Diskussionen zu fanpolitischen Themen, wie z.B. von ProFans oder dem B.A.F.F.

Beitragvon Thomas » 29.04.2015, 14:31


Integration: "Nicht wegschauen, sondern aktiv werden"

Integration im Fußball hat viele Gesichter. Eines der bekanntesten in der FCK-Fanszene ist sicherlich Matthias Gehring, Vorsitzender des 2007 gegründeten FCK-Fanclubs „Queer Devils“. Er ist das bei vielen bekannte „Betze-Gesicht“, da er zu jedem Spiel das Logo des FCK im Gesicht trägt. Wer hinter dem roten Kopf mit weißer Aufschrift steckt und wie er sich für Integration in der Fanszene der Lautrer einsetzt, hat er uns in einem Interview verraten.

Hallo Matthias! Stell Dich doch bitte für die Fans, die Dich nicht kennen, einmal kurz vor.

Mein Name ist Matthias Gehring und ich bin bereits seit 1974 Fan des 1. FC Kaiserslautern. Wie viele andere auch, bin ich das erste Mal durch meine Familie in Kontakt mit dem Verein gekommen. Bis ich selbst über einen Führerschein verfügt habe, war ich ja auch auf meinen Vater angewiesen, ohne den ich die Distanz zwischen Stadion und meinem Wohnort nicht so einfach hätte überbrücken können. Danach fing dann die „neue Freiheit“ an, mit der ich auch öfter bei Auswärtsspielen anwesend sein konnte. Insgesamt kann ich auf eine sehr lange Fangeschichte zurückblicken, spätestens seit der Gründung der „Queer Devils“ 2007 nehme ich auch aktiv Einfluss auf die Fanszene.

Daraus ist zu entnehmen, dass Du auch in den 80er Jahren, in denen der Umgang im Stadion bekanntlich rauer war als heutzutage, die Fankultur miterlebt hast. War Diskriminierung aus Deiner Sicht damals ein größeres Thema als heute?

Es ist generell so, dass die heute in den Medien oft beschriebenen Vorfälle von Gewalt innerhalb des Stadions meiner Meinung nach weniger geworden sind. Früher ist sowas auch in der Kurve öfter passiert. Ich behaupte, dass wir da heute bessere Zustände haben, auch in unserer Westkurve. Aber als junger Fan wie ich es damals war, der die Dinge kritischer sieht oder vielleicht sogar selbst betroffen ist, stand man da manchmal schon in der Fankurve und hat mitunter Scham, Wut und Ohnmacht empfunden, wenn diskriminierende „Parolen“ ertönt sind.

War das der Zeitpunkt, als Du für Dich den Entschluss gefasst hast, Dich gegen Diskriminierung im Fußballstadion einzusetzen?

Aktiv trete ich dafür erst seit Gründung der „Queer Devils“ ein. Aber ungeachtet dessen waren Diskriminierung und speziell Homophobie im Stadion für mich spätestens seit Ende der 80er Jahre nach meinem eigenen Coming Out ein Thema. Wenn man erkennt, dass man selbst mit seiner Identifikation und Sexualität anders als die Mehrheit der Gesellschaft ist, nimmt man Äußerungen im Fanblock anders wahr. In meinem Fall waren das Ausdrücke wie „schwule Sau“, die damals skandiert wurden. Ich kann mich an Szenen erinnern, in denen solche Rufe durch den Fanblock hallten und ich dann schon angesprochen wurde, warum ich da nicht mitsinge. Ich habe meine Meinung darauf insofern kundgetan, dass ich diese Ausrufe – auf gut deutsch gesagt – Scheiße finde, aber nicht geäußert, dass es der Fall ist, weil ich selbst homosexuell bin.

Wie entstand der Wunsch, sich dann doch mehr zu engagieren?

Angefangen hat das Ganze circa 2005, als bei vielen Bundesligavereinen homosexuelle Fanclubs erstmalig ein Thema wurden. Ich war damals als User in Gayromeo angemeldet. Sowas wie ein soziales Medium für Schwule. Gab es schon vor Facebook. Ich hatte mich dort in einer Gruppe registriert, die von FCK-Fans für FCK-Fans eine Diskussionsplattform geboten hat. Unter dem Gruppennamen „Betzebuben“ haben sich da relativ schnell 60 bis 70 homosexuelle Fußballfans aus ganz Deutschland zum FCK bekannt. In dieser Gruppe ist dann die Idee entstanden, den Fanclub zu gründen. Initiator war ein Fan aus Hamburg, der schon von Kindesbeinen an eingefleischter Anhänger der Roten Teufel ist. Im Sommer 2007 wurde es dann konkret, nachdem die Mainzer bereits im Frühjahr des gleichen Jahres einen schwulen Fanclub gegründet haben. Das ging für uns als FCK’ler natürlich gar nicht (lacht). Aber wir waren übrigens noch schneller als die Kölner, darauf sind wir natürlich auch stolz (lacht).

Lag die Gründung des Fanclubs zu diesem Zeitpunkt auch darin begründet, dass sich der Fußball in die Richtung entwickelt hat, dass Homosexualität „akzeptabler“ wurde?

Natürlich, in den 80er und 90er Jahren wäre das schwieriger geworden, da dieses Thema damals in der Gesellschaft noch gar nicht so viel Gehör gefunden hat. Ausschlaggebend war aber anfangs nicht, dass wir in der Fanszene etwas erreichen wollten. Vielmehr stürzten sich die Medien in den frühen 2000ern darauf, wann sich der erste schwule Fußballprofi outet. Wir wollten also ein Signal setzen und einen Nährboden schaffen, ganz nach dem Motto: Schwul sein und schwule Fans gibt es auch in Kaiserslautern – und sollte es so kommen, dass für den FCK mal ein schwuler Fußballprofi aufläuft, sollte dieser sich unserer Unterstützung bewusst sein. Ehrlich gesagt haben wir zunächst Zweifel und Skepsis gehegt, wie die Gründung des Fanclubs beim Verein ankommt. Vor allem auch weil wir mitbekommen haben, dass es an anderen Bundesligastandorten zwar akzeptiert, aber nicht unbedingt unterstützt wurde. Wir haben damals zunächst mit dem damaligen FCK-Fanbeauftragten Stefan Roßkopf Kontakt aufgenommen, der sehr positiv reagiert hat. Auch der mediale Hype, der uns nach der Gründung überrollt hat, war durchweg positiv. Ungleich dessen haben wir aber relativ schnell zu spüren bekommen, dass es in der eigenen Fanszene nicht nur Unterstützer, sondern sogar offene Ablehnung gab. (…)

Quelle und kompletter Text: fck.de
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon NiederrheinDevil » 29.04.2015, 15:20


Bei allem Respekt.Aber hat sexuelle Orientierung überhaupt etwas mit Fussball zu tun? :?



Beitragvon Wutti10 » 29.04.2015, 15:38


NiederrheinDevil hat geschrieben:Bei allem Respekt.Aber hat sexuelle Orientierung überhaupt etwas mit Fussball zu tun? :?


Natürlich!
Danach richtet sich, ob jemand den Sport aktiv als Spieler oder als Schiedsrichter betreiben möchte.
Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wer gerne eine Pfeife im Mund hat.... 8-)

Auf der Tribüne oder in der Kurve sollte es aber keine Rolle spielen!
Zuletzt geändert von Wutti10 am 29.04.2015, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Es Walters ihr Fritz » 29.04.2015, 15:40


Da muss man ja aufpassen was und wie man schreibt, aber muss denn aus jedem Thema ein sexuell orientiertes Thema werden? Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber dieses Thema nervt solangsam
"lieber zeh Schobbe Riesling wie äh Glas Brause Brieeeh"



Beitragvon Südpälzer » 29.04.2015, 15:48


Wäre es nicht im Sinne der "Integration" besser, man würde sich "normalen" Fanclubs anschließen?
Erinnert ein wenig an die ganzen Türkspor-Vereine, die dann was von "Vielfalt" faseln, anstatt sich im bestehenden Verein vor Ort zu engagieren.

Andererseits; warum sollen bei den ganzen Schary-Sufftruppen, Selbstdarsteller-Ultras, Hools etc. nicht auch harmlose Schwule ihre eigene Gruppe haben?
Lieber C-Klasse statt FC Becca!



Beitragvon Waldbewohner » 29.04.2015, 15:54


Profilneurotiker !

Ich glaub den Queer Devils ihr größtes Problem ist, dass den meisten Menschen im Stadion einfach egal ist ob jemand Schwarz,weiß,schwul,lesbisch,usw...ist
ihnen gehts nur um den FCK.



Beitragvon daachdieb » 29.04.2015, 16:05


Es Walters ihr Fritz hat geschrieben:Da muss man ja aufpassen was und wie man schreibt, aber muss denn aus jedem Thema ein sexuell orientiertes Thema werden? Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber dieses Thema nervt solangsam

Dieses "Ich habe nichts gegen [irgendeine Minderheit], aber ..." nervt immer noch und immer wieder.
Schön, daß der Verein sich bei diesen Themen nicht weg duckt.
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon Es Walters ihr Fritz » 29.04.2015, 16:09


was heißt denn hier weg ducken........

warum muss denn dieses Thema immer und überall mit geredet werden? Ja quasi wie die sau durchs Dorf getribb werre
"lieber zeh Schobbe Riesling wie äh Glas Brause Brieeeh"



Beitragvon NiederrheinDevil » 29.04.2015, 16:52


Es Walters ihr Fritz hat geschrieben:Da muss man ja aufpassen was und wie man schreibt, aber muss denn aus jedem Thema ein sexuell orientiertes Thema werden? Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber dieses Thema nervt solangsam

genau das meinte ich :wink:



Beitragvon grätschenparadies » 29.04.2015, 16:55


daachdieb hat geschrieben:Dieses "Ich habe nichts gegen [irgendeine Minderheit], aber ..." nervt immer noch und immer wieder.
Schön, daß der Verein sich bei diesen Themen nicht weg duckt.


Sehe ich genauso. Mir ist es scheißegale, mit wem Fussballprofis sexuell verkehren, solange es keine minderjährigen Prostituierten sind, aber ich finde es traurig, dass sich Profis aktuell, wohl zurecht, bzw. verständlicherweise, nicht trauen, sich öffentlich zu outen. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Deshalb finde ich gut, dass das beim FCK mal thematisiert wird. Weil so oft passiert das in meiner Wahrnehmung nicht.



Beitragvon NiederrheinDevil » 29.04.2015, 16:58


daachdieb hat geschrieben:
Es Walters ihr Fritz hat geschrieben:Da muss man ja aufpassen was und wie man schreibt, aber muss denn aus jedem Thema ein sexuell orientiertes Thema werden? Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber dieses Thema nervt solangsam

Dieses "Ich habe nichts gegen [irgendeine Minderheit], aber ..." nervt immer noch und immer wieder.
Schön, daß der Verein sich bei diesen Themen nicht weg duckt.

Och nö, nur weil ich Fußballfan bin muss ich mich nicht anderweitig engagieren und zu allem eine Meinung haben. Mir ist es egal was die Leute zuhause machen. Im Stadion zählt Fußball und der FCK und keine politische oder sexuelle Orientierung



Beitragvon ohm » 29.04.2015, 17:16


Oh guter DFB wir lieben dich - das übliche übertriebene Gutmenschen-Gesülze, das hier im Land mittlerweile einfach nur noch nervt. Schaut euch nur die Talkshows im TV an.

Warte nur drauf, dass bald eine Schwulenquote in Aufsichtsräten und Fußballmannschaften gefordert wird. Wir haben in Düsseldorf gesehen, wohin dieses gutgemeinte Quotendenken führt und dass dabei das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt wird. Letztlich führt es zu mehr Ungerechtigkeit als vorher.

Und ja, ich bin gegen Rassismus und auch gegen Fußpilz und schlechten Wein



Beitragvon grätschenparadies » 29.04.2015, 17:32


ohm hat geschrieben:Oh guter DFB wir lieben dich - das übliche übertriebene Gutmenschen-Gesülze, das hier im Land mittlerweile einfach nur noch nervt. Schaut euch nur die Talkshows im TV an.

Warte nur drauf, dass bald eine Schwulenquote in Aufsichtsräten und Fußballmannschaften gefordert wird.


Wer redet denn bitte davon? Darum geht's hier überhaupt nicht. Hier erzählt ein bekanntes Fangesicht unseres Vereins von Homophobie im Umfeld des Fußballs. Und gleich fangen hier welche an zu jammern, was ja irgendwie seine Aussaguen nur unterstreicht. Schwule sind nun mal immer noch eine teilweise diskriminierte Minderheit. "Schwuchtel" ist (genau wie "Mongo" oder "Kanacke") ein nicht unbekanntes, unüberlegt benutztes Schimpfwort. Ich beschimpfe Dietmar Hopp auch politisch unkorrekt. Aber der gehört zur Minderheit der reichen Arschlöcher. Ich könnte damit leben, zu dieser Minderheit zu gehören und dann wegen mir beschimpft zu werden. Aber ich bin froh, dass ich nicht als schwuler Türke mit Behinderung auf den Betze gehen muss.



Beitragvon Westkurvenalex » 29.04.2015, 17:41


ohm hat geschrieben:Oh guter DFB wir lieben dich - das übliche übertriebene Gutmenschen-Gesülze, das hier im Land mittlerweile einfach nur noch nervt. Schaut euch nur die Talkshows im TV an.

Warte nur drauf, dass bald eine Schwulenquote in Aufsichtsräten und Fußballmannschaften gefordert wird. Wir haben in Düsseldorf gesehen, wohin dieses gutgemeinte Quotendenken führt und dass dabei das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt wird. Letztlich führt es zu mehr Ungerechtigkeit als vorher.

Und ja, ich bin gegen Rassismus und auch gegen Fußpilz und schlechten Wein

Was heißt denn Gutmenschen-Gesülze? Mich nervt es auch, dass dieses Wort von vielen einfach nur in einem negativen Zusammenhang benutzt wird. Meistens wird das gegen Leute benutzt, die sich aktiv engagieren für ein Thema, für das man selbst recht wenig übrig hat. Es gibt eben Themen, die dürfen nicht in der Versenkung verschwinden und da ist da Thema Integration und Rassismus an oberster Stelle. Und das von Dir negativ belegte Thema der Quotenregelung zeigt doch, dass es eben doch wichtig ist.
Man muss den DFB nicht lieben, aber in dieser Sache ist es gut was getan wird.



Beitragvon salamander » 29.04.2015, 17:59


Ich denke mal, dass schwule Fußballfans in der West heute akzeptiert sind. Die Zeiten ändern sich halt. Früher war halt vieles anders, auch das. Man muss die Leute, die damals dumpfe Parolen gegen Schwule gröhlten, nicht aus heutiger Warte. verurteilen. Auch sie waren Kinder ihrer Zeit. Lieber das positive hervorheben: Bei uns stehen Deutsche und Amis, weiße und Schwarze, Straight und Queer hinter dem FCK. Und diskriminiert wird hoffentlich nur der Gegner.



Beitragvon Südpälzer » 29.04.2015, 20:21


daachdieb hat geschrieben:
Es Walters ihr Fritz hat geschrieben:Da muss man ja aufpassen was und wie man schreibt, aber muss denn aus jedem Thema ein sexuell orientiertes Thema werden? Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber dieses Thema nervt solangsam

Dieses "Ich habe nichts gegen [irgendeine Minderheit], aber ..." nervt immer noch und immer wieder.
Schön, daß der Verein sich bei diesen Themen nicht weg duckt.

Lass mich raten. Du gehörst wahrscheinlich auch zu denen, die nicht zwischen Kritik an der Politik Israels und Antisemitismus unterscheiden können oder wollen.

Ohne solche gutmenschliche Kläffer müsste sich niemand mit Formulierungen wie die obige gegen voreilige Keulen und Titulierungen absichern.
Lieber C-Klasse statt FC Becca!



Beitragvon Ozelot » 29.04.2015, 21:52


ohm hat geschrieben:[...] das übliche übertriebene Gutmenschen-Gesülze [...]
Südpälzer hat geschrieben:[...] Ohne solche gutmenschliche Kläffer [...]

Eine Gesellschaft in der das Wort "Gutmensch" als Schimpfwort funktioniert, hat definitiv ein Problem. Wie ich finde, eine der größten Unsitten der heutigen Zeit.



Beitragvon WolframWuttke » 29.04.2015, 21:54


Südpälzer hat geschrieben:
daachdieb hat geschrieben: Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber dieses Thema nervt solangsam

Dieses "Ich habe nichts gegen [irgendeine Minderheit], aber ..." nervt immer noch und immer wieder.
Schön, daß der Verein sich bei diesen Themen nicht weg duckt.

Lass mich raten. Du gehörst wahrscheinlich auch zu denen, die nicht zwischen Kritik an der Politik Israels und Antisemitismus unterscheiden können oder wollen.
.[/quote]


Du hältst daachdieb für einen BILD-Redakteur?.. :lol:
http://fck.de/de/fck-der-club/mitgliedschaft/



Beitragvon daachdieb » 29.04.2015, 22:24


Krass wie viele sich hier aufgrund eines Interviews in die Opferrolle begeben um ihren latenten Schwulenhass zu kaschieren:

Da muss man ja aufpassen was und wie man schreibt, ...

Es ist eine beliebte rhetorische Figur (vergl. auch: "man wird ja wohl noch sagen dürfen ..."), sich als Opfer und kritischen Geist zu gerieren, dem das Wort verboten werden soll. Aber es ist eben nur ein Trick. Die Ansicht, man könne sich nicht kritisch zu diesem Interview äußern ohne als schwulenfeindlich bezeichnet zu werden, ist schlichtweg falsch. Dieses Geschwurbel im Vorlauf ist ein Eigentor.

Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber ...

Natürlich hast du nichts gegen Schwule. Du bist tolerant und weltoffen. Du hast dich ausführlich mit dem ganzen Genderkram auseinandergesetzt und vertrittst eine vorwärtsgewandte Offenheit. Wahrscheinlich hast du Schwule im Freundeskreis und die teilen sogar deine Meinung. Du kannst also gar nicht homophob sein.

... warum muss denn dieses Thema immer und überall ...

... und über die wirklich wichtigen Themen redet keiner.

Oh guter DFB wir lieben dich - das übliche übertriebene Gutmenschen-Gesülze, das hier im Land mittlerweile einfach nur noch nervt.

DFB-Opfer, Gutmenschen-Opfer, unser schönes Land geht vor die Hunde. Wird Zeit, daß sich was ändert, damit du kein Opfer mehr sein mußt. Täter sein ist dein Naturel!

Warte nur drauf, dass bald eine Schwulenquote in Aufsichtsräten ... dabei das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt ...

Schwulenquoten-Opfer. :kopfschüttel:

Du gehörst wahrscheinlich auch zu denen, die nicht zwischen Kritik an der Politik Israels und Antisemitismus unterscheiden können oder wollen. Ohne solche gutmenschliche Kläffer müsste sich niemand mit Formulierungen wie die obige gegen voreilige Keulen und Titulierungen absichern.

Lass mich raten. Du gehörst wahrscheinlich auch (s. "voreilige Keule") zu denen die jeden mit einer Meinung die ihnen nicht passt als "gutmenschlichen Kläffer" (s. "Titulierung") abtun.
Wer denkt er müsste "Formulierungen wie die obige" benutzen um sich "abzusichern" hat in meinen Augen einfach nicht die Eier um gerade heraus zu sagen was er gerne sagen würde. Schreibt was ihr denkt und steht dazu statt hier rumzuopfern.
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon Legars » 29.04.2015, 23:33


Um auch mal was zum Interview zu sagen: Ich finde es gut, dass der FCK solche Bewegungen in der eigenen Anhängerschaft auch mal ein wenig aufzeigt und sich klar positioniert. Manche mögen das Thema als "nervig" empfinden, aber Homophobie, Rassismus, etc. sind halt auch immer noch Probleme (nicht nur im Fußball)!

Die Arbeit von Matthias Gering ist ein tolles Zeichen und mal nebenbei: Sich permanent dieses Betze-Gesicht aufzumalen zeugt schon von verdammt viel Begeisterung. Für mich wäre das ja nix, will gar nicht wissen, wie arg man da beim Bier trinken aufpassen muss! :daumen:

Aus der Diskussion hier halte ich mich raus, aber die vielen negativen Reaktionen auf den Artikel finde ich erschreckend! :?



Beitragvon eikju » 30.04.2015, 07:14


Daumen hoch, Daachdieb! ;)

"war ja nicht alles schlecht" in den 80ern
"Wir haben ja nichts gewusst" von der Homophobie...

Ich hätte gerne einen unpolitischen Fußball, aber das ist nicht möglich



Beitragvon EchterLauterer » 30.04.2015, 07:28


Es Walters ihr Fritz hat geschrieben:was heißt denn hier weg ducken........

warum muss denn dieses Thema immer und überall mit geredet werden? Ja quasi wie die sau durchs Dorf getribb werre


Dann laß es doch und red nicht mit, wenn es Dir nicht gefällt ...

(ansonsten gehts mir mit diesen Abersagern wie dem daachdieb)
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.



Beitragvon Sebastian » 30.04.2015, 07:30


EchterLauterer hat geschrieben:
Es Walters ihr Fritz hat geschrieben:was heißt denn hier weg ducken........

warum muss denn dieses Thema immer und überall mit geredet werden? Ja quasi wie die sau durchs Dorf getribb werre


Dann laß es doch und red nicht mit, wenn es Dir nicht gefällt ...

(ansonsten gehts mir mit diesen Abersagern wie dem daachdieb)


Auch ich danke daachdieb für seinen erstklassigen Beitrag!
Bunt ist das Dasein und granatenstark!



Beitragvon Stimpy001 » 30.04.2015, 08:29


grätschenparadies hat geschrieben:[...] Aber ich bin froh, dass ich nicht als schwuler Türke mit Behinderung auf den Betze gehen muss.


Eigentlich hätte ich deinen ganzen Post zitieren müssen, verdient gehabt hätte er es! Ich sehe es ganz wie Du, was hier wieder einige abliefern ist wieder nur zum Fremdschämen. ABer man es ja verstehen, es macht halt unheimlich Angst, wenn Menschen nicht alle gleich sind und das gleiche lieben. :oops:
Auch wenn ich Hesse bin, so weiß ich wo guter Fussball gespielt und gelebt wird.
Gegen Alleinherrscher wie Becca



Beitragvon WolframWuttke » 30.04.2015, 09:19


Interessant zu sehen, dass diejenigen, die sich differenziert mit Mannschaft, Trainer, Umfeld auseinandersetzen auch zum Thema Homophobie vernünftige Beiträge verfassen.

Auf der anderen Seite haben Forenschreiber "ja nix gegen Schwule, aber..." und finden "Gutmenschen" zum Kotzen um auch bei jeder FCK-Niederlage die Keule gg. Trainer, VV, angebliche Söldner und Nixkönner schwingen, frei von jeder sachlichen Kritik.

Immer noch sind es die ersten 5-6 Beiträge in jedem Thread, die den größten Schwachsinn enthalten, anschließend wird es dann meist besser. Warum weiss ich immer noch nicht. Kann mir das jemand erklären?
http://fck.de/de/fck-der-club/mitgliedschaft/




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