ein ganz normaler Sitzplatz bei diesem Pokalspiel.

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Auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions besetzen die Leverkusen-Fans die Blöcke rund um das Marathontor. Darüber hinaus sind einige Anhänger des Deutschen Meisters auch noch im westlichen Oberrang des Olympiastadions präsent. Insgesamt dürften es 27.000 Bayer-Begleiter gewesen sein. Was Lautstärke und Kreativität angeht, haben sie trotz ganz guter Mitmachquote gegenüber den FCK-Fans aber klar das Nachsehen. Besonders deutlich wird das bei der teilweise vom Verein bei einer Agentur in Auftrag gegebenen "Choreo", zu der von externen Mitarbeitern rote und schwarze Mottoshirts auf den Sitzen ausgelegt wurden. Die Fanszene ergänzt dazu farblich passend Fähnchen. Dazu wird das Logo des Konzerns über dem Marathontor ausgerollt. Spät in der zweiten Halbzeit starten auch die Leverkusener Ultras eine Pyroshow und natürlich wird das nun geholte Double nach dem Schlusspfiff ausgelassen gefeiert. Zeitgleich recken gegenüber zehntausende Lautrer ihre Schals ein letztes Mal trotzig in den Berliner Nachthimmel und sorgen mit einem inbrünstig gesungenen "Ole Rot-Weiß" für einen letzten Gänsehautmoment. Abseits des Sportlichen wird dieser große Pokalabend für unseren Verein, wird dieses Stadionerlebnis noch lange in Erinnerung bleiben.

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Zu den kompletten Fotogalerien vom DFB-Pokal-Finale in Berlin:

- Fotogalerie | Spielfotos: 1. FC Kaiserslautern - Bayer Leverkusen
- Fotogalerie | Fanfotos: 1. FC Kaiserslautern - Bayer Leverkusen
- Fotogalerie | DFB-Pokal-Finale 2024: Choreographien & Pyroshows

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 27.05.2024:

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"Platze vor Stolz": Kapitän Zimmer dankt Fans fürs Finale

Jean Zimmer hat sich in seiner "Doppelfunktion" als Fan und Kapitän des 1. FC Kai­sers­lau­tern zu Wort gemeldet und sich für die grandiose Unterstützung beim Pokalfinale und da­rü­ber hinaus bedankt. Auf Instagram schreibt der 30-Jährige:

"Selbst zwei Tage nach diesem unbeschreiblichen Tag fällt es mir schwer, hier die richtigen Worte zu finden. Die Ehre, dass ich als Fan dieses Vereins bei diesem Spiel die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen durfte, lässt mich platzen vor Stolz.

Jedoch der Auftritt von jedem einzelnen FCK-Fan, der uns unterstützt hat, war die absolute Krönung und mein Dank geht raus an jeden Einzelnen von euch. Die Stimmung, die Atmosphäre und die atemberaubende Choreo gibt mir jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Danke an jeden Einzelnen, der bei der Choreo beteiligt war und mitgemacht hat. Danke für die vielen Stunden der Planung, Vorbereitung und der letztendlichen Umsetzung am Samstag im Stadion. Es war phänomenal!

Ich werde bestimmt noch ein paar Tage brauchen, um die Niederlage zu verarbeiten und mir bewusst zu machen, was wir sportlich erreicht haben. Eins ist aber jetzt schon sicher: Wir haben die Pfalz mal wieder weltweit ins Gespräch & zum Staunen gebracht!

Danke auch an meine Familie, ich bin glücklich, dass ihr bei diesem wichtigen Spiel an meiner Seite wart! Nach dem Spiel meine beiden Kinder mit auf den Platz zu nehmen, war ein Moment des Trostes und des Glücks, den ich für immer im Herzen trage.

Ich werde diesen Tag in meinem Leben nie vergessen!"

Quelle: Der Betze brennt



Beitragvon Hans P » 25.05.2024, 22:05


Ganz ehrlich, ich hatte Angst, dass wir eine deftige Packung bekommen. Mit dem 0:1 kann ich gut leben, auch wenn vielleicht mehr drin gewesen wäre.



Beitragvon derchriserich » 25.05.2024, 22:06


Krass das sagen zu müssen, aber die Herangehensweise in der zweiten Hälfte vorsichtig und mutlos zu spielen hat uns jegliche Chance geraubt hier was zu holen.

Da war echt was drin. Man hatte aber eher das Gefühl, man geht das an wie ein Ligaspiel in dem man sich das Torverhältnis nicht versauen will.

Da wäre mir ne 5:0 Klatsche lieber gewesen, als so ein fades 1:0 in dem mehr drin gewesen wäre...



Beitragvon Clublautern » 25.05.2024, 22:07


Geiler Kampf, geile Mannschaft, geile Stimmung (Raketen hätten nicht sein müssen) war doch etwas mehr drin, haben uns aber sehr gut verkauft, standen ja mit ein Bein in der dritten Liga.
Ach Schade, ich gönne das Heidenheim nicht, ist ber besser für uns.
Danke für diesen schönen Abend.
Wehrt euch Lautern.



Beitragvon Talentfrei » 25.05.2024, 22:10


Bin stolz auf die Jungs............................



Beitragvon Schneemann73 » 25.05.2024, 22:10


Leute, im Vorfeld hätte man das Ergebnis mit Handkuss genommen. Natürlich ist etwas die Entäuschung da, da man das Gefühl hatte, es wäremehr drin gewesen. Aber trotz allem eine klasse Leistung, da sind andere Mannschaften ganz anders untergangen diese Saison. Also stolz auf die Mannschaft sein, sie waren ein würdiger Finalgegner.



Beitragvon Ultradeiweil » 25.05.2024, 22:12


Einfach stolz..dieser Verein..ist so viel mehr Wert als eine Meisterschaft oder ein Pokalsieg...als jeder 100 millionen euro spieler ...


..stolz der Pfalz! Ihr wart großartig Männer..ich hoffe unsere pro trainer belassen es heute auch mal dabei einzelne Spieler oder die Taktik auseinander zu philosophieren..und bitte mal keine endlos Pyro Diskussion..

Es war mehr drin ..aber wir waren einfach Platt..evtl mal für die neue Saison was Richtung Physis anders machen..dennoch ein toller abend für den fck

Ole rot weiß
Zuletzt geändert von Ultradeiweil am 25.05.2024, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
Fankultur erhalten

Olé Rot Weiß so laaft die Geschicht



Beitragvon Außenstehender9 » 25.05.2024, 22:18


Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs. Ich fand auch nicht, dass wir zu mutlos waren. Man muss immer noch betrachten, dass wir gegen den ungeschlagen deutschen Meister gespielt haben. Was wäre wohl passiert, wenn wir in der 2. Halbzeit "Hurra-Fußball" gespielt hätten? Die hätten uns 4 oder 5:0 nach Hause geschickt. Egal ob die mit 11 oder 10 Mann auf dem Platz stehen. Leverkusen hat eine unglaubliche Qualität. Von daher fand ich die Taktik absolut nachvollziehbar. Hat halt bei den paar Möglichkeiten das Glück gefehlt.
Trotzdem: danke Jungs für so einen geilen Abschluss!! :teufel2:
Zuletzt geändert von Außenstehender9 am 25.05.2024, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Hardl » 25.05.2024, 22:19


Großer Respekt. Das Ergebnis ist auch für den Spielverlauf absolut angemessen.
Und das wir nicht geschlachtet wurden ist toll, so richtig sind wir in der Hälfte 2 nicht in die zwingenden Offensivaktionen gekommen. Das wäre halt wichtig gewesen, so hat es eben nicht gereicht.
Man kann aber absolut mit erhobenem Haupt das Stadion verlassen.
Ich fand Zimmer nicht schlecht, ich verstehe den hate hier nicht.
Für die kommende Saison fand ich wie in den letzten Zweitligaspielen auch schon zu sehen übrigens interessant, dass wir Ache eigentlich nicht eingesetzt bekommen.
Das wird eine Aufgabe sein.
Danke Friedhelm, jetzt wird das Buch zugeklappt, und etwas Neues muss geschehen. Bin gespannt.



Beitragvon Ktown2Xberg » 25.05.2024, 22:22


Ich finde das war taktisch eine der stabilsten Leistungen der letzten Jahre. In jeder Phase das gemacht was man machen muss. Man hat auch in Halbzeit 2 gesehen was Leverkusen kann wenn man hinten auf macht.

So haben wir unsere Chancen eigentlich in jeder Phase maximiert. Ein, zwei Flanken und tiefe Pässe mehr, den ein oder anderen Ball unter Druck abgeben — waren eher Kleinigkeiten die nicht gepasst haben. So einer wie der von Raschl muss halt mal reinrutschen, dann sind wir drin.

Ab Minute 75 sind wir nicht mehr so richtig zum Zug gekommen, aber da hatte ich eher das Gefühl dass beide Mannschaften ziemlich platt waren — und Leverkusen eben bei statischerem Spiel mit weniger Gegnerdruck einfach stärker mit Ball war. Keine Überraschung.

Wir haben uns heute auf jeden Fall mal wieder auf allen Ebenen teuer verkauft :teufel2:



Beitragvon Hellboy » 25.05.2024, 22:24


Tolles Spiel von unseren Jungs. Stark dagegen gehalten und das Ding offen gehalten, bis zum Schluss die Kräfte ausgingen. Dazu tolle Stimmung von den Rängen… Ich bin stolz auf unseren FCK heute Abend! :teufel2:



Beitragvon Hesse » 25.05.2024, 22:27


Ktown2Xberg hat geschrieben:Wir haben uns heute auf jeden Fall mal wieder auf allen Ebenen teuer verkauft :teufel2:


Sehe ich auch so, bin stolz auf unsere Jungs :teufel2:

Und unsere Choreo war WELTEN besser :daumen:
Danke an alle die daran mitgearbeitet haben.



Beitragvon reklov » 25.05.2024, 22:29


Funkels Taktik war den Spielfluss zu unterbinden. Wenn Leverkusen ins Rollen kommt, dann haben wir keine Chance, auch nicht gegen 10. Alonso hat sich angesichts des eigenen Führung drauf eingelassen und so kam es zu diesem Ausgang.



Beitragvon TeufeldesNordens » 25.05.2024, 22:33


Hardl hat geschrieben:Danke Friedhelm, jetzt wird das Buch zugeklappt, und etwas Neues muss geschehen. Bin gespannt.

Schöne Worte!

Bin stolz auf die Mannschaft. Haben es bis zum Schluss spannend gehalten und den deutschen Meister zumindest ins Schwitzen bringen können. Bei dem zweiten Schuss von Ache hat nicht viel gefehlt. Es war eine Schlacht, nicht schön anzuschauen und kräftezehrend.



Beitragvon bjarneG » 25.05.2024, 22:35


Ich heul mich nicht ins Bett.

Jetzt lass ich die Saison mal sacken. Paar richtig gute, paar unglaublich schlechte Spiele gesehen. Wie immer.

Wann gehts wieder los ? Neue Saison, neuer Coach, paar Spieler gehen, paar neue Spieler kommen, so geht das immer weiter. Till the end of days.



Beitragvon Vincent » 25.05.2024, 22:38


Ich bin auf unserer gesamtes Team stolz!

Für all jene, die jetzt unzufrieden sind, nicht zu verwechseln mit enttäuscht, hilft vielleicht ein Blick zurück auf den 30. Spieltag der vergangenen Saison. Überlegt mal, wo wir herkommen. Da kann man doch nicht verlangen, dass man in Überzahl Leverkusen an die Wand nagelt.



Beitragvon ilja82 » 25.05.2024, 22:50


Wir hatten keine Chance und haben sie auch nicht genutzt. Zum Glück haben sich die Vorhersagen, dass wir 6:0 oder höher geschlagen werden, nicht bewahrheitet. Alles in allem eine mehr als respektable Silberplatzierung und ein guter Saisonabschluss für uns. :teufel2:



Beitragvon Coriolan » 25.05.2024, 22:53


Was schade ist: Wer weiß, wann wir so eine Chance noch einmal bekommen. Andererseits kann man nur den Hut ziehen. Der FCK hat sich auf und neben dem Platz in keiner Weise blamiert, sondern gezeigt, dass immer noch mit uns zu rechnen ist.

Man muss sich nur ansehen, wie nervös Xabi Alonso während und wie erleichtert er nach dem Spiel war. Das war heute alles andere als ein Selbstläufer.

Dafür ein fettes Dankeschön an die Mannschaft, dass sie das Pokalfinale als Zweitligist gegen den Deutschen Meister über die komplette Spielzeit offen gehalten haben.

Auch wenn im Moment die Enttäuschung noch überwiegt, bin ich sicher, auf dieses Finale wird man im Nachhinein sehr stolz zurückschauen.



Beitragvon Manther88 » 25.05.2024, 22:54


Für genau solche Abende liebe ich diesen Verein, völlig egal ob’s am Ende nicht gereicht hat. Geil gekämpft und Mega Atmosphäre in der Kurve!



Beitragvon Seip28 » 25.05.2024, 22:54


Ich bin einfach nur Mega stolz!

Wie ein „Vorschreiber“ schon so schön schrieb:

„Dieser Verein ist so viel mehr…..“

Nur der FCK :teufel2:


PS: jegliche Kritik sollte man sich heute stecken
"Die Bayern vertragen keine Härte, und ich bin der erste, der anfängt damit." T.L.



Beitragvon Apfel2610 » 25.05.2024, 22:55


Ich bin auch absolut stolz,
Leverkusen ist diese Saison auch mit einem Mann weniger noch 2 Klassen besser und die haben 45 min nur hinten drin gestanden und gekontert.

Dass wir nicht immer klug gespielt haben, von den außen zu wenig kam, um vllt mal paar Ecken raus zu holen... na klar, aber alles in allem haben wir uns sehr sehr teuer verkauft und haben auch die Leverkusener gut nervös gemacht.

Wenn man schon meckern will, dann dass es Leverkusen keineswegs geschafft hat seine viel höhere Klasse auch zu zeigen.

Fahrt stolz nach Hause und feiert euch, wir haben das sehr gut gemacht und zugetraut hat uns das genau gar keiner.



Beitragvon JohnRayCash1311 » 25.05.2024, 22:58


Toller Pokalfight!
Danke an die Truppe! War geil im Stadion, nur bisle zu rauchig…… :pyro:

Bin mit meinem großen Sohn hier in Berlin und wir haben den ganzen Tag,
Von Breitscheidplatz mit Fanmarsch und dann Party im Stadion voll genossen.

Unsere Jungs haben gespielt was sie können, mit ein wenig Spielglück und Momentum in der Offensive wäre etwas drin gewesen!

Danke FCK für diesen Tag!

:schild: :danke:
Zeit für eine neue Ära ..... ich werde dabei sein, ich kann nicht anders....



Beitragvon Baphomet » 25.05.2024, 23:00


Ab der 80. Minute hätten wir alles nach vorne hauen müssen. Ein Unentschieden wäre locker drin gewesen.
War trotzdem ein schönes Bonusspiel in einer überwiegenden Chaos-Saison.
Bin jetzt auf die nächsten Personalmeldungen gespannt und freue mich auf die neue Saison.
Bis dahin.



Beitragvon wolle » 25.05.2024, 23:01


Ich bin zufrieden. Immerhin haben wir gegen die Mitarbeiter eines Weltkonzerns gespielt, da stecken Milliarden dahinter, die können sich alles kaufen. Hätten wir mit 11 Mann gespielt, hätte Funkel in der 2. Halbzeit etwas mehr Mut gehabt, da wäre was drin gewesen.
So langsam sollten die Traditionsvereine drüber nachdenken, sich von DFL und den D eutschen F ußball B anditen zu trennen und was eigenes zu gründen.
Albochsen von Schwäbisch Sibirien und die Betriebsmannschaft von SAP spielt in Europa und vertritt den Deutschen Fußball, daß ist nicht nur lächerlich, daß ist eine Blamage für den Deutschen Fußball.
Zuletzt geändert von wolle am 25.05.2024, 23:04, insgesamt 2-mal geändert.



Beitragvon MMersinger » 25.05.2024, 23:01


Es war generell kein hochklassiges Finale, dafür war es spannend bis zum Schluss. Den Pillen hat die Saison ebenfalls in den Knochen gesteckt. Wäre der Ausgleich kurz vor der Pause gefallen, hätte sich das Spiel drehen können. Puchazs mit einer astreinen Leistung gegen Frimpong, der hatte ihn nach anfänglichen Schwierigkeiten dann gut im Griff. Mal hoffen, ob wir den verpflichten können.
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Hoffentlich bald in der Spitzengruppe der 2.Liga ! :daumen:




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