DBB fragt nach

Fragerunde: Verträge, Fanshop, Ticketing

Im zweiten Teil der vom 1. FC Kaiserslautern und dem Online-Magazin „Der Betze brennt“ gestarteten Aktion „DBB fragt nach“ werden die gesammelten Fragen aus den Monaten Mai und Juni 2011 beantwortet. Parallel dazu wurde im Diskussionsforum der Thread mit Euren Fragen für den kommenden Monat eröffnet: DBB fragt nach 07/2011.

Wie schon beim letzten Mal bitten wir um Verständnis, falls nicht alle eingesandten Fragen berücksichtigt wurden oder einige User-Beiträge zu einer gemeinsamen Frage zusammengefasst wurden. Weiterhin sind auch Verbesserungsvorschläge für die Rubrik „DBB fragt nach“ jederzeit möglich.

Die vorliegenden Fragen beantworteten gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz, Geschäftsführer Jens König und Pressesprecher Christian Gruber:

Block8.1-Fan und St. Patrick fragen: Für wann sind die Vertragsgespräche bzw. -verlängerungen mit dem Vorstand und den Mitgliedern des Trainerteams geplant? Und wie ist der Zeitplan bei den Spielern, deren Verträge nächstes Jahr auslaufen?

Stefan Kuntz: Hierzu ist eine vollständige Antwort schwierig und komplex, weil die Verträge des Vorstandes Aufsichtsratssache sind und bei Spielern und Trainer der Vorstand in der Verantwortung steht. Nach Abschluss der Transfertätigkeiten wird der Vorstand sukzessive die in Frage kommenden Verlängerungen angehen, Gespräche führen. Was speziell meinem Fall angeht, so bin ich mit dem Aufsichtsrat in konstruktiven Gesprächen.

BbBowser fragt: Wie sieht der neugeschaffene Aufgabenbereich von Roger Lutz ("Team-Manager für organisatorische Aufgaben") genau aus und was macht dementsprechend Marco Haber ("Team-Manager für sportliche Belange")?

Stefan Kuntz: Wie die Zusätze schon vermuten lassen, kümmert sich Roger Lutz (wie übrigens auch schon vor seiner Zeit als Co-Trainer) um die direkten Belange der Spieler und deren Familien (Wohnungssuche, Einstellungsuntersuchungen, Ämterbesuche, Auto, Telefon, Bankverbindung, Versicherungen, Aufenthaltsgenehmigungen, Arbeitsgenehmigungen usw.). Marco Haber ist hier einerseits unterstützend dabei, ist zudem aber das direkte Bindeglied ins Scouting und nah am Leiter Scouting Andreas Fehse dran. Er beobachtet Spieler in allen Bereichen, auch im Jugendbereich und ist zudem für alle Bestellungen um den Lizenzspielerbereich herum, kontrollierend tätig (Material für med. Abteilung, Ausrüstung usw.).

Block8.1-Fan, manoli, St. Patrick, DER Drachenfelsteufel fragen: Ist es realistisch, dass in der neuen Saison die aufgerückten Spieler aus dem Nachwuchsbereich nennenswerte Einsatzzeiten erhalten? Oder wird es noch länger dauern, bis die Verbesserungen in diesem Bereich greifen?

Stefan Kuntz: Das hängt letzten Endes immer von der Leistung der Spieler ab. Die signifikante Verbesserung innerhalb des FCK wird sein, dass ständig Trainingsplätze bei den Profis für unsere Nachwuchsspieler vorgesehen sind. Mit Steven Zellner hinterlässt im Moment ein Nachwuchsmann einen sehr guten Eindruck und Willi Orban sowie Julian Derstroff haben zusammen mit dem Nachwuchstorwart Marius Müller im Trainingslager mitgewirkt. Sie haben sich im Training und auch in ihren Testspieleinsätzen sehr gut präsentiert.

Seb fragt: Der Investitionsbedarf in der Infrastruktur des Nachwuchsleistungszentrums ist bekannt. Welche konkreten Änderungen sind hier erforderlich und welche Kosten schlagen dafür zu Buche?

Stefan Kuntz: Im letztjährigen Lizenzierungsverfahren des DFB wurden folgende Auflagen gemacht, welche wir eigentlich zeitnah erfüllen müssen.

Im Einzelnen fehlen:

- Ein zweiter Behandlungsraum für Physiotherapie
- Sauna
- Entmüdungsbecken

Die absolut wichtigen, durch einen Neubau und/oder Umbau zu realisierenden Verbesserungen wären folgende:

- 3 Trainerkabinen
- 3 Büroräume Verwaltung
- Büroraum Athletiktrainer
- Büroraum Sozialbegleiter
- 3 zusätzliche Umkleidekabinen Juniorenmannschaften
- 1 Umkleideraum Hockeyabteilung
- Großer, multifunktionaler Schulungsraum (Nachhilfe, Fortbildungen, Mannschaftsbesprechungen, Sozialraum etc.)
- 2 Schiedsrichterkabinen
- Arztzimmer (Sprechzimmer psychologische Betreuung)
- Bewirtungsraum/Gastronomie vor Ort
- Kraftraum (Athletiktraining)

Bei der Beurteilung der Kosten ist es ein wenig schwierig, weil wir erst in der ersten Planungsphase sind, aber vergleichbare NLZ in Frankfurt, Hoffenheim oder Wolfsburg kosteten bis zu 16 Mio. Euro, die der FCK so sicherlich nicht zur Verfügung hat.

Paul und hardy68 fragen: Warum ist Nachwuchstalent Philipp Klement ist zum 1. FC Nürnberg gewechselt? Gab es ein Angebot vom FCK, das der Spieler abgelehnt hat, oder sahen die Verantwortlichen bei Klement kein Potential für höhere Aufgaben und ließen ihn deshalb „freiwillig“ ziehen?

Stefan Kuntz: Philipp war mit seinem Vater und Frank Lelle zu Verhandlungen bei uns. Für ihn war wichtig, die Schule bis Februar 2012 beenden zu können und sofort einen Lizenzspielervertrag zu bekommen, sowie die Vorbereitung garantiert mit der Lizenzspielermannschaft zu absolvieren.

Wir haben den Lizenzspielervertrag selbstverständlich angeboten, hielten es aber für unseriös, die Vorbereitung mit den Profis zu versprechen, denn das Endspiel um die U19-Meisterschaft war am 19. Juni und Trainingsbeginn der Profis der 20. Juni. So hätte Philipp praktisch keinen Tag Urlaub gehabt. Er sollte die Vorbereitung mit der U23 absolvieren und bei guten Leistungen natürlich einen der drei Trainingsplätze bei den Profis einnehmen, wie es jetzt auch Willi Orban und Julian Derstroff machen.

Wir waren sehr überrascht, dass Philipp dann ohne weitere Rücksprache in Nürnberg unterschrieben hat und jetzt wohl auch bereit ist, die Schule wahrscheinlich vorzeitig zu beenden, was vorher bei unseren Gesprächen kein Thema war. Das finanzielle Angebot wird von Nürnberger Seite aus sicherlich ebenso um einiges höher gewesen sein.

teufelchen2010 fragt: Gibt es schon einen ungefähren Termin für die nächste Jahreshauptversammlung?

Christian Gruber: Den Termin für die JHV legt der Aufsichtsrat fest. Dies wird sicher in den nächsten Wochen geschehen.

Laudrer1988 fragt: Geht es im Winter wieder ins gleiche Trainingslager wie im Januar 2011, also Campoamor/Spanien?

Christian Gruber: Die Planungen sind noch nicht final, es ist aber relativ wahrscheinlich, dass es wieder nach Campoamor gehen wird.

Bergbie1980 fragt: Falls der FCK im nächsten Jahr absteigen sollte, ist die Lizenz für die 2. Bundesliga dann in Gefahr? Man hört ja des öfteren, dass es nur noch eine Zukunft für den FCK gibt, wenn er sich einige Jahre in der Bundesliga halten kann.

Christian Gruber: Der FCK könnte einen Abstieg aktuell sicher besser vertragen als noch vor zwei, drei Jahren, aber die 2. Liga und die völlig unterschiedliche Ertragslage sind für einen Verein wie den FCK mit den zum Beispiel aus dem Stadion geborenen Kostenstrukturen nur sehr schwer über einen längeren Zeitraum zu stemmen.

SpeyerTeufel92 fragt: Sind die Sponsoring-Einnahmen vom sportlichen Erfolg abhängig oder bezahlen die Sponsoren einen Festbetrag? Oder konkret gefragt: Wie groß ist der Unterschied der Einnahmen, wenn der FCK anstatt des 14. den 7. Tabellenplatz erreicht oder wenn er anstatt des Achtelfinals im DFB-Pokal das Finale erreicht?

Christian Gruber: Grundsätzlich gibt der FCK keinerlei Inhalte seiner Verträge mit Sponsoren bekannt. Dies ist ein Gebot der Seriosität und zudem direkter Ausfluss des allgemeinen Vertragsgeheimnisses. Soviel kann aber gesagt werden: Bei einigen Verträgen sind natürlich erfolgsabhängige Bestandteile enthalten. Die größten Einnahmeunterschiede erzielt man über die TV-Gelder, die für die Bundesliga über einen bestimmten Schlüssel, der sich auf die aktuelle und die drei zurückliegenden Spielzeiten bezieht, errechnet werden.

Seb fragt: Ist mit der erneuten Erhöhung der Ticketpreise der gewünschte Level erreicht oder wird es in den nächsten Jahren weitere Erhöhungen geben?

Christian Gruber: Es gibt kein „gewünschtes Level“. Die Preise werden einerseits durch erhöhte Kosten und andererseits durch den Markt, also die in Bundesliga-Stadien üblichen Preise, und die dringende Konkurrenzfähigkeit des FCK im Wettbewerb mit den anderen Vereinen vorgegeben.

rmpa77 fragt: Wird nach der Erhöhung der Ticketpreise und dem Wechsel des Ausrüsters (teureres Trikot) wieder über einen Mitgliederrabatt im Fanshop nachgedacht? Und inwieweit wäre es außerdem möglich, einen Rabatt für die Spiele der zweiten Mannschaft zu einzurichten?

Jens König: Die genannten Punkte stehen in keinem Zusammenhang. Die Anpassung der Ticketpreise ans Bundesliga-Mittelfeld hilft uns, überfällige Investitionen in die Infrastruktur des Vereins zu tätigen, wie zum Beispiel in das bereits knapp zehn Jahre alte Stadionnetzwerk oder den Bau von Kiosken im Oberrang.

Mit dem neuen uhlsport-Trikot bieten wir den Fans ein qualitativ hochwertiges Trikot, zum angemessenen Preis an. Hierfür zahlt der FCK einen höheren Einkaufspreis, als z.B. für die Do You Football-Trikots. Das Geschäftsmodell von DYF, individuelle Trikots zum günstigen Preis zu vertreiben, war bekanntlich nicht besonders erfolgreich.

Weiter arbeiten wir gemeinsam mit der Perspektive FCK an einer Modifikation der derzeitigen Mitgliedschaft mit dem Ziel, diese für alle Mitglieder mit einem größeren Mehrwert auszustatten. In welcher Form Rabatte oder ggf. auch Bonuspunkte für Einkäufe von Mitgliedern vergeben werden, ist noch nicht abschließend diskutiert.

Schobbe und bene-fck fragen: Warum kosten die neuen Trikots wieder 69,95 Euro statt wie vorher 54,95 Euro? Beispielsweise Union Berlin ist ebenfalls vom Ausrüster Doyoufootball zu Uhlsport gewechselt und verlangt dennoch nur 49,95 Euro für den neuen Dress.

Christian Gruber: Die Preise für Textilien der Ausrüster sind von vielen Komponenten abhängig. Die Kollektion für den FCK ist nur für uns entworfen, designed und hergestellt worden. Zudem handelt es sich um hochwertigere Materialien als zuletzt und die Trikots sind mit besonderen Qualitäts- und Designmerkmalen versehen. Hieraus ergibt sich ein höherer Grundpreis, als bei „Trikots von der Stange“. Wir kennen die Zusammenhänge bei Union Berlin nicht, grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Herstellungskosten bei Union weit unter den unsrigen liegen werden. Nicht vergessen werden darf letztlich, dass unsere Trikotpreise weiterhin im unteren Ligadurchschnitt liegen.

LDH fragt: Ist es möglich, die Verkaufsfläche im Fanshop zu vergrößern oder zumindest bei Heimspielen einen weiteren Shop zu errichten? Mir ist an Spieltagen wiederholt aufgefallen, dass das Service-Center für den hohen Andrang viel zu klein ist.

Jens König: Das Problem ist uns bekannt. Allerdings sind sowohl der Ausbau des bestehenden Fanshops als auch der Neubau eines großen Shops auf Grund der hohen Investitionskosten für den Verein aktuell nicht zu stemmen. Je nach Saisonverlauf und in Abhängigkeit der Planung für die Saison 2012/13 werden wir uns im Winter wieder mit diesem Thema beschäftigen.

bene-fck fragt: Wie viele von den 9.090 Fritz-Walter-Trikots wurden verkauft?

Jens König: Wir haben bisher gut dreiviertel der Trikots abgesetzt.

Hans Dampf fragt: Warum wird der Online-Fanshop nicht aktuell gehalten? Teilweise kann man die Artikel im Fanshop auf dem Betzenberg kaufen, während sie online gar nicht aufgeführt werden.

Jens König: Wir sind bemüht, im Onlineshop die gleichen Artikel anzubieten wie in unseren Fanshops am Stadion oder in der Innenstadt. Bedingt durch die geografische Distanz zwischen unseren Lagern, kann es hier insbesondere rund um die Spieltage zu Lieferverzögerungen kommen. Gemeinsam mit unserem Partner engelhorn arbeiten wir derzeit an der Optimierung der Lagerverfügbarkeiten.

Q-Fahrer und F-W-8 fragen:Wie läuft eigentlich eine Spielanalyse während und nach einem Match ab? Gibt es hierfür eigene Kameras im Stadion?

Christian Gruber: Dies ist von Trainer zu Trainer unterschiedlich. Im Fritz-Walter-Stadion wurden zu dieser Saison entsprechende Kameras, analog zu allen Bundesliga-Stadion, des Dienstleisters impire installiert. Hieraus erhalten alle Vereine eine bestimmtes Scoutingfeed, welches sie für Analysezwecke nutzen können.

Zudem „schneiden“ unsere Trainer, allen voran Marco Kurz persönlich, jedes eigene Spiel ebenso minutiös, wie jedes Spiel unserer kommenden Gegner. Hier wird jede Szene einer Partie analysiert und das Verhalten jedes Spielers und der Mannschaft insgesamt in seine Einzelteile zerlegt.

Anhand dieser Analyse wird dann das Training ausgerichtet, die Mannschaft eingestellt, Spieler vorbereitet. Wir arbeiten hier nur marginal mit Analyse-Unternehmen, da Marco Kurz sehr spezielle Vorgaben und Vorstellungen der Analyse hat.

Seb fragt: Kann man die gesamten 90 Minuten während eines Heimspiels mit seiner Dauerkarte das Stadion betreten oder werden irgendwann die Eingänge geschlossen?

Christian Gruber: Man kann während des gesamten Spiels das Stadion betreten.

makroplan fragt: Die Idee, auf den Zwischenebenen der Südtribüne weitere Getränkestände zu bauen ist prima. Danke! Aber sind auch Essensstände geplant?

Jens König: Auf Grund der Brandschutzbestimmungen können wir in den derzeitigen Ständen im Oberrang keine Speisen analog der Kioske im unteren Stadionumlauf anbieten. Auch die vier neuen Kioske im Oberrang, deren Anschaffungswert im mittleren sechsstelligen Bereich liegt, sind mit speziellen Brandschutzvorkehrungen ausgestattet, um überhaupt die Genehmigung für eine Zapfanlage zu bekommen. Unser Ziel war es, den Zuschauern im Oberrang zumindest eine adäquate Getränkeversorgung zu gewährleisten. Die Kioske so auszurüsten, dass auch Speisen analog der alt bekannten Kioske angeboten werden können, steht in keiner sinnvollen Kosten-Nutzen-Relation.

makroplan fragt: Wieso ist es nicht mehr möglich, eine Eintrittskarte für ein Heimspiel zu kaufen, welches mehr als acht Wochen in der Zukunft liegt?

Jens König: Aus vielen Gesprächen mit Mitgliedern, Dauerkarteninhabern und Fans kristallisierte sich heraus, dass zwei Punkte beim Ticketverkauf absolute Priorität haben sollte: Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Diese können wir mit den neuen Bestellregeln garantieren. Außerdem wollten wir nach wie vor Mitgliedern und Dauerkartenabonnenten Vorteile beim Einzelkartenkauf gewähren. Deren schriftliche Bestellungen wurden in der Vergangenheit mit Priorität behandelt. Dies führte allerdings zu langen Wartezeiten und teilweise Unsicherheit, ob überhaupt noch Karten verfügbar sind.

Mit den heutigen Bestellregeln weiß jeder Fan im Moment der Kartenanfrage, ob die gewünschten Tickets verfügbar sind oder nicht. Mitglieder und Dauerkartenabonnenten erhalten ein für alle transparent geregeltes Vorkaufsrecht. Dies wäre, wenn alle Spiele direkt im Verkauf wären, nur sehr schwer umsetzbar.

SpeyerTeufel92 fragt: Warum wird der Dauerkartenverkauf in diesem Jahr bei 25.000 Abos gestoppt?

Christian Gruber: Vorweg: Die Zahl 25.000 ist nicht in Stein gemeißelt und wurde bis zum Verkaufstop ja schon bei weitem übertroffen. Mit aktuell etwas über 27.000 Dauerkarten haben wir unser Vorjahresergebnis zur gleichen Zeit ebenfalls übertroffen, allerdings war kurz vor Ende des Verkaufs auch kaum Nachfrage vorhanden. Wie wir zur Rückrunde oder evtl. schon nach dem Bayernspiel mit dem Dauerkartenverkauf umgehen, wird derzeit abgestimmt. Grundsätzlich wollen wir ein möglichst großes Tagesticketkontingent bereithalten. Wir würden aber auf eine immens gestiegene Nachfrage nach Dauerkarten in jedem Fall entsprechend reagieren.

maddinho fragt: Früher gab es vor jedem Samstagspiel ein Einlagenspiel der Jugend. Wäre es möglich, diese wieder zu beleben? Sozusagen als Ansporn für die Jugend, vor so vielen Leuten zu spielen und zur Unterhaltung des Publikums.

Christian Gruber: Wir haben schon vor der letzten Saison eine Wiedereinführung eines solchen Spiels geprüft. Durch die Doppelbelastung der Spielfläche im Fritz-Walter-Stadion ist der Rasen leider schon sehr arg in Mitleidenschaft gezogen. Daher vermeiden wir so gut wie jede weitere Belastung durch Training, Spiele oder Veranstaltungen. Ein Spiel der Jugend würde zwar nur eine relativ geringe, aber in jedem Fall weitere Beanspruchung bedeuten. Zudem ist heutzutage das Vorprogramm zum allergrößten Teil vermarktet, so dass ein solches Spiel noch viel früher stattfinden müsste und bis etwa 70 Minuten vor Anpfiff bearbeiten die Greenkeeper häufig den Rasen.

herzdrigger fragt: Die „Happy Hour“ nach dem Spiel in der Fanhalle Nord ist eine feine Sache. Kann man das Angebot aber nicht auf alkoholfreie Getränke oder wenigstens alkoholfreie Biere erweitern?

Jens König: Die Happy Hour führen wir gemeinsam mit unserem Bierpartner und Namenspatronat der Fanhalle Nord, Karlsberg, durch. Wir nehmen diesen sinnvollen Vorschlag gerne auf und werden bei der nächsten Happy Hour auch alkoholfreie Getränke zu einem Vorteilspreis anbieten.

kampftier fragt:Wird es dieses Jahr wieder ein FCK-Jahrbuch geben?

Christian Gruber: Ja, wir sind aktuell damit beschäftigt, es fertigzustellen und werden fortan jährlich zur neuen Saison ein solches Jahrbuch veröffentlichen.

LDH fragt: Was genau wird im Fritz-Walter-Stadion wie lange mit Kameras überwacht? Gerade nach dem Böllerwurf gegen Bremen interessiert mich, in welcher Form und wie lange die Bilder gespeichert werden? An anderer Stelle war zu lesen, dass man Bilder der Fans in Passbildqualität machen könne.

Christian Gruber: Die Polizei hat die Möglichkeit so gut wie jeden Winkel des Stadions mit einer Kamera zu kontrollieren. Die Daten werden nach Auswertung des Materials gelöscht. Weitere Infos hierzu kann nur die Polizei selbst herausgeben.

Kuhardter fragt: Wie intensiv ist der FCK in Kommunikation mit der für die Spiele zuständigen Polizei? Es häufen sich Beschwerden über völlig überzogenes Verhalten seitens der Polizei und auch die Sperrungen der Zugangswege sowie am Bahnhof halte ich für fragwürdig, wenn die gegnerischen Fans dann z.B. am Bahnsteig doch wieder nebeneinander stehen.

Christian Gruber: Wir sind in intensivem und regem Austausch. Aber: Die Polizei Westpfalz ist zuständig für den Weg vom Bahnhof bis zu den Stadiontoren. Hier müssen sie für Sicherheit und Ordnung sorgen. Im Stadion dürfen sie erst bei Gefahren oder Straftaten eingreifen. Auf dem Bahnhofsgelände ist die Bundespolizei zuständig.

Wir sprechen vor und nach jedem Spiel in entsprechenden Sitzungen alle Vorkommnisse ab und tauschen uns, auch sehr kontrovers, aus. Grundsätzliche Fragen sollten hier an die Polizei selbst gestellt werden, da der FCK kaum bis keinen Einfluss auf die Geschehnisse außerhalb des Stadiongeländes hat.

teufelchen2010 fragt: Erhält der Mannschaftsbus nach „Mit Herzblut zurück“ ein neues Gesicht und wenn ja, welches?

Christian Gruber: Wir diskutieren aktuell darüber, da es sich um einen wesentlichen Kostenfaktor handelt. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

DBB fragt nach

Quelle: Der Betze brennt | Autor: Thomas

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