Diskussionen zu fanpolitischen Themen, wie z.B. von ProFans oder dem B.A.F.F.

Beitragvon Thomas » 02.02.2022, 16:52


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Foto: Generation Luzifer

FCK: Fans & Verein für Abschaffung der Montagsspiele

Kommende Woche tagen die Manager der 3. Liga bezüglich der Vergabe der künftigen TV-Rechte. Im Vorfeld hat sich neben anderen Klubs auch der 1. FC Kaiserslautern - in Form von Fanbündnis, Fanbeirat und Verein - klar positioniert.

Bereits am vergangenen Wochenende prangte beim FCK-Heimspiel gegen Halle (1:0) die Forderung vor der leeren Westkurve: "Anstoßzeiten fangerecht gestalten - 09./10.02.2022!" Das Fanbündnis 1. FC Kaiserslautern hat sich nun in Übereinstimmung mit dem FCK-Fanbeirat sowie auch offiziell mit Unterstützung des Vereins näher zu dieser Thematik geäußert.

320 Fanclubs mit über 14.000 Mitgliedern unterstützen den Aufruf

"Seit Jahren setzt sich auch die Westkurve für die Abschaffung von Montagsspielen ein. Das bekannte 'We don’t like Mondays - FCK-Fans gegen Montagsspiele' -Banner verdeutlicht die Haltung von uns FCK-Fans gegenüber den ungeliebten Montagsspielen. Aus unserer Sicht kann es nur eine Lösung geben - die Abschaffung der aller Montagsspiele! Gleichzeitig darf es keinen Ausgleich der Montagsspiele zulasten von fanfreundlichen Anstoßzeiten geben. Schon im Februar 2019 haben die Fanszenen Deutschland einen Rahmen für die Anstoßzeiten formuliert: Dabei sollen Spiele an einem Freitag nicht vor 19:30 Uhr stattfinden. An einem Wochenende soll der Spieltag nicht vor 14:00 Uhr beginnen, sonntags ein Spiel nicht nach 15:30 Uhr angepfiffen werden und die Einhaltung der 300-km Klausel für Randspieltage berücksichtigt werden", heißt es in dem Aufruf der Lautrer Fangruppen, die unter anderem rund 320 offizielle Fanclubs mit über 14.000 Mitgliedern repräsentieren.

Hengen: "Wir unterstützen den Aufruf für fangerechte Anstoßzeiten"

Geschäftsführer Thomas Hengen, der den FCK bei der Sitzung kommende Woche vertreten wird, sichert den Fans vorab seine Unterstützung zu. In dem auch vom Verein geteilten Aufruf wird er wie folgt zitiert: "Wir können die Haltung unserer Fans zu Montagsspielen voll und ganz nachvollziehen und unterstützen ihren Aufruf für fangerechte Anstoßzeiten. Fußball lebt von Emotionen. Fans im Stadion, ob im Heim- oder Gästeblock, machen den Fußball und die einzigartige Atmosphäre aus."

» Die komplette Stellungnahme der FCK-Fans mit dem Verein im Wortlaut:

Montagsspiele abschaffen!

"Hallo FCK-Fans,

in den vergangenen Monaten betonten viele Funktionäre die Wichtigkeit der Fans in den Stadien und welchen Einfluss sie auf das Spiel haben. Seit vielen Jahren stellen Montagsspiele allerdings das komplette Gegenteil dar und sind ein Ärgernis für alle Fußballfans. In der ersten und zweiten Bundesliga wurden bereits Spiele an einem Montag abgeschafft. Dieser Schritt muss nun in der dritten Bundesliga folgen und die zur Saison 2018/2019 eingeführten Montagsspiele dürfen keine Zukunft haben. Aktuell sind die Vorbereitungen der nächsten Ausschreibung der TV-Rechte schon in der Planung und Anfang Februar soll ein Stimmungsbild aller Drittligsten eingeholt werden.

Montagsspiele sind für alle Stadiongänger nicht hinnehmbar und stehen im Widerspruch zu einer vollen, bunten und lautstarken Kurve. Sie führen dazu, dass viele FCK-Fans ihren Verein bei Heim- oder Auswärtsspielen nicht unterstützten können. Bei dieser Terminierung treten Faninteressen und fangerechte Anstoßzeiten in den Hintergrund.

Seit Jahren setzt sich auch die Westkurve für die Abschaffung von Montagsspielen ein. Das bekannte 'We don’t like Mondays - FCK-Fans gegen Montagsspiele'-Banner verdeutlicht die Haltung von uns FCK-Fans gegenüber den ungeliebten Montagsspielen. Aus unserer Sicht kann es nur eine Lösung geben - die Abschaffung der aller Montagsspiele! Gleichzeitig darf es keinen Ausgleich der Montagsspiele zulasten von fanfreundlichen Anstoßzeiten geben. Schon im Februar 2019 haben die Fanszenen Deutschland einen Rahmen für die Anstoßzeiten formuliert: Dabei sollen Spiele an einem Freitag nicht vor 19:30 Uhr stattfinden. An einem Wochenende soll der Spieltag nicht vor 14:00 Uhr beginnen, sonntags ein Spiel nicht nach 15:30 Uhr angepfiffen werden und die Einhaltung der 300-km Klausel für Randspieltage berücksichtigt werden.

"Wir können die Haltung unserer Fans zu Montagsspielen voll und ganz nachvollziehen und unterstützen ihren Aufruf für fangerechte Anstoßzeiten. Fußball lebt von Emotionen. Fans im Stadion, ob im Heim- oder Gästeblock, machen den Fußball und die einzigartige Atmosphäre aus", erklärt auch FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen, der sich im Sinne der FCK-Fans für fangerechte Anstoßzeiten stark macht.

Fanbündnis 1. FC Kaiserslautern
Fanbeirat 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern"

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Interview: "Zehn Urlaubstage nur für Auswärtsspiele" (Der Betze brennt, 13.10.2016)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Schorlegeneral » 02.02.2022, 19:16


Auch mal schön zu sehen, dass es Themen gibt, die bei den Fans keinen Diskussionsbedarf auslösen.

Hier herrscht definitiv Einigkeit.
Ich denke, die Mods können den Thread auch schon wieder schließen. :D

Bleibt nur zu hoffen, dass Herr Hengen und die anderen Manager die Meinung der Fans transportiert und durchgesetzt bekommt.
"Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben." ~ Fritz Walter



Beitragvon Thomas » 10.02.2022, 15:56


Die Managersitzung heute und gestern hat folgendes Resultat ergeben:

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Drittligisten mehrheitlich für Ende der Montagsspiele

Die Klubs der 3. Liga haben sich vor der Ausschreibung des neuen Medienrechte-Vertrages zur künftigen Gestaltung des Spieltags ausgetauscht und individuell positioniert. Ein einheitliches Meinungsbild hat sich bei der gemeinsamen Abstimmung in der heutigen Managertagung nicht herauskristallisiert.

Mit elf Klubs votierte eine Mehrheit gegen die Fortsetzung der Montagsspiele in der 3. Liga über die Saison 2022/2023 hinaus. Sieben der 20 Drittligisten stimmten grundsätzlich für eine Beibehaltung des Termins am Montagabend - verbunden mit gewissen Voraussetzungen.

Vier der sieben Klubs verknüpfen ihre Haltung mit der Bedingung, dass - wie bereits praktiziert - bei den Ansetzungen weiterhin auf eine ausgewogene Verteilung unter allen Drittligisten sowie die Kilometerdistanz zwischen den betreffenden Spielgegnern geachtet wird. Die drei anderen Vereine machen die Befürwortung des Montags ausdrücklich von den finanziellen Angeboten im Rahmen des TV-Vertrags abhängig. Sie sprachen sich in diesem Zuge dafür aus, das Rechtepaket in zwei Varianten auszuschreiben - einmal mit, einmal ohne Montagsspiele. Zwei Klubs enthielten sich der Abstimmung in der Managertagung.

Medienrechte werden im Frühjahr neu ausgeschrieben

Die Medienrechte der 3. Liga werden in diesem Frühjahr zentral von der DFB GmbH & Co. KG neu ausgeschrieben. Der aktuelle Vertrag läuft noch bis Sommer 2023, er beinhaltet ein festes Spieltagsformat mit einer Partie am Freitagabend, sechs Spielen am Samstagmittag, zwei Begegnungen am Sonntag und einem Spiel am Montagabend. Verwerter der TV-Erstrechte sind in der 3. Liga derzeit MagentaSport (Pay) als Host Broadcaster und die ARD mit ihren 3. Programmen (Free). Eine angemessene Mischung aus Pay- und Free-TV-Präsenz soll auch in der kommenden Rechteperiode gewährleistet sein.

Auf Grundlage der Position aus der Managertagung und der darüber hinaus eingeholten Meinungsbilder will der Ausschuss 3. Liga die Themenstellung in seiner nächsten Sitzung am 16. Februar abschließend diskutieren. Im Anschluss wird das Gremium eine offizielle Empfehlung zur Paketgestaltung an die DFB GmbH & Co. KG aussprechen, die für die Ausschreibung der Medienrechte zuständig ist. Der Ausschuss setzt sich aus zwölf Personen zusammen, darunter fünf Vereinsvertreter aus der 3. Liga, vier Vertreter des DFB sowie zwei Mitglieder der DFL. Hinzu kommt Tom Eilers (Darmstadt), der Vorsitzende des Ausschusses.

Die Ausschreibung der Medienrechte startet frühestens im April. Der Vergabeprozess soll bis spätestens Anfang Herbst abgeschlossen sein. Der neue Vertrag tritt dann mit Beginn der Saison 2023/2024 in Kraft und umfasst einen Zeitraum von vier Jahren, also bis Ende der Spielzeit 2026/2027.

Umfassender Beteiligungsprozess

Der Meinungsbildung in der 3. Liga ist ein umfassender Beteiligungsprozess vorausgegangen. Dessen Umsetzung war vom Ausschuss 3. Liga angestoßen und mit den Klubs sowie der AG Fankulturen abgestimmt worden. Eingebunden waren neben den Fachbereichen im DFB auch die aktiven Fanszenen und -organisationen.

Nach ersten Sondierungen auf dem TV-Markt hatte der DFB zunächst den Klubs der 3. Liga, deren Fanbeauftragten und Fanvertreter*innen, die von den Fanorganisationen in der AG Fankulturen benannt worden waren, die vorliegende Faktenlage dargestellt. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Frage, wie attraktiv und nachgefragt die einzelnen Spieltermine bei den verschiedenen Zielgruppen sind. Im Rahmen eines Hearings tauschten sich Fanvertreter*innen mit Expert*innen des DFB über die Erfahrungen mit der bisherigen Spieltagsgestaltung und Wünschen für ein künftiges Format aus.

"Intensiv mit dem Meinungsbild auseinandersetzen"

Darüber hinaus hatte der DFB im Januar das Meinungsforschungsinstitut YouGov mit einer unabhängigen und repräsentativen Marktforschung zur 3. Liga und ihren möglichen Anstoßzeiten beauftragt. Parallel führten die meisten Klubs eigene, individuelle Beteiligungsformate unter Einbeziehung ihrer Gremien, Fans, Partner und Sponsoren durch. Angelehnt an die Marktforschung hatte der DFB ergänzend einen Fragebogen für eine eigene Umfrage der Klubs entwickelt, mit Fanvertreter*innen gespiegelt und den interessierten Vereinen inklusive eines Umfragetools zur Verfügung gestellt.

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sagt: "Wir können mit dem bisherigen Prozess sehr zufrieden sein. Unser Bestreben war es, in Form und Umfang der Beteiligung einen neuen Maßstab im Fußball zu setzen. Ziel sind größtmögliche Transparenz, die Berücksichtigung aller relevanten Perspektiven und eine maximal fundierte Entscheidungsgrundlage. Wir werden uns nun im Ausschuss intensiv mit dem Meinungsbild auseinandersetzen und daraus den Auftrag für die DFB GmbH & Co. KG ableiten, wie sich das künftige Spieltagsformat in der 3. Liga gestalten soll."

Quelle: DFB

Weitere Links zum Thema:

- FCK: Fans & Verein für Abschaffung der Montagsspiele (Der Betze brennt, 02.02.2022)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Oktober1973 » 10.02.2022, 17:08


Gute Aktion und Anschub einer überfälligen Verbesserung. Wenn man bösartig wäre, könnte man sagen interessiert nicht, da wir ja nächste Saison 2. Liga spielen. :teufel2: Soviel selbsterfüllende Prophezeiung muss mal sein. Ich beantrage dann eher mal 5 Freitagsabendspiele auf dem Betze unter Flutlicht bei der DFL und deren Spielansetzer. Das sind dann mal 15 Punkte. :wink:
Nicht falsch verstehen. Trotzdem demütige Freude.




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